Zum Inhalt springen

T9 G - Gefahren erkennen

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel

T9 G - Gefahren erkennen



Einleitung

T9 G - Gefahren erkennen behandelt das sichere Erkennen typischer Gefährdungen im Technikunterricht der Klasse 9 auf G-Niveau. Du lernst kurze Fachbegriffe, vergleichst gefährliches und sicheres Verhalten und ordnest Gefahren passende Schutzmaßnahmen zu.

Wichtig für die Praxis: Praktische Arbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung, mit Aufsicht und mit der vorgeschriebenen PSA. Gefährliche Maschinen werden nicht eigenständig benutzt. An Netzspannung wird nicht experimentiert. Elektrische Schulversuche finden nur mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung nach Anweisung der Lehrkraft statt.

Der Bildungsplan Technik für die Klassen 7/8/9 in Baden-Württemberg fordert, Werkzeuge und zugelassene Maschinen unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen einzusetzen. Außerdem sollen relevante Sicherheitsregeln bekannt sein und eingehalten werden.

Bildlegende: Beispiele für persönliche Schutzausrüstung. PSA schützt eine Person, ersetzt aber keine sichere Maschine und keine sichere Arbeitsorganisation.

Beobachten: Benenne drei sichtbare Schutzmittel. Ordne jedem Schutzmittel einen möglichen Körperbereich zu.

Hilfe: Frage dich: Was wird geschützt – Augen, Hände, Kopf, Gehör oder Füße?

Selbstkontrolle: Eine Schutzbrille schützt die Augen. Handschutz und Kopfschutz haben andere Schutzaufgaben. Welche PSA nötig ist, hängt immer von der Tätigkeit und der Unterweisung ab.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Gefährdung: typische Gefährdungen in einer Werkstatt erkennen und kurz benennen.
  2. Schutzmaßnahme: zu mindestens fünf Gefahren eine passende Schutzmaßnahme nennen.
  3. PSA: erklären, was PSA ist und warum sie nur ein Teil des Schutzes ist.
  4. Stolperstelle: Stolperstellen erkennen und sicheres Verhalten beschreiben.
  5. Einzugsbereich: auf allgemeinem Niveau erklären, warum bewegte Maschinenteile Abstand und Schutzeinrichtungen erfordern.
  6. Arbeitssicherheit: Gefahr und sicheres Verhalten klar unterscheiden.


Fachbegriffe einfach erklärt

Fachbegriff Kurze Erklärung Beispiel
Gefährdung Eine Situation oder Einwirkung, durch die jemand verletzt oder gesundheitlich geschädigt werden kann. Ein Kabel liegt quer im Laufweg.
Schutzmaßnahme Eine Handlung oder Einrichtung, die eine Gefährdung vermeidet oder verringert. Das Kabel wird aus dem Laufweg geführt und gesichert.
PSA Persönliche Schutzausrüstung wird am Körper getragen oder gehalten. Schutzbrille, Gehörschutz oder geeigneter Fußschutz.
Stolperstelle Ein Hindernis am Boden, an dem man hängen bleiben und stürzen kann. Ein Schlauch liegt quer im Gang.
Einzugsbereich Ein Bereich, in dem bewegte oder rotierende Teile Haare, Kleidung oder Gegenstände erfassen und hineinziehen können. Bereich an frei zugänglichen rotierenden Teilen.

Merksatz: Erst Gefährdung erkennen, dann Schutzmaßnahme wählen, dann sicher handeln.


Gefahr und sicheres Verhalten unterscheiden

Situation Gefahr Sicheres Verhalten
Kabel im Laufweg Stolpern und Stürzen Laufweg freihalten; Kabel sicher verlegen oder sichern lassen.
Bewegte Maschinenteile Erfassen, Einziehen oder Quetschen Abstand halten; vorhandene Schutzeinrichtungen beachten; nur nach Unterweisung arbeiten.
Wegfliegende Späne Augenverletzung Schutzvorrichtung nutzen und vorgeschriebenen Augenschutz tragen.
Hoher Lärm Belastung oder Schädigung des Gehörs Lärm mindern; vorgeschriebenen Gehörschutz richtig benutzen.
Beschädigtes elektrisches Arbeitsmittel Elektrischer Schlag oder Brand Nicht benutzen; Abstand halten; Lehrkraft informieren.

Prüfungssatz: „Gefahr – mögliche Folge – Schutzmaßnahme.“ Beispiel: „Kabel im Laufweg – Stolpersturz – Kabel entfernen oder sicher verlegen.“


Gefahren in Werkstattszenen erkennen


Werkstattszene 1: Stolperstellen

Bildlegende: Ungeordnete Kabel können zu Stolperstellen werden. In einer Schulwerkstatt müssen Verkehrs- und Arbeitswege frei und sicher bleiben.

Bildlegende: Warnzeichen für Hindernisse am Boden bzw. Stolpergefahr.

Aktiv untersuchen – beobachten und markieren:

  1. Beobachten: Finde im Bild mindestens drei Stellen, an denen Kabel Wege behindern könnten.
  2. Markieren: Markiere auf einem Ausdruck oder einer digitalen Kopie nur die Bereiche, die Du für Stolperstellen hältst.
  3. Messen: Miss auf dem Bild die Länge einer markierten Kabelstrecke. Das ist nur ein Bildmaß und kein realer Sicherheitsabstand.
  4. Fehler finden: Formuliere zu jeder Markierung eine Verbesserung.
  5. Transfer: Prüfe einen von der Lehrkraft freigegebenen, ungefährlichen Bereich des Technikraums auf Stolperstellen. Berühre keine Maschinen und keine elektrischen Betriebsmittel.

Lösungsweg: Suche zuerst Laufwege. Prüfe danach, ob Kabel, Schläuche, Werkstücke oder Werkzeuge hineinragen. Wähle dann eine Maßnahme, die den Laufweg wieder freigibt.


Werkstattszene 2: Bewegte Teile und Einzugsbereich

Bildlegende: Eine trennende Schutzeinrichtung kann den Zugang zu bewegten Teilen begrenzen.

Bildlegende: Warnung vor bewegten Teilen. Bewegte Teile können Körperteile, Kleidung oder Gegenstände erfassen.

Einzugsbereich direkt erklärt: Der Einzugsbereich ist der Bereich, in dem eine Bewegung etwas erfassen und hineinziehen kann. Die genaue Größe hängt von Maschine, Bewegung und Schutzeinrichtung ab. Deshalb legst Du keine eigenen Sicherheitsabstände fest.

Aktiv untersuchen – vergleichen und simulieren:

  1. Vergleichen: Was verhindert die Schutzeinrichtung im Foto?
  2. Simulieren: Zeichne auf Papier zwei gegenläufige Pfeile für bewegte Rollen. Markiere nur auf dem Papier den Bereich, in dem ein loses Band eingezogen werden könnte.
  3. Fehler finden: Nenne zwei Verhaltensweisen, die an bewegten Teilen gefährlich wären.
  4. Sichere Entscheidung: Begründe, warum „nur kurz hineingreifen“ keine Schutzmaßnahme ist.

Hilfe: Eine sichere technische Lösung trennt Menschen möglichst von gefährlichen Bewegungen. PSA allein stoppt keine Maschine.


Werkstattszene 3: Technische Schutzeinrichtung

Bildlegende: Beispiel für eine druckempfindliche Matte als technische Schutzeinrichtung an einer industriellen Anlage. Das Foto zeigt ein Prinzip, nicht die Ausstattung einer Schulmaschine.

Technische Entscheidung: Eine technische Schutzeinrichtung wirkt möglichst, bevor eine Person in den gefährlichen Bereich gelangt. Sie ist deshalb grundsätzlich anders als PSA, die direkt an der Person getragen wird.

Vergleichen: Ordne zu: Schutzgitter = technische Maßnahme; Sicherheitsregel = organisatorische Maßnahme; Schutzbrille = persönliche Maßnahme.


Werkstattszene 4: PSA passend auswählen

Bildlegende: Aufbewahrung von Schutzbrillen und Gehörschutz. PSA muss zur Gefährdung passen und richtig benutzt werden.

Bildlegende: Beispiel für Augenschutz. Ob genau diese Bauart geeignet ist, entscheidet die jeweilige Tätigkeit und Unterweisung.

Fehler finden: „Ich trage Handschuhe, also bin ich an jeder Maschine sicher.“ Diese Aussage ist falsch. Schutzhandschuhe sind keine Universal-PSA. An bestimmten rotierenden Maschinen können Handschuhe selbst eine Einzugsgefahr erhöhen. Folge immer der schulischen Unterweisung.


Werkstattszene 5: Elektrische Gefährdung

Bildlegende: Warnung vor elektrischer Spannung.

Sicheres Verhalten: Beschädigte Leitungen, offene Gehäuse oder unbekannte elektrische Aufbauten werden nicht angefasst und nicht benutzt. Du meldest die Auffälligkeit der Lehrkraft.

Schulregel: Keine eigenständigen Arbeiten an Netzspannung. Elektrische Versuche nur mit freigegebenen Schulkomponenten und sicherer Kleinspannung nach Anweisung.


Schutzmaßnahmen sinnvoll auswählen


Das STOP-Prinzip auf einfachem Niveau

Schutzmaßnahmen werden nicht zufällig gewählt. Ein hilfreiches Grundprinzip ist STOP:

Stufe Bedeutung Einfaches Beispiel
S – Substitution Eine Gefahr möglichst vermeiden oder ersetzen. Eine ungefährlichere Arbeitsweise wählen.
T – Technisch Technik hält die Gefahr fern oder begrenzt sie. Schutzhaube, Schutzgitter oder sichere Kabelführung.
O – Organisatorisch Regeln und Abläufe machen die Arbeit sicherer. Unterweisung, abgesperrter Bereich, klare Laufwege.
P – Persönlich Geeignete PSA schützt die Person. Schutzbrille oder Gehörschutz nach Vorgabe.

Merke: PSA ist wichtig, aber sie steht nicht automatisch an erster Stelle. Gefahren sollen möglichst schon an der Quelle vermieden oder technisch begrenzt werden.


Fünf Gefahren – fünf passende Schutzmaßnahmen

Gefahr Mögliche Folge Passende Schutzmaßnahme Fachliche Begründung
Stolperstelle im Laufweg Sturz Hindernis entfernen oder Laufweg sicher freihalten. Die Ursache wird direkt beseitigt.
Bewegte oder rotierende Teile Erfassen oder Einziehen Schutzeinrichtung beachten und Abstand halten. Der Zugang zur gefährlichen Bewegung wird verhindert oder begrenzt.
Wegfliegende Späne Augenverletzung Schutzvorrichtung und vorgeschriebenen Augenschutz nutzen. Die Augen werden vor Teilchen geschützt.
Lärm Gehörbelastung Lärm mindern und vorgeschriebenen Gehörschutz tragen. Die Belastung am Ohr wird verringert.
Elektrische Beschädigung Elektrischer Schlag oder Brand Gerät nicht benutzen, Bereich sichern und Lehrkraft informieren. Die gefährliche elektrische Situation wird nicht weiter genutzt.

Prüfungsnah: Wenn die Aufgabe lautet „Nenne zu fünf Gefahren passende Schutzmaßnahmen“, antworte immer als Paar: Gefahr → Schutzmaßnahme.


Sicherheitsmedien aktiv untersuchen


Sicherheitsanimation: Stolpern, Rutschen, Stürzen

Arbeitsauftrag zum Video:

  1. Stoppe nach drei unterschiedlichen Gefahrensituationen.
  2. Notiere jeweils „Gefahr – mögliches Ereignis – sichere Maßnahme“.
  3. Vergleiche Deine drei Lösungen mit einer Partnerin oder einem Partner.
  4. Verbessere eine Antwort so, dass die Schutzmaßnahme die Ursache möglichst direkt beseitigt.

Selbstkontrolle: Eine gute Antwort nennt nicht nur „aufpassen“, sondern eine konkrete Maßnahme wie „Hindernis aus dem Laufweg entfernen“.


Video: PSA bewusst einsetzen

Arbeitsauftrag zum Video: Beobachte, welche Rolle PSA spielt. Notiere danach einen Satz zu „PSA schützt“ und einen Satz zu „PSA beseitigt die Gefahr nicht“.

Lösungsidee: PSA kann Verletzungsfolgen verringern. Eine gefährliche Maschinenbewegung oder eine Stolperstelle bleibt trotzdem bestehen, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.


Video: Sicherheitskennzeichen unterscheiden

Arbeitsauftrag zum Video: Finde je ein Beispiel für Warnzeichen, Gebotszeichen und Verbotszeichen. Übertrage die Bedeutung anschließend auf eine Werkstattsituation.


Interaktiver Technikraum der DGUV

Interaktiver Technikraum im Portal „Sichere Schule“

Untersuchen: Öffne den virtuellen Technikraum gemeinsam mit der Lehrkraft oder im Unterricht. Suche drei Bereiche, an denen Sicherheitsfragen sichtbar werden. Vergleiche anschließend die digitale Darstellung mit Eurem Technikraum, ohne Maschinen oder elektrische Anlagen zu bedienen.


Prüfungsstrategie


So löst Du Aufgaben zu Gefahren und Schutzmaßnahmen

  1. Gefahr erkennen: Was kann verletzen oder schädigen?
  2. Folge nennen: Was könnte passieren?
  3. Schutzmaßnahme wählen: Wie kann die Gefahr vermieden oder verringert werden?
  4. Begründen: Warum passt die Maßnahme genau zu dieser Gefahr?
  5. Sicherheitsgrenze beachten: Keine gefährliche Handlung selbst ausprobieren.

Beispiel: Ein Schlauch liegt quer im Gang. Gefahr: Stolperstelle. Folge: Sturz. Schutzmaßnahme: Schlauch aus dem Laufweg nehmen oder sicher führen. Begründung: Die Stolperursache wird beseitigt.


Mini-Prüfung: fünf Gefahren zuordnen

Nenne zu jeder Gefahr eine passende Schutzmaßnahme. Schreibe in ganzen, kurzen Sätzen.

Gefahr Deine Schutzmaßnahme
Kabel quer im Laufweg ...
Ungeschützter Zugang zu bewegten Teilen ...
Wegfliegende Späne ...
Starker Lärm ...
Beschädigtes elektrisches Arbeitsmittel ...

Hilfe: Denke an freie Wege, technische Schutzeinrichtungen, passende PSA, Lärmschutz und „nicht benutzen – melden“.

Musterlösung zur Selbstkontrolle: Kabel sicher aus dem Laufweg führen; Zugang zu bewegten Teilen durch Schutzeinrichtung sichern und Abstand halten; Augenschutz und Schutzvorrichtung nutzen; Lärm mindern und vorgeschriebenen Gehörschutz tragen; beschädigtes elektrisches Arbeitsmittel nicht benutzen und der Lehrkraft melden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Gefährdung? (Eine Situation oder Einwirkung, durch die jemand geschädigt werden kann) (!Eine Schutzbrille) (!Eine fertige Werkzeichnung) (!Eine Note im Technikunterricht)




Welche Maßnahme passt am besten zu einem Kabel als Stolperstelle? (Das Kabel aus dem Laufweg führen und sichern) (!Schneller darüber laufen) (!Das Kabel mit Papier abdecken) (!Nur ein Warnschild danebenstellen und nichts ändern)




Wofür steht die Abkürzung PSA? (Persönliche Schutzausrüstung) (!Praktische Sicherheitsanalyse) (!Plan für sichere Anlagen) (!Persönliche Schulaufgabe)




Was beschreibt ein Einzugsbereich? (Einen Bereich, in dem bewegte Teile etwas erfassen und hineinziehen können) (!Einen Pausenbereich) (!Einen Materialschrank) (!Einen Fluchtweg ohne Maschinen)




Welche Aussage zu PSA ist richtig? (PSA schützt die Person, ersetzt aber nicht alle anderen Schutzmaßnahmen) (!PSA macht jede Maschine automatisch sicher) (!PSA ist nur bei Prüfungen wichtig) (!PSA kann ohne Unterweisung frei gewählt werden)




Was ist bei einem beschädigten elektrischen Arbeitsmittel richtig? (Nicht benutzen und die Lehrkraft informieren) (!Selbst öffnen und reparieren) (!Mit Netzspannung testen) (!Den Schaden ignorieren)




Welche Maßnahme ist eine technische Schutzmaßnahme? (Eine trennende Schutzhaube) (!Eine mündliche Erinnerung) (!Eine Pausenregel) (!Eine schriftliche Hausaufgabe)




Welche Antwort ist prüfungsnah vollständig? (Stolperstelle durch Kabel – Kabel aus dem Laufweg entfernen) (!Kabel – aufpassen) (!Gefahr – sicher sein) (!Werkstatt – leise arbeiten)




Warum ist „nur kurz hineingreifen“ an bewegten Teilen gefährlich? (Weil gefährliche Bewegungen auch in sehr kurzer Zeit erfassen oder einziehen können) (!Weil Maschinen dann immer kaputtgehen) (!Weil Schutzbrillen dabei beschlagen) (!Weil der Werkraum dann zu dunkel wird)




Welche Regel gilt für elektrische Schulversuche in diesem aiMOOC? (Nur freigegebene Komponenten und sichere Kleinspannung nach Anweisung verwenden) (!Netzspannung selbst ausprobieren) (!Unbekannte Geräte öffnen) (!Beschädigte Leitungen weiterbenutzen)





Memory

Gefährdung mögliche Schädigung
Schutzmaßnahme Risiko verringern
PSA persönlicher Schutz
Stolperstelle Hindernis am Boden
Einzugsbereich Erfassen durch Bewegung
Schutzhaube technische Maßnahme
Unterweisung sichere Regeln lernen
Schutzbrille Augenschutz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Stolperstelle beseitigen Kabel im Laufweg
Schutzeinrichtung beachten Bewegte Maschinenteile
Schutzbrille tragen Wegfliegende Späne
Gehörschutz nach Vorgabe nutzen Starker Lärm
Nicht benutzen und melden Beschädigtes Elektrogerät






Kreuzworträtsel

Schutzbrille Welche PSA schützt die Augen vor wegfliegenden Teilchen?
Stolperstelle Wie heißt ein Hindernis am Boden, das einen Sturz auslösen kann?
Einzugsbereich Wie heißt der Bereich, in dem bewegte Teile etwas erfassen können?
Gefährdung Wie heißt eine Situation, durch die jemand geschädigt werden kann?
Unterweisung Wie heißt die schulische Erklärung und Anleitung vor praktischer Arbeit?
Schutzhaube Wie heißt eine trennende Abdeckung an einer Maschine?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine mögliche Quelle für Verletzungen oder Gesundheitsschäden heißt

. Eine Maßnahme zur Vermeidung oder Verringerung einer Gefahr heißt

. Persönliche Schutzausrüstung wird mit

abgekürzt. Ein Hindernis im Laufweg kann eine

sein. Bewegte Teile können in einem

Haare, Kleidung oder Gegenstände erfassen. Eine Schutzhaube gehört zu den

Schutzmaßnahmen. Vor praktischer Arbeit ist eine schulische

wichtig. Bei wegfliegenden Spänen kann vorgeschriebener

erforderlich sein. Ein beschädigtes elektrisches Arbeitsmittel wird nicht benutzt, sondern der

gemeldet. Elektrische Schulversuche erfolgen nur mit freigegebenen Komponenten und sicherer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefahrenkarte: Zeichne eine einfache Werkstattszene mit drei ungefährlichen und drei gefährlichen Situationen. Markiere die Gefährdungen.
  2. PSA-Plakat: Gestalte ein kleines Plakat mit drei PSA-Arten und je einer passenden Schutzfunktion.
  3. Stolperstellen-Check: Untersuche nur einen von der Lehrkraft freigegebenen, ungefährlichen Laufweg und dokumentiere mögliche Stolperstellen mit Skizzen.
  4. Sicherer Satz: Formuliere zu fünf vorgegebenen Gefahren jeweils einen Satz nach dem Muster „Gefahr – Folge – Schutzmaßnahme“.


Standard

  1. Bildanalyse Arbeitssicherheit: Wähle zwei Commons-Bilder aus diesem aiMOOC und vergleiche technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen.
  2. Sicherheitszeichen: Fotografiere oder zeichne nach Erlaubnis drei Sicherheitszeichen im Schulgebäude und erkläre ihre Bedeutung.
  3. Gefahrenzonen auf Papier: Simuliere mit Pfeilen auf einem Papiermodell eine bewegte Maschine und markiere einen möglichen Einzugsbereich, ohne eine echte Maschine zu benutzen.
  4. Werkstatt-Interview: Befrage eine Lehrkraft oder Fachperson zu drei häufigen Gefährdungen und den dazugehörigen Schutzmaßnahmen.


Schwer

  1. STOP-Entscheidung: Entwickle für eine Werkstattsituation je eine technische, organisatorische und persönliche Schutzidee und begründe die Reihenfolge.
  2. Fehleranalyse Technikraum: Erstelle aus Fotos, Skizzen oder einer selbst gezeichneten Szene ein Fehlersuchbild mit mindestens fünf Gefahren und einem Lösungsblatt.
  3. Sicherheitsanimation: Produziere eine kurze Stop-Motion- oder Folienanimation, die erst eine Gefahr und dann sicheres Verhalten zeigt. Keine gefährliche Handlung real nachstellen.
  4. Prüfungstraining Arbeitssicherheit: Entwickle fünf prüfungsnahe Aufgaben „Gefahr → Schutzmaßnahme“ mit Musterlösungen und tausche sie mit einer anderen Lerngruppe aus.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Stolperstelle: In einem Technikraum führt ein Verlängerungskabel quer durch einen Laufweg. Erkläre, warum „Vorsicht“ allein keine ausreichende Lösung ist, und formuliere eine bessere Schutzmaßnahme.
  2. Transfer Einzugsbereich: Eine Person möchte nahe an einem rotierenden Teil lose Kleidung tragen. Erkläre die Gefährdung und nenne sicheres Verhalten, ohne die Maschine selbst zu bedienen.
  3. Technische Entscheidung: Vergleiche Schutzgitter und Schutzbrille. Erkläre, warum beide unterschiedliche Aufgaben haben und warum ein Schutzgitter die Gefahr an der Maschine direkter begrenzt.
  4. PSA bewerten: Begründe, warum PSA zur Tätigkeit passen muss und warum „mehr PSA“ nicht automatisch „mehr Sicherheit“ bedeutet.
  5. Elektrische Sicherheit: Ein Schulbauteil hat eine beschädigte Leitung. Beschreibe Dein Vorgehen und begründe, warum kein eigener Reparaturversuch durchgeführt wird.
  6. Prüfungssituation Gefahren erkennen: Nenne zu fünf Gefahren jeweils eine passende Schutzmaßnahme und begründe zwei Deiner Zuordnungen fachlich.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu T9 G - Gefahren erkennen ist wichtig:

  1. Du erklärst die Begriffe Gefährdung, Schutzmaßnahme, PSA, Stolperstelle und Einzugsbereich in eigenen Worten.
  2. Du unterscheidest eine Gefahr von sicherem Verhalten.
  3. Du nennst zu mindestens fünf typischen Gefahren passende Schutzmaßnahmen.
  4. Du begründest, warum technische und organisatorische Maßnahmen wichtig sind und PSA nicht jede Gefahr beseitigt.
  5. Du erkennst Grenzen: keine eigenständige Nutzung gefährlicher Maschinen, keine Arbeiten an Netzspannung, elektrische Schulversuche nur nach Freigabe mit sicherer Kleinspannung.
  6. Du kannst eine unbekannte Werkstattszene untersuchen und Deine Entscheidung in der Form „Gefahr – Folge – Schutzmaßnahme“ erklären.




OERs zum Thema

Bildungsplan Baden-Württemberg – Technik, überarbeitete Fassung 2026

DGUV / Sichere Schule – Technikraum

BGHM – „bin mir sicher“ mit kurzen Filmen zu Werkstattgefahren

DGUV/IFA – Fachinformationen zu Persönlicher Schutzausrüstung

DGUV/IFA – Beispielinformationen zu Einzugsgefahren


Quellenhinweise zu den Medien

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons und sind über ihre jeweilige Dateiseite mit Lizenzangaben dokumentiert. Die Videos werden über den YouTube-Player eingebettet. Für den Unterricht wurden insbesondere Materialien von DGUV, BGHM und Suva als fachliche Orientierung genutzt.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte