Zum Inhalt springen

The Rolling Stones – Living in a Ghost Town

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel

The Rolling Stones – Living in a Ghost Town




The Rolling Stones – Living in a Ghost Town


Einleitung

Living in a Ghost Town ist eine 2020 veröffentlichte Single der britischen Rockband The Rolling Stones. Der Song eignet sich besonders gut für eine fächerübergreifende Songanalyse, weil musikalische Merkmale aus Rockmusik, Bluesrock, Reggae und Dub mit einem gesellschaftlichen Thema verbunden werden: dem Gefühl von Leere, Vereinzelung und stillgelegtem öffentlichen Leben.

Eine Besonderheit ist die Entstehungsgeschichte. Der Song wurde nicht erst als unmittelbare Reaktion auf die COVID-19-Pandemie komponiert. Nach Angaben der Band war das Stück bereits 2019 im Umfeld von Studioarbeiten in Los Angeles entstanden. Als sich während der Pandemie weltweit Städte leerten und soziale Kontakte eingeschränkt wurden, erkannten Mick Jagger und Keith Richards die überraschende Aktualität des bereits vorhandenen Materials. Jagger überarbeitete einzelne Textstellen, weitere Arbeiten wurden während der Isolation abgeschlossen. Es handelt sich also nicht um die Neuaufnahme eines schon veröffentlichten Stones-Klassikers, sondern um die Aktualisierung eines älteren, bis dahin unveröffentlichten Tracks.

Die digitale Veröffentlichung erfolgte am 23. April 2020; manche deutschsprachigen Quellen nennen aufgrund von Veröffentlichungs- und Zeitzonenangaben den 24. April. Im Juni 2020 folgten physische Ausgaben. Es war die erste neue Eigenkomposition der Rolling Stones seit den 2012 veröffentlichten Songs Doom and Gloom und One More Shot. Das 2016 erschienene Album Blue & Lonesome bestand dagegen aus Blues-Coverversionen.

Mick Jagger und Keith Richards bei einem Konzert 2013. Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Offizielles Musikvideo der Rolling Stones. Das Video selbst ist urheberrechtlich geschützt; hier wird es lediglich über den offiziellen YouTube-Kanal eingebettet.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die Entstehung von Living in a Ghost Town zeitlich einordnen, zentrale Reggae-, Dub-, Blues- und Rockelemente hörend unterscheiden, das Motiv der gesellschaftlichen Isolation erläutern, das Musikvideo als historische Quelle der Pandemiezeit untersuchen, kurze englische Textfragmente im Kontext deuten und die Arbeitsweise der Rolling Stones zwischen älterem Studiomaterial und aktueller Überarbeitung beschreiben. Außerdem kannst Du eigene kurze, nicht aus dem Original übernommene Rhythmus- und Klangbeispiele mit der MediaWiki-Erweiterung Score analysieren.


Entstehungsgeschichte


Vom Studiotrack zum Pandemie-Song

Nach Aussagen von Mick Jagger und Keith Richards entstand das Grundmaterial bereits deutlich vor dem weltweiten Lockdown. Richards erklärte 2020, der Track sei mehr als ein Jahr zuvor in Los Angeles aufgenommen worden. Die offizielle Pressemitteilung bezeichnet die Aufnahme als in Los Angeles, London und in Isolation entstanden beziehungsweise fertiggestellt.

Mick Jagger berichtete, dass die ursprüngliche Idee einen zuvor lebendigen Ort beschrieb, der plötzlich menschenleer geworden war. Als diese Situation 2020 unerwartet zu einer realen Alltagserfahrung vieler Menschen wurde, entschied die Band, den Song vorzuziehen. Jagger passte einzelne Textstellen an, ohne den Grundgedanken vollständig neu zu schreiben.

Damit zeigt der Song einen interessanten kreativen Prozess: Ein bestehendes Kunstwerk bekommt durch einen historischen Einschnitt eine neue Bedeutung. Du kannst hier zwischen drei Ebenen unterscheiden:

  1. Entstehung: Ein Songentwurf wird vor der Pandemie entwickelt.
  2. Aktualisierung: Einzelne Text- und Aufnahmeelemente werden 2020 verändert beziehungsweise ergänzt.
  3. Rezeption: Publikum und Medien hören das Stück nun vor dem Hintergrund von Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und leeren Innenstädten.

Diese drei Ebenen sind wichtig, weil ein Kunstwerk nicht nur durch die ursprüngliche Absicht seiner Urheber wirkt. Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Erfahrungen des Publikums verändern seine Bedeutung.


Beteiligte Musiker und Produktion

Die offizielle Veröffentlichung nennt unter anderem:

  1. Mick Jagger: Gesang, Mundharmonika, Gitarre und Hintergrundgesang
  2. Keith Richards: Gitarre und Hintergrundgesang
  3. Charlie Watts: Schlagzeug
  4. Ronnie Wood: Gitarre und Hintergrundgesang
  5. Darryl Jones: Bass
  6. Matt Clifford: Keyboards sowie zusätzliche Blasinstrumente
  7. Don Was: Co-Produktion

Ronnie Wood und Keith Richards 2018 in London. Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Charlie Watts prägte über Jahrzehnte das rhythmische Fundament der Rolling Stones. Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.


Musikalische Analyse


Reggae-, Dub- und Rockelemente

Living in a Ghost Town lässt sich nicht sinnvoll auf nur ein Genre reduzieren. Kritiker beschrieben den Track als Bluesrock beziehungsweise Reggae-Rock mit deutlichen Reggae- und Dub-Anklängen. Gerade diese Mischung erzeugt die besondere Atmosphäre.

Merkmal Reggae-/Dub-Seite Rock-/Blues-Seite
Rhythmus Lockerer, federnder Groove; Akzente zwischen den Hauptzählzeiten Deutliches Schlagzeugfundament und rocktypisches Backbeat-Gefühl
Gitarre Kurze, luftige Einwürfe lassen Zwischenräume Verzerrte beziehungsweise rau gefärbte Gitarrenklänge und bluesige Gestik
Keyboard Kurze Orgelakzente und räumliche Echo-Wirkung erinnern an Dub-Produktionen Keyboard ergänzt die Bandtextur statt sie zu dominieren
Bass Trägt den Groove und gibt der Musik Gewicht Verbindet rhythmische Stabilität mit dem Band-Sound
Gesang und Mundharmonika Viel Raum zwischen den Phrasen Jaggers Stimme und Mundharmonika verweisen deutlich auf Blues und Rock
Produktion Räumlichkeit, Echo und klangliche Leere Direkter Bandsound mit Gitarren, Bass und Schlagzeug

Der Reggae-Eindruck entsteht deshalb nicht durch eine vollständige stilistische Verwandlung der Rolling Stones. Vielmehr werden typische Offbeat-Akzente, eine gelassene Pulswirkung und räumliche Produktion in einen rock- und bluesgeprägten Bandsound integriert.

Der Dub-Charakter zeigt sich besonders in der Idee von Klangraum: Nicht jede Zählzeit wird dicht gefüllt. Kurze Instrumentalereignisse können durch Echo, Hall und Pausen größer wirken. Genau diese musikalischen Zwischenräume passen inhaltlich zur Vorstellung leerer Straßen und fehlender Menschen.


Hörbeispiel: offizieller Audio-Track

Offiziell von Universal Music Group bereitgestellter Audio-Upload. Nutze ihn für die Höranalyse und achte besonders auf Bass, Schlagzeug, Gitarre, Orgel und Mundharmonika.


Hörleitfaden

Höre den Song mehrmals mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Beim ersten Durchgang beobachtest Du nur den Gesamteindruck. Beim zweiten konzentrierst Du Dich auf Rhythmus und Bass. Beim dritten hörst Du auf Gitarren und Orgel. Beim vierten achtest Du auf Gesang, Mundharmonika und die Wirkung von Pausen beziehungsweise Echo.

Fragen für Deine Hörnotizen:

  1. Wo hörst Du kurze Akzente, die nicht schwer auf den Hauptzählzeiten liegen?
  2. An welchen Stellen entsteht besonders viel klanglicher Raum?
  3. Wie verändern Gitarre und Mundharmonika die ansonsten eher zurückgenommene Reggae-/Dub-Atmosphäre?
  4. Welche Rolle spielt Charlie Watts' kontrollierter Schlagzeugstil?
  5. Wo wirkt die Musik gelassen, wo angespannt oder bedrohlich?


Kurze selbst erstellte Score-Analysebeispiele

Wichtig: Die folgenden Notenbeispiele sind eigens für diesen aiMOOC erfunden. Sie sind keine Transkriptionen der Melodie, Basslinie, Gitarrenriffs oder anderer geschützter Bestandteile von Living in a Ghost Town. Sie veranschaulichen ausschließlich allgemeine Stilprinzipien.


Beispiel 1: Offbeat-Akzente

Im Reggae werden Akkordakzente häufig zwischen den Hauptzählzeiten platziert. Das folgende frei erfundene Ein-Takt-Beispiel zeigt dieses Prinzip stark vereinfacht:


\relative c' {
  \time 4/4
  \tempo 4 = 104
  r8 <a c e>8 r8 <a c e>8 r8 <a c e>8 r8 <a c e>8
}

Sprich dazu gleichmäßig 1 und 2 und 3 und 4 und. Die Akkorde liegen jeweils auf dem und. Höre anschließend im Original darauf, ob und wie ähnliche Offbeat-Wirkungen auftreten, ohne zu versuchen, den Originalpart Note für Note zu kopieren.


Beispiel 2: Rock-Backbeat

Ein vereinfachter Rock-Backbeat betont typischerweise die Zählzeiten 2 und 4 durch die Snare. Das folgende Schlagzeugmuster ist neu erstellt:


\drummode {
  \time 4/4
  bd4 sn bd sn
}

Im Song treffen solche rocktypischen Stabilitätsmerkmale auf eine lockerere, reggaeartige Phrasierung. Gerade diese Reibung trägt zum Hybridcharakter bei.


Beispiel 3: Raum statt Dauerspiel

Dub und Reggae arbeiten oft wirkungsvoll mit Pausen. Dieses frei erfundene Bassfragment demonstriert, dass wenige Töne einen Groove tragen können:


\relative c {
  \time 4/4
  a8 r a4 c8 r e4
}

Vergleiche die Wirkung mit einer durchgehenden Achtelbewegung. Welche Version lässt mehr Raum für Gitarre, Orgel, Stimme oder Echo?


Mundharmonika und Bluesfarbe

Jaggers Mundharmonika verbindet den Song mit der langen Bluestradition der Rolling Stones. Ihr Klang wirkt rauer und körperlicher als die eher luftigen Orgel- und Dubräume. Dadurch entsteht ein Kontrast: Die Produktion kann leer und distanziert wirken, während die Mundharmonika unmittelbar und expressiv klingt.

Eine diatonische Blues-Harp auf einem E-Piano. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Orgel, Echo und klanglicher Raum

Kritiken hoben besonders die stechenden beziehungsweise kurzen Orgelakzente und deren Echo-Wirkung hervor. Solche Klänge erinnern an Reggae- und Dub-Produktionen, in denen Hall und Echo nicht nur Effekte, sondern eigenständige Gestaltungsmittel sind.

Eine Hammond-B3-Orgel in einem Tonstudio. Das Bild dient als Instrumentenbeispiel und zeigt nicht das konkrete Aufnahmeinstrument des Songs. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.


Text und Inhalt


Gesellschaftliche Isolation

Der Text arbeitet mit der Metapher einer Geisterstadt. Das lyrische Ich erlebt einen Ort, der früher voller Aktivität war und nun leer erscheint. Diese Leere wird nicht nur räumlich, sondern auch sozial beschrieben: Begegnungen fehlen, Nachtleben verschwindet, Zeit wird passiv verbracht und digitale Kommunikation ersetzt körperliche Nähe.

Ein sehr kurzes Originalzitat macht den Kontrast sichtbar: „Life was so beautiful“. Mehr vom urheberrechtlich geschützten Liedtext wird hier bewusst nicht wiedergegeben. Für die Analyse genügt der Gegensatz zwischen einem früher als lebendig erinnerten Alltag und einer Gegenwart, die durch Abwesenheit und Einschränkung geprägt ist.


Sinngemäße Inhaltserschließung auf Deutsch

Eine sinngemäße, nicht wörtliche Zusammenfassung des Liedinhalts lautet:

Das lyrische Ich fühlt sich in einer verlassen wirkenden Stadt selbst wie ein unsichtbarer Geist. Orte, die früher von Musik, Bewegung, Begegnung und Nachtleben geprägt waren, sind still geworden. Das Ich erlebt Einsamkeit, Zeitüberschuss und die starke Abhängigkeit von digitaler Kommunikation. Gleichzeitig erinnert es sich an das frühere gesellschaftliche Leben und hofft darauf, dass die Isolation endet. Im späteren Verlauf weitet sich die Perspektive von der persönlichen Einsamkeit zu einem größeren Bild gesellschaftlicher Unsicherheit.

Diese Paraphrase ersetzt keine vollständige Übersetzung des Songtexts. Sie erschließt Motive und Zusammenhänge, ohne den geschützten Text zu vervielfältigen.


Die Geisterstadt als Metapher

Eine Metapher überträgt einen Ausdruck aus einem Bedeutungsbereich in einen anderen. Eine Geisterstadt ist hier nicht einfach eine verlassene Siedlung. Sie steht für einen Zustand, in dem die physische Stadt zwar existiert, ihre sozialen Funktionen aber stark eingeschränkt sind.

Die Metapher funktioniert auf mehreren Ebenen:

  1. Raum: Straßen, Plätze und Verkehrsmittel wirken leer.
  2. Sozialleben: Begegnungen, Feiern und spontane Kontakte fehlen.
  3. Identität: Das lyrische Ich empfindet sich selbst als kaum sichtbar.
  4. Zeit: Gegenwart wird als Stillstand erlebt, während die Vergangenheit lebendig erscheint.
  5. Gesellschaft: Private Einsamkeit wird mit öffentlichen Krisenerfahrungen verbunden.


Pandemie und Musikvideo


Leere Städte als historisches Bild

Das offizielle Musikvideo wurde von Joe Connor inszeniert. Während des Lockdowns arbeiteten Filmschaffende und Fotografierende in mehreren Städten zusammen. Zu den dokumentierten Orten gehören London, Los Angeles, Toronto, Oslo, Osaka, Cape Town und Margate. Das Video verbindet leere öffentliche Räume mit Fischaugenoptik, Kamerabewegungen und Bandmaterial.

Dadurch wird aus der abstrakten Geisterstadt-Metapher ein visuelles Dokument seiner Zeit. Gleichzeitig bleibt das Video ein gestaltetes Kunstwerk: Auswahl, Perspektive, Schnitt, Bildgeschwindigkeit und Objektiv formen unsere Wahrnehmung.

Piccadilly Circus am 28. März 2020 während des Londoner Lockdowns. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Eine ungewöhnlich leere Station Piccadilly Circus am 28. März 2020. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Regent Street am 23. Mai 2020. Die normalerweise stark frequentierte Straße wirkt fast menschenleer. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Musikvideo als Quelle untersuchen

Ein Musikvideo ist keine neutrale Dokumentation. Wenn Du es als Quelle zur Pandemiezeit analysierst, solltest Du unterscheiden zwischen dem, was tatsächlich vor der Kamera zu sehen ist, und dem, was durch künstlerische Gestaltung erzeugt wird.

Achte auf:

  1. Kamera: Wie verändert das Fischaugenobjektiv Räume?
  2. Montage: Wie werden verschiedene Städte zu einer scheinbar gemeinsamen Geisterstadt verbunden?
  3. Tempo: Welche Wirkung haben beschleunigte oder gleitende Bewegungen?
  4. Leere: Welche normalerweise belebten Orte wirken besonders ungewohnt?
  5. Bandbilder: Wie verändert der Wechsel zwischen Stadtraum und Musikeraufnahmen die Aussage?
  6. Ton-Bild-Beziehung: Unterstützt die Musik die Bilder oder entsteht ein Widerspruch?


Deutscher offizieller Fan-Video-Kontext

Von Universal Music Deutschland veröffentlichtes offizielles deutsches Fan-Video. Auch dieses Video ist nicht frei lizenziert, sondern wird als externer YouTube-Inhalt eingebettet.


Besonderheiten des Songs

Living in a Ghost Town ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Erstens verbindet die Aufnahme das langjährige Blues- und Rockprofil der Rolling Stones mit einem deutlich hörbaren Reggae-/Dub-Einfluss. Zweitens wurde ein vor der Pandemie entstandener Song nicht einfach unverändert veröffentlicht, sondern in einer historischen Ausnahmesituation neu kontextualisiert und teilweise aktualisiert. Drittens verstärkt das Musikvideo diese Aktualisierung, indem es reale leere Stadträume aus der Lockdownzeit zeigt.

Hinzu kommt ein mediengeschichtlicher Aspekt: Die Band, die seit den frühen 1960er-Jahren aktiv ist, reagierte 2020 mit digitaler Fernarbeit, Dateiaustausch, international koordinierter Videoproduktion und Streaming-Veröffentlichung auf eine Situation, in der gemeinsames Arbeiten zeitweise erschwert war. Damit treffen verschiedene Epochen populärer Musikproduktion aufeinander.


Urheberrecht und rechtssichere Mediennutzung

Bei der Arbeit mit einem noch urheberrechtlich geschützten Song ist eine klare Trennung wichtig:

  1. Songtext: Kein vollständiger Liedtext und keine vollständige Übersetzung. In diesem aiMOOC wird nur ein sehr kurzes Fragment zu Analysezwecken zitiert; der Rest wird sinngemäß beschrieben.
  2. Noten: Keine vollständige Melodie, kein Originalriff und keine vollständige Partitur. Die Score-Beispiele sind selbst erstellt und nur stilistische Modelle.
  3. Audio und Video: Offizielle YouTube-Inhalte werden eingebettet und nicht als freie Dateien ausgegeben.
  4. Bilder: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien besitzen freie Lizenzen. Autor, Lizenz und gegebenenfalls Bearbeitungen sind gemäß der jeweiligen Dateiseite zu beachten.
  5. Eigene Arbeiten: Wenn Du selbst Musik, Bilder oder Videos produzierst, verwende eigene Aufnahmen oder Medien mit eindeutig passender Lizenz.


Quellen und Mediennachweise

Fach- und Primärquellen

  1. Universal Music Canada: Living In A Ghost Town – New Song Out Now – offizielle Pressemitteilung mit Entstehung, Beteiligten und Aussagen der Band.
  2. BMG: Rolling Stones – Living Ghost Town – Angaben zu Entstehung, Veröffentlichung und früherem Material.
  3. The Rolling Stones: Living In A Ghost Town – offizielles Musikvideo.
  4. Living In A Ghost Town – Official Audio – offizieller Audio-Upload.
  5. British GQ: How The Rolling Stones’ new music video was made in lockdown – Interview zur Videoentstehung.
  6. The Guardian: Living in a Ghost Town review – Einordnung der Reggae-/Dub-Elemente.
  7. Wikipedia: Living in a Ghost Town – Überblick zu Veröffentlichung, Entstehung und Rezeption.

Freie Bildmedien

  1. Wikimedia Commons: Mick Jagger and Keith Richards.jpg – CC BY 2.0.
  2. Wikimedia Commons: Ronnie Wood und Keith Richards 2018 – CC BY 2.0.
  3. Wikimedia Commons: Charlie Watts 1981 – CC BY-SA 2.0.
  4. Wikimedia Commons: Piccadilly Circus während des Lockdowns – CC BY-SA 4.0.
  5. Wikimedia Commons: Piccadilly Circus station während des Lockdowns – CC BY-SA 4.0.
  6. Wikimedia Commons: Regent Street während des Lockdowns – freie Commons-Lizenz laut Dateiseite.
  7. Wikimedia Commons: Blues Harp – CC BY-SA 4.0.
  8. Wikimedia Commons: Hammond B3 Organ – CC BY-SA 3.0.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wann entstand das Grundmaterial von Living in a Ghost Town? (Bereits vor der weltweiten Pandemie) (!Erst nach dem Ende aller Lockdowns) (!Während der Aufnahmen zu einem Album von 1968) (!Erst nach einer Tournee im Jahr 2023)




Warum wurde der bereits vorhandene Song 2020 besonders aktuell? (Sein Motiv einer entleerten lebendigen Stadt passte zur Lockdown-Erfahrung) (!Die Band schrieb ihn für einen Historienfilm) (!Er war als Fußballhymne geplant) (!Er beschrieb ausschließlich eine Reise durch die Wüste)




Welches Stilmittel trägt besonders zum Reggae-Eindruck bei? (Offbeat-Akzente) (!Durchgehende klassische Arpeggien) (!Ein Walzertakt) (!Ausschließlich orchestrale Streicher)




Welches Produktionsmerkmal erinnert an Dub? (Räumliche Echo- und Hallwirkungen) (!Vollständig trockener Klang ohne Pausen) (!Ein reines Klavier-Solo ohne Effekte) (!Ausschließlich akustischer Chorgesang)




Welches Instrument verstärkt die Bluesfarbe des Songs besonders? (Mundharmonika) (!Harfe) (!Fagott) (!Cembalo)




Wer spielte auf der Aufnahme Schlagzeug? (Charlie Watts) (!Darryl Jones) (!Matt Clifford) (!Joe Connor)




Welche Aussage zur Textbearbeitung ist korrekt? (Mick Jagger passte einzelne Stellen für die Situation 2020 an) (!Der gesamte Text stammt erst aus dem Jahr 2023) (!Der Text wurde unverändert aus einem Song von 1965 übernommen) (!Der Text ist eine wörtliche Übersetzung eines Reggae-Klassikers)




Was zeigt das offizielle Musikvideo besonders häufig? (Ungewöhnlich leere Stadträume) (!Eine vollständig animierte Unterwasserwelt) (!Nur Nahaufnahmen eines Schlagzeugs) (!Eine Liveaufnahme vor vollem Stadion)




Wie sind die Score-Beispiele in diesem aiMOOC zu verstehen? (Als selbst erstellte Modelle allgemeiner Stilmerkmale) (!Als vollständige Originalpartitur des Songs) (!Als exakte Transkription der Gesangsmelodie) (!Als unveränderte Kopie der Gitarrenriffs)




Was bedeutet die Geisterstadt im Song vor allem metaphorisch? (Einen Verlust von sozialer Lebendigkeit und Begegnung) (!Eine konkrete mittelalterliche Ruinenstadt) (!Einen Vergnügungspark mit Geisterbahn) (!Eine ausschließlich übernatürliche Horrorgeschichte)





Memory

Offbeat Reggae-Akzent zwischen Hauptzählzeiten
Backbeat Rockbetonung auf zwei und vier
Dub-Raum Echo und klangliche Leere
Geisterstadt Metapher gesellschaftlicher Isolation
Mundharmonika Bluesfarbige Klangschicht
Joe Connor Regie des Musikvideos





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Reggae-Offbeat Akzente zwischen den Hauptzählzeiten
Rock-Backbeat Stabiles Schlagzeuggefühl mit Betonung auf zwei und vier
Mundharmonika Bluesgeprägte Klangfarbe
Leere Stadträume Visuelles Bild sozialer Isolation
Vor-Pandemie-Aufnahme Ausgangsmaterial für die Aktualisierung von 2020






Kreuzworträtsel

Reggae Welcher jamaikanisch geprägte Stil beeinflusst den Groove deutlich?
Lockdown Welcher Begriff bezeichnet die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr 2020?
Mundharmonika Welches Instrument spielt Mick Jagger und verstärkt damit die Bluesfarbe?
Offbeat Wie heißt die Betonung zwischen den Hauptzählzeiten?
Connor Wie lautet der Nachname des Regisseurs des offiziellen Musikvideos?
Isolation Welches gesellschaftliche Thema steht neben der Leere der Städte im Zentrum?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Grundmaterial von Living in a Ghost Town entstand bereits vor der

.
Die Rolling Stones veröffentlichten den Song im April

.
Der Text wurde für die neue historische Situation teilweise

.
Musikalisch verbindet die Aufnahme Rock mit deutlichen

-Einflüssen.
Räumliche Echoeffekte erinnern an die Produktionstechnik des

.
Akzente zwischen den Hauptzählzeiten nennt man

.
Jaggers

verstärkt die Bluesfarbe der Aufnahme.
Die leere Stadt dient als Metapher für gesellschaftliche

.
Das offizielle Musikvideo zeigt zahlreiche ungewöhnlich leere

.
Die Score-Beispiele dieses aiMOOCs sind bewusst selbst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre den offiziellen Song zweimal und notiere fünf Klangmerkmale. Ordne sie anschließend eher Rock, Blues, Reggae oder Dub zu und begründe Deine Entscheidung.
  2. Bildanalyse: Wähle eines der freien Lockdown-Fotos aus diesem aiMOOC und beschreibe, wodurch der Eindruck von Leere entsteht.
  3. Metapher: Erkläre in einem kurzen eigenen Text, warum eine „Geisterstadt“ eine passende Metapher für gesellschaftliche Isolation sein kann.
  4. Medienlizenz: Öffne die Commons-Dateiseite eines verwendeten Bildes und notiere Urheber, Lizenz und die Bedingungen für eine Weiterverwendung.


Standard

  1. Rhythmusprojekt: Erfinde einen eigenen eintaktigen Offbeat-Rhythmus. Notiere ihn mit Score oder spiele ihn mit einem Instrument ein. Verwende keine Melodie aus dem Originalsong.
  2. Videokonzept: Entwickle ein Storyboard mit sechs Einstellungen für ein eigenes Video zum Thema „Leerer öffentlicher Raum“. Nutze nur eigene oder frei lizenzierte Bilder.
  3. Interview: Befrage eine Person dazu, wie sie öffentliche Räume während der Pandemie erlebt hat. Vergleiche diese Erinnerung mit der Bildsprache des Musikvideos.
  4. Stilvergleich: Vergleiche Living in a Ghost Town mit einem frei gewählten Reggae- oder Dub-Stück. Untersuche Rhythmus, Bass, Raumwirkung und Instrumentierung, ohne vollständige Songtexte zu übernehmen.


Schwer

  1. Produktionsanalyse: Erstelle eine grafische Klangkarte des Songs. Zeige darin, wann Du Bass, Gitarre, Orgel, Schlagzeug, Stimme und Mundharmonika als besonders präsent wahrnimmst.
  2. Historischer Kontext: Recherchiere drei weitere Musikveröffentlichungen aus dem Jahr 2020, die auf Isolation, Pandemie oder veränderten Alltag reagierten. Vergleiche ihre Strategien ohne ein Qualitätsranking.
  3. Medienkritik: Analysiere, inwiefern das Musikvideo gleichzeitig Dokument, Inszenierung und Erinnerungskultur ist. Beziehe mindestens zwei konkrete Bildeinstellungen ein.
  4. Eigenkomposition: Komponiere 20 bis 30 Sekunden eigene Musik, die Rock-Backbeat, Offbeat-Akzente und Dub-artige Pausen verbindet. Dokumentiere, welche Gestaltungsmittel Du bewusst eingesetzt hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Stiltransfer: Erkläre, wie ein unveränderter Rock-Backbeat unterschiedlich wirken kann, wenn darüber entweder dichte Gitarren oder sparsame Offbeat-Akkorde gespielt werden.
  2. Kontext und Bedeutung: Begründe, weshalb ein vor 2020 entstandener Song durch die Pandemie eine neue gesellschaftliche Bedeutung erhalten konnte, obwohl sein Grundmaterial älter war.
  3. Text-Bild-Beziehung: Untersuche, wie leere Stadträume im Video die Geisterstadt-Metapher verstärken. Nenne dabei mindestens ein filmisches Gestaltungsmittel.
  4. Urheberrechtlicher Transfer: Du möchtest eine eigene Lernseite zu einem aktuellen Popsong erstellen. Entwickle einen Plan, wie Du Text, Noten, Bilder und Videos nutzen kannst, ohne vollständige geschützte Inhalte zu kopieren.
  5. Klangraum: Beschreibe, warum Pausen, Echo und Hall in einem Song genauso bedeutungsvoll sein können wie gespielte Noten.
  6. Perspektivwechsel: Formuliere, wie derselbe Song vermutlich wahrgenommen worden wäre, wenn er 2019 statt im Frühjahr 2020 veröffentlicht worden wäre. Unterscheide dabei nachweisbare Fakten von begründeten Vermutungen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben, sondern Zusammenhänge analysieren kannst. Wichtig sind eine nachvollziehbare Einordnung der Entstehungsgeschichte, das sichere Erkennen von Reggae-/Dub- und Rock-/Blueselementen, eine begründete Deutung der Geisterstadt-Metapher, die Verbindung von Musik und Pandemie-Kontext, eine Analyse des Musikvideos sowie ein reflektierter Umgang mit Urheberrecht und freien Lizenzen.

Ein geeigneter Lernnachweis kann aus einem Hörprotokoll, einer kurzen schriftlichen Analyse, einer eigenen Score-Miniatur, einer Bild- oder Videoanalyse und einer Transferaufgabe bestehen. Eigene musikalische Beispiele müssen neu komponiert sein und dürfen nicht die vollständige Melodie oder charakteristische Originalpassagen des Songs reproduzieren.




OERs zum Thema


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte