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T9 M - Mikrocontroller für technische Systeme

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T9 M - Mikrocontroller für technische Systeme



T9 M - Mikrocontroller für technische Systeme

Bildlegende: Ein micro:bit ist eine kleine Mikrocontroller-Platine. Du erkennst unter anderem LED-Matrix, Taster und Anschlussflächen.

Medienauftrag – Beobachten: Suche auf dem Bild drei Stellen, an denen Informationen in das System gelangen oder aus dem System herauswirken können. Ordne sie anschließend als Eingang oder Ausgang ein.

Dieser aiMOOC führt Dich in Mikrocontroller für technische Systeme ein. Du arbeitest zuerst im Simulator. Das sichere Mini-System ist ein Dämmerungs-Warnlicht: Ein Lichtsensor liefert einen Messwert. Ein Programm vergleicht ihn mit einer Grenze. Die LED-Matrix zeigt bei Dunkelheit ein Warnsymbol.


Einleitung

Ein Mikrocontroller kann technische Abläufe steuern. Entscheidend ist die Kette Eingang – Verarbeitung – Ausgang.

Fachbegriff Direkt erklärt Beispiel im Mini-System
Mikrocontroller Kleines programmierbares elektronisches System, das Eingaben verarbeitet und Ausgaben festlegt. micro:bit
Eingang Information, die in das System gelangt. Lichtwert
Ausgang Signal oder Wirkung, die das System erzeugt. Warnsymbol auf der LED-Matrix
Programm Geordnete Anweisungen, nach denen der Mikrocontroller arbeitet. Lichtwert lesen, vergleichen, Anzeige schalten
Schwellwert Vergleichsgrenze für eine Entscheidung. Beispiel: unter 80 gilt als dunkel
Variable Benannter Speicherplatz für einen Wert. Sie wird hier nur verwendet, wenn ein Messwert gespeichert oder angezeigt werden soll. Variable „Lichtwert“

Merksatz: Ein technisches Mikrocontroller-System erfasst etwas, verarbeitet die Information nach einem Programm und erzeugt eine passende Ausgabe.


Was Du am Ende kannst

  1. Eingang – Verarbeitung – Ausgang: Du erklärst die technische Funktion eines einfachen Mikrocontroller-Systems.
  2. Blockprogrammierung: Du ordnest Programmblöcke sinnvoll und begründest ihre Reihenfolge.
  3. Sensor und Aktor: Du unterscheidest, welches Bauteil erfasst und welches eine Wirkung erzeugt.
  4. Simulation: Du testest ein Programm, veränderst Messwerte und findest Fehler.
  5. Technische Entscheidung: Du begründest einen Schwellwert und die Wahl eines geeigneten Ausgangs.


Bildungsplanbezug Baden-Württemberg

Der aiMOOC ist für Technik Klasse 9, M-Niveau in Baden-Württemberg ausgelegt. Besonders passend sind Kompetenzen des Bildungsplans 2016 für die Klassen 7/8/9: Sensoren erfassen physikalische Größen, Aktoren wie LED oder Motor erzeugen Wirkungen, Steuerungen mit Sensoren und Aktoren werden realisiert, Fehler werden erkannt und behoben, Simulationen werden genutzt und technische Funktionen mit Blockdiagrammen beschrieben.

Die 2026 überarbeitete Fassung des Bildungsplans Technik führt vergleichbare Schwerpunkte zu Sensoren, Aktoren, Simulation sowie Steuerungs- und Regelungsstrukturen fort. Sie wird jahrgangsweise eingeführt. Für eine Klasse 9 ist deshalb die schulische Zuordnung zum jeweils geltenden Bildungsplan durch die Lehrkraft zu beachten.

Prüfungsnah wichtig: Du musst nicht möglichst viele Befehle kennen. Wichtiger ist, dass Du die technische Funktion erklären, Programmblöcke sinnvoll ordnen, einen Fehler erkennen und eine Entscheidung fachlich begründen kannst.


Sicherheit zuerst

Regel Begründung
Praxis nur nach schulischer Unterweisung und unter Aufsicht. Die Lehrkraft legt Aufbau, Material und Arbeitsweise fest.
Nur freigegebene Komponenten und sichere Kleinspannung verwenden. Dadurch werden elektrische Gefährdungen vermindert.
Keine eigenständige Arbeit an Netzspannung. Netzspannung gehört nicht in selbstständige Schülerexperimente.
Keine eigenständige Nutzung gefährlicher Maschinen. Mechanische Gefährdungen erfordern Unterweisung, Aufsicht und gegebenenfalls Schutzausrüstung.
Erst simulieren, dann einen freigegebenen Realaufbau prüfen. Simulation ermöglicht gefahrloses Testen und Fehlersuchen.

Sicherheitsregel für diesen aiMOOC: Alle Aufgaben funktionieren als Simulation. Ein echter Aufbau ist nur eine von der Lehrkraft freigegebene Erweiterung.


Mikrocontroller als technisches System

Bildlegende: Rückseite eines micro:bit V2. Auf der Platine sitzen viele Bauteile, die zusammen ein programmierbares technisches System bilden.

Medienauftrag – Markieren: Zeige auf dem Bild gedanklich auf den Bereich der Anschlussflächen. Formuliere dann einen Satz: „Über Anschlüsse können ... in den Mikrocontroller gelangen oder ... ausgegeben werden.“

Ein Mikrocontroller arbeitet nicht „von selbst“. Er benötigt ein Programm. Das Programm legt fest, was mit einem Eingangssignal geschieht und welcher Ausgang reagieren soll.

Systemteil Frage Beispiel
Eingang Was wird erfasst? Lichtstärke, Tastendruck, Pin-Signal
Verarbeitung Welche Entscheidung trifft das Programm? Ist der Lichtwert kleiner als der Schwellwert?
Ausgang Was soll geschehen? Warnsymbol anzeigen

Selbstkontrolle: Wenn Du bei einem System Eingang, Verarbeitung und Ausgang benennen kannst, hast Du seine Grundfunktion bereits strukturiert.


Sensor und Aktor unterscheiden

Bildlegende: Ein LDR ist ein lichtabhängiger Widerstand. Er kann in einer geeigneten Schaltung zur Erfassung von Helligkeit eingesetzt werden.

Bildlegende: Eine LED erzeugt Licht. Sie ist damit ein typisches Beispiel für einen Aktor beziehungsweise eine Ausgabe.

Medienauftrag – Vergleichen: Der LDR erfasst, die LED wirkt. Ordne deshalb LDR und LED den Begriffen Sensor und Aktor zu. Begründe jeweils mit einem Verb.

Begriff Kurzdefinition Passendes Verb
Sensor Bauteil oder integrierte Funktion, die eine Größe erfasst. messen, erfassen
Aktor Bauteil oder integrierte Funktion, die eine technische Wirkung erzeugt. leuchten, bewegen, schalten


Sensoranimation untersuchen

Bildlegende: Animation eines Näherungssensors. Das Beispiel zeigt anschaulich: Ein Sensor reagiert auf eine Größe aus seiner Umgebung und liefert daraus ein Signal.

Medienauftrag – Beobachten: Beschreibe in drei kurzen Schritten: Was verändert sich in der Umgebung? Was erfasst der Sensor? Welche Information könnte anschließend ein Mikrocontroller verarbeiten?

Transfer: Ein Näherungssensor misst etwas anderes als ein Lichtsensor. Das EVA-Prinzip bleibt trotzdem gleich.


Blockprogrammierung verstehen

Bei der Blockprogrammierung werden Befehle als Bausteine zusammengesetzt. Form und Position der Blöcke helfen, die Programmstruktur zu erkennen.

Bildlegende: Beispiel einer visuellen MakeCode-Programmierung für den micro:bit.

Medienauftrag – Beobachten: Suche einen Block, der eine Ausgabe erzeugt. Erkläre, woran Du erkennst, dass der Mikrocontroller etwas anzeigen soll.

Bildlegende: Eine Blockprogrammierung lässt eine LED-Anzeige abwechselnd ein- und ausschalten.

Bildlegende: Animation der sichtbaren Wirkung: Die LED blinkt. Programm und technische Wirkung gehören zusammen.

Medienauftrag – Vergleichen: Vergleiche Blockbild und Animation. Welche Programmanweisung ist vermutlich für das Einschalten verantwortlich? Welche für das Ausschalten?

Videoauftrag – aktiv untersuchen: Beobachte nur die Abschnitte zur Blockoberfläche und zum Simulator. Notiere zwei Stellen, an denen eine Änderung im Programm sofort eine Änderung in der Simulation bewirkt. Halte das Video bei einem Block an und erkläre seine Funktion mit einem vollständigen Satz.


Reihenfolge ist Funktion

Ein Programm ist nicht nur eine Sammlung von Blöcken. Die Reihenfolge und die Bedingung bestimmen die technische Funktion.

Blockkarte Technische Bedeutung
dauerhaft wiederholen Der Mikrocontroller prüft die Situation immer wieder.
Lichtstärke lesen Der aktuelle Eingangswert wird erfasst.
wenn Lichtstärke kleiner als Schwellwert Das Programm trifft eine Entscheidung.
Warnsymbol anzeigen Bei Dunkelheit wird die Ausgabe aktiviert.
sonst Anzeige löschen Bei ausreichender Helligkeit wird die Warnung beendet.

Prüfungsstrategie: Frage bei jedem Block: Gehört er zum Eingang, zur Verarbeitung oder zum Ausgang?


Das sichere Mini-System: Dämmerungs-Warnlicht

Aufgabe des Systems: Bei geringer Helligkeit zeigt die LED-Matrix ein Warnsymbol. Bei ausreichender Helligkeit bleibt die Anzeige leer.

Sicherheitsentscheidung: Für den Grundversuch werden der integrierte Lichtsensor des micro:bit-Simulators und die integrierte LED-Matrix genutzt. Es ist keine Netzspannung und keine gefährliche Maschine nötig.


Funktionskette

Eingang Verarbeitung Ausgang
Lichtwert des Sensors Lichtwert mit Schwellwert vergleichen Warnsymbol anzeigen oder Anzeige löschen

Technische Funktion in einem Satz: Der Sensor liefert den Lichtwert, das Programm vergleicht ihn mit einer Grenze und die LED-Matrix zeigt bei Dunkelheit eine Warnung.


Lichtwerte im Simulator messen

In MakeCode kann der simulierte Lichtwert verändert werden. Der Lichtwert liegt beim micro:bit typischerweise zwischen 0 für sehr dunkel und 255 für sehr hell.

Simulationssituation Beispielwert Beobachtung
sehr dunkel 30 Warnsymbol soll erscheinen
Übergangsbereich 75 Entscheidung hängt vom gewählten Schwellwert ab
hell 190 Anzeige soll leer bleiben

Messauftrag: Öffne den MakeCode-Simulator. Verändere die simulierte Helligkeit mindestens dreimal. Notiere Deine drei Werte und die jeweilige Ausgabe.

Hilfe: Wenn sich die Ausgabe nicht ändert, prüfe zuerst die Bedingung und dann, ob die Anzeige im „sonst“-Zweig wieder gelöscht wird.


Einen Schwellwert begründen

Ein Schwellwert ist keine magische Zahl. Er ist eine begründete Vergleichsgrenze.

Beispiel: Schwellwert 80. Dann gilt im Programm:

Bedingung Bedeutung Ausgabe
Lichtwert kleiner als 80 dunkel Warnsymbol
Lichtwert 80 oder größer ausreichend hell Anzeige leer

Entscheidungsauftrag: Du misst im Simulator 42, 68, 93 und 170. Wähle einen Schwellwert, wenn die Warnung bei den beiden dunkleren Situationen erscheinen soll, aber bei den beiden helleren nicht. Begründe Deine Grenze mit den Messwerten.

Lösungskontrolle: Ein sinnvoller Schwellwert liegt zwischen 68 und 93. Zum Beispiel 80. Andere Werte in diesem Bereich sind ebenfalls fachlich begründbar.


Programmblöcke ordnen

Prüfungsnahe Aufgabe: Bringe die folgenden Blockkarten in eine sinnvolle Reihenfolge.

Blockkarte Deine Prüf-Frage
Warnsymbol anzeigen Wann darf diese Ausgabe aktiv werden?
Lichtstärke lesen Woher kommt der Eingangswert?
dauerhaft wiederholen Muss das System nur einmal oder fortlaufend reagieren?
wenn Lichtstärke kleiner als Schwellwert Wo wird entschieden?
sonst Anzeige löschen Was passiert, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist?
Lösungsweg: 1. dauerhaft wiederholen, 2. Lichtstärke lesen, 3. Lichtstärke mit Schwellwert vergleichen, 4. bei erfüllter Bedingung Warnsymbol anzeigen, 5. sonst Anzeige löschen. Entscheidend ist die Funktionslogik, nicht das Auswendiglernen einer Bildschirmposition.


Variable nur wenn nötig

Du kannst den Lichtwert direkt vergleichen. Eine Variable ist erst dann hilfreich, wenn Du den Wert zwischenspeichern, mehrfach verwenden oder sichtbar ausgeben möchtest.

Ohne Variable Mit Variable
„wenn Lichtstärke kleiner als 80“ „setze Lichtwert auf Lichtstärke“ und vergleiche danach „Lichtwert“ mit 80
kürzer leichter zu beobachten und zu erklären

Merke: Verwende eine Variable nicht nur, weil sie möglich ist. Verwende sie, wenn sie die Funktion verständlicher oder die Fehlersuche einfacher macht.


Simulierte Pins verstehen

Ein Pin ist ein elektrischer Anschluss des Mikrocontrollers. Im MakeCode-Simulator können unterstützte Pin-Funktionen virtuell erprobt werden. Beim echten Aufbau dürfen nur freigegebene Komponenten unter Aufsicht angeschlossen werden.

Pin-Beispiel Rolle Blockidee Technische Aussage
P0 Eingang digitalen Pin lesen Das Programm liest einen Zustand ein.
P1 Ausgang digitalen Pin schreiben Das Programm gibt einen Zustand aus.

Bei digitalen Pins werden häufig die Zustände 0 und 1 verwendet. Vereinfacht bedeutet das: zwei unterscheidbare logische Zustände. Die genaue elektrische Bedeutung hängt vom Aufbau ab und wird im Unterricht festgelegt.

Bildlegende: Beispiel einer simulierten LED-Schaltung. Eine Simulation macht Anschlüsse und Zustände sichtbar, ohne sofort einen realen Aufbau zu benötigen.

Medienauftrag – Fehler finden: Prüfe bei einer simulierten Pin-Aufgabe zuerst drei Punkte: Ist der richtige Pin gewählt? Wird er als Eingang oder Ausgang verwendet? Passt der ausgegebene Zustand zur gewünschten Wirkung?


Pin-Mini-Simulation

Auftrag: Entwirf im Simulator eine einfache Logik: Ein virtuelles Eingangssignal an P0 wird gelesen. Ist es aktiv, soll P1 auf den aktiven Ausgangszustand gesetzt werden. Ist es nicht aktiv, soll P1 zurückgesetzt werden.

Hilfe: Denke in der Reihenfolge lesen – entscheiden – schreiben.

Lösungskontrolle: P0 gehört zum Eingang. Die Bedingung gehört zur Verarbeitung. P1 gehört zum Ausgang. Ein vollständiges Programm benötigt auch einen Weg für den nicht aktiven Zustand, damit P1 wieder zurückgesetzt wird.


Sensor- und Aktorwirkung vergleichen

Bildlegende: Ein Servomotor ist ein Aktor. Er kann eine mechanische Bewegung erzeugen.

Bildlegende: Eine LED ist ebenfalls ein Aktor. Ihre Wirkung ist Licht statt Bewegung.

Medienauftrag – technische Entscheidung: Vergleiche LED und Servomotor für ein Warnsystem. Nutze die Kriterien Sicherheit, Eindeutigkeit der Warnung, Aufwand und Energiebedarf.

Kriterium Integrierte LED-Matrix Externer Servomotor
Sicherheitsaufwand gering im Simulator und am Board höher wegen mechanischer Bewegung und externer Verbindung
Warnwirkung sichtbar Bewegung sichtbar
Aufbau kein zusätzlicher Aktor nötig zusätzliche freigegebene Komponenten erforderlich
Entscheidung für das Mini-System gut geeignet nur als spätere betreute Erweiterung

Begründung: Für das schulisch sichere Grundsystem ist die integrierte LED-Matrix sinnvoll, weil sie die geforderte Warnfunktion erfüllt und keine mechanische Bewegung oder zusätzliche Verdrahtung benötigt.


Praxisvideo zu Ein- und Ausgängen

Datei:Robotik- Schalten elektrischer Verbraucher und Sensorerfassung-1280x720.webm Bildlegende: Das Commons-Video zeigt Beispiele für Ein- und Ausgänge in der Robotik, darunter Sensorerfassung sowie das Schalten von Aktoren.

Medienauftrag – untersuchen: Wähle eine kurze Szene. Stoppe das Video. Benenne dort Eingang, Verarbeitung und Ausgang. Wenn ein Teil nicht sichtbar ist, erkläre, welcher Teil im Mikrocontroller „unsichtbar“ abläuft.


Fehler finden und begründen

Fehlersuche ist ein wichtiger Teil technischer Arbeit. Prüfe das System schrittweise statt zufällig Blöcke zu verändern.

Fehlerbild Mögliche Ursache Prüfschritt
Warnung erscheint bei Helligkeit Vergleichszeichen vertauscht Bedingung lesen und mit der gewünschten Funktion vergleichen
Warnung bleibt immer sichtbar „sonst“-Zweig fehlt oder löscht die Anzeige nicht Ausgang bei heller Situation prüfen
System reagiert gar nicht Eingang wird nicht gelesen oder Schleife fehlt Eingangswert anzeigen und Wiederholung prüfen
Falscher Pin reagiert Pin-Nummer verwechselt Eingangs- und Ausgangspin mit dem Plan vergleichen
Warnung reagiert zu früh Schwellwert zu hoch Messwerte erheben und Grenzwert neu begründen

Fehlersuch-Regel: Prüfe zuerst den Eingang, dann die Verarbeitung, dann den Ausgang.


Fehlerfall A: Vergleichszeichen vertauscht

Geplant ist: Bei Dunkelheit Warnsymbol anzeigen.

Fehlerhaft steht im Programm sinngemäß: wenn Lichtwert größer als 80, dann Warnsymbol anzeigen.

Auftrag – Fehler markieren: Markiere gedanklich das Wort „größer“. Ersetze es durch die passende Beziehung und erkläre die Wirkung der Korrektur.

Sofort-Feedback: Für „bei Dunkelheit“ muss im Beispiel der kleinere Lichtwert die Warnung auslösen. Daher passt „kleiner als 80“.


Fehlerfall B: Warnung bleibt hängen

Im Programm gibt es nur den Dann-Zweig „Warnsymbol anzeigen“. Ein „sonst“-Zweig fehlt.

Auftrag – erklären: Warum kann die Anzeige nach dem Wechsel von dunkel zu hell sichtbar bleiben?

Sofort-Feedback: Ohne Anweisung für die helle Situation erhält der Ausgang keinen Befehl zum Zurücksetzen. Ein „sonst Anzeige löschen“ stellt den gewünschten Zustand wieder her.


Prüfungsnah trainieren


Prüfungsaufgabe 1: Blöcke ordnen

Ordne die Funktionsschritte eines Dämmerungs-Warnlichts: Ausgabe zurücksetzen – Eingang lesen – Entscheidung treffen – Warnung ausgeben – fortlaufend wiederholen.

Hilfe: Beginne mit der Frage, ob das System nur einmal oder dauerhaft reagieren soll.

Lösungsweg: Fortlaufend wiederholen; Eingang lesen; Entscheidung treffen; bei Dunkelheit Warnung ausgeben; sonst Ausgabe zurücksetzen.


Prüfungsaufgabe 2: Technische Funktion erklären

Erkläre die Funktion in drei Sätzen. Satz 1 beschreibt den Eingang. Satz 2 beschreibt die Verarbeitung. Satz 3 beschreibt den Ausgang.

Musterlösung: Der Lichtsensor liefert einen Lichtwert als Eingang. Das Programm vergleicht diesen Wert mit einem Schwellwert. Bei Dunkelheit zeigt die LED-Matrix als Ausgang ein Warnsymbol, sonst bleibt sie leer.


Prüfungsaufgabe 3: Entscheidung begründen

Du misst 25, 55, 120 und 210. Das System soll bei 25 und 55 warnen, bei 120 und 210 nicht. Wähle einen geeigneten Schwellwert und begründe ihn.

Lösungsweg: Der Schwellwert muss zwischen 55 und 120 liegen. Zum Beispiel 80. Wichtig ist die Begründung anhand der Messwerte.


Prüfungsaufgabe 4: Aktor auswählen

Für eine reine optische Warnung stehen LED-Matrix und Servomotor zur Auswahl. Entscheide Dich für eine Lösung und begründe fachlich mit Funktion, Aufwand und Sicherheit.

Lösungskontrolle: Die LED-Matrix erfüllt die optische Warnfunktion direkt. Sie benötigt im Grundsystem keinen zusätzlichen mechanischen Aufbau. Deshalb ist sie für diese Aufgabe die naheliegende sichere Lösung. In einer anderen Aufgabenstellung kann ein anderer Aktor sinnvoll sein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Mikrocontroller? (Ein programmierbares elektronisches Steuersystem) (!Ein reiner mechanischer Schalter) (!Ein Bildschirm ohne Programm) (!Eine Netzspannungsquelle)




Was ist beim Dämmerungs-Warnlicht der Eingang? (Der gemessene Lichtwert) (!Das Warnsymbol) (!Die Programmschleife) (!Die Gehäusefarbe)




Was ist beim Dämmerungs-Warnlicht der Ausgang? (Die LED-Anzeige) (!Der Lichtwert) (!Der Schwellwert) (!Die Programmiersprache)




Welche Aufgabe hat das Programm? (Es verarbeitet Eingaben und legt Ausgaben fest) (!Es erzeugt Netzspannung) (!Es ersetzt jeden Sensor) (!Es verhindert jede Fehlbedienung automatisch)




Was macht ein Sensor? (Er erfasst eine physikalische Größe) (!Er bewegt immer einen Motor) (!Er speichert nur Bilder) (!Er ersetzt die Stromversorgung)




Was macht ein Aktor? (Er erzeugt eine technische Wirkung) (!Er misst immer die Helligkeit) (!Er schreibt automatisch ein Programm) (!Er bestimmt den Schwellwert ohne Programm)




Was bedeutet beim micro:bit-Lichtwert der Wert 0 ungefähr? (Sehr dunkel) (!Sehr hell) (!Motor läuft schnell) (!Pin ist defekt)




Was ist ein Schwellwert? (Eine Vergleichsgrenze für eine Entscheidung) (!Ein zusätzlicher Mikrocontroller) (!Eine Art Schraube) (!Ein Netzspannungswert)




Welcher Schritt folgt sinnvoll auf das Erfassen des Lichtwerts? (Den Lichtwert mit dem Schwellwert vergleichen) (!Die Sicherheitseinweisung überspringen) (!Die Netzspannung einschalten) (!Den Sensor aus dem Programm entfernen)




Welche Aussage beschreibt die technische Funktion richtig? (Der Sensor erfasst das Programm entscheidet und die Anzeige reagiert) (!Die Anzeige misst und der Sensor leuchtet) (!Der Schwellwert ist der Ausgang und die LED der Eingang) (!Der Mikrocontroller arbeitet ohne Programm)





Memory

Mikrocontroller verarbeitet Signale nach einem Programm
Sensor erfasst eine physikalische Größe
Aktor setzt ein Ausgangssignal in eine Wirkung um
Eingang führt eine Information in das System
Ausgang gibt ein Signal oder eine Wirkung aus dem System
Schwellwert bildet eine Vergleichsgrenze
Simulation erprobt ein System virtuell





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sensorwert lesen Eingang erfassen
Schwellwert vergleichen Verarbeitung prüfen
Bedingung erfüllt Dann-Zweig wählen
Warnsymbol anzeigen Ausgang aktivieren
Anzeige löschen Ausgang zurücksetzen




Selbstkontrolle: Lies die rechte Spalte von oben nach unten. Daraus sollte eine technisch sinnvolle Funktionskette entstehen.



Kreuzworträtsel

Mikrocontroller Welches programmierbare elektronische System verarbeitet Eingänge und steuert Ausgänge?
Sensor Welches Bauteil erfasst eine physikalische Größe?
Aktor Welches Bauteil erzeugt eine technische Wirkung?
Programm Wie heißt die geordnete Folge von Anweisungen für den Mikrocontroller?
Eingang Wie heißt die Seite des Systems an der Informationen hineingelangen?
Ausgang Wie heißt die Seite des Systems an der eine Wirkung ausgegeben wird?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

verarbeitet Eingaben nach einem Programm.
Ein

erfasst eine Größe aus der Umgebung.
Der

führt eine Information in das technische System.
Das

legt die Verarbeitung und Reaktion fest.
Der

gibt ein Signal oder eine Wirkung aus.
Eine LED ist ein

für eine sichtbare Ausgabe.
Ein

ist eine Vergleichsgrenze für eine Entscheidung.
Im Simulator kannst Du ein Programm zunächst

.
Fehler lassen sich systematisch durch

mit der Soll-Funktion finden.
Bei realen Versuchen arbeitest Du nur unter

.




Wiederholung und Selbstkontrolle

Ich kann ... Selbstcheck Wenn noch unsicher ...
Eingang, Verarbeitung und Ausgang nennen. ja / teilweise / noch nicht Gehe zur Funktionskette zurück.
Sensor und Aktor unterscheiden. ja / teilweise / noch nicht Vergleiche LDR, LED und Servo erneut.
Programmblöcke sinnvoll ordnen. ja / teilweise / noch nicht Nutze die Prüf-Fragen zu jedem Block.
einen Schwellwert mit Messwerten begründen. ja / teilweise / noch nicht Suche eine Grenze zwischen den Gruppen „warnen“ und „nicht warnen“.
einen Fehler nach EVA suchen. ja / teilweise / noch nicht Prüfe Eingang, Verarbeitung und Ausgang nacheinander.

Wiederholungsroutine: Erkläre das Dämmerungs-Warnlicht zuerst in 30 Sekunden. Zeichne danach die EVA-Kette. Ordne zum Schluss die fünf Programmblöcke. Wenn alle drei Darstellungen dieselbe Funktion beschreiben, hast Du die Struktur verstanden.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Mikrocontroller erkunden: Markiere auf einer ausgedruckten oder digitalen micro:bit-Abbildung zwei mögliche Eingänge und zwei mögliche Ausgänge. Schreibe zu jeder Markierung ein Verb wie „erfasst“ oder „zeigt“.
  2. Sensor und Aktor vergleichen: Vergleiche die Bilder von LDR und LED. Formuliere je einen Satz zur technischen Funktion und ordne beide dem EVA-Prinzip zu.
  3. Lichtwerte messen: Verändere im Simulator die Helligkeit in mindestens drei Stufen. Notiere Wert und Reaktion der Anzeige. Reale Messungen nur nach Unterweisung und mit freigegebenen Komponenten.
  4. Programmblöcke ordnen: Schreibe die fünf Funktionsblöcke des Dämmerungs-Warnlichts auf Karten und ordne sie. Begründe jede Position mit einem kurzen Satz.


Standard

  1. Schwellwert bestimmen: Erzeuge im Simulator mehrere helle und dunkle Situationen. Wähle daraus einen Schwellwert und begründe ihn anhand Deiner Messwerte.
  2. Programmfehler analysieren: Verändere in einer Kopie des Programms absichtlich das Vergleichszeichen. Beobachte die Wirkung und dokumentiere Fehlerbild, Ursache und Korrektur.
  3. EVA-Blockdiagramm erstellen: Zeichne ein Blockdiagramm mit Eingang, Verarbeitung und Ausgang für das Dämmerungs-Warnlicht. Ergänze an jedem Pfeil, welche Information weitergegeben wird.
  4. Aktor auswählen: Vergleiche LED-Matrix und Servomotor als Warn-Ausgabe. Entscheide für eine konkrete schulische Aufgabe und begründe mit Funktion, Aufwand und Sicherheit. Ein realer Servo darf nur in einem freigegebenen Aufbau unter Aufsicht verwendet werden.


Schwer

  1. Steuerung übertragen: Übertrage die Programmidee auf ein Temperatur-Warnsystem in einer geeigneten Simulation. Formuliere Eingang, Schwellwertentscheidung und Ausgang, ohne einen gefährlichen Realaufbau zu verwenden.
  2. Pin-Logik simulieren: Plane eine virtuelle Steuerung mit P0 als Eingang und P1 als Ausgang. Beschreibe die Zustände und begründe, warum ein Rücksetz-Zweig nötig ist. Ein echter Anschluss erfolgt nur nach Freigabe der Lehrkraft.
  3. Fehlerdiagnose entwickeln: Erzeuge drei unterschiedliche Programmfehler. Tausche Deine Fehlerbeschreibungen mit einer Partnerperson und lasse jeweils Eingang, Verarbeitung oder Ausgang als Fehlerort bestimmen.
  4. Erklärvideo gestalten: Erstelle einen kurzen Screencast des Simulators. Zeige eine Messwertänderung, die Programmentscheidung und die Ausgabe. Nutze keine personenbezogenen Daten und beginne mit einem Sicherheitshinweis für reale Aufbauten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Funktionsanalyse: In einem Modell soll eine Warnanzeige bei Dunkelheit einschalten. Erstelle eine EVA-Kette und erkläre, welche Information zwischen den drei Stufen weitergegeben wird.
  2. Blockfolge begründen: Ordne „Ausgang zurücksetzen“, „Sensorwert lesen“, „Bedingung prüfen“, „Warnung anzeigen“ und „fortlaufend wiederholen“. Begründe zwei Positionen mit der technischen Funktion.
  3. Messdaten auswerten: Gegeben sind die Lichtwerte 35, 62, 108 und 180. Die ersten beiden sollen warnen, die letzten beiden nicht. Gib einen möglichen Schwellwertbereich an und begründe ihn.
  4. Fehler übertragen: Ein System warnt bei Helligkeit statt bei Dunkelheit. Nenne zwei mögliche Fehlerursachen und beschreibe einen systematischen Prüfschritt für jede Ursache.
  5. Technische Entscheidung begründen: Vergleiche LED-Matrix und Motor als Ausgabe für eine reine Warnfunktion. Begründe die technisch passendere Wahl mit mindestens drei Kriterien, ohne eine gefährliche Maschine einzusetzen.
  6. Transferaufgabe: Entwirf auf Papier oder im Simulator eine einfache Steuerung für eine andere Messgröße. Beschreibe Eingang, Verarbeitung, Ausgang, Schwellwert und einen möglichen Fehlerfall.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. EVA-Prinzip: Du kannst Eingang, Verarbeitung und Ausgang eines Mikrocontroller-Systems sicher zuordnen und erklären.
  2. Programmstruktur: Du kannst Programmblöcke funktional ordnen und ihre Reihenfolge begründen.
  3. Sensor und Aktor: Du kannst beide Rollen unterscheiden und passende Beispiele nennen.
  4. Schwellwert: Du kannst aus Messwerten eine sinnvolle Vergleichsgrenze ableiten und begründen.
  5. Fehlersuche: Du kannst einen Fehler systematisch in Eingang, Verarbeitung oder Ausgang suchen.
  6. Sicheres Arbeiten: Du kennst die Grenzen selbstständiger Praxis und beschreibst Unterweisung, Aufsicht, freigegebene Komponenten und sichere Kleinspannung als Voraussetzungen.
  7. Technische Begründung: Du kannst eine Entscheidung zu Sensor, Aktor oder Programmlogik mit Funktion, Aufwand und Sicherheit begründen.




OERs zum Thema

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg Technik 2016 – Klassen 7/8/9
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg Technik – überarbeitete Fassung V3.0
  3. Microsoft MakeCode – micro:bit Simulator
  4. Microsoft MakeCode – Pins
  5. Microsoft MakeCode – Lichtstärke
  6. DGUV – Sicher experimentieren mit elektrischer Energie in Schulen

Medienhinweis: Die im Lerntext eingebundenen Bilder und Animationen stammen aus Wikimedia Commons. Prüfe für Weiterverwendung jeweils die Dateibeschreibungsseite mit Urheber- und Lizenzangaben. Das eingebettete YouTube-Video dient als Lernmedium; für eigene Veröffentlichungen gelten die jeweiligen Plattform- und Lizenzbedingungen.


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