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T9 G - Werkstoffe sicher bearbeiten

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T9 G - Werkstoffe sicher bearbeiten




Einleitung

T9 G - Werkstoffe sicher bearbeiten ist ein aiMOOC für Technik in Klasse 9 auf G-Niveau in Baden-Württemberg.

Du lernst, Werkstoff, Bearbeitungsverfahren, Werkzeug und Schutzmaßnahme passend zuzuordnen. Der Schwerpunkt liegt auf sicheren technischen Entscheidungen.

Zentrale Sicherheitsregel: Praktische Maschinenarbeit findet nur nach schulischer Unterweisung, Freigabe durch die Lehrkraft, unter Aufsicht und mit der vorgeschriebenen Schutzausrüstung statt. Gefährliche Maschinen werden nicht eigenständig benutzt. Arbeiten an Netzspannung sind kein Bestandteil dieses aiMOOCs. Elektrische Versuche dürfen nur mit schulisch freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung stattfinden.

Prüfungsziel: Du kannst für einen vorgegebenen Arbeitsschritt ein geeignetes Werkzeug auswählen und Deine Entscheidung kurz fachlich begründen.

Bildauftrag: Erkenne Schutzbrille und Gehörschutz. Überlege: Welche Gefährdung wird jeweils vermindert?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Werkstoff: Holz, Metall und Kunststoff unterscheiden.
  2. Trennen: erklären, dass beim Trennen ein Werkstück in Teile getrennt wird.
  3. Sägen: ein geeignetes Sägewerkzeug für Holz oder Metall auswählen.
  4. Bohren: einen geeigneten Bohrer dem Werkstoff zuordnen.
  5. Feilen: Feile und Raspel nach Werkstoff und Aufgabe unterscheiden.
  6. Schleifen: grobe und feine Körnung sinnvoll einsetzen.
  7. Fügen: passende Verbindungen wie Leimen, Schrauben oder Dübeln auswählen.
  8. Oberflächenbehandlung: erklären, warum Oberflächen geglättet, gestaltet oder geschützt werden.
  9. PSA: Schutzmaßnahmen passend zur Gefährdung auswählen.
  10. Arbeitssicherheit: Sicherheitsregeln begründen und Fehler in Arbeitssituationen erkennen.


Die Fachbegriffe kurz erklärt

Fachbegriff Kurze Erklärung Typisches Ergebnis
Trennen Ein Werkstück wird in Teile getrennt. Zwei Werkstückteile oder ein Zuschnitt
Sägen Ein gezahntes Sägeblatt trennt den Werkstoff. Schnittfuge und Sägespäne
Bohren Ein rotierender Bohrer erzeugt ein rundes Loch. Bohrung und Späne
Feilen Viele kleine Schneiden tragen Material ab. Form, Maß oder entgratete Kante
Schleifen Schleifkörner tragen sehr kleine Werkstoffteilchen ab. Glattere Oberfläche
Fügen Zwei oder mehr Teile werden verbunden. Baugruppe oder Verbindung
Oberflächenbehandlung Eine Oberfläche wird vorbereitet, gestaltet oder geschützt. Glatte, geschützte oder beschichtete Oberfläche


Werkstoff und Bearbeitungsverfahren richtig zuordnen

Werkstoff Sägen Bohren Feilen / Raspeln Schleifen Fügen Oberflächenbehandlung
Holz Fuchsschwanz, Feinsäge oder andere zur Aufgabe passende Handsäge Holzbohrer; Auswahl nach Bohrungsart Raspel für groben Abtrag, Feile für feinere Formarbeit Schleifpapier von gröber nach feiner Leimen, Dübeln, Schrauben, Nageln z. B. schulisch freigegebenes Öl, Wachs, Lasur oder Lack
Metall Bügelsäge mit geeignetem Metallsägeblatt geeigneter Metallbohrer, häufig HSS Metallfeile geeignetes Schleifmittel Schrauben, Nieten, je nach Aufgabe auch Löten z. B. Korrosionsschutz oder Beschichtung
Kunststoff fein verzahntes, zum Kunststoff passendes Sägewerkzeug zum Kunststoff passender Bohrer und geeignete Bearbeitung feine Feile feines geeignetes Schleifmittel Schrauben oder geeigneter Klebstoff abhängig vom Kunststoff und der Aufgabenstellung

Merke: Das Werkzeug wird nicht nur nach dem Verfahren gewählt. Auch Werkstoff, Form, geforderte Genauigkeit, Oberfläche und Sicherheitsvorgaben sind wichtig.


Medienauftrag: Sägen vergleichen

Werkzeugbild: verschiedene Handsägen.

Werkzeugbild: Bügelsäge für harte Werkstoffe wie Metall.

Beobachten: Vergleiche Fuchsschwanz, Japansäge und Metallsäge.

  1. Notiere, welches Werkzeug im Video für Holz gezeigt wird.
  2. Notiere, welches Werkzeug für Metall gezeigt wird.
  3. Markiere auf einem Screenshot Sägeblatt, Griff und Schneidenbereich.
  4. Vergleiche die Zahnung: Welche Säge wirkt feiner verzahnt?
  5. Fehler finden: Erkläre, warum eine beliebige Säge nicht automatisch für jeden Werkstoff geeignet ist.

Selbstkontrolle: Holz und Metall benötigen unterschiedliche Sägeblätter und Zahnungen. Die Auswahl muss zur Aufgabe und zum Werkstoff passen.


Schnittbild und Späne beim Sägen

Schnittbild: Eine gesägte Holzoberfläche zeigt Bearbeitungsspuren.

Spanbild: Sägespäne bzw. feine Holzteilchen entstehen beim Trennen.

Medienauftrag:

  1. Beobachte die Riefen im Schnittbild.
  2. Markiere auf einem Ausdruck zwei deutlich sichtbare Bearbeitungsspuren.
  3. Vergleiche Schnittbild und lose Späne: Was gehört zum Werkstück, was wurde abgetragen?
  4. Formuliere einen Satz: Eine saubere Schnittfläche hängt unter anderem von Werkzeug, Werkstoff und Arbeitsweise ab.


Sägen

Sägen ist ein spanendes Trennverfahren. Die Zähne des Sägeblatts tragen Werkstoff ab. Dadurch entsteht eine Schnittfuge.

Werkzeugwahl:

  1. Grober Holzzuschnitt: passende Handsäge für Holz.
  2. Feiner Holzzuschnitt: feinere geeignete Säge.
  3. Metallprofil: Bügelsäge mit geeignetem Metallsägeblatt.
  4. Kurven und Sonderformen: nur das im Unterricht dafür freigegebene Werkzeug verwenden.

Sicherheitskarte Sägen

Prüffrage Sichere Entscheidung
Ist das Werkstück fest? Vor dem Sägen sicher einspannen oder nach Anweisung fixieren.
Ist das Sägeblatt geeignet und unbeschädigt? Vor Arbeitsbeginn prüfen lassen.
Liegt die freie Hand im Schnittbereich? Nein. Hände aus der Schnittlinie halten.
Wird eine Maschine eingesetzt? Nur nach schulischer Unterweisung, Freigabe und unter Aufsicht.
Ist die Arbeitsfläche frei? Stolperstellen und unnötige Gegenstände entfernen.


Bohren

Bohren erzeugt eine runde Bohrung. Die Schneiden des Bohrers trennen Werkstoffteilchen ab. Dabei entstehen Späne.

Maschinenbild: Ständerbohrmaschine. Im Unterricht nur nach schulischer Unterweisung, Freigabe und unter Aufsicht benutzen.

Beobachtungsbild: Bohren in Metall. Achte auf Werkzeug, Werkstück und entstehende Späne.

Spanbild: Stahlspäne an einem kleinen Bohrer.

Videoauftrag Metallbohren:

  1. Beobachte, welche Werkzeuge vor dem eigentlichen Bohren benötigt werden.
  2. Notiere, warum eine Bohrstelle markiert wird.
  3. Markiere in einer Skizze Werkstück, Bohrer und Bohrstelle.
  4. Fehler finden: Ein Werkstück liegt lose unter einem rotierenden Werkzeug. Begründe, warum das in der Schule nicht zulässig ist.
  5. Vergleiche das Video immer mit den Sicherheitsregeln Deiner Schule. Die schulische Unterweisung hat Vorrang.

Vergleichsauftrag: Beobachte den Aufbau einer geführten Bohrlösung. Nenne zwei Bauteile, die zur Führung oder Fixierung beitragen. Keine praktische Nachahmung ohne schulische Unterweisung.


Sicherheitskarte Bohren

Gefahr Schutzmaßnahme
Späne können ins Auge gelangen. Schutzbrille nach schulischer Vorgabe tragen.
Werkstück kann mitgerissen werden. Werkstück sicher in einer geeigneten Vorrichtung fixieren.
Haare, Schmuck oder Kleidung können erfasst werden. Haare sichern, Schmuck ablegen, eng anliegende Kleidung tragen.
Handschuhe können von rotierenden Teilen erfasst werden. Beim Bohren keine Arbeitshandschuhe tragen.
Bohrfutterschlüssel kann weggeschleudert werden. Nach dem Spannen sofort entfernen.
Späne sind scharf und können heiß sein. Nur bei Stillstand mit geeignetem Hilfsmittel entfernen.
Maschine ist nicht unterwiesen oder freigegeben. Nicht benutzen. Lehrkraft fragen.

Merksatz: Schutzbrille ja, lose Teile nein, Werkstück fest, Maschine nur nach Unterweisung.


Feilen

Feilen ist spanende Handarbeit. Viele kleine Schneiden auf der Feilenoberfläche tragen Material ab.

Werkzeugbild: Feilen und Raspel.

Vergleichsbild: Raspel für grobe Holzbearbeitung und Feile für Metallbearbeitung.

Videoauftrag:

  1. Beobachte die Form der Feile.
  2. Markiere in einer Skizze Heft, Angel und Feilenblatt.
  3. Vergleiche groben und feinen Materialabtrag.
  4. Erkläre den Unterschied zwischen Schruppen und Schlichten mit eigenen Worten.
  5. Fehler finden: Warum darf eine Feile ohne sicheren Griff nicht einfach weiterbenutzt werden?

Direkt erklärt:

  1. Schruppen: stärkerer Materialabtrag zum Vorarbeiten.
  2. Schlichten: feineres Nacharbeiten für Maß und Oberfläche.
  3. Entgraten: scharfe Kanten nach dem Trennen oder Bohren entfernen.


Schleifen

Schleifen trägt mit vielen Schleifkörnern kleine Werkstoffteilchen ab. Es dient häufig zum Glätten und Vorbereiten einer Oberfläche.

Werkzeugbild: Schleifpapier mit unterschiedlicher Körnung.

Nahaufnahme: Schleifkörner bilden die wirksame Oberfläche.

Beobachtungsauftrag:

  1. Vergleiche grobe und feine Körnung.
  2. Notiere: Grobe Körnung trägt meist stärker ab, feine Körnung glättet stärker.
  3. Beobachte die Bewegungsrichtung beim Handschliff.
  4. Fehler finden: Erkläre, warum zu viel Druck kein gutes Qualitätsmerkmal ist.
  5. Vergleiche Handschliff und Maschinenschliff. Welche Variante ist für kleine Kanten leichter kontrollierbar?

Vertiefung: Beobachte, warum die passende Endkörnung von der späteren Oberflächenbehandlung abhängt.


Sicherheitskarte Schleifen

Prüffrage Sichere Entscheidung
Entsteht Staub? Staub vermeiden bzw. nach schulischer Vorgabe absaugen und erforderlichen Atemschutz nutzen.
Können Teilchen wegfliegen? Schutzbrille nach Gefährdungsbeurteilung und Schulregel tragen.
Ist eine Schleifmaschine vorgesehen? Nur nach schulischer Unterweisung, Freigabe und unter Aufsicht.
Ist das Schleifmittel beschädigt? Nicht verwenden und Lehrkraft informieren.
Liegt das Werkstück sicher? Vor Beginn fixieren.


Trennen

Trennen ist der Oberbegriff für Fertigungsverfahren, bei denen der Zusammenhalt eines Werkstücks vermindert oder aufgehoben wird.

Für diesen aiMOOC ist Sägen das wichtigste Beispiel.

Prüfungsfrage: „Ein Aluminiumprofil soll auf Länge gebracht werden. Welcher Fachbegriff beschreibt den Vorgang?“ — Trennen. Ein mögliches Verfahren ist Sägen mit geeignetem Werkzeug.


Fügen

Fügen bedeutet: Teile werden dauerhaft oder lösbar miteinander verbunden.

Fügeverfahren Typischer Werkstoff Lösbar? Werkzeug / Hilfsmittel
Schrauben Holz, Metall, Kunststoff je nach Konstruktion meist ja passender Schraubendreher oder freigegebenes Schraubwerkzeug
Leimen vor allem Holz meist nein geeigneter Leim, Zwingen
Dübeln Holz meist nein Dübel, Leim, passende Bohrung
Nageln Holz nur eingeschränkt Hammer, geeignete Nägel
Nieten Metall, teilweise Kunststoff meist nein geeignetes Nietwerkzeug
Löten Metalle meist nein schulisch freigegebene Löttechnik; nur nach Unterweisung

Werkzeugbild: Zwingen fixieren Bauteile, zum Beispiel während eine Leimverbindung aushärtet.

Videoauftrag Holz fügen:

  1. Beobachte, wie die Werkstücke vor dem Aushärten in Position gehalten werden.
  2. Markiere in einer Skizze Klebefläche und Zwingen.
  3. Erkläre, warum die Teile vor dem Fügen passen müssen.
  4. Fehler finden: Was passiert, wenn Bauteile während des Aushärtens verrutschen?


Oberflächenbehandlung

Oberflächenbehandlung verändert die äußere Schicht eines Werkstücks. Ziele können Schutz, Aussehen und bessere Gebrauchseigenschaften sein.

Typische Reihenfolge bei Holz:

  1. Oberfläche prüfen.
  2. Grobe Fehler entfernen.
  3. Schleifen.
  4. Schleifstaub nach Schulregel entfernen.
  5. Schulisch freigegebenes Oberflächenmittel auswählen.
  6. Mittel nach Herstellerangabe und schulischer Unterweisung anwenden.
  7. Trocknung und Ergebnis prüfen.

Medienauftrag:

  1. Beobachte verschiedene Möglichkeiten der Holzoberflächenbehandlung.
  2. Vergleiche Öl und Beschichtung nur nach dem im Video beschriebenen Ziel.
  3. Begründe, warum die Oberfläche vor dem Auftrag vorbereitet sein muss.
  4. Übertrage: Welche Vorarbeit wäre bei einer rauen Kante zuerst nötig?

Sicherheitsgrenze: Farben, Lacke, Öle, Lösemittel und Klebstoffe werden nur verwendet, wenn sie von der Schule freigegeben sind und die Lehrkraft die sichere Anwendung erklärt hat.


Persönliche Schutzausrüstung und Werkraumordnung

PSA bedeutet Persönliche Schutzausrüstung. Sie ergänzt technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.

PSA-Bild: Schutzbrille schützt die Augen vor wegfliegenden Teilchen.

Situation Mögliche PSA / Schutzmaßnahme Wichtig
Bohren Schutzbrille nach Schulregel Keine Handschuhe an rotierenden Maschinen.
Staubendes Schleifen Schutzbrille, ggf. geeigneter Atemschutz nach Gefährdungsbeurteilung Absaugung und staubarmes Arbeiten haben Vorrang.
Lärmintensive Arbeit Gehörschutz nach Schulregel Nur vorgesehene Maschinen benutzen.
Arbeit mit Werkstücken geeignete Arbeitskleidung Haare sichern, Schmuck ablegen, Kleidung eng anliegend.

Nicht jede PSA passt zu jeder Tätigkeit. Bei rotierenden Maschinen können Handschuhe selbst zur Gefahr werden. Deshalb gilt immer die konkrete schulische Unterweisung.


Werkzeug auswählen: der Prüfungsweg

Wenn Du in einer Klassenarbeit ein Werkzeug auswählen sollst, gehe immer gleich vor:

  1. Werkstoff erkennen: Holz, Metall oder Kunststoff?
  2. Arbeitsschritt erkennen: Trennen, Bohren, Feilen, Schleifen, Fügen oder Oberflächenbehandlung?
  3. Ergebnis erkennen: grober Zuschnitt, genaue Bohrung, glatte Kante, feste Verbindung?
  4. Werkzeug zuordnen: Werkzeug muss zu Werkstoff und Arbeitsschritt passen.
  5. Sicherheit ergänzen: Fixierung, PSA, Unterweisung und Aufsicht nennen.
  6. Begründung formulieren: „Ich wähle …, weil …“


Prüffungsnahe Kurzfälle mit Lösungsweg

Vorgabe Geeignete Entscheidung Fachliche Begründung
Holzleiste ablängen passende Holzsäge Sägeblatt und Zahnung sind für Holz und Trennen geeignet.
Metallprofil ablängen Bügelsäge mit geeignetem Metallsägeblatt Das Werkzeug ist für das spanende Trennen von Metall geeignet.
Loch in Holz herstellen geeigneter Holzbohrer Die Bohrergeometrie ist auf Holz abgestimmt.
Loch in Metall herstellen geeigneter Metallbohrer Das Werkzeug ist für den Werkstoff Metall ausgelegt.
Metallkante nach dem Sägen glätten Metallfeile Die Feile trägt Material gezielt ab und kann die Kante entgraten.
Holzoberfläche für eine Beschichtung vorbereiten geeignetes Schleifpapier Schleifen glättet und bereitet die Oberfläche vor.
Zwei Holzteile dauerhaft verbinden je nach Konstruktion z. B. Leim und Zwingen Das Fügeverfahren passt zu Holz und einer dauerhaften Verbindung.

Mustersatz für die Prüfung: „Ich wähle eine Metallfeile, weil die Kante eines Metallwerkstücks nach dem Sägen entgratet und geglättet werden soll.“


Medienlabor: beobachten, markieren, vergleichen, messen, simulieren

Station 1 – Beobachten: Stoppe ein Demonstrationsvideo vor dem Arbeitsschritt. Sage voraus, welches Werkzeug als Nächstes gebraucht wird.

Station 2 – Markieren: Erstelle einen Screenshot eines Werkzeugbildes und markiere Griff, Arbeitsbereich und mögliche Gefahrenzone.

Station 3 – Vergleichen: Lege zwei Werkzeugbilder nebeneinander. Vergleiche Zahnung, Form und vorgesehenen Werkstoff.

Station 4 – Messen: Miss an einem schulisch bereitgestellten, stromlosen und freigegebenen Werkstück Länge, Breite und Bohrungsdurchmesser. Keine Maschine wird dafür eingeschaltet.

Station 5 – Simulieren: Nutze den Prüfungsweg und entscheide nur auf Papier: Werkstoff → Verfahren → Werkzeug → Sicherheit.

Station 6 – Fehler finden: Suche in einer von der Lehrkraft vorbereiteten Werkraumszene Sicherheitsfehler. Berühre keine Maschine. Dokumentiere nur.


Sicherheitskarten zur Selbstkontrolle

Karte Frage Richtige Selbstkontrolle
A Passt das Werkzeug zum Werkstoff? Werkzeugbezeichnung und Werkstoff müssen zusammenpassen.
B Ist das Werkstück sicher fixiert? Vor Bearbeitungsbeginn prüfen.
C Ist die erforderliche PSA vorhanden? Schulregel und Gefährdungsbeurteilung beachten.
D Ist eine Maschine freigegeben? Nur nach Unterweisung, Freigabe und unter Aufsicht.
E Sind Haare, Schmuck und Kleidung sicher? Haare sichern, Schmuck ablegen, eng anliegende Kleidung.
F Darf ich Späne sofort mit der Hand entfernen? Nein. Nur bei Stillstand und mit geeignetem Hilfsmittel.


Wiederholung: Werkstoff – Verfahren – Werkzeug

Werkstoff Aufgabe Verfahren Werkzeugbeispiel
Holz Brett kürzen Sägen / Trennen Holzsäge
Metall Profil kürzen Sägen / Trennen Bügelsäge
Holz Loch herstellen Bohren Holzbohrer
Metall Loch herstellen Bohren Metallbohrer
Metall Kante glätten Feilen Metallfeile
Holz Fläche glätten Schleifen Schleifpapier
Holz Bauteile verbinden Fügen Leim und Zwingen oder Schraubverbindung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Werkzeug ist für das Ablängen eines Metallprofils von Hand geeignet? (Bügelsäge mit geeignetem Metallsägeblatt) (!Fuchsschwanz für Holz) (!Holzraspel) (!Schleifklotz)




Welcher Fachbegriff bezeichnet das Herstellen eines runden Lochs? (Bohren) (!Fügen) (!Schleifen) (!Beschichten)




Welches Werkzeug passt zum Glätten einer gesägten Metallkante? (Metallfeile) (!Holzsäge) (!Holzbohrer) (!Schraubzwinge)




Was bedeutet Fügen? (Bauteile miteinander verbinden) (!Werkstoff in Teile trennen) (!Eine Bohrung messen) (!Späne entfernen)




Welche Reihenfolge ist beim Schleifen meistens sinnvoll? (Von gröberer zu feinerer Körnung) (!Nur mit einer einzigen beliebigen Körnung) (!Von fein zu immer gröber) (!Ohne Prüfung der Oberfläche)




Was ist beim Bohren an einer rotierenden Maschine richtig? (Keine Arbeitshandschuhe tragen) (!Lose Ärmel tragen) (!Werkstück mit der Hand festhalten) (!Schmuck anlassen)




Wann darf eine schulische Maschine praktisch benutzt werden? (Nach Unterweisung Freigabe und unter Aufsicht) (!Sobald ein Video angesehen wurde) (!Wenn kein anderer im Raum ist) (!Wenn das Werkzeug bekannt aussieht)




Welches Verfahren bereitet eine raue Holzfläche für eine Oberflächenbehandlung vor? (Schleifen) (!Nieten) (!Trennen) (!Biegen)




Welches Werkzeug passt fachlich zu einer Bohrung in Metall? (Geeigneter Metallbohrer) (!Beliebiger Holzbohrer) (!Raspel) (!Fuchsschwanz)




Was gehört zu einer guten Werkzeugentscheidung in einer Prüfung? (Werkstoff Arbeitsschritt Werkzeug und Sicherheit begründen) (!Nur den Werkzeugnamen nennen) (!Nur die Farbe des Werkzeugs beschreiben) (!Immer eine Maschine auswählen)





Memory

Sägen spanendes Trennen mit gezahntem Blatt
Bohren Herstellen einer runden Bohrung
Feilen Form- und Kantenbearbeitung mit vielen kleinen Schneiden
Schleifen Oberflächenbearbeitung mit Schleifkörnern
Fügen Verbinden mehrerer Bauteile
Schutzbrille Schutz der Augen vor wegfliegenden Teilchen
Bügelsäge Handsäge für Metall
Raspel grober Materialabtrag bei Holz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Bügelsäge Metallprofil ablängen
Metallfeile Metallkante entgraten
Holzbohrer Bohrung in Holz herstellen
Schleifpapier Holzoberfläche glätten
Schraubzwinge Werkstücke beim Leimen fixieren




Hilfe: Bestimme zuerst den Werkstoff. Bestimme danach das Verfahren. Ordne erst dann das Werkzeug zu.


Kreuzworträtsel

Feile Welches Handwerkzeug glättet und entgratet Metallkanten?
Bohren Wie heißt das Verfahren zum Herstellen eines runden Lochs?
Sägen Wie heißt das Trennverfahren mit einem gezahnten Blatt?
Fügen Wie heißt das Verbinden mehrerer Bauteile?
Schleifen Wie heißt die Bearbeitung mit vielen Schleifkörnern?
Schutzbrille Welche PSA schützt die Augen vor wegfliegenden Teilchen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim

wird ein Werkstück mit einem gezahnten Blatt getrennt. Beim

entsteht eine runde Bohrung. Eine

kann eine Metallkante glätten und entgraten. Beim

tragen viele Schleifkörner kleine Werkstoffteilchen ab. Das Verbinden von Bauteilen heißt

. Eine

schützt die Augen vor wegfliegenden Teilchen. An rotierenden Bohrmaschinen werden keine

getragen. Vor praktischer Maschinenarbeit ist eine schulische

erforderlich. Das Werkstück muss vor vielen Bearbeitungen sicher

werden. Die Werkzeugwahl richtet sich nach Werkstoff, Arbeitsschritt und gewünschtem

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkarte: Erstelle eine Karte zu einem Handwerkzeug mit Name, Werkstoff, Verfahren und einer Sicherheitsregel.
  2. Bildanalyse: Wähle ein Wikimedia-Commons-Werkzeugbild aus dem aiMOOC und markiere Griff, Arbeitsbereich und Gefahrenbereich.
  3. Spanvergleich: Beschreibe Unterschiede zwischen Sägespänen und Bohrspänen anhand der gezeigten Bilder.
  4. Prüfungssatz: Formuliere drei Sätze nach dem Muster „Ich wähle …, weil …“.


Standard

  1. Werkzeugvergleich: Vergleiche Holzsäge und Bügelsäge in einer Tabelle mit Werkstoff, Zahnung, Aufgabe und Sicherheitsaspekt.
  2. Fehleranalyse: Entwirf eine sichere Werkraumszene mit fünf korrekten Regeln und drei absichtlich eingebauten Fehlern. Lass einen Partner die Fehler finden.
  3. Arbeitsablaufplan: Plane auf Papier die Herstellung eines einfachen Holzbauteils mit Sägen, Bohren, Schleifen und Fügen. Maschinenarbeit wird nicht selbstständig durchgeführt.
  4. Videoanalyse: Stoppe eines der Demonstrationsvideos an drei Stellen und erkläre jeweils, welcher Arbeitsschritt folgt und welches Werkzeug benötigt wird.


Schwer

  1. Werkzeugentscheidung: Bearbeite fünf von der Lehrkraft vorgegebene Arbeitsschritte und begründe jeweils Werkzeug, Werkstoffbezug, Qualität und Sicherheitsmaßnahme.
  2. Verfahrensvergleich: Vergleiche Sägen, Feilen und Schleifen nach Ziel, Werkzeugwirkung, Spanbildung und Oberflächenqualität.
  3. Qualitätsprüfung: Entwickle eine Prüfliste für eine gesägte, gebohrte und geschliffene Werkstückprobe. Prüfe nur bereitgestellte sichere Werkstücke.
  4. Transferaufgabe: Plane für ein kleines Produkt aus Holz und Metall eine sinnvolle Reihenfolge von Trennen, Bohren, Feilen oder Schleifen, Fügen und Oberflächenbehandlung. Begründe jede Entscheidung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Werkzeugwahl: Ein Flachstahl wurde abgesägt und besitzt eine scharfe Kante. Wähle ein geeignetes Werkzeug zum Nacharbeiten und begründe Deine Entscheidung mit Verfahren und Werkstoff.
  2. Verfahrensfolge: Ein Holzbrett soll zugeschnitten, gebohrt, geglättet und anschließend verschraubt werden. Ordne die Verfahren sinnvoll und begründe die Reihenfolge.
  3. Sicherheitsanalyse: Eine Person möchte an einer Ständerbohrmaschine mit Handschuhen, offenem Haar und losem Werkstück arbeiten. Erkläre die drei Gefahren und nenne sichere Alternativen.
  4. Qualitätsentscheidung: Zwei Holzproben wurden unterschiedlich geschliffen. Eine zeigt tiefe Riefen, die andere eine gleichmäßige Oberfläche. Erkläre, welche Entscheidungen bei Körnung und Arbeitsweise zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben können.
  5. Werkstofftransfer: Ein Arbeitsschritt wird von Holz auf Metall übertragen. Erkläre, warum das gleiche Verfahren möglich sein kann, das Werkzeug aber wechseln muss.
  6. Fügevergleich: Vergleiche Schrauben und Leimen für zwei Holzteile. Nenne je einen Vorteil und entscheide abhängig von der Vorgabe „lösbar“ oder „dauerhaft“.
  7. Prüfungsfall: Du bekommst nur die Angaben „Metall“, „Loch herstellen“, „saubere Kante danach“. Nenne die nötigen Verfahren in sinnvoller Reihenfolge und begründe die Werkzeugwahl.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die Fachbegriffe Sägen, Bohren, Feilen, Schleifen, Trennen, Fügen und Oberflächenbehandlung sicher verwendest.
  2. Werkstoffe und geeignete Bearbeitungsverfahren fachgerecht zuordnest.
  3. für vorgegebene Arbeitsschritte ein geeignetes Werkzeug auswählst.
  4. Deine Werkzeugwahl kurz mit Werkstoff, Aufgabe und gewünschtem Ergebnis begründest.
  5. grundlegende PSA und Werkraumregeln passend zur Tätigkeit auswählst.
  6. erkennst, dass Handschuhe an rotierenden Bohrmaschinen eine zusätzliche Gefahr darstellen können.
  7. Werkstücke vor der Bearbeitung sicher fixieren lässt bzw. nach Unterweisung selbst korrekt fixierst.
  8. zwischen Beobachten eines Demonstrationsvideos und eigenständiger Maschinenarbeit unterscheidest.
  9. einen einfachen Arbeitsablauf logisch ordnest.
  10. Sicherheitsfehler in einer beschriebenen Situation erkennst und fachlich korrigierst.




OERs zum Thema

Freie und schulbezogene Vertiefung:

  1. Bildungspläne Baden-Württemberg: Technik und Fertigen.
  2. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Unterrichtsmaterialien für Technik.
  3. Sichere Schule: Informationen für Technikräume und Werkstattarbeit.
  4. DGUV Publikationen: unter anderem „Sicheres Bohren“, „Sicheres Sägen“ und „Sicheres Schleifen“.
  5. Wikimedia Commons: freie Werkzeug- und Werkstattbilder.


Quellen und fachliche Grundlage

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg – Technik: Technische Grundkompetenzen und sicheres Fertigen.
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg – Werkstoffe und Produkte: Werkzeuge, Maschinen und Fügetechniken.
  3. DGUV Information 202-068 – Sicheres Bohren.
  4. DGUV Information 202-077 – Sicheres Schleifen.
  5. Sichere Schule – Ständerbohrmaschine.
  6. Sichere Schule – Metallbearbeitung.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte