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T9 M - Projektarbeit dokumentieren und präsentieren

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T9 M - Projektarbeit dokumentieren und präsentieren




T9 M - Projektarbeit dokumentieren und präsentieren


Einleitung

Eine technische Projektarbeit ist mehr als das fertige Produkt. Du musst zeigen, was das Ziel war, wie Du geplant hast, was Du durchgeführt hast, welche Abweichungen entstanden sind, welches Ergebnis erreicht wurde und was Du daraus ableitest.

Die Dokumentation unterstützt das Fachgespräch. Sie ersetzt es nicht. Gute Dokumentation liefert Belege: Fotos, CAD-Darstellungen, technische Zeichnungen, Arbeitsplan, Messwerte und Testbilder. Im Gespräch erklärst und begründest Du Deine technischen Entscheidungen.

Merksatz: Dokumentiere nicht möglichst viel, sondern das, was eine technische Entscheidung nachvollziehbar macht.

Sicherheitsrahmen: Praktische Arbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung, mit Aufsicht und erforderlicher Schutzausrüstung. Gefährliche Maschinen werden nicht eigenständig genutzt. Arbeiten an Netzspannung sind ausgeschlossen. Elektrische Versuche erfolgen ausschließlich mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung.


Bildungsplanbezug Technik Baden-Württemberg

Der aktuelle Bildungsplan Technik für die Klassen 7/8/9 fordert unter anderem Planung, Organisation, Realisierung und Qualitätsmanagement sowie deren Dokumentation. Auf M-Niveau gehören technische Zeichnungen, CAD, Arbeitsplanung, Herstellung, Bewertung und Optimierung technischer Produkte dazu.

Für Klasse 9 auf M-Niveau heißt das: Du sollst technische Entscheidungen nicht nur ausführen, sondern mit geeigneten Unterlagen begründen.

Quelle: Bildungsplan Technik Baden-Württemberg, überarbeitete Fassung 2026


Die sechs Bausteine einer prüfungsnahen Dokumentation

Baustein Leitfrage Geeigneter Beleg
Projektziel Was soll das technische Produkt können? Anforderungsliste, Skizze, Zielkriterien
Planung Wie soll das Ziel erreicht werden? Arbeitsplan, CAD, technische Zeichnung, Materialliste
Durchführung Was wurde tatsächlich umgesetzt? Arbeitsfotos, Fertigungsschritte, Messprotokoll
Abweichungen Was verlief anders als geplant? Vergleich Soll/Ist, Fehlerbild, geänderte Zeichnung
Ergebnis Erfüllt das Produkt die Anforderungen? Messwerte, Funktionsprüfung, Testbilder
Reflexion Was würdest Du technisch verbessern? begründete Optimierung mit Bezug auf Messung, Funktion oder Fertigung


Projektziel fachlich formulieren

Ein Projektziel muss prüfbar sein. „Ich baue eine gute Lampe“ ist zu ungenau. Besser ist: „Die Lampe soll standsicher sein, mit sicherer Kleinspannung betrieben werden und den festgelegten Bereich ausreichend beleuchten.“

Fachbegriff – Anforderung: Eine überprüfbare Eigenschaft, die das Produkt erfüllen soll.

Fachbegriff – Kriterium: Ein Maßstab, mit dem Du entscheidest, ob eine Anforderung erfüllt ist.

Ungenau Prüfnah
Das Produkt soll stabil sein. Das Produkt darf sich bei der festgelegten Prüfkraft nicht dauerhaft verformen.
Die Maße sollen stimmen. Die kontrollierten Maße müssen innerhalb der festgelegten Toleranz liegen.
Die Schaltung soll funktionieren. Die Schaltung muss bei freigegebener Kleinspannung die vorgesehene Funktion zuverlässig ausführen.

Selbstcheck: Kannst Du Dein Projektziel mit einem Messwert, einer Funktionsprüfung oder einem klaren Beobachtungskriterium überprüfen?


Planung sichtbar machen

Ein guter Arbeitsplan zeigt Reihenfolge, Abhängigkeiten und Kontrollpunkte.

Bildauftrag: Beobachte die Balken. Markiere drei Arbeitsschritte, die zeitlich voneinander abhängen. Übertrage das Prinzip auf Dein Technikprojekt.

Fachbegriff – Meilenstein: Ein überprüfbarer Zwischenstand im Projekt.

Fachbegriff – Arbeitsablaufplan: Eine geordnete Folge von Arbeitsschritten mit Werkzeugen, Materialien, Zeitbedarf und Kontrollen.

Schritt Tätigkeit Unterlage / Werkzeug Kontrolle
1 Anforderungen klären Anforderungsliste Kriterien vollständig?
2 Entwurf erstellen Skizze / CAD Maße und Funktion plausibel?
3 Fertigung vorbereiten Arbeitsplan / Materialliste Reihenfolge sicher und sinnvoll?
4 Fertigen freigegebene Werkzeuge Zwischenmaße prüfen
5 Testen Messmittel / Prüfkriterien Soll-Ist-Vergleich
6 Optimieren Änderungsnotiz / CAD Verbesserung nachweisbar?

Hilfe zur Planung: Beginne mit dem Ziel. Leite daraus Anforderungen ab. Plane erst dann Bauteile, Fertigung, Prüfungen und Zeit.


CAD und technische Zeichnung als Beleg

CAD bedeutet Computer Aided Design, also rechnerunterstütztes Konstruieren. Ein CAD-Bild ist dann nützlich, wenn es eine technische Entscheidung sichtbar macht.

Bildauftrag: Beobachte die Skizze. Markiere geometrische Beziehungen und Maße, die für eine eindeutige Konstruktion nötig sind.

Bildauftrag: Vergleiche 3D-Modell und technische Zeichnung. Welche Darstellung eignet sich besser zum Fertigen? Begründe mit mindestens zwei Fachbegriffen.

Bildauftrag: Untersuche die Baugruppe. Welche Einzelteile und Verbindungen müssten in Deiner Dokumentation eindeutig benannt werden?

Fachbegriff – Bemaßung: Angabe der für Herstellung und Prüfung erforderlichen Maße.

Fachbegriff – Ansicht: Genormte Darstellung eines Bauteils aus einer festgelegten Blickrichtung.

Fachbegriff – Baugruppe: Mehrere zusammengefügte Bauteile mit gemeinsamer Funktion.

Videoauftrag: Notiere beim Ansehen drei Merkmale einer technischen Zeichnung, die im Fachgespräch als Beleg für Deine Planung dienen können.


Durchführung knapp, aber belegbar dokumentieren

Ein Arbeitsfoto soll einen technisch relevanten Zustand zeigen. Es ist kein Erinnerungsfoto.

Ein gutes Foto braucht:

  1. einen erkennbaren Arbeitsschritt,
  2. das relevante Bauteil,
  3. eine kurze Bildlegende mit Fachbegriff,
  4. bei Bedarf ein Maß, eine Markierung oder einen Vergleich.

Beispiel für eine Bildlegende: „Bohrungsposition nach dem Anreißen kontrolliert; Sollabstand 25,0 mm.“

Bildauftrag: Prüfe den Bildausschnitt. Welche Zusatzinformation müsste eine Bildlegende liefern, damit das Foto als Messbeleg brauchbar wird?

Fachbegriff – Istwert: Tatsächlich gemessener Wert.

Fachbegriff – Sollwert: Vorgegebener Zielwert.


Messen statt behaupten

Messwerte machen Qualität überprüfbar. Notiere immer Messgröße, Einheit, Sollwert, Istwert und Bewertung.

Messauftrag: Lies den dargestellten Wert des Messschiebers ab. Prüfe anschließend die Lösung.

Lösung / Selbstkontrolle: Die Darstellung zeigt 24,75 mm. Entscheidend ist das korrekte Ablesen von Hauptskala und Nonius.

Videoauftrag: Stoppe das Video vor einem Ablesebeispiel. Bestimme zuerst selbst den Wert und vergleiche danach.

Merkmal Soll Messung 1 Messung 2 Messung 3 Bewertung
Breite 40,0 ± 0,5 mm 39,8 mm 40,1 mm 41,2 mm Messung 3 außerhalb der Toleranz
Bohrungsabstand 25,0 ± 0,5 mm 24,9 mm 25,1 mm 25,0 mm erfüllt

Fehlerdetektiv: Erkläre, warum „ungefähr 40 mm“ als Prüfbeleg schlechter ist als die Messreihe.

Lösungsweg: Die Messreihe nennt Einheit, mehrere Istwerte und eine Toleranz. Dadurch ist erkennbar, ob die Anforderung erfüllt ist und ob ein Ausreißer vorliegt.


Elektrische Messungen sicher dokumentieren

Bildauftrag: Vergleiche die Messgeräte. Suche Anzeigen und Bedienelemente, die für Messbereich, Messgröße und Anschlüsse wichtig sind. Führe keine Messung allein aufgrund des Fotos durch.

Bildauftrag: Markiere auf einer Kopie des Bildes Spannungsquelle, LED, Widerstand und Leitungen. Vergleiche anschließend mit einem normgerechten Schaltplan.

Sicherheitsregel: Elektrische Schulversuche nur nach Unterweisung, mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung. Keine Netzspannung.

Fachbegriff – Messbereich: Bereich, für den ein Messgerät eingestellt oder ausgelegt ist.

Fachbegriff – Schaltplan: Funktionsdarstellung einer elektrischen Schaltung mit genormten Symbolen.


Abweichungen professionell dokumentieren

Eine Abweichung ist kein Grund, etwas zu verschweigen. Sie zeigt, ob Du technisch analysieren kannst.

Abweichung Mögliche Ursache Technische Reaktion Nachweis
Maß zu groß ungenaues Anreißen oder Bearbeiten Maß kontrollieren, Bearbeitung anpassen Messwert vor und nach Korrektur
Bauteile passen nicht CAD-Maß oder Toleranz ungeeignet Konstruktion prüfen und ändern geänderte Zeichnung
Funktion instabil Verbindung oder Bauteilauswahl ungeeignet systematisch prüfen Testprotokoll
Zeitplan verzögert Arbeitsschritt unterschätzt Reihenfolge oder Umfang anpassen aktualisierter Arbeitsplan

Prüfungssatz: „Die Abweichung betrug …; als Ursache wurde … geprüft; deshalb änderte ich …; die Wirksamkeit zeigte der anschließende Test …“


Testbilder und Qualitätsprüfung

Ein Testbild zeigt nicht nur das Produkt, sondern den Prüfaufbau oder das Prüfergebnis.

Testbildauftrag: Beobachte, welche Teile des Prüfaufbaus sichtbar sind. Formuliere eine Bildlegende mit Prüfling, Prüfgröße und Beobachtung.

Vergleichsauftrag: Vergleiche Prüfling vor und nach einer Belastung. Welche sichtbare Veränderung wäre als technischer Befund geeignet?

Medienauftrag: Beobachte den zeitlichen Verlauf. Trenne Beobachtung und Deutung: Was ist direkt sichtbar, was muss durch Messdaten belegt werden?

Praxis-Hinweis: Material- und Belastungsprüfungen nur in einem von der Lehrkraft freigegebenen Aufbau durchführen.

Fachbegriff – Prüfgröße: Größe, die bei einem Test beobachtet oder gemessen wird.

Fachbegriff – Qualitätskontrolle: Geplanter Vergleich zwischen Anforderungen und tatsächlichem Ergebnis.


Simulation gezielt einsetzen

Simulationsauftrag: Beobachte die dargestellte Werkzeugbahn. Nenne zwei Fehler, die eine Simulation früh sichtbar machen könnte, und einen Fehler, der erst am realen Produkt geprüft werden kann.

Selbstkontrolle: Simulationen können zum Beispiel ungeeignete Wege, Reihenfolgen oder Geometriekonflikte zeigen. Sie ersetzen aber keine reale Maß-, Funktions- oder Belastungsprüfung.

Fachbegriff – Simulation: Rechnergestützte Nachbildung eines technischen Ablaufs oder Systems.


Ergebnis bewerten

Ein Ergebnis ist nicht automatisch gut, nur weil das Produkt fertig ist.

Bewerte mit den vorher festgelegten Anforderungen:

  1. Funktion erfüllt?
  2. Maße innerhalb der Toleranz?
  3. Material und Konstruktion geeignet?
  4. Fertigung nachvollziehbar?
  5. Sicherheit eingehalten?
  6. Verbesserung technisch begründbar?

Beispiel: „Die Halterung erfüllt die Maßanforderung. Die gemessene Breite liegt bei 40,1 mm und damit innerhalb der Toleranz von ±0,5 mm. Die Verbindung zeigte im vorgesehenen Funktionstest keine sichtbare Lockerung.“


Reflexion ohne Selbstdarstellung

Eine technische Reflexion beantwortet nicht „Wie habe ich mich gefühlt?“, sondern vor allem:

  1. Welche Entscheidung war technisch sinnvoll?
  2. Welche Entscheidung führte zu einer Abweichung?
  3. Welche Messung oder Beobachtung belegt das?
  4. Welche Änderung würde Funktion, Qualität, Zeit oder Ressourceneinsatz verbessern?

Schwach: „Ich fand das Projekt gut und habe viel gelernt.“

Stark: „Die erste Verbindung war zu ungenau positioniert. Der Soll-Ist-Vergleich zeigte 1,2 mm Abweichung. Beim nächsten Entwurf würde ich die Bezugskante eindeutiger bemaßen und vor dem Fügen eine Zwischenkontrolle einplanen.“


Dokumentation für das Fachgespräch

Die Dokumentation ist Deine Belegsammlung. Im Fachgespräch erklärst Du Zusammenhänge.

Prüferfrage Gute Grundlage in der Dokumentation
Warum hast Du diese Lösung gewählt? Kriterienvergleich, Skizze, CAD
Wie hast Du die Fertigung geplant? Arbeitsablaufplan
Wo gab es Probleme? dokumentierte Abweichung
Wie hast Du Qualität geprüft? Messwerte, Testbilder, Soll-Ist-Vergleich
Was würdest Du verbessern? fachlich begründete Reflexion

Prüfungsregel: Zeige zuerst den passenden Beleg. Erkläre dann Ursache, Entscheidung und Wirkung.


Kompakte Dokumentationsvorlage

Abschnitt Maximaler Inhalt
Titel und Projektziel 2–4 Sätze + Anforderungen
Planung Skizze/CAD + Arbeitsplan + Material
Durchführung wenige aussagekräftige Fotos mit Bildlegenden
Messung und Test Tabelle + Testbilder
Abweichungen Ursache – Maßnahme – Nachweis
Ergebnis Anforderungen systematisch prüfen
Reflexion 2–3 technisch begründete Verbesserungen


Mediencheck: beobachten, markieren, vergleichen, messen, simulieren, Fehler finden

Tätigkeit Passendes Medium Prüfauftrag
Beobachten Arbeitsfoto Was ist technisch eindeutig erkennbar?
Markieren CAD / Schaltbild Welche Maße, Bauteile oder Verbindungen sind entscheidend?
Vergleichen Plan und Ergebnisfoto Wo unterscheiden sich Soll und Ist?
Messen Messfoto / Messwerttabelle Liegt der Wert innerhalb der Toleranz?
Simulieren CAD-Simulation Welche Fehler lassen sich vor der Fertigung erkennen?
Fehler finden Zeichnung / Dokumentationsseite Welche Angabe fehlt für eine technische Entscheidung?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt die wichtigste Funktion einer technischen Projektdokumentation? (Sie macht technische Entscheidungen und Ergebnisse nachvollziehbar) (!Sie ersetzt das Fachgespräch vollständig) (!Sie sammelt möglichst viele persönliche Eindrücke) (!Sie besteht hauptsächlich aus langen Fließtexten)




Welcher Beleg passt am besten zur Planungsphase? (Arbeitsablaufplan) (!Endgültiges Testprotokoll) (!Reflexion nach Projektende) (!Foto der fertigen Präsentation)




Was ist ein Sollwert? (Ein vorgegebener Zielwert) (!Ein zufällig gemessener Wert) (!Der größte Wert einer Messreihe) (!Eine persönliche Einschätzung)




Welche Angabe macht einen Messwert technisch brauchbar? (Eine passende Einheit) (!Eine besonders lange Erklärung) (!Eine persönliche Bewertung) (!Ein dekorativer Bildrahmen)




Was gehört zu einer guten Dokumentation einer Abweichung? (Ursache Maßnahme und Nachweis) (!Nur die Aussage dass etwas nicht funktioniert hat) (!Nur ein Foto ohne Bildlegende) (!Nur eine Entschuldigung)




Wozu dient CAD in der Projektarbeit besonders? (Zum planbaren Darstellen und Ändern einer Konstruktion) (!Zum Ersetzen aller realen Tests) (!Zum automatischen Bewerten des Produkts) (!Zum Schreiben persönlicher Erfahrungen)




Welche Aussage zur Reflexion ist fachlich geeignet? (Eine Verbesserung wird mit Messung oder Beobachtung begründet) (!Eine Reflexion besteht nur aus einer Gefühlsbeschreibung) (!Eine Reflexion vermeidet technische Fehler) (!Eine Reflexion wiederholt nur die Einleitung)




Was unterstützt ein Testbild am besten? (Die nachvollziehbare Darstellung eines Prüfaufbaus oder Prüfergebnisses) (!Die Dekoration der Dokumentation) (!Die Länge der Präsentation) (!Die persönliche Selbstdarstellung)




Wie soll mit elektrischen Versuchen in der Schule umgegangen werden? (Nur nach Unterweisung mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung) (!Eigenständig an Netzspannung) (!Ohne Kontrolle der Spannungsquelle) (!Mit beliebigen unbekannten Bauteilen)




Welche Reihenfolge passt zu einer technischen Bewertung? (Anforderung prüfen Messwert vergleichen Ergebnis begründen) (!Ergebnis behaupten Foto auswählen Ziel nachträglich ändern) (!Produkt loben Messwerte weglassen Reflexion beenden) (!Präsentation gestalten Ziel vergessen Test überspringen)





Memory

Sollwert vorgegebener Zielwert
Istwert tatsächlich gemessener Wert
Toleranz zulässige Abweichung
CAD rechnerunterstütztes Konstruieren
Meilenstein überprüfbarer Zwischenstand
Prüfgröße beim Test bestimmte Größe
Baugruppe zusammenwirkende Bauteile
Qualitätskontrolle Vergleich von Anforderung und Ergebnis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Projektziel überprüfbare Anforderungen festlegen
Planung Arbeitsfolge und technische Unterlagen erstellen
Durchführung Arbeitsschritte fachgerecht umsetzen und belegen
Abweichung Unterschied zwischen Plan und tatsächlichem Verlauf erklären
Ergebnis Anforderungen mit Messungen und Tests prüfen
Reflexion technisch begründete Verbesserung ableiten





Kreuzworträtsel

Toleranz Wie heißt die zulässige Abweichung von einem Sollmaß?
Messwert Wie heißt ein durch Messen bestimmter Zahlenwert?
Baugruppe Wie heißt eine Einheit aus mehreren zusammenwirkenden Bauteilen?
Simulation Wie heißt die rechnergestützte Nachbildung eines technischen Ablaufs?
Meilenstein Wie heißt ein überprüfbarer wichtiger Zwischenstand im Projekt?
Reflexion Wie heißt die fachliche Rückschau mit begründeten Verbesserungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine technische Projektdokumentation unterstützt das

durch nachvollziehbare Belege. Ein

beschreibt einen vorgegebenen Zielwert. Der tatsächlich bestimmte Wert heißt

. Eine zulässige Abweichung wird als

bezeichnet. Rechnerunterstütztes Konstruieren heißt

. Ein wichtiger überprüfbarer Zwischenstand im Projekt ist ein

. In der Durchführung werden Arbeitsschritte mit Fotos, Messungen und kurzen

belegt. Abweichungen werden mit Ursache, Maßnahme und

dokumentiert. Am Ende werden die Anforderungen mit Messungen und Tests

. Eine fachliche

leitet begründete Verbesserungen ab.




Fehler finden mit Sofortkontrolle

Aussage Auftrag
„Das Teil ist ungefähr 40 groß.“ Finde mindestens zwei fehlende Angaben.
„Die Schaltung ging nicht.“ Formuliere daraus eine prüfbare technische Aussage.
„Ich habe das Loch anders gebohrt.“ Ergänze Soll, Ist, Ursache und Maßnahme.
„Das Produkt ist gut.“ Ersetze die Aussage durch Kriterien und Nachweise.

Musterlösung: Ein Messwert benötigt mindestens Zahlenwert und Einheit; zur Bewertung zusätzlich Sollwert oder Toleranz. Eine Funktionsaussage sollte Prüfbedingungen und Ergebnis nennen. Eine Abweichung braucht Ursache, Maßnahme und Nachweis. Eine Ergebnisbewertung muss auf vorher festgelegten Anforderungen beruhen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Projektziel: Formuliere für ein einfaches Schulprojekt drei überprüfbare technische Anforderungen.
  2. Bildlegende: Wähle ein vorhandenes Arbeitsfoto und schreibe eine Bildlegende mit Arbeitsschritt, Bauteil und technischer Aussage.
  3. Messwert: Erstelle eine Tabelle mit Sollwert, Einheit, drei Istwerten und Bewertung.
  4. CAD: Markiere in einer vorhandenen CAD-Darstellung drei Informationen, die für Fertigung oder Kontrolle wichtig sind.


Standard

  1. Arbeitsablaufplan: Plane sechs Arbeitsschritte mit Werkzeug, Material, Zeit und Kontrollpunkt.
  2. Soll-Ist-Vergleich: Vergleiche Planung und tatsächliches Ergebnis eines Projekts und dokumentiere zwei Abweichungen.
  3. Qualitätskontrolle: Entwickle drei geeignete Prüfkriterien für ein technisches Produkt und begründe jedes Kriterium.
  4. Fachgespräch: Bereite drei typische Prüferfragen vor und ordne jeder Frage einen passenden Beleg aus der Dokumentation zu.


Schwer

  1. Fehleranalyse: Untersuche eine dokumentierte Abweichung nach Ursache, Wirkung, Korrektur und Wirksamkeitsnachweis.
  2. Technische Entscheidung: Vergleiche zwei Konstruktionslösungen anhand von mindestens vier Kriterien und entscheide fachlich begründet.
  3. Optimierung: Entwickle aus Messwerten und Testbildern eine konkrete Verbesserung und stelle vorher/nachher gegenüber.
  4. Prüfungssimulation: Führe ein fünfminütiges Fachgespräch in Partnerarbeit durch. Eine Person fragt kritisch nach Ziel, Planung, Abweichung, Ergebnis und Verbesserung; danach Rollenwechsel.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Dokumentationsanalyse: Du erhältst eine Dokumentation mit vielen Fotos, aber ohne Messwerte. Erkläre, welche technischen Aussagen dadurch nicht sicher überprüft werden können und ergänze geeignete Nachweise.
  2. Planungsentscheidung: Ein Bauteil wird im CAD geändert, nachdem das Material bereits zugeschnitten wurde. Analysiere die Folgen für Arbeitsplan, Materialverbrauch und Dokumentation.
  3. Messdaten auswerten: Eine Messreihe enthält einen Wert außerhalb der Toleranz. Entscheide, welche weiteren Prüfungen nötig sind, bevor das Produkt bewertet wird.
  4. Abweichungsanalyse: Ein Loch liegt 1,2 mm außerhalb der vorgesehenen Position. Entwickle einen fachlich sinnvollen Weg von Fehlerfeststellung über Ursachenprüfung bis zur dokumentierten Maßnahme.
  5. Prüfstrategie: Entwirf für ein technisches Produkt eine Kombination aus Sichtprüfung, Maßprüfung und Funktionsprüfung. Begründe, warum keine einzelne Prüfung allein genügt.
  6. Transfer: Übertrage die sechs Dokumentationsbausteine Projektziel, Planung, Durchführung, Abweichungen, Ergebnis und Reflexion auf ein anderes technisches Projekt.
  7. Fachgespräch: Formuliere eine Antwort auf die Frage „Warum haben Sie diese Lösung gewählt?“, die sich auf mindestens zwei dokumentierte Belege stützt.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du formulierst ein überprüfbares Projektziel mit technischen Anforderungen.
  2. Du nutzt einen nachvollziehbaren Arbeitsablaufplan.
  3. Du setzt Skizzen, technische Zeichnungen oder CAD passend ein.
  4. Du dokumentierst Durchführung mit ausgewählten Arbeitsfotos und präzisen Bildlegenden.
  5. Du verwendest Messwerte mit Einheit, Sollwert, Istwert und Toleranz.
  6. Du dokumentierst Tests mit Prüfziel, Prüfaufbau und Ergebnis.
  7. Du erklärst Abweichungen mit Ursache, Maßnahme und Nachweis.
  8. Du bewertest das Ergebnis anhand der vorher festgelegten Anforderungen.
  9. Du leitest technisch begründete Verbesserungen ab.
  10. Du nutzt die Dokumentation im Fachgespräch als Beleg und vermeidest lange Selbstdarstellung.
  11. Du beachtest Unterweisung, Aufsicht, Schutzausrüstung und die schulischen Sicherheitsregeln.




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