Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Deckungsbeiträge im einfachen Fall bestimmen
Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Deckungsbeiträge im einfachen Fall bestimmen
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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Deckungsbeiträge im einfachen Fall bestimmen
Einleitung
Kurzbeschreibung: Erlös und variable Kosten – wie viel bleibt von einem Verkauf zur Deckung der Fixkosten übrig?
Zielgruppe: Kaufmännische und gewerblich-technische Ausbildung
Lernzeit: ca. 45–60 Minuten in sechs kurzen Lerneinheiten
Dein Lernziel: Du kannst den Stückdeckungsbeitrag und den Gesamtdeckungsbeitrag berechnen, Produkte vergleichen und einfache betriebliche Entscheidungen begründen.
Wichtig: Alle Personen, Unternehmen, Produkte, Mengen und Geschäftszahlen in diesem Lernkurs sind frei erfunden. Alle angegebenen Preise und Kosten sind Nettowerte in Euro. Die Fälle sind vereinfachte betriebliche Modellrechnungen, keine realen Angebote oder Rechnungen.
Dein Ausbildungsfall: Die Becherstern-Lernwerkstatt
Du machst eine Ausbildung im vollständig erfundenen Modellbetrieb Becherstern-Lernwerkstatt. Dort werden zwei Bechermodelle kalkuliert: Basic und Plus.
| Basic | Plus |
|---|---|
| Einfaches Modell | Hochwertigeres Modell |
| 18 € netto | 26 € netto |
Symbolfotos, keine Abbildungen fiktiver Becherstern-Produkte. Beide Bilder: Corn cheese, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
Dein Auftrag: Finde heraus, welches Produkt mehr zur Deckung der betrieblichen Fixkosten beiträgt.
Gesprächsmedium: Eine Frage aus der Ausbildung
| Fiktive Rolle | Gespräch |
|---|---|
| Ausbilderin Lea | „Der Plus-Becher kostet mehr. Verdienen wir damit automatisch mehr?“ |
| Azubi Mika | „Dafür muss ich doch wissen, welche Kosten pro Becher anfallen.“ |
| Ausbilderin Lea | „Genau. Und danach vergleichen wir die verkauften Mengen.“ |
Medienaufgabe: Lies das Gespräch mit einer zweiten Person laut. Formuliere eine erste Vermutung. Das Gespräch ist ein eigens erstelltes, fiktives Rollenspiel, keine Aufzeichnung realer Personen.
Lerneinheit 1: Was ist ein Erlös?
Lernzeit: ca. 5 Minuten
Der Erlös entsteht durch den Verkauf eines Produkts. Für unsere einfache Berechnung gilt:
Nettoerlös = Nettoverkaufspreis × Absatzmenge
Beispiel Basic:
18 € × 140 Stück = 2.520 € Nettoerlös

Rechner-Symbol: paomedia, CC0 1.0, Wikimedia Commons.
Basisfrage: Ein Becher wird für 18 € netto verkauft. Welcher Erlös entsteht bei zehn verkauften Bechern?
Feedback: Richtig sind 180 €, weil der Nettoverkaufspreis von 18 € mit der Absatzmenge zehn multipliziert wird. Der Erlös sagt noch nichts über den Gewinn aus.
Lernvideo: Grundlagen des Deckungsbeitrags
Quelle: IU Internationale Hochschule, „Deckungsbeitrag einfach erklärt: So berechnest Du ihn richtig“. Achte besonders auf Nettoerlös, variable Kosten und die Unterscheidung zwischen Stück- und Gesamtdeckungsbeitrag.
Videoauftrag: Erkläre nach dem Video in einem Satz, warum der Erlös nicht mit dem Gewinn gleichgesetzt werden darf.
Lerneinheit 2: Variable Kosten erkennen
Lernzeit: ca. 5 Minuten
Variable Kosten verändern sich in unserem vereinfachten Modell proportional mit der hergestellten und verkauften Stückzahl. Dazu zählen beispielsweise Material und Verpackung pro Becher.
Fixkosten bleiben dagegen innerhalb der betrachteten Menge und Zeit zunächst unverändert, beispielsweise eine monatliche Raummiete.
| Kostenart | Basic je Stück | Plus je Stück |
|---|---|---|
| Becherrohling | 6 € | 9 € |
| Deckel beziehungsweise Dichtung | 2 € | 3 € |
| Verpackung | 1 € | 2 € |
| Variable Stückkosten insgesamt | 9 € | 14 € |
Modellannahme: Diese Kostenarten werden im Fall vollständig als variabel behandelt. Weitere variable Kosten fallen im Modell nicht an. In echten Betrieben können Kosten gemischt sein oder sich bei Mengenänderungen anders entwickeln.
Mini-Auftrag: Ordne Material, Verpackung und Monatsmiete den Kostenarten zu.
Feedback: Material und Verpackung werden für jeden Becher benötigt und sind deshalb im Modell variabel. Die Monatsmiete bleibt im betrachteten Bereich gleich und wird als Fixkostenblock erfasst.
Lerneinheit 3: Den Stückdeckungsbeitrag berechnen
Lernzeit: ca. 7 Minuten
Der Deckungsbeitrag zeigt, was nach dem Abzug der variablen Kosten vom Nettoerlös übrig bleibt.
Stückdeckungsbeitrag = Nettoverkaufspreis je Stück − variable Kosten je Stück
| Rechenschritt | Basic | Plus |
|---|---|---|
| Nettoverkaufspreis | 18 € | 26 € |
| Variable Stückkosten | − 9 € | − 14 € |
| Stückdeckungsbeitrag | 9 € | 12 € |
Merke: Ein positiver Stückdeckungsbeitrag ist noch kein Stückgewinn. Aus den gesamten Deckungsbeiträgen müssen zunächst die Fixkosten gedeckt werden.
Lernvideo: Gemeinsam rechnen
Quelle: Wirtschaft gaaanz einfach!, „Deckungsbeitrag gaaanz einfach! – IHK Prüfung Winter 2017/2018“. Die Videobeispiele sind unabhängig vom fiktiven Becherstern-Fall.
Stoppe das Video nach der Deckungsbeitragsberechnung. Rechne den Stückdeckungsbeitrag von Basic und Plus selbst nach.
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
Hilfe 1 – Orientierung
Welche zwei Werte brauchst Du? Suche in der Tabelle den Nettoverkaufspreis und die variablen Stückkosten.
Hilfe 2 – Rechenweg
Ziehe die variablen Stückkosten vom Nettoverkaufspreis ab. Rechne zuerst Basic, danach Plus.
Hilfe 3 – Musterlösung mit Begründung
Basic: 18 € − 9 € = 9 €.
Plus: 26 € − 14 € = 12 €.
Plus liefert pro verkauftem Stück einen um 3 € höheren Deckungsbeitrag. Über den gesamten Monat ist damit aber noch nicht entschieden, welches Modell mehr beiträgt.
Lerneinheit 4: Den Gesamtdeckungsbeitrag bestimmen
Lernzeit: ca. 7 Minuten
Verkaufst Du mehrere Produkte, musst Du die Absatzmenge berücksichtigen.
Gesamtdeckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag × Absatzmenge
| Größe | Basic | Plus |
|---|---|---|
| Absatzmenge | 140 Stück | 80 Stück |
| Nettoerlös | 2.520 € | 2.080 € |
| Variable Gesamtkosten | 1.260 € | 1.120 € |
| Gesamtdeckungsbeitrag | 1.260 € | 960 € |
Auswertung: Plus hat mit 12 € den höheren Stückdeckungsbeitrag. Basic erzielt wegen seiner größeren Absatzmenge mit 1.260 € den höheren Gesamtdeckungsbeitrag.
Zusammen: 1.260 € + 960 € = 2.220 € Gesamtdeckungsbeitrag.
Gesprächsmedium: Die Produktentscheidung
| Fiktive Rolle | Gespräch |
|---|---|
| Azubi Mika | „Plus bringt 12 € pro Stück und Basic nur 9 €. Also ist Plus besser?“ |
| Ausbilderin Lea | „Nicht unbedingt. Wie viele Becher verkaufen wir jeweils?“ |
| Azubi Mika | „140 Basic und 80 Plus. Insgesamt trägt Basic mehr bei.“ |
| Ausbilderin Lea | „Gut erkannt. Beurteile immer die passende Bezugsgröße.“ |
Partnerauftrag: Erstellt aus diesem Gespräch eine eigene kurze Audioaufnahme oder ein Rollenspiel mit ausschließlich fiktiven Rollen. Verwendet keine echten Kundendaten.
Medienaufgabe: Einen Vergleich visualisieren

Diagrammsymbol: Adam Stevenson, CC0 1.0, Wikimedia Commons.
Zeichne zwei Balken für die Gesamtdeckungsbeiträge von Basic und Plus. Die Balkenhöhen sollen 1.260 € und 960 € darstellen.
Feedback: Der Basic-Balken muss höher sein. Er zeigt einen höheren Gesamtbeitrag, obwohl der Beitrag je Stück geringer ist.
Lerneinheit 5: Vom Deckungsbeitrag zum Betriebsergebnis
Lernzeit: ca. 7 Minuten
Im Modell entstehen zusätzlich 1.800 € Fixkosten pro Monat.
Betriebsergebnis = Gesamtdeckungsbeitrag − Fixkosten
2.220 € − 1.800 € = 420 € positives Betriebsergebnis
Ein positiver Deckungsbeitrag allein garantiert noch keinen Gewinn. Das Ergebnis wird erst nach dem Abzug der Fixkosten sichtbar.

Allgemeines Schema zur Deckung der Fixkosten durch Deckungsbeiträge und zum Betriebsergebnis. Nils R. Barth, gemeinfrei, Wikimedia Commons. Die Grafik zeigt nicht die Zahlen des Becherstern-Falls.
Zusatzwissen: Die Gewinnschwelle
Die Gewinnschwelle ist erreicht, wenn der Gesamtdeckungsbeitrag die gesamten Fixkosten deckt. Das Betriebsergebnis ist dann null.

Allgemeines Diagramm der Gewinnschwelle, nicht maßstabsgetreu zum Ausbildungsfall. Empro2, spätere Bearbeitung Ahellwig, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.
Reflexionsfrage: Warum ist ein positiver Stückdeckungsbeitrag nicht dasselbe wie eine sichere Gewinnerzielung?
Feedback: Auch mit einem positiven Stückdeckungsbeitrag kann der gesamte Deckungsbeitrag geringer sein als die Fixkosten. Dann entsteht ein Verlust.
Lerneinheit 6: Eine kaufmännische Entscheidung treffen
Lernzeit: ca. 8 Minuten
Die fiktive Becherstern-Lernwerkstatt bekommt einen Zusatzauftrag für 30 Basic-Becher. Der Auftraggeber bietet 12 € netto je Stück.
Zusätzliche Modellannahmen: Es bestehen freie Kapazitäten, es fallen keine weiteren Fixkosten an, der Auftrag verdrängt keine bisherigen Verkäufe und verändert die variablen Stückkosten nicht.
| Größe | Zusatzauftrag |
|---|---|
| Nettoverkaufspreis je Stück | 12 € |
| Variable Kosten je Stück | 9 € |
| Stückdeckungsbeitrag | 3 € |
| Menge | 30 Stück |
| Zusätzlicher Gesamtdeckungsbeitrag | 90 € |
Entscheidung: Unter den angegebenen Annahmen verbessert der Auftrag das Betriebsergebnis um 90 € auf 510 €. In der Praxis sind außerdem Kapazitäten, Zusatzkosten, Zahlungsrisiken und mögliche Auswirkungen auf andere Verkäufe zu prüfen.
Lernvideo: Vertiefung der Deckungsbeitragsrechnung
Quelle: Unternehmerkanal, „Deckungsbeitragsrechnung einfach erklärt – Einstufig & Mehrstufig Deckungsbeitrag berechnen“. Die mehrstufige Rechnung ist eine freiwillige Vertiefung und nicht Teil dieses einfachen Grundfalls.
Aufgaben mit begründetem Feedback
Basisfall
Aufgabe: Ein fiktiver Becher kostet 20 € netto. Die variablen Stückkosten betragen 13 €. Berechne den Stückdeckungsbeitrag.
Lösung und Feedback
20 € − 13 € = 7 €.
Der Stückdeckungsbeitrag beträgt 7 €, weil ausschließlich die variablen Stückkosten abgezogen werden. Fixkosten gehören erst in die nachfolgende Ergebnisrechnung.
Anwendungsfall
Aufgabe: Ein fiktives Produkt erzielt 11 € Stückdeckungsbeitrag und wird 50-mal verkauft. Berechne den Gesamtdeckungsbeitrag.
Lösung und Feedback
11 € × 50 = 550 €.
Der Gesamtdeckungsbeitrag beträgt 550 €, weil sich der Stückdeckungsbeitrag bei unveränderten Stückwerten für jedes verkaufte Produkt wiederholt.
Transferfall
Aufgabe: Bei Basic steigen die variablen Stückkosten um 2 €, während Preis und Menge gleich bleiben. Welche Auswirkungen hat das auf den Gesamtdeckungsbeitrag und das Betriebsergebnis der Becherstern-Lernwerkstatt?
Lösung und Feedback
Neue variable Stückkosten Basic: 11 €.
Neuer Stückdeckungsbeitrag Basic: 18 € − 11 € = 7 €.
Neuer Gesamtdeckungsbeitrag Basic: 7 € × 140 = 980 €.
Gemeinsamer Gesamtdeckungsbeitrag: 980 € + 960 € = 1.940 €.
Neues Betriebsergebnis: 1.940 € − 1.800 € = 140 €.
Das Ergebnis sinkt um 280 €, weil die Kostensteigerung von 2 € bei allen 140 Basic-Bechern anfällt. Ein Unternehmen muss deshalb nicht nur Preise, sondern auch Mengen und Kostenentwicklungen beachten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
1. Wie lautet die Formel für den Stückdeckungsbeitrag? (Nettoverkaufspreis minus variable Stückkosten) (!Nettoverkaufspreis plus variable Stückkosten) (!Nettoverkaufspreis minus alle Fixkosten) (!Fixkosten geteilt durch Absatzmenge)
2. Welche Kostenart ist im Ausbildungsfall variabel? (Verpackungskosten je verkauftem Becher) (!Monatliche Raummiete) (!Jährlicher Festbeitrag für die Versicherung) (!Festes monatliches Verwaltungsgehalt)
3. Wie hoch ist der Nettoerlös von 140 Basic-Bechern zu je 18 Euro? (2520 Euro) (!1260 Euro) (!1400 Euro) (!1800 Euro)
4. Wie hoch sind die variablen Gesamtkosten von 140 Basic-Bechern? (1260 Euro) (!2520 Euro) (!900 Euro) (!140 Euro)
5. Wie hoch ist der Gesamtdeckungsbeitrag von 80 Plus-Bechern? (960 Euro) (!2080 Euro) (!1120 Euro) (!800 Euro)
6. Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag des Plus-Bechers? (12 Euro) (!14 Euro) (!26 Euro) (!9 Euro)
7. Welches Modell besitzt den höheren Stückdeckungsbeitrag? (Plus) (!Basic) (!Beide besitzen denselben) (!Keines besitzt einen positiven Beitrag)
8. Welches Modell besitzt bei den angegebenen Mengen den höheren Gesamtdeckungsbeitrag? (Basic) (!Plus) (!Beide erzielen gleich viel) (!Der Vergleich ist grundsätzlich unmöglich)
9. Wie hoch ist das Betriebsergebnis bei 2220 Euro Gesamtdeckungsbeitrag und 1800 Euro Fixkosten? (420 Euro) (!2220 Euro) (!1800 Euro) (!4600 Euro)
10. Welchen zusätzlichen Deckungsbeitrag liefern 30 Basic-Becher zu je 12 Euro bei 9 Euro variablen Stückkosten? (90 Euro) (!360 Euro) (!270 Euro) (!540 Euro)
Begründetes Quiz-Feedback: Entscheidend ist immer die Reihenfolge: Nettoerlös bestimmen, variable Kosten abziehen und bei mehreren Stück die Menge berücksichtigen. Für das Betriebsergebnis werden anschließend die gesamten Fixkosten abgezogen. Im letzten Fall entstehen 3 € zusätzlicher Beitrag je Stück und damit 90 € insgesamt.
Memory
| Erlös | Nettoverkaufspreis multipliziert mit Absatzmenge |
| Stückdeckungsbeitrag | Differenz je verkaufter Einheit |
| Variable Kosten | Im Modell mengenabhängiger Aufwand |
| Fixkosten | Kurzfristig mengenunabhängiger Aufwand |
| Gesamtdeckungsbeitrag | Stückbeitrag multipliziert mit verkaufter Menge |
| Betriebsergebnis | Gesamtbeitrag abzüglich Fixkosten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Nettoerlös | Umsatz ohne Umsatzsteuer |
| Variable Kosten | Mengenabhängiger Aufwand |
| Fixkosten | Kurzfristig mengenunabhängiger Aufwand |
| Stückdeckungsbeitrag | Beitrag einer verkauften Einheit |
| Gesamtdeckungsbeitrag | Beitrag aller verkauften Einheiten |
Kreuzworträtsel
| Erlös | Wie heißt der aus Verkäufen erzielte Umsatzwert? |
| Fixkosten | Wie heißen die kurzfristig mengenunabhängigen Kosten? |
| Verpackung | Welche Kostenart entsteht im Beispiel je zusätzlich verkauftem Becher? |
| Absatzmenge | Wie heißt die Zahl der in einem Zeitraum verkauften Stücke? |
| Gewinn | Wie heißt ein positives Betriebsergebnis? |
| Deckungsbeitrag | Wie heißt die Differenz zwischen Nettoerlös und variablen Kosten? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Erlös: Gestalte eine Lernkarte mit der Erlösformel und einem selbst gewählten fiktiven Zahlenbeispiel.
- Variable Kosten: Zeichne einen Becher und beschrifte drei mögliche variable Kostenbestandteile.
- Deckungsbeitrag: Erstelle ein Rechenplakat für den Stückdeckungsbeitrag von Basic und Plus.
- Kommunikation: Spiele das Gespräch zwischen den fiktiven Personen Lea und Mika nach und erkläre, warum der höhere Preis allein keine Entscheidung ermöglicht.
Standard
- Kostenrechnung: Erstelle in einer Tabellenkalkulation eine Tabelle für Nettoerlös, variable Kosten und Gesamtdeckungsbeitrag beider Bechermodelle.
- Produktvergleich: Zeichne ein Balkendiagramm der Stück- und Gesamtdeckungsbeiträge. Erkläre den Unterschied schriftlich.
- Kalkulation: Entwickle einen dritten fiktiven Becher mit Preis, drei variablen Kostenarten und Absatzmenge. Berechne seine Deckungsbeiträge.
- Rollenspiel: Erstelle mit einer zweiten Person ein kurzes fiktives Verkaufsgespräch, in dem Ihr den Sinn der Deckungsbeitragsrechnung erklärt.
Schwer
- Preispolitik: Untersuche, was geschieht, wenn der Nettoverkaufspreis von Plus auf 24 € fällt und die Absatzmenge unverändert bleibt. Begründe das veränderte Betriebsergebnis.
- Wirtschaftlichkeit: Untersuche drei unterschiedliche fiktive Absatzmengen für Basic und zeige, wie sie die Fixkostendeckung verändern.
- Unternehmensentscheidung: Entwickle zwei fiktive Zusatzaufträge. Vergleiche ihre Deckungsbeiträge und benenne Voraussetzungen für eine Annahme.
- Mediengestaltung: Produziere ein kurzes Erklärvideo mit fiktiven Daten zum Stück- und Gesamtdeckungsbeitrag. Lasse es anhand der Kriterien Rechenrichtigkeit, Verständlichkeit und korrekte Interpretation bewerten.


Feedback und Selbstkontrolle
Basisniveau: Du bist auf dem richtigen Weg, wenn Du bei einer Stückrechnung den Nettoverkaufspreis und die variablen Stückkosten korrekt unterscheidest. Prüfe bei einem anderen Ergebnis insbesondere die Rechenoperation.
Anwendungsniveau: Deine Lösung ist überzeugend, wenn Du Stück- und Gesamtdeckungsbeiträge mit den passenden Mengen vergleichst. Ein höherer Beitrag je Stück bedeutet nicht automatisch einen höheren Gesamtbeitrag.
Transferniveau: Eine gute Entscheidung enthält eine nachvollziehbare Berechnung und benennt die Modellannahmen. Ein positiver Zusatzdeckungsbeitrag spricht unter freien Kapazitäten und ohne zusätzliche Belastungen für einen Auftrag, garantiert aber nicht unter allen realen Bedingungen seine Vorteilhaftigkeit.
Lernkontrolle
- Kostenveränderung: Erkläre, warum eine höhere Materialkostenposition den Deckungsbeitrag verändert, auch wenn der Verkaufspreis gleich bleibt.
- Sortimentsentscheidung: Begründe anhand der Becherstern-Zahlen, weshalb der Vergleich der Stückdeckungsbeiträge zu einer anderen Rangfolge als der Vergleich der Gesamtdeckungsbeiträge führt.
- Preisentscheidung: Prüfe für den fiktiven Plus-Becher, wie sich eine Preissenkung bei unveränderter Menge auswirkt und welche weiteren Informationen für eine reale Entscheidung fehlen.
- Fixkostendeckung: Beschreibe eine Situation, in der ein Betrieb trotz positiver Deckungsbeiträge einen Verlust erzielt. Verwende selbst gewählte fiktive Zahlen.
- Zusatzauftrag: Bewerte die Annahme eines fiktiven Sonderauftrags unter zwei Bedingungen: freie Kapazitäten und vollständig ausgelastete Kapazitäten.
- Fehleranalyse: Eine fiktive Auszubildende zieht die gesamten Monatsfixkosten direkt vom Verkaufspreis eines einzigen Bechers ab. Erkläre, warum dieser Rechenweg für den Stückdeckungsbeitrag falsch ist.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis kannst Du:
- Einen Nettoerlös aus Nettoverkaufspreis und Absatzmenge bestimmen.
- Variable Kosten und Fixkosten in einer vereinfachten Kalkulation unterscheiden.
- Den Stückdeckungsbeitrag richtig berechnen und seine Bedeutung erklären.
- Einen Gesamtdeckungsbeitrag mithilfe der Absatzmenge berechnen.
- Unterschiedliche Produkte unter Berücksichtigung der Absatzmengen vergleichen.
- Aus dem Gesamtdeckungsbeitrag und den Fixkosten das einfache Betriebsergebnis bestimmen.
- Eine fiktive kaufmännische Entscheidung rechnerisch und mit ihren Voraussetzungen begründen.
- Die Grenzen der vereinfachten Deckungsbeitragsrechnung erklären.
Als Lernnachweis eignet sich eine eigene fiktive Produktkalkulation mit Tabelle, Rechenwegen, Produktvergleich, kurzer Entscheidungsempfehlung und Reflexion.
OERs zum Thema
Wikipedia: Deckungsbeitrag
Fachlich überprüfte Grundlagen:
- Bundeszentrale für politische Bildung: Deckungsbeitragsrechnung – Definition, fixe und variable Kosten, Beispielrechnung.
- Wikipedia: Deckungsbeitrag – Stückdeckungsbeitrag, Gesamtdeckungsbeitrag und weiterführende Berechnungen.
- Wikipedia: Gewinnschwelle – Zusammenhang zwischen Deckungsbeitrag, Fixkosten und Gewinnschwelle.
Rechtsstand und Modellannahmen
Geprüfter Rechtsstand: 11. Oktober 2026, Deutschland.
Die verwendeten Preise sind ausschließlich fiktive interne Nettokalkulationswerte. Es werden keine realen Kaufangebote, Rechnungen oder Kundengeschäfte dargestellt.
Für steuerpflichtige Umsätze beträgt der allgemeine deutsche Umsatzsteuersatz nach § 12 Absatz 1 UStG 19 %. Für gesetzlich bestimmte Umsätze gelten ermäßigte Steuersätze, insbesondere 7 % nach § 12 Absatz 2 UStG; weitere Sonderregelungen sind möglich. Im Modell eines gewöhnlichen Becherverkaufs wird von einem regelbesteuerten Umsatz ausgegangen. Die Umsatzsteuer ist nicht Bestandteil der hier verwendeten Nettoerlöse.
Bei realen Angeboten und Preiswerbung gegenüber Verbrauchern sind grundsätzlich die Gesamtpreisangaben nach § 3 PAngV zu beachten. Für tatsächliche Rechnungen gelten insbesondere die Pflichtangaben des § 14 UStG und gegebenenfalls weitere Vorschriften. Für inländische B2B-Umsätze gelten E-Rechnungsregelungen mit Übergangsfristen; im Jahr 2026 können Rechnungsaussteller unter den gesetzlichen Voraussetzungen noch sonstige Rechnungen verwenden.
Dieser Lernkurs ist keine Rechnungs- oder Angebotsvorlage. Daher werden weder erfundene Steuernummern noch scheinbar gültige Rechnungsnummern oder real wirkende Kundendaten verwendet.
Amtliche Rechtsquellen:
- § 12 UStG – Steuersätze
- § 14 UStG – Ausstellung von Rechnungen
- § 3 PAngV – Gesamtpreisangaben
- Bundesministerium der Finanzen – FAQ zur E-Rechnung, Stand März 2026
Bildquellen und Medienrechte
Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungen und Lizenzangaben geprüft:
- Plastic travel mug.jpg – Corn cheese, CC BY-SA 4.0.
- 16oz travel mug.jpg – Corn cheese, CC BY-SA 4.0.
- Calculator SVG Vector.svg – paomedia, CC0 1.0.
- Bar chart (1604491) - The Noun Project.svg – Adam Stevenson, CC0 1.0.
- CVP-FC-Contrib-PL-BEP.svg – Nils R. Barth, vom Urheber als gemeinfrei freigegeben.
- Gewinnschwelle 1.1.svg – Empro2, spätere Bearbeitung Ahellwig, CC BY-SA 3.0.
Bei CC-BY-SA-Dateien sind die Namensnennung, die Lizenzverlinkung und gegebenenfalls weitere Lizenzbedingungen zu beachten. Die unveränderten Originaldateien werden als Symbolbilder beziehungsweise allgemeine Diagramme eingesetzt. Die fiktiven Produkte werden nicht den Urhebern zugeschrieben.
Lizenzinformationen:
CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 3.0 · CC0 1.0
Videomedien:
- IU Internationale Hochschule: Deckungsbeitrag einfach erklärt
- Wirtschaft gaaanz einfach!: Deckungsbeitrag und IHK-Prüfungsbeispiel
- Unternehmerkanal: Einstufige und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
Die YouTube-Videos sind über die jeweiligen Original-URLs eingebunden. Eine freie OER-Lizenz der Videos wird nicht behauptet. Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Eine Einbindung hängt außerdem von der Verfügbarkeit und den Einbettungseinstellungen der Videos ab.
Die beiden fiktiven Gesprächsskripte und sämtliche fiktiven Übungsdaten sind eigens für diesen Lernkurs erstellt.
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