Sensorik und industrielle Signale – Drehgeber und Wegmesssysteme erklären
Sensorik und industrielle Signale – Drehgeber und Wegmesssysteme erklären
Einleitung
Kurzbeschreibung: In diesem Ausbildungskurs lernst Du, wie Drehgeber, Inkrementalgeber, Absolutwertgeber und lineare Wegmesssysteme Positions- und Bewegungsinformationen erzeugen. Im Mittelpunkt stehen inkremental, absolut und Auflösung. Du arbeitest mit kurzen Lerneinheiten, Signalverläufen und einer virtuellen Förderanlage.
Ausbildungsfall: In der virtuellen Anlage PackLine-01 transportiert ein Förderband Werkstücke zu einer Bearbeitungsstation. Eine Rolle mit 200 mm Umfang wird von einem Inkrementalgeber mit 1000 Impulsen pro Umdrehung überwacht. Die Steuerung wertet beide A/B-Spuren an allen Flanken aus. Ein Rundtisch besitzt zusätzlich einen absoluten 12-Bit-Drehgeber. Eine Linearachse wird direkt über ein Wegmesssystem erfasst.
| Lernziel | Du kannst danach … |
|---|---|
| Geberarten | inkrementale und absolute Messprinzipien unterscheiden. |
| Signale | A/B-Signale, Phasenfolge und Referenzsignal fachlich deuten. |
| Auflösung | Winkel- und Wegschritte berechnen und von Genauigkeit unterscheiden. |
| Diagnose | typische Fehlerbilder in virtuellen Signalverläufen begründet eingrenzen. |
| Auswahl | für einen Ausbildungsfall einen passenden Gebertyp begründet auswählen. |
Wichtig: Die interaktiven Aufgaben dienen der Selbstkontrolle. Quizresultate schalten keine Inhalte frei und ersetzen keine praktische Freigabe oder Sicherheitsunterweisung.

Sicher lernen
Alle praktischen Übungen dieses Kurses sind als Simulation, virtuelle Anlage oder an einem dafür vorgesehenen berührungssicheren Schulungsmodell gedacht. Reale elektrische Arbeiten an Maschinen, Schaltschränken, Antrieben oder industriellen Gebern dürfen nur von entsprechend qualifizierten und beauftragten Personen nach den betrieblichen Regeln durchgeführt werden.
Im Kurs werden keine Arbeiten an unter Spannung stehenden Industrieanlagen verlangt. Für Diagnoseaufgaben nutzt Du simulierte Signalbilder, virtuelle Zählerstände und vorgegebene Messdaten.
Lerneinheit 1: Was misst ein Drehgeber?
Ein Drehgeber erfasst einen Drehwinkel oder eine Winkeländerung. Ein lineares Wegmesssystem erfasst dagegen eine Position entlang einer Strecke. Beide können inkremental oder absolut arbeiten.
| Messaufgabe | Typische Lösung | Aussage |
|---|---|---|
| Drehzahl einer Welle | Inkrementalgeber | Impulse pro Zeit |
| Winkel nach dem Einschalten | Absolutwertgeber | eindeutiger Positionswert |
| direkter Maschinenweg | lineares Wegmesssystem | Position entlang eines Maßstabs oder Magnetbands |

Merksatz: Ein Drehgeber misst Rotation. Ein Wegmesssystem misst linearen Weg. Das Messprinzip kann bei beiden inkremental oder absolut sein.
Mini-Aufgabe Basis
Entscheide für die virtuelle PackLine-01: Soll nur die Bandgeschwindigkeit überwacht werden, reicht häufig ein inkrementales Signal. Soll eine Achse ihre Position direkt nach dem Einschalten kennen, ist ein absolutes Messprinzip vorteilhaft.
Begründetes Feedback: Inkrementale Systeme liefern Positionsänderungen als Impulse und benötigen für eine eindeutige absolute Lage meist einen Bezugspunkt. Absolute Systeme liefern innerhalb ihres Messbereichs direkt einen eindeutigen Positionswert.
Lerneinheit 2: Inkrementalgeber und A/B-Signale
Ein Inkrementalgeber erzeugt bei Bewegung Impulse. Zwei digitale Spuren A und B sind typischerweise um 90° elektrisch gegeneinander verschoben. Aus ihrer Reihenfolge kann die Auswertung die Bewegungsrichtung erkennen.

| Zustand | A | B | Bedeutung im Beispiel |
|---|---|---|---|
| Start | 0 | 0 | Ausgangszustand |
| Schritt 1 | 1 | 0 | A ändert sich zuerst |
| Schritt 2 | 1 | 1 | nächster Quadraturzustand |
| Schritt 3 | 0 | 1 | weiterer Schritt |
| Schritt 4 | 0 | 0 | Zyklus abgeschlossen |
Die umgekehrte Zustandsfolge kennzeichnet die entgegengesetzte Richtung. Welche Folge in der konkreten Maschine als positive Richtung gilt, hängt von Geber, Montage und Parametrierung ab.
Bei vielen Inkrementalgebern gibt es zusätzlich eine Z- oder Indexspur. Sie liefert eine Referenzmarke, typischerweise einmal pro Umdrehung. Für die Maschinenreferenzierung können zusätzlich End- oder Referenzsensoren notwendig sein.
Industrielle Signalpegel
In der Praxis muss nicht nur das logische Muster stimmen. Auch der elektrische Ausgang und der Eingang der Steuerung müssen zueinander passen.
| Signalart | Typische Eigenschaft | Diagnosefrage |
|---|---|---|
| HTL bzw. Push-Pull | größerer Spannungshub, oft für robuste industrielle Übertragung | Passt Ausgangspegel zum Eingang? |
| TTL bzw. RS-422-nahe differentielle Übertragung | schnelle, störfeste Signalübertragung mit passenden Empfängern möglich | Sind Signalart und Abschluss passend? |
| A/B/Z | inkrementale Bewegungsinformation | Sind alle benötigten Spuren vorhanden? |
| Serielle Absolutschnittstelle | überträgt Positionsdaten als Zahlenwert | Ist Protokoll und Parametrierung passend? |
Achtung: Bezeichnungen wie PPR, CPR, Impulse/Umdrehung und Zählkanten werden von Herstellern nicht immer identisch verwendet. Für Berechnungen zählt deshalb immer die Definition im Datenblatt.
Virtuelles Oszilloskop: Diagnose 1
Sollbild: A und B sind sauber rechteckförmig und phasenverschoben.
Fehlerbild A: Spur B bleibt dauerhaft 0.
Fehlerbild B: A und B sind vorhanden, aber die Zustandsfolge läuft umgekehrt.
Fehlerbild C: Zwischen gültigen Flanken erscheinen kurze zusätzliche Impulse.
Hilfe 1: Frage zuerst, ob das Problem Richtung, fehlende Information oder zusätzliche Zählungen betrifft.
Hilfe 2: Eine fehlende B-Spur verhindert die normale Quadraturauswertung. Vertauschte A/B-Spuren können die erkannte Richtung umkehren. Störimpulse können falsche Zählungen erzeugen.
Feedback: Diagnose A deutet auf eine fehlende oder nicht ausgewertete B-Spur. Diagnose B passt zu vertauschter Phasenfolge oder geänderter Richtungsparametrierung. Diagnose C verlangt zuerst eine sichere Prüfung der Signalqualität in der Simulation; reale Leitungs- oder Anschlussarbeiten gehören ausschließlich in qualifizierte Hände.
Lerneinheit 3: Absolutwertgeber und Gray-Code
Ein Absolutwertgeber ordnet jeder Position innerhalb seines Messbereichs einen eindeutigen Zahlenwert zu. Deshalb steht die Position nach dem Einschalten ohne vorheriges Zählen wieder zur Verfügung.

Beim Gray-Code unterscheiden sich benachbarte Codewörter nur in einem Bit. Das reduziert das Risiko mehrdeutiger Zwischenwerte beim Übergang zwischen benachbarten Positionen.
| Position | 3-Bit-Gray-Code |
|---|---|
| erste | 000 |
| zweite | 001 |
| dritte | 011 |
| vierte | 010 |
| fünfte | 110 |
| sechste | 111 |
| siebte | 101 |
| achte | 100 |
Singleturn beschreibt die eindeutige Position innerhalb einer Umdrehung. Multiturn ergänzt die Information über mehrere Umdrehungen.
Mini-Aufgabe Anwendung
Der Rundtisch von PackLine-01 muss nach einem Spannungsunterbruch seine Winkelposition innerhalb einer Umdrehung unmittelbar wieder melden.
Auftrag: Begründe, warum ein Singleturn-Absolutwertgeber dafür geeigneter ist als ein rein konventionell ausgewerteter Inkrementalgeber.
Feedback: Der Absolutwertgeber liefert nach dem Einschalten sofort den Positionswert innerhalb einer Umdrehung. Ein konventioneller Inkrementalgeber kennt nach Spannungsverlust ohne zusätzliche Speicherung oder Referenzierung zunächst nur neue Positionsänderungen.
Lerneinheit 4: Auflösung richtig verstehen
Auflösung bedeutet, wie fein ein Messbereich in unterscheidbare Schritte zerlegt werden kann. Sie ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Genauigkeit, Wiederholgenauigkeit oder Messunsicherheit.
Inkrementale Auflösung
Hat ein Geber 1000 Impulse pro Umdrehung auf einer Spur, ergibt sich bei einfacher Impulsbetrachtung:
Winkelschritt = 360° / 1000 = 0,36°
Wertet eine Steuerung bei einem A/B-Geber alle vier Flanken pro Periodenpaar aus, können daraus 4000 Zählschritte pro Umdrehung werden:
Zählschritt = 360° / 4000 = 0,09°
Diese Vierfachauswertung darf nur angesetzt werden, wenn Datenblatt und Auswertung genau so definiert sind.
Absolute Auflösung
Bei einem absoluten Singleturn-Geber mit n Bit sind idealisiert 2^n unterscheidbare Positionen möglich.
Für 12 Bit:
2^12 = 4096 Positionen
Nominaler Winkelschritt = 360° / 4096 ≈ 0,0879°
Auch hier gilt: Eine feine Auflösung garantiert noch keine gleich große absolute Genauigkeit.
Ausbildungsfall PackLine-01: Weg aus Drehung berechnen
Die Förderrolle hat einen Umfang von 200 mm. Der Geber liefert 1000 Impulse pro Umdrehung. Die virtuelle Steuerung nutzt Vierfachauswertung.
Zählschritte pro Umdrehung = 4000
Weg je Zählschritt = 200 mm / 4000 = 0,05 mm
Für einen Sollweg von 350 mm:
benötigte Zählschritte = 350 mm / 0,05 mm = 7000
Gestufte Hilfe zur Rechnung
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 | Bestimme zuerst die Zählschritte pro Umdrehung. |
| Hilfe 2 | Teile den Rollenumfang durch die Zählschritte pro Umdrehung. |
| Hilfe 3 | Teile den gewünschten Weg durch den Weg je Zählschritt. |
Begründetes Feedback: Der Rechenwert von 0,05 mm pro Zählschritt beschreibt die nominale Wegauflösung des gewählten Umrechnungsmodells. Schlupf am Förderband, Elastizität, Rundlauffehler oder mechanisches Spiel können die tatsächliche Position trotzdem verschlechtern.
Lerneinheit 5: Wegmesssysteme
Lineare Wegmesssysteme arbeiten mit einer linearen Maßverkörperung, zum Beispiel einem optischen Maßstab oder Magnetband. Sie können ebenfalls inkremental oder absolut sein.

Bei einer direkten linearen Messung wird der Maschinenweg unmittelbar erfasst. Bei einer indirekten Messung über eine Drehrolle wird der Weg aus Drehbewegung umgerechnet. Dadurch können zusätzliche mechanische Fehler wie Schlupf in die Messkette eingehen.
| Lösung | Vorteil | mögliche Grenze |
|---|---|---|
| Drehgeber an Rolle | kompakt und oft einfach integrierbar | Schlupf oder Übersetzungsfehler möglich |
| Linearmaßstab | direkter Bezug zum tatsächlichen Weg | Montage und Umgebung müssen zum System passen |
| Magnetband | robustes, berührungsloses Prinzip möglich | zulässiger Abstand und Einbau müssen eingehalten werden |
Transferfrage
Die Förderrolle rutscht bei nassen Werkstücken gelegentlich durch. Die Steuerung zählt weiterhin korrekt die Drehgeberimpulse, aber das Werkstück erreicht nicht exakt die berechnete Position.
Frage: Ist das primär ein Sensorfehler oder ein Messkettenproblem?
Feedback: Es ist zunächst ein Messkettenproblem: Der Geber kann die Rollenrotation korrekt erfassen, während der reale Werkstückweg wegen Schlupf davon abweicht. Eine direkte lineare Wegmessung kann die tatsächliche Position näher an der bewegten Achse erfassen.
Lerneinheit 6: Industrielle Auswertung und Diagnose
Zwischen Sensor und Positionswert liegt eine vollständige Messkette:
Bewegung → Maßverkörperung → Sensor → elektrisches Signal → Eingang → Zähler oder Decoder → Skalierung → Positionswert

Typische Diagnosefragen lauten: Kommt das erwartete Signal an? Ist die Phasenfolge plausibel? Ist die Auflösung korrekt parametriert? Passt die Skalierung? Ist die Referenzinformation vorhanden? Stimmt die mechanische Kopplung?
Virtuelle Anlage: Steuerungsaufgabe
Die PackLine-01 meldet folgende Werte:
| Beobachtung | Wert |
|---|---|
| Sollweg | 350 mm |
| Zählerstand | 7000 |
| Skalierung | 0,05 mm pro Zählschritt |
| HMI-Anzeige | 700 mm |
| A/B-Signal | sauber |
Auftrag: Finde die wahrscheinlichste Fehlergruppe.
Hilfe 1: Berechne aus Zählerstand und Skalierung den erwarteten Weg.
Hilfe 2: 7000 · 0,05 mm = 350 mm.
Begründetes Feedback: Da Signal und Zählerstand zum Sollweg passen, liegt der Fehler wahrscheinlich nach der Zählung, zum Beispiel in der HMI-Skalierung oder Variablenzuordnung. Eine Suche am Geber wäre hier nicht der erste sinnvolle Schritt.
Virtuelle Anlage: Diagnoseaufgabe
Lerneinheit 7: Auswahlentscheidung
Für die Auswahl zählt nicht nur die nominelle Auflösung. Die Anwendung bestimmt das Messprinzip.
| Anforderung | Fachlich naheliegende Wahl |
|---|---|
| Geschwindigkeit und relative Bewegung | Inkrementalgeber |
| Position direkt nach Einschalten | Absolutwertgeber |
| tatsächlicher linearer Achsweg | lineares Wegmesssystem |
| mehrere Umdrehungen eindeutig erfassen | Multiturn-Absolutwertgeber |
| hohe Störfestigkeit | passende industrielle Schnittstelle, Leitung und Auswertung nach Datenblatt |
Entscheidungsregel: Wähle zuerst nach Messaufgabe und Systemanforderung. Prüfe danach Auflösung, Genauigkeit, Dynamik, Schnittstelle, Umgebung, mechanische Kopplung und Diagnosemöglichkeiten.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben
Basis
- Inkrementalgeber erkennen: Erkläre in zwei Sätzen, welche Information die A/B-Spuren liefern.
- Absolutwertgeber erkennen: Begründe, warum ein absoluter Geber nach dem Einschalten einen Vorteil bei der Positionsbestimmung haben kann.
- Auflösung berechnen: Berechne den nominalen Winkelschritt eines 10-Bit-Singleturn-Gebers.
Feedback Basis: A/B-Spuren liefern Zustandswechsel, aus deren Anzahl Bewegung und aus deren Reihenfolge Richtung ermittelt werden kann. Ein absoluter Geber liefert einen eindeutigen Positionswert. Bei 10 Bit gelten 2^10 = 1024 Positionen und damit 360° / 1024 ≈ 0,3516° je Position.
Anwendung
- Signalfolge auswerten: Vergleiche die Folgen 00→10→11→01→00 und 00→01→11→10→00. Erkläre, warum sie entgegengesetzte Bewegungsrichtungen darstellen.
- Wegskalierung prüfen: Eine Rolle hat 240 mm Umfang. Ein Geber liefert 1200 Impulse pro Umdrehung und wird vierfach ausgewertet. Berechne den nominalen Weg pro Zählschritt.
- Diagnose priorisieren: Das A/B-Signal ist sauber, der Zähler korrekt, die HMI zeigt aber den doppelten Weg. Begründe, wo Du in der virtuellen Anlage zuerst suchst.
Feedback Anwendung: Die beiden Zustandsfolgen durchlaufen dieselben Quadraturzustände in entgegengesetzter Reihenfolge. Bei 1200 Impulsen und Vierfachauswertung entstehen 4800 Zählschritte; 240 mm / 4800 = 0,05 mm pro Zählschritt. Bei korrektem Signal und Zähler ist eine fehlerhafte Skalierung oder Variablenzuordnung wahrscheinlicher als ein Geberdefekt.
Transfer
- Messkette bewerten: Ein Förderband rutscht, obwohl der Drehgeber korrekt zählt. Entwickle zwei Verbesserungsstrategien und begründe sie.
- Geberkonzept auswählen: Eine Achse muss nach Netzausfall ohne Referenzfahrt sofort weiterarbeiten. Vergleiche einen konventionellen Inkrementalgeber mit einem Absolutwertgeber.
- Auflösung kritisch beurteilen: Ein Anbieter nennt 0,01 mm Auflösung. Erkläre, warum daraus allein keine Positioniergenauigkeit von ±0,01 mm folgt.
Feedback Transfer: Bei Schlupf kann eine direkte Wegmessung näher am Werkstück oder an der Achse die reale Bewegung besser erfassen; außerdem kann die Mechanik so verbessert werden, dass die Kopplung zwischen Rolle und Werkstück zuverlässiger wird. Für sofortige Positionskenntnis ist ein Absolutwertgeber systematisch im Vorteil. Auflösung beschreibt die feinste darstellbare Abstufung, während Genauigkeit weitere Sensor-, Montage-, Mechanik- und Auswertefehler umfasst.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Hinweis: Das Quiz dient nur der Selbstkontrolle. Es gibt keine Freigabe, Sperre oder Berechtigung aufgrund des Ergebnisses.
Welche Aussage beschreibt einen Inkrementalgeber am besten? (Er liefert Impulse für Positionsänderungen) (!Er liefert immer direkt einen eindeutigen Absolutwert) (!Er misst ausschließlich Temperatur) (!Er benötigt niemals eine Auswertung)
Wozu dienen zwei phasenverschobene Spuren A und B? (Zur Erkennung von Bewegung und Richtung) (!Zur Versorgung des Motors) (!Zur Messung der Gehäusetemperatur) (!Zur Speicherung des Programms)
Was ist ein typischer Vorteil eines Absolutwertgebers? (Die Position steht nach dem Einschalten direkt als Wert zur Verfügung) (!Er benötigt grundsätzlich keine elektrische Versorgung) (!Er hat immer eine höhere Genauigkeit als jedes andere Messsystem) (!Er erzeugt niemals digitale Daten)
Wie viele Positionen kann ein idealer 12-Bit-Singleturn-Geber unterscheiden? (4096 Positionen) (!1200 Positionen) (!2048 Positionen) (!12000 Positionen)
Was beschreibt die Auflösung eines Messsystems? (Die Feinheit der unterscheidbaren Messschritte) (!Die garantierte Lebensdauer des Sensors) (!Die maximale Versorgungsspannung) (!Die Farbe des Anschlusskabels)
Was gilt für Auflösung und Genauigkeit? (Sie sind unterschiedliche Eigenschaften) (!Sie sind immer exakt gleich) (!Auflösung ist immer schlechter als Genauigkeit) (!Genauigkeit hängt nur von der Bitzahl ab)
Welche Signalbeobachtung passt zu vertauschter A-B-Phasenfolge? (Die erkannte Drehrichtung kann sich umkehren) (!Die Auflösung wird automatisch doppelt so groß) (!Der Geber wird zum Temperaturfühler) (!Der Rundtisch verliert seine Mechanik)
Was kann ein Indexsignal Z bei einem Inkrementalgeber unterstützen? (Die Referenzierung einer Umdrehung) (!Die Spannungsversorgung des Motors) (!Die Netzwerkadressierung) (!Die Schmierung des Lagers)
Wann ist eine direkte lineare Wegmessung besonders sinnvoll? (Wenn der tatsächliche Achsweg unabhängig von Rollenschlupf erfasst werden soll) (!Wenn ausschließlich die Motortemperatur benötigt wird) (!Wenn keine Position ausgewertet werden soll) (!Wenn nur die Kabelfarbe dokumentiert wird)
Was ist bei PPR und Vierfachauswertung wichtig? (Die Definition im Datenblatt und in der Auswertung muss geprüft werden) (!Jeder Hersteller meint mit PPR immer exakt dasselbe) (!Vierfachauswertung ist bei jedem Geber zwingend aktiv) (!PPR beschreibt immer die Genauigkeit in Millimetern)
Memory
| Inkrementalgeber | relative Positionsänderung |
| Absolutwertgeber | eindeutiger Positionswert |
| Quadraturspuren | Richtungsinformation |
| Indexsignal | Referenzmarke |
| Graycode | Einbitwechsel |
| Auflösung | Messschrittfeinheit |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| A-B-Signalfolge | Drehrichtung |
| Singleturn | Winkel innerhalb einer Umdrehung |
| Multiturn | Umdrehungsübergreifende Position |
| Linearmaßstab | Direkte Wegmessung |
| HTL-TTL-Auswahl | Signalverträglichkeit |
Kreuzworträtsel
| Inkrementalgeber | Welcher Geber liefert Impulse für Positionsänderungen? |
| Absolutwertgeber | Welcher Geber liefert einen eindeutigen Positionswert? |
| Quadratur | Wie heißt die Auswertung zweier phasenverschobener Spuren? |
| Graycode | Welche Codierung ändert zwischen Nachbarpositionen nur ein Bit? |
| Aufloesung | Wie heißt die Feinheit der unterscheidbaren Messschritte? |
| Referenzmarke | Welcher Begriff bezeichnet einen festgelegten Bezugspunkt für die Positionsbestimmung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Signalbild beschriften: Erstelle eine eigene Skizze mit A-, B- und Z-Spur und kennzeichne, woran Du eine Richtungsänderung erkennst.
- Gebervergleich: Formuliere eine Karteikarte mit den Unterschieden zwischen Inkrementalgeber und Absolutwertgeber.
- Auflösung visualisieren: Zeichne einen Kreis mit acht Positionen und übertrage die Idee anschließend auf einen 12-Bit-Geber.
- Sicherheitscheck: Erstelle eine kurze Checkliste, welche Übungen im Kurs rein virtuell erfolgen und wann eine qualifizierte Fachkraft erforderlich ist.
Standard
- Virtuelle Bandachse: Baue in einer geeigneten sicheren Simulation ein Modell aus Geberzähler, Skalierung und Weganzeige auf.
- Fehlerbild erklären: Dokumentiere drei simulierte Fehlerbilder mit fehlender B-Spur, vertauschter Phasenfolge und Störimpulsen.
- Wegmessung vergleichen: Vergleiche für eine Förderanlage Drehgeber an Rolle und direktes lineares Wegmesssystem.
- Videoanalyse: Wähle eines der eingebetteten Videos und notiere drei Aussagen, die Du mit dem Lerntext abgleichen kannst.
Schwer
- Messkette analysieren: Erstelle für PackLine-01 ein Blockdiagramm von der Bewegung bis zur HMI-Anzeige und markiere mögliche Fehlerstellen.
- Geberauswahl begründen: Entwickle für einen Rundtisch mit Wiederanlauf nach Netzausfall eine begründete Sensorentscheidung einschließlich Auflösung und Schnittstelle.
- Diagnoseplan entwerfen: Erstelle einen sicheren Diagnoseplan für eine virtuelle Achse, bei der der Positionswert gelegentlich springt. Ordne die Prüfschritte nach Wahrscheinlichkeit und Aufwand.
- Transferprojekt: Entwirf ein eigenes Ausbildungsmodell mit Dreh- und Linearachse. Lege fest, welche Aufgaben simuliert werden, welche berührungssicheren Schulungskomponenten geeignet wären und welche Tätigkeiten ausschließlich qualifizierten und beauftragten Personen vorbehalten bleiben.


Lernkontrolle
- Messprinzip begründen: Eine Maschine muss nach Spannungswiederkehr ohne Referenzfahrt weiterpositionieren. Begründe die Wahl eines Messprinzips und nenne eine Grenze dieser Wahl.
- Fehlersuche strukturieren: A/B-Signale sind sauber, der Zähler stimmt, die HMI zeigt den doppelten Weg. Entwickle eine begründete Prüfreihenfolge.
- Auflösung übertragen: Eine Rolle mit 300 mm Umfang und ein Geber mit 1500 Impulsen pro Umdrehung werden vierfach ausgewertet. Berechne den nominalen Wegschritt und erläutere, warum die reale Position trotzdem abweichen kann.
- Direkte und indirekte Messung: Vergleiche eine lineare Wegmessung mit einer Wegberechnung aus Rollendrehung bei möglichem Schlupf.
- Signalqualität bewerten: Erläutere, wie zusätzliche Flanken einen Zähler beeinflussen und warum die Diagnose zunächst am Signalweg statt an der HMI-Skalierung beginnen kann.
- Schnittstelle auswählen: Begründe, warum Geberausgang, Leitung, Empfänger und Parametrierung als zusammengehörige Signalkette betrachtet werden müssen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Anlagen übertragen kannst.
- Geberarten: Du unterscheidest inkremental, absolut, Singleturn und Multiturn.
- Signalverläufe: Du deutest A/B-Phasenfolge und Referenzsignal.
- Auflösung: Du berechnest Winkel- oder Wegschritte und trennst Auflösung von Genauigkeit.
- Wegmessung: Du vergleichst direkte und indirekte Messketten.
- Diagnose: Du ordnest Fehlerbilder systematisch Signal, Zählung, Skalierung oder Mechanik zu.
- Sicherheit: Du hältst reale Elektroarbeiten von Simulations- und Schulungsaufgaben klar getrennt.
- Transfer: Du begründest eine Geberauswahl für eine neue industrielle Aufgabe.
Medien- und Quellencheck
Fachliche Quellen, geprüft am 07.10.2026:
- Wikipedia: Drehgeber – Grundbegriffe, Inkremental- und Absolutprinzip.
- Wikipedia: Inkrementalgeber – A/B-Signale und Messprinzip.
- Wikipedia: Absolutwertgeber – absolute Positionsinformation und Gray-Code.
- ifm: Inkrementale Drehgeber – industrielle HTL/TTL-Varianten und parametrierbare Auflösung.
- Kübler: Lineare Messsysteme – inkrementale und absolute lineare Wegmessung.
- SICK: Encoder Resolution – Hersteller-Lernvideo zur Auflösung.
Freie Wikimedia-Commons-Medien:
| Datei | Einsatz | Rechte laut Commons-Dateiseite |
|---|---|---|
| Encoder Disc (3-Bit).svg | Gray-Code-Scheibe | Public Domain |
| Quadrature Diagram.svg | A/B-Signalverlauf | Public Domain |
| Optical Linear Encoder.jpg | lineares optisches Messsystem | CC BY-SA 3.0 und GFDL |
| Optical Encoders.png | lineare Encoder | CC BY-SA und GFDL laut Dateiseite |
| Rotatory EnDat Encoder.jpg | absoluter Drehgeber | CC BY-SA 3.0 und GFDL |
| 6-axis incremental encoder interface.jpg | industrielle Inkrementalgeber-Auswertung | CC BY-SA 4.0 |
YouTube-Hinweis: Die eingebetteten Videos werden nicht als freie OER-Dateien neu lizenziert. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Verwendet werden nur überprüfte, tatsächlich vorhandene YouTube-Links von Lern- bzw. Herstellerkanälen.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


NEWSLernweltNOAH fragen