The Rolling Stones - Angry

The Rolling Stones - Angry
Einleitung
Angry ist ein Rocksong der Rolling Stones und eröffnete 2023 das Album Hackney Diamonds. Die Single erschien am 6. September 2023; das Album folgte am 20. Oktober 2023. Für die Band war Hackney Diamonds besonders bedeutsam, weil es das erste Studioalbum mit neuen eigenen Songs seit A Bigger Bang von 2005 war. Das dazwischen erschienene Blue & Lonesome von 2016 bestand aus Blues-Coverversionen.
Der Song eignet sich besonders gut, um späten Rolling-Stones-Rock zu untersuchen: ein prägnantes Gitarrenriff, ein druckvoller Groove, das Zusammenspiel mehrerer Gitarren, Mick Jaggers rhythmisch pointierter Gesang und eine Produktion, die historische Stilmerkmale der Band mit einem modernen, kräftigen Klangbild verbindet. Geschrieben wurde Angry von Mick Jagger, Keith Richards und Andrew Watt; Watt produzierte die Aufnahme.

Freies Konzertfoto der Rolling Stones aus dem Hyde Park 2022; Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Die Aufnahme zeigt die Band in jener späten Karrierephase, aus der auch die Arbeiten an Hackney Diamonds hervorgingen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du Angry in den Kontext des Albums Hackney Diamonds einordnen, zentrale Merkmale von Riff, Groove, Arrangement und Produktion beschreiben, das Zusammenspiel von Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood und Steve Jordan hörend untersuchen, den englischen Liedinhalt sinngemäß erschließen und zwischen urheberrechtlich geschütztem Originalmaterial und zulässigen kurzen Analysebeispielen unterscheiden.
Entstehung und Veröffentlichung
Die Veröffentlichung von Angry war Teil einer groß angelegten Präsentation von Hackney Diamonds. Am 6. September 2023 stellten Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood das Album im Londoner Hackney Empire in einem weltweit übertragenen Gespräch mit Jimmy Fallon vor. Am selben Tag erschien Angry als erste Single und das offizielle Musikvideo.
Andrew Watt wurde für Hackney Diamonds als Produzent verpflichtet. In Interviews beschrieb Watt die Sessions als stark performanceorientiert: Die Band spielte viele Grundspuren gemeinsam im Raum, ohne die Musik vollständig an ein starres Computerraster zu binden. Das ist für die Analyse wichtig, denn ein Teil des charakteristischen Eindrucks entsteht aus kleinen zeitlichen Bewegungen, dem gegenseitigen Reagieren und dem Zusammenspiel der Musiker.
Eine frühe Fassung von Angry entwickelte Mick Jagger gemeinsam mit Steve Jordan. Jagger arbeitete dabei stark vom Groove und von rhythmischen Akzenten des Gesangs her. Bei den späteren Aufnahmen in Los Angeles gehörte Angry zu den ersten Stücken, die die Band einspielte. Produzent Watt berichtete, dass die veröffentlichte Grundperformance sehr früh in den Takes entstand. Das passt zum spontanen, unmittelbaren Charakter der Aufnahme.
Offizieller Rolling-Stones-Livestream zur Vorstellung von Hackney Diamonds im Hackney Empire, 6. September 2023.
Hackney Diamonds im Bandkontext
Hackney Diamonds umfasst zwölf Titel und verbindet verschiedene Seiten der Bandgeschichte: geradlinigen Rock, Blues-Bezüge, Country-Anklänge, Soul- und Gospel-Färbungen sowie Gastbeiträge. Der Albumtitel verweist auf Londoner Slang für Glasscherben nach eingeschlagenen Fenstern und betont zugleich die Herkunft der Rolling Stones als Londoner Band.
Der Tod des langjährigen Schlagzeugers Charlie Watts im Jahr 2021 bildet einen wichtigen Hintergrund. Zwei Albumtitel enthalten noch Aufnahmen mit Watts. Auf Angry spielt dagegen Steve Jordan Schlagzeug. Jordan war schon lange mit Keith Richards musikalisch verbunden und übernahm nach Watts’ Tod die Schlagzeugrolle bei den Rolling Stones. Dadurch entsteht auf dem Album eine Verbindung zwischen Kontinuität und Veränderung.
Angry steht als Opener programmatisch am Anfang des Albums: Die Band stellt nicht zuerst eine Ballade oder ein nostalgisches Rückblickstück vor, sondern einen kompakten, riffbetonten Rocksong. Damit signalisiert das Album unmittelbar Energie, Bandspiel und Gegenwart.

Freies Foto vom ersten öffentlichen Rolling-Stones-Auftritt mit Steve Jordan 2021; Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Es macht den personellen Übergang am Schlagzeug sichtbar.
Besetzung von Angry
| Funktion | Musiker |
|---|---|
| Leadgesang, Gitarre, Percussion, Begleitgesang | Mick Jagger |
| Gitarre, Bass, Begleitgesang | Keith Richards |
| Gitarre, Begleitgesang | Ronnie Wood |
| Schlagzeug | Steve Jordan |
| Klavier | Matt Clifford |
| Produktion, Percussion, Begleitgesang | Andrew Watt |
Besonders auffällig ist, dass Keith Richards auf Angry nicht nur Gitarre, sondern auch Bass spielt. Gleichzeitig sind Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood alle mit Gitarren beteiligt. Das macht die Aufnahme zu einem guten Beispiel für die vielschichtige Gitarrenkultur der Rolling Stones: Entscheidend ist nicht bloß eine einzelne Leadgitarre, sondern das Ineinandergreifen von Riff, Akkordakzenten, kurzen Fills, Klangfarben und Pausen.

Keith Richards im Hyde Park 2022; Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Ronnie Wood im Hyde Park 2022; Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Mick Jagger im Hyde Park 2022; Wikimedia Commons, CC BY 2.0.
Musikalische Analyse
Gitarrenriff und später Rolling-Stones-Rock
Das zentrale Riff von Angry arbeitet mit einer für Rockmusik typischen Verbindung aus Wiederholung, kurzen Verschiebungen und markanten Akzenten. Ein Riff ist kein vollständiger Song, sondern eine wiederkehrende musikalische Gestalt, die Rhythmus, Tonhöhenprofil und Klangfarbe bündelt. Bei den Rolling Stones trägt ein Riff häufig zugleich harmonische und rhythmische Funktionen: Es liefert Wiedererkennung und treibt den Groove an.
Bei Angry bleibt die Riffidee bewusst kompakt. Dadurch entsteht Raum für Mick Jaggers Stimme und für die zusätzlichen Gitarrenfiguren von Richards und Wood. Kritiker haben die Nähe zur riffbetonten Stones-Tradition, besonders zu Start Me Up, hervorgehoben. Eine solche Ähnlichkeit bedeutet nicht, dass die Stücke identisch sind. Für eine Höranalyse ist interessanter, welche gemeinsamen Stilprinzipien verwendet werden: kurze Gitarrenmotive, betonte Backbeats, klangliche Rauheit, Wiederholung und ein körperlich wirkender Puls.
Offizielles Video zu Start Me Up. Höre vergleichend auf die Funktion des Eröffnungsriffs, ohne die Melodie oder das Riff zu notieren.
Groove und Schlagzeug
Der Groove entsteht aus dem Zusammenspiel von Schlagzeug, Bass, Gitarrenakzenten und Gesangsphrasierung. Steve Jordan spielt einen deutlichen Rock-Backbeat, der die Zählzeiten zwei und vier stark spürbar macht. Seine Spielweise wirkt auf Angry kräftiger und direkter als die oft extrem ökonomische, schwebende Art Charlie Watts’. Trotzdem versucht die Aufnahme nicht, Watts einfach zu kopieren. Jordan bringt seine eigene körperliche Präsenz in ein bereits etabliertes Bandidiom ein.
Keith Richards’ Basspart ist eng mit dem Schlagzeug verzahnt. Dadurch wird der Groove nicht allein vom Schlagzeug erzeugt. Die Gitarren können darüber kurze Akzente setzen, Pausen lassen oder riffartige Antworten geben. Für das aktive Hören ist wichtig: Groove ist kein einzelnes Instrument, sondern ein Beziehungsgeflecht.
Bandchemie und das Gitarrengeflecht
Bei den Rolling Stones wird häufig vom weaving, also vom Verflechten der Gitarren, gesprochen. Gemeint ist, dass sich Rollen zwischen Rhythmus- und Leadgitarre nicht immer dauerhaft trennen lassen. Richards und Wood reagieren aufeinander, ergänzen Lücken und wechseln zwischen Begleitung und kurzen solistischen Gesten. Auf Angry kommt zusätzlich Jaggers Gitarrenspur hinzu.
Die Bandchemie zeigt sich auch darin, dass musikalische Ideen weitergereicht werden: Ein Groove kann einen Gesangsrhythmus auslösen, ein Gitarrenmotiv kann durch Bass und Schlagzeug anders wirken, und ein Produzent kann die Energie einer frühen Performance bewahren, statt sie durch immer neue Takes zu glätten. Angry ist deshalb weniger als Demonstration technischer Virtuosität interessant, sondern als Beispiel für kollektive Zeitgestaltung und klangliche Reaktion.
Klang und Produktion
Andrew Watt setzt auf einen großen, modernen Rocksound. Schlagzeug und tiefe Frequenzen stehen deutlich im Mix, während mehrere Gitarrenschichten ihre rauen Konturen behalten. Das Klavier von Matt Clifford wirkt eher als klangliche Verdichtung und rhythmische Unterstützung als als dominantes Soloinstrument.
Die Produktion verbindet damit zwei Prinzipien: Einerseits klingt die Aufnahme kompakt und druckvoll wie eine moderne Rockproduktion, andererseits bleibt das Gefühl einer gemeinsam spielenden Band erhalten. Gerade diese Verbindung ist ein Merkmal des späten Rolling-Stones-Rocks auf Hackney Diamonds: Vergangenheit wird nicht museal rekonstruiert, sondern mit gegenwärtiger Studiotechnik neu gerahmt.
Kurze selbst erstellte Score-Analysebeispiele
Wichtiger Hinweis: Die folgenden Notenbeispiele sind eigens für diesen aiMOOC komponierte Modelle. Sie transkribieren weder das originale Riff noch die Melodie von Angry. Sie zeigen nur allgemeine Prinzipien, die Du beim Hören untersuchen kannst.
Modell 1: Wiederholung und Pause im Rockriff

Das Beispiel nutzt nur einen Ton. Trotzdem entsteht durch Wiederholung und Pausen eine erkennbare rhythmische Gestalt. Übertrage diese Idee auf Deine Höranalyse: Wo lebt das Riff von Angry eher vom Rhythmus als von einer langen Melodielinie?
Modell 2: Akzente gegen einen gleichmäßigen Puls

Die Akzentzeichen zeigen, wie einzelne Töne aus einem gleichmäßigen Viertelpuls hervortreten können. Solche Akzentverschiebungen sind ein wichtiges Werkzeug, um einen Rockgroove beweglich wirken zu lassen.
Modell 3: Selbst erfundener Backbeat
Dieses Schlagzeugmodell markiert Snare-Schläge auf dem typischen Backbeat. Es ist kein Drum-Pattern aus Angry. Nutze es als Vergleichsfolie: Wirkt Jordans Originalspiel starrer, lockerer, dichter oder offener als dieses vereinfachte Modell?
Form und Hörstrategie
Für eine schulische Analyse musst Du keine geschützte Partitur besitzen. Du kannst die Form hörend erschließen. Markiere beim offiziellen Stream Abschnitte wie Einleitung, Strophe, Refrain, instrumentale Übergänge und Schluss zunächst nur mit Zeitmarken in Deinen eigenen Notizen. Frage dann, welche Elemente einen Abschnitt ankündigen: Ändert sich die Gesangslage, wird das Riff dichter, öffnet sich die Harmonie, treten Begleitstimmen hinzu oder verändert sich die Schlagzeugintensität?
Eine gute Höranalyse trennt zunächst Beobachtung und Deutung. „Die Snare ist auf zwei und vier deutlich hörbar“ ist eine Beobachtung. „Dadurch wirkt der Groove entschlossen und vorwärtsdrängend“ ist eine Deutung. Beides ist sinnvoll, aber die Ebenen sollten nicht vermischt werden.
Offizielles Musikvideo zu Angry auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Rolling Stones. Nutze es als Hörquelle; der Song selbst bleibt urheberrechtlich geschützt.
Liedinhalt und sinngemäße Übersetzung
Der Text von Angry inszeniert einen Beziehungskonflikt. Das lyrische Ich spricht eine andere Person direkt an, versucht Ärger abzuwehren und verbindet Rechtfertigung mit Verletzlichkeit, Frust und dem Wunsch nach Nähe. Der Titelbegriff angry wird dadurch nicht nur als Wut verstanden, sondern als Symptom einer angespannten Beziehung.
Ein sehr kurzes Originalzitat genügt für die sprachliche Analyse: „Don't get angry with me“. Sinngemäß lässt sich die Grundsituation so wiedergeben: Der Sprecher bittet sein Gegenüber, den Konflikt nicht weiter eskalieren zu lassen, während er zugleich eigene Enttäuschung und Distanz wahrnimmt. Eine vollständige oder zeilenweise Übersetzung wird hier bewusst nicht gegeben, weil der Liedtext urheberrechtlich geschützt ist.
Sprachlich wirkt der Song direkt und mündlich. Kurze Aussagen, Wiederholungen und die enge Verzahnung mit dem Beat lassen die Stimme wie Teil des Grooves erscheinen. Für die Interpretation ist deshalb nicht nur wichtig, was gesagt wird, sondern wie die Wörter rhythmisch platziert werden.
Das Musikvideo als Medienprodukt
Das offizielle Video wurde von François Rousselet inszeniert und zeigt Sydney Sweeney in einem Cabriolet auf dem Sunset Strip in Los Angeles. Historische und gegenwärtige Bilder der Rolling Stones erscheinen auf großen Werbeflächen und werden digital animiert. Dadurch verbindet das Video das Alter der Band, ihre Bildgeschichte und eine bewusst gegenwärtige Popästhetik.
Für eine Medienanalyse kannst Du untersuchen, wie das Video mit Archivbildern, Starpersona, Körperdarstellung, Werbung und Nostalgie arbeitet. Wichtig ist, unterschiedliche Deutungen zu unterscheiden: Manche Rezipierende lesen das Video als selbstbewusste Inszenierung, andere kritisierten eine objektivierende Darstellung. Eine sachliche Analyse beschreibt zunächst Kamera, Montage, Kostüm, Blickführung und Rollenverteilung, bevor sie eine begründete Interpretation entwickelt.
Offizielles Behind-the-Scenes-Video zur Produktion des Angry-Musikvideos.
Rechtssichere Mediennutzung im Unterricht
Die in diesem aiMOOC eingebundenen Wikimedia-Commons-Fotos stehen unter freien Creative-Commons-Lizenzen; die jeweilige Lizenz und Urheberschaft ist auf der Dateibeschreibungsseite dokumentiert. Bei Weiterverwendung musst Du die dort genannten Bedingungen, insbesondere Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen, beachten.
Die YouTube-Videos sind dagegen keine freien OER-Dateien. Sie werden hier als offizielle Streams der Rolling Stones eingebettet und nicht kopiert oder neu hochgeladen. Für Unterrichtsmaterialien solltest Du auf den offiziellen Stream verweisen beziehungsweise ihn einbetten, statt Audio oder Video ohne Erlaubnis zu vervielfältigen.
Auch der Songtext und die Originalkomposition sind urheberrechtlich geschützt. Deshalb verwendet dieser Kurs nur ein sehr kurzes Zitat, eine sinngemäße Inhaltserschließung und selbst geschaffene Score-Modelle. Diese Modelle dürfen nicht mit einer Transkription des Originalriffs oder der Originalmelodie verwechselt werden.
Besonderheiten von Angry
| Aspekt | Bedeutung für die Analyse |
|---|---|
| Albumopener | Der Song setzt für Hackney Diamonds sofort einen energischen, riffbetonten Startpunkt. |
| Später Stones-Sound | Vertraute Riff- und Grooveprinzipien treffen auf eine zeitgenössisch druckvolle Produktion. |
| Steve Jordan | Angry dokumentiert die neue Schlagzeugkonstellation nach Charlie Watts. |
| Keith Richards am Bass | Bass und Gitarrenrolle werden innerhalb der Band flexibel verteilt. |
| Drei Gitarristen | Jagger, Richards und Wood tragen Gitarrenspuren bei und verdichten das typische Gitarrengeflecht. |
| Andrew Watt | Der Produzent ist zugleich Co-Autor und an Percussion sowie Begleitgesang beteiligt. |
| Medienstrategie | Single, Musikvideo und Livestream machten Angry zum Einstieg in die öffentliche Präsentation von Hackney Diamonds. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Auf welchem Album erschien Angry? (Hackney Diamonds) (!Blue & Lonesome) (!Tattoo You) (!A Bigger Bang)
Wer produzierte Angry? (Andrew Watt) (!Don Was) (!Jimmy Miller) (!Glyn Johns)
Wer spielt auf Angry Schlagzeug? (Steve Jordan) (!Charlie Watts) (!Bill Wyman) (!Matt Clifford)
Welche zusätzliche Instrumentalrolle übernimmt Keith Richards auf Angry? (Bass) (!Saxofon) (!Orgel) (!Violine)
Was bezeichnet ein Riff am treffendsten? (Eine wiederkehrende prägnante musikalische Figur) (!Eine vollständige Songübersetzung) (!Eine Studioaufnahme ohne Schlagzeug) (!Eine ausschließlich gesungene Kadenz)
Welche Funktion hat der Backbeat im Rock typischerweise? (Er betont besonders die Zählzeiten zwei und vier) (!Er ersetzt grundsätzlich den Bass) (!Er macht jedes Stück zum Walzer) (!Er besteht nur aus Pausen)
Was ist an den Score-Beispielen dieses aiMOOCs besonders? (Sie sind selbst erstellt und dienen nur der Analyse) (!Sie sind die vollständige Originalpartitur) (!Sie transkribieren das Originalriff Note für Note) (!Sie enthalten den vollständigen Gesang)
Warum ist Hackney Diamonds für die Diskografie der Stones besonders? (Es war ihr erstes Studioalbum mit neuem eigenem Material seit 2005) (!Es war ihr erstes Album überhaupt) (!Es enthält ausschließlich Liveaufnahmen) (!Es erschien vor der Gründung der Band)
Wer führte beim offiziellen Angry-Musikvideo Regie? (François Rousselet) (!Jimmy Fallon) (!Martin Scorsese) (!Andrew Watt)
Welche Aussage beschreibt die Mediennutzung in diesem aiMOOC korrekt? (Offizielle Streams werden eingebettet und freie Bilder mit Lizenzhinweis genutzt) (!Der vollständige Songtext wird frei kopiert) (!Das Musikvideo wird ohne Quelle neu hochgeladen) (!Die Originalpartitur wird vollständig abgedruckt)
Memory
| Mick Jagger | Leadgesang und Gitarre |
| Keith Richards | Gitarre und Bass |
| Ronnie Wood | Gitarrengeflecht |
| Steve Jordan | Schlagzeug |
| Andrew Watt | Produktion |
| Matt Clifford | Klavier |
| François Rousselet | Musikvideo-Regie |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Riff | Wiederkehrende prägnante Figur |
| Groove | Zusammenspiel des rhythmischen Pulses |
| Backbeat | Betonung auf zwei und vier |
| Weaving | Verflechtung mehrerer Gitarrenrollen |
| Albumopener | Erster Titel eines Albums |
Kreuzworträtsel
| Watt | Wer produzierte Angry und schrieb am Song mit? |
| Jordan | Wie lautet der Nachname des Schlagzeugers auf Angry? |
| Rousselet | Wie lautet der Nachname des Regisseurs des Musikvideos? |
| Groove | Wie nennt man das rhythmische Zusammenspiel, das körperlichen Puls erzeugt? |
| Hackney | Welches Londoner Wort steht am Anfang des Albumtitels? |
| Polydor | Bei welchem Label erschien das Album? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Aktives Hören: Höre Angry über den offiziellen Stream und notiere drei Stellen, an denen sich die musikalische Dichte deutlich verändert.
- Riff: Erfinde auf einem Instrument oder in einer Musik-App ein eigenes eintaktiges Rockriff, das nicht aus Angry übernommen ist, und erkläre, wodurch es wiedererkennbar wird.
- Groove: Klatsche einen einfachen Backbeat und beschreibe anschließend, was sich verändert, wenn Du einzelne Akzente vor oder hinter den Puls setzt.
- Liedinterpretation: Fasse den Beziehungskonflikt des Songs in höchstens fünf eigenen deutschen Sätzen zusammen, ohne Liedzeilen zu übersetzen.
Standard
- Musikanalyse: Vergleiche Angry und Start Me Up hinsichtlich Riff-Funktion, Schlagzeugwirkung und Raum für den Gesang. Arbeite nur mit Höreindrücken und eigenen Formulierungen.
- Band: Erstelle ein Schaubild, das zeigt, wie Gesang, Bass, Schlagzeug, Gitarren und Klavier in Angry unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
- Musikvideo: Analysiere eine selbst gewählte Sequenz des offiziellen Videos anhand von Kamera, Montage, Farbe, Körperinszenierung und Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart.
- Open Educational Resources: Prüfe bei zwei eingebundenen Commons-Bildern die jeweilige Lizenzseite und formuliere eine korrekte Namensnennung für eine eigene Präsentation.
Schwer
- Musikproduktion: Entwickle für eine eigene Bandaufnahme zwei Mix-Konzepte, eines roh und liveorientiert, eines stark editiert, und begründe, welches besser zu einem riffbetonten Rocksong passt.
- Stilkritik: Diskutiere, ob ein später Song einer seit Jahrzehnten bestehenden Band eher an einem historischen Stilideal oder an gegenwärtigen Produktionsmaßstäben gemessen werden sollte.
- Feldforschung: Führe drei kurze Interviews mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen über ihre Wahrnehmung von Angry und werte Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus.
- Medienprojekt: Produziere ein eigenes 60-sekündiges Video zu einem selbst komponierten Rockriff. Verwende nur eigenes oder frei lizenziertes Bild- und Tonmaterial und dokumentiere alle Rechteangaben.


Lernkontrolle
- Höranalyse: Erkläre anhand zweier selbst gewählter Hörmomente, wie Riff, Bass und Schlagzeug gemeinsam Spannung erzeugen. Trenne Beobachtung und Interpretation.
- Transfer: Übertrage das Prinzip des Gitarren-Weavings auf ein Ensemble mit anderen Instrumenten, zum Beispiel zwei Keyboards oder Bläsern, und beschreibe eine mögliche Rollenverteilung.
- Produktion: Begründe, welche Vor- und Nachteile eine weitgehend gemeinsam eingespielte Grundspur gegenüber stark einzeln editierten Spuren für einen Rocksong haben kann.
- Musikgeschichte: Ordne den Wechsel von Charlie Watts zu Steve Jordan als Beispiel dafür ein, wie eine lang bestehende Band Kontinuität und Veränderung gleichzeitig bewältigen kann.
- Medienkompetenz: Entwickle Regeln für eine Präsentation über einen urheberrechtlich geschützten Popsong, die Analyse ermöglicht, ohne vollständige Lyrics, Partituren oder unerlaubte Medienkopien zu verbreiten.
- Vergleichende Analyse: Entwirf Kriterien, mit denen Du Angry mit einem aktuellen Rocksong einer jüngeren Band vergleichen könntest, ohne das Ergebnis schon vorzugeben.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Angry historisch in Hackney Diamonds einordnest, Riff und Groove fachsprachlich beschreibst, die Rollen von Jagger, Richards, Wood, Jordan und Watt unterscheidest, die Bandchemie anhand konkreter Höreindrücke erklärst, den Liedinhalt sinngemäß und ohne vollständige Übersetzung erschließt, Beobachtung und Interpretation trennst sowie Quellen und Medienrechte korrekt dokumentierst.
Als Lernprodukt eignet sich zum Beispiel eine kurze Audioanalyse, ein kommentiertes Hörprotokoll, ein eigenes nicht abgeleitetes Riff mit Score, eine vergleichende Präsentation oder ein medienkritisches Videoessay. Bewertet werden sollten Nachvollziehbarkeit, Fachbegriffe, Belege aus dem Höreindruck, Eigenständigkeit und rechtssichere Mediennutzung.
Quellen und weiterführende Medien
- Universal Music: Ankündigung von Hackney Diamonds und Angry, 6. September 2023
- MusicBrainz: Hackney Diamonds, Track- und Besetzungsangaben
- The Guardian: Rezension und Beschreibung von Riff, Gitarren und Groove
- Rolling Stone: Entstehung von Hackney Diamonds, Zusammenarbeit mit Steve Jordan und Andrew Watt
- The Rolling Stones: Angry – Official Music Video
- The Rolling Stones: Hackney Diamonds – offizielles Gespräch mit Jimmy Fallon
- Wikimedia Commons: Rollingstonesstlouis2.jpg, CC BY-SA 4.0
- Wikimedia Commons: The Rolling Stones Hyde Park 2022, freie Konzertfotografien
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