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Staat und Wirtschaft - Gemeinschaftskunde

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Staat und Wirtschaft - Gemeinschaftskunde




Einleitung

Staat und Wirtschaft - Gemeinschaftskunde untersucht, wie politische Entscheidungen und wirtschaftliches Handeln zusammenwirken. Der Staat setzt Regeln, erhebt Steuern, stellt öffentliche Leistungen bereit und sorgt für sozialen Ausgleich. Die Wirtschaft produziert und verteilt Güter und Dienstleistungen. Beide Bereiche beeinflussen Deinen Alltag: beim Schulbesuch, beim Einkaufen, bei der Berufswahl, bei Preisen, Löhnen, Verkehr und Klimaschutz.

Deutschland ist nach dem Grundgesetz ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Seine Wirtschaftsordnung wird als Soziale Marktwirtschaft bezeichnet. Märkte sollen Freiheit und Wettbewerb ermöglichen. Gleichzeitig soll der Staat dort handeln, wo Schutz, Gerechtigkeit, Stabilität oder gemeinsame Regeln nötig sind.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie Staat und Wirtschaft aufgebaut sind, welche Aufgaben politische Institutionen erfüllen und warum der Staat wirtschaftliche Regeln setzt. Du kannst außerdem Zielkonflikte untersuchen, politische Maßnahmen beurteilen und eigene begründete Entscheidungen entwickeln.

Bereich Das kannst Du danach
Staat Staatsprinzipien, Gewaltenteilung und Verfassungsorgane erklären
Wirtschaft Markt, Wirtschaftskreislauf und Soziale Marktwirtschaft beschreiben
Wirtschaftspolitik Steuern, Staatsausgaben, Regeln und soziale Sicherung einordnen
Urteil Interessen, Folgen und Zielkonflikte abwägen
Beteiligung Möglichkeiten demokratischer und wirtschaftlicher Mitwirkung nutzen


Der Staat

Ein Staat umfasst ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und eine Staatsgewalt. In einer Demokratie geht die Staatsgewalt vom Volk aus. Sie wird durch Wahlen, Abstimmungen und staatliche Organe ausgeübt. Der Staat darf nicht beliebig handeln, sondern ist als Rechtsstaat an Verfassung und Gesetze gebunden.

Das Grundgesetz schützt die Grundrechte und legt die politische Ordnung fest. Zu den zentralen Staatsprinzipien gehören Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Bundesstaat und Republik.


Gewaltenteilung

Die Gewaltenteilung soll Macht begrenzen und kontrollierbar machen. Die staatlichen Gewalten arbeiten zusammen, kontrollieren sich aber auch gegenseitig.

Gewalt Aufgabe Beispiele
Legislative berät und beschließt Gesetze Bundestag und Länderparlamente
Exekutive führt Gesetze aus und gestaltet Regierungspolitik Bundesregierung, Ministerien, Verwaltung und Polizei
Judikative entscheidet Rechtsstreitigkeiten und prüft staatliches Handeln unabhängige Gerichte


Verfassungsorgane des Bundes

Organ Zentrale Aufgabe
Deutscher Bundestag beschließt Bundesgesetze, wählt den Bundeskanzler, entscheidet über den Bundeshaushalt und kontrolliert die Bundesregierung
Bundesrat vertritt die Regierungen der Länder und wirkt an der Gesetzgebung mit
Bundesregierung leitet die Politik des Bundes und setzt Gesetze mit der Verwaltung um
Bundespräsident ist Staatsoberhaupt und übernimmt vor allem repräsentative und formelle Aufgaben
Bundesverfassungsgericht wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes


Föderalismus

Deutschland ist ein Bundesstaat. Politische Aufgaben sind zwischen Bund, Ländern und Kommunen verteilt. Schulen liegen überwiegend in der Verantwortung der Länder. Gemeinden kümmern sich beispielsweise um örtliche Straßen, Kindertagesstätten oder die Wasserversorgung. Der Bund ist unter anderem für Verteidigung, Außenpolitik und große Teile der Wirtschaftsordnung zuständig. Die genaue Zuständigkeit ergibt sich aus dem Grundgesetz.


Die Wirtschaft

Wirtschaften bedeutet, mit knappen Mitteln Bedürfnisse zu erfüllen. Haushalte konsumieren und bieten Arbeitskraft an. Unternehmen produzieren Güter und Dienstleistungen. Der Staat setzt Regeln, kauft Leistungen und beschäftigt Menschen. Banken vermitteln Geld und Kredite. Das Ausland ist durch Handel, Investitionen und Arbeitsteilung eingebunden.


Der Wirtschaftskreislauf

Im Wirtschaftskreislauf fließen Güter, Dienstleistungen und Geld zwischen verschiedenen Akteuren. Haushalte erhalten beispielsweise Löhne und kaufen Produkte. Unternehmen erzielen Einnahmen, zahlen Löhne und investieren. Der Staat erhält Steuern und Abgaben und finanziert damit öffentliche Aufgaben.

Akteur Typische Rolle
Private Haushalte konsumieren, sparen und bieten Arbeitskraft an
Unternehmen produzieren, investieren und schaffen Arbeitsplätze
Staat setzt Regeln, verteilt um und stellt öffentliche Leistungen bereit
Banken verwalten Einlagen, vergeben Kredite und ermöglichen Zahlungen
Ausland kauft und verkauft Güter, Dienstleistungen und Kapital


Markt und Preisbildung

Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Preise geben Hinweise darauf, wie knapp ein Gut ist und wie stark es nachgefragt wird. Steigt bei gleichem Angebot die Nachfrage, kann der Preis steigen. Steigt bei gleicher Nachfrage das Angebot, kann der Preis sinken.

Märkte lösen jedoch nicht jedes Problem. Bei Umweltbelastungen, öffentlichen Gütern, großer Marktmacht oder ungleichen Informationen kann es zu Marktversagen kommen. Dann sind Regeln, Kontrollen oder staatliche Angebote möglich.


Die Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet marktwirtschaftliche Freiheit mit sozialer Sicherung und staatlicher Ordnung. Unternehmen entscheiden grundsätzlich selbst, was sie produzieren. Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden, was sie kaufen. Preise entstehen überwiegend am Markt. Der Staat schützt Wettbewerb, Eigentum, Vertragsfreiheit, Beschäftigte, Verbraucher und Umwelt.

Sozial bedeutet nicht, dass der Staat alle wirtschaftlichen Entscheidungen trifft. Es bedeutet, dass wirtschaftliche Freiheit durch Regeln und soziale Absicherung ergänzt wird.


Grundelemente

Grundelement Bedeutung
Wettbewerb mehrere Anbieter konkurrieren um Kundinnen und Kunden
Privateigentum Menschen und Unternehmen dürfen Eigentum besitzen und wirtschaftlich nutzen
Vertragsfreiheit Verträge können innerhalb der Gesetze frei vereinbart werden
Freie Preisbildung Preise entstehen grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage
Sozialer Ausgleich Risiken und starke Ungleichheiten werden durch soziale Sicherung und Umverteilung begrenzt
Staatlicher Ordnungsrahmen Gesetze sichern fairen Wettbewerb, Rechte und Schutzstandards


Markt und Staat ergänzen sich

Der Markt kann Innovation, Auswahl und effiziente Produktion fördern. Der Staat schafft dafür verlässliche Regeln. Er greift ein, wenn Freiheit anderer verletzt wird, Wettbewerb bedroht ist oder gesellschaftliche Ziele sonst nicht erreicht werden. Wie stark der Staat handeln soll, ist eine politische Streitfrage. In einer Demokratie werden dazu Interessen ausgetauscht, Mehrheiten gesucht und Entscheidungen kontrolliert.


Aufgaben des Staates in der Wirtschaft


Ordnungsaufgabe

Der Staat erlässt Gesetze für Eigentum, Verträge, Arbeit, Wettbewerb, Verbraucher- und Umweltschutz. Kartellbehörden können gegen verbotene Absprachen oder den Missbrauch von Marktmacht vorgehen. Gerichte sorgen dafür, dass Rechte durchgesetzt werden können.


Bereitstellungsaufgabe

Manche Leistungen werden öffentlich angeboten oder finanziert, weil sie für viele Menschen wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise Schulen, Straßen, Verwaltung, Polizei, Feuerwehr und Teile der sozialen Infrastruktur. Ob eine Aufgabe staatlich, privat oder gemeinsam erfüllt wird, kann politisch unterschiedlich entschieden werden.


Verteilungsaufgabe

Markteinkommen sind unterschiedlich hoch. Der Staat verändert die Verteilung durch Steuern, Sozialleistungen und öffentliche Angebote. Ziel ist nicht vollständige Gleichheit, sondern ein politisch bestimmter sozialer Ausgleich und die Sicherung menschenwürdiger Lebensbedingungen.


Stabilisierungsaufgabe

Der Staat versucht, starke wirtschaftliche Schwankungen abzumildern. In einer Krise kann er beispielsweise investieren oder Unterstützungen beschließen. In einer Hochphase kann eine zurückhaltendere Ausgabenpolitik sinnvoll sein. Solche Entscheidungen gehören zur Fiskalpolitik.


Schutzaufgabe

Arbeitsschutz, Produktsicherheit, Datenschutz, Umweltrecht und Verbraucherschutz begrenzen wirtschaftliches Handeln. Regeln sollen Risiken mindern und gleiche Mindeststandards schaffen.


Steuern, Abgaben und Staatshaushalt

Steuern sind Geldleistungen ohne direkten Anspruch auf eine bestimmte Gegenleistung. Sie finanzieren gemeinsame Aufgaben. Beiträge zur Sozialversicherung sind dagegen an Systeme wie Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung gebunden.

Der Staatshaushalt legt fest, welche Einnahmen erwartet werden und wofür Geld ausgegeben werden soll. Das Budgetrecht des Parlaments ist wichtig, weil die Regierung nicht frei über öffentliche Mittel verfügen darf.

Einnahmen Ausgaben
Steuern Bildung und Forschung
Gebühren und Beiträge soziale Sicherung
Einnahmen aus öffentlichem Eigentum Verkehr und digitale Infrastruktur
Kredite Verwaltung, Sicherheit und Recht
weitere Einnahmen Umwelt, Kultur und internationale Aufgaben

Kredite ermöglichen Ausgaben, die nicht sofort durch Einnahmen gedeckt sind. Sie verursachen aber Zins- und Rückzahlungspflichten. Deshalb wird politisch darüber gestritten, wann Schulden sinnvoll, notwendig oder zu hoch sind.


Sozialstaat und soziale Sicherung

Das Sozialstaatsprinzip verpflichtet den Staat, soziale Sicherheit und Teilhabe zu fördern. Die konkrete Ausgestaltung wird durch Gesetze bestimmt und kann verändert werden.

Bereich Beispielhafte Funktion
Krankenversicherung unterstützt bei Kosten von Krankheit und Behandlung
Pflegeversicherung hilft bei Pflegebedürftigkeit
Rentenversicherung sichert Einkommen im Alter
Arbeitslosenversicherung unterstützt bei Arbeitslosigkeit und Arbeitssuche
Grundsicherung sichert unter festgelegten Voraussetzungen ein Existenzminimum

Soziale Sicherung muss finanziert werden. Dabei entstehen Fragen nach Beitragshöhe, Leistungsumfang, Eigenverantwortung, Solidarität und Generationengerechtigkeit.


Wirtschaftspolitische Ziele

Das magische Viereck beschreibt vier wichtige Ziele der Wirtschaftspolitik: Preisstabilität, hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum. Häufig werden gerechte Verteilung und Umweltschutz ergänzt.

Ziel Möglicher Maßstab Typischer Konflikt
Preisstabilität Entwicklung des allgemeinen Preisniveaus starke Nachfragestützung kann Preisdruck erhöhen
Hohe Beschäftigung Arbeitslosen- und Erwerbstätigenzahlen Strukturwandel kann Arbeitsplätze abbauen und neue schaffen
Wirtschaftswachstum Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Leistung Wachstum kann Ressourcen und Umwelt belasten
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht Verhältnis von Einfuhren und Ausfuhren hohe Überschüsse können internationale Spannungen auslösen
Gerechte Verteilung Verteilung von Einkommen, Vermögen und Chancen Umverteilung kann unterschiedlich bewertet werden
Umweltschutz Emissionen, Flächen- und Ressourcenverbrauch Schutzmaßnahmen können kurzfristig Kosten erhöhen

Die Ziele heißen „magisch“, weil sie nicht immer gleichzeitig erreichbar sind. Politik muss daher gewichten, begründen und Folgen prüfen.


Inflation und Geldpolitik

Inflation bedeutet einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Dadurch sinkt die Kaufkraft des Geldes. Einzelne steigende Preise sind noch keine Inflation. Im Euroraum entscheidet das Eurosystem über die Geldpolitik. Sein vorrangiges Ziel ist Preisstabilität.


Wie Wirtschaft den Staat beeinflusst

Wirtschaftliche Entwicklungen verändern Steuereinnahmen, Beschäftigung und politische Handlungsmöglichkeiten. Unternehmen, Gewerkschaften, Verbände, Verbraucherorganisationen und andere Gruppen bringen Interessen in die Politik ein. Das ist Teil einer pluralistischen Demokratie. Wichtig sind transparente Regeln, damit Einfluss erkennbar und politische Entscheidungen kontrollierbar bleiben.

Auch Dein Verhalten wirkt: Konsum, Ausbildung, Beruf, Sparen, Gründen, Wählen oder Engagement in einer Organisation haben wirtschaftliche und politische Folgen.


Globalisierung und europäische Verflechtung

Deutschland ist eng in die Globalisierung und den europäischen Binnenmarkt eingebunden. Unternehmen importieren Rohstoffe und Vorprodukte, exportieren Waren und Dienstleistungen und investieren über Grenzen hinweg. Das schafft Chancen durch größere Märkte und Arbeitsteilung, kann aber auch Abhängigkeiten, Verteilungsfragen und ökologische Belastungen verstärken.

Politik muss deshalb nationale, europäische und internationale Regeln miteinander verbinden. Beispiele sind Handelsregeln, Lieferketten, Klimaschutz, Wettbewerb und Arbeitnehmerrechte.


Fallbeispiel: Klimaschutz und Wirtschaft

Klimaschutz zeigt besonders deutlich, wie Staat und Wirtschaft zusammenwirken. Emissionen verursachen gesellschaftliche Kosten, die nicht automatisch vollständig im Marktpreis enthalten sind. Der Staat kann Grenzwerte, Abgaben, Emissionshandel, Förderung oder öffentliche Investitionen einsetzen. Unternehmen können neue Technologien entwickeln, Produktionsweisen verändern oder Kosten an Kundinnen und Kunden weitergeben.

Perspektive Leitfrage
Beschäftigte Welche Arbeitsplätze verändern sich und welche Qualifikationen werden benötigt?
Unternehmen Welche Investitionen, Kosten und Wettbewerbschancen entstehen?
Verbraucher Wie verändern sich Preise, Auswahl und Alltag?
Staat Welche Maßnahme ist wirksam, sozial ausgewogen und kontrollierbar?
Umwelt Wie stark werden Emissionen und Ressourcenverbrauch tatsächlich gesenkt?

Eine gute politische Bewertung betrachtet nicht nur ein Ziel. Sie vergleicht Wirksamkeit, Kosten, Verteilung, Freiheit, Umsetzbarkeit und langfristige Folgen.


Urteilen in Gemeinschaftskunde

Bei politischen und wirtschaftlichen Fragen gibt es häufig mehrere begründbare Positionen. Ein sachliches Urteil unterscheidet Fakten, Interessen und Werte.

Schritt Frage
Problem klären Was genau soll verändert werden?
Fakten prüfen Welche Daten und Regeln sind verlässlich?
Akteure erkennen Wer ist betroffen und welche Interessen bestehen?
Folgen untersuchen Welche kurzfristigen und langfristigen Wirkungen sind möglich?
Kriterien anwenden Wie sind Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Wohlstand und Nachhaltigkeit berührt?
Urteil formulieren Welche Lösung ist nach der Abwägung am überzeugendsten?


Demokratische und wirtschaftliche Beteiligung

Du kannst Dich durch Wahlen, Petitionen, Schülervertretung, Jugendgemeinderäte, Verbände, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen oder Parteien beteiligen. Auch Verbraucherentscheidungen und eigenes wirtschaftliches Handeln können Signale setzen. Demokratische Beteiligung ersetzt jedoch nicht die Prüfung von Fakten und Folgen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Wirtschaftsordnung prägt Deutschland? (Soziale Marktwirtschaft) (!Zentralverwaltungswirtschaft) (!Reine Tauschwirtschaft) (!Feudalwirtschaft)




Welche Gewalt beschließt Gesetze? (Legislative) (!Exekutive) (!Judikative) (!Verwaltung)




Welche Aufgabe hat der Bundesrat? (Er vertritt die Regierungen der Länder) (!Er wählt alle Bürgermeister) (!Er leitet die Bundesgerichte) (!Er bestimmt allein den Bundeshaushalt)




Was kennzeichnet einen Rechtsstaat? (Staatliches Handeln ist an Recht und Gesetz gebunden) (!Die Regierung darf Gesetze umgehen) (!Gerichte sind der Regierung unterstellt) (!Wahlen finden ohne Regeln statt)




Wodurch entstehen Marktpreise grundsätzlich? (Durch Angebot und Nachfrage) (!Nur durch Gerichtsentscheidungen) (!Nur durch Schulnoten) (!Durch zufällige Losverfahren)




Was ist eine typische staatliche Ordnungsaufgabe? (Wettbewerbsregeln festlegen) (!Alle Produkte selbst herstellen) (!Jeden Preis täglich festsetzen) (!Alle Berufe zentral zuteilen)




Wofür werden Steuern verwendet? (Zur Finanzierung gemeinsamer öffentlicher Aufgaben) (!Nur zur Finanzierung privater Unternehmen) (!Nur zur Auszahlung von Löhnen im Ausland) (!Zur Abschaffung des Parlaments)




Was beschreibt Inflation? (Einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus) (!Die Senkung eines einzelnen Preises) (!Den Bau einer neuen Schule) (!Die Wahl eines Parlaments)




Warum heißt das magische Viereck magisch? (Weil seine Ziele nicht immer gleichzeitig erreichbar sind) (!Weil es aus geheimen Gesetzen besteht) (!Weil es nur vier Unternehmen betrifft) (!Weil es keine politischen Entscheidungen erfordert)




Welche Aussage passt zum Sozialstaat? (Er fördert soziale Sicherheit und Teilhabe) (!Er verbietet jede private Initiative) (!Er ersetzt alle Gerichte) (!Er schafft Wahlen ab)





Memory

Bundestag Gesetzgebung und Regierungskontrolle
Bundesrat Vertretung der Länderregierungen
Bundesregierung Leitung der Bundespolitik
Bundesverfassungsgericht Schutz des Grundgesetzes
Wettbewerb Konkurrenz mehrerer Anbieter
Sozialstaat Soziale Sicherheit und Teilhabe
Inflation Sinkende Kaufkraft bei steigendem Preisniveau





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gesetzgebung Bundestag
Ländervertretung Bundesrat
Regierungspolitik Bundesregierung
Verfassungskontrolle Bundesverfassungsgericht
Preisbildung Markt
Geldpolitik Eurosystem






Kreuzworträtsel

Bundestag Welches Bundesorgan beschließt Gesetze und kontrolliert die Regierung?
Bundesrat Welches Organ vertritt die Regierungen der Länder?
Steuern Wie heißen staatliche Einnahmen ohne direkte Gegenleistung?
Wettbewerb Wie heißt die Konkurrenz zwischen mehreren Anbietern?
Inflation Wie heißt ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus?
Sozialstaat Welches Staatsprinzip verlangt soziale Sicherheit und Teilhabe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Deutschland ist ein demokratischer und sozialer

. Die Verfassung Deutschlands heißt

. Die Aufteilung staatlicher Macht nennt man

. Der Bundestag gehört zur

. Die Bundesregierung gehört zur

. Deutschlands Wirtschaftsordnung heißt Soziale

. Auf Märkten treffen Angebot und

aufeinander. Der Staat finanziert viele gemeinsame Aufgaben durch

. Ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus heißt

. Der soziale Ausgleich gehört zum Prinzip des

. Die Vertretung der Länderregierungen auf Bundesebene heißt

. Das oberste Ziel der Geldpolitik im Euroraum ist die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Staat im Alltag: Fotografiere oder zeichne drei Beispiele dafür, wo Dir staatliche Aufgaben im Alltag begegnen, und erkläre jedes Beispiel in zwei Sätzen.
  2. Wirtschaftskreislauf: Erstelle ein einfaches Schaubild mit Haushalt, Unternehmen und Staat und trage je zwei Geld- oder Leistungsströme ein.
  3. Grundrechte: Wähle ein Grundrecht und beschreibe, warum es auch für wirtschaftliches Handeln wichtig ist.
  4. Preisbeobachtung: Vergleiche die Preise eines Alltagsprodukts bei drei Anbietern und notiere mögliche Gründe für Unterschiede.


Standard

  1. Kommunalpolitik: Recherchiere eine wirtschaftliche Entscheidung Deiner Gemeinde und stelle Beteiligte, Kosten und erwartete Wirkungen dar.
  2. Soziale Marktwirtschaft: Gestalte ein Erklärplakat, das Freiheit, Wettbewerb, Regeln und sozialen Ausgleich miteinander verbindet.
  3. Interessenvertretung: Führe ein kurzes Interview mit einer Person aus einem Betrieb, einer Gewerkschaft, einem Verband oder einer Verbraucherorganisation.
  4. Staatshaushalt: Entwickle einen fiktiven Klassenhaushalt und begründe, wie Du begrenzte Mittel auf Bildung, Umwelt, Freizeit und Unterstützung verteilst.


Schwer

  1. Klimapolitik: Produziere ein kurzes Video, das zwei Instrumente des Klimaschutzes vergleicht und ihre wirtschaftlichen und sozialen Folgen bewertet.
  2. Mindestlohn: Organisiere eine strukturierte Debatte mit Rollen für Beschäftigte, Unternehmen, Gewerkschaft, Staat und Verbraucher.
  3. Infrastrukturpolitik: Erstelle für ein reales Verkehrs- oder Digitalprojekt eine Kosten-Nutzen-Analyse mit mindestens vier Bewertungskriterien.
  4. Wirtschaftspolitisches Urteil: Verfasse eine begründete Stellungnahme zu einer aktuellen wirtschaftspolitischen Maßnahme und trenne Fakten, Interessen, Werte und eigenes Urteil.




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Lernkontrolle

  1. Zielkonfliktanalyse: Eine Regierung möchte gleichzeitig Energiepreise senken, den Staatshaushalt entlasten und den CO₂-Ausstoß verringern. Entwickle zwei Maßnahmen und beurteile die Zielkonflikte.
  2. Marktversagen: Eine Fabrik verschmutzt einen Fluss, ohne die Folgekosten zu tragen. Erkläre, warum der Marktpreis unvollständig sein kann, und vergleiche zwei staatliche Lösungen.
  3. Verteilungsentscheidung: Eine Kommune erhält zusätzliche Einnahmen. Entscheide zwischen Schulsanierung, günstigem Nahverkehr und Schuldentilgung. Begründe Deine Priorität und berücksichtige Gegenargumente.
  4. Regelungsfolgen: Ein neues Gesetz erhöht den Schutz von Beschäftigten, verursacht aber zusätzliche Kosten für Betriebe. Analysiere Folgen für mindestens drei Akteure.
  5. Konjunkturpolitik: In einer Wirtschaftskrise sinken Investitionen und Arbeitsplätze. Entwickle ein staatliches Maßnahmenpaket und erkläre mögliche Nebenwirkungen.
  6. Demokratische Kontrolle: Prüfe an einem selbst gewählten Beispiel, wie Parlament, Öffentlichkeit, Gerichte und Interessenverbände eine wirtschaftspolitische Entscheidung beeinflussen oder kontrollieren können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du nicht nur Begriffe wiedergeben, sondern Zusammenhänge erklären und Urteile begründen.

  1. Staatsprinzipien: Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Bundesstaat und Republik sicher erklären
  2. Gewaltenteilung: Legislative, Exekutive und Judikative unterscheiden und ihr Zusammenwirken darstellen
  3. Verfassungsorgane: Aufgaben von Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Bundespräsident und Bundesverfassungsgericht zuordnen
  4. Soziale Marktwirtschaft: Wettbewerb, Freiheit, staatliche Regeln und sozialen Ausgleich verbinden
  5. Wirtschaftskreislauf: Haushalte, Unternehmen, Staat, Banken und Ausland in Beziehung setzen
  6. Staatsaufgaben: Ordnung, Bereitstellung, Verteilung, Stabilisierung und Schutz an Beispielen anwenden
  7. Wirtschaftspolitische Ziele: Zielkonflikte des magischen Vierecks und ergänzender Ziele analysieren
  8. Urteilsbildung: Fakten, Interessen, Werte, Folgen und Gegenargumente nachvollziehbar abwägen
  9. Transfer: Ein aktuelles Problem auf staatliche und wirtschaftliche Zusammenhänge untersuchen




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