Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Investitionsalternativen sachlich vergleichen
Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Investitionsalternativen sachlich vergleichen
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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Investitionsalternativen sachlich vergleichen
Ausbildungskurs | 6 Lerneinheiten à etwa 8–12 Minuten | kaufmännische und technische Berufe
Leitfrage: Welche Anschaffung ist bei gleicher Leistung über die geplante Nutzung wirtschaftlicher?
Modellhinweis: Alle Personen, Firmennamen, Angebote, technischen Bewertungen, Preise, Mengen, Restwerte, Nutzungsdauern und der Kalkulationszins sind frei erfundene Übungsdaten. Die gezeigten Fotos zeigen reale Beispielgeräte, nicht die fiktiven Angebote A und B. Rechnungen erfolgen mit Nettowerten und vereinfachten, konstanten Durchschnittsjahren. Keine steuerliche AfA, keine verbindliche Kaufempfehlung.
Einleitung
Du vergleichst zwei Investitionsalternativen: Anschaffung + Betrieb + Nutzungsdauer. Du rechnest, prüfst Risiken und begründest eine Entscheidung, statt nur den Kaufpreis anzusehen.
| Lernstopp | Dauer | Dein Ergebnis |
|---|---|---|
| Bedarf klären | 8 Min. | Muss-Kriterien |
| Angebote vergleichen | 10 Min. | Datentabelle |
| Jahreskosten kalkulieren | 12 Min. | Kostenvergleich |
| Mengenänderung prüfen | 10 Min. | kritische Menge |
| Technik bewerten | 10 Min. | Nutzwert und Risiko |
| Rechnung und Empfehlung prüfen | 10 Min. | Entscheidungsvorlage |

Bildimpuls: Welche Kosten entstehen außer dem Kaufpreis? Foto: TaurusEmerald, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert. Das abgebildete Gerät ist kein Angebot aus dem Fall.
Lernstation 1: Bedarf und Gespräch
Ausbildungsfall: Im vollständig fiktiven Übungsbetrieb Lernlager West sollen jährlich 40.000 Versandetiketten zuverlässig gedruckt werden. Auszubildender Jona berät die fiktive Ausbilderin Mira. Zwei erfundene Alternativen heißen Kompakt A und Tempo B.
| Gesprächsmedium: Einkaufsgespräch | Aussage |
|---|---|
| Mira: | „Gerät A kostet weniger. Sollen wir es kaufen?“ |
| Jona: | „Erst vergleichen wir laufende Kosten, Nutzungsdauer und Qualität.“ |
| Mira: | „Was muss vor der Rechnung feststehen?“ |
| Deine Antwort: | Notiere zwei technische Muss-Kriterien und eine Mengenannahme. |
Muss-Kriterien im Modell: ausreichende Druckkapazität, lesbare Etiketten, passende Datenschnittstelle und sichere Bedienung. Annahme: Beide Alternativen erfüllen diese Mindestanforderungen. Im echten Einkauf muss das nachgewiesen werden.
Sofortfeedback: „B ist billiger“ ist noch kein ausreichender Grund. Gut ist eine Antwort, die gleichen Leistungsumfang und geplante Menge als Vergleichsgrundlage nennt.
Lernstation 2: Zwei Produkte – ein fairer Vergleich

Illustration eines Etikettendruckers, kein Modell A oder B: Wagtail11, Commons, CC0, unverändert.
Alle Werte in der folgenden Tabelle sind fiktive Nettobeträge. Die Jahresbeträge für Strom und Personal sind vereinfachend mengenunabhängig angesetzt; Material variiert mit der Etikettenzahl.
| Kosten- und Technikdaten | Kompakt A | Tempo B |
|---|---|---|
| Gerätekaufpreis | 6.000 € | 10.500 € |
| Transport und Einrichtung | 500 € | 500 € |
| Anschaffungsauszahlung I | 6.500 € | 11.000 € |
| Geplanter Restwert R | 500 € | 1.000 € |
| Nutzungsdauer n | 4 Jahre | 6 Jahre |
| Strom je Jahr | 600 € | 400 € |
| Wartung je Jahr | 400 € | 700 € |
| Bedienaufwand je Jahr | 800 € | 900 € |
| Verbrauchsmaterial je Etikett | 0,080 € | 0,055 € |
| Geplante Menge x | 40.000/Jahr | 40.000/Jahr |
| Kalkulationszins i | 5 %/Jahr | 5 %/Jahr |
Merksatz: Anschaffungskosten und Betriebskosten sind verschieden. Eine längere Nutzungsdauer verändert die Jahreskosten.

Bewegtes Bild: Einlegen von Etikettenrolle und Farbband; achte auf Wartungsaufwand. Lj4xw8, Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert.
Mini-Fall (Basis): Jona addiert für A nur den Gerätekaufpreis. Was fehlt? Feedback: 6.000 € + 500 € Einrichtung = 6.500 €. Ein fairer Investitionsvergleich beginnt mit vollständigen Anschaffungsauszahlungen.
Lernstation 3: Jahreskosten berechnen
Erklärvideo „Statische Investitionsrechnung – Kostenvergleichsrechnung“; Kanal Wirtschaft gaaanz einfach! (YouTube, nicht als frei lizenziertes OER ausgewiesen).

Rechenimpuls: DoubleCritch, Commons, CC0, unverändert.
Kompaktes Rechenschema der Kostenvergleichsrechnung:
- Kalkulatorische Abschreibung pro Jahr = (I − R) / n.
- Kalkulatorische Zinsen pro Jahr = (I + R) / 2 × i.
- Betriebskosten pro Jahr = Strom + Wartung + Bedienaufwand + Verbrauchsmaterial je Stück × Menge.
- Jahreskosten = Abschreibung + Zinsen + Betriebskosten.
| Schritt bei 40.000 Stück/Jahr | A | B |
|---|---|---|
| Kalkulatorische Abschreibung | 1.500,00 € | 1.666,67 € |
| Kalkulatorische Zinsen | 175,00 € | 300,00 € |
| Strom + Wartung + Bedienaufwand | 1.800,00 € | 2.000,00 € |
| Material | 3.200,00 € | 2.200,00 € |
| Jahreskosten | 6.675,00 € | 6.166,67 € |
Zwischenergebnis: B ist bei 40.000 Etiketten um 508,33 € je Durchschnittsjahr günstiger. Das ist eine rechnerische Kostendifferenz, nicht derselbe Betrag als jährlicher Zahlungseingang.
Gestufte Hilfe zur eigenen Rechnung: Öffne nur so viel, wie Du brauchst.
Hilfe 1 – Denkweg
Hilfe 2 – Formel
Hilfe 3 – Kontrollwerte
Wichtig: Die statische Durchschnittsrechnung ist wegen der unterschiedlichen Nutzungsdauern nur ein erster Anhaltspunkt. Ein belastbarer Mehrjahresvergleich muss Ersatzinvestitionen, Restwerte und Zahlungszeitpunkte auf einen gemeinsamen Betrachtungshorizont bringen, etwa über die Kapitalwertmethode oder Annuitätenmethode.
Lernstation 4: Wann ändert sich die Empfehlung?
Erklärvideo „Kritische Menge – Kostenvergleichsrechnung“; Markus Hammele (YouTube, keine OER-Lizenz behauptet).
Kostenfunktionen des fiktiven Falls:
- A: K(A) = 3.475 € + 0,080 € × x.
- B: K(B) = 3.966,67 € + 0,055 € × x.
Kritische Menge: Exakt mit ungerundeten Jahreswerten liegt der Schnittpunkt bei ungefähr 19.667 Etiketten/Jahr. Unterhalb ist A günstiger; oberhalb ist B günstiger.
| Jährliche Menge | A: Jahreskosten | B: Jahreskosten | Kostenvorteil |
|---|---|---|---|
| 12.000 | 4.435,00 € | 4.626,67 € | A |
| 40.000 | 6.675,00 € | 6.166,67 € | B |
| 60.000 | 8.275,00 € | 7.266,67 € | B |

Visualisierung des Prinzips eines Schnittpunkts: Die Grafik zeigt Kosten und Erlöse, nicht die zwei berechneten Gerätekosten! Zeichne für A und B selbst zwei Kostenlinien. Oftcc, Commons, CC BY-SA 3.0, unverändert.
Gesprächsmedium: Neue Auftragslage
| Rolle | Gespräch |
|---|---|
| Mira: | „Wir erwarten nur 12.000 Etiketten. Bleibst Du bei B?“ |
| Jona: | „Nein. Unter unseren Modellannahmen ist nun A um 191,67 € pro Jahr günstiger.“ |
| Dein Einwand: | „Was passiert, wenn der Bedarf zwischen 12.000 und 60.000 schwankt?“ |
Hilfe 1 – Was verändert sich?
Hilfe 2 – Gleichsetzen
Hilfe 3 – Deutung
Lernstation 5: Technik, Wartung und qualitative Entscheidung

Blick auf mögliche Wartungsstellen eines Beispielgeräts; keine technische Eigenschaft von A oder B. Jiří Sedláček, Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert.
Eine Nutzwertanalyse ergänzt den Kostenvergleich. Alle Punkte sind frei erfundene Übungsbewertungen auf einer Skala von 1 (schwach) bis 5 (sehr gut). Gewichtungen müssen zusammen 100 % ergeben.
| Kriterium | Gewicht | A | B |
|---|---|---|---|
| Bedienbarkeit | 40 % | 4 | 3 |
| Ersatzteilservice | 35 % | 3 | 4 |
| Drucktempo | 25 % | 2 | 5 |
| Gewichteter Nutzwert | 100 % | 3,15 | 3,85 |
Feedback: 0,40 × 4 + 0,35 × 3 + 0,25 × 2 = 3,15 für A. Für B: 0,40 × 3 + 0,35 × 4 + 0,25 × 5 = 3,85. B führt hier auch qualitativ, aber nur aufgrund der gesetzten Bewertungen. Fehlende Daten zu Ausfällen, Arbeitssicherheit und Schnittstellen müssen vor echtem Kauf geklärt werden. Muss-Kriterien dürfen nicht durch eine hohe Durchschnittspunktzahl ausgeglichen werden.
Zusatzcheck Amortisation: B kostet anfangs 4.500 € mehr, erspart bei 40.000 Stück im Modell 800 € laufende Auszahlungen pro Jahr. Die grobe Mehrpreis-Rückflusszeit wäre 4.500 / 800 = 5,63 Jahre. Warnung: Dieser Überschlag ignoriert ungleiche Nutzungsdauern, Ersatz von A, Restwerte und den Zeitwert des Geldes. Er taugt nicht als alleinige Investitionsentscheidung.
Vertiefung „Amortisationsrechnung einfach erklärt“; StudyBWL (YouTube, urheberrechtlich geschütztes Fremdvideo, keine OER-Lizenz behauptet).
Lernstation 6: Netto, Steuer und Belege (Rechtsstand 11.10.2026, Deutschland)
Gesicherte Rechtslage: Nach § 12 UStG gilt in Deutschland grundsätzlich 19 % Regelumsatzsteuer; 7 % gelten nur für bestimmte gesetzlich begünstigte Leistungen, teils gelten 0 % oder Steuerbefreiungen. Für die fiktive Anschaffung einer gewöhnlichen Etikettieranlage ist im Musterfall 19 % unterstellt.
Beispiel B: 11.000 € netto + 2.090 € Umsatzsteuer = 13.090 € brutto. Modellannahme: Der Übungsbetrieb hat für diesen Erwerb den vollen Vorsteuerabzug nach § 15 UStG. Deshalb vergleichen wir 11.000 € netto und nicht den Bruttobetrag. Ob ein realer Betrieb vorsteuerabzugsberechtigt ist, muss einzeln geprüft werden.
Rechnung prüfen: Im Regelfall verlangt § 14 Abs. 4 UStG unter anderem vollständige Namen und Anschriften beider Parteien, Steuernummer oder USt-IdNr. des Leistenden, Ausstellungsdatum, einmalige Rechnungsnummer, Menge und Leistungsart, Leistungszeitpunkt, aufgeschlüsseltes Entgelt und vereinbarte Minderungen sowie Steuersatz und Steuerbetrag beziehungsweise Befreiungshinweis; zusätzliche Angaben gelten für Sonderfälle. Ausnahmen wie Kleinbetragsrechnungen bis 250 € stehen in § 33 UStDV.
E-Rechnungen: Inländische Unternehmen müssen seit 01.01.2025 grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können. Bei der Ausstellung inländischer B2B-Rechnungen bestehen Übergangsregeln: bis 31.12.2026 können grundsätzlich noch sonstige Rechnungen erstellt werden; unter Voraussetzungen (beispielsweise Vorjahresumsatz bis 800.000 €) bis 31.12.2027. Ein einfaches PDF ist keine strukturierte E-Rechnung. Quelle: BMF-FAQ, Stand März 2026, und § 27 Abs. 38 UStG.
Wichtig: Die Vergleichstabelle ist keine Rechnung und enthält bewusst keine erfundenen Steuer-IDs oder Geschäftsadressen. Steuerrechtliche Absetzung für Abnutzung und hier verwendete kalkulatorische Abschreibung sind nicht gleichzusetzen.

Prüfauftrag: Wie wird der angenommene Strombedarf später überprüft? Angelsharum, Commons, CC BY-SA 3.0, unverändert.
Grundlagenclip „Fixe und variable Kosten unterscheiden“; erklaerung-und-mehr (YouTube, keine OER-Lizenz behauptet).
Drei kaufmännische Entscheidungsfälle
Fall A – Basis: Ein Kollege nennt 6.000 € als Anschaffungsauszahlung für A. Ist das vollständig?
Begründetes Feedback zu Fall A
Fall B – Anwendung: Die Absatzplanung reduziert die Menge auf 12.000 Etiketten. Welche Alternative ist nach dem Jahreskostenmodell günstiger?
Begründetes Feedback zu Fall B
Fall C – Transfer: Tempo B erfüllt eine zwingende Schnittstellenanforderung nicht. Darf die höhere Nutzwertpunktzahl B retten?
Begründetes Feedback zu Fall C
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wodurch wird der Vergleich zweier Drucker im Fall fair? (Durch denselben Leistungsbedarf und dieselbe Jahresmenge) (!Durch den gleichen Kaufpreis) (!Durch möglichst viele Werbeangaben) (!Durch einen Vergleich nur der Restwerte)
Wie hoch ist die fiktive Anschaffungsauszahlung von A? (6500 Euro) (!6000 Euro) (!500 Euro) (!11000 Euro)
Welche Größe ist im Modell unmittelbar von der Etikettenzahl abhängig? (Verbrauchsmaterial pro Etikett) (!Geplante Nutzungsdauer) (!Restwert bei Aussonderung) (!Anschaffungsauszahlung)
Wie lange soll Tempo B im Modell genutzt werden? (Sechs Jahre) (!Vier Jahre) (!Zwei Jahre) (!Zehn Jahre)
Wie wird hier die jährliche kalkulatorische Abschreibung ermittelt? (Anschaffungsauszahlung minus Restwert geteilt durch Nutzungsdauer) (!Anschaffungsauszahlung mal Stückzahl) (!Restwert plus Jahresstromkosten) (!Gewinn geteilt durch Kaufpreis)
Wie hoch ist die jährliche kalkulatorische Abschreibung von A? (1500 Euro) (!175 Euro) (!1800 Euro) (!3200 Euro)
Wie hoch sind die variablen Materialkosten von B bei 40000 Etiketten? (2200 Euro) (!3200 Euro) (!900 Euro) (!400 Euro)
Welche Jahreskosten hat B bei 40000 Etiketten gerundet? (6167 Euro) (!11000 Euro) (!4200 Euro) (!6675 Euro)
Welche Alternative ist bei 12000 Etiketten im Modell günstiger? (Kompakt A) (!Tempo B) (!Beide kosten genau gleich viel) (!Das lässt sich trotz aller Angaben niemals berechnen)
Warum ist die statische Jahreskostenrechnung hier nur ein erster Anhaltspunkt? (Weil Nutzungsdauern und Ersatzinvestitionen unterschiedlich sein können) (!Weil Transportkosten grundsätzlich verboten sind) (!Weil ein Restwert niemals geschätzt werden darf) (!Weil qualitative Kriterien immer in Euro angegeben werden müssen)
Memory
| Anschaffungsauszahlung | Kaufpreis samt Einrichtung |
| Restwert | Erwarteter Veräußerungserlös am Nutzungsende |
| Nutzungsdauer | Geplante Jahre des Einsatzes |
| Variable Stückkosten | Mengengebundener Materialbetrag |
| Kalkulatorische Abschreibung | Gleichmäßiger jährlicher Wertverzehr im Modell |
| Kalkulatorische Zinsen | Kosten der Kapitalbindung |
| Kritische Menge | Schnittpunkt der Jahreskostenlinien |
| Nutzwertanalyse | Gewichteter Vergleich von Zusatzkriterien |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Bedarfsklärung | Mengenprognose |
| Beschaffungsphase | Anschaffungsauszahlung |
| Nutzungsphase | Wartungsaufwand |
| Aussonderung | Veräußerungsrestwert |
| Kapitalbindung | Kalkulationszins |
| Qualitätsentscheidung | Musskriterium |
Kreuzworträtsel
| Restwert | Wie heißt der erwartete Verkaufserlös am Ende der Nutzung? |
| Abschreibung | Welcher Begriff bezeichnet die rechnerische Verteilung des Wertverzehrs? |
| Zinsen | Wie nennt man die Kosten des gebundenen Kapitals? |
| Wartung | Welcher regelmäßige Aufwand dient dem Erhalt einer Maschine? |
| Nutzungsdauer | Wie heißt die geplante Einsatzspanne einer Anlage? |
| Betriebskosten | Wie nennt man die laufenden Kosten während des Einsatzes? |
LearningApps
Suche nach passenden externen Übungen; Suchergebnisse sind keine eigens geprüfte Einzel-LernApp.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – Basis
- Bedarfsskizze: Zeichne eine Karte mit dem benötigten Gerät, der Stückmenge und zwei Muss-Kriterien. Feedback: Eine tragfähige Skizze begründet, warum die Alternativen überhaupt vergleichbar sind.
- Angebotsprüfung: Markiere in der Tabelle alle Positionen, die zur Anschaffungsauszahlung gehören. Feedback: Nur Kaufpreis plus Transport und Einrichtung ergeben 6.500 € beziehungsweise 11.000 €.
- Kostenampel: Ordne Strompauschale, Wartung, Restwert und Materialkosten mit Farben in jährliche Grundkosten, variable Kosten und Endwert ein. Feedback: Restwert ist im Modell kein laufender Materialaufwand; Material steigt mit der Menge.
- Dialogkarte: Schreibe einen Dreisatz-Dialog zwischen Jona und Mira zum Unterschied von billig und wirtschaftlich. Feedback: Gut ist die Erklärung mit Anschaffung, Betrieb und Nutzungszeit statt nur dem Preis.
Standard – Anwendung
- Rechenblatt: Baue eine Tabellenkalkulation mit Eingaben für I, R, n, i und x. Feedback: Bei x = 40.000 müssen 6.675,00 € und 6.166,67 € erscheinen; prüfe Formelbezüge.
- Mengenszenario: Rechne A und B für 12.000 und 60.000 Etiketten und formuliere jeweils einen Satz. Feedback: Bei 12.000 führt A, bei 60.000 B; die Aussage braucht eine konkrete Vergleichsmenge.
- Bewertungsmatrix: Berechne die Nutzwerte und erhöhe das Gewicht der Bedienbarkeit; passe die anderen Gewichte passend an. Feedback: Ausgangswerte 3,15 und 3,85; die Summe der Gewichte muss 100 % bleiben.
- Rechnungscheck: Erstelle eine Checkliste statt einer echten Rechnung und rechne 19 % Umsatzsteuer auf 11.000 € netto. Feedback: Steuer 2.090 €, brutto 13.090 €; eine Checkliste ersetzt weder die übrigen Pflichtangaben noch die E-Rechnungsprüfung.
Schwer – Transfer
- Risiko-Plakat: Zeichne zwei Kostenlinien und untersuche schwankende Mengen, höhere Wartung und einen geringeren Restwert. Feedback: Überzeugend ist, die Annahmen sichtbar zu verändern und die neue Entscheidung zu begründen.
- Mehrjahresplanung: Entwirf einen gemeinsamen Betrachtungshorizont, in dem A nach vier Jahren ersetzt werden muss und B zunächst weiterläuft. Feedback: Die reine Addition unterschiedlicher Lebensdauern wäre falsch; berücksichtige Ersatz, Restwert und Zahlungszeitpunkte.
- Lieferantengespräch: Spiele ein fiktives Gespräch über Service, Datenschutz der Druckdaten, Schnittstellen und Testdrucke; protokolliere offene Nachweise. Feedback: Gute Beschaffung prüft Muss-Kriterien vor der Preisentscheidung.
- Entscheidungsvideo: Produziere eine 90-Sekunden-Empfehlung mit Zahlen, Gegenargument und einer Bedingung, unter der Du umschwenkst. Feedback: Nachvollziehbar ist „B bei 40.000, A bei 12.000 – vorbehaltlich Eignung und Mehrjahresprüfung“.


Lernkontrolle
- Begründe, weshalb ein höherer Anschaffungspreis trotz knapper Liquidität wirtschaftlich sinnvoll sein kann, und benenne zugleich ein Risiko.
- Analysiere, welche Annahme eine Empfehlung von B nach A umkehren kann. Zeige dazu eine selbst gewählte Berechnung.
- Entwickle eine Methode, zwei Geräte mit vier und sechs Jahren Laufzeit über einen fairen gemeinsamen Planungshorizont zu vergleichen.
- Entscheide, wie Du mit einer günstigeren Alternative umgehst, die ein zwingendes technisches Kriterium nicht erfüllt.
- Erkläre an einem fiktiven Einkauf, warum Nettokostenvergleich und Bruttozahlung nicht dasselbe sind und welche Voraussetzung dafür geprüft werden muss.
- Plane eine spätere Erfolgskontrolle: Welche tatsächlichen Werte würdest Du nach zwölf Monaten den Modellannahmen gegenüberstellen?
Bewertungsraster: Rechenweg plausibel, Annahmen explizit, gleiche Vergleichsbasis, technisches Muss-Kriterium geprüft, Grenzen der Methode benannt, Entscheidung begründet.
Lernnachweis
Dein Lernnachweis enthält eine eigene fiktive Vergleichstabelle, die korrekte Rechnung für beide Alternativen, mindestens zwei Mengenfälle, einen geprüften technischen Mindeststandard, eine begründete Empfehlung sowie eine Reflexion zu Restwert, Nutzungsdauer und Unsicherheit. Ergänze einen kurzen Hinweis zu Netto, Umsatzsteuer und Rechnungsprüfung. Keine realen Kunden-, Beschäftigten- oder Firmendaten verwenden.
OERs zum Thema
Wikipedia als offen zugängliche Vertiefung zur Methode:
Weitere offene Fachartikel: Investitionsrechnung, Kostenvergleichsrechnung, Amortisationsrechnung, Nutzwertanalyse, Kapitalwertmethode.
Fachliche Quellen und Rechtsstand
- Wikipedia: Kostenvergleichsrechnung – Aufbau, fixe und variable Kosten, kalkulatorische Zinsen, Grenzen.
- Hochschule Schmalkalden: Statische Investitionsrechenverfahren – betriebliche Investitionsrechnung.
- Hochschule Augsburg: Grundlagen der Investitionsrechnung – Einordnung statischer Verfahren.
- § 12 UStG – Umsatzsteuersätze, geprüft am 11.10.2026.
- § 14 UStG – Rechnungsangaben, geprüft am 11.10.2026.
- § 15 UStG – Vorsteuerabzug, geprüft am 11.10.2026.
- § 27 Abs. 38 UStG – Übergangsbestimmungen zur E-Rechnung, geprüft am 11.10.2026.
- § 33 UStDV – Kleinbetragsrechnungen.
- Bundesfinanzministerium: FAQ zur E-Rechnung, Stand März 2026 – Empfangspflicht und Übergänge.
Medienrechte und Nutzung
Commons: Alle eingebundenen Bilder und das GIF sind auf ihren jeweils direkt am Medium verlinkten Datei- und Lizenzseiten geprüft. Die Angaben nennen Urheber, Lizenz und die Nutzung ohne Bearbeitung. Bei CC BY-SA sind Namensnennung, Lizenzlink und die jeweiligen Lizenzbedingungen zu beachten; CC0 ist entsprechend gekennzeichnet. Falls Dein Wiki keine Commons-Dateien direkt anzeigt, öffne die verlinkte Commons-Dateiseite.
YouTube: Die vier verlinkten Videos wurden anhand ihrer vorhandenen YouTube-Seiten recherchiert und nur eingebettet. Sie sind keine als Creative Commons ausgewiesenen OER; keine Kopie, kein Reupload und keine Bearbeitung sind damit erlaubt oder behauptet. Plattformrechte und Verfügbarkeit sind vor dem Unterricht erneut zu prüfen. Keine Sofatutor-Medien.
Eigenmaterial: Gesprächsskripte, Angebotsvergleich, Übungswerte, Rückmeldungen und Modellrechnungen sind für diesen Kurs erstellte fiktive Lernmaterialien, keine Produktversprechen oder realen Rechnungsbelege.
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