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Urformen Gießen und Pulvermetallurgie – Formen und Kerne verstehen

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Urformen Gießen und Pulvermetallurgie – Formen und Kerne verstehen

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Einleitung

Urformen Gießen und Pulvermetallurgie – Formen und Kerne verstehen

In diesem aiMOOC lernst Du in kurzen Einheiten, wie Hohlräume, Teilungen und Formaufbau beim Gießen funktionieren und wie sich Formwerkzeuge der Pulvermetallurgie davon unterscheiden. Der Kurs richtet sich an die Ausbildung in der Metalltechnik.

Nach dem Kurs kannst Du

  1. Gussformen in Oberkasten, Unterkasten, Teilung, Formhohlraum, Anguss und Speiser gliedern.
  2. Kerne als formgebende Elemente für Innenkonturen erklären.
  3. eine günstige Teilungsebene begründen und Hinterschneidungen erkennen.
  4. beim pulvermetallurgischen Pressen Matrize, Oberstempel, Unterstempel und Dorn funktional zuordnen.
  5. zentrale Gefährdungen durch heiße Werkstoffe, Feuer, Gase, Stäube und Metallpulver sicher benennen.


Ausbildungsfall: Pumpengehäuse mit Sinterbuchse

Fiktiver betrieblicher Auftrag: Eine Baugruppe besteht aus einem sandgegossenen Pumpengehäuse mit innenliegendem Strömungskanal und einer pulvermetallurgisch hergestellten Sinterbuchse.

Dein Arbeitsauftrag:

  1. Entscheide, welche Geometrie am Gehäuse durch die Formhälften und welche durch einen Kern entsteht.
  2. Lege für das Gehäuse eine sinnvolle Teilung fest und begründe sie.
  3. Ordne bei der Sinterbuchse Matrize, Stempel und Dorn den entstehenden Konturen zu.
  4. Erstelle eine Sicherheitsfreigabe für eine rein digitale Fertigungssimulation.
  5. Formuliere drei Punkte, die vor einer realen Demonstration durch die ausbildende Fachkraft geprüft werden müssen.


Sicherheitsstopp: Gießerei und Pulvermetallurgie

Keine unbeaufsichtigten Versuche. Reale Gieß-, Schmelz-, Sinter- oder Metallpulverarbeiten gehören ausschließlich in fachlich geführte betriebliche oder schulische Werkstätten. Praktische Demonstrationen dürfen nur nach Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Unterweisung und Freigabe durch eine fachkundige Person stattfinden.

  1. Heiße Werkstoffe und Oberflächen: Metallschmelzen, Öfen, Pfannen, Formen und Anlagenteile können schwere Verbrennungen verursachen. Gefahrenbereiche, geeignete PSA und sichere Abstände werden betrieblich festgelegt.
  2. Feuchtigkeit und Schmelze: Wasser oder andere Flüssigkeiten können beim Kontakt mit feuerflüssigen Massen zu schlagartigem Auswurf und Explosionen führen. Werkzeuge, Einsatzstoffe und Bereiche müssen entsprechend der betrieblichen Vorgaben trocken und geeignet sein.
  3. Feuer und Brandlasten: Brennbare Stoffe, Metallstäube und heiße Oberflächen können Brände oder Explosionen auslösen. Löschmittel werden nach Gefährdungsbeurteilung festgelegt; bei Metallbränden darf nicht improvisiert werden.
  4. Gase, Rauche und Abgase: Beim Schmelzen, Kerntrocknen und Vergießen können gesundheitsschädliche Gase und Rauche entstehen. Absaugung, Lüftung, Messung und organisatorische Schutzmaßnahmen sind Teil des betrieblichen Arbeitsschutzes.
  5. Metallpulver und Schutzgase: Feine Metallpulver können je nach Werkstoff brennbar oder explosionsfähig sein. Pulver nur in dafür vorgesehenen Anlagen und nach Sicherheitsdatenblatt handhaben; Zündquellen, Staubfreisetzung und elektrostatische Aufladung sind betrieblich zu beherrschen. Schutz- und Ofengase können je nach Gas Erstickungs-, Brand- oder Explosionsgefahren verursachen und gehören ausschließlich in dafür ausgelegte Anlagen.

Merksatz: Eine Simulation darfst Du selbstständig bearbeiten. Heiße Schmelzen, offene Flammen, Sinteröfen, Schutzgase und reaktive Metallpulver niemals ohne fachliche Aufsicht einsetzen.


Lerneinheit 1: Urformen in zwei Wegen

Beim Urformen entsteht aus formlosem Stoff ein fester Körper mit definierter Geometrie.

Verfahren Ausgangszustand Formgebung Ergebnis vor Nacharbeit
Gießen flüssiger Werkstoff Schmelze füllt einen Formhohlraum und erstarrt Gussstück
Pulvermetallurgie Metallpulver Pulver wird verdichtet und anschließend gesintert Sinterteil

Mini-Auftrag: Markiere im Ausbildungsfall, welches Teil aus flüssigem und welches aus pulverförmigem Ausgangsstoff entsteht.

Begründetes Feedback: Das Pumpengehäuse gehört zum Gießen, weil sein Formhohlraum mit Schmelze gefüllt wird. Die Buchse gehört zur Pulvermetallurgie, weil Pulver im Werkzeug verdichtet und der Grünling anschließend gesintert wird.


Lerneinheit 2: Formaufbau beim Sandguss

Eine verlorene Sandform besteht häufig aus Oberkasten und Unterkasten. Dazwischen liegt die Teilung. Das Modell erzeugt den Formhohlraum. Angusskanäle führen die Schmelze, Speiser unterstützen die Volumenversorgung während der Erstarrung.

Arbeitsauftrag am Bild: Zeige Teilung, Formhohlraum, Ober- und Unterhälfte. Beschreibe anschließend in drei Sätzen, warum die Form beim Sandguss nach dem Erstarren meist zerstört wird.


Lerneinheit 3: Kerne erzeugen Hohlräume

Ein Gießkern bildet Innenkonturen, Kanäle oder Hinterschneidungen ab, die mit den Formhälften allein nicht erzeugt werden können. Er wird getrennt hergestellt, in der Form positioniert und nach dem Guss entfernt. Kernmarken beziehungsweise Kernaufnahmen helfen bei der Lagefixierung.

Arbeitsauftrag: Skizziere einen Schnitt durch das Pumpengehäuse. Schraffiere die Außenform und färbe den Bereich, den der Kern freihält. Schreibe an die Skizze: Formhohlraum, Kern, Kernauflage und Teilung.

Begründetes Feedback: Der Kern liegt dort, wo später kein Metall sein soll. Deshalb entspricht seine Außenkontur der gewünschten Innenkontur des Gussstücks.


Lerneinheit 4: Teilung verstehen

Die Teilung trennt Formhälften. Eine geeignete Teilung erleichtert das Entformen des Modells, vermeidet unnötige Hinterschneidungen und unterstützt eine sichere, maßhaltige Formherstellung.

Entscheidungsregel für die Ausbildung:

  1. Kann das Modell ohne Beschädigung der Form aus einer Richtung entnommen werden?
  2. Entstehen durch die Teilung unnötige Kerne oder lose Formteile?
  3. Liegt die Trennlinie an einer geometrisch und prüftechnisch günstigen Stelle?
  4. Bleiben Formhälften und Kernaufnahmen eindeutig positionierbar?

Anwendungsauftrag: Zeichne zwei mögliche Teilungen für ein Gehäuse mit seitlichem Kanal. Wähle eine Variante und begründe sie mit mindestens zwei der Entscheidungsregeln.


Lerneinheit 5: Werkzeuge erkennen

Formwerkzeuge und Handwerkzeuge haben unterschiedliche Aufgaben. Beim Handformen dienen Werkzeuge zum Bearbeiten, Verdichten, Glätten und Kontrollieren des Formstoffs. Der Formkasten hält den Formstoff; das Modell erzeugt die Negativkontur.

Ablaufauftrag zur Animation: Stoppe das Video nach jedem erkennbaren Prozessschritt und erstelle eine Ablaufkarte mit maximal sieben Karten. Notiere auf jeder Karte zusätzlich einen möglichen Qualitätsfehler, der durch eine beschädigte Form, falsche Lage oder unklare Teilung entstehen könnte. Keine Handlung aus dem Video praktisch nachmachen.


Lerneinheit 6: Pulvermetallurgie – Formwerkzeug statt Sandkern

Beim konventionellen Pressen der Pulvermetallurgie wird Metallpulver in eine Matrize gefüllt und zwischen Stempeln verdichtet. Der gepresste Körper heißt Grünling. Beim Sintern verbinden sich Pulverpartikel durch thermisch aktivierte Vorgänge; danach können Kalibrieren oder weitere Bearbeitungsschritte folgen.

Wichtiger Unterschied zum Sandguss: Ein Dorn oder Kernstift kann beim Pressen eine Innenkontur bilden, bleibt aber Bestandteil des Werkzeuges und wird nicht wie ein verlorener Sandkern im Bauteil eingeschlossen und später entfernt.

Arbeitsauftrag: Zeichne eine einfache Sinterbuchse im Schnitt. Ordne Außenkontur, Bohrung und Stirnflächen den Werkzeugteilen Matrize, Dorn, Oberstempel und Unterstempel zu.

Begründetes Feedback: Die Matrize begrenzt überwiegend die radiale Außenkontur, der Dorn bildet die Bohrung und die Stempel verdichten axial. Komplexe Hinterschneidungen sind bei starrem axialem Pressen nur eingeschränkt entformbar und erfordern andere Werkzeug- oder Verfahrenskonzepte.


Lerneinheit 7: Gussform und Presswerkzeug vergleichen

Frage Sandguss Pulverpressen
Was bildet die Außenkontur? Formhohlraum Matrize und Werkzeugflächen
Was bildet eine Innenkontur? meist verlorener Kern häufig Dorn oder Kernstift als Werkzeugteil
Welche Trenn- oder Bewegungsfläche prägt den Werkzeugaufbau? Teilung der Formhälften Werkzeugfugen und Bewegungsrichtung von Stempeln und Dorn
Was muss entformbar sein? Modell vor dem Guss und Gussstück nach Erstarrung Grünling aus der Matrize
Typische zentrale Sicherheitsfrage Schmelze, Hitze, Feuchte, Gase, Brand Pulverstaub, Presskräfte, Ofenhitze, Schutzgas, Brand und Explosion

Transferfrage: Warum ist der Begriff „Kern“ in beiden Welten missverständlich? Erkläre den Unterschied zwischen verlorenem Gießkern und dauerhaftem Werkzeugdorn.


Sichere Fertigungssimulationen


Simulation A: Sandguss digital analysieren

Nutze das Manufacturing Processes Virtual Simulation Lab ausschließlich digital.

Arbeitsauftrag:

  1. Öffne die Demonstration zum Sandguss.
  2. Erstelle eine Prozesskette aus Modell, Kern, Form, Gießen, Erstarren, Ausformen und Prüfen.
  3. Markiere die Schritte, an denen Formteilung oder Kernlage die Bauteilgeometrie beeinflussen.
  4. Ergänze drei Sicherheitsstopps, bevor in einem realen Betrieb der Gießbereich freigegeben würde.
  5. Gib die Prozesskette als eine Seite mit Skizze ab.

Sicherheitsregel: Die Simulation ersetzt keine praktische Unterweisung. Es wird nichts erhitzt, gegossen oder mit Metallpulver durchgeführt.


Simulation B: Ablaufanimation auswerten

Nutze die eingebettete Sandgussanimation und das Pulvermetallurgie-Video als Beobachtungsmedien.

Arbeitsauftrag:

  1. Pausiere an jedem Formgebungswechsel.
  2. Benenne das formgebende Element.
  3. Notiere, ob es verloren, wiederverwendbar oder Teil eines Werkzeuges ist.
  4. Formuliere je Prozess eine Qualitätskontrolle.
  5. Begründe, an welcher Stelle eine reale Anlage nur nach fachlicher Freigabe betrieben werden darf.


Simulation C: Schnittbild ohne Gefahrstoffe

Arbeite nur mit Papier, CAD oder einem 3D-Modell am Bildschirm.

Arbeitsauftrag: Lege für das Pumpengehäuse drei transparente Ebenen an: Außenform, Kern und Teilung. Lege für die Sinterbuchse vier Ebenen an: Matrize, Dorn, Oberstempel und Unterstempel. Vergleiche beide Darstellungen in einer Tabelle.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Denkanstoß: Frage zuerst: „Wo soll nach der Fertigung Material sein – und wo nicht?“

Hilfe 2 – Strategie: Beim Guss erzeugen Formflächen die Außenkontur und Kerne schwer zugängliche Innenkonturen. Beim Pulverpressen bilden Werkzeugflächen die Konturen des Grünlings.

Hilfe 3 – Fastlösung: Der Strömungskanal des Pumpengehäuses braucht einen Kern. Bei der Sinterbuchse bildet ein Dorn die Bohrung. Die Teilung des Gussmodells soll das Ausformen erleichtern; die PM-Geometrie muss zur Bewegungsrichtung der Presswerkzeuge passen.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Formaufbau: Beschrifte an einer Skizze Oberkasten, Unterkasten, Teilung, Formhohlraum und Kern.
  2. Pulvermetallurgie: Bringe Mischen, Pressen, Grünling, Sintern und Kalibrieren in eine sinnvolle Reihenfolge.
  3. Sicherheit: Nenne vier Gefährdungen aus dem Kurs.

Begründetes Feedback: Vollständig ist die Lösung, wenn Außenform, Innenform und Trennung klar auseinandergehalten werden. Bei der Pulvermetallurgie muss der Grünling vor dem Sintern entstehen. Sicherheitsantworten sollen mindestens Hitze, Feuer beziehungsweise Explosion, Gase oder Stäube und die Gefahr durch Metallpulver abdecken.


Anwendung

  1. Teilungsebene: Wähle für ein einfaches Gehäuse eine Teilung und begründe die Entformbarkeit.
  2. Kern: Entscheide, ob ein seitlicher Innenkanal mit Formhälften allein herstellbar ist.
  3. Presswerkzeug: Ordne die Bohrung einer Sinterbuchse dem Dorn zu und erkläre die Werkzeugfunktion.

Begründetes Feedback: Eine gute Begründung verbindet Geometrie und Fertigung: Teilungen sollen das Modell entformbar machen; Innenkanäle benötigen häufig Kerne; beim Pressen muss der Grünling ohne unzulässige Hinterschneidung aus dem Werkzeug gelöst werden können.


Transfer

  1. Fertigungsplanung: Vergleiche Sandguss und Pulverpressen für ein Bauteil mit komplexem Innenkanal.
  2. Qualitätssicherung: Leite aus einer verschobenen Kernlage einen möglichen Bauteilfehler und eine passende Kontrolle ab.
  3. Gefährdungsbeurteilung: Formuliere für eine geplante Demonstration drei Stop-Kriterien, bei denen nicht gestartet werden darf.

Begründetes Feedback: Transfer gelingt, wenn Du nicht nur Begriffe nennst, sondern Ursache und Wirkung verknüpfst. Ein komplexer Innenkanal spricht beim Sandguss für einen Kern. Eine verschobene Kernlage verändert Wanddicken. Fehlende Unterweisung, erkennbare Feuchtigkeit im Schmelzbereich, unklare Absaugung, ungeklärte Pulvergefahr oder fehlende fachliche Aufsicht sind Gründe, eine Demonstration nicht zu beginnen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hat ein Gießkern vor allem? (Er bildet Innenkonturen und Hohlräume) (!Er ersetzt den Formkasten) (!Er verdichtet Metallpulver) (!Er kühlt den Ofen)




Was bezeichnet die Teilung einer Sandform? (Den Trennbereich zwischen Formteilen) (!Die Sinterzone im Ofen) (!Den Angussquerschnitt) (!Die Härte des Formsands)




Welches Werkzeugteil bildet beim Pressen einer Sinterbuchse typischerweise die Bohrung? (Dorn) (!Speiser) (!Formkasten) (!Gießlöffel)




Wie heißt der gepresste Körper vor dem Sintern? (Grünling) (!Gussrohling) (!Kernkasten) (!Speiser)




Was ist beim Kontakt von Metallschmelze mit Wasser besonders gefährlich? (Schlagartiger Auswurf mit Explosionsgefahr) (!Nur eine leichte Farbänderung) (!Nur eine langsamere Erstarrung) (!Nur eine bessere Oberfläche)




Warum wird beim Sandguss häufig eine Teilung benötigt? (Damit Modell und Formhälften entformbar und zusammenfügbar sind) (!Damit Metallpulver gesiebt werden kann) (!Damit ein Sinterofen belüftet wird) (!Damit das Werkstück magnetisch wird)




Welche Aussage unterscheidet Gießkern und Werkzeugdorn richtig? (Der Gießkern ist meist verloren der Dorn ist Werkzeugbestandteil) (!Beide bleiben immer im Bauteil) (!Beide bestehen zwingend aus Metall) (!Beide dienen nur der Außenkontur)




Welche Reihenfolge gehört zur konventionellen Pulvermetallurgie? (Pulver mischen pressen sintern) (!Sintern gießen schmieden) (!Gießen pressen schweißen) (!Fräsen gießen sintern)




Welche Aussage zu Metallpulver ist sicherheitsgerecht? (Feine Metallpulver können brennbar oder explosionsfähig sein) (!Metallpulver sind grundsätzlich nicht brennbar) (!Absaugung ist bei Pulver nie erforderlich) (!Offene Flammen sind bei Pulver unkritisch)




Wann darf eine praktische Gießdemonstration stattfinden? (Nur fachlich angeleitet und nach betrieblicher Sicherheitsfreigabe) (!Allein nach dem Ansehen eines Videos) (!Unbeaufsichtigt mit improvisierten Werkzeugen) (!Ohne Gefährdungsbeurteilung wenn wenig Metall verwendet wird)





Memory

Gießkern Innenkontur
Teilung Trennbereich
Formkasten Formstoffaufnahme
Matrize Außenkontur beim Pressen
Dorn Bohrung im Grünling
Grünling gepresster Körper vor dem Sintern
Speiser Volumenversorgung beim Erstarren
Sintern thermische Partikelbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gießkern Innenkontur
Teilung Formtrennung
Matrize Außenkontur
Dorn Innenbohrung
Grünling Zwischenprodukt





Kreuzworträtsel

Formkasten Worin wird beim Sandformen der Formstoff aufgenommen?
Teilung Wie heißt der Trennbereich zwischen Formhälften?
Grünling Wie heißt ein gepresstes PM-Teil vor dem Sintern?
Matrize Welches Werkzeugteil begrenzt beim Pressen häufig die Außenkontur?
Sintern Wie heißt die Wärmebehandlung zur Verbindung der Pulverpartikel?
Speiser Welches Formelement unterstützt die Volumenversorgung beim Erstarren?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Sandguss trennt die

die Formbereiche. Ein

bildet Innenkonturen und Hohlräume. Das Modell erzeugt im Formstoff den

. Beim Pulverpressen begrenzt die

wesentliche Außenflächen. Eine Bohrung kann durch einen

geformt werden. Der gepresste Körper vor dem Sintern heißt

. Beim

verbinden sich Pulverpartikel thermisch. Der Kontakt von Schmelze mit

kann zu schlagartigem Auswurf führen. Reale Demonstrationen benötigen immer fachliche

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsplakat: Gestalte ein A4-Plakat mit Form, Kern, Teilung, Matrize und Dorn.
  2. Bildanalyse: Beschrifte eines der Commons-Bilder mit fünf Fachbegriffen und begründe zwei Zuordnungen.
  3. Sicherheitskarte: Erstelle eine Karte „Stopp vor dem Start“ mit fünf Prüffragen für eine Demonstration.
  4. Ablaufkarte: Fasse Sandguss oder Pulvermetallurgie in sechs Bildkarten zusammen.


Standard

  1. CAD-Schnitt: Zeichne digital ein Pumpengehäuse mit einem Innenkanal und markiere die Kernkontur.
  2. Werkzeugvergleich: Erstelle eine Vergleichsgrafik von Gießkern und PM-Dorn.
  3. Videoanalyse: Analysiere eine eingebettete Ablaufanimation und ordne jedem Schritt Formelement, Qualitätsrisiko und Schutzgedanke zu.
  4. Interview: Befrage eine Fachkraft aus Gießerei, Werkzeugbau oder Pulvermetallurgie zu Formteilung, Kernlage und Arbeitsschutz. Keine Betriebsgeheimnisse dokumentieren.


Schwer

  1. Fertigungsentscheidung: Entscheide für drei Bauteilgeometrien zwischen Sandguss und Pulvermetallurgie und begründe Geometrie, Stückzahlwirkung und Werkzeugkonzept.
  2. Fehleranalyse: Entwickle eine Ursache-Wirkungs-Kette für Kernversatz oder ungleichmäßige Verdichtung und schlage Prüfmerkmale vor.
  3. Exkursion: Plane eine fachlich begleitete Exkursion in eine Gießerei oder Sinterteilfertigung mit Beobachtungsbogen zu Formen, Kernen, Werkzeugen und Sicherheitszonen.
  4. Lernvideo: Produziere ein zweiminütiges Erklärvideo ausschließlich mit Modellen, Papier, CAD oder Bildschirmaufnahmen. Keine Schmelze, offene Flamme, Metallpulver oder laufende Fertigungsanlage ohne Freigabe verwenden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Geometrie und Verfahren: Ein Gehäuse besitzt einen gekrümmten Innenkanal. Begründe, welche formgebenden Elemente nötig sind und warum.
  2. Teilungsentscheidung: Vergleiche zwei mögliche Teilungen eines Bauteils hinsichtlich Entformbarkeit, Kernbedarf und Prüfaufwand.
  3. Prozessvergleich: Erkläre, warum ein verlorener Sandkern nicht dasselbe ist wie ein Dorn im Pulverpresswerkzeug.
  4. Fehlertransfer: Ein Innenkanal liegt nach dem Guss außermittig. Entwickle zwei plausible Ursachen und je eine Kontrollmaßnahme.
  5. Sicherheitsfreigabe: Beurteile eine Demonstrationsplanung, bei der die Aufsichtsperson fehlt und Feuchtigkeit im Gießbereich nicht ausgeschlossen ist. Begründe Deine Entscheidung.
  6. Fertigungsplanung: Entscheide, welche Informationen Du noch brauchst, bevor Du ein neues Bauteil als Sandguss oder Sinterteil auslegst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Formhohlraum, Teilung, Formkasten, Kern, Kernauflage, Anguss und Speiser funktional erklären kannst.
  2. eine Teilung anhand der Entformbarkeit begründen kannst.
  3. erkennst, wann eine Innenkontur einen Gießkern erfordert.
  4. Matrize, Stempel, Dorn, Grünling und Sintern korrekt zuordnen kannst.
  5. Gießkern und Werkzeugdorn fachlich sauber unterscheidest.
  6. Qualitätsfehler aus Form- oder Kernlage ableiten kannst.
  7. Gefährdungen durch Hitze, Schmelze, Feuchtigkeit, Feuer, Abgase, Stäube und Metallpulver in eine Sicherheitsentscheidung einbeziehst.
  8. eindeutig begründest, warum praktische Demonstrationen nur fachlich angeleitet und niemals unbeaufsichtigt durchgeführt werden.




Medienrechte und geprüfte Fachquellen

Medienrechte, geprüft am 5. Oktober 2026: Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf ihren Dateiseiten als frei nutzbar oder gemeinfrei ausgewiesen. Die eingebetteten YouTube-Videos werden nur verlinkt beziehungsweise eingebettet; ihre Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

  1. SandMoldCopeDragCores.jpg – CC BY-SA 2.0.
  2. Casting.jpg – GNU FDL 1.2 oder später.
  3. CoreBoxPatternCoreCasting.jpg – CC BY-SA 2.0.
  4. Sand molding tools.jpg – CC BY-SA 4.0.
  5. Haandform.png – gemeinfrei.
  6. Horizflask.png – gemeinfrei.
  7. Forma s jádrem.JPG – unter anderem CC BY-SA 3.0.
  8. Sintering process diagram.png – CC BY-SA 4.0.
  9. Necking.png – CC BY-SA 4.0.
  10. Sintering Tool Cross Section and Part.jpg – CC BY-SA 4.0.
  11. Sand Casting – Universitat Politècnica de València – YouTube-Einbettung; keine Neulizenzierung im Kurs.
  12. Core Making – Stanford Product Realization Lab – YouTube-Einbettung; keine Neulizenzierung im Kurs.
  13. Sand Casting – Omnidex Group – YouTube-Einbettung; keine Neulizenzierung im Kurs.
  14. Powder Metallurgy – Tooling U-SME – YouTube-Einbettung; keine Neulizenzierung im Kurs.
  15. Sintern – Pulvermetallurgie – fertigungstechnisch.hamburg – YouTube-Einbettung; keine Neulizenzierung im Kurs.

Fachquellen:

  1. DGUV Regel 109-608 „Branche Gießereien“ – Gefährdungen und Schutzmaßnahmen zu Schmelzen, Wasser, Brand, Gasen, Formen und Kernen.
  2. DGUV Themenfeld Gießereien – Gießverfahren, Gefahrstoffe, Hitze, Brand- und Explosionsschutz.
  3. GUSS – Verfahren der Form- und Kernherstellung – Formstoffe, physikalische und chemische Bindung.
  4. TH Köln – Gießereitechnik – Einordnung des Gießens als Urformen und Funktion von Kernen.
  5. Fachverband Pulvermetallurgie – Pulvermetallurgie – Prozesskette und Anwendungen.
  6. Fachverband Pulvermetallurgie – Konventionelles Sintern – Mischen, Pressen, Grünling, Sintern und Kalibrieren.
  7. HAW Hamburg – Pulvermetallurgie – Hochschulquelle zum Sintern und Urformen.
  8. DGUV – Staubexplosionen vorbeugen – Brand- und Explosionsgefahren feiner Metallstäube.


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