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Universität Hohenheim - Baden-Württemberg

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Universität Hohenheim - Baden-Württemberg



Universität Hohenheim - Baden-Württemberg


Einleitung

Die Universität Hohenheim liegt im Süden von Stuttgart im Stadtteil Hohenheim des Stadtbezirks Plieningen. Sie ist eine staatliche Campusuniversität des Landes Baden-Württemberg und verbindet einen historischen Schloss- und Gartenstandort mit moderner Forschung. Ihr Profil ist besonders durch Agrarwissenschaft, Ernährungswissenschaft, Lebensmittel- und Naturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaft und Sozialwissenschaften geprägt. Gerade diese Kombination macht Hohenheim interessant, wenn Du verstehen willst, wie Ernährungssysteme, Klima, Ressourcen, Gesundheit, Märkte und gesellschaftliche Entscheidungen zusammenwirken.

Im Wintersemester 2025/2026 umfasste das Studienangebot 42 Bachelor- und Masterstudiengänge; 8.838 Studierende waren eingeschrieben. Organisatorisch gliedert sich die Universität in drei Fakultäten: Agrarwissenschaften, Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Für Oberstufe und Studium ist Hohenheim deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Wissenschaft nicht nur innerhalb einzelner Fächer arbeitet, sondern komplexe Probleme interdisziplinär untersucht.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die historische Entstehung der Universität Hohenheim erklären, ihre drei Fakultäten unterscheiden und typische Forschungsfragen den Bereichen Agrarwissenschaften, Ernährung/Naturwissenschaften sowie Wirtschaft und Gesellschaft zuordnen. Du kannst außerdem erläutern, warum Themen wie Bioökonomie, Ernährungssicherheit, Klimawandel, Biodiversität, Digitalisierung und nachhaltige Wertschöpfung nur interdisziplinär angemessen untersucht werden können. Auf Studienniveau sollst Du darüber hinaus wissenschaftliche Methoden vergleichen, Forschungsfragen formulieren und Ergebnisse kritisch auf ihre Aussagekraft hin beurteilen können.


Von der Hungersnot zur Universität

Die Wurzeln der Universität reichen in das frühe 19. Jahrhundert zurück. Nach schweren Missernten und Hungersnöten wurde 1818 in Hohenheim eine landwirtschaftliche Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt gegründet. Der Grundgedanke war ausgesprochen modern: Landwirtschaft sollte nicht allein durch überlieferte Praxis verbessert werden, sondern durch systematisches Beobachten, Experimentieren, Lehren und Weitergeben von Wissen. Damit verband sich Forschung von Anfang an mit gesellschaftlicher Verantwortung.

Die Hungerkrise in Württemberg stand im Zusammenhang mit mehreren Faktoren. Besonders folgenreich war der Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahr 1815. Aerosole in der Atmosphäre trugen zu globalen Klimaanomalien bei; 1816 wurde als „Jahr ohne Sommer“ bekannt. In Teilen Europas führten ungünstige Witterung, Ernteausfälle, hohe Lebensmittelpreise und bereits bestehende soziale Belastungen zu großer Not. Für Hohenheim entstand daraus ein langfristiges Bildungs- und Forschungsprojekt: landwirtschaftliche Produktivität und Versorgung sollten auf eine bessere Wissensbasis gestellt werden.

Heute ist dieser historische Auftrag deutlich breiter geworden. Ernährungssicherung bedeutet nicht nur „mehr produzieren“. Wissenschaft untersucht ebenso die Qualität von Lebensmitteln, die Belastbarkeit von Ökosystemen, den Umgang mit Wasser und Boden, Tierwohl, globale Handelsbeziehungen, soziale Ungleichheit, Konsumverhalten und die ökonomischen Bedingungen nachhaltiger Innovationen.


Campus, Schloss, Gärten und Museum

Der Campus prägt Hohenheim besonders stark. Große Teile der Universität liegen rund um das barocke Schloss Hohenheim. Historische Architektur, Lehrgebäude, Labore, Gewächshäuser, Versuchsanlagen und Gärten befinden sich in räumlicher Nähe. Dadurch wird Wissenschaft an vielen Stellen unmittelbar sichtbar.

Die Hohenheimer Gärten sind nicht nur Parkanlage, sondern eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung. Sie umfassen mehr als 30 Hektar und bilden einen sehr großen Teil des Campus. Der Exotische Garten geht auf das Jahr 1776 zurück. Gemeinsam mit dem Landschaftsgarten gehört er zum Landesarboretum Baden-Württemberg. Botanische Sammlungen dienen der Lehre, der Pflanzenkenntnis, der Biodiversitätsforschung und verschiedenen Forschungsprojekten. So wird der Garten zum „lebenden Labor“, in dem Du ökologische Zusammenhänge direkt beobachten kannst.

Zum Campus gehört außerdem das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Hohenheim. Auf mehreren tausend Quadratmetern Ausstellungsfläche lässt sich nachvollziehen, wie sich landwirtschaftliche Arbeit und Technik verändert haben. Historische Geräte und Maschinen zeigen, dass technische Innovationen Produktivität, Arbeitsorganisation, Energieverbrauch und gesellschaftliche Strukturen zugleich verändern. Für die Analyse moderner Landwirtschaft ist dieser historische Vergleich besonders wertvoll.


Agrarwissenschaften: Ernährung sichern und Ressourcen schützen

Die Agrarwissenschaft untersucht landwirtschaftliche Systeme naturwissenschaftlich, technisch, ökonomisch und sozialwissenschaftlich. In Hohenheim gehören dazu unter anderem Pflanzenproduktion, Nutztierwissenschaften, Bodenwissenschaft, Agrartechnik, Agrarökonomie, tropische Landwirtschaft und Fragen globaler Ernährungssicherung.

Die Fakultät benennt als zentrale Forschungsfelder die globale Ernährungssicherung, Klimawandel und Ressourcenknappheit, biobasierte Wertschöpfungsnetze und Bioenergie sowie genomische Diversität in der Landwirtschaft. Dahinter stehen konkrete Forschungsfragen: Welche Pflanzensorten sind unter Hitze oder Trockenheit stabil? Wie kann Düngung effizienter werden? Welche Produktionssysteme schützen Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit? Wie wirken Preise und politische Regeln auf Betriebe? Welche Innovationen verbessern Ernährungssicherheit, ohne ökologische Grenzen zu überschreiten?

Versuchsstationen ermöglichen Forschung unter realistischen Bedingungen im Freiland und in der Nutztierhaltung. Dort können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Hypothesen überprüfen, Varianten vergleichen und Daten über längere Zeiträume erheben. Ein guter Feldversuch braucht Kontrollgruppen, Wiederholungen, geeignete Messgrößen und statistische Auswertung. Gerade in komplexen Ökosystemen ist es wichtig, Korrelation und Kausalität nicht zu verwechseln.


Ernährung, Lebensmittel und Naturwissenschaften

Die Fakultät Naturwissenschaften verbindet in Hohenheim unter anderem Biologie, Chemie, Lebensmittelwissenschaften und Ernährungswissenschaften. Forschungsschwerpunkte umfassen biomolekulare Prozesse, ernährungsbedingte Erkrankungen, Lebensmittelverarbeitung und Kompartimente des Erdsystems.

In der Ernährungswissenschaft reicht eine Aussage wie „Lebensmittel X ist gesund“ wissenschaftlich nicht aus. Entscheidend sind Dosis, Zusammensetzung, Gesamt-Ernährung, Lebensphase, individuelle Voraussetzungen und Qualität der zugrunde liegenden Studien. Ernährungsforschung arbeitet deshalb mit Laboranalysen, Zell- und Stoffwechselmodellen, Beobachtungsstudien, kontrollierten Interventionen und statistischer Modellierung. Jede Methode beantwortet andere Fragen und besitzt eigene Grenzen.

Lebensmittelwissenschaften betrachten zusätzlich die Verarbeitung: Wie verändern Hitze, Fermentation, Druck oder Trocknung Struktur, Haltbarkeit, Geschmack und Nährstoffverfügbarkeit? Welche pflanzlichen Proteine eignen sich für neue Produkte? Wie lassen sich Prozesse ressourcenschonend gestalten? Solche Fragen verbinden Biochemie, Verfahrenstechnik, Mikrobiologie, Sensorik und Verbraucherforschung.


Wirtschaft und Gesellschaft

Die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften untersucht, wie Menschen, Unternehmen, Märkte, Institutionen und Kommunikation Entscheidungen prägen. Zu ihren Forschungsfeldern gehören unter anderem Ungleichheit und Wirtschaftspolitik, Innovation und Finanzierung, Verhandlungen, digitale Arbeit und Nachhaltigkeit sowie Veränderungen gesellschaftlicher Kommunikation.

Für Agrar- und Ernährungssysteme sind diese Perspektiven unverzichtbar. Eine technisch mögliche Innovation setzt sich nicht automatisch durch. Sie braucht Investitionen, geeignete Geschäftsmodelle, Akzeptanz, rechtliche Rahmenbedingungen und oft neue Formen der Zusammenarbeit entlang einer Wertschöpfungskette. Gleichzeitig können politische Maßnahmen unerwartete Nebenwirkungen erzeugen. Ökonomische Forschung modelliert deshalb Anreize und Zielkonflikte, wertet Daten aus und untersucht Wirkungen von Entscheidungen.

Ein Beispiel ist die Preisbildung bei Lebensmitteln. Ein niedriger Verkaufspreis kann Verbraucherinnen und Verbraucher entlasten, gleichzeitig aber Druck auf landwirtschaftliche Einkommen erhöhen. Umweltauflagen können externe Kosten reduzieren, verursachen jedoch zunächst betriebliche Anpassungskosten. Wissenschaftlich interessant ist nicht die einfache Frage „Was ist gut?“, sondern: Für wen entstehen welche Kosten und Nutzen, in welchem Zeitraum und unter welchen Annahmen?


Interdisziplinäre Forschung: Bioökonomie, Digitalisierung und Proteine

Ein universitätsweiter Schwerpunkt ist die Bioökonomie. Sie untersucht, wie biologische Ressourcen nachhaltig erzeugt, verarbeitet, genutzt und in Wertschöpfungsnetze eingebunden werden können. Das reicht von Pflanzenzüchtung und Landwirtschaft über Logistik und Verfahrenstechnik bis zu Produkten, Märkten und gesellschaftlicher Akzeptanz. In Hohenheim arbeiten dazu alle drei Fakultäten zusammen.

Auch die digitale Transformation verbindet die Fächer. Sensoren und Fernerkundung können Pflanzenbestände erfassen, Data Science kann große Versuchsdaten auswerten, digitale Plattformen verändern Märkte, und künstliche Intelligenz kann Muster erkennen. Gleichzeitig entstehen neue Fragen nach Datenqualität, Datenschutz, Transparenz, Energieverbrauch und Macht über digitale Infrastrukturen.

Ein weiterer fachübergreifender Bereich ist die Proteinforschung. Proteine sind zugleich biologische Moleküle, Nährstoffe, Rohstoffe für Lebensmittel, Bestandteile von Futtermitteln und Gegenstand biotechnologischer Prozesse. Damit können dieselben Forschungsfragen Agrarproduktion, Tierernährung, Humanernährung, Lebensmitteltechnologie und Nachhaltigkeitsbewertung verbinden.


Studium und forschendes Lernen

Das Hohenheimer Studienangebot reicht von Bachelor- über Masterprogramme bis zur Promotion. Für Dich ist wichtig, Studiengänge nicht nur nach ihrem Namen zu vergleichen. Prüfe Modulpläne, mathematisch-statistische Anforderungen, Labor- oder Feldanteile, Wahlmöglichkeiten, Sprache, Auslandsoptionen und typische Berufsfelder. Ein Studiengang in Agrarwissenschaften kann beispielsweise deutlich mehr Ökonomie enthalten als erwartet; ein ernährungswissenschaftliches Studium kann stark naturwissenschaftlich und experimentell geprägt sein.

Ein besonderes Prinzip ist das forschende Lernen. Im Programm Humboldt reloaded können Studierende bereits im Bachelor an Forschungsfragen arbeiten. Der wissenschaftliche Prozess wird dadurch praktisch: Fragestellung entwickeln, Literatur prüfen, Methode auswählen, Daten erheben, Unsicherheiten reflektieren, Ergebnisse darstellen und Kritik aushalten.

International ist Hohenheim unter anderem über die Euroleague for Life Sciences vernetzt. Solche Hochschulallianzen erleichtern wissenschaftlichen Austausch, gemeinsame Lehrangebote und studentische Mobilität. Gerade Agrar-, Ernährungs- und Nachhaltigkeitsfragen sind global: Klimarisiken, Handel, Tier- und Pflanzenkrankheiten oder Ernährungssicherheit enden nicht an Staatsgrenzen.


Wissenschaftliche Methoden im Vergleich

An Hohenheim lässt sich gut erkennen, dass „die wissenschaftliche Methode“ kein einzelnes Verfahren ist. Je nach Frage werden unterschiedliche Designs gebraucht. In Agrarwissenschaften können randomisierte Feldversuche und Langzeitbeobachtungen wichtig sein. In Lebensmittelwissenschaften stehen Labor- und Pilotanlagenversuche im Zentrum. Ernährungswissenschaften kombinieren biochemische Messungen mit Interventions- und Beobachtungsstudien. Wirtschaftswissenschaften arbeiten beispielsweise mit ökonometrischen Modellen, Experimenten, Befragungen oder Unternehmensdaten. Sozial- und Kommunikationswissenschaften nutzen quantitative und qualitative Methoden.

Wissenschaftliche Qualität hängt deshalb nicht davon ab, ob eine Untersuchung „viele Daten“ besitzt. Entscheidend sind unter anderem eine klare Forschungsfrage, ein geeignetes Design, transparente Operationalisierung, verlässliche Messung, nachvollziehbare Auswertung, Reproduzierbarkeit und eine Diskussion der Grenzen. Gute Forschung unterscheidet zudem zwischen einem Ergebnis und seiner Interpretation.


Fallbeispiel: Von der Erbse zum nachhaltigen Lebensmittel

Stell Dir vor, ein Forschungsteam möchte ein eiweißreiches Lebensmittel auf Basis regional angebauter Erbsen entwickeln. Die Agrarwissenschaften untersuchen Sortenwahl, Boden, Düngung, Ertrag und Klimaresilienz. Die Natur- und Lebensmittelwissenschaften analysieren Proteingehalt, funktionelle Eigenschaften, Verarbeitung, Geschmack und Nährwert. Die Wirtschaftswissenschaften prüfen Kosten, Skalierbarkeit, Zahlungsbereitschaft und Marktchancen. Sozialwissenschaftliche Forschung kann untersuchen, wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Innovation wahrnehmen.

Das Beispiel zeigt einen zentralen Gedanken: Nachhaltigkeit ist eine Systemfrage. Ein Produkt kann ernährungsphysiologisch interessant sein, aber wirtschaftlich nicht tragfähig. Es kann ökologisch Vorteile besitzen, aber bei der Verarbeitung viel Energie benötigen. Es kann technisch funktionieren, aber am Markt auf geringe Akzeptanz treffen. Wissenschaft versucht daher, Zielkonflikte sichtbar zu machen statt sie durch ein einziges Kennzeichen wie „regional“, „pflanzlich“ oder „innovativ“ zu verdecken.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Aus welcher historischen Einrichtung entwickelte sich die Universität Hohenheim? (Einer landwirtschaftlichen Unterrichts Versuchs und Musteranstalt) (!Einer königlichen Kunstakademie) (!Einer Bergbauschule) (!Einer medizinischen Militärakademie)




Welche drei Fakultätsbereiche prägen die heutige Universität Hohenheim? (Agrarwissenschaften Naturwissenschaften sowie Wirtschafts und Sozialwissenschaften) (!Medizin Jura und Theologie) (!Architektur Musik und Sport) (!Sprachwissenschaften Philosophie und Geologie)




Welcher Forschungsbereich verbindet biologische Ressourcen mit Wertschöpfung und Nachhaltigkeit? (Bioökonomie) (!Astrometrie) (!Numismatik) (!Paläografie)




Warum sind Versuchsstationen für Agrarforschung wichtig? (Sie ermöglichen kontrollierte Untersuchungen unter realistischen Bedingungen) (!Sie ersetzen jede statistische Auswertung) (!Sie machen Laborforschung grundsätzlich überflüssig) (!Sie dienen ausschließlich der Landschaftspflege)




Welche Aussage beschreibt die Hohenheimer Gärten wissenschaftlich am besten? (Sie sind zugleich Sammlung Lehrort und Forschungsinfrastruktur) (!Sie sind ausschließlich ein Freizeitpark) (!Sie gehören zu einem privaten Hotel) (!Sie werden nur für Sportveranstaltungen genutzt)




Welche Frage ist typisch für Ernährungswissenschaft? (Wie beeinflussen Ernährung und Stoffwechsel die Gesundheit) (!Wie werden Barockfassaden restauriert) (!Wie entstehen tektonische Platten) (!Wie werden Gedichte metrisch analysiert)




Welche Perspektive bringen Wirtschaftswissenschaften in Ernährungssysteme ein? (Sie untersuchen Anreize Märkte Kosten und Entscheidungen) (!Sie bestimmen ausschließlich Pflanzenarten) (!Sie messen nur Vitamingehalte) (!Sie kartieren ausschließlich Sterne)




Was bedeutet forschendes Lernen? (Lernende bearbeiten eigene oder reale Forschungsfragen mit wissenschaftlichen Methoden) (!Lernende übernehmen Ergebnisse ohne Prüfung) (!Lernende vermeiden Daten und Quellen) (!Lernende ersetzen Forschung durch Meinungen)




Warum ist Ernährungssicherung ein interdisziplinäres Thema? (Weil Produktion Umwelt Gesundheit Märkte und Gesellschaft zusammenwirken) (!Weil nur Chemie eine Rolle spielt) (!Weil nur Verkaufspreise entscheidend sind) (!Weil ausschließlich Wetterdaten benötigt werden)




Welche Aussage entspricht guter wissenschaftlicher Praxis am ehesten? (Methoden Annahmen Unsicherheiten und Grenzen werden transparent gemacht) (!Nur erwünschte Ergebnisse werden veröffentlicht) (!Korrelationen werden immer als Ursachen dargestellt) (!Widersprechende Daten werden ohne Begründung entfernt)





Memory

Agrarwissenschaft Landwirtschaftliche Systeme
Ernährungswissenschaft Ernährung und Gesundheit
Bioökonomie Biologische Ressourcen und Wertschöpfung
Versuchsstation Forschung unter Praxisbedingungen
Hohenheimer Gärten Lebende wissenschaftliche Sammlung
Ökonometrie Statistische Analyse wirtschaftlicher Daten
Lebensmitteltechnologie Verarbeitung von Lebensmitteln
Humboldt reloaded Forschendes Lernen im Bachelor





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Feldversuch Wirkung einer landwirtschaftlichen Maßnahme unter kontrollierten Praxisbedingungen
Laboranalyse Untersuchung von Stoffen oder biologischen Prozessen unter standardisierten Bedingungen
Befragung Erhebung von Einstellungen Erwartungen oder Verhalten
Ökonometrisches Modell Quantitative Analyse wirtschaftlicher Zusammenhänge mit Daten
Systemanalyse Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen mehreren Teilen eines komplexen Zusammenhangs




...


Kreuzworträtsel

Hohenheim In welchem Stuttgarter Stadtteil liegt die Universität?
Agrarwissenschaften Welches Fach untersucht landwirtschaftliche Systeme umfassend?
Bioökonomie Wie heißt die nachhaltigkeitsorientierte Wirtschaftsweise auf Basis biologischer Ressourcen?
Plieningen Zu welchem Stuttgarter Stadtbezirk gehört Hohenheim?
Forschung Wie heißt die systematische Gewinnung neuen wissenschaftlichen Wissens?
Schloss Welcher historische Gebäudetyp bildet das Zentrum des Campus?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Universität Hohenheim entstand aus einer landwirtschaftlichen Einrichtung, die im Jahr

gegründet wurde.
Der historische Campus liegt im Stuttgarter Stadtteil

.
Die Universität besitzt drei Fakultäten, darunter die Fakultät

.
Die wissenschaftliche Untersuchung von Ernährung und Gesundheit gehört zur

.
Eine universitätsweite Verbindung von biologischen Ressourcen und nachhaltiger Wertschöpfung heißt

.
Die Hohenheimer Gärten dienen neben Erholung auch Forschung und

.
Untersuchungen unter realistischen landwirtschaftlichen Bedingungen finden unter anderem an

statt.
Die quantitative Analyse wirtschaftlicher Daten wird häufig mit Methoden der

durchgeführt.
Das Programm Humboldt reloaded stärkt das

Lernen.
Bei komplexen Ernährungssystemen müssen ökologische ökonomische und soziale

gemeinsam betrachtet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Campus-Fotostory: Recherchiere fünf frei lizenzierte Bilder vom Schloss, den Gärten oder Forschungseinrichtungen und gestalte daraus eine kommentierte digitale Fotostory.
  2. Studiengangvergleich: Vergleiche einen agrarwissenschaftlichen, einen ernährungs- oder naturwissenschaftlichen und einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang anhand ihrer Module und notiere Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  3. Forschungsfragen finden: Formuliere zu Boden, Ernährung, Lebensmittelpreisen und Biodiversität jeweils eine überprüfbare Forschungsfrage.
  4. Beobachtungsprotokoll: Entwickle ein Beobachtungsblatt für einen Besuch in einem botanischen Garten und lege fest, welche Daten Du systematisch erfassen würdest.


Standard

  1. Systemkarte Ernährung: Zeichne eine Systemkarte vom landwirtschaftlichen Rohstoff bis zum Konsum und markiere Stoffströme, Geldflüsse, Datenflüsse und mögliche Zielkonflikte.
  2. Versuchsplanung: Entwirf einen einfachen Feldversuch zur Frage, wie zwei Anbaumethoden das Pflanzenwachstum beeinflussen könnten, und benenne Kontrollvariablen, Messgrößen und mögliche Störfaktoren.
  3. Produktidee: Entwickle eine nachhaltige Lebensmittelidee und begründe sie aus Sicht von Ernährung, Umwelt, Technik und Wirtschaft.
  4. Wissenschaft im Gespräch: Führe ein Interview mit einer Person aus Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk, Ernährungsberatung, Forschung oder Wirtschaft und gleiche ihre Praxiserfahrungen mit wissenschaftlichen Quellen ab.


Schwer

  1. Datenprojekt: Suche einen offenen Datensatz zu Landwirtschaft, Ernährung oder Wirtschaft, formuliere eine Hypothese, visualisiere relevante Variablen und diskutiere, was aus den Daten nicht geschlossen werden darf.
  2. Mehrkriterienanalyse: Vergleiche zwei Ernährungssysteme oder Produkte anhand mindestens fünf begründeter Kriterien und zeige, wie unterschiedliche Gewichtungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
  3. Erklärvideo: Produziere ein drei- bis fünfminütiges Erklärvideo darüber, warum Ernährungssicherung ein interdisziplinäres Forschungsproblem ist, und dokumentiere alle verwendeten Quellen.
  4. Mini-Forschungsantrag: Verfasse einen kurzen Forschungsantrag zu einem Hohenheim-typischen Thema mit Problemstellung, Forschungsfrage, Hypothese, Methode, erwarteten Ergebnissen, Unsicherheiten und gesellschaftlicher Relevanz.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ernährungssystem analysieren: Erkläre an einem selbst gewählten Lebensmittel, wie Landwirtschaft, Verarbeitung, Gesundheit, Handel, Konsum und Politik miteinander verbunden sind. Zeige mindestens zwei Zielkonflikte.
  2. Methoden kritisch vergleichen: Vergleiche einen Feldversuch, eine Ernährungsintervention und eine ökonomische Beobachtungsstudie. Beurteile, welche Art von Aussage jede Methode ermöglicht und wo ihre Grenzen liegen.
  3. Klimawandel und Forschung: Entwickle ein interdisziplinäres Forschungskonzept für eine Kulturpflanze, die häufiger unter Trockenstress leidet. Beziehe biologische, agronomische und wirtschaftliche Aspekte ein.
  4. Innovation bewerten: Ein neues pflanzliches Proteinprodukt ist technisch erfolgreich, verkauft sich aber schlecht. Entwickle mehrere wissenschaftlich prüfbare Erklärungen aus verschiedenen Fachperspektiven.
  5. Evidenz beurteilen: Eine Schlagzeile behauptet, ein bestimmtes Lebensmittel senke eindeutig das Krankheitsrisiko. Beschreibe, welche Informationen über Studie, Stichprobe, Effektgröße, Unsicherheit und mögliche Störfaktoren Du vor einer Bewertung benötigst.
  6. Bioökonomisches Dilemma: Diskutiere, unter welchen Bedingungen die Nutzung von Biomasse für Energie mit der Nutzung für Lebensmittel konkurrieren kann und welche Kriterien eine verantwortungsvolle Entscheidung berücksichtigen sollte.


Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten über die Universität Hohenheim kennst, sondern fachliche Zusammenhänge erklären kannst. Wichtig sind eine korrekte Einordnung der drei Fakultäten, ein Verständnis der historischen Entstehung, die Fähigkeit zur Analyse von Agrar- und Ernährungssystemen, die Unterscheidung wissenschaftlicher Methoden sowie der reflektierte Umgang mit Daten und Unsicherheiten. Auf höherem Niveau solltest Du außerdem ein eigenes Forschungsproblem strukturieren, geeignete Methoden begründen, Zielkonflikte erkennen und wissenschaftliche Quellen nachvollziehbar verwenden.


OERs zum Thema


Weitere freie Medien und Lernorte

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum, die Hohenheimer Gärten, frei lizenzierte Medien auf Wikimedia Commons und öffentlich zugängliche Informationsangebote der Universität eignen sich für vertiefende Recherche. Prüfe bei Medien immer Lizenz, Urheberschaft und Kontext. Bei wissenschaftlichen Informationen solltest Du zusätzlich auf Aktualität, Methode und Primärquelle achten.


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