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T9 M - Lösungsideen entwickeln und vergleichen

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T9 M - Lösungsideen entwickeln und vergleichen



Einleitung

T9 M - Lösungsideen entwickeln und vergleichen

Technische Probleme haben selten nur eine mögliche Lösung. Eine gute technische Entwicklung entsteht deshalb nicht nach dem Muster „erste Idee = fertige Lösung“. Du entwickelst mehrere Varianten, vergleichst sie mit passenden Kriterien und begründest Deine Entscheidung fachlich.

Zielgruppe: Klasse 9, M-Niveau, Technik in Baden-Württemberg.

Du lernst: Varianten bilden, Lösungsprinzipien unterscheiden, Entwürfe skizzieren, Kriterien gewichten, Nutzwerte berechnen, Zielkonflikte erkennen und Entscheidungen begründen.

Prüfungsnahes Kernziel: Du kannst drei Varianten anhand vorgegebener Kriterien vergleichen und eine Entscheidung mit Fachbegriffen begründen.

Bildungsplan Technik Sekundarstufe I Baden-Württemberg, V3.0


Sicherheitsrahmen

Praxisarbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung, unter Aufsicht und mit erforderlicher Schutzausrüstung. Gefährliche Maschinen werden nicht eigenständig benutzt. Arbeiten an Netzspannung sind ausgeschlossen. Elektrische Schulversuche dürfen nur mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung durchgeführt werden.


Die wichtigsten Fachbegriffe

Fachbegriff Kurze Erklärung Mini-Beispiel
Variantenbildung Mehrere deutlich unterschiedliche Lösungen werden entwickelt. Holzständer, Blechständer, 3D-Druck-Ständer
Lösungsprinzip Grundidee, wie eine Funktion technisch erfüllt wird. Halten durch Haken, Schale oder Klemmung
Entwurf Konkretisierte Lösung mit Form, Maßen, Werkstoff und Aufbau. Skizze mit Höhe, Fußbreite und Verbindung
Kriterienmatrix Tabelle zum systematischen Vergleichen mehrerer Varianten. Funktion, Material, Sicherheit, Aufwand
Gewichtung Ein Kriterium erhält entsprechend seiner Bedeutung einen Anteil. Sicherheit 25 %, Funktion 30 %
Nutzwert Zusammengefasster Wert aus Bewertung und Gewichtung. Punkte × Gewicht, danach addieren
Zielkonflikt Zwei gewünschte Eigenschaften lassen sich nicht gleichzeitig maximal verbessern. geringes Gewicht ↔ hohe Stabilität


Medienimpuls: Von der 3D-Idee zur technischen Darstellung

Beobachten: Suche im Bild den räumlichen Körper und die Projektionsebenen.

Markieren: Zeige auf Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht.

Vergleichen: Welche Information zeigt die 3D-Darstellung besser? Welche Information zeigt eine technische Ansicht genauer?

Selbstkontrolle: Ein Entwurf wird durch Skizzen und technische Ansichten eindeutiger. Eine schöne 3D-Ansicht allein reicht für die Fertigung meist nicht aus.


Von der Aufgabe zu mehreren Lösungen


Aufgabenstellung

Entwickle einen mobilen Kopfhörerständer für einen Schultisch.

Der Ständer soll einen Kopfhörer sicher tragen, standfest sein, wenig Material benötigen und mit schulisch geeigneten Verfahren herstellbar sein.

Vorgaben für den Vergleich: Funktion, Material, Herstellbarkeit, Sicherheit und Aufwand.


Warum drei Varianten?

Die erste Idee ist häufig nur eine spontane Lösung. Durch Variantenbildung entstehen Alternativen mit anderen Lösungsprinzipien. Erst der Vergleich zeigt, welche Lösung die Anforderungen insgesamt besser erfüllt.

Merksatz: Erst entwickeln, dann vergleichen, dann entscheiden.


Drei deutlich unterschiedliche Varianten

Variante Lösungsprinzip Materialidee Kennzeichen
A – Massiver Holzständer Tragen über senkrechten Stab und Querauflage Holzplatte und Rundstab einfach, schwer, materialintensiv
B – Gefalteter Blechständer Tragen über gebogene Auflage in einem gekanteten Profil dünnes Metallblech mit entschärften Kanten kompakt, relativ leicht, breite Standfläche
C – Gerippter 3D-Druck-Ständer Tragen über eine breite Schale mit Rippenstruktur geeigneter Kunststoff sehr leicht, formflexibel, längere Druckzeit


Skizze A: Massiver Holzständer

        ┌───────┐  Auflage
        │       │
        │       │
        │       │  Stab
        │       │
   ┌────┴───────┴────┐
   │   massive Basis  │
   └──────────────────┘

Beobachten: Die große Basis erhöht die Standsicherheit, benötigt aber viel Material.

Fehler finden: Was passiert, wenn die Auflage scharfkantig ist oder die Basis zu schmal wird?


Skizze B: Gefalteter Blechständer

          ______
        /        \   gerundete Auflage
       /          \
      │            │
      │            │
      │            │
  ____│____________│____
 /______________________/
       breiter Blechfuß

Vergleichen: Weniger Masse als Variante A, aber die Form muss ausreichend steif sein.

Sicherheitscheck: Schnittkanten müssen fachgerecht entschärft sein. Bearbeitung nur nach Unterweisung und unter Aufsicht.


Skizze C: Gerippter 3D-Druck-Ständer

            _____
          /       \
         /         \
        │\         /│
        │ \_______/ │
        │  /  │  \  │
       /__/___│___\__\
        Dreifuß + Rippen

Simulieren: Verändere in einem CAD-Modell die Dicke der Rippen. Beobachte, wie Materialbedarf und Steifigkeit zusammenhängen könnten.

Praxisregel: Ein 3D-Druck erfolgt nur im schulisch freigegebenen Ablauf und unter Aufsicht.


3D-Modelle und Prototypen untersuchen

Beobachten: Erkenne Volumenkörper, Kanten und Ansichten eines CAD-Modells.

Vergleichen: Suche Unterschiede zwischen digitalem Modell und gefertigtem Bauteil. Notiere drei Merkmale, die bei der Herstellung beachtet werden müssen.

Fehler finden: Welche Formen könnten schwierig zu drucken sein? Achte auf dünne Bereiche, Überhänge und unnötig massive Zonen.

Simulieren: Eine Simulation kann zeigen, wie sich ein Bauteil unter Belastung verhält. Sie ersetzt keine sichere praktische Prüfung, kann aber beim Entwurf helfen.


Varianten systematisch bilden


Morphologischer Kasten

Ein Morphologischer Kasten zerlegt eine Aufgabe in Teilfunktionen oder Merkmale. Zu jedem Merkmal sammelst Du mehrere Lösungsprinzipien. Danach kombinierst Du passende Teillösungen zu Gesamtvarianten.

Teilfunktion / Merkmal Lösung 1 Lösung 2 Lösung 3
Standfläche bilden massive Holzplatte breiter Blechfuß Dreifuß
Höhe herstellen Rundstab gekantetes Profil gerippte Säule
Kopfhörer tragen Querholz gebogener Haken breite Schale
Bauteile verbinden Schraubverbindung Faltung / Verschraubung Steck- oder Schraubverbindung
Gewicht reduzieren Aussparungen dünnwandiges Profil Hohlräume und Rippen

Variante A verbindet überwiegend Lösung 1. Variante B nutzt überwiegend Lösung 2. Variante C nutzt überwiegend Lösung 3.

Transfer: Mische die Spalten. Zum Beispiel kann eine Holzsäule mit einer breiten 3D-gedruckten Schale kombiniert werden. Genau darin liegt der Nutzen der Variantenbildung.

Medienauftrag: Stoppe das Video an einem Beispiel. Benenne Teilfunktionen, markiere Teillösungen und bilde daraus eine neue Kombination.


Morphologie-Schnelltest

Prüffrage Ja Nein
Sind mindestens drei deutlich unterschiedliche Gesamtvarianten vorhanden? weiter neue Kombination bilden
Unterscheiden sich die Lösungsprinzipien? weiter Variante überarbeiten
Ist jede Variante grundsätzlich herstellbar? weiter unrealistische Variante streichen
Sind Sicherheitsanforderungen erfüllt? weiter nicht weiterverfolgen


Varianten vergleichen


Kriterien festlegen

Für die drei Kopfhörerständer werden fünf Kriterien verwendet.

Kriterium Leitfrage Hohe Punktzahl bedeutet
Funktion Hält der Ständer den Kopfhörer zuverlässig? erfüllt die Hauptfunktion gut
Material Wird Material sparsam und passend eingesetzt? geringer, sinnvoller Materialeinsatz
Herstellbarkeit Kann die Variante mit verfügbaren schulischen Verfahren umgesetzt werden? gut und sicher herstellbar
Sicherheit Gibt es scharfe Kanten, Kippgefahr oder andere Risiken? geringe Risiken
Aufwand Wie hoch sind Zeit- und Arbeitsaufwand? geringer Aufwand


Erst vergleichen, dann gewichten

Eine einfache Bewertung kann mit 1 bis 5 Punkten erfolgen.

1 Punkt = ungünstig

3 Punkte = mittel

5 Punkte = sehr günstig

Die Punkte müssen begründet werden. Eine Zahl ohne Begründung ist keine fachliche Entscheidung.


Gewichtung

Nicht jedes Kriterium ist gleich wichtig. In dieser Beispielaufgabe gilt:

Kriterium Gewichtung
Funktion 30 %
Sicherheit 25 %
Herstellbarkeit 20 %
Material 15 %
Aufwand 10 %
Summe 100 %

Wichtig: Eine andere Aufgabenstellung kann andere Gewichtungen brauchen.


Kriterienmatrix mit Nutzwert

Beispielwerte für diesen Kurs:

Kriterium Gewicht A Holz B Blech C 3D-Druck
Funktion 30 5 4 4
Sicherheit 25 4 5 4
Herstellbarkeit 20 4 4 5
Material 15 1 4 4
Aufwand 10 3 3 2

Rechenweg: Bewertung × Gewicht. Danach alle gewichteten Werte addieren. Bei Gewichten in Prozent kann die Summe anschließend durch 100 geteilt werden.

Variante Rechnung Nutzwert
A 5×30 + 4×25 + 4×20 + 1×15 + 3×10 = 375 3,75
B 4×30 + 5×25 + 4×20 + 4×15 + 3×10 = 415 4,15
C 4×30 + 4×25 + 5×20 + 4×15 + 2×10 = 400 4,00

Ergebnis im Beispiel: Variante B erreicht den höchsten Nutzwert. Die spontane erste Idee A ist also nicht automatisch die günstigste Gesamtlösung.

Aber: Eine Kriterienmatrix liefert keine „ewig richtige“ Lösung. Ändern sich Anforderungen, Punktwerte oder Gewichtungen, kann sich die Entscheidung ändern.

Selbstkontrolle: Prüfe im Video, ob Kriterien, Gewichtung, Bewertung und Nutzwert in derselben Reihenfolge vorkommen.


Fachlich begründen statt nur auswählen

Eine gute Begründung enthält vier Bausteine:

  1. Variante: Nenne die gewählte Variante.
  2. Kriterienmatrix: Beziehe Dich auf wichtige Kriterien.
  3. Nutzwert: Nutze die Ergebnisse der gewichteten Bewertung.
  4. Zielkonflikt: Erkläre mindestens einen Nachteil oder Kompromiss.

Beispiel: Variante B wird weiterverfolgt, weil sie im Beispiel mit 4,15 den höchsten Nutzwert erreicht. Besonders die hohe Bewertung bei Sicherheit und der geringe Materialeinsatz wirken sich positiv aus. Gegenüber Variante A ist sie leichter, muss aber durch Formgebung ausreichend steif bleiben. Damit wird der Zielkonflikt zwischen geringem Gewicht und hoher Stabilität berücksichtigt.


Zielkonflikt: geringes Gewicht versus hohe Stabilität

Weniger Material senkt häufig die Masse. Zu wenig Material kann jedoch die Steifigkeit oder Standsicherheit verschlechtern. Gute Konstruktionen lösen diesen Konflikt nicht nur durch „mehr Material“, sondern auch durch geeignete Form.

Beobachten: Dreiecksstrukturen können Kräfte über Stäbe ableiten.

Vergleichen: Eine Fachwerkstruktur kann mit vergleichsweise wenig Material tragfähig sein. Übertrage die Idee auf Rippen oder Verstrebungen eines Produktentwurfs.

Messen: Vergleiche bei einem Modell die Masse vor und nach einer Aussparung. Prüfe danach unter identischer, schulisch freigegebener Belastung, ob die Funktion erhalten bleibt.


Typische Fehler beim Entwickeln und Vergleichen

Fehler Warum problematisch? Verbesserung
Erste Idee sofort bauen andere Lösungsprinzipien bleiben unentdeckt zuerst mindestens drei Varianten entwickeln
Varianten sehen fast gleich aus keine echte Variantenbildung Lösungsprinzip oder Aufbau deutlich ändern
Kriterien erst nach der Lieblingsidee festlegen Vergleich wird verzerrt Kriterien vor der Bewertung festlegen
Gewichtungen ergeben nicht 100 % Nutzwertrechnung wird fehlerhaft Summe kontrollieren
Punkte ohne Begründung vergeben Entscheidung ist nicht nachvollziehbar jede auffällige Bewertung begründen
Sicherheitsmängel „wegpunkten“ Sicherheitsanforderungen sind keine Verhandlungssache unsichere Lösung überarbeiten oder ausschließen


Prüfungsnah üben


Prüfungsaufgabe: Drei Varianten vergleichen

Für einen kleinen mobilen Tabletständer liegen drei Entwürfe vor:

Variante Kurzbeschreibung
X massive Holzplatte, einfache Fertigung, hohes Gewicht
Y gekantetes Blech, mittleres Gewicht, gute Standfläche
Z leichter Kunststoffkörper mit Rippen, hohe Modellierungszeit

Vorgegebene Kriterien: Funktion 30 %, Sicherheit 25 %, Herstellbarkeit 20 %, Material 15 %, Aufwand 10 %.

Bewertungen:

Kriterium X Y Z
Funktion 5 4 4
Sicherheit 4 5 4
Herstellbarkeit 5 4 3
Material 2 4 5
Aufwand 4 3 2

Arbeitsauftrag: Berechne die Nutzwerte, entscheide Dich auf Grundlage der Matrix für eine Variante und begründe mit den Fachbegriffen Gewichtung, Nutzwert, Zielkonflikt und Entwurf.

Hilfe 1: Rechenweg anzeigen

Multipliziere jede Bewertung mit dem zugehörigen Gewicht. Addiere anschließend alle Produkte. Teile durch 100.

Hilfe 2: Sprachgerüst anzeigen

„Ich wähle Variante … . In der Kriterienmatrix erreicht sie einen Nutzwert von … . Besonders wichtig ist die Gewichtung von … . Ein Zielkonflikt besteht zwischen … und … .“

Lösungsweg zur Selbstkontrolle

X: 4,20. Y: 4,15. Z: 3,70. Nach den vorgegebenen Werten liegt X knapp vor Y. Eine fachliche Antwort muss trotzdem Nachteile nennen: X hat beim Material nur 2 Punkte und ist schwer. Würde Material stärker gewichtet, könnte sich die Entscheidung ändern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum entwickelt man bei einer technischen Aufgabe mehrere Varianten? (Um unterschiedliche Lösungsprinzipien vergleichen zu können) (!Damit jede Variante gleich aussieht) (!Damit keine Kriterien nötig sind) (!Damit die erste Idee automatisch gewinnt)




Was beschreibt ein Lösungsprinzip? (Die grundlegende Art, wie eine technische Funktion erfüllt wird) (!Nur die Farbe eines Produkts) (!Nur den Verkaufspreis) (!Nur den Namen einer Skizze)




Wozu dient eine Kriterienmatrix? (Zum systematischen Vergleich mehrerer Varianten) (!Zum zufälligen Auswählen) (!Zum Ersetzen aller Skizzen) (!Zum Bestimmen einer einzigen Werkstofffarbe)




Was bedeutet Gewichtung in einer Entscheidungsmatrix? (Die Bedeutung eines Kriteriums wird festgelegt) (!Die Masse des Produkts wird gewogen) (!Alle Kriterien werden entfernt) (!Nur das billigste Material wird gewählt)




Wie entsteht ein einfacher Nutzwert? (Bewertungen werden mit Gewichten verknüpft und addiert) (!Nur die höchste Einzelpunktzahl wird übernommen) (!Alle Kriterien werden ignoriert) (!Die erste Idee erhält automatisch fünf Punkte)




Was ist ein Zielkonflikt? (Zwei gewünschte Eigenschaften lassen sich nicht gleichzeitig maximal verbessern) (!Zwei Varianten haben denselben Namen) (!Eine Skizze hat zu viele Linien) (!Eine Gewichtung ergibt genau hundert Prozent)




Welche Aussage zur ersten Idee ist fachlich richtig? (Sie muss mit weiteren Varianten verglichen werden) (!Sie ist immer die beste Lösung) (!Sie braucht keine Sicherheitsprüfung) (!Sie darf nicht verändert werden)




Welche fünf Kriterien werden im Kursbeispiel untersucht? (Funktion Material Herstellbarkeit Sicherheit Aufwand) (!Farbe Werbung Marke Gewinn Lautstärke) (!Höhe Breite Länge Radius Winkel) (!Preis Logo Verpackung Musik Farbe)




Was ist vor einer praktischen Fertigung wichtig? (Schulische Unterweisung Aufsicht und erforderliche Schutzausrüstung) (!Eigenständige Nutzung jeder Maschine) (!Versuche direkt an Netzspannung) (!Arbeiten ohne Sicherheitsregeln)




Was gehört zu einer guten technischen Entscheidungsbegründung? (Kriterien Nutzwert und Zielkonflikt fachlich erläutern) (!Nur die Lieblingsvariante nennen) (!Nur eine Zeichnung abgeben) (!Nur den Werkstoff nennen)





Memory

Variantenbildung mehrere unterschiedliche Lösungsideen
Lösungsprinzip grundlegende Art der Funktionserfüllung
Entwurf konkretisierte technische Lösung
Gewichtung Bedeutung eines Kriteriums
Nutzwert zusammengefasster gewichteter Bewertungswert
Zielkonflikt konkurrierende technische Ziele





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
mehrere Lösungen entwickeln Variantenbildung
Grundidee der Funktion Lösungsprinzip
Vergleich in Tabellenform Kriterienmatrix
Bedeutung eines Kriteriums Gewichtung
gewichtetes Gesamtergebnis Nutzwert






Kreuzworträtsel

Variantenbildung Wie heißt das systematische Entwickeln mehrerer unterschiedlicher Lösungen?
Lösungsprinzip Wie heißt die grundlegende Art, eine technische Funktion zu erfüllen?
Entwurf Wie heißt eine konkretisierte technische Lösung mit Form und Aufbau?
Gewichtung Wie heißt das Festlegen der Bedeutung eines Kriteriums?
Nutzwert Wie heißt das zusammengefasste Ergebnis einer gewichteten Bewertung?
Zielkonflikt Wie heißt eine Situation mit zwei konkurrierenden technischen Zielen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der

werden mehrere technische Lösungen entwickelt. Ein

beschreibt die grundlegende Art der Funktionserfüllung. Ein konkretisierter Vorschlag wird als

bezeichnet. In einer

werden Varianten systematisch verglichen. Die

zeigt, wie wichtig ein Kriterium ist. Aus Bewertung und Gewichtung entsteht ein

. Wenn geringes Gewicht und hohe Stabilität gleichzeitig gefordert werden, kann ein

entstehen. Eine technische Entscheidung muss mit Kriterien und Fachbegriffen

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Varianten erkennen: Fotografiere oder skizziere drei unterschiedliche Ständer für dasselbe Alltagsobjekt und benenne die jeweiligen Lösungsprinzipien.
  2. Skizzen vergleichen: Zeichne zwei deutlich unterschiedliche Kopfhörerständer und markiere Standfläche, tragendes Bauteil und Auflage.
  3. Kriterien sammeln: Formuliere fünf sinnvolle Kriterien für einen sicheren Tabletständer.
  4. Fehler finden: Untersuche einen vorgegebenen Entwurf auf Kippgefahr, scharfe Kanten, unnötigen Materialeinsatz und schwer herstellbare Bereiche.


Standard

  1. Morphologischer Kasten: Erstelle für einen Stiftehalter mindestens vier Merkmale mit jeweils drei Ausprägungen und bilde daraus drei Gesamtvarianten.
  2. Kriterienmatrix erstellen: Vergleiche drei Entwürfe mit einer Punkteskala von eins bis fünf und begründe jede auffällige Bewertung.
  3. 3D-Modell: Modelliere einen einfachen Ständer digital. Ändere gezielt Fußbreite oder Rippenstruktur und dokumentiere die Wirkung auf Materialbedarf und Form.
  4. Zielkonflikt untersuchen: Entwickle zwei Varianten, von denen eine besonders leicht und eine besonders stabil ist. Formuliere einen dritten Entwurf als Kompromiss.


Schwer

  1. Gewichtung verändern: Berechne dieselbe Kriterienmatrix mit zwei unterschiedlichen Gewichtungssätzen und erkläre, warum sich die Entscheidung ändern kann.
  2. Prototyp vergleichen: Plane einen sicheren Modellversuch zur Standsicherheit zweier Entwürfe. Durchführung nur nach schulischer Freigabe und unter Aufsicht.
  3. Technische Entscheidung präsentieren: Erstelle eine einminütige Videoerklärung, in der Du drei Varianten, ihre Nutzwerte und einen Zielkonflikt fachsprachlich erläuterst.
  4. Transferaufgabe: Entwickle für eine andere Aufgabe, zum Beispiel einen Kabelhalter oder Buchständer, drei Varianten und begründe eine Auswahl mit Variantenbildung, Lösungsprinzip, Kriterienmatrix, Gewichtung und Nutzwert.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Anforderungen verändern: Eine Kundin verlangt plötzlich besonders geringes Gewicht. Erkläre, welche Kriteriengewichtung Du ändern würdest und welche Folgen das für die Varianten haben könnte.
  2. Zielkonflikt lösen: Ein leichter Entwurf kippt zu schnell. Entwickle zwei konstruktive Verbesserungen, die möglichst wenig zusätzliche Masse benötigen.
  3. Matrix kritisch prüfen: Zwei Gruppen kommen bei denselben Varianten zu unterschiedlichen Nutzwerten. Erkläre mindestens drei mögliche Ursachen.
  4. Herstellbarkeit übertragen: Ein digitaler Entwurf sieht gut aus, enthält aber sehr dünne und schwer erreichbare Bereiche. Begründe, warum Herstellbarkeit schon im Entwurf berücksichtigt werden muss.
  5. Entscheidung verteidigen: Wähle aus drei vorgegebenen Varianten eine Lösung und formuliere eine Begründung mit mindestens vier Fachbegriffen. Nenne zusätzlich einen Nachteil Deiner Wahl.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern technische Entscheidungen nachvollziehbar triffst.

  1. Variantenbildung: mindestens drei deutlich unterschiedliche technische Varianten entwickeln
  2. Lösungsprinzip: Unterschiede der Varianten fachlich beschreiben
  3. Entwurf: eine Lösung durch Skizze, Maße und Materialidee konkretisieren
  4. Kriterienmatrix: Funktion, Material, Herstellbarkeit, Sicherheit und Aufwand vergleichen
  5. Gewichtung: Kriterien sinnvoll gewichten und die Summe kontrollieren
  6. Nutzwert: gewichtete Werte korrekt berechnen und interpretieren
  7. Zielkonflikt: konkurrierende Ziele erkennen und einen technischen Kompromiss erläutern
  8. Begründung: eine Variante mit Fachbegriffen, Daten und mindestens einem Nachteil begründen
  9. Sicherheit: schulische Unterweisung, Aufsicht und Schutzausrüstung berücksichtigen




OERs zum Thema

Weiterführende OER: Produktentwicklung, Technisches Zeichnen, CAD, Prototyp, Morphologische Analyse, Nutzwertanalyse, Fachwerk.


Medien zum aktiven Untersuchen

Markieren: Kennzeichne Druck- und Zugbereiche nur dann, wenn sie aus einer vorgegebenen Belastung fachlich ableitbar sind. Ohne Belastungsfall keine sichere Aussage.

Vergleichen: Ordne räumliche Ansicht und technische Projektionen einander zu.

Beobachten: Suche nach Schichtaufbau, Stützbedarf und möglichen Schwachstellen. Fertigung bleibt Aufgabe des beaufsichtigten schulischen Arbeitsprozesses.


Quellen und Medienhinweise

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons und sind über ihre Dateiseiten mit den jeweiligen freien Lizenzen dokumentiert. Die Videos dienen als ergänzende Lernmedien und stammen nicht von Sofatutor.

Wikimedia Commons: OrthographicProjection.svg

Wikimedia Commons: 3D printing functional prototypes.jpg

Wikimedia Commons: CAD model and CNC machined part.PNG

Wikimedia Commons: Truss bridge.svg

Wikimedia Commons: Truss bridge.jpg


Verknüpfte Lernbereiche


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