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Solarthermie Wärmespeicher und Wärmenetze – Solarthermie und Photovoltaik unterscheiden

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Solarthermie Wärmespeicher und Wärmenetze – Solarthermie und Photovoltaik unterscheiden

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Solarthermie Wärmespeicher und Wärmenetze – Solarthermie und Photovoltaik unterscheiden


Einleitung

Worum geht es? In diesem Lernkurs unterscheidest Du zwei Technologien, die auf dem Dach ähnlich aussehen können, aber unterschiedliche Energieformen bereitstellen: Solarthermie liefert Wärme, Photovoltaik liefert elektrischen Strom. Du lernst außerdem, wie Wärmespeicher Energie zeitlich verschieben, wie Wärmenetze Wärme zwischen Erzeugern und Gebäuden transportieren und warum Temperatur, Druck, Volumenstrom und Hygiene im Anlagenbetrieb zusammen gedacht werden müssen.

Zielgruppe: Ausbildung, besonders SHK, Versorgungstechnik, Gebäudetechnik, Elektrotechnik und energietechnische Berufe.

Sicherheitsregel für diesen Kurs: Arbeiten an realen druckbeaufschlagten Solar-, Heizungs- oder Trinkwasseranlagen, Druckprüfungen, Öffnen von Armaturen oder Speichern und Eingriffe in Sicherheitseinrichtungen erfolgen nur nach fachlicher Freigabe und unter geeigneter Aufsicht. Übungen zur gespeicherten Druck- und Bewegungsenergie werden hier als Simulation oder druckloses Modell durchgeführt.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Solarthermie und Photovoltaik anhand von Energieform, Bauteilen und Messgrößen unterscheiden, ein einfaches Solarthermie-Schema lesen, die Aufgabe eines Wärmespeichers erklären, Vor- und Rücklauf eines Wärmenetzes beurteilen, typische Diagnosewerte einordnen und Gefährdungen durch Temperatur, Druck sowie gespeicherte Bewegungsenergie erkennen.


Medien- und Quellenhinweis

Die im Kurs eingebundenen Bilder stammen von Wikimedia Commons und wurden über die dortigen Dateibeschreibungen auf Existenz und Lizenzangaben geprüft. Die YouTube-Videos sind externe Einbettungen; es wird keine freie Lizenz behauptet. Fachliche Aussagen wurden unter anderem mit Informationen der Verbraucherzentrale, des DVGW, des Umweltbundesamtes und des Bundesverbands Solarwirtschaft abgeglichen.


Lerneinheit 1: Wärme oder Strom?

Solarthermie wandelt Sonnenstrahlung in nutzbare Wärme um. Ein Kollektor erwärmt einen Wärmeträger; die Wärme gelangt über Rohrleitungen und meist einen Wärmeübertrager in einen Speicher.

Photovoltaik wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um. Solarzellen erzeugen Gleichstrom; ein Wechselrichter kann daraus netzgeeigneten Wechselstrom erzeugen.

Merksatz: Kollektor → Wärme. PV-Modul → Strom.


Kurzcheck: Bauteil erkennen

Basisaufgabe: Ordne zu.

  1. Solarkollektor: nimmt Sonnenstrahlung auf und gibt Wärme an einen Wärmeträger ab.
  2. PV-Modul: erzeugt elektrische Gleichspannung.
  3. Wärmespeicher: speichert thermische Energie.
  4. Wechselrichter: wandelt elektrischen Gleichstrom in Wechselstrom.

Begründetes Feedback: Wenn Du Kollektor und PV-Modul verwechselst, prüfe zuerst die Energieform am Ausgang. Bei Solarthermie folgt ein hydraulischer Kreis; bei Photovoltaik folgt ein elektrischer Stromkreis.


Lerneinheit 2: Das Solarthermie-Anlagenschema

Eine typische Anlage enthält Kollektor, Solarleitung, Pumpe, Regler, Wärmeübertrager, Wärmespeicher, Ausdehnungsgefäß und Sicherheitseinrichtungen. In vielen Anlagen zirkuliert ein Wasser-Glykol-Gemisch als Wärmeträger.

Der Regler vergleicht Temperaturen. Ist der Kollektor ausreichend wärmer als der Speicher, kann die Solarkreispumpe anlaufen. Die Wärme wird vom Kollektor zum Speicher transportiert.

Diagnoseblick: Ein heißer Kollektor allein beweist noch keinen guten Wärmetransport. Zusätzlich sind unter anderem Speicherzustand, Pumpenfunktion, Temperaturdifferenz, Volumenstrom und Anlagenzustand wichtig.


Gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie

In geschlossenen Flüssigkeitssystemen kann Energie durch Druck gespeichert sein. Zusätzlich besitzt bewegte Flüssigkeit Bewegungsenergie. Eine laufende Pumpe hält Strömung aufrecht; beim schnellen Schließen einer Armatur kann sich die Strömung abrupt ändern. In realen Anlagen können dadurch Druckstöße und gefährliche Zustände entstehen.

Deshalb gilt: Vor dem Öffnen eines realen Anlagenteils muss fachlich geklärt sein, ob Druck, Temperatur und Bewegungsenergie sicher abgebaut sind. Druckanzeigen allein ersetzen keine Freigabeprozedur.


Sichere Modellübung: drucklos statt Druckarbeit

Baue ein druckloses Demonstrationsmodell aus zwei offenen Behältern, transparentem Schlauch und einer ungefährlichen Kleinspannungspumpe oder nutze eine Simulation.

  1. Beobachte den Volumenstrom bei verschiedenen Höhendifferenzen.
  2. Schalte die Pumpe aus und beobachte, dass die Strömung nicht zwingend augenblicklich überall zum Stillstand kommt.
  3. Verändere den Schlauchwiderstand und vergleiche den Volumenstrom.
  4. Beschreibe, welche Energieformen im Modell auftreten und welche Gefährdungen bei einer realen druckbeaufschlagten Anlage zusätzlich vorhanden wären.

Feedback: Richtig ist eine Antwort, die zwischen potenzieller Energie durch Höhenlage, Bewegungsenergie der Flüssigkeit und zusätzlicher Druckenergie in geschlossenen Systemen unterscheidet.


Lerneinheit 3: Wärmespeicher

Ein Wärmespeicher trennt Erzeugung und Nutzung zeitlich. Solarwärme kann mittags aufgenommen und später genutzt werden. Für die Speicherwirkung sind unter anderem Wassermenge, Temperaturunterschied und Wärmeverluste entscheidend.

In einem gut geschichteten Speicher befindet sich wärmeres Wasser eher oben und kälteres eher unten. Diese Temperaturschichtung kann die Nutzung verbessern.

Wichtig: Heizungswasser, Solarflüssigkeit und Trinkwasser sind nicht automatisch dasselbe Medium. Je nach Anlage werden Kreise durch Wärmeübertrager getrennt.


Mini-Rechnung ohne Formelstress

Ein größerer Wasserspeicher kann bei gleichem Temperaturhub mehr Wärme aufnehmen als ein kleinerer. Ein größerer Temperaturhub erhöht ebenfalls die speicherbare Wärmemenge.

Anwendungsfrage: Zwei gleiche Speicher enthalten gleich viel Wasser. Speicher A wird um 20 K erwärmt, Speicher B um 40 K. Welcher kann mehr zusätzliche Wärme aufnehmen?

Feedback: Speicher B. Bei gleicher Masse und gleichem Speichermedium ist die gespeicherte Wärmemenge proportional zum Temperaturhub.


Lerneinheit 4: Trinkwarmwasser und Hygiene

Bei Trinkwasseranlagen ist Energieeffizienz nicht das einzige Ziel. Auch die Trinkwasserhygiene ist entscheidend. Nach den vom DVGW beschriebenen technischen Regeln werden für zentrale Großanlagen typischerweise 60 °C am Austritt des Trinkwassererwärmers und mindestens 55 °C im Zirkulationssystem angesetzt. Das Umweltbundesamt betont ebenfalls, dass der Gesundheitsschutz Vorrang vor einer bloßen Temperaturabsenkung zur Energieeinsparung hat.

Achtung: Heizungs-Pufferspeicher und Trinkwarmwasserspeicher dürfen in der Diagnose nicht gleichgesetzt werden. Ein Heizungs-Pufferspeicher speichert Heizungswasser; Trinkwarmwasser unterliegt zusätzlichen hygienischen Anforderungen.


Hygienefall

Situation: In einem größeren Gebäude misst Du 60 °C am Ausgang des Trinkwassererwärmers, aber nur 49 °C in einem entfernten Abschnitt der Warmwasserzirkulation.

Basis: Erkenne die Abweichung.

Anwendung: Nenne mögliche Prüffelder: hydraulischer Abgleich, Zirkulationsvolumenstrom, Pumpenfunktion, Leitungsdämmung, Temperaturmessung, Stagnationsbereiche.

Transfer: Begründe, warum ein einfaches Absenken der Speichertemperatur keine geeignete Reaktion auf hohe Energieverluste ist.

Begründetes Feedback: Die 49 °C sind bei einer entsprechend zu bewertenden Großanlage hygienisch auffällig. Sinnvoll ist eine fachliche Ursachenanalyse des Systems. Energieeinsparung darf die hygienische Sicherheit nicht unterlaufen.


Lerneinheit 5: Wärmenetze

Ein Wärmenetz transportiert Wärme von einer oder mehreren Quellen zu mehreren Gebäuden. Typische Elemente sind Wärmeerzeuger, Vorlauf, Rücklauf, Pumpen, Übergabestationen, Regelung und Wärmezähler.

In einem klassischen Netz ist der Vorlauf wärmer als der Rücklauf. Wärme wird in Übergabestationen an das Gebäudesystem übertragen.

Diagnoseidee: Ein ungewöhnlich warmer Rücklauf kann auf eine ungünstige Wärmeabnahme, falsche Regelung, fehlenden hydraulischen Abgleich oder Betriebsprobleme hinweisen. Eine Diagnose braucht jedoch Messwerte und Anlagenkontext.


Wärmenetz und Gebäude als System

Stell Dir drei Ebenen vor:

  1. Erzeugung: Solarthermie, Wärmepumpe, Abwärme, Biomasse oder andere Wärmequellen.
  2. Speicherung und Netz: Wärmespeicher, Pumpen, Vorlauf, Rücklauf.
  3. Gebäude: Übergabestation, Heizflächen, Trinkwarmwasserbereitung.

Transfergedanke: Niedrigere Netztemperaturen können Wärmeverluste reduzieren und bestimmte erneuerbare Wärmequellen besser integrieren. Die Gebäude müssen dafür jedoch passende Übergabe- und Heizsysteme besitzen.


Lerneinheit 6: Solarthermie im Wärmenetz

Solarthermie kann nicht nur einzelne Gebäude versorgen. Große Kollektorfelder können Wärme in Wärmenetze einspeisen. Speicher helfen dabei, die zeitliche Differenz zwischen Sonneneinstrahlung und Wärmebedarf auszugleichen.

Systemfrage: Warum ist ein Speicher bei Solarthermie besonders wichtig?

Feedback: Sonneneinstrahlung und Wärmebedarf treten nicht immer gleichzeitig auf. Der Speicher macht aus einer schwankenden Quelle eine besser nutzbare Wärmebereitstellung.


Ausbildungsfall: Mehrfamilienhaus Sonnenhof

Du arbeitest im Ausbildungsteam eines SHK-Betriebs. Ein Mehrfamilienhaus wird über eine Übergabestation aus einem Wärmenetz versorgt. Auf dem Dach befinden sich zwei unterschiedliche Solarfelder. Im Technikraum gibt es einen Wärmespeicher, eine Trinkwassererwärmung, Pumpen und Temperaturfühler.

Beobachtungen:

  1. Feld A ist hydraulisch mit einem Wärmeübertrager verbunden.
  2. Feld B führt über Gleichstromleitungen zu einem Wechselrichter.
  3. Der Solar-Wärmespeicher ist oben 68 °C und unten 34 °C warm.
  4. Die Netzseite zeigt 72 °C Vorlauf und 46 °C Rücklauf.
  5. Die Trinkwarmwasserzirkulation zeigt an einer entfernten Messstelle 52 °C.
  6. Eine Pumpe läuft hörbar; vor einer Arbeit an der Leitung ist der sichere Anlagenzustand noch nicht fachlich bestätigt.


Fallauftrag 1: Identifizieren

Basis: Ordne Feld A und Feld B zu.

Lösung/Feedback: Feld A ist Solarthermie, weil es einen hydraulischen Wärmetransport zum Wärmeübertrager gibt. Feld B ist Photovoltaik, weil elektrische Gleichstromleitungen zum Wechselrichter führen.


Fallauftrag 2: Speicher lesen

Anwendung: Deute 68 °C oben und 34 °C unten.

Lösung/Feedback: Die Messwerte sprechen für eine deutliche Temperaturschichtung. Das ist grundsätzlich plausibel. Für eine Diagnose müssten zusätzlich Ladezustand, Zapfung, Fühlerpositionen und Sollwerte betrachtet werden.


Fallauftrag 3: Hygiene bewerten

Anwendung: Was ist bei 52 °C in der entfernten Zirkulation zu tun?

Lösung/Feedback: Nicht einfach Sollwerte verändern. Die Temperatur ist im Kontext einer zentralen Großanlage unter dem typischen DVGW-Zielwert von mindestens 55 °C im Zirkulationssystem. Es folgt eine fachlich freigegebene Prüfung von Zirkulation, hydraulischem Abgleich, Dämmung, Messung und Betriebszustand.


Fallauftrag 4: Sichere Arbeitsentscheidung

Transfer: Die Leitung soll geöffnet werden. Die Pumpe läuft, Druck- und Temperaturzustand sind nicht freigegeben. Darfst Du beginnen?

Lösung/Feedback: Nein. Eine reale druckbeaufschlagte Anlage darf erst nach festgelegter fachlicher Freigabe bearbeitet werden. Druck, Temperatur und gespeicherte Bewegungsenergie müssen berücksichtigt sein. Für Lernzwecke wird stattdessen ein druckloses Modell oder eine Simulation eingesetzt.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1: Energieform prüfen

Frage zuerst: Kommt am Bauteil Wärme oder elektrische Energie heraus?


Hilfe 2: Flussrichtung verfolgen

Verfolge bei Solarthermie die Rohrleitungen und bei Photovoltaik die elektrischen Leitungen.


Hilfe 3: Messwerte paarweise lesen

Vergleiche nicht nur einen Einzelwert. Nutze zum Beispiel Vorlauf/Rücklauf, Kollektor/Speicher oder Speicher oben/unten.


Hilfe 4: Sicherheit vor Diagnoseeingriff

Bevor Du eine Leitung, Armatur oder Sicherheitseinrichtung real betätigst: Freigabe, Druckzustand, Temperatur, Pumpenzustand und mögliche gespeicherte Energie klären.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Energieform stellt Solarthermie direkt bereit? (Wärme) (!Gleichstrom aus Solarzellen) (!Mechanische Wellenenergie) (!Chemische Energie)




Welches Bauteil ist typisch für eine Photovoltaikanlage? (Wechselrichter) (!Solar-Wärmeübertrager) (!Membranausdehnungsgefäß des Solarkreises) (!Trinkwarmwasser-Zirkulationsventil)




Welche Aufgabe hat ein Wärmespeicher? (Wärmeerzeugung und Wärmebedarf zeitlich entkoppeln) (!Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln) (!Trinkwasser chemisch desinfizieren) (!Den Netzstrom gleichrichten)




Was beschreibt die Temperaturschichtung im Wärmespeicher? (Unterschiedliche Temperaturniveaus über die Speicherhöhe) (!Elektrische Spannung zwischen zwei Solarzellen) (!Druckverlust nur im Wechselrichter) (!Chemische Trennung von Wasser und Glykol)




Was ist in einem Wärmenetz typischerweise wärmer? (Der Vorlauf) (!Der Rücklauf) (!Der Stromzähler) (!Die Photovoltaikleitung)




Welche Aussage zur Trinkwarmwasserhygiene in zentralen Großanlagen ist fachlich passend? (Temperaturführung und Zirkulation müssen hygienische Anforderungen erfüllen) (!Eine möglichst niedrige Temperatur ist immer am sichersten) (!Legionellen sind nur ein elektrisches Problem) (!Der Rücklauf eines Heiznetzes bestimmt allein die Trinkwasserhygiene)




Warum wird ein Wärmeübertrager eingesetzt? (Er überträgt Wärme zwischen getrennten Kreisläufen) (!Er wandelt Wärme direkt in Gleichstrom um) (!Er misst ausschließlich elektrischen Widerstand) (!Er verhindert jede Form von Wärmeverlust)




Was ist vor dem Öffnen einer realen druckbeaufschlagten Leitung wichtig? (Ein fachlich freigegebener sicherer Anlagenzustand) (!Nur die Farbe der Rohrdämmung) (!Nur die Außentemperatur) (!Nur der Strompreis)




Welche Energie kann eine strömende Flüssigkeit besitzen? (Bewegungsenergie) (!Nur Lichtenergie) (!Nur chemische Bindungsenergie) (!Keine Energie)




Welcher Befund kann auf ein Optimierungsproblem im Wärmenetz hinweisen? (Ungewöhnlich hoher Rücklauf) (!Vorhandener Wärmezähler) (!Beschriftete Rohrleitung) (!Geschlossener Schaltschrank)





Memory

Solarthermie Wärme
Photovoltaik Strom
Wärmespeicher Zeitliche Entkopplung
Vorlauf Wärmere Netzleitung
Rücklauf Abgekühlte Netzleitung
Wärmeübertrager Getrennte Kreisläufe
Zirkulation Hygienische Temperaturhaltung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Solarkollektor Wärmegewinnung
PV-Modul Stromerzeugung
Wärmespeicher Thermische Speicherung
Übergabestation Kopplung Wärmenetz und Gebäude
Zirkulationssystem Trinkwarmwasserhygiene





Kreuzworträtsel

Kollektor Welches Bauteil nimmt bei Solarthermie Sonnenstrahlung auf?
Speicher Welches Bauteil verschiebt Wärme zeitlich?
Vorlauf Wie heißt die wärmere Leitung eines klassischen Wärmenetzes?
Rücklauf Wie heißt die abgekühlte Rückleitung zum Wärmeerzeuger?
Pumpe Welches Bauteil fördert den Wärmeträger?
Hygiene Welcher Schutzaspekt ist bei Trinkwarmwasser neben Energieeffizienz besonders wichtig?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Solarthermie erzeugt direkt nutzbare

. Photovoltaik erzeugt elektrischen

. Ein thermischer Speicher kann Erzeugung und Nutzung zeitlich

. In einem klassischen Wärmenetz ist der

meist wärmer als der Rücklauf. Ein

überträgt Wärme zwischen getrennten Kreisläufen. In Trinkwarmwassersystemen muss neben Energieeffizienz auch die

berücksichtigt werden. Eine strömende Flüssigkeit besitzt

. In geschlossenen Anlagen kann zusätzlich Energie durch

gespeichert sein.




Praxisstationen


Praxisstation A: Anlagenschema markieren

Markiere in einer Kopie des Solarthermie-Schemas Kollektor, Pumpe, Wärmeübertrager, Speicher und Ausdehnungsgefäß. Zeichne anschließend Pfeile für den Wärmeweg ein.

Feedback: Eine gute Lösung zeigt nicht nur Bauteile, sondern die Energiekette von der Sonnenstrahlung bis zum gespeicherten Wärmeinhalt.


Praxisstation B: Gebäudemodell

Nutze ein Gebäudemodell aus Karton oder eine digitale Skizze. Ordne Dach, Technikraum, Wärmenetz-Übergabe, Speicher, Heizflächen und Trinkwarmwasserbereitung räumlich an.

Feedback: Die Anordnung ist schlüssig, wenn Energiequelle, Speicherung, Verteilung und Nutzung als zusammenhängendes System erkennbar sind.


Praxisstation C: Diagnosekarten

Ziehe eine Karte mit einem Befund:

  1. Kollektor heiß, Speicher bleibt kalt.
  2. Vorlauf normal, Rücklauf ungewöhnlich warm.
  3. Trinkwarmwasserzirkulation zu kühl.
  4. Pumpe läuft, aber kaum Temperaturänderung.
  5. PV-Wechselrichter zeigt Leistung, Wärmespeicher lädt nicht.

Erkläre zuerst, welche Energieform betroffen ist, welche Messwerte Du zusätzlich brauchst und welche Eingriffe nur nach Freigabe zulässig sind.

Feedback: Gute Diagnosen trennen Beobachtung, Hypothese und Prüfung. Ein einzelner Messwert reicht selten für eine sichere Fehlerursache.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Solarthermie erkennen: Fotografiere oder skizziere zwei Solaranlagen und markiere Merkmale, die für Solarthermie oder Photovoltaik sprechen.
  2. Energiepfad: Zeichne für Solarthermie den Weg von der Sonnenstrahlung bis zur Warmwassernutzung.
  3. Bauteilkarten: Erstelle Lernkarten für Kollektor, Pumpe, Speicher und Wärmeübertrager.
  4. Sicherheitscheck: Formuliere fünf Fragen, die vor Arbeiten an einer realen druckbeaufschlagten Anlage geklärt sein müssen.


Standard

  1. Speicherschichtung: Erstelle ein Diagramm mit drei Speicherhöhen und plausiblen Temperaturwerten und erkläre die Schichtung.
  2. Wärmenetzdiagnose: Entwickle zu einem warmen Rücklauf drei mögliche Ursachen und jeweils eine passende Messung.
  3. Hygienefall: Analysiere eine Trinkwarmwasserzirkulation mit zu niedriger Temperatur und trenne Sofortbeobachtung, Diagnose und fachlich freigegebene Maßnahme.
  4. Druckloses Modell: Baue oder simuliere einen offenen Wasserkreislauf und dokumentiere, wie Pumpenleistung, Höhenunterschied und Widerstand den Volumenstrom beeinflussen.


Schwer

  1. Systemvergleich: Vergleiche für ein Mehrfamilienhaus Solarthermie und Photovoltaik hinsichtlich Energieform, Speicherbedarf, Schnittstellen und Diagnosegrößen.
  2. Netzintegration: Entwickle ein Konzept, wie ein großes Solarthermiefeld mit Wärmespeicher in ein Wärmenetz eingebunden werden könnte.
  3. Fehlerbaum: Erstelle einen Fehlerbaum für den Befund „Solarertrag gering“ und trenne Sensorik, Hydraulik, Regelung, Speicher und äußere Bedingungen.
  4. Ausbildungsunterweisung: Plane eine zehnminütige Unterweisung, in der Du einer neuen Auszubildenden den Unterschied zwischen Druckenergie, Bewegungsenergie und Wärmeenergie an einem sicheren Modell erklärst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Systemtransfer: Ein Gebäude hat PV, Wärmepumpe und Pufferspeicher. Erkläre, wie Stromerzeugung und Wärmespeicherung gekoppelt sein können, obwohl PV selbst keine Wärme erzeugt.
  2. Diagnoseentscheidung: Ein Solarthermie-Kollektor ist sehr heiß, der Speicher unten bleibt kühl. Entwickle mindestens drei Hypothesen und ordne passende Messungen zu.
  3. Hygiene und Effizienz: Begründe, warum eine pauschale Absenkung der Trinkwarmwassertemperatur zur Energieeinsparung problematisch sein kann.
  4. Wärmenetzoptimierung: Erkläre, warum ein hoher Rücklauf die Effizienz eines Wärmenetzes verschlechtern kann und welche Gebäudeseite dabei untersucht werden sollte.
  5. Sicherheitsübertragung: Übertrage die Erkenntnisse aus dem drucklosen Modell auf eine reale Heizungsanlage und benenne zusätzliche Gefährdungen.
  6. Technologieentscheidung: Entscheide für einen Betrieb mit hohem täglichem Warmwasserbedarf und geringem Strombedarf, ob Solarthermie oder Photovoltaik den Bedarf direkter adressiert. Begründe und nenne trotzdem ein Argument für die jeweils andere Technologie.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Solarthermie und Photovoltaik sicher nach Energieform und Systemkomponenten unterscheidest.
  2. ein einfaches Solarthermie-Anlagenschema lesen und den Wärmeweg erklären kannst.
  3. die Funktion von Wärmespeichern und Temperaturschichtung beschreiben kannst.
  4. Vorlauf, Rücklauf und Übergabestation in Wärmenetzen einordnen kannst.
  5. hygienische Anforderungen der Trinkwarmwasserbereitung als eigenen Bewertungsbereich erkennst.
  6. Beobachtung, Diagnosehypothese und fachlich freigegebene Maßnahme voneinander trennst.
  7. gespeicherte Druckenergie und Bewegungsenergie von Flüssigkeiten als Sicherheitsfaktoren berücksichtigst.
  8. reale Druckarbeiten und Prüfungen nur unter fachlicher Freigabe und Aufsicht einplanst.
  9. Messwerte in einem konkreten Ausbildungsfall begründet interpretierst.
  10. eine sichere Simulation oder ein druckloses Modell zur Veranschaulichung einsetzen kannst.




OERs zum Thema



Geprüfte Medien und Fachquellen

Wikimedia Commons – verwendete Medien:

  1. Solar water heating schema.svg – Schema mit Kollektor, Pumpe, Ausdehnungsgefäß, Speicher und Nachheizung.
  2. SolarHotWaterBasicDiagram.png – vereinfachtes Schema eines aktiven geschlossenen Solar-Warmwassersystems; Commons-Lizenzangabe CC BY 3.0/GFDL.
  3. SolarThermie Tichelmann.svg – Kollektoranordnung nach Tichelmann-Prinzip.
  4. Thermal-solar.svg – Schema Solar-Warmwasser und Temperaturschichtung.
  5. Photovoltaic power station diagram.svg – PV-Systemdiagramm; auf Commons als Public Domain gekennzeichnet.
  6. Generations of district heating systems DE.svg – Entwicklung von Fernwärmesystemen.
  7. District heating.gif – Animation zur Fernwärme.
  8. Entwicklung Wärmenetze.Evolution of District Heating de.svg – Entwicklung von Wärmenetzen.

Fachquellen:

  1. Verbraucherzentrale: Solarthermie – Funktion, Wärmeträger, typische Nutzung und Abgrenzung zu Photovoltaik.
  2. Bundesverband Solarwirtschaft: Speicher – Wärmespeicher als zentrales Element der Solarthermie.
  3. DVGW: Vermeidung von Legionellen – Temperaturführung und technische Regeln.
  4. Umweltbundesamt: Warmwassertemperaturen und Legionellen – Anforderungen für Großanlagen und Gesundheitsschutz.

Extern eingebettetes Lernvideo:

  1. Solarthermie oder Photovoltaik: Was ist eigentlich der Unterschied? – YouTube; extern eingebettet, keine OER-Lizenz behauptet.


Verknüpfte Lernbereiche

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