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Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment

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Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment




Einleitung

Ein Kompliment von Sportfreunde Stiller ist ein deutschsprachiger Indie-Rock- und Pop-Rock-Song aus dem Jahr 2002. Die Single erschien am 4. März 2002 als Vorabauskopplung aus dem zweiten Studioalbum Die gute Seite; als Autoren werden Peter Brugger, Rüdiger Linhof und Florian Weber genannt, produziert wurde der Titel von Uwe Hoffmann.[1] Der Song verbindet eine direkte Liebes- beziehungsweise Zuneigungsbotschaft mit ungewöhnlichen Vergleichen aus sehr unterschiedlichen Lebensbereichen. Gerade diese Mischung aus Alltagssprache, bildhaften Übertreibungen, wiederkehrenden Formteilen und einer überschaubaren harmonischen Basis macht ihn für eine schulische Liedanalyse besonders ergiebig.

Dieser aiMOOC untersucht vor allem die Funktionen von Indie-Rock-Klang, ungewöhnlichen Vergleichen, einfacher Akkordstruktur, Steigerung und Mitsingbarkeit. Vollständige Songtexte, eine vollständige Partitur oder eine melodische Transkription des Originals werden bewusst nicht wiedergegeben. Als Textbeleg wird nur ein sehr kurzes Zitat verwendet: „Ich wollte dir nur mal eben sagen“. Die Notenbeispiele mit der MediaWiki-Erweiterung Score sind kurze, selbst erstellte Analysemodelle und nicht dem urheberrechtlich geschützten Song entnommen.

Sportfreunde Stiller, Aufnahme von Nina Stiller, frei lizenziert unter CC BY-SA 3.0 / GFDL auf Wikimedia Commons
Sportfreunde Stiller, Aufnahme von Nina Stiller, frei lizenziert unter CC BY-SA 3.0 / GFDL auf Wikimedia Commons


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du den Song historisch einordnen, sprachliche Bilder untersuchen, musikalische Wiederholung und Steigerung beschreiben, verschiedene Fassungen vergleichend hören und die kulturelle Bedeutung eines langlebigen deutschsprachigen Mitsingsongs mit Quellen begründen. Du lernst außerdem, wie man urheberrechtlich geschützte Musik im Unterricht analysiert, ohne vollständige Songtexte, Melodien oder Partituren zu kopieren.


Entstehung und Veröffentlichung

Ein Kompliment gehört zum Album Die gute Seite, das am 2. April 2002 erschien und erneut von Uwe Hoffmann produziert wurde.[2] In einem Interview aus dem Veröffentlichungsjahr erklärte Peter Brugger allgemein, dass Songs der Band häufig aus starken Stimmungen und Gefühlen heraus entstünden; Ein Kompliment bezeichnete er dort als eines der romantischen Stücke des Albums.[3] Eine konkrete private Person oder eine eindeutig dokumentierte biografische Ursprungsgeschichte des Liedes lässt sich aus den hier geprüften Quellen dagegen nicht sicher ableiten. Eine seriöse Analyse sollte an dieser Stelle nicht spekulieren.

Der Bayerische Rundfunk fasste 2017 in einem PULS-Beitrag zusammen, dass die Band das Lied schnell geschrieben habe. Derselbe Beitrag beschreibt die Entwicklung vom Indie-Disko-Hit der frühen 2000er zur stärker im Radio präsenten Unplugged-Fassung von 2009 und hebt die besondere Live-Wirkung des Songs hervor.[4]


Das Musikvideo als Zeitdokument

Im Musikvideo wird eine polizeiliche Gegenüberstellung humorvoll inszeniert. In einem zeitgenössischen Interview erklärte Peter Brugger, die Grundidee zur Videogeschichte stamme von Florian Weber; unter anderem wirkten die Bands Echt und Emil Bulls mit.[5] Das Video eignet sich deshalb nicht nur zur Songanalyse, sondern auch für Fragen nach Musikfernsehen, Bandimage, Humor und der deutschen Popkultur der frühen 2000er.

Offizielles Musikvideo auf dem Official Artist Channel:

Das eingebettete Video ist keine freie OER-Datei, sondern ein offizieller Upload des Rechteinhabers beziehungsweise des Official Artist Channels. Für Unterricht und Analyse ist ein Link oder Embed sinnvoller als eine Kopie der Videodatei.[6]


Inhaltliche Erschließung

Das lyrische Ich richtet sich unmittelbar an eine nahestehende Person. Der Text kreist um Wertschätzung, Zuneigung und die Frage, ob diese Gefühle erwidert werden. Auffällig ist, dass die angesprochene Person nicht nur mit klassischen romantischen Bildern verbunden wird. Stattdessen wechseln die Vergleiche zwischen Reise, Natur, Freizeit, Konsumwelt und praktischer Problemlösung. Dadurch entsteht ein Ton, der zugleich herzlich, alltagsnah, verspielt und leicht übertrieben wirkt.

Eine wichtige Bewegung des Textes führt von einer Sammlung bildhafter Vergleiche zur direkten Ansprache. In den beschreibenden Passagen wird die Bedeutung der angesprochenen Person immer neu umkreist. Im wiederkehrenden Hauptteil wird die Aussage deutlich direkter. Diese Bewegung kann als rhetorische Steigerung gelesen werden: Aus vielen Einzelbildern wird ein klares persönliches Bekenntnis.


Ungewöhnliche Vergleiche und Bildfelder

Die Bildsprache ist besonders geeignet, um Metapher, Vergleich, Wortfeld und Register zu unterscheiden. Einige Bilder greifen große, beinahe pathetische Vorstellungen wie Reise oder Begeisterungswelle auf. Andere stammen aus dem Alltag, etwa Freizeit, Supermarkt oder das Beheben eines Problems. Die Mischung hoher und alltäglicher Bildfelder verhindert, dass die Liebeserklärung ausschließlich feierlich klingt.

Bildfeld Typische Vorstellung Mögliche Wirkung
Reise und Ziel Weg, Orientierung, Ankommen Die Beziehung erscheint als bedeutungsvoller Endpunkt einer Entwicklung.
Natur und Bewegung Welle, Auftrieb, Schwung Gefühle werden als körperlich spürbare Energie vorgestellt.
Freizeit und Erholung Pause, Feiertag, Rückzugsraum Nähe wird mit Sicherheit und Entlastung verbunden.
Konsum und Alltag attraktive Abteilung, Aufbewahren, Wert Romantik wird humorvoll in vertraute Alltagssituationen übersetzt.
Problemlösung etwas funktioniert wieder Die angesprochene Person erscheint als verlässlich und hilfreich.

Analysehinweis: Vermeide die Gleichung „Metapher = versteckter Vergleich“ als einzige Erklärung. Frage genauer: Welche beiden Bedeutungsbereiche werden verbunden? Welche Gefühle oder Bewertungen entstehen durch diese Verbindung? Passt das Bild zum übrigen Sprachstil oder erzeugt es bewusst einen Bruch?


Musikalische Analyse


Indie-Rock zwischen Direktheit und Mitsingbarkeit

Sportfreunde Stiller werden dem deutschen Indie-Rock beziehungsweise Pop-Rock zugerechnet.[7] Für Ein Kompliment ist weniger virtuose Komplexität als die unmittelbare Wirkung entscheidend: ein klarer Bandklang, gut wiedererkennbare Formteile, eine wiederkehrende harmonische Grundlage und eine Gesangslinie, die sich im Refrain leicht merken lässt. Ein Interview von 2002 bestätigt, dass der Band schon damals ein großes „Mitsingpotenzial“ ihrer Musik zugeschrieben wurde; Brugger erklärte, dies werde nicht künstlich geplant, sondern entstehe aus der Musik der Band.[8]

Akustische Gitarre, Foto von Massimo Giuliani, Public Domain auf Wikimedia Commons
Akustische Gitarre, Foto von Massimo Giuliani, Public Domain auf Wikimedia Commons


Einfache Akkordstruktur: Was heißt das genau?

Veröffentlichte Web-Transkriptionen stimmen nicht in jedem Detail überein. Chordify nennt für eine verbreitete Transkription des Stücks die Akkorde D-Dur, a-Moll, C-Dur und e-Moll; andere vereinfachte Gitarrenfassungen reduzieren den Ablauf noch stärker.[9] Für die schulische Analyse ist deshalb wichtiger als ein vermeintlich einzig „richtiges“ Akkordblatt: Der Song arbeitet mit einem kleinen, stark wiederholten Akkordvorrat. Das erleichtert Orientierung, Wiedererkennung, Begleitung und gemeinsames Singen.

Der folgende Score ist kein Ausschnitt aus Ein Kompliment. Er ist ein selbst erfundenes Vier-Akkord-Modell, mit dem Du hören oder spielen kannst, wie ein kurzer harmonischer Kreislauf Stabilität und Vorhersagbarkeit erzeugt.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 e g e | a, c e c | f a c a | g b d b |
}

Analyseauftrag: Spiele oder höre das Modell mehrmals. Beschreibe, ab wann Du den nächsten Akkord erwartest. Übertrage die Beobachtung anschließend auf den Song, ohne dessen vollständige Harmonie zu notieren.


Form, Wiederholung und Steigerung

Die Wirkung des Songs entsteht nicht nur durch einzelne Akkorde, sondern durch das Verhältnis von Wiederholung und Intensivierung. Wiederkehrende Formteile schaffen Sicherheit. Die sprachliche Bewegung von bildhaften Beschreibungen zur direkten Botschaft verstärkt die emotionale Klarheit. Beim Hören kannst Du zusätzlich auf Lautstärke, Instrumentendichte, Artikulation, Schlagzeugenergie und die Intensität des Gesangs achten.

Auch das folgende Score-Beispiel ist vollständig selbst erstellt. Es zeigt nur das abstrakte Prinzip einer Steigerung durch kürzere Notenwerte und Dynamik.


\relative c' {
  \time 4/4
  c1\p | c2 c | c4\mf c c c | c8\f c c c c c c c |
}

Übertragung auf das Original: Markiere beim Hören Stellen, an denen Du mehr Energie wahrnimmst. Begründe Deine Einschätzung mit mindestens zwei musikalischen Parametern. Eine bloße Aussage wie „es wird stärker“ reicht nicht; benenne, wodurch dieser Eindruck entsteht.


Hörvergleich: Studio und Unplugged

2009 erschien eine Akustikfassung im Zusammenhang mit MTV Unplugged in New York erneut als Single.[10] Der Vergleich beider Fassungen ist didaktisch besonders ergiebig: Du kannst untersuchen, wie Instrumentierung, Raumwirkung, Tempoempfinden, Dynamik, Publikumspräsenz und Gesangscharakter die gleiche Komposition unterschiedlich rahmen.

Offizielle Unplugged-Fassung auf dem Official Artist Channel:

[11]

  1. Höre zunächst nur auf die Instrumentierung. Welche Klangquellen kannst Du sicher unterscheiden?
  2. Höre ein zweites Mal auf die Dynamik. Wo wirkt die Darbietung intim, wo gemeinschaftlich oder groß?
  3. Höre ein drittes Mal auf die Stimme. Welche Unterschiede bemerkst Du bei Artikulation, Intensität und Nähe?
  4. Vergleiche anschließend Deine Beobachtungen mit der Studioversion und trenne Hörbeobachtung von persönlicher Bewertung.


Nachhaltige Bedeutung als deutschsprachiger Mitsingsong

Die langfristige Wirkung lässt sich an mehreren voneinander unabhängigen Hinweisen festmachen. Die ursprüngliche Single erschien 2002; sieben Jahre später erhielt das Lied durch die Unplugged-Fassung erneut starke Aufmerksamkeit. Die offiziellen deutschen Charts verzeichnen für den Titel eine Höchstposition auf Rang 6.[12] Das Chartarchiv hitparade.ch weist insgesamt 64 Chartwochen in Deutschland aus.[13]

Der BR beschreibt den Weg des Stücks vom Indie-Disko-Hit zum Radiohit und verweist außerdem auf seine starke Präsenz bei Hochzeiten sowie seine Live-Wirkung.[14] Diese Beobachtungen passen zum musikalischen Aufbau: wenige harmonische Bausteine, ein schnell wiedererkennbarer Refrain, direkte Ansprache und ein Text, dessen zentrale Botschaft auch ohne komplexe Erzählhandlung verständlich ist. Das erklärt die Mitsingbarkeit plausibel, ohne zu behaupten, es gebe nur einen einzigen Grund für den langanhaltenden Erfolg.

Sportfreunde Stiller bei der 1LIVE Krone 2013, Foto: Superbass, CC BY-SA 3.0
Sportfreunde Stiller bei der 1LIVE Krone 2013, Foto: Superbass, CC BY-SA 3.0
Sportfreunde Stiller bei Rock am Ring 2022, Foto: Sven Mandel, CC BY-SA 4.0
Sportfreunde Stiller bei Rock am Ring 2022, Foto: Sven Mandel, CC BY-SA 4.0


Rechtssicher analysieren und mit Medien arbeiten

Bei populärer Musik musst Du zwischen Analyse und Vervielfältigung unterscheiden. Ein vollständiger geschützter Songtext oder eine vollständige Melodie gehört nicht in einen offenen aiMOOC, wenn dafür keine passende Lizenz vorliegt. Zulässig und didaktisch sinnvoll sind dagegen kurze Zitate im erforderlichen Analysekontext, eigene Paraphrasen, selbst erstellte Analysemodelle, Links beziehungsweise Embeds offizieller Plattformangebote und frei lizenzierte Medien von Wikimedia Commons. Bei Commons-Dateien musst Du jeweils die konkrete Lizenz und erforderliche Namensnennung auf der Dateiseite beachten.

Die in diesem aiMOOC verwendeten Score-Beispiele bilden nicht die Melodie oder Partitur des Songs ab. Sie demonstrieren nur abstrakte Prinzipien wie Akkordkreislauf und Steigerung. Wenn Du selbst ein Analysebeispiel erstellst, formuliere es so, dass es eine musikalische Idee erklärt, ohne eine geschützte Passage nachzubauen.


Freie Medien und Lizenzhinweise

  1. : Nina Stiller; auf Wikimedia Commons unter CC BY-SA 3.0 und GFDL verfügbar.[15]
  2. : Superbass; CC BY-SA 3.0.[16]
  3. : Sven Mandel; CC BY-SA 4.0.[17]
  4. : Massimo Giuliani; Public Domain.[18]


Quellenkritik

Nicht jede Quelle beantwortet dieselbe Frage gleich gut. Für Veröffentlichungsdaten und Grunddaten sind Enzyklopädie- und Labelangaben nützlich. Für zeitgenössische Aussagen zur Band sind Interviews besonders wertvoll, weil sie dokumentieren, wie die Musiker selbst ihr Arbeiten beschrieben haben. Für Chartpositionen ist die offizielle Chartquelle vorzuziehen. Akkordseiten sind dagegen Transkriptionsangebote und können voneinander abweichen; deshalb werden sie hier nicht wie eine autorisierte Partitur behandelt.

Die wichtigste Regel lautet: Beobachtung, Quelle und Interpretation trennen. Schreibe zum Beispiel nicht „Der Song ist zeitlos“, als wäre das messbare Tatsache. Formuliere stattdessen: „Die erneute Chartpräsenz 2009, die langfristige Nutzung in Live- und Feierkontexten und die wiederholte mediale Rezeption sprechen für eine anhaltende kulturelle Präsenz.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr erschien Ein Kompliment ursprünglich als Single? (2002) (!1996) (!2006) (!2009)




Auf welchem Studioalbum erschien Ein Kompliment? (Die gute Seite) (!Burli) (!La Bum) (!New York Rio Rosenheim)




Welche Genrebezeichnung passt am besten zur Grundzuordnung des Songs? (Indie-Rock und Pop-Rock) (!Barockmusik) (!Techno) (!Zwölftonmusik)




Welche sprachliche Besonderheit prägt den Text besonders? (Ungewöhnliche Vergleiche aus verschiedenen Bildfeldern) (!Eine durchgehende historische Erzählung) (!Ausschließlich Fachsprache) (!Ein Text ohne bildhafte Sprache)




Warum kann ein kleiner wiederholter Akkordvorrat Mitsingbarkeit unterstützen? (Weil Wiederholung Orientierung und Erwartbarkeit schafft) (!Weil dadurch jede Wiederholung vermieden wird) (!Weil nur Instrumentalisten den Ablauf verstehen) (!Weil der Text dadurch automatisch unwichtig wird)




Worin besteht eine wichtige rhetorische Steigerung des Songs? (Von bildhaften Beschreibungen zur direkten persönlichen Aussage) (!Von deutscher zu lateinischer Sprache) (!Von einer Fuge zu einem Kanon) (!Von einem politischen Bericht zu einer Nachrichtensendung)




Welche Fassung brachte dem Lied 2009 erneut große Aufmerksamkeit? (Die Unplugged-Fassung) (!Eine Opernfassung) (!Eine reine Orchesterfassung ohne Gesang) (!Eine zwölfstimmige Renaissancefassung)




Was ist bei der musikalischen Analyse urheberrechtlich besonders sinnvoll? (Kurze eigene Analysemodelle statt einer vollständigen Originalpartitur) (!Die vollständige Melodie ohne Erlaubnis abschreiben) (!Den gesamten Songtext in den Kurs kopieren) (!Eine kommerzielle Aufnahme neu hochladen)




Welche Quelle eignet sich besonders gut für die deutsche Chart-Höchstposition? (Die Offiziellen Deutschen Charts) (!Ein anonymer Kommentar) (!Eine private Chatnachricht) (!Eine erfundene Rangliste)




Was macht eine gute Höranalyse aus? (Beobachtungen mit konkreten musikalischen Parametern begründen) (!Nur sagen ob man den Song mag) (!Den vollständigen Songtext abschreiben) (!Jede Quelle ungeprüft übernehmen)





Memory

Indie-Rock Gitarrenorientierter Alternativrock
Vergleich Bildhafte Beziehung zweier Bereiche
Refrain Wiederkehrender Hauptteil
Dynamik Entwicklung der Lautstärke
Unplugged Akustisch reduzierte Darbietung
Mitsingbarkeit Leicht erinnerbare musikalische Struktur





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Reisebild Weg und Ziel
Naturbild Bewegung und Energie
Alltagsbild Vertraute Lebenswelt
Direkte Ansprache Persönliches Bekenntnis
Wiederholung Wiedererkennung und Mitsingen





Kreuzworträtsel

Indierock Welches Genre prägt den gitarrenorientierten Stil der Band?
Vergleich Wie heißt ein sprachliches Mittel, das zwei Bereiche zueinander in Beziehung setzt?
Refrain Wie heißt ein wiederkehrender Hauptteil eines Songs?
Unplugged Wie nennt man eine akustisch reduzierte Konzertfassung häufig?
Dynamik Welcher musikalische Parameter beschreibt Lautstärke und ihre Entwicklung?
Metapher Wie heißt eine bildhafte Bedeutungsübertragung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Kompliment erschien ursprünglich im Jahr

. Das Lied gehört zum Album

. Stilistisch wird es vor allem dem

zugeordnet. Die Bildsprache verbindet mehrere unterschiedliche

. Ein kleiner wiederkehrender Akkordvorrat unterstützt musikalische

. Die direkte Aussage im Hauptteil verstärkt die emotionale

. Eine akustisch reduzierte Fassung erschien 2009 im Umfeld von

. Für eine genaue Höranalyse solltest Du musikalische

benennen. Vollständige geschützte Songtexte werden in einem offenen Lernangebot nicht

. Kurze selbst erstellte Score-Beispiele können abstrakte Prinzipien wie

veranschaulichen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildfelder: Sammle fünf eigene, neue Komplimente aus unterschiedlichen Bildfeldern, ohne Formulierungen aus dem Song zu übernehmen. Markiere jeweils das Bildfeld.
  2. Hörprotokoll: Höre die offizielle Studioversion und notiere zu drei Zeitpunkten Instrumentierung, Lautstärkeempfinden und Gesangsintensität.
  3. Storyboard: Entwirf sechs Bilder für ein alternatives Musikvideo, das ohne romantische Klischees auskommt.
  4. Akkordschleife: Erfinde mit drei oder vier Akkorden eine eigene kurze Begleitung und beschreibe, wodurch sie leicht merkbar wird.


Standard

  1. Versionsvergleich: Vergleiche Studio- und Unplugged-Fassung anhand von mindestens fünf Kriterien und belege jede Aussage mit einer konkreten Hörbeobachtung.
  2. Sprachanalyse: Ordne die im Song erkennbaren Bildfelder nach Alltag, Natur, Bewegung, Wert und Erholung und erkläre ihre unterschiedliche Wirkung, ohne längere Textpassagen zu zitieren.
  3. Mitsingfaktor: Entwickle einen Kriterienbogen für Mitsingbarkeit und teste ihn an Ein Kompliment sowie an zwei weiteren deutschsprachigen Songs.
  4. Interviewprojekt: Befrage mindestens drei Personen verschiedener Altersgruppen dazu, in welchen Situationen ihnen der Song begegnet ist. Dokumentiere Unterschiede zwischen Erinnerung und überprüfbarer Tatsache.


Schwer

  1. Rezeptionsgeschichte: Rekonstruiere mit Quellen die Stationen 2002, 2009 und die spätere Rezeption. Unterscheide Veröffentlichungsdaten, Chartdaten, Medienberichte und persönliche Erinnerungen.
  2. Arrangement: Komponiere eine eigene acht- bis sechzehntaktige Miniatur, die durch Wiederholung und Dynamik eine Steigerung erzeugt, ohne Melodie oder Harmonie des Originals zu übernehmen.
  3. Urheberrecht und OER: Erstelle eine Checkliste für rechtssichere Songanalysen in offenen Lernmaterialien. Unterscheide Zitat, Paraphrase, Embed, freie Lizenz und eigene Schöpfung.
  4. Kulturelle Bedeutung: Diskutiere, warum einfache musikalische Mittel nicht mit geringer Wirkung gleichzusetzen sind. Beziehe Form, Sprache, Aufführungssituation und Erinnerungskultur ein.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Du hörst einen unbekannten deutschsprachigen Pop-Rock-Song mit wenigen Akkorden und wiederholtem Refrain. Entwickle eine begründete Hypothese, welche Merkmale seine Mitsingbarkeit fördern könnten.
  2. Vergleich und Funktion: Erkläre an einem selbst erfundenen Beispiel, wie ein ungewöhnlicher Alltagsvergleich zugleich humorvoll und emotional wirken kann.
  3. Steigerungsmodell: Entwirf ein Schema, das zeigt, wie Dynamik, Instrumentendichte, Rhythmus und direkte Sprache gemeinsam eine Steigerung erzeugen können.
  4. Quellenbewertung: Vergleiche eine offizielle Chartquelle, ein Bandinterview und eine Akkord-Community-Seite. Erkläre, für welche Fragestellung jede Quelle geeignet oder ungeeignet ist.
  5. Rezeptionsargument: Formuliere eine kurze These zur langfristigen kulturellen Präsenz eines Songs und nenne mindestens drei verschiedene Arten von Belegen, die diese These stützen oder widerlegen könnten.
  6. Rechtsbewusste Präsentation: Plane eine Unterrichtsfolie zu einem urheberrechtlich geschützten Song. Entscheide, welche Inhalte Du zitierst, verlinkst, selbst gestaltest oder ganz weglässt, und begründe jede Entscheidung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du musikalische und sprachliche Beobachtungen miteinander verbinden kannst. Wichtig sind eine nachvollziehbare Einordnung des Songs in Zeit und Stil, die Analyse der Bildfelder, die Beschreibung von Wiederholung und Steigerung, ein begründeter Vergleich von Studio- und Unplugged-Fassung, eine reflektierte Erklärung der Mitsingbarkeit, saubere Quellenarbeit sowie ein rechtssicherer Umgang mit geschützten Inhalten. Besonders überzeugend ist ein Lernnachweis, wenn Du Beobachtung, Interpretation und Bewertung klar voneinander trennst und eigene Analysebeispiele verwendest.




OERs zum Thema

Zusätzlich bieten die frei lizenzierten Medien in der Wikimedia-Commons-Kategorie Sportfreunde Stiller Material für Präsentationen und Lernprodukte. Prüfe bei jeder Datei die konkrete Lizenz und die erforderliche Namensnennung.


Quellen

  1. Wikipedia: Ein Kompliment
  2. Wikipedia: Die gute Seite
  3. BR PULS: Interview und Rezeption
  4. laut.de: Interview vom 6. April 2002
  5. Offizielle Deutsche Charts: Sportfreunde Stiller
  6. Universal Music: offizielles Video zu Ein Kompliment
  7. Wikimedia Commons: freie Medien zu Sportfreunde Stiller


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