Zum Inhalt springen

Spiel und Entwicklung - AES

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Spiel und Entwicklung - AES




Einleitung

Spiel und Entwicklung gehören eng zusammen. Kinder spielen nicht nur zur Unterhaltung. Im Spiel entdecken sie ihre Umwelt, erproben Bewegungen, lösen Probleme, drücken Gefühle aus, übernehmen Rollen und lernen, mit anderen Menschen umzugehen. Spielen ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung.

Für das Fach AES – Alltagskultur, Ernährung und Soziales ist das Thema besonders interessant. Es verbindet Fragen aus Gesundheit, Familie, sozialem Lernen, Konsum, Freizeitgestaltung und Medienbildung. Du lernst in diesem aiMOOC, warum Spielen wichtig ist, welche Spielformen es gibt und worauf bei Spielmaterialien und Spielbedingungen geachtet werden kann.

Wichtig: Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Spielformen treten nicht bei allen Kindern im gleichen Alter oder in derselben Reihenfolge auf. Sie können sich überschneiden und lange nebeneinander bestehen.


Warum Spielen für die Entwicklung wichtig ist

Im Spiel handeln Kinder aus eigenem Antrieb. Sie beobachten, probieren aus, wiederholen Handlungen und verändern ihre Ideen. Dadurch sammeln sie Erfahrungen, ohne dass jede Situation von Erwachsenen vorgegeben werden muss.

Spiel kann verschiedene Entwicklungsbereiche gleichzeitig anregen. Ein Kind, das beispielsweise einen Turm baut, bewegt seine Hände gezielt, beobachtet Größen und Formen, plant sein Vorgehen, reagiert auf Misserfolge und spricht vielleicht mit anderen über seine Idee.

Merksatz: Spielen und Lernen sind bei Kindern häufig eng miteinander verbunden.


Entwicklungsbereiche

Beim Spielen können mehrere Bereiche der Entwicklung angesprochen werden:

Entwicklungsbereich Was kann im Spiel geübt werden? Beispiel
Motorische Entwicklung Körperkoordination, Gleichgewicht, Kraft sowie Grob- und Feinmotorik Klettern, Ballspielen, Bauen
Kognitive Entwicklung Wahrnehmen, Vergleichen, Planen, Erinnern und Problemlösen Puzzle, Bauwerke, Suchspiele
Sprachliche Entwicklung Wortschatz, Erzählen, Zuhören und Verhandeln Rollenspiele, gemeinsame Regelspiele
Soziale Entwicklung Absprachen, Kooperation, Rücksicht und Konfliktlösung Mannschafts- und Gruppenspiele
Emotionale Entwicklung Gefühle wahrnehmen, Frustration aushalten und Selbstvertrauen entwickeln Gewinnen, verlieren, Neues ausprobieren
Kreative Entwicklung Fantasie, eigene Ideen und unterschiedliche Lösungswege Verkleiden, Gestalten, freies Bauen


Bewegung und Körpererfahrung

Kinder brauchen Gelegenheiten, sich zu bewegen. Beim Rennen, Springen, Balancieren, Werfen oder Klettern lernen sie ihren Körper besser kennen und üben ihre Bewegungssteuerung. Bewegungsspiele können außerdem Ausdauer, Geschicklichkeit und räumliche Orientierung anregen.

Für Erwachsene bedeutet das: Bewegungsräume sollten möglichst abwechslungsreich, aber auch überschaubar und sicher sein. Kinder brauchen Herausforderungen, bei denen sie eigene Fähigkeiten einschätzen und erweitern können.


Denken und Problemlösen

Beim Bauen, Sortieren oder Puzzeln entstehen ständig kleine Probleme: Welcher Stein passt? Warum fällt der Turm um? Wie kann eine Brücke stabiler werden? Kinder entwickeln dabei Vermutungen, testen Lösungen und verändern ihr Vorgehen.

Beim Spiel wird ein Fehler dadurch häufig nicht zum endgültigen Scheitern. Er kann zum Anlass werden, etwas erneut oder anders zu versuchen. Diese Erfahrung ist für Problemlösen, Selbstwirksamkeit und Lernen bedeutsam.


Sprache und Kommunikation

Gemeinsames Spielen bietet viele Sprechanlässe. Kinder erklären Ideen, erfinden Geschichten, benennen Gegenstände, vereinbaren Regeln oder lösen Streit. Im Rollenspiel können sie außerdem unterschiedliche Ausdrucksweisen und Gesprächssituationen ausprobieren.

Erwachsene können Sprache unterstützen, indem sie aufmerksam zuhören, Fragen stellen und neue Begriffe in passende Situationen einbringen. Ein Spiel muss dafür nicht ständig unterbrochen oder in eine Unterrichtssituation verwandelt werden.


Soziale und emotionale Entwicklung

Wenn mehrere Kinder miteinander spielen, treffen unterschiedliche Wünsche aufeinander. Wer darf anfangen? Welche Regel gilt? Was passiert, wenn jemand verliert? Solche Situationen können Möglichkeiten bieten, Empathie, Kooperation, Konfliktlösung und Frustrationstoleranz zu entwickeln.

Auch Gefühle spielen eine wichtige Rolle. Kinder erleben Freude, Spannung, Stolz, Ärger oder Enttäuschung. Im geschützten Rahmen des Spiels können sie lernen, mit diesen Gefühlen umzugehen.


Fantasie und Kreativität

Ein Karton kann im Spiel zum Auto, Raumschiff oder Kaufmannsladen werden. Fantasie ermöglicht es Kindern, Gegenstände neu zu deuten und eigene Situationen zu erfinden. Dabei gibt es häufig nicht nur eine richtige Lösung.

Kreatives Spiel braucht deshalb nicht immer aufwendiges Spielzeug. Offene Materialien wie Tücher, Kartons, Naturmaterialien oder Bausteine können viele unterschiedliche Spielideen ermöglichen.


Spielformen

Spielformen helfen dabei, unterschiedliche Arten des Spielens zu beschreiben. Sie sind keine starren Entwicklungsstufen. Ein älteres Kind kann weiterhin gern bauen oder Bewegungsspiele spielen, obwohl es längst komplexe Regelspiele beherrscht.

Spielform Kennzeichen Beispiel
Funktionsspiel Bewegungen, Wirkungen und Eigenschaften werden wiederholt erprobt. Schütteln, Rollen, Stapeln
Konstruktionsspiel Aus Material entsteht etwas Neues. Turm, Höhle, Fahrzeug
Symbolspiel Ein Gegenstand erhält im Spiel eine neue Bedeutung. Ein Stock wird zum Zauberstab.
Rollenspiel Kinder übernehmen Rollen und gestalten erfundene oder beobachtete Situationen. Arztpraxis, Restaurant, Familie
Bewegungsspiel Körperliche Aktivität steht im Mittelpunkt. Fangen, Balancieren, Ballspiel
Regelspiel Vereinbarte Regeln strukturieren das Spiel. Brettspiel, Kartenspiel, Mannschaftsspiel


Funktionsspiel

Beim Funktionsspiel wird untersucht, was der eigene Körper oder ein Gegenstand kann. Ein Kind lässt beispielsweise einen Ball immer wieder rollen oder steckt Gegenstände ineinander. Wiederholung ist dabei kein Zeichen von Langeweile. Durch Wiederholen können Bewegungen sicherer und Zusammenhänge verständlicher werden.


Konstruktionsspiel

Beim Konstruktionsspiel entsteht ein Produkt: ein Turm, eine Straße, eine Höhle oder eine Fantasiewelt. Dabei werden Planung, Feinmotorik, räumliches Denken und Kreativität angesprochen.

Besonders interessant sind Materialien, die verschiedene Lösungen zulassen. Wird der Bauprozess nicht vollständig von Erwachsenen vorgegeben, können Kinder eigene Ideen verfolgen und Probleme selbst lösen.


Symbol- und Rollenspiel

Im Symbolspiel bekommt etwas eine neue Bedeutung. Ein Holzklotz kann plötzlich ein Telefon sein. Im Rollenspiel übernehmen Kinder Rollen und spielen Situationen nach oder erfinden neue Geschichten.

Rollenspiele ermöglichen es, Alltagssituationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Kinder können dabei soziale Rollen, Sprache, Regeln und Gefühle erproben. Auch Erfahrungen aus Familie, Kindergarten, Schule, Medien oder Öffentlichkeit können im Spiel auftauchen.


Regelspiel

Bei Regelspielen einigen sich die Beteiligten auf einen festen Ablauf. Regeln geben Orientierung und machen gemeinsames Spielen möglich. Gleichzeitig können sie Konflikte auslösen, wenn Regeln unterschiedlich verstanden werden.

Regelspiele bieten deshalb Anlässe, Fairness, Absprachen und den Umgang mit Gewinnen und Verlieren zu üben.


Freies Spiel und angeleitetes Spiel

Beim freien Spiel bestimmen Kinder möglichst selbst, was, womit, wie lange und mit wem sie spielen. Erwachsene schaffen geeignete Bedingungen, beobachten und unterstützen bei Bedarf.

Beim angeleiteten Spiel gibt eine erwachsene Person stärker Impulse, Aufgaben oder Regeln vor. Das kann sinnvoll sein, wenn eine bestimmte Erfahrung ermöglicht, eine neue Spielidee eingeführt oder eine Gruppe zusammengeführt werden soll.

Beide Formen können ihren Platz haben. Entscheidend ist, dass Kinder nicht nur vorgegebene Aufgaben ausführen, sondern auch Zeit für eigene Spielideen erhalten.


Die Rolle von Erwachsenen

Erwachsene müssen Spiel nicht ständig steuern. Sie können gute Bedingungen schaffen:

  1. Beobachtung: Wahrnehmen, womit sich das Kind gerade beschäftigt.
  2. Sicherheit: Gefahren reduzieren, ohne jede Herausforderung zu vermeiden.
  3. Material: Geeignete, vielfältig nutzbare Dinge bereitstellen.
  4. Zeit: Spiel nicht unnötig häufig unterbrechen.
  5. Unterstützung: Helfen, wenn das Kind Hilfe braucht, aber nicht jede Lösung vorwegnehmen.
  6. Teilhabe: Darauf achten, dass möglichst alle Kinder teilnehmen können.


Spielräume und Spielmaterialien

Die Umgebung beeinflusst, welche Spielideen entstehen. Ein guter Spielraum muss nicht möglichst viele Spielsachen enthalten. Oft ist eine übersichtliche Auswahl hilfreicher.

Geeignete Spielräume können Platz für Bewegung, Rückzug, Bauen, Gestalten und gemeinsames Spiel enthalten. Innen- und Außenräume ermöglichen unterschiedliche Erfahrungen.


Spielzeug aus AES-Sicht beurteilen

Im Fach AES wird nicht nur gefragt: Macht dieses Spielzeug Spaß? Auch Konsum, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit gehören zur Bewertung.

Kriterium Mögliche Leitfrage
Sicherheit Ist das Material für das Kind und die Nutzung geeignet?
Entwicklungsangemessenheit Kann das Kind selbst aktiv werden, ohne über- oder unterfordert zu sein?
Vielseitigkeit Sind mehrere Spielideen möglich?
Haltbarkeit Kann das Produkt lange genutzt oder weitergegeben werden?
Reparierbarkeit Lassen sich Teile ersetzen oder reparieren?
Nachhaltigkeit Wie wurden Material, Herstellung, Verpackung und Transport gestaltet?
Werbung und Konsum Wird ein tatsächlicher Bedarf angesprochen oder vor allem ein Kaufwunsch erzeugt?
Teilhabe Können unterschiedliche Kinder das Material möglichst selbstständig nutzen?

Nicht jedes gute Spielmaterial muss gekauft werden. Kartons, Tücher, ungefährliche Haushaltsgegenstände oder Naturmaterialien können vielseitige Spielideen ermöglichen.


Spiel, Konsum und Werbung

Kinder sind auch eine Zielgruppe von Werbung. Figuren aus Filmen, Serien oder digitalen Spielen werden häufig mit Spielwaren verbunden. Dadurch können Wünsche entstehen, die weniger mit der Spielqualität als mit Marken, Sammelserien oder Trends zusammenhängen.

Für eine bewusste Konsumentscheidung kannst Du prüfen:

  1. Welchen Spielwert hat das Produkt?
  2. Wie vielseitig lässt es sich verwenden?
  3. Wie lange bleibt es interessant?
  4. Kann es geteilt, ausgeliehen, gebraucht gekauft oder weitergegeben werden?
  5. Welche Folgekosten entstehen möglicherweise?
  6. Welche Rolle spielen Werbung, Marken oder Sammeldruck?

Diese Fragen verbinden Konsumkompetenz mit Nachhaltigkeit und Familienalltag.


Digitale Spiele

Digitale Spiele gehören zur Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher. Sie können Unterhaltung, Wettbewerb, Geschichten, Kreativität und gemeinsames Handeln verbinden. Ihre Wirkung hängt jedoch stark vom konkreten Spiel, von der Nutzungssituation und vom einzelnen Kind ab.

Bei der Bewertung digitaler Spiele sind für AES mehrere Aspekte wichtig:

  1. Medienkompetenz: Inhalte verstehen und kritisch beurteilen.
  2. Datenschutz: Prüfen, welche Daten erhoben werden.
  3. Werbung: Werbeformen und Kaufanreize erkennen.
  4. In-App-Käufe: Kosten und Geschäftsmodelle beachten.
  5. Gesundheit: Auf einen Alltag mit Bewegung, Schlaf, Schule und sozialen Kontakten achten.
  6. Jugendschutz: Alterskennzeichnungen und Inhalte berücksichtigen.

Digitale Spiele müssen analoge Spiele nicht ersetzen. Ein abwechslungsreicher Alltag kann Bewegung, kreatives Spiel, soziale Begegnungen und digitale Medien miteinander verbinden.


Vielfalt und Inklusion im Spiel

Kinder unterscheiden sich in ihren Interessen, Fähigkeiten, Erfahrungen, Sprachen und Bedürfnissen. Spielangebote sollten deshalb möglichst offen und zugänglich gestaltet werden.

Inklusives Spiel bedeutet nicht, dass alle Kinder genau dasselbe tun müssen. Regeln, Materialien oder Spielräume können angepasst werden, damit unterschiedliche Formen der Beteiligung möglich sind.

Beispiele sind gut greifbare Spielsteine, klare Symbole, zusätzliche Zeit, ruhige Rückzugsmöglichkeiten, verständliche Regeln oder unterschiedliche Rollen in einem Gruppenspiel.


Spielen in Familie und Alltag

Spiel findet nicht nur in pädagogischen Einrichtungen statt. Auch Familien, Geschwister, Freundeskreise und Nachbarschaften prägen Spielmöglichkeiten.

Gemeinsames Spielen kann Beziehungen stärken, Gespräche ermöglichen und gemeinsame Erinnerungen schaffen. Gleichzeitig brauchen Kinder auch Möglichkeiten, selbstständig oder mit Gleichaltrigen zu spielen.

Für den Alltag bedeutet das nicht, dass Erwachsene ständig Beschäftigungsprogramme anbieten müssen. Zeit, Raum, erreichbare Materialien und Aufmerksamkeit können wichtiger sein als eine große Menge an Spielzeug.


AES-Perspektive: Spiel verantwortungsvoll gestalten

Das Thema Spiel verbindet mehrere Fragen des Faches AES:

AES-Bereich Verbindung zum Thema Spiel
Gesundheit Bewegung, Erholung, Gefühle und Ausgleich
Soziales Kooperation, Regeln, Konflikte, Empathie und Teilhabe
Lebensgestaltung Freizeit, Familie, Beziehungen und eigene Interessen
Konsum Kaufentscheidungen, Werbung, Kosten und Produktqualität
Nachhaltigkeit Langlebigkeit, Teilen, Reparieren, Gebrauchtkauf und Materialwahl
Medienbildung Digitale Spiele, Datenschutz, Werbung und Nutzungsgewohnheiten

Du kannst Spiel deshalb nicht nur aus Sicht eines Kindes betrachten. Im AES-Unterricht geht es auch darum, Entscheidungen von Familien, Betreuungspersonen, Konsumentinnen und Konsumenten sowie der Gesellschaft zu untersuchen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist Spielen für die kindliche Entwicklung bedeutsam? (Weil Kinder dabei Erfahrungen sammeln und Fähigkeiten erproben können) (!Weil Kinder dabei grundsätzlich keine Regeln benötigen) (!Weil Spielen nur die körperliche Entwicklung betrifft) (!Weil jedes Spiel automatisch dieselben Fähigkeiten trainiert)




Welche Fähigkeit gehört zur motorischen Entwicklung? (Gleichgewicht) (!Wortschatz) (!Preisvergleich) (!Datenschutz)




Was kennzeichnet ein Konstruktionsspiel? (Aus Materialien entsteht etwas Neues) (!Es darf nur digital gespielt werden) (!Es gibt immer einen Gewinner) (!Es wird ausschließlich von Erwachsenen angeleitet)




Was geschieht bei einem Rollenspiel? (Kinder übernehmen Rollen und gestalten Situationen) (!Kinder dürfen keine Fantasie einsetzen) (!Alle Bewegungen werden vorgegeben) (!Es dürfen keine Gegenstände verwendet werden)




Was ist ein Merkmal des freien Spiels? (Kinder bestimmen wesentliche Teile ihres Spiels selbst) (!Erwachsene geben jede Handlung vor) (!Es gibt immer ein Arbeitsblatt) (!Das Spiel muss ein messbares Endprodukt haben)




Welche Aufgabe können Erwachsene beim Spielen übernehmen? (Eine sichere und anregende Umgebung schaffen) (!Jede Spielidee sofort korrigieren) (!Alle Lösungen vorgeben) (!Jedes Spiel in eine Prüfung verwandeln)




Welches Kriterium passt zur nachhaltigen Auswahl von Spielzeug? (Haltbarkeit) (!Möglichst große Verpackung) (!Möglichst viele Werbefiguren) (!Möglichst kurze Nutzungsdauer)




Welche Fähigkeit kann bei gemeinsamen Regelspielen besonders angesprochen werden? (Kooperation) (!Unsichtbarkeit) (!Geruchssinnverlust) (!Markenbindung)




Was sollte bei digitalen Spielen zusätzlich beachtet werden? (Datenschutz und mögliche Kaufanreize) (!Nur die Farbe des Geräts) (!Nur die Lautstärke der Verpackung) (!Nur die Anzahl der Spielfiguren)




Welche Aussage zu Spielformen ist richtig? (Spielformen können sich in der Entwicklung überschneiden) (!Jede Spielform endet an einem festen Geburtstag) (!Ältere Kinder dürfen keine Konstruktionsspiele spielen) (!Regelspiele ersetzen alle anderen Spielformen)





Memory

Funktionsspiel Wirkung und Bewegung erproben
Konstruktionsspiel Etwas aus Material herstellen
Rollenspiel Eine soziale Rolle übernehmen
Regelspiel Vereinbarungen einhalten
Motorik Bewegungen steuern
Empathie Gefühle anderer berücksichtigen
Nachhaltigkeit Ressourcen bewusst nutzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Entwicklungsbereich
Balancieren Motorische Entwicklung
Puzzeln Kognitive Entwicklung
Erzählen Sprachliche Entwicklung
Kooperieren Soziale Entwicklung
Verkleiden Kreative Entwicklung
Enttäuschung bewältigen Emotionale Entwicklung






Kreuzworträtsel

Motorik Wie heißt der Entwicklungsbereich, zu dem Gleichgewicht und Bewegungssteuerung gehören?
Rollenspiel Wie heißt die Spielform, bei der Kinder verschiedene Rollen übernehmen?
Empathie Wie heißt die Fähigkeit, Gefühle und Sichtweisen anderer zu berücksichtigen?
Fantasie Was brauchen Kinder, um Gegenstände im Spiel neu zu deuten?
Regelspiel Wie heißt eine Spielform mit vereinbarten Spielregeln?
Freispiel Wie heißt selbstbestimmtes Spielen häufig in pädagogischen Einrichtungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Spielen ist für Kinder eine wichtige Form des

.
Beim Klettern und Balancieren wird besonders die

angesprochen.
Beim Bauen müssen Kinder häufig eigene

finden.
Gemeinsame Spiele können die soziale Fähigkeit zur

fördern.
Im Rollenspiel übernehmen Kinder unterschiedliche

.
Beim freien Spiel bestimmen Kinder wichtige Teile des Spielgeschehens

.
Gutes Spielmaterial sollte möglichst vielseitig und

sein.
Bei digitalen Spielen gehört auch der

zur Bewertung.
Werbung kann die Wünsche von jungen

beeinflussen.
Ein Spielangebot wird inklusiver, wenn unterschiedliche Formen der

möglich sind.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Spielbeobachtung: Beobachte für zehn Minuten eine Spielsituation in einem geeigneten Umfeld oder in einem Video. Notiere, welche Fähigkeiten dabei sichtbar werden.
  2. Spielideen: Sammle fünf Spielideen, für die kein neu gekauftes Spielzeug notwendig ist. Begründe, welche Materialien genutzt werden können.
  3. Spielformen: Fotografiere oder zeichne je ein Beispiel für drei verschiedene Spielformen und beschrifte die Bilder.
  4. Spielregeln: Wähle ein bekanntes Regelspiel und formuliere die wichtigsten Regeln so, dass eine neue Person sofort mitspielen könnte.


Standard

  1. Spielzeugcheck: Untersuche ein Spielzeug nach Sicherheit, Vielseitigkeit, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und Preis. Erstelle eine begründete Bewertung.
  2. Rollenspielanalyse: Entwickle ein kurzes Rollenspiel zu einer Alltagssituation und erkläre, welche sozialen oder sprachlichen Fähigkeiten dabei angesprochen werden.
  3. Werbeanalyse: Suche eine Werbung für Spielzeug und untersuche Zielgruppe, Gestaltung, Versprechen und mögliche Kaufanreize.
  4. Spielraum gestalten: Plane einen kleinen Spielbereich für Kinder. Zeichne einen Grundriss und begründe Materialwahl, Sicherheit, Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten.


Schwer

  1. Interview zum Spielen: Befrage eine pädagogische Fachkraft, ein Elternteil oder eine andere Betreuungsperson zur Bedeutung des freien Spiels. Werte die Antworten fachlich aus.
  2. Inklusives Spiel: Wähle ein bekanntes Spiel und entwickle mindestens drei Anpassungen, durch die Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen teilnehmen können.
  3. Digitales Spiel untersuchen: Analysiere ein digitales Spiel im Hinblick auf Spielidee, Datenschutz, Werbung, Käufe, soziale Funktionen und mögliche Auswirkungen auf den Alltag.
  4. Nachhaltiges Spielprojekt: Entwickle aus gebrauchten oder wiederverwendbaren Materialien ein eigenes Spiel. Dokumentiere Planung, Herstellung, Testphase und Verbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entwicklungsbereiche verknüpfen: Ein Kind baut gemeinsam mit zwei anderen Kindern eine große Kugelbahn. Erkläre an diesem Beispiel mindestens vier Entwicklungsbereiche und ihre Wechselwirkungen.
  2. Freies Spiel beurteilen: Eine erwachsene Person greift bei jedem kleinen Problem sofort ein und zeigt die richtige Lösung. Beurteile dieses Verhalten und entwickle eine geeignetere Form der Unterstützung.
  3. Spielzeugentscheidung: Zwei Spielzeuge kosten gleich viel. Eines ist stark markengebunden und nur für eine Funktion gedacht, das andere lässt viele Spielideen zu und kann repariert werden. Begründe eine Entscheidung aus AES-Sicht.
  4. Konflikt im Regelspiel: Zwei Kinder streiten darüber, ob eine Regel gilt. Entwickle eine Lösung, bei der Fairness, Kommunikation und Selbstständigkeit berücksichtigt werden.
  5. Digitale Freizeitgestaltung: Ein Kind verbringt einen großen Teil seiner freien Zeit mit einem digitalen Spiel. Entwickle Vorschläge für einen abwechslungsreichen Alltag, ohne digitale Spiele grundsätzlich abzuwerten.
  6. Inklusion im Spielraum: Ein Spielangebot kann nur von sehr beweglichen Kindern genutzt werden. Verändere das Angebot so, dass mehr Kinder selbstbestimmt teilnehmen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Spiel und Entwicklung - AES solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. die Bedeutung von Spiel für die kindliche Entwicklung erklären kannst,
  2. motorische, kognitive, sprachliche, soziale, emotionale und kreative Entwicklungsbereiche unterscheiden und miteinander verbinden kannst,
  3. Funktionsspiel, Konstruktionsspiel, Symbolspiel, Rollenspiel, Bewegungsspiel und Regelspiel an Beispielen erkennst,
  4. freies und angeleitetes Spiel unterscheiden kannst,
  5. die Rolle von Erwachsenen beim Spiel begründet beschreiben kannst,
  6. Spielzeug anhand von Sicherheit, Vielseitigkeit, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und Konsumaspekten beurteilen kannst,
  7. Werbung und Kaufanreize bei Spielwaren kritisch untersuchen kannst,
  8. digitale Spiele unter Alltags-, Medien- und Konsumaspekten reflektieren kannst,
  9. Möglichkeiten für inklusives Spiel entwickeln kannst,
  10. Erkenntnisse auf konkrete Situationen in Familie, Schule und Freizeit übertragen kannst.




OERs zum Thema


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte