Steuerungslogik und Ablaufmodelle – Ablaufdiagramme verständlich zeichnen
Einleitung
Steuerungslogik und Ablaufmodelle – Ablaufdiagramme verständlich zeichnen
In diesem aiMOOC lernst Du für die Ausbildung, technische Abläufe mit Ablaufdiagrammen klar zu planen, zu prüfen und zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Schritte, Bedingungen und Rücksprünge. Du arbeitest an einer fiktiven virtuellen Förderanlage, liest Signalverläufe und diagnostizierst typische Fehler. Die Aufgaben benötigen keine Uploads und keine externen KI-Dienste.
Kurzbeschreibung: Schritte, Bedingungen und Rücksprünge. Nutze Ablaufdiagramme, um aus einem Anlagenauftrag eine nachvollziehbare Steuerungslogik zu machen.

Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du einen Programmablaufplan lesen und zeichnen, Bedingungen eindeutig formulieren, Schleifen und Rücksprünge erkennen, einen Ablauf mit Ein- und Ausgangssignalen verbinden und Fehler aus einem Signalverlauf begründet eingrenzen.
Lernpfad in kurzen Einheiten
| Einheit | Kernidee | Richtzeit |
|---|---|---|
| 1 | Symbole lesen | 6 min |
| 2 | Schritte und Bedingungen | 8 min |
| 3 | Rücksprünge und Schleifen | 8 min |
| 4 | Virtuelle Anlage | 10 min |
| 5 | Signalverlauf diagnostizieren | 10 min |
| 6 | Transfer in GRAFCET und SPS | 8 min |
Vom Auftrag zum Ablaufdiagramm
Ein Ablaufdiagramm zeigt einen Prozess als gerichteten Weg. Für einen Programmablaufplan sind vor allem Start/Ende, Tätigkeit, Entscheidung und Flussrichtung wichtig. Die ISO 5807 beschreibt Symbole und Konventionen für Programm- und Systemflussdiagramme. In der Ausbildung hilft Dir die Darstellung, einen Auftrag vor der Umsetzung zu prüfen.
| Symbolidee | Bedeutung | Leitfrage |
|---|---|---|
| Start/Ende | Beginn oder Abschluss | Wo beginnt oder endet der Ablauf? |
| Rechteck | Tätigkeit oder Aktion | Was wird getan? |
| Raute | Entscheidung | Welche Bedingung wird geprüft? |
| Pfeil | Flussrichtung | Was folgt als Nächstes? |
Merksatz: Jede Raute braucht klar unterscheidbare Ausgänge, zum Beispiel Ja und Nein.

Mini-Check: Ist die Logik lesbar?
Prüfe bei jedem Diagramm: Hat es einen klaren Start? Ist jede Aktion eindeutig? Ist jede Bedingung als prüfbare Frage formuliert? Führen alle Pfade sinnvoll weiter oder zurück? Kann eine andere Fachkraft den Ablauf ohne Zusatzwissen nachvollziehen?
Schritte, Bedingungen und Rücksprünge
Ein Schritt beschreibt eine Aktion oder einen Zustand. Eine Bedingung entscheidet, ob der Ablauf weitergeht. Ein Rücksprung führt zu einem früheren Punkt und bildet so eine Schleife.
Beispiel: Förderband einschalten → Werkstück an Position? → Nein: weiter fördern → Ja: Band stoppen.

Gute Bedingungen formulieren
Nutze Bedingungen, die mit wahr/falsch oder ja/nein entschieden werden können. Technisch besser ist „Sensor B2 = 1?“ als „Werkstück vielleicht angekommen?“.
| Schwach | Besser |
|---|---|
| Werkstück da? | Sensor B2 = 1? |
| Zeit vorbei? | Timer T1 abgelaufen? |
| Alles okay? | Freigabe F1 = 1? |
Rücksprung ohne Endlosschleife
Ein Rücksprung ist sinnvoll, wenn eine Bedingung später erneut geprüft werden soll. Plane aber auch, wie der Ablauf aus der Schleife herauskommt. In technischen Anlagen gehört außerdem eine Fehler- oder Abbruchstrategie dazu.
Ausbildungsfall: Virtuelle Förderanlage
Du arbeitest an einer fiktiven Sortierstation. Ein Werkstück fährt auf einem Förderband zur Bearbeitungsposition. Dort hält das Band, ein Stopper fährt aus, nach einer simulierten Bearbeitungszeit fährt der Stopper zurück und das Werkstück wird bis zum Auslauf transportiert.
Alle Signalnamen und Zeitwerte in diesem Ausbildungsfall sind fiktive Lerndaten.

Ein- und Ausgänge
| Signal | Art | Bedeutung |
|---|---|---|
| E0 Start | Eingang | Starttaster |
| E1 B2 | Eingang | Werkstück an Bearbeitungsposition |
| E2 B3 | Eingang | Werkstück am Auslauf |
| A0 M1 | Ausgang | Fördermotor |
| A1 Y1 | Ausgang | Stopper ausfahren |
| A2 H1 | Ausgang | Zyklus beendet |
Sollablauf
- Initialisierung: A0, A1 und A2 sind 0.
- Startbedingung: Bei E0 = 1 startet der Zyklus.
- Fördern: A0 = 1, bis E1 = 1.
- Bearbeiten: A0 = 0 und A1 = 1; nach 2 s endet die simulierte Bearbeitung.
- Ausfahren: A1 = 0 und A0 = 1, bis E2 = 1.
- Zyklusende: A0 = 0 und A2 = 1; danach Rücksprung zur Startbereitschaft.
Ablauf als Lesespur
| Schritt | Aktion | Weiterschaltbedingung | Rücksprung bei Nein |
|---|---|---|---|
| S0 Bereit | Ausgänge aus | E0 = 1 | S0 |
| S1 Fördern | A0 = 1 | E1 = 1 | S1 |
| S2 Bearbeiten | A1 = 1 | T1 = 2 s abgelaufen | S2 |
| S3 Auslauf | A0 = 1 | E2 = 1 | S3 |
| S4 Ende | A2 = 1 | Quittierung | S0 |
Gestufte Hilfen zum Zeichnen
Hilfe 1 – Orientierung: Schreibe zuerst nur S0 bis S4 untereinander.
Hilfe 2 – Bedingungen: Setze zwischen die Schritte je eine Raute mit E0, E1, T1 oder E2.
Hilfe 3 – Rücksprünge: Führe jeden Nein-Pfad zurück auf den Schritt, in dem weiter gewartet oder gearbeitet wird.
Hilfe 4 – Qualitätscheck: Prüfe, ob jeder Ausgang nur dort aktiv ist, wo er gebraucht wird.
Basisaufgabe mit Feedback
Aufgabe: Ordne zu: Rechteck = Aktion, Raute = Bedingung, Pfeil = Ablaufweg. Zeichne anschließend S0 → „E0 = 1?“ → S1.
Musterlösung und begründetes Feedback: Wenn Du die Bedingung in eine Raute setzt und den Ja-Pfad zu S1 führst, ist die Entscheidung eindeutig. Ein Nein-Pfad zurück zu S0 ist sinnvoll, weil die Anlage ohne Startsignal in Bereitschaft bleiben muss.
Anwendungsaufgabe mit Feedback
Aufgabe: Ergänze für S1 einen Rücksprung. Was passiert, solange E1 = 0?
Musterlösung und begründetes Feedback: Bei E1 = 0 führt der Nein-Pfad zurück zu S1; A0 bleibt aktiv. Das ist fachlich begründet, weil die Anlage weiter fördern muss, bis der Positionssensor das Werkstück meldet.
Transferaufgabe mit Feedback
Aufgabe: Ergänze eine Fehlerbehandlung: Wenn S1 länger als 6 s aktiv ist und E1 weiterhin 0 bleibt, soll A0 ausgeschaltet und ein Fehlerzustand S_F angesprungen werden.
Musterlösung und begründetes Feedback: Füge in S1 zusätzlich die Bedingung „Timeout 6 s?“ ein. Bei Ja: A0 = 0 und Wechsel nach S_F. Bei Nein: weiter auf E1 prüfen. Der Timeout verhindert, dass ein klemmendes Werkstück oder ein ausgefallener Sensor zu unbegrenztem Fördern führt.
Signalverläufe lesen
Ein Signalverlauf zeigt, wann Eingänge und Ausgänge 0 oder 1 sind. So kannst Du prüfen, ob das Ablaufdiagramm zur Anlage passt.
Fiktiver Normalverlauf:
| Zeitpunkt | E0 Start | E1 B2 | E2 B3 | A0 M1 | A1 Y1 | A2 H1 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| t0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| t1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| t2 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| t3 | 0 | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| t4 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 |
Diagnosefrage: An welchem Zeitpunkt erkennst Du, dass das Werkstück die Bearbeitungsposition erreicht hat? → t2, weil E1 von 0 auf 1 wechselt und der Fördermotor A0 daraufhin ausgeschaltet wird.
Diagnosefall A: Sensor bleibt 0
| Beobachtung | Schlussfolgerung |
|---|---|
| S1 bleibt aktiv | Ablauf wartet auf E1 |
| A0 bleibt 1 | Förderbefehl liegt weiter an |
| E1 bleibt 0 | Positionssignal fehlt |
Begründetes Feedback: Der Fehler liegt nicht automatisch am Sensor. Prüfe logisch in dieser Reihenfolge: Erreicht das Werkstück die Position? Betätigt es den Sensor? Kommt das Eingangssignal in der Steuerung an? Erst dann ist die Ursache eingegrenzt.
Diagnosefall B: Sensor bleibt 1
Wenn E1 bereits vor dem Start dauerhaft 1 ist, kann die Anlage S1 sofort verlassen. Eine Plausibilitätsprüfung vor dem Start ist deshalb sinnvoll: E1 muss in Grundstellung 0 sein.
Virtueller Anlagenmonitor
Bearbeite die Anlage nur gedanklich oder auf Papier. Es wird nichts hochgeladen.
| Moment | Aktiver Schritt | Sensorlage | Deine Entscheidung |
|---|---|---|---|
| M1 | S0 | E0=0, E1=0, E2=0 | Warten |
| M2 | S0 | E0=1, E1=0, E2=0 | Nach S1 |
| M3 | S1 | E0=0, E1=0, E2=0 | In S1 bleiben |
| M4 | S1 | E0=0, E1=1, E2=0 | Nach S2 |
| M5 | S3 | E0=0, E1=0, E2=1 | Nach S4 |
Virtuelle Anlage B: Abfüllstation
Als kurze Transferanlage dient eine zweite fiktive Station: Eine Flasche wird erkannt, ein Ventil öffnet, der Füllstandsensor beendet das Füllen. Bleibt das Füllstandsignal aus, muss ein Timeout den Ablauf stoppen.
| Signal | Bedeutung |
|---|---|
| E10 | Flasche vorhanden |
| E11 | Füllstand erreicht |
| A10 | Füllventil |
| T10 | maximale Füllzeit 5 s |
Transferfrage: Warum darf A10 nicht allein durch E10 dauerhaft eingeschaltet bleiben? Weil ein fehlendes E11-Signal sonst zu unbegrenztem Füllen führen könnte; der Ablauf braucht eine Abschaltbedingung und eine Fehlergrenze.
Vom Ablaufdiagramm zu GRAFCET und SPS
Für industrielle Ablaufsteuerungen ist GRAFCET ein systemneutrales grafisches Werkzeug. IEC 60848:2013 definiert GRAFCET zur funktionalen Beschreibung des sequentiellen Teils eines Steuerungssystems. Die Struktur arbeitet mit Schritten, Transitionen und Wirkverbindungen; Transitionen werden über Bedingungen freigegeben.


Ablaufdiagramm und GRAFCET unterscheiden
| Ablaufdiagramm | GRAFCET |
|---|---|
| allgemeine Prozessdarstellung | speziell für sequentielle Steuerungsbeschreibung |
| Entscheidung über Raute | Transition mit Transitionsbedingung |
| Tätigkeiten im Fluss | Aktionen an Schritten |
| gut für Planungslogik | gut für Ablaufsteuerungen in der Automation |
Wichtig: Ein Ablaufdiagramm und ein GRAFCET sind nicht dasselbe. Du kannst aber dieselbe technische Idee in beiden Darstellungen modellieren.
Bezug zur SPS
Eine SPS verarbeitet Eingangssignale, führt das Steuerungsprogramm aus und setzt Ausgangssignale. Für die Umsetzung können je nach System unter anderem grafische Darstellungen wie Kontaktplan, Funktionsplan oder Schrittketten verwendet werden.


Qualitätsregeln für verständliche Ablaufdiagramme
- Eindeutigkeit: Eine Bedingung muss objektiv prüfbar sein.
- Vollständigkeit: Jede Entscheidung braucht definierte Folgepfade.
- Rücksprung: Warte- oder Wiederholschleifen müssen klar zurückführen.
- Fehlerbehandlung: Plane Timeouts, Abbruch oder Diagnosezustände dort, wo Warten endlos werden könnte.
- Signalbezug: Nutze klare Signalnamen und dokumentiere ihre Bedeutung.
- Lesbarkeit: Halte Flussrichtung und Benennung konsistent.
Fachlich geprüfte Quellen und Medienrechte
Fachquellen:
- ISO 5807:1985: Dokumentationssymbole und Konventionen für Daten-, Programm- und Systemflussdiagramme; von ISO als veröffentlicht und bestätigt geführt.
- IEC 60848:2013: GRAFCET specification language for sequential function charts.
- Wikipedia: Programmablaufplan: Überblick zu PAP, Symbolen und DIN-66001-Bezug.
- Wikipedia: GRAFCET: Überblick zu Schritten, Transitionen und Wirkungen.
- Lehrplan NRW Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik: nennt unter anderem Algorithmen, Kontrollstrukturen und Programmablaufpläne als Ausbildungsinhalte.
Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:
- Flowchart de.svg – CC BY-SA 3.0.
- Start-end-flowchart-element.svg – CC BY-SA 4.0 (alternativ auch ältere CC-BY-SA-Versionen/GFDL laut Dateiseite).
- Flowchart connector example.svg – CC BY-SA 3.0 (alternativ auch ältere CC-BY-SA-Versionen/GFDL laut Dateiseite).
- PLC Block Diagram.jpg – CC BY-SA 4.0.
- Sequential function chart.png – CC BY-SA 3.0 / GFDL.
- Ladder logic diagram.jpg – CC BY-SA 4.0.
- Programmable Logic Controller CPU226 – CC BY-SA 4.0.
- Etapa inicial GRAFCET.svg – CC BY 3.0.
YouTube: Die eingebetteten Videos stammen vom Kanal „Prüfungsvorbereitung.Elektroniker“. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; die Einbettung stellt keine freie Lizenzierung der Videos dar. Es werden keine Videos in den Kurs hochgeladen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Symbol steht in einem typischen Ablaufdiagramm für eine Entscheidung? (Raute) (!Rechteck) (!Pfeil) (!Kreis)
Was beschreibt ein Rücksprung im Ablaufdiagramm? (Der Ablauf kehrt zu einem früheren Punkt zurück) (!Der Ablauf endet immer) (!Ein Ausgang wird dauerhaft gesetzt) (!Ein Sensor wird elektrisch überbrückt)
Welche Formulierung ist als technische Bedingung am eindeutigsten? (Sensor B2 = 1?) (!Werkstück vielleicht da?) (!Alles in Ordnung?) (!Jetzt weiter?)
Was soll im Ausbildungsfall passieren, solange E1 gleich 0 ist? (Der Ablauf bleibt in S1 und fördert weiter) (!Der Ablauf springt direkt zu S4) (!Der Stopper bleibt dauerhaft ausgefahren) (!Die Endelampe wird sofort eingeschaltet)
Warum ist ein Timeout in einer Warteschleife sinnvoll? (Es kann einen Fehlerzustand nach zu langer Wartezeit auslösen) (!Es ersetzt jeden Sensor) (!Es macht Bedingungen überflüssig) (!Es schaltet die Steuerung grundsätzlich schneller)
Welcher Ausgang treibt im Ausbildungsfall das Förderband an? (A0 M1) (!A1 Y1) (!A2 H1) (!E1 B2)
Was zeigt ein Signalverlauf? (Die zeitliche Änderung von Ein- und Ausgangssignalen) (!Nur die mechanische Bauform eines Sensors) (!Nur den Programmtext einer SPS) (!Ausschließlich die Verdrahtungsfarbe)
Welche Aussage zu GRAFCET ist richtig? (GRAFCET beschreibt den sequentiellen Teil eines Steuerungssystems) (!GRAFCET ist nur ein Schaltplan für Leistungselektronik) (!GRAFCET ersetzt jeden elektrischen Stromlaufplan) (!GRAFCET ist ausschließlich eine Programmiersprache für Webseiten)
Was ist bei einer Entscheidung im Ablaufdiagramm besonders wichtig? (Die Folgepfade müssen eindeutig definiert sein) (!Jede Entscheidung braucht fünf Ausgänge) (!Jede Bedingung muss eine Zeitangabe enthalten) (!Entscheidungen dürfen keine Rücksprünge haben)
Welche Diagnose ist bei E1 bleibt 0 fachlich zuerst sinnvoll? (Prüfen, ob Werkstück, Sensorbetätigung und Eingangssignal zusammenpassen) (!Den Sensor sofort ersetzen) (!Die gesamte SPS austauschen) (!Den Ausgang A2 dauerhaft einschalten)
Memory
| Raute | Entscheidung |
| Rechteck | Aktion |
| Pfeil | Flussrichtung |
| Rücksprung | Wiederholung |
| Sensor | Eingangssignal |
| Aktor | Ausgangswirkung |
| Transition | Weiterschaltung |
| Timeout | Fehlergrenze |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Startzustand | Bereitschaft vor dem Zyklus |
| Förderschritt | Motor ist aktiv |
| Entscheidung | Bedingung wird geprüft |
| Rücksprung | Ablauf kehrt zu einem früheren Schritt zurück |
| Fehlerzustand | Anlage wechselt nach unzulässigem Verlauf in eine Diagnoseposition |
| Zyklusende | Bearbeiteter Ablauf ist abgeschlossen |
Kreuzworträtsel
| Raute | Welches Symbol wird häufig für eine Entscheidung verwendet? |
| Rechteck | Welches Symbol steht häufig für eine Tätigkeit? |
| Pfeil | Was zeigt die Flussrichtung im Diagramm? |
| Schleife | Wie heißt eine wiederholte Ablaufstruktur? |
| Sensor | Welches Bauteil liefert typischerweise ein Eingangssignal? |
| Aktor | Welches Bauteil setzt typischerweise ein Ausgangssignal in eine Wirkung um? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Symbolkarte: Erstelle eine Karte mit Start, Aktion, Entscheidung und Pfeil und ergänze je eine kurze Bedeutung.
- Alltagsablauf: Zeichne den Ablauf „Arbeitsplatz einschalten“ mit mindestens einer Bedingung und einem Rücksprung.
- Signalzuordnung: Ordne im Ausbildungsfall alle E-Signale den Sensoren und alle A-Signale den Aktoren zu.
- Fehler markieren: Zeichne einen absichtlich falschen Rücksprung in einen kleinen Ablauf und erkläre, warum er falsch ist.
Standard
- Förderanlage: Zeichne den vollständigen Sollablauf S0 bis S4 als Ablaufdiagramm.
- Signalverlauf: Erstelle für einen Zyklus einen eigenen fiktiven Signalverlauf und begründe jeden Signalwechsel.
- Diagnoseprotokoll: Entwickle eine Prüfreihenfolge für den Fehler „E1 bleibt 0“, ohne sofort ein Bauteil auszutauschen.
- GRAFCET-Vergleich: Übertrage drei Schritte des Ausbildungsfalls in eine einfache GRAFCET-Struktur und benenne die Unterschiede zum Ablaufdiagramm.
Schwer
- Timeout-Konzept: Ergänze zwei unterschiedliche Zeitüberwachungen und begründe, welche Fehler sie erkennen können.
- Störungsanalyse: Entwickle drei fiktive Fehlerbilder aus Sensor- und Ausgangssignalen und lasse eine andere Person die Ursache eingrenzen.
- Prozessoptimierung: Ändere den Ablauf so, dass nach Zyklusende automatisch ein zweites Werkstück verarbeitet werden kann, ohne die Übersichtlichkeit zu verlieren.
- Ausbildungsprojekt: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder eine Bildfolge zu Deinem Ablaufdiagramm; nutze nur selbst erstellte oder rechtlich passende Medien und dokumentiere die Quelle.


Lernkontrolle
- Ablaufanalyse: Begründe, warum ein Nein-Pfad bei „E1 = 1?“ im Schritt S1 zurück zu S1 führen sollte.
- Fehlerdiagnose: E1 ist dauerhaft 1, obwohl kein Werkstück an der Position steht. Erkläre zwei mögliche Folgen im Ablauf und entwickle eine Plausibilitätsprüfung.
- Signaltransfer: Entwirf aus einem gegebenen Ablaufdiagramm einen Signalverlauf und zeige, an welchem Punkt eine Abweichung erkennbar wäre.
- Modellvergleich: Vergleiche Ablaufdiagramm und GRAFCET für denselben Förderprozess und entscheide begründet, welche Darstellung für Planung und welche für Ablaufsteuerung geeigneter ist.
- Robustheit: Ergänze einen Fehlerzustand für „Werkstück erreicht Auslauf nicht“ und begründe die benötigten Bedingungen und Ausgänge.
- Kommunikation: Prüfe das Diagramm einer anderen Person auf Eindeutigkeit und formuliere zwei konkrete Verbesserungsvorschläge mit fachlicher Begründung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- einen technischen Ablauf in klaren Schritten strukturieren kannst,
- Bedingungen eindeutig und prüfbar formulierst,
- Rücksprünge und Schleifen fachlich begründest,
- Ein- und Ausgangssignale passend zuordnest,
- Signalverläufe zur Diagnose nutzt,
- Fehlerzustände und Timeouts sinnvoll planst,
- Ablaufdiagramm und GRAFCET unterscheiden kannst,
- Deine Lösung verständlich dokumentierst und begründest.
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