Sicherungen und Schutzschalter - Physik


Sicherungen und Schutzschalter - Physik
Einleitung
Elektrische Energie ist im Alltag nützlich, kann bei Fehlern aber Leitungen stark erwärmen, Brände auslösen oder Menschen gefährden. Sicherungen und Schutzschalter erkennen bestimmte Fehler und unterbrechen den Stromkreis. Sie sind keine austauschbaren Begriffe: Eine Schmelzsicherung oder ein Leitungsschutzschalter reagiert auf zu großen Strom. Ein Fehlerstrom-Schutzschalter reagiert dagegen auf einen Strom, der einen unerwünschten Weg nimmt.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Öffne niemals einen Sicherungskasten und arbeite nie an Netzspannung. Versuche im Unterricht dürfen nur mit ungefährlicher Kleinspannung, geeigneten Bauteilen und unter Aufsicht einer Lehrkraft durchgeführt werden. Wiederholtes Auslösen einer Schutzeinrichtung ist ein Warnsignal und muss fachgerecht geklärt werden.
In diesem aiMOOC lernst Du, warum elektrische Ströme Wärme erzeugen, wie Überlast und Kurzschluss entstehen und wodurch sich Schmelzsicherung, LS-Schalter, FI-Schalter und FI/LS-Schalter unterscheiden.
Physikalische Grundlagen
Stromstärke, Spannung und Widerstand
Die Stromstärke gibt an, wie viel elektrische Ladung pro Zeit fließt. Die Spannung treibt die Ladungen an. Der Widerstand hemmt den Stromfluss. Für einen ohmschen Leiter gilt:
Wird der Widerstand sehr klein, kann die Stromstärke stark ansteigen. Genau das geschieht bei vielen Kurzschlüssen. Schutzgeräte müssen den fehlerhaften Stromkreis dann schnell trennen.
Elektrische Leistung und Erwärmung
Die elektrische Leistung eines Verbrauchers ist
Für die Wärmeleistung in einem Leiter gilt außerdem:
Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle P_\mathrm{Wärme}=I^2\cdot R}
Die Stromstärke steht in dieser Formel im Quadrat. Verdoppelt sich , vervierfacht sich bei gleichem Widerstand die Wärmeleistung. Leitungen können deshalb bei Überstrom gefährlich heiß werden. Eine Überstromschutzeinrichtung soll abschalten, bevor die Isolierung oder andere Bauteile unzulässig erwärmt werden.
Beispiel: An einem Stromkreis mit fließt ein Strom von . Die zugehörige Leistung beträgt rechnerisch
Diese Rechnung ist nur ein Modell. Welche Belastung tatsächlich zulässig ist, hängt unter anderem von Leitung, Verlegeart und Schutzkonzept ab.
Überlast und Kurzschluss
| Fehler | Entstehung | Typische Folge | Schutz |
|---|---|---|---|
| Überlast | Zu viele oder zu leistungsstarke Verbraucher belasten einen Stromkreis über längere Zeit. | Leitungen erwärmen sich allmählich. | Schmelzsicherung oder thermische Auslösung eines LS-Schalters |
| Kurzschluss | Zwei Punkte unterschiedlicher Spannung werden über einen sehr kleinen Widerstand verbunden. | Die Stromstärke steigt sehr schnell und stark an. | Schmelzsicherung oder magnetische Schnellauslösung eines LS-Schalters |
| Fehlerstrom | Ein Teil des Stroms fließt über einen unerwünschten Weg, zum Beispiel über ein Gehäuse oder zur Erde. | Gefahr eines elektrischen Schlages oder einer Erwärmung an der Fehlerstelle | FI-Schalter beziehungsweise RCD |
Schmelzsicherungen
Aufbau und Funktion
Eine Schmelzsicherung enthält einen dünnen Schmelzleiter. Fließt über eine bestimmte Zeit ein zu großer Strom, wird dieser Leiter so heiß, dass er schmilzt. Dadurch wird der Stromkreis geöffnet. Die ausgelöste Sicherung muss anschließend durch eine passende neue Sicherung ersetzt werden.


Bei hohen Kurzschlussströmen kann beim Trennen ein Lichtbogen entstehen. In vielen Sicherungen hilft Quarzsand dabei, diesen Lichtbogen zu löschen. Schmelzsicherungen gibt es in zahlreichen Bauformen, etwa als Gerätesicherung, Schraubsicherung oder NH-Sicherung.


Eigenschaften der Schmelzsicherung
| Vorteil | Grenze |
|---|---|
| Einfacher Aufbau und zuverlässiges Abschalten großer Fehlerströme | Nach dem Auslösen nicht wiederverwendbar |
| Je nach Bauart sehr hohe Abschaltleistung | Austausch nur durch eine Sicherung mit passenden Kennwerten |
| Gut sichtbares, dauerhaftes Trennen des Stromkreises | Ursache des Fehlers muss vor dem Ersatz geklärt werden |
Eine Sicherung darf niemals überbrückt, repariert oder durch eine stärkere Ausführung ersetzt werden. Ein zu hoher Nennstrom kann den Leitungsschutz unwirksam machen.
Leitungsschutzschalter
Aufgabe des LS-Schalters
Der Leitungsschutzschalter, kurz LS-Schalter, schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss. Er wird auch Sicherungsautomat genannt. Nach einer fachgerechten Fehlerbeseitigung kann er wieder eingeschaltet werden.

Auf einem Gerät können Angaben wie B16 stehen. Der Buchstabe beschreibt die Auslösecharakteristik, die Zahl den Bemessungsstrom in Ampere. Welche Ausführung verwendet werden darf, wird für den jeweiligen Stromkreis geplant und darf nicht eigenmächtig verändert werden.

Zwei Auslöseprinzipien
Ein LS-Schalter kombiniert meist zwei Wirkprinzipien:
- Thermische Auslösung: Ein Bimetall erwärmt sich bei Überlast, verbiegt sich und löst zeitverzögert aus.
- Magnetische Auslösung: Ein starker Kurzschlussstrom erzeugt in einer Spule ein kräftiges Magnetfeld und löst sehr schnell aus.

Die Zeitverzögerung bei Überlast ist sinnvoll, weil kurze Einschaltströme nicht immer gefährlich sind. Ein Kurzschluss muss dagegen sehr schnell abgeschaltet werden.
Schaltkontakte und Lichtbogenlöschung
Beim Öffnen der Kontakte kann ein Lichtbogen entstehen. Eine Löschkammer teilt und kühlt ihn, sodass der Strom sicher unterbrochen wird.
Der Schalthebel allein bestimmt nicht, ob der LS-Schalter auslöst. Die Freiauslösung sorgt dafür, dass ein Fehler auch dann abgeschaltet wird, wenn der Hebel festgehalten würde.
Fehlerstrom-Schutzschalter
Grundidee des FI-Schalters
Der Fehlerstrom-Schutzschalter, kurz FI-Schalter oder RCD, vergleicht den hinfließenden mit dem zurückfließenden Strom. Im fehlerfreien Stromkreis sind beide gleich groß. Der Differenzstrom ist dann nahezu null:
Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle I_\Delta=\left|I_\mathrm{hin}-I_\mathrm{zurück}\right|\approx 0}
Fließt ein Teilstrom über einen unerwünschten Weg zur Erde, entsteht eine messbare Differenz. Überschreitet sie den vorgesehenen Auslösewert, trennt der FI-Schalter den Stromkreis.

Viele FI-Schalter für den zusätzlichen Personenschutz besitzen einen Bemessungsdifferenzstrom von . Ein FI-Schalter verringert das Risiko eines gefährlichen Stromunfalls, ersetzt aber keinen vorsichtigen Umgang mit Elektrizität.
Summenstromwandler und Prüftaste
Im Inneren führt man die aktiven Leiter durch einen gemeinsamen magnetischen Kern. Sind Hin- und Rückstrom gleich, heben sich ihre magnetischen Wirkungen auf. Bei einer Differenz entsteht ein Signal, das die Abschaltung auslöst.

Die Prüftaste erzeugt im Gerät absichtlich einen kleinen Differenzstrom. Dadurch lässt sich die Auslösefunktion prüfen. Die Prüftaste ersetzt keine fachgerechte Messung der gesamten Anlage; Hinweise des Herstellers und der Elektrofachkraft sind zu beachten.
Grenzen des FI-Schutzes
Ein FI-Schalter ist kein vollständiger Schutz gegen jede elektrische Gefahr. Er erkennt zum Beispiel keinen normalen Überlaststrom, wenn Hin- und Rückstrom gleich groß bleiben. Auch beim gleichzeitigen Berühren zweier aktiver Leiter kann der Strom vollständig über diese Leiter zurückfließen, sodass keine ausreichende Differenz entsteht. Deshalb werden mehrere Schutzmaßnahmen kombiniert.
Schutzmaßnahmen im Zusammenspiel
LS, FI und FI/LS im Vergleich
| Schutzeinrichtung | Erkennt vor allem | Schützt vor allem | Nach Auslösung |
|---|---|---|---|
| Schmelzsicherung | Überstrom | Leitung und Gerät | Passenden Einsatz ersetzen |
| LS-Schalter | Überlast und Kurzschluss | Leitung | Nach Fehlerklärung wieder einschaltbar |
| FI-Schalter | Fehlerstrom gegen Erde | Vor allem Personen, zusätzlich Anlage | Nach Fehlerklärung wieder einschaltbar |
| FI/LS-Schalter | Fehlerstrom und Überstrom | Person und Leitung im zugeordneten Stromkreis | Nach Fehlerklärung wieder einschaltbar |
Ein FI/LS-Schalter oder RCBO vereint Fehlerstrom- und Überstromschutz in einem Gerät.
Schutzleiter und Erdung
Der grün-gelbe Schutzleiter wird mit berührbaren leitfähigen Gehäusen verbunden. Bei einem Isolationsfehler soll der Fehlerstrom über einen vorgesehenen Weg fließen und eine Schutzeinrichtung auslösen. Schutzleiter, FI-Schalter und Überstromschutz ergänzen einander.
Weitere Schutzschalter
Ein Motorschutzschalter schützt Motoren unter anderem gegen Überlast. Eine Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung kann typische Störlichtbögen erkennen. In großen Netzen übernehmen Leistungsschalter das Abschalten hoher Ströme. Welche Schutzgeräte nötig sind, hängt von Anlage, Gefährdung und geltenden Regeln ab.
Was tun, wenn eine Sicherung auslöst?
- Ruhe bewahren: Nicht in den geöffneten Verteiler greifen.
- Verbraucher ausschalten: Betroffene Geräte vom Netz trennen, soweit dies gefahrlos möglich ist.
- Ursache beobachten: Löst das Schutzgerät erneut aus, nicht immer wieder einschalten.
- Fachhilfe holen: Bei unklarer Ursache, Geruch, Wärme, Feuchtigkeit oder sichtbaren Schäden eine Elektrofachkraft informieren.
- Niemals manipulieren: Keine Sicherung überbrücken und keinen höheren Nennwert einsetzen.
Merksätze
| Merksatz |
|---|
| Eine Sicherung schützt vor allem Leitungen und Geräte vor zu großem Strom. |
| Der LS-Schalter reagiert thermisch auf Überlast und magnetisch auf Kurzschluss. |
| Der FI-Schalter vergleicht Hin- und Rückstrom. |
| Kein einzelnes Schutzgerät schützt vor jeder elektrischen Gefahr. |
| Arbeiten an Netzspannung gehören ausschließlich in die Hände von Elektrofachkräften. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Größe beschreibt die Stärke des elektrischen Stroms? (Stromstärke) (!Spannung) (!Widerstand) (!Leistung)
Welche Formel beschreibt die elektrische Leistung? (P gleich U mal I) (!P gleich U durch I) (!P gleich R durch U) (!P gleich I durch U)
Was geschieht im Schmelzleiter einer ausgelösten Schmelzsicherung? (Er schmilzt und trennt den Stromkreis) (!Er wird dauerhaft zum Magneten) (!Er erhöht die Netzspannung) (!Er speichert den Fehlerstrom)
Welche Aufgabe hat die thermische Auslösung eines LS-Schalters? (Sie reagiert zeitverzögert auf Überlast) (!Sie misst die Raumtemperatur) (!Sie erzeugt den Schutzleiter) (!Sie erhöht den Leitungswiderstand dauerhaft)
Welche Auslösung reagiert im LS-Schalter besonders schnell auf Kurzschluss? (Die magnetische Auslösung) (!Die optische Auslösung) (!Die chemische Auslösung) (!Die akustische Auslösung)
Was vergleicht ein FI-Schalter? (Hinfließenden und zurückfließenden Strom) (!Spannung und elektrische Leistung) (!Leiterlänge und Leiterfarbe) (!Frequenz und Raumtemperatur)
Wovor schützt ein LS-Schalter hauptsächlich? (Vor gefährlicher Erwärmung der Leitung durch Überstrom) (!Vor jeder möglichen Berührungsspannung) (!Vor Blitzschlag außerhalb des Gebäudes) (!Vor mechanischen Schäden am Kabel)
Was kennzeichnet einen Kurzschluss? (Ein sehr kleiner Widerstand zwischen Punkten unterschiedlicher Spannung) (!Ein vollständig geöffneter Stromkreis) (!Ein besonders großer Schutzleiter) (!Ein Verbraucher mit sehr kleiner Leistung)
Was ist ein FI LS Schalter? (Eine Kombination aus Fehlerstromschutz und Überstromschutz) (!Eine Kombination aus Batterie und Lampe) (!Ein reiner Lichtschalter) (!Ein Messgerät für elektrische Energie)
Welche Aussage ist sicherheitsgerecht? (Wiederholtes Auslösen muss fachgerecht geklärt werden) (!Eine Sicherung darf mit Draht überbrückt werden) (!Ein höherer Nennwert ist immer sicherer) (!Schüler dürfen einen Verteiler öffnen)
Memory
| Schmelzsicherung | Einmalige Trennung durch schmelzenden Leiter |
| LS-Schalter | Wiederverwendbarer Überstromschutz |
| FI-Schalter | Vergleich von Hin- und Rückstrom |
| Überlast | Zu hohe Belastung über längere Zeit |
| Kurzschluss | Sehr kleiner Widerstand im Fehlerweg |
| Bimetall | Verzögerte thermische Auslösung |
| Elektromagnet | Schnelle magnetische Auslösung |
| Schutzleiter | Vorgesehener Weg für Fehlerstrom |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schmelzsicherung | Schmelzleiter trennt nach Überstrom |
| Leitungsschutzschalter | Bimetall und Elektromagnet wirken zusammen |
| Fehlerstrom-Schutzschalter | Stromdifferenz wird überwacht |
| Überlast | Zu viele Verbraucher erhöhen den Strom über längere Zeit |
| Kurzschluss | Sehr kleiner Widerstand verursacht einen starken Stromanstieg |
Kreuzworträtsel
| Schmelzleiter | Welcher Teil einer Schmelzsicherung wird bei Überstrom unterbrochen? |
| Bimetall | Welches Bauteil übernimmt im LS-Schalter die thermische Auslösung? |
| Kurzschluss | Wie heißt die Verbindung mit sehr kleinem Widerstand zwischen verschiedenen Potenzialen? |
| Fehlerstrom | Wie heißt ein Strom auf einem unerwünschten Weg zur Erde? |
| Schutzleiter | Welcher Leiter verbindet leitfähige Gehäuse mit dem Schutzsystem? |
| Sicherungskasten | Wo sind Schutzgeräte einer Hausinstallation meist gemeinsam angeordnet? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Sicherungskasten: Fotografiere nur von außen einen geschlossenen Sicherungskasten und beschrifte auf einer Kopie sichtbare Bedienelemente, ohne etwas zu öffnen.
- Gefahrensymbol: Gestalte ein Warnschild mit drei Regeln zum sicheren Umgang mit elektrischem Strom.
- Begriffsnetz: Verbinde die Begriffe Überlast, Kurzschluss, Fehlerstrom, Schmelzsicherung, LS-Schalter und FI-Schalter in einer Concept-Map.
- Erklärvideo: Nimm ein einminütiges Video auf, in dem Du den Unterschied zwischen Überlast und Kurzschluss mit ungefährlichen Alltagsvergleichen erklärst.
Standard
- Schaltplan: Zeichne einen Modellstromkreis mit Kleinspannungsquelle, Lampe, Schalter und Sicherung und erläutere die Reihenschaltung der Sicherung.
- Elektrische Leistung: Berechne für mehrere fiktive Geräte die Stromstärke mit und beurteile, wann eine gemeinsame Belastung problematisch werden könnte.
- Modellversuch: Plane mit Deiner Lehrkraft einen Versuch zur Erwärmung eines dünnen Drahtes bei Kleinspannung. Formuliere Hypothese, Sicherheitsregeln und Auswertung.
- Interview: Befrage eine Elektrofachkraft zu typischen Ursachen ausgelöster Schutzschalter und fasse die Aussagen in einem Lernposter zusammen.
Schwer
- Zeit-Strom-Kennlinie: Untersuche eine vereinfachte Auslösekennlinie und erkläre, warum ein kleiner Überstrom später abgeschaltet wird als ein Kurzschluss.
- Fehleranalyse: Entwickle drei Fehlerszenarien und entscheide begründet, ob Schmelzsicherung, LS-Schalter, FI-Schalter oder eine Kombination reagieren sollte.
- Energieumwandlung: Leite aus und die Beziehung her und erläutere ihre Bedeutung für den Leitungsschutz.
- Schulprojekt: Erstelle eine digitale Ausstellung mit freien Medien zu historischen und modernen Sicherungen. Dokumentiere Bildquelle, Lizenz, Funktion und Einsatzgebiet.


Lernkontrolle
- Schutzkonzept: Erkläre anhand eines selbst gewählten Fehlers, warum LS-Schalter und FI-Schalter unterschiedliche Aufgaben haben und zusammenwirken.
- Transfer Haushalt: In einem Raum werden mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig betrieben. Analysiere mit Formeln, welche Gefahr entstehen kann und welches Schutzgerät voraussichtlich reagiert.
- Fehlerdiagnose: Ein FI-Schalter löst aus, obwohl der LS-Schalter eingeschaltet bleibt. Entwickle eine physikalisch plausible Erklärung.
- Vergleich: Beurteile die Aussage „Ein FI-Schalter ersetzt jede Sicherung“ und widerlege sie mit mindestens zwei Zusammenhängen.
- Sicherheitsbewertung: Eine Person möchte eine ausgelöste Sicherung durch eine stärkere ersetzen. Erkläre die Folgen für Leitung, Wärmeentwicklung und Brandrisiko.
- Modellentwicklung: Entwirf ein anschauliches Modell für den Vergleich von Hin- und Rückstrom im FI-Schalter und benenne Grenzen Deines Modells.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Schutzwirkungen begründet zuordnen kannst.
- Du erklärst den Unterschied zwischen Überlast, Kurzschluss und Fehlerstrom.
- Du nutzt , und in passenden Beispielen.
- Du beschreibst Aufbau und Funktion einer Schmelzsicherung.
- Du erklärst thermische und magnetische Auslösung eines LS-Schalters.
- Du deutest den Differenzstrom eines FI-Schalters mit .
- Du vergleichst Schmelzsicherung, LS-Schalter, FI-Schalter und FI/LS-Schalter.
- Du begründest Sicherheitsregeln und erkennst gefährliche Manipulationen.
- Du dokumentierst Quellen, Rechenwege und eigene Modelle nachvollziehbar.
OERs zum Thema
Freie Medien und Vertiefung
- Wikimedia Commons: Elektrische Sicherungen
- Wikimedia Commons: Schutzschalter
- LEIFIphysik: Sicherungsautomat
- LEIFIphysik: Fehlerstrom-Schutzschalter
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