Schmiedesymposien und internationale Treffen - Schmied


Schmiedesymposien und internationale Treffen - Schmied
Einleitung
Schmiedesymposien und internationale Treffen sind Lern-, Arbeits- und Begegnungsräume für Schmiedinnen und Schmiede, Metallgestaltende, Auszubildende, Lehrkräfte, Restaurierende, Kunstschaffende und Fachbetriebe. Anders als eine gewöhnliche Messe zeigen viele dieser Veranstaltungen nicht nur fertige Werkstücke. Im Mittelpunkt stehen Vorführungen, Workshops, Fachgespräche, Wettbewerbe, Ausstellungen und gemeinschaftlich geschmiedete Projekte. Du kannst dort beobachten, wie Fachleute Werkstoff, Wärme, Werkzeug, Umformfolge und Gestaltungsidee aufeinander abstimmen.
Dieser aiMOOC richtet sich besonders an Lernende in der beruflichen Bildung, etwa im Metallbauer-Handwerk mit der Fachrichtung Metallgestaltung. Du lernst, Veranstaltungsformate fachlich zu unterscheiden, Vorführungen systematisch auszuwerten, internationale Fachsprache zu nutzen, Sicherheitsregeln einzuhalten und Erkenntnisse in die betriebliche Ausbildung zu übertragen.

Was ist ein Schmiedesymposium?
Ein Schmiedesymposium verbindet fachlichen Austausch mit praktischer Arbeit. Häufig bearbeiten mehrere Teilnehmende ein gemeinsames Thema oder entwickeln innerhalb eines festgelegten Zeitraums ein Werkstück, eine Skulptur oder eine Installation. Der Prozess ist dabei ebenso wichtig wie das Ergebnis. Entwurf, Materialwahl, Arbeitsaufteilung, Umformtechnik, Fügen, Oberflächenbehandlung und Präsentation werden sichtbar und diskutierbar.
Ein Schmiedetreffen ist meist breiter angelegt. Es kann Vorführungen, Verkaufsstände, Ausstellungen, Nachwuchsangebote, Wettbewerbe und öffentliche Programme verbinden. Eine Fachtagung oder Konferenz legt stärkeres Gewicht auf Vorträge, Demonstrationen und organisierten Wissenstransfer. Eine Biennale findet im Abstand von zwei Jahren statt. Ein Wettbewerb bewertet Arbeiten nach veröffentlichten Kriterien wie Idee, handwerkliche Ausführung, Funktion, Gestaltung und Einhaltung der Zeitvorgabe. In der Praxis überschneiden sich diese Formate häufig.
Beobachtungsauftrag: Achte im Video darauf, wie Vorführung, Ausstellung, Publikum und internationale Begegnung miteinander verbunden werden. Notiere drei Situationen, in denen fachliches Lernen stattfindet.
Bedeutung für die Ausbildung
Für Auszubildende bieten internationale Treffen einen Lernraum, der die betriebliche Werkstatt ergänzt. Du siehst unterschiedliche Arbeitsweisen, Werkstattkulturen und Gestaltungsauffassungen. Dabei geht es nicht darum, eine Vorführung unkritisch nachzuahmen. Entscheidend ist, dass Du die beobachtete Lösung mit Werkstoffkunde, Fertigungstechnik, Arbeitssicherheit, Zeichnungslesen und Qualitätsprüfung verknüpfst.
Ein fachlich ergiebiger Besuch beantwortet beispielsweise folgende Fragen: Welcher Werkstoff und welcher Ausgangsquerschnitt werden verwendet? Wo wird erwärmt? Welche Umformschritte folgen aufeinander? Welche Handwerkzeuge, Gesenke, Hilfsvorrichtungen oder Maschinen kommen zum Einsatz? Wie werden Maße, Symmetrie, Oberfläche und Funktion kontrolliert? Welche Arbeitsschritte wären im eigenen Ausbildungsbetrieb anders zu planen?

Die Zusammenarbeit von Vorschmied und Zuschläger verlangt klare Kommandos, abgestimmte Schlagfolgen und eindeutige Zuständigkeiten. Internationale Vorführungen machen sichtbar, dass nonverbale Signale, Blickkontakt und vorher vereinbarte Abläufe besonders wichtig werden, wenn die Beteiligten unterschiedliche Muttersprachen sprechen.
Typische Veranstaltungsformate
| Format | Kennzeichen | Lernchance für Auszubildende |
|---|---|---|
| Symposium | Gemeinsame praktische Arbeit an einem Thema oder Projekt | Entwurfsprozess, Teamarbeit und Problemlösen nachvollziehen |
| Demonstration | Eine Fachperson zeigt eine Technik vor Publikum | Arbeitsfolge, Werkzeugführung und Wärmemanagement beobachten |
| Workshop | Kleine Gruppe arbeitet unter Anleitung | Fertigkeiten erproben und unmittelbares Feedback erhalten |
| Wettbewerb | Bearbeitung einer Aufgabe unter festgelegten Bedingungen | Qualität, Zeitplanung und Bewertungskriterien vergleichen |
| Ausstellung | Präsentation fertiger Arbeiten und Entwurfsunterlagen | Gestaltung, Funktion, Oberfläche und Dokumentation analysieren |
| Fachvortrag | Strukturierte Vermittlung von Wissen und Erfahrung | Werkstoffkunde, Geschichte, Restaurierung oder Gestaltung vertiefen |
| Gemeinschaftsprojekt | Mehrere Personen oder Teams fertigen ein gemeinsames Werk | Schnittstellen, Maßhaltigkeit und Arbeitsorganisation verstehen |

Internationale Beispiele
Hefaiston auf der Burg Helfštýn in Tschechien gehört seit Anfang der 1980er Jahre zu den bekannten internationalen Treffen der Kunstschmiede. Vorführungen, Ausstellungen, Wettbewerbsbeiträge und Arbeiten vor Ort verbinden handwerkliche Praxis mit Metallkunst. Die historische Burganlage dient zugleich als Ausstellungsraum für zahlreiche Metallarbeiten.

Die Europäische Biennale der Schmiedekunst in Stia in Italien wird seit 1976 veranstaltet. Sie verbindet traditionelles Schmiedehandwerk mit zeitgenössischer Gestaltung, Wettbewerben, Vorführungen und internationalem Austausch.
Die Konferenzen der Artist-Blacksmith’s Association of North America, kurz ABANA, setzen auf Demonstrationen, Vorträge, Ausstellungen, Kurse und Begegnungen zwischen erfahrenen Fachleuten und Nachwuchskräften. Das zeigt, dass berufliche Weiterbildung im Schmiedehandwerk nicht nur in der eigenen Werkstatt stattfindet, sondern auch durch Verbände und Fachnetzwerke organisiert wird.
Im deutschsprachigen Raum sind unter anderem die Schmiedetreffen in Kolbermoor, das Ferraculum in Ybbsitz, Veranstaltungen des Internationalen Fachverbands Gestaltender Schmiede und Treffen an metallhandwerklichen Museen wichtige Orte des Austauschs. Sie verbinden Fachpublikum, Nachwuchsförderung und öffentliche Vermittlung.
Diese Beispiele unterscheiden sich in Größe, Rhythmus und Programm. Gemeinsam ist ihnen, dass Wissen durch Beobachtung, Gespräch, gemeinsames Arbeiten und die Betrachtung fertiger Werke weitergegeben wird.
Fachliches Beobachten einer Vorführung
Bei einer Demonstration solltest Du nicht nur auf das spektakuläre Funkenbild achten. Eine fachliche Analyse gliedert den Prozess in nachvollziehbare Schritte:
- Arbeitsauftrag: Welche Funktion oder gestalterische Absicht hat das Werkstück?
- Werkstoff: Welche Stahlsorte oder welches andere Metall wird genannt, und welche Eigenschaften sind dafür wichtig?
- Ausgangsform: Welche Abmessungen und Querschnitte werden eingesetzt?
- Erwärmung: Welcher Bereich wird erwärmt, und wie beurteilt die Fachperson den geeigneten Umformzustand?
- Umformen: Werden beispielsweise Recken, Stauchen, Biegen, Spalten, Lochen, Tordieren oder Gesenkschmieden eingesetzt?
- Fügen: Erfolgt die Verbindung etwa durch Nieten, Feuerschweißen, Schweißen oder konstruktives Stecken?
- Prüfen: Wie werden Maßhaltigkeit, Fluchtung, Symmetrie, Oberfläche und Funktion kontrolliert?
- Nachbehandlung: Welche Schritte dienen dem Richten, Entzundern, Schleifen, Bürsten oder dem Korrosionsschutz?
Beim Einsatz eines Maschinenhammers verändern sich Takt, Umformleistung, Werkzeughaltung und Kommunikation. Beobachte deshalb auch die Maschineneinrichtung, die Aufgabenverteilung und die Abgrenzung des Arbeitsbereichs. Eine Vorführung ersetzt niemals die betriebliche Einweisung.
Kooperation am Amboss
Beim Arbeiten mit Zuschläger muss die Person am Werkstück die Arbeitsrichtung und Schlagstelle eindeutig vorgeben. Die Beteiligten stimmen sich vor Beginn über Kommandos, Abbruchzeichen und Werkzeugwechsel ab. Der Zuschläger schlägt nicht eigenmächtig, sondern folgt der Führung am Amboss. Diese Rollenverteilung ist bei internationalen Teams besonders wichtig, weil Missverständnisse durch Sprache, Lärm und Publikum begünstigt werden können.
Analyseauftrag: Beschreibe, wie die beiden Schmiede das Werkstück positionieren, wann sie die Rollen wechseln und wie die Schlagfolge koordiniert wird. Bewerte anschließend, welche Beobachtungen Du in ein betriebliches Unterweisungsgespräch übernehmen würdest.
Wettbewerb und Qualitätsbewertung
Ein Schmiedewettbewerb macht Arbeitsorganisation unter Zeitdruck sichtbar. Eine faire Bewertung benötigt vorher bekannte Kriterien. Dazu können Maßhaltigkeit, technische Ausführung, sichere Arbeitsweise, Funktion, Oberflächenqualität, Originalität und Bezug zur Aufgabenstellung gehören. Die reine Geschwindigkeit ist kein ausreichendes Qualitätsmerkmal.
Für die Ausbildung ist ein Bewertungsbogen hilfreich. Trenne dabei beobachtbare Merkmale von persönlichen Geschmacksurteilen. „Die beiden Schenkel sind gleich lang“ ist überprüfbar. „Das Werkstück ist schön“ bleibt ohne weitere Kriterien ungenau. Eine fachliche Beurteilung begründet, welche Gestaltungsmittel, Proportionen, Oberflächen und Funktionen überzeugen.
Internationale Fachsprache
Auf vielen Treffen wird Englisch als gemeinsame Arbeitssprache verwendet. Ein kleines Fachwortnetz erleichtert Gespräche und das Verständnis von Demonstrationen.
| Deutsch | Englisch | Fachlicher Zusammenhang |
|---|---|---|
| Schmied | blacksmith | Allgemeine Bezeichnung für die schmiedende Fachperson |
| Kunstschmied | artist blacksmith | Gestaltung von funktionalen oder freien Metallarbeiten |
| Zuschläger | striker | Führt schwere Schläge nach Anweisung aus |
| Amboss | anvil | Unterlage zum Umformen |
| Schmiedezange | tongs | Halten und Führen des Werkstücks |
| Maschinenhammer | power hammer | Maschinelles Umformen mit wiederholten Schlägen |
| Recken | drawing out | Verlängern bei gleichzeitiger Querschnittsverringerung |
| Stauchen | upsetting | Querschnittsvergrößerung durch Verkürzen |
| Feuerschweißen | forge welding | Stoffschlüssiges Fügen im Schmiedefeuer |
| Vorführung | demonstration | Sichtbares Erklären einer Technik |
Fachbegriffe sollten im Gespräch durch Skizzen, Maße und Zeigen am Werkstück ergänzt werden. Das vermeidet Missverständnisse, besonders wenn Begriffe regional unterschiedlich verwendet werden.
Dokumentation und Wissenstransfer
Ein Treffen wird erst dann nachhaltig lernwirksam, wenn Du Deine Beobachtungen sicherst und auswertest. Geeignet sind ein Lerntagebuch, eine Skizzensammlung, ein strukturierter Beobachtungsbogen oder eine kurze Präsentation im Betrieb. Fotografiere oder filme nur, wenn Veranstalter und dargestellte Personen dies erlauben. Notiere zu jedem Verfahren die Quelle, den Kontext und offene Fragen.

Ein guter Transferbericht enthält nicht nur eine Beschreibung. Er erklärt, warum eine Arbeitsfolge gewählt wurde, welche Alternative möglich wäre und unter welchen betrieblichen Bedingungen die Technik eingesetzt werden kann. Aussagen aus einer Vorführung müssen mit Ausbildungsunterlagen, Werkstoffdaten, Betriebsanweisungen und der betreuenden Fachkraft abgeglichen werden.
Arbeitssicherheit und Veranstaltungsorganisation
Bei öffentlichen Schmiedevorführungen treffen heiße Werkstücke, Funkenflug, Lärm, Rauch, Maschinen, Gas- oder Festbrennstofffeuer und viele Personen auf engem Raum zusammen. Deshalb gelten abgesperrte Arbeitszonen, geregelte Laufwege, Brandschutz, geeignete Lüftung oder Absaugung sowie eine auf die Tätigkeit abgestimmte persönliche Schutzausrüstung. Maschinen dürfen nur von eingewiesenen Personen bedient werden. Zuschauende halten die vorgegebenen Sicherheitsabstände ein.
Für Auszubildende gilt: Teilnahme an praktischen Angeboten nur unter fachkundiger Aufsicht, nach Einweisung und entsprechend der Gefährdungsbeurteilung. Fremde Werkzeuge oder Maschinen werden nicht ohne Freigabe benutzt. Heiße Werkstücke müssen eindeutig abgelegt oder gekennzeichnet werden. Bei Unsicherheit wird die Arbeit unterbrochen und die verantwortliche Fachperson angesprochen.
Interkultureller Austausch und Berufsethik
Internationale Treffen zeigen, dass Schmiedekultur weltweit unterschiedlich ausgeprägt ist. Werkzeuge, Brennstoffe, Ornamente, Arbeitsteilung und gesellschaftliche Bedeutung können variieren. Diese Unterschiede sollten nicht vorschnell als „richtig“ oder „falsch“ bewertet werden. Fachlicher Austausch beginnt mit respektvollem Fragen und genauer Beobachtung.

Gleichzeitig bleiben Qualitäts-, Sicherheits- und Rechtsanforderungen des eigenen Ausbildungs- und Arbeitsortes verbindlich. Eine Technik kann kulturell bedeutsam sein, ohne unverändert in den eigenen Betrieb übertragbar zu sein. Professionelles Handeln verbindet Offenheit mit fachlicher Prüfung.
Einen Veranstaltungsbesuch planen
Vor dem Besuch klärst Du Lernziele, Programm, Anreise, Kosten, Zugänglichkeit, Fotoerlaubnis und erforderliche Schutzausrüstung. Wähle wenige Demonstrationen gezielt aus, statt möglichst viele Programmpunkte oberflächlich zu besuchen. Bereite Fragen auf Deutsch und gegebenenfalls Englisch vor.
Während der Veranstaltung dokumentierst Du nachvollziehbar und störst keine Arbeitsabläufe. Nach dem Besuch ordnest Du Deine Notizen, prüfst Fachbegriffe, vergleichst Verfahren und präsentierst einen konkreten Nutzen für Ausbildung oder Betrieb. Ein mögliches Ergebnis ist eine Arbeitsprobe im Ausbildungsbetrieb, die erst nach Planung, Gefährdungsbeurteilung und Freigabe durchgeführt wird.
Quellen und weiterführende Fachinformationen
- Hefaiston auf Burg Helfštýn: Offizielle Veranstaltungsinformationen zum internationalen Treffen der Kunstschmiede
- Europäische Biennale der Schmiedekunst in Stia: Informationen zu Geschichte, Programm und Wettbewerben
- ABANA-Konferenzen: Informationen zu Demonstrationen, Fachbildung und Verbandsarbeit
- Schmiedetreffen in Kolbermoor: Stadtgeschichtlicher Überblick zum internationalen Treffen
- Ferraculum in Ybbsitz: Informationen zum internationalen Schmiedetreffen
- Internationaler Fachverband Gestaltender Schmiede: Netzwerk, Veranstaltungen und Nachwuchsförderung
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet ein Schmiedesymposium besonders? (Gemeinsame fachliche und praktische Arbeit an einem Thema) (!Ausschließlich der Verkauf fertiger Werkstücke) (!Ein Treffen ohne Vorführungen und Gespräche) (!Eine reine Maschinenprüfung im Ausbildungsbetrieb)
Welches Ziel hat ein fachlicher Beobachtungsbogen? (Arbeitsabläufe und Qualitätsmerkmale systematisch erfassen) (!Nur die Namen der Besuchenden sammeln) (!Möglichst viele Fotos ohne Einordnung speichern) (!Die Lautstärke der Veranstaltung bewerten)
Welche Aufgabe hat der Zuschläger? (Schwere Schläge nach eindeutiger Führung ausführen) (!Das Werkstück unabhängig vom Vorschmied gestalten) (!Die Esse ohne Absprache verlassen) (!Ausschließlich die Ausstellung moderieren)
Was bedeutet drawing out beim Schmieden? (Recken) (!Stauchen) (!Nieten) (!Bürsten)
Warum sind Bewertungskriterien bei einem Wettbewerb wichtig? (Sie machen die Beurteilung nachvollziehbar) (!Sie ersetzen die sichere Arbeitsweise) (!Sie bewerten nur die Geschwindigkeit) (!Sie verhindern jede gestalterische Lösung)
Welche Veranstaltung findet auf Burg Helfštýn statt? (Hefaiston) (!Ferraculum) (!Oktoberfest) (!Documenta)
Was ist vor dem Bedienen einer fremden Maschine erforderlich? (Einweisung und Freigabe) (!Nur das Beobachten einer Vorführung) (!Eine private Fotoaufnahme) (!Ein schneller Werkzeugwechsel)
Was gehört zu einem guten Wissenstransfer nach dem Treffen? (Beobachtungen prüfen und auf betriebliche Bedingungen beziehen) (!Jede gezeigte Technik sofort unverändert nachmachen) (!Offene Fragen aus der Dokumentation entfernen) (!Nur persönliche Geschmacksurteile festhalten)
Welche Formulierung beschreibt ein überprüfbares Qualitätsmerkmal? (Die beiden Schenkel sind gleich lang) (!Das Werkstück wirkt irgendwie schön) (!Die Vorführung war sehr spannend) (!Der Schmied war besonders sympathisch)
Wozu dient internationale Fachsprache auf Schmiedetreffen? (Sie erleichtert fachliche Verständigung über Arbeitsprozesse) (!Sie ersetzt Skizzen und Maße vollständig) (!Sie hebt alle Sicherheitsregeln auf) (!Sie macht Werkstoffkenntnisse überflüssig)
Memory
| Symposium | Gemeinsame praktische Facharbeit |
| Demonstration | Vorgeführte Arbeitstechnik |
| Striker | Zuschläger |
| Anvil | Amboss |
| Drawing out | Recken |
| Upsetting | Stauchen |
| Hefaiston | Treffen auf Burg Helfštýn |
| Dokumentation | Gesicherter Wissenstransfer |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Gemeinschaftsprojekt | Arbeit mehrerer Teams an einem gemeinsamen Werk |
| Fachvortrag | Strukturierte Vermittlung von Hintergrundwissen |
| Wettbewerb | Bewertung nach vorher festgelegten Kriterien |
| Workshop | Praktische Übung in einer angeleiteten Kleingruppe |
| Ausstellung | Präsentation und Vergleich fertiger Arbeiten |
...
Kreuzworträtsel
| Hefaiston | Wie heißt das internationale Kunstschmiedetreffen auf Burg Helfštýn? |
| Kolbermoor | Welche bayerische Stadt ist für ihre Schmiedebiennale bekannt? |
| Ybbsitz | Welcher österreichische Ort veranstaltet das Ferraculum? |
| Netzwerk | Wie heißt eine dauerhafte Verbindung für fachlichen Austausch? |
| Dokumentation | Wie heißt die geordnete Sicherung von Beobachtungen und Ergebnissen? |
| Schmiedezange | Welches Werkzeug hält und führt das heiße Werkstück? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fachwortkarte: Erstelle eine Karte mit zwölf deutschen und englischen Begriffen, die Du auf einem internationalen Schmiedetreffen brauchst.
- Veranstaltungsplakat: Gestalte ein übersichtliches Plakat für ein fiktives Schmiedesymposium mit Zielgruppe, Programm und Sicherheitsinformation.
- Werkstückanalyse: Wähle eine abgebildete Schmiedearbeit und beschreibe Funktion, Form, Oberfläche und vermutete Umformtechniken.
- Fragenkatalog: Formuliere zehn respektvolle Fachfragen, die Du einer demonstrierenden Schmiedin oder einem demonstrierenden Schmied stellen könntest.
Standard
- Beobachtungsbogen: Entwickle einen einseitigen Bogen zu Werkstoff, Ausgangsform, Erwärmung, Umformfolge, Werkzeugen, Prüfung und Sicherheit.
- Videoprotokoll: Analysiere eine eingebettete Vorführung und stelle die Arbeitsfolge als beschriftete Skizzenreihe dar.
- Qualitätsmatrix: Entwirf Kriterien und eine nachvollziehbare Gewichtung für einen kleinen Ausbildungswettbewerb.
- Betriebspräsentation: Erstelle eine fünfminütige Präsentation, die drei Erkenntnisse eines Treffens auf konkrete Lernfelder Deiner Ausbildung überträgt.
Schwer
- Symposiumskonzept: Plane ein eintägiges Ausbildungssymposium mit Lernzielen, Rollen, Zeitstruktur, Werkplätzen, Materialfluss und Dokumentation.
- Internationales Interview: Führe mit Einverständnis ein Interview mit einer Fachperson, fasse es zweisprachig zusammen und ordne die Aussagen fachlich ein.
- Gemeinschaftsentwurf: Entwickle im Team ein modular aufgebautes Metallobjekt, bei dem mehrere Werkgruppen passgenaue Teile herstellen können.
- Transferprojekt: Plane eine betriebliche Arbeitsprobe auf Grundlage einer beobachteten Technik und begründe Anpassungen an Werkstoff, Ausstattung, Qualität und Sicherheit.


Lernkontrolle
- Formatvergleich: Vergleiche Symposium, Workshop und Wettbewerb anhand eines selbst gewählten Lernziels und entscheide begründet, welches Format dafür am besten geeignet ist.
- Prozessanalyse: Rekonstruiere aus einer Vorführung eine mögliche Arbeitsfolge und markiere Stellen, an denen zusätzliche Informationen für eine sichere betriebliche Umsetzung fehlen.
- Qualitätsurteil: Beurteile zwei fiktive Wettbewerbsarbeiten mit denselben Kriterien und erkläre, warum persönliche Vorlieben nicht allein entscheiden dürfen.
- Kommunikationsplan: Entwickle für ein mehrsprachiges Team eindeutige Kommandos, Handzeichen und Abbruchsignale für die Zusammenarbeit am Amboss.
- Sicherheitskonzept: Übertrage eine öffentliche Schmiedevorführung in einen Ausbildungsworkshop und begründe notwendige Änderungen bei Aufsicht, Arbeitsbereich und Maschinennutzung.
- Nachhaltiger Transfer: Erörtere, wie Reiseaufwand, Materialverbrauch, Brennstoff, Wiederverwendung und langfristiger Wissensaustausch bei der Planung eines internationalen Treffens berücksichtigt werden können.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:
- Eine fachlich korrekte Unterscheidung von Symposium, Treffen, Workshop, Ausstellung und Wettbewerb
- Die systematische Analyse einer Schmiedevorführung mit passenden Fachbegriffen
- Eine nachvollziehbare Dokumentation von Werkstoff, Umformfolge, Werkzeugen, Qualität und Sicherheit
- Die begründete Übertragung einer Beobachtung auf die Bedingungen des Ausbildungsbetriebs
- Der sichere und respektvolle Umgang mit internationalen Fachpersonen, Medienrechten und kulturellen Unterschieden
- Ein eigenes Produkt wie Beobachtungsbogen, Präsentation, Interview, Entwurf oder Veranstaltungskonzept
- Eine Reflexion darüber, welche Informationen vor einer praktischen Umsetzung noch geprüft werden müssen
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