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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Einen Schmiedeauftrag vorbereiten

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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Einen Schmiedeauftrag vorbereiten

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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Einen Schmiedeauftrag vorbereiten


Einleitung

Du bereitest einen einfachen Schmiedeauftrag fachgerecht vor. Im Mittelpunkt stehen vier Entscheidungen: Skizze, Material, Werkzeug und Schutzkonzept.

Ausbildungsfall: Für die Werkstatt soll ein einfacher Haken aus betrieblich freigegebenem, unlegiertem Rundstahl vorbereitet werden. Vorgabe für die Planungsübung: Rundmaterial Ø 10 mm, Ausgangslänge 180 mm. Die tatsächliche Ausführung erfolgt nur nach betrieblicher Zeichnung und Freigabe durch die ausbildende Fachkraft.

Sicherheitsregel: Dieser Lernkurs ersetzt weder Unterweisung noch Gefährdungsbeurteilung. Feuer, Schmiedeesse, Gasschmiedeofen, kraftbetriebener Schmiedehammer und glühende Werkstoffe dürfen in der Ausbildung nur fachlich angeleitet und entsprechend der betrieblichen Freigaben benutzt werden. Keine unbeaufsichtigten Versuche.

Beobachtungsauftrag zum Bauteilbild: Erkenne Schaft, Befestigungsbereich und Hakenform. Entscheide anschließend, welche Maße eine Werkstattskizze mindestens enthalten müsste.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Skizze und Auftrag auf Form, Maße und offene Fragen prüfen.
  2. einen eindeutig gekennzeichneten Werkstoff auswählen und unbekanntes Material zurückweisen.
  3. passende Werkzeuge für Halten, Formen, Prüfen und sicheres Ablegen planen.
  4. Gefährdungen durch heiße Werkstoffe, Feuer, Funken, Zunder, Lärm und Abgase erkennen.
  5. mit einer GO-/STOP-Entscheidung begründen, ob ein Auftrag für eine angeleitete praktische Demonstration vorbereitet ist.


Kurze Lerneinheiten


Auftrag und Skizze lesen

Eine gute Vorbereitung beginnt vor dem Erwärmen des Werkstücks.

Prüffrage Für den Ausbildungsfall
Was soll entstehen? Einfacher Werkstatthaken
Welches Ausgangsmaterial? Freigegebener Rundstahl Ø 10 mm
Welche Ausgangslänge? 180 mm
Welche Merkmale müssen geklärt sein? Hakenradius, gerade Länge, Endform, Toleranzen
Wer gibt die praktische Ausführung frei? Ausbildende Fachkraft

Planungsskizze – nicht maßstäblich

Ausgangsmaterial: Rundstahl Ø 10 mm, Länge 180 mm

gerader Bereich                         Hakenbereich
|-------------------------------|          __
|                               |        /    \
|_______________________________|_______/      )

Vor dem Schmieden festlegen:
Gesamtlänge – Hakenradius – Endform – Toleranzen – Prüfpunkte

Entscheidungsaufgabe: In der Zeichnung fehlt der Hakenradius. GO oder STOP?

Feedback: STOP. Ohne ein wesentliches Sollmaß kann weder Materialzugabe noch Formprüfung sauber geplant werden. Die Zeichnung muss vor der praktischen Arbeit geklärt werden.


Material eindeutig festlegen

Beim Schmieden ist nicht irgendein Stück Stahl ausreichend. Für die Ausbildung wird Material aus der betrieblich freigegebenen Materialliste verwendet.

Grundregel: Unbekannter Schrott, unklare Beschichtungen oder nicht identifizierbares Material werden nicht erhitzt. Materialbezeichnung und Freigabe werden zuerst geklärt.

Prüfen Entscheidung
Werkstoff eindeutig angegeben? Sonst STOP
Querschnitt passend zur Zeichnung? Sonst Auftrag klären
Oberfläche frei von unbekannten Beschichtungen oder Verunreinigungen? Sonst nicht erhitzen
Ausgangslänge festgelegt? Vor Arbeitsbeginn dokumentieren

Beobachtungsauftrag: Nenne am Bild drei Dinge, die Du erkennen kannst, und drei sicherheitsrelevante Dinge, die das Bild nicht beweist.

Feedback: Sichtbar sind beispielsweise Hammer, Amboss und heißes Werkstück. Nicht sicher erkennbar sind unter anderem Werkstofffreigabe, funktionierende Absaugung, vollständige Unterweisung oder das betriebliche Brandschutzkonzept. Ein Bild ersetzt deshalb keine Freigabe.


Werkzeug auswählen

Für den Planungsfall werden mindestens benötigt: geeigneter Amboss, geeigneter Handhammer, zum Rundmaterial passende Schmiedezange, Messmittel und ein festgelegter sicherer Ablageplatz für heiße Werkstücke. Die konkrete Auswahl erfolgt nach Arbeitsauftrag, Betriebsanweisung und Unterweisung.

Zangenentscheidung: Eine Zange ist nur dann passend, wenn sie das konkrete Werkstück sicher hält. Sitz und Zustand werden vor der heißen Arbeit kontrolliert.

Hammerentscheidung: Beschädigter Stiel, lockerer Hammerkopf oder ungeeignetes Werkzeug bedeutet STOP.


Amboss und Arbeitsplatz

Die BGHM nennt beim Arbeiten am Amboss unter anderem Gefährdungen durch Funken, Schlacke, Zunder, Lärm, heiße Werkstücke und Entstehungsbrände. Beschäftigte müssen in die Arbeitsweise am Amboss unterwiesen sein.

Planungsauftrag: Markiere auf einem Werkstattplan drei Zonen:

  1. Arbeitszone an Amboss und Esse.
  2. sicherer Weg für den Transport des heißen Werkstücks.
  3. gekennzeichnete Ablage- oder Abkühlzone.

Feedback: Gute Wegeplanung verhindert, dass Personen zwischen Esse und Amboss geraten oder versehentlich ein abgelegtes heißes Werkstück berühren.


Schutzkonzept: heiß, laut, funkenreich

Gefährdung Planungsmaßnahme STOP-Kriterium
Heiße oder glühende Werkstücke passende Zange, trockene geeignete Schutzhandschuhe nach Unterweisung, sicherer Ablageplatz Werkstück kann nicht sicher gehalten oder abgelegt werden
Funken, Schlacke, Zunder Augen-/Gesichtsschutz nach betrieblicher Vorgabe, Schmiedeschürze Schutz fehlt oder ist beschädigt
Lärm Gehörschutz nach Gefährdungsbeurteilung vorgeschriebener Schutz fehlt
Entstehungsbrand Brennbares entfernen, Löschmittel und Löschtrog nach Betriebsregel bereitstellen Brandschutz nicht einsatzbereit
Rauch- und Abgase Rauchabzug und Lüftung vor Beginn prüfen Absaugung oder Lüftung funktioniert nicht
Gasbetriebene Esse Herstellerangaben, geprüfte Sicherheitseinrichtungen, sichere Gasversorgung Defekt, Gasgeruch oder unklare Anlage

Die BGHM fordert bei Schmiedeessen unter anderem eine Funktionskontrolle des Rauchabzugs, bereitgehaltene Löschmittel sowie Augen-, Gehör- und Körperschutz. Für brennbare Gegenstände nennt sie an der Schmiedeesse mindestens 1 m Sicherheitsabstand. Die betriebliche Gefährdungsbeurteilung kann größere Bereiche festlegen.

Wichtig: Persönliche Schutzausrüstung ersetzt keine funktionierende Absaugung oder sichere Anlagentechnik.


Feuer, Abgase und Brandgefahren

Feuer: Funken und heiße Teile können brennbare Materialien entzünden. Der Arbeitsbereich wird vor Beginn kontrolliert; Flucht- und Verkehrswege bleiben frei.

Abgase: Rauch- und Verbrennungsgase dürfen nicht in den Atembereich gelangen. Bei unzureichender Absaugung oder Lüftung wird die Anlage nicht in Betrieb genommen beziehungsweise die Arbeit beendet und der Mangel gemeldet.

Gasschmiedeofen: Für gasbetriebene Anlagen gelten Herstellerangaben und die betrieblichen Regeln. Die DGUV-Fachbereichsinformation FBHM-106 behandelt den sicheren Betrieb von Gasschmiedeöfen. Gasflaschen werden gegen Umfallen gesichert und von unzulässiger Wärmeeinwirkung ferngehalten.

Nach Arbeitsende: Feuer, Anlage und Arbeitsraum werden nach betrieblicher Regel kontrolliert. Ein heißes Werkstück wird niemals unmarkiert oder an einem zufälligen Ort zurückgelassen.


Ausbildung und Aufsicht

Für minderjährige Auszubildende ist § 22 Jugendarbeitsschutzgesetz besonders wichtig: Gefährliche Arbeiten sind nur in den gesetzlichen Grenzen zulässig; wenn sie zur Erreichung des Ausbildungsziels erforderlich sind, muss der Schutz durch die Aufsicht einer fachkundigen Person gewährleistet sein.

Für diesen Kurs gilt unabhängig vom Alter: praktische Demonstrationen mit Feuer oder heißen Werkstoffen nur fachlich angeleitet. Keine unbeaufsichtigten Versuche.


Prozessvideos: beobachten statt nachmachen

Die Videos dienen der Prozessanalyse. Einzelne historische oder internationale Aufnahmen können von heutigen deutschen Arbeitsschutzstandards abweichen. Übernimm deshalb keine gezeigte Handlung ungeprüft in die Praxis.


Video 1: Wiederholter Zyklus aus Erwärmen und Formen

Das Video stammt aus dem Projekt „Sounds of Changes“ und dokumentiert manuelles Schmieden in einem Museumskontext. Die zugehörige Commons-Datei dokumentiert eine Creative-Commons-Nachnutzungsfreigabe.

Beobachtungsaufgabe: Notiere die wiederkehrende Folge der Arbeitsschritte.

Entscheidungsaufgabe: Welche Informationen fehlen Dir trotz Video, bevor Du den Vorgang in einer Ausbildungswerkstatt freigeben könntest?

Feedback: Erkennbar ist der Zyklus aus Erwärmen, Transport, Formen und erneutem Erwärmen. Für eine Freigabe fehlen jedoch unter anderem betriebliche Angaben zu Werkstoff, Anlage, zulässigem Temperaturbereich, Werkzeugzustand, Absaugung, PSA und Aufsicht.


Video 2: Hammertechnik als Beobachtungsgegenstand

Der Link wird von North of the Bay Blacksmiths in einer kuratierten Liste als „Basic Hammer Techniques“ geführt.

Beobachtungsaufgabe: Achte auf Stand, Werkzeugführung, Treffpunkt und Werkstückposition. Notiere zwei Merkmale, die eine kontrollierte Arbeit unterstützen.

Entscheidungsaufgabe: Welche sichtbare oder vor Arbeitsbeginn festgestellte Werkzeugbeschädigung würde für Dich sofort zu STOP führen?

Feedback: Ein lockerer Hammerkopf, beschädigter Stiel oder eine unsichere Werkstückaufnahme sind keine Fehler, die „noch schnell“ weiterbenutzt werden. Der Zustand muss vor der Arbeit korrigiert werden.


Video 3: Historische Praxis kritisch vergleichen

North of the Bay Blacksmiths führt diesen Link als „Making nails at Colonial Williamsburg“.

Beobachtungsaufgabe: Trenne in Deiner Notiz Prozessbeobachtung und Arbeitsschutzbeobachtung.

Entscheidungsaufgabe: Darf historische Darstellung als Nachweis für heute ausreichende PSA oder moderne Anlagensicherheit gelten?

Feedback: Nein. Historische Handwerksdarstellung kann Abläufe veranschaulichen, ersetzt aber weder heutige Gefährdungsbeurteilung noch aktuelle Betriebsanweisungen und Unterweisung.


Der Ausbildungsfall: Werkstatthaken

Auftrag: Plane die Herstellung eines einfachen Hakens aus freigegebenem Rundstahl Ø 10 mm und 180 mm Ausgangslänge. Du bereitest den Auftrag vollständig vor; eine praktische Demonstration findet nur nach Freigabe durch die ausbildende Fachkraft statt.

Planungsfeld Ergebnis
Skizze Form, Maße, Toleranzen und Prüfpunkte vollständig
Material eindeutig bezeichnet, freigegeben, Oberfläche geprüft
Werkzeug Hammer, passende Zange, Amboss, Messmittel, sichere Ablage
Schutz Absaugung, Brandschutz, PSA, Wege, Aufsicht und Notfallorganisation geklärt

GO bedeutet nicht „selbst anfangen“. Es bedeutet: Der Auftrag ist so vorbereitet, dass die fachkundige Person die angeleitete Durchführung freigeben kann.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1: Vier-Felder-Merksatz

S – M – W – S: Skizze – Material – Werkzeug – Schutz.

Wenn eines der vier Felder offen bleibt, ist der Auftrag noch nicht startklar.


Hilfe 2: Fünf Entscheidungsfragen

  1. Ist die Zeichnung eindeutig?
  2. Ist der Werkstoff eindeutig bekannt und freigegeben?
  3. Kann das Werkstück mit intaktem Werkzeug sicher gehalten und geprüft werden?
  4. Sind Absaugung, Brandschutz, PSA und sichere Wege organisiert?
  5. Ist die fachkundige Anleitung für die praktische Demonstration gesichert?


Hilfe 3: Musterentscheidung

Situation Entscheidung Begründung
Hakenradius fehlt STOP Sollform ist nicht prüfbar
Material stammt aus gekennzeichneter betrieblicher Freigabe weiterplanen Werkstoff ist nachvollziehbar
Rauchabzug ohne Funktion STOP Abgasgefährdung ist nicht beherrscht
Zange rutscht am kalten Probestück STOP sichere Werkstückführung ist nicht gewährleistet
Ausbildende Fachkraft ist anwesend und alle Kontrollen sind erledigt Freigabe einholen Vorbereitung ist vollständig, praktische Arbeit bleibt angeleitet


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Auftragsprüfung: Unterstreiche in einer Beispielzeichnung alle Angaben zu Form, Maß und Material. Feedback: Eine vollständige Skizze schafft prüfbare Sollwerte und verhindert improvisierte Änderungen am heißen Werkstück.
  2. Werkzeugkunde: Ordne Hammer, Zange, Amboss, Messmittel und sichere Ablage ihrer Funktion zu. Feedback: Werkzeug wird nicht nach Verfügbarkeit, sondern nach Funktion, Werkstück und sicherem Zustand ausgewählt.
  3. Gefährdung: Finde auf einem Schmiedebild Hinweise auf Hitze, Funken, Lärm und Transportwege. Feedback: Sichtbare Gefahren sind nur ein Teil der Beurteilung; Abgase, Materialidentität und technische Schutzfunktionen müssen zusätzlich geprüft werden.


Anwendung

  1. Materialprüfung: Dir wird ein unbeschriftetes Metallstück angeboten. Entscheide. Feedback: STOP. Ohne sichere Materialidentität fehlen belastbare Angaben zu Verarbeitung und möglichen Gefährdungen.
  2. Absaugung: Der Rauchabzug startet nicht. Plane den nächsten Schritt. Feedback: Nicht anzünden beziehungsweise Arbeit beenden, Anlage sichern und den Mangel melden. PSA ersetzt keine technische Abgasführung.
  3. Zangenauswahl: Die vorhandene Zange hält den Rundstahl nur an einem Punkt und rutscht. Entscheide. Feedback: STOP. Eine zum Querschnitt passende, intakte Zange ist Voraussetzung für kontrolliertes Halten.


Transfer

  1. Arbeitsorganisation: Entwickle eine GO-/STOP-Karte für einen anderen Schmiedeauftrag. Feedback: Gute Transferlösungen prüfen Auftrag, Material, Werkzeug, technische Schutzmaßnahmen, Brandschutz und Aufsicht in einer nachvollziehbaren Reihenfolge.
  2. Medienkritik: Vergleiche das historische Prozessvideo mit den BGHM-Hinweisen. Feedback: Fachliches Lernen bedeutet, Prozesswissen und heutige Schutzanforderungen getrennt zu bewerten.
  3. Ausbildungsschutz: Plane, wie ein minderjähriger Auszubildender eine notwendige Demonstration beobachten oder ausführen darf. Feedback: Ausbildungsziel, Gefährdungsbeurteilung, fachkundige Aufsicht und gesetzliche Schutzvorgaben müssen vor der Tätigkeit geklärt sein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was wird bei einem Schmiedeauftrag zuerst fachlich geklärt? (Skizze und Arbeitsauftrag) (!Glühfarbe nach Augenmaß) (!Dekoration des Werkstücks) (!Aufräumen nach der Arbeit)




Wie gehst Du mit einem unbekannten Metallstück um? (Nicht erhitzen und Material klären) (!Probeweise stark erhitzen) (!Ohne Prüfung losschmieden) (!Nur nach der Farbe entscheiden)




Was ist für das sichere Halten eines heißen Rundstahls entscheidend? (Eine passende intakte Schmiedezange) (!Eine möglichst lange Holzleiste) (!Ein feuchtes Tuch) (!Eine beliebige Flachzange)




Was gilt bei ausgefallenem Rauchabzug vor Arbeitsbeginn? (Arbeit stoppen und Mangel melden) (!Feuer stärker anfachen) (!Nur ein Fenster schließen) (!Mit mehr Gehörschutz weiterarbeiten)




Welche Gefahr besteht durch erwärmte Werkstücke besonders? (Verbrennungsgefahr) (!Frostgefahr) (!Blendung durch Wasser) (!Magnetverlust der Werkbank)




Was gehört zur Brandvorbeugung an der Schmiedeesse? (Brennbares entfernen und Löschmittel bereithalten) (!Papier neben der Esse stapeln) (!Fluchtwege zustellen) (!Löschmittel außerhalb der Werkstatt lagern)




Wie werden Gasflaschen im Schmiedebereich behandelt? (Gegen Umfallen sichern und vor unzulässiger Wärme schützen) (!Direkt neben die Esse stellen) (!Lose auf den Boden legen) (!Am Ventil tragen)




Kann ein Prozessvideo die betriebliche Sicherheitsunterweisung ersetzen? (Nein die Unterweisung bleibt erforderlich) (!Ja bei erfahrenen Auszubildenden) (!Ja wenn das Video kurz ist) (!Ja wenn ein Hammer gezeigt wird)




Wann kann gefährliche Arbeit für Jugendliche im Rahmen der Ausbildung zulässig sein? (Wenn sie für das Ausbildungsziel erforderlich ist und fachkundig beaufsichtigt wird) (!Wenn niemand in der Werkstatt ist) (!Wenn sie freiwillig länger arbeiten) (!Wenn keine Zeichnung vorhanden ist)




Was bedeutet GO in diesem Kurs? (Die Vorbereitung ist vollständig und die fachkundige Freigabe kann eingeholt werden) (!Der Auszubildende darf allein beginnen) (!Schutzmaßnahmen sind freiwillig) (!Die Materialangabe darf fehlen)





Memory

Skizze Form und Maße
Werkstoffkennzeichnung eindeutiges Material
Schmiedezange sicheres Halten
Rauchabzug Abgase erfassen
Feuerlöscher Entstehungsbrand
Schutzbrille Zunder und Funken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Rauchabzug Abgase
Schmiedezange heißes Werkstück
Augenschutz Funken und Zunder
Feuerlöscher Brandgefahr
Gehörschutz Lärm





Kreuzworträtsel

Amboss Worauf wird das Werkstück beim Handschmieden häufig geformt?
Zange Welches Werkzeug hält ein heißes Schmiedestück sicher?
Abzug Welche Einrichtung erfasst Rauch an der Esse?
Zunder Was kann beim Schmieden von der heißen Oberfläche abspringen?
Skizze Was zeigt vor Beginn Form und Maße des Werkstücks?
Schutzbrille Welche PSA schützt die Augen vor Funken und Partikeln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor der praktischen Arbeit wird zuerst die

geprüft. Unbekanntes Material wird nicht erhitzt, sondern zunächst eindeutig

. Ein heißes Werkstück wird mit einer passenden

gehalten. Vor dem Entzünden der Esse wird die Funktion des

geprüft. Brennbare Gegenstände müssen aus dem gefährdeten

entfernt werden. Augen werden vor Funken und Zunder durch geeigneten

geschützt. Eine fehlende technische Schutzmaßnahme führt zur Entscheidung

. Praktische Demonstrationen erfolgen nur unter fachkundiger

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Skizze: Zeichne den Werkstatthaken mit mindestens vier notwendigen Maßangaben. Arbeite nur auf Papier oder digital.
  2. Bildanalyse: Markiere auf einem frei lizenzierten Schmiedebild fünf erkennbare Gefährdungen oder Schutzthemen.
  3. Werkzeugkarte: Erstelle Lernkarten zu Amboss, Hammer, Schmiedezange und Messmittel mit Funktion und Prüffrage.
  4. Sicherheitswortschatz: Erkläre in eigenen Worten Rauchabzug, Zunder, Heißablage und STOP-Kriterium.


Standard

  1. Arbeitsplan: Erstelle für den Ausbildungsfall eine Reihenfolge von Vorbereitung, Freigabe, angeleiteter Durchführung und Nachkontrolle.
  2. Materialanforderung: Formuliere eine kurze Materialanforderung, die Werkstoffidentität, Querschnitt, Länge und Freigabe eindeutig macht.
  3. Interview: Befrage eine ausbildende Fachkraft dazu, welche drei Fehler bei der Vorbereitung eines Schmiedeauftrags am häufigsten sind.
  4. Videoanalyse: Wähle eines der eingebetteten Videos und trenne beobachtete Prozessschritte von heutigen betrieblichen Schutzanforderungen.


Schwer

  1. Gefährdungsbeurteilung: Erstelle einen Entwurf für eine Gefährdungsübersicht des Ausbildungsfalls mit Gefährdung, Maßnahme und STOP-Kriterium.
  2. Werkstattlayout: Zeichne nach einer kalten, freigegebenen Werkstattbegehung einen sicheren Weg zwischen Materialablage, Esse, Amboss und Heißablage. Keine eigenständige Inbetriebnahme von Anlagen.
  3. Medienvergleich: Vergleiche ein historisches Schmiedevideo mit BGHM Nr. 118 und benenne mindestens fünf Punkte, die für eine heutige Ausbildungsdemonstration zusätzlich geregelt sein müssen.
  4. Demonstrationsbriefing: Entwickle ein kurzes Briefing für eine fachlich angeleitete Demonstration. Es muss Rollen, STOP-Signal, PSA, Absaugung, Brandschutz, sichere Wege und Nachkontrolle enthalten. Die Aufgabe ist Planung, kein unbeaufsichtigter Praxisversuch.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entscheidung unter Unsicherheit: Die Zeichnung ist vollständig, aber der Werkstoff ist unbekannt. Begründe Deine Entscheidung und nenne den nächsten Informationsschritt.
  2. Technische Schutzmaßnahme: Während der Vorbereitung fällt die Absaugung aus. Erkläre, warum zusätzliche PSA allein keine ausreichende Ersatzlösung ist.
  3. Werkzeugproblem: Die vorhandene Zange ist intakt, passt aber nicht zum Querschnitt. Entwickle zwei sichere Lösungswege, ohne das Werkstück zu erhitzen.
  4. Brandgefahr: Neben dem geplanten Schmiedeplatz lagern Kartons. Leite aus der Gefährdung eine organisatorische und eine praktische Schutzmaßnahme ab.
  5. Ausbildungsfall Jugendlicher: Beurteile eine Situation, in der ein minderjähriger Auszubildender allein an der Esse üben soll. Beziehe Ausbildungsziel und fachkundige Aufsicht in Deine Begründung ein.
  6. Transfer: Ein neuer Auftrag nutzt eine gasbetriebene Esse statt einer kohlebefeuerten Schmiedeesse. Nenne, welche Teile des Schutzkonzepts gleich bleiben und welche anlagenspezifisch neu geprüft werden müssen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. eine vollständige und prüfbare Skizzenanalyse.
  2. eine begründete Materialentscheidung mit eindeutiger Materialidentität.
  3. eine passende Werkzeugauswahl mit Zustands- und Eignungsprüfung.
  4. ein Schutzkonzept zu Hitze, Feuer, Funken, Zunder, Lärm und Abgasen.
  5. eine nachvollziehbare GO-/STOP-Entscheidung.
  6. die Unterscheidung zwischen Prozessbeobachtung im Medium und betrieblicher Freigabe.
  7. die Begründung, warum praktische Demonstrationen nur fachlich angeleitet stattfinden dürfen.




Fachquellen und Medienprüfung


Fachquellen

  1. BGHM – Arbeitsschutz Kompakt Nr. 118: Schmiedeessen: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen zu Feuer, Rauchgasen, Lärm, Funken, Zunder und heißen Werkstücken.
  2. BGHM – Arbeitsschutz Kompakt Nr. 140: Ambosse: Arbeitssicherheit, Unterweisung, PSA und Gefährdungen am Amboss.
  3. BGHM – Arbeitsschutz Kompakt Nr. 129: Schmiedehammer: Schutz bei kraftbetriebenen Hämmern; für diesen Kurs nur als Planungs- und Abgrenzungswissen.
  4. DGUV FBHM-106 – Sicherer Betrieb von Gasschmiedeöfen: anlagenspezifische Sicherheitsinformationen.
  5. Jugendarbeitsschutzgesetz § 22: gefährliche Arbeiten und fachkundige Aufsicht im Rahmen erforderlicher Ausbildungsinhalte.
  6. Wikipedia – Schmieden: Überblick zu Verfahren und Begriffen; für den Arbeitsschutz sind die BGHM-/DGUV-Quellen maßgeblich.


Medienrechte

  1. Blacksmith working.jpg: Jeff Kubina, CC BY-SA 2.0.
  2. Iron hook (FindID 834384).jpg: Salisbury and South Wiltshire Museum, CC BY 2.0.
  3. Blacksmith's hammer on hot metal and anvil: David Whelan, CC0 1.0.
  4. Blacksmith anvil hammer.svg: Public Domain / Open Clip Art.
  5. Blacksmith Hammer.jpg: Achiri Bitamsimli, CC BY-SA.
  6. Blacksmith's Tongs: Orison Daeda / National Gallery of Art, CC0 1.0.
  7. Anvil 2 (PSF).png: Pearson Scott Foresman, Public Domain.
  8. Safety Glasses.svg: Eldridge Misnomer, CC0 1.0.
  9. Smithy: steel forging (2): Museums-/Dokumentationsaufnahme aus „Sounds of Changes“; die Commons-Dateiseite dokumentiert eine CC-BY-Freigabe und die originale YouTube-ID. Für eine Weiterverwendung ist die konkrete Lizenzangabe der Dateiseite maßgeblich.
  10. North of the Bay Blacksmiths – Links to forging videos: Quelle für die eingebetteten Videos „Basic Hammer Techniques“ und „Making nails at Colonial Williamsburg“. Die Seite weist selbst darauf hin, dass unterschiedliche Schmiede unterschiedliche Methoden verwenden können. Für diese YouTube-Videos wird hier keine freie Nachnutzungslizenz behauptet; sie werden lediglich eingebettet.


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