Santana - Black magic woman


Santana - Black magic woman
Einleitung
Santana - Black magic woman verbindet Blues, Rockmusik, Jazz und afrokaribisch geprägte Perkussion. Das Stück wurde von Peter Green geschrieben und 1968 von Fleetwood Mac veröffentlicht. Die bekannteste Fassung nahm die Band Santana 1970 für das Album Abraxas auf.
Santanas Version ist keine bloße Kopie: Sie verbindet den Song mit dem Instrumentalstück Gypsy Queen des ungarisch-amerikanischen Gitarristen Gábor Szabó. So entsteht ein Medley aus dunklem Bluesrock, melodischer E-Gitarre und pulsierendem Latin Rock.

Entstehung und Entwicklung
| Jahr | Station | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1966 | Gábor Szabó veröffentlicht das Instrumentalstück Gypsy Queen. | Der spätere Schlussteil der Santana-Fassung entsteht. |
| 1968 | Peter Green und Fleetwood Mac veröffentlichen Black Magic Woman. | Ausgangspunkt ist ein britischer Electric-Blues-Song. |
| 1970 | Santana nimmt das Stück für Abraxas auf. | Blues, Orgel, Gitarre und Latin-Perkussion werden verbunden. |
| 1971 | Die Santana-Single erreicht Platz vier der US-amerikanischen Billboard Hot 100. | Die Neudeutung wird international bekannt. |
Hörauftrag: Vergleiche die Fleetwood-Mac-Fassung mit der Santana-Aufnahme. Achte auf Tempo, Klangfarbe, Perkussion, Orgel und die Rolle der Gitarre.
Die Band Santana
Santana bezeichnet die Band; Carlos Santana ist ihr Gitarrist und prägendes Mitglied. Die Gruppe wurde in der Musikszene von San Francisco bekannt und entwickelte eine charakteristische Verbindung aus Rockmusik, Blues, Jazz sowie lateinamerikanischen und afrokaribischen Rhythmen.

Für Black Magic Woman ist Gregg Rolie besonders wichtig: Er übernimmt den Gesang und spielt die Hammond-Orgel. Gitarre und Orgel wirken häufig wie zwei gleichberechtigte melodische Stimmen.

Musik-Sprache
Tonalität und Harmonik
Das tonale Zentrum liegt in d-Moll. Besonders wichtig sind Mollseptakkorde wie Dm7, Am7 und Gm7. Die Musik bewegt sich zwischen äolischen und dorischen Klangfarben. Dadurch wirkt sie zugleich dunkel, offen und schwebend.
| Fachbegriff | Wirkung im Song |
|---|---|
| Moll | dunkle, spannungsreiche Grundfarbe |
| Septakkord | weichere und jazzigere Harmonik |
| Ostinato | wiederkehrende harmonische und rhythmische Grundlage |
| Modalität | Wechsel zwischen verwandten Tonskalen |
Rhythmus und Groove
Der Song steht im 4/4-Takt. Sein besonderer Groove entsteht durch das Zusammenspiel von Schlagzeug, Bass, Conga, Timbales und weiteren Perkussionsstimmen. Die Instrumente spielen nicht nur gleichzeitig, sondern greifen rhythmisch ineinander.

Hörauftrag: Klopfe zunächst gleichmäßige Viertel. Suche danach Stellen, an denen Perkussionsschläge zwischen den Hauptzählzeiten liegen. Diese Verschiebungen erzeugen Synkopen und Vorwärtsbewegung.
Gitarrensprache
Carlos Santanas Gitarrenton ist melodisch und gesangsnah. Typische Gestaltungsmittel sind Vibrato, Bending, Legato, lang ausgehaltene Töne und kurze Antworten auf die Gesangslinien. Entscheidend ist nicht nur die Zahl der Töne, sondern ihre Formung.

Orgel und Klangfläche
Die Hammond-Orgel stützt die Harmonik, setzt Gegenmelodien und füllt den Klangraum zwischen Gesang und Gitarre. Durch gehaltene Akkorde und bewegte Figuren verbindet sie Blues-, Rock- und Jazzsprache.

Textsprache und Ausdruck
Der englische Text arbeitet mit der Metapher einer geheimnisvollen, überwältigenden Frau. Die Ich-Perspektive beschreibt Faszination, Kontrollverlust und innere Unruhe. Wiederholungen verstärken den beschwörenden Charakter. Die Gitarre antwortet auf die Stimme wie in einem Call and Response.
Aufbau der Santana-Fassung
- Intro: Freie, gesangsähnliche Gitarrenlinien führen in die Mollatmosphäre.
- Strophe: Gesang, Orgel und ruhiger Groove tragen die Erzählung.
- Zwischenspiel: Die Gitarre kommentiert die Gesangspausen.
- Instrumentalteil: Die Musik geht in Gypsy Queen über.
- Coda: Perkussion und wiederholte Motive steigern die Energie.
Vergleichsauftrag: Höre, welche Motive aus Gypsy Queen in Santanas Medley übernommen werden und wie die Band sie klanglich verdichtet.
Besonderheiten des Songs
- Coverversion: Santana verändert Stil, Instrumentierung und Wirkung des Originals deutlich.
- Medley: Black Magic Woman wird mit Gypsy Queen verbunden.
- Fusion: Bluesharmonik trifft auf Latin-Perkussion und Jazzklänge.
- Klangdialog: Gesang, Gitarre und Orgel reagieren aufeinander.
- Dynamik: Die Aufnahme entwickelt sich von zurückhaltender Spannung zu rhythmischer Verdichtung.
- Bandklang: Der Erfolg beruht auf dem Zusammenspiel der gesamten Gruppe, nicht nur auf dem Gitarrensolo.

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wer schrieb Black Magic Woman? (Peter Green) (!Carlos Santana) (!Gregg Rolie) (!Gábor Szabó)
Auf welchem Santana-Album erschien die bekannte Fassung? (Abraxas) (!Santana III) (!Supernatural) (!Caravanserai)
Welcher Stil prägt Santanas Neudeutung besonders? (Latin Rock) (!Barockmusik) (!Techno) (!Country)
Wer singt die Santana-Fassung und spielt Hammond-Orgel? (Gregg Rolie) (!Peter Green) (!Michael Shrieve) (!David Brown)
Mit welchem Instrumentalstück bildet der Song ein Medley? (Gypsy Queen) (!Oye Como Va) (!Europa) (!Samba Pa Ti)
Welches tonale Zentrum prägt den Song? (D-Moll) (!C-Dur) (!E-Dur) (!Fis-Dur)
In welcher Taktart steht die bekannte Fassung? (Vier-Viertel-Takt) (!Drei-Viertel-Takt) (!Fünf-Viertel-Takt) (!Sieben-Achtel-Takt)
Welches Instrument gehört zur typischen Latin-Perkussion des Arrangements? (Conga) (!Oboe) (!Harfe) (!Tuba)
Welche Spieltechnik lässt einen gehaltenen Gitarrenton lebendig schwanken? (Vibrato) (!Staccato) (!Flageolett) (!Pizzicato)
Was unterscheidet Santanas Fassung besonders vom Fleetwood-Mac-Original? (Der ausgeprägte Latin-Groove) (!Ein großes Sinfonieorchester) (!Ein schneller Punkrhythmus) (!Mehrstimmiger A-cappella-Gesang)
Memory
| Peter Green | Komponist des Songs |
| Santana | Latin-Rock-Neudeutung |
| Gregg Rolie | Gesang und Hammond-Orgel |
| Gypsy Queen | Instrumentaler Medley-Teil |
| D-Moll | Tonales Zentrum |
| Congas | Handgespielte Trommeln |
| Timbales | Metallene Perkussionsinstrumente |
| Vibrato | Lebendige Tonhöhenschwankung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion im Song |
|---|---|
| Intro | eröffnet die Mollatmosphäre |
| Gesang | trägt die Textaussage |
| Hammond-Orgel | verdichtet Harmonie und Klangfläche |
| Conga | ergänzt den Latin-Groove |
| Gitarrensolo | entwickelt melodische Variationen |
| Gypsy Queen | bildet den instrumentalen Schlussteil |
Kreuzworträtsel
| Santana | Welche Band veröffentlichte 1970 die bekannteste Fassung? |
| Green | Wie lautet der Nachname des Komponisten? |
| Rolie | Wie lautet der Nachname des Sängers und Organisten? |
| Congas | Welche Handtrommeln prägen den Latin-Groove? |
| Vibrato | Wie heißt das ausdrucksvolle Schwanken eines Tons? |
| Abraxas | Auf welchem Album erschien die Santana-Fassung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Notiere beim ersten Hören fünf Instrumente oder Klangschichten.
- Groove: Klatsche die Viertelpulse und ergänze dazwischen einen eigenen synkopierten Rhythmus.
- Klangwortschatz: Finde sechs Adjektive für Gitarre, Orgel und Perkussion.
- Songaufbau: Zeichne eine einfache Hörkarte mit Intro, Strophe, Instrumentalteil und Schluss.
Standard
- Versionsvergleich: Vergleiche Fleetwood Mac und Santana nach Tempo, Instrumentierung, Rhythmus und Ausdruck.
- Call and Response: Erfinde mit Stimme und Instrument einen kurzen musikalischen Frage-Antwort-Dialog.
- Covergestaltung: Entwirf ein eigenes, urheberrechtlich unabhängiges Bild für einen Latin-Blues-Song.
- Percussion-Arrangement: Entwickle in einer Gruppe drei ineinandergreifende Rhythmen für Schlagzeug, Conga und Timbales.
Schwer
- Harmonische Analyse: Untersuche, wie Dm7, Am7 und Gm7 das tonale Zentrum stabilisieren und zugleich offen wirken.
- Modalität: Spiele oder programmiere kurze Melodien in d-äolisch und d-dorisch und vergleiche ihre Wirkung.
- Neuinterpretation: Arrangiere acht Takte eines eigenen Moll-Themas als Verbindung aus Blues und Latin Rock.
- Musikvideo: Produziere ein kurzes Analysevideo, das Gitarrensprache, Orgelklang und Perkussionsgroove erklärt.


Lernkontrolle
- Coverversion und Original: Erkläre, ab wann eine Coverversion als eigenständige Interpretation wahrgenommen werden kann. Beziehe Dich auf mindestens drei Merkmale der Santana-Fassung.
- Fusion: Begründe, weshalb die Verbindung von Bluesharmonik und Latin-Perkussion mehr ist als das bloße Nebeneinander zweier Stile.
- Klangdialog: Analysiere eine Passage, in der Gesang, Gitarre und Orgel unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
- Rhythmische Wirkung: Beschreibe, wie sich der Höreindruck verändern würde, wenn Congas und Timbales entfernt würden.
- Modaler Vergleich: Übertrage ein kurzes Motiv von äolisch nach dorisch und erläutere die veränderte Klangwirkung.
- Arrangemententscheidung: Entwirf für eine Schulband eine vereinfachte Fassung und begründe, welche musikalischen Merkmale unbedingt erhalten bleiben müssen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- die Entstehungsgeschichte von Original, Coverversion und Medley korrekt darstellen kannst,
- zentrale Fachbegriffe wie Latin Rock, Moll, Synkope, Vibrato und Call and Response sicher verwendest,
- Instrumente und ihre Funktionen hörend unterscheiden kannst,
- zwei Fassungen anhand musikalischer Kriterien vergleichst,
- rhythmische, harmonische oder klangliche Zusammenhänge an einem eigenen Beispiel überträgst,
- eine begründete musikalische Interpretation oder Gestaltung präsentierst.
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