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Soziale Mobilität - Gemeinschaftskunde

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Soziale Mobilität - Gemeinschaftskunde




Soziale Mobilität - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Soziale Mobilität beschreibt, wie Menschen oder Gruppen ihre Position in der Gesellschaft verändern. Ein Mensch kann zum Beispiel einen höheren Bildungsabschluss erreichen, beruflich aufsteigen, mehr Einkommen erzielen oder gesellschaftlich an Einfluss gewinnen. Es ist aber auch ein sozialer Abstieg möglich.

Das Thema ist für die Gemeinschaftskunde wichtig, weil soziale Mobilität zeigt, wie offen und durchlässig eine Gesellschaft ist. Dabei geht es um die Frage: Hängen die Lebenschancen vor allem von der eigenen Leistung ab oder weiterhin stark von der sozialen Herkunft?

Datei:Social mobility is lower in more unequal countries.jpg

Die Grafik stellt einen möglichen Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und sozialer Mobilität dar. Solche Darstellungen müssen sorgfältig gelesen werden: Ein Zusammenhang beweist noch nicht automatisch, dass eine Größe die andere verursacht.


Was bedeutet soziale Mobilität?

Menschen nehmen in einer Gesellschaft unterschiedliche soziale Positionen ein. Eine solche Position kann unter anderem durch Beruf, Bildung, Einkommen, Vermögen, Ansehen, Einfluss und soziale Kontakte geprägt sein.

Von sozialer Mobilität spricht man, wenn sich eine dieser Positionen deutlich verändert. Nicht jede Veränderung ist jedoch automatisch sozialer Aufstieg oder Abstieg. Ein Umzug in eine andere Stadt ist zunächst räumliche Mobilität. Erst wenn sich dadurch auch die gesellschaftliche Position verändert, kann zusätzlich soziale Mobilität vorliegen.

Beispiel: Eine Schülerin aus einer Familie ohne Hochschulerfahrung macht Abitur, studiert und übernimmt später eine leitende berufliche Aufgabe. Das kann als Bildungs- und Berufsaufstieg beschrieben werden. Ob sich auch Einkommen, Vermögen und gesellschaftlicher Einfluss erhöhen, muss getrennt untersucht werden.


Formen sozialer Mobilität

  1. Vertikale Mobilität: Die gesellschaftliche Position verändert sich nach oben oder unten.
  2. Aufwärtsmobilität: Eine Person erreicht beispielsweise einen höheren Bildungsabschluss, mehr berufliche Verantwortung oder ein höheres Einkommen.
  3. Abwärtsmobilität: Eine Person verliert beispielsweise durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder wirtschaftlichen Wandel Einkommen und beruflichen Status.
  4. Horizontale Mobilität: Eine Person wechselt ihre Tätigkeit oder ihren Lebensbereich, ohne dass sich ihre soziale Position deutlich erhöht oder verringert.
  5. Intragenerationale Mobilität: Die Veränderung geschieht innerhalb des Lebens einer Person.
  6. Intergenerationale Mobilität: Die Position von Kindern wird mit der Position ihrer Eltern verglichen.

Die historische Werbung aus dem Jahr 1916 stellte Bildung als Weg nach oben und fehlende Ausbildung als Weg nach unten dar. Die Darstellung ist vereinfacht und zugleich interessant: Sie zeigt, wie lange das Versprechen des Aufstiegs durch Bildung bereits verbreitet ist.


Absolute und relative Mobilität

Absolute Mobilität beschreibt, wie viele Menschen tatsächlich in eine andere soziale Gruppe wechseln. Sie kann steigen, wenn sich die gesamte Berufsstruktur verändert. Wenn etwa mehr qualifizierte Berufe entstehen, können viele Menschen beruflich aufsteigen.

Relative Mobilität fragt nach den Chancen verschiedener Herkunftsgruppen. Haben Kinder aus einkommensarmen Familien ähnliche Chancen auf eine hohe gesellschaftliche Position wie Kinder aus wohlhabenden Familien? Relative Mobilität untersucht daher die gesellschaftliche Chancengleichheit.

Der Unterschied ist wichtig: Viele Menschen können einen höheren Abschluss erreichen, während die Abstände zwischen verschiedenen Herkunftsgruppen trotzdem bestehen bleiben.


Soziale Schichtung und gesellschaftliche Positionen

Gesellschaften werden in der Soziologie häufig mit Modellen beschrieben. Dazu gehören Klassen, Schichten, soziale Lagen und Milieus. Solche Modelle vereinfachen die Wirklichkeit. Sie helfen aber dabei, typische Unterschiede sichtbar zu machen.

Das sogenannte Zwiebelmodell stellt eine breite gesellschaftliche Mitte und kleinere Gruppen an den oberen und unteren Rändern dar. Das Modell darf nicht mit einer unveränderlichen Rangordnung verwechselt werden. Gesellschaftliche Gruppen verändern sich und können je nach Untersuchung unterschiedlich abgegrenzt werden.

Eine soziale Position ist außerdem mehrdimensional. Eine Person kann einen hohen Bildungsabschluss besitzen, aber nur ein geringes Einkommen erhalten. Eine andere Person kann über Vermögen verfügen, obwohl ihr laufendes Einkommen niedrig ist. Deshalb sollten Bildung, Beruf, Einkommen, Vermögen, Macht und Prestige nicht gleichgesetzt werden.


Bildung und soziale Mobilität

Bildung kann soziale Mobilität fördern. Schulabschlüsse und berufliche Qualifikationen öffnen Zugänge zu Ausbildung, Studium und Berufen. Bildung vermittelt außerdem Wissen, Fähigkeiten und Orientierung.

Trotzdem entscheidet nicht allein die persönliche Leistung über den Bildungsweg. Auch familiäre Ressourcen können eine Rolle spielen:

  1. Ökonomische Ressourcen: Geld für Lernmaterialien, Wohnraum, digitale Geräte, Nachhilfe oder längere Bildungswege.
  2. Kulturelle Ressourcen: Wissen über Schule, Ausbildung, Studium und sprachliche Erwartungen.
  3. Soziale Ressourcen: Kontakte zu Menschen, die Informationen, Vorbilder oder Unterstützung bieten.
  4. Zeitliche Ressourcen: Zeit für Betreuung, Gespräche, gemeinsames Lernen und Beratung.
  5. Institutionelle Bedingungen: Schulangebot, Übergangsregeln, Wohnort, Lehrkräftemangel und Beratungsstrukturen.

Kinder und Jugendliche bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Bildungsgerechtigkeit bedeutet daher nicht unbedingt, alle identisch zu behandeln. Zusätzliche Förderung kann nötig sein, damit vergleichbare Chancen entstehen.


Soziale Herkunft und Lebenschancen

Die soziale Herkunft beschreibt die gesellschaftlichen Bedingungen, in die ein Mensch hineingeboren wird und in denen er aufwächst. Dazu können Bildungsstand, Beruf, Einkommen, Vermögen und soziale Netzwerke der Familie gehören.

Soziale Herkunft ist nicht dasselbe wie geografische oder nationale Herkunft. Auch Migration, Geschlecht, Behinderung, Wohnort oder Diskriminierung können Lebenschancen beeinflussen. Mehrere Benachteiligungen oder Vorteile können sich überschneiden. Dieser Zusammenhang wird häufig als Intersektionalität bezeichnet.

Für die Gemeinschaftskunde ist wichtig: Herkunft beeinflusst Chancen, bestimmt aber nicht unveränderlich das gesamte Leben. Individuelle Entscheidungen, Zufälle, Unterstützung, politische Maßnahmen und gesellschaftlicher Wandel können Lebenswege verändern.


Arbeit, Einkommen und Vermögen

Der Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Bereich sozialer Mobilität. Berufliche Aufstiege können durch Ausbildung, Weiterbildung, Berufserfahrung, Arbeitsplatzwechsel oder Selbstständigkeit entstehen. Abstiege können durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Betriebsschließungen, technische Veränderungen oder unsichere Beschäftigung ausgelöst werden.

Einkommen und Vermögen müssen unterschieden werden. Einkommen fließt regelmäßig, zum Beispiel als Lohn. Vermögen umfasst Besitz wie Ersparnisse, Immobilien oder Unternehmensanteile. Erbschaften können soziale Positionen über Generationen hinweg stabilisieren, auch wenn die eigene Ausbildung vergleichbar ist.

Deshalb lässt sich soziale Mobilität nicht nur an einem einzelnen Merkmal messen.


Netzwerke und soziale Kontakte

Soziale Kontakte können Informationen über Praktika, Ausbildungsplätze, Studiengänge oder Berufe vermitteln. Menschen erhalten über Netzwerke außerdem Empfehlungen, Unterstützung und Vorbilder. Wer kaum Kontakte außerhalb des eigenen sozialen Umfelds besitzt, hat möglicherweise weniger Zugang zu solchen Informationen.

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Die Grafik greift Forschung zu Freundschaften zwischen Einkommensgruppen auf. Sie lädt zu einer Diskussion ein: Können Schulen, Vereine, Jugendzentren oder öffentliche Räume Begegnungen zwischen unterschiedlichen Gruppen erleichtern?

Soziale Kontakte ersetzen weder Bildung noch gerechte Institutionen. Sie können aber beeinflussen, welche Möglichkeiten Menschen kennenlernen und nutzen können.


Ungleichheit und Mobilität

Soziale Ungleichheit bedeutet, dass wichtige Ressourcen und Chancen ungleich verteilt sind. Dazu zählen Einkommen, Vermögen, Bildung, Gesundheit, Wohnraum, Sicherheit und politische Einflussmöglichkeiten.

Eine Gesellschaft kann ungleich sein und trotzdem Mobilität ermöglichen. Umgekehrt kann eine Gesellschaft eine große Mitte besitzen, während bestimmte Herkunftsgruppen geringe Aufstiegschancen haben. Deshalb sollten Ungleichheit und Mobilität gemeinsam, aber nicht als identische Begriffe untersucht werden.

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Die sogenannte Great-Gatsby-Kurve vergleicht Einkommensungleichheit und intergenerationale Mobilität verschiedener Länder. Sie zeigt eine Korrelation: In mehreren untersuchten Ländern geht höhere Ungleichheit mit geringerer Mobilität einher. Für eine Erklärung müssen jedoch weitere Faktoren betrachtet werden, etwa Bildungssystem, Arbeitsmarkt, Sozialstaat, Steuern, Wohnsegregation und Familienpolitik.


Soziale Mobilität im internationalen Vergleich

Länder unterscheiden sich in ihren Bildungssystemen, Arbeitsmärkten, Sozialstaaten und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Deshalb unterscheiden sich auch die gemessenen Aufstiegschancen.

Die Karte zeigt einen internationalen Mobilitätsindex aus dem Jahr 2020. Ein Index fasst mehrere Merkmale zu einem Wert zusammen. Er bietet einen Überblick, darf aber nicht als vollständiges Urteil über ein Land verstanden werden. Auswahl und Gewichtung der Merkmale beeinflussen das Ergebnis.

Bei internationalen Vergleichen muss außerdem geprüft werden, ob Berufe, Bildungsabschlüsse, Einkommen und Lebenshaltungskosten wirklich vergleichbar sind.


Wie wird soziale Mobilität gemessen?

Forschende vergleichen häufig den Bildungsabschluss, den Beruf, das Einkommen oder das Vermögen von Eltern und Kindern. Sie untersuchen außerdem, wie sich die Position einer Person im Laufe des Lebens verändert.

Dabei entstehen methodische Schwierigkeiten:

  1. Berufe verändern sich durch technischen und wirtschaftlichen Wandel.
  2. Einkommen kann im Lebensverlauf stark schwanken.
  3. Vermögen wird in Befragungen nicht immer vollständig angegeben.
  4. Bildungsabschlüsse verschiedener Länder sind nur begrenzt vergleichbar.
  5. Soziale Positionen lassen sich nicht auf eine einzige Rangliste reduzieren.
  6. Eine Korrelation erklärt noch keine Ursache.
  7. Statistische Durchschnittswerte beschreiben nicht jeden individuellen Lebensweg.

Gute Untersuchungen erklären deshalb, welche Daten, Gruppen, Zeiträume und Messgrößen verwendet wurden.


Chancengleichheit, Leistung und Gerechtigkeit

In politischen Diskussionen werden unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit verwendet.

Formale Chancengleichheit bedeutet, dass für alle dieselben Regeln gelten. Tatsächliche Chancengleichheit berücksichtigt, dass Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen starten. Leistungsgerechtigkeit betont, dass Leistung belohnt werden soll. Bedarfsgerechtigkeit fragt, wer besondere Unterstützung benötigt.

Das Ideal der Meritokratie besagt, dass gesellschaftliche Positionen vor allem nach Leistung vergeben werden. In der Wirklichkeit ist Leistung jedoch schwer vollständig von Herkunft, Förderung, Gesundheit und Gelegenheit zu trennen.

Für eine demokratische Debatte ist deshalb wichtig, offen zu benennen, welches Gerechtigkeitsverständnis einer Forderung zugrunde liegt.


Politische Handlungsmöglichkeiten

Politik kann soziale Mobilität nicht garantieren. Sie kann jedoch Bedingungen beeinflussen, unter denen Menschen ihre Fähigkeiten entwickeln und Chancen nutzen.

Mögliche Maßnahmen sind:

  1. gut zugängliche frühkindliche Bildung
  2. gezielte Förderung an Schulen mit besonderen Herausforderungen
  3. kostenlose Lernmittel und digitale Ausstattung
  4. Berufsorientierung und unabhängige Beratung
  5. finanzielle Unterstützung in Ausbildung und Studium
  6. Weiterbildung und Schutz bei beruflichem Wandel
  7. Maßnahmen gegen Diskriminierung
  8. bezahlbarer Wohnraum und gute öffentliche Infrastruktur
  9. transparente Zugänge zu Praktika, Ausbildung und Beschäftigung

Politische Maßnahmen können unterschiedliche Wirkungen, Kosten und Nebenfolgen haben. Im Unterricht sollte deshalb nicht nur gefragt werden, ob ein Ziel wünschenswert ist, sondern auch, ob ein Instrument wirksam, finanzierbar und gerecht ist.


Verfassungsrechtlicher Bezug

Das Grundgesetz schützt die Gleichheit vor dem Gesetz. Artikel 3 nennt unter anderem, dass niemand wegen seiner Herkunft benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Für die politische Bildung folgt daraus die Aufgabe, Benachteiligungen kritisch zu prüfen.

Gleichheit bedeutet nicht, dass alle Menschen denselben Beruf, dasselbe Einkommen oder denselben Lebensweg haben müssen. Eine demokratische Streitfrage lautet vielmehr: Welche Unterschiede sind durch freie Entscheidungen und Leistung erklärbar, und welche Unterschiede entstehen durch vermeidbare Barrieren?


Fallbeispiel: Zwei Bildungswege

Mara und Deniz besuchen dieselbe Schule und erzielen ähnliche Leistungen. Maras Eltern haben studiert. Sie kennen Bewerbungsfristen, finanzieren einen Sprachkurs und vermitteln einen Praktikumsplatz. Deniz' Eltern haben keine Erfahrung mit dem Hochschulsystem. Deniz arbeitet neben der Schule und weiß zunächst wenig über Stipendien.

Beide können erfolgreich sein. Ihre Ausgangsbedingungen sind aber nicht gleich. Eine gerechte Schule könnte deshalb Beratung, Berufsorientierung, Kontakte zu Betrieben, Lernförderung und Informationen über Finanzierung für alle bereitstellen.

Arbeitsauftrag: Unterscheide im Fallbeispiel individuelle Leistung, familiäre Ressourcen und institutionelle Unterstützung. Beurteile anschließend zwei mögliche Fördermaßnahmen.


Zusammenfassung

Soziale Mobilität bezeichnet Bewegungen zwischen gesellschaftlichen Positionen. Sie kann nach oben, nach unten oder seitlich verlaufen und innerhalb eines Lebens oder zwischen Generationen untersucht werden.

Bildung, Arbeit, Einkommen, Vermögen, Gesundheit, Netzwerke und politische Rahmenbedingungen beeinflussen Mobilität. Die soziale Herkunft prägt Chancen, legt Lebenswege aber nicht vollständig fest.

Eine offene Gesellschaft zeichnet sich nicht dadurch aus, dass alle Menschen gleich leben. Entscheidend ist, ob Herkunft und andere unveränderliche Merkmale den Zugang zu Bildung, Beruf und gesellschaftlicher Teilhabe dauerhaft begrenzen.


Quellen und Vertiefung

  1. Wikipedia: Soziale Mobilität
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Soziale Herkunft und Bildung
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Ursachen von Bildungsungleichheiten
  4. OECD: Intergenerational social mobility across OECD countries
  5. Grundgesetz: Artikel 3


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet soziale Mobilität? (Die Veränderung einer gesellschaftlichen Position) (!Jeden Umzug an einen anderen Ort) (!Nur den Wechsel einer politischen Partei) (!Die Bewegung im Straßenverkehr)




Was ist ein Beispiel für vertikale Aufwärtsmobilität? (Eine Person erreicht eine deutlich höhere berufliche Position) (!Eine Person wechselt den Wohnort) (!Eine Person wechselt ein Hobby) (!Eine Person fährt täglich mit dem Bus)




Was bedeutet intergenerationale Mobilität? (Die Position von Kindern wird mit der ihrer Eltern verglichen) (!Eine Person wechselt innerhalb eines Jahres den Beruf) (!Eine Familie zieht in eine andere Stadt) (!Eine Schulklasse wechselt den Raum)




Was beschreibt horizontale Mobilität? (Eine Veränderung ohne deutlichen sozialen Aufstieg oder Abstieg) (!Immer einen sozialen Aufstieg) (!Immer einen sozialen Abstieg) (!Nur eine Einkommenssteigerung)




Warum ist Bildung für soziale Mobilität wichtig? (Sie kann Zugänge zu Ausbildung Studium und Berufen eröffnen) (!Sie beseitigt automatisch jede Ungleichheit) (!Sie garantiert jeder Person ein hohes Einkommen) (!Sie macht soziale Herkunft bedeutungslos)




Was gehört zur sozialen Herkunft? (Bildung Beruf und Ressourcen der Familie) (!Nur der aktuelle Wohnort) (!Nur das Alter einer Person) (!Nur die Staatsangehörigkeit)




Warum müssen Einkommen und Vermögen unterschieden werden? (Einkommen fließt regelmäßig während Vermögen Besitz umfasst) (!Einkommen und Vermögen sind immer gleich hoch) (!Vermögen besteht nur aus Lohn) (!Einkommen kann niemals sinken)




Was zeigt eine Korrelation? (Einen statistischen Zusammenhang) (!Immer eine eindeutige Ursache) (!Eine moralische Bewertung) (!Eine gesetzliche Vorschrift)




Was bedeutet tatsächliche Chancengleichheit? (Unterschiedliche Ausgangsbedingungen werden berücksichtigt) (!Alle erhalten unabhängig vom Bedarf genau dieselbe Hilfe) (!Alle müssen denselben Beruf wählen) (!Alle erzielen dasselbe Einkommen)




Welche Aussage über soziale Mobilität ist richtig? (Sie kann innerhalb eines Lebens und zwischen Generationen untersucht werden) (!Sie beschreibt ausschließlich einen Aufstieg) (!Sie betrifft nur wohlhabende Menschen) (!Sie lässt sich nur am Wohnort messen)





Memory

Vertikale Mobilität Aufstieg oder Abstieg
Horizontale Mobilität Wechsel ohne deutliche Rangveränderung
Intragenerationale Mobilität Veränderung innerhalb eines Lebens
Intergenerationale Mobilität Vergleich zwischen Eltern und Kindern
Soziale Herkunft Familiäre Ausgangsbedingungen
Durchlässigkeit Offenheit gesellschaftlicher Übergänge





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beispiel
Aufwärtsmobilität Beförderung in eine deutlich höhere berufliche Position
Abwärtsmobilität Verlust von Einkommen und beruflichem Status
Bildungsmobilität Höherer Abschluss als in der Elterngeneration
Horizontale Mobilität Berufswechsel bei ähnlichem gesellschaftlichem Status
Räumliche Mobilität Umzug in eine andere Region






Kreuzworträtsel

Mobilität Wie heißt die Veränderung einer gesellschaftlichen Position?
Aufstieg Wie nennt man die Bewegung in eine höhere soziale Position?
Abstieg Wie nennt man den Verlust einer höheren sozialen Position?
Bildung Welcher Bereich kann Zugänge zu Berufen und gesellschaftlicher Teilhabe eröffnen?
Herkunft Welcher Begriff bezeichnet familiäre Ausgangsbedingungen?
Durchlässigkeit Wie heißt die Offenheit einer Gesellschaft für Positionswechsel?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Soziale Mobilität bezeichnet die Veränderung einer gesellschaftlichen

. Ein Wechsel nach oben oder unten heißt

Mobilität. Eine Veränderung ohne deutlichen Aufstieg oder Abstieg wird als

bezeichnet. Veränderungen innerhalb eines Lebens heißen

. Beim Vergleich von Eltern und Kindern untersucht man

Mobilität. Bildung kann Zugänge zu Ausbildung und

eröffnen. Familiäre Ausgangsbedingungen werden als soziale

bezeichnet. Regelmäßige Geldzuflüsse nennt man

. Besitz und Ersparnisse gehören zum

. Ein statistischer Zusammenhang beweist noch keine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte soziale Mobilität: Gestalte eine übersichtliche Karte mit den Begriffen Aufstieg, Abstieg, horizontale Mobilität und soziale Herkunft.
  2. Alltagsbeispiele: Finde drei erfundene Beispiele für unterschiedliche Formen sozialer Mobilität und begründe Deine Zuordnung.
  3. Medienanalyse Mobilität: Wähle eine Grafik aus dem aiMOOC und beschreibe zunächst nur, was Du erkennen kannst. Formuliere danach eine mögliche Deutung.
  4. Interviewfragen: Entwickle fünf respektvolle Fragen zu Bildungs- und Berufswegen. Vermeide Fragen nach privaten Einkommenshöhen.


Standard

  1. Fallanalyse Bildungschancen: Untersuche das Fallbeispiel von Mara und Deniz. Trenne Leistung, familiäre Ressourcen und institutionelle Bedingungen.
  2. Schulcheck Chancengleichheit: Prüfe, welche Beratungs-, Förder- und Berufsorientierungsangebote es an Deiner Schule gibt. Stelle die Ergebnisse als Plakat dar.
  3. Podcast soziale Mobilität: Produziere einen kurzen Podcast, in dem Du vertikale, horizontale und intergenerationale Mobilität erklärst.
  4. Politische Maßnahme bewerten: Wähle eine Maßnahme zur Förderung von Bildungschancen und bewerte Ziel, Wirkung, Kosten und mögliche Nebenfolgen.


Schwer

  1. Datenvergleich soziale Mobilität: Vergleiche zwei seriöse Statistiken. Untersuche Messgrößen, Zeitraum, Herkunft der Daten und Grenzen der Aussagekraft.
  2. Kommunalpolitische Recherche: Recherchiere Angebote Deiner Gemeinde zu Jugendhilfe, Weiterbildung, Wohnen oder Berufsberatung und bewerte ihren Beitrag zur Teilhabe.
  3. Kontroverse Chancengleichheit: Organisiere eine strukturierte Debatte zur Frage, ob ungleiche Förderung nötig ist, um gerechtere Chancen zu schaffen.
  4. Eigener Erklärfilm: Erstelle einen schulgeeigneten Erklärfilm über soziale Mobilität. Verwende mindestens ein Fallbeispiel und erkläre den Unterschied zwischen Korrelation und Ursache.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallurteil soziale Mobilität: Analysiere einen erfundenen Lebenslauf und entscheide, welche Formen sozialer Mobilität vorkommen. Begründe jede Zuordnung.
  2. Maßnahmenvergleich: Vergleiche zwei politische Maßnahmen zur Förderung von Bildungschancen nach Wirksamkeit, Gerechtigkeit, Kosten und Umsetzbarkeit.
  3. Grafikkritik: Erkläre, warum eine Grafik über Ungleichheit und Mobilität noch keinen eindeutigen Kausalzusammenhang beweist.
  4. Perspektivwechsel: Beurteile dasselbe Förderprogramm aus Sicht einer Schülerin, einer Lehrkraft, eines Betriebs und einer Kommune.
  5. Gerechtigkeitskonflikt: Zeige an einem Beispiel, wie formale Chancengleichheit, tatsächliche Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit zu unterschiedlichen Bewertungen führen.
  6. Transfer auf die Schule: Entwickle einen realistischen Vorschlag, wie Deine Schule Informationsunterschiede bei Ausbildung und Studium verringern könnte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. soziale Mobilität verständlich definierst
  2. vertikale, horizontale, intra- und intergenerationale Mobilität unterscheidest
  3. soziale Herkunft nicht mit geografischer Herkunft verwechselst
  4. Bildung, Arbeit, Einkommen, Vermögen und Netzwerke als Einflussbereiche erklärst
  5. Statistiken und Grafiken kritisch auswertest
  6. Korrelation und Ursache unterscheidest
  7. politische Maßnahmen anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilst
  8. verschiedene Vorstellungen von Chancengleichheit und Gerechtigkeit vergleichst
  9. ein begründetes Sach- oder Werturteil formulierst
  10. Quellen korrekt angibst und persönliche Daten anderer schützt




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