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Quellen prüfen - Gemeinschaftskunde

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Quellen prüfen - Gemeinschaftskunde




Quellen prüfen - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Nachrichten, Posts, Videos, Statistiken und Aussagen beeinflussen, wie Menschen über Politik und Gesellschaft denken. Deshalb gehört das Prüfen von Quellen zu den wichtigsten Fähigkeiten im Fach Gemeinschaftskunde. Du brauchst diese Fähigkeit, um Dir eine begründete Meinung zu bilden, politische Entscheidungen zu verstehen und nicht auf irreführende Inhalte hereinzufallen.

Eine Quelle ist der Ort, die Person oder das Dokument, aus dem eine Information stammt. Das kann zum Beispiel ein Gesetzestext, eine Nachrichtenseite, ein Interview, eine wissenschaftliche Untersuchung, ein Social-Media-Beitrag oder eine Statistik sein. Keine Quellenart ist automatisch immer richtig. Entscheidend ist, ob eine konkrete Aussage nachvollziehbar belegt, aktuell und im passenden Zusammenhang dargestellt wird.[1]

In diesem aiMOOC lernst Du, Quellen systematisch zu prüfen, Tatsachen von Meinungen zu unterscheiden und Informationen verantwortungsvoll weiterzugeben.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du:

  1. Quellen nach Urheberschaft, Absicht, Aktualität und Belegen untersuchen.
  2. Tatsachen, Meinungen, Werbung und Satire unterscheiden.
  3. Informationen mit unabhängigen Quellen vergleichen.
  4. Bilder und Videos auf ihren ursprünglichen Zusammenhang prüfen.
  5. Unsicherheit benennen und ein begründetes Urteil formulieren.
  6. erklären, warum Quellenkritik für Demokratie und politische Meinungsbildung wichtig ist.


Warum Quellenprüfung zur Demokratie gehört

In einer Demokratie sollen Bürgerinnen und Bürger politische Fragen beurteilen, Interessen abwägen und Entscheidungen kontrollieren können. Dafür benötigen sie verlässliche Informationen. Falsche oder aus dem Zusammenhang gerissene Behauptungen können Debatten verzerren, Gruppen gegeneinander aufbringen oder das Vertrauen in demokratische Institutionen schwächen.

Fehlinformation ist eine falsche oder irreführende Information, die auch ohne Täuschungsabsicht verbreitet werden kann. Desinformation wird dagegen gezielt eingesetzt, um Menschen zu täuschen oder zu beeinflussen. Der Ausdruck Fake News wird häufig für erfundene oder manipulierte Nachrichten verwendet, ist aber nicht immer eindeutig und wird manchmal auch benutzt, um unerwünschte Berichterstattung pauschal abzuwerten.[2]


Information, Meinung und Manipulation

Für die Quellenprüfung ist es wichtig, verschiedene Formen von Aussagen zu unterscheiden:

Form Kennzeichen Beispiel
Tatsachenbehauptung Sie kann mit Belegen überprüft werden. „Der Gemeinderat hat den Antrag angenommen.“
Meinung Sie drückt eine persönliche Bewertung aus. „Die Entscheidung des Gemeinderats ist sinnvoll.“
Werturteil Es bewertet einen Sachverhalt nach bestimmten Maßstäben. „Die Regelung ist sozial gerecht.“
Werbung Sie soll Aufmerksamkeit erzeugen oder zu einer Handlung bewegen. „Nur dieses Angebot löst das Problem.“
Satire Sie übertreibt oder verfremdet, um Kritik oder Humor auszudrücken. Eine erfundene Meldung auf einer klar gekennzeichneten Satireseite.
Desinformation Sie soll durch falsche oder irreführende Darstellung täuschen. Ein altes Foto wird als Aufnahme eines aktuellen Ereignisses ausgegeben.

Eine Meinung muss nicht neutral sein. Sie sollte aber auf korrekten Tatsachen beruhen und als Meinung erkennbar bleiben. Manipulation beginnt häufig dort, wo Tatsachen erfunden, wichtige Informationen weggelassen oder Bilder in einen falschen Zusammenhang gestellt werden.


Der Quellencheck in sechs Schritten

Ein guter Quellencheck muss nicht immer lange dauern. Nutze die folgende Reihenfolge:

  1. Behauptung klären: Was genau soll wahr sein?
  2. Absender prüfen: Wer veröffentlicht die Information?
  3. Originalquelle suchen: Woher stammt die Aussage ursprünglich?
  4. Belege untersuchen: Welche Dokumente, Daten oder Zeugnisse werden genannt?
  5. Gegencheck durchführen: Bestätigen unabhängige Quellen den Inhalt?
  6. Urteil formulieren: Ist die Aussage bestätigt, widerlegt, unbelegt oder noch unklar?


Erster Schritt: Behauptung genau bestimmen

Prüfe nicht sofort den gesamten Beitrag. Formuliere zuerst die zentrale Behauptung in einem klaren Satz. Frage Dich:

  1. Was wird behauptet?
  2. Wer oder was ist betroffen?
  3. Auf welchen Zeitraum bezieht sich die Aussage?
  4. Welche Teile sind Tatsachenbehauptungen und welche sind Bewertungen?

Eine Überschrift kann stärker formuliert sein als der eigentliche Text. Deshalb solltest Du den vollständigen Beitrag lesen und nicht nur auf Vorschaubilder oder Schlagzeilen reagieren.


Zweiter Schritt: Absender und Verantwortung prüfen

Achte darauf, wer den Inhalt veröffentlicht hat. Bei Webseiten helfen die Seiten Impressum, Über uns oder Kontakt. Prüfe:

  1. Ist eine verantwortliche Person oder Organisation genannt?
  2. Gibt es nachvollziehbare Kontaktangaben?
  3. Welche fachliche Erfahrung besitzt der Absender?
  4. Welche politischen, wirtschaftlichen oder persönlichen Interessen könnten eine Rolle spielen?
  5. Werden Fehler sichtbar korrigiert?

Ein vollständiges Impressum ist ein gutes Zeichen für Transparenz, aber noch kein Beweis dafür, dass jede Aussage stimmt. Auch offizielle Stellen, Parteien, Verbände und Unternehmen vertreten Interessen. Ihre Veröffentlichungen können wichtige Primärquellen sein, müssen aber entsprechend eingeordnet werden.


Dritter Schritt: Originalquelle suchen

Viele Posts bestehen nur aus Screenshots, gekürzten Zitaten oder weitergeleiteten Behauptungen. Suche deshalb nach dem ursprünglichen Dokument:

  1. Öffne verlinkte Studien, Reden, Statistiken oder Gesetzestexte.
  2. Suche einen auffälligen Satz als exakte Wortfolge in einer Suchmaschine.
  3. Prüfe, ob das Zitat vollständig wiedergegeben wurde.
  4. Vergleiche Überschrift, Originaltext und Veröffentlichungsdatum.
  5. Achte darauf, ob eine alte Meldung erneut als aktuell verbreitet wird.

Ein Screenshot ist kein sicherer Beleg. Er kann verändert worden sein oder wichtige Informationen außerhalb des Bildausschnitts verbergen.


Vierter Schritt: Belege und Nachprüfbarkeit untersuchen

Eine überzeugende Behauptung benötigt überprüfbare Belege. Gute Belege sind zum Beispiel:

  1. Originaldokumente wie Gesetze, Beschlüsse oder Redemanuskripte.
  2. nachvollziehbar erhobene Daten und Statistiken.
  3. wissenschaftliche Untersuchungen mit beschriebener Methode.
  4. mehrere voneinander unabhängige Zeugnisse.
  5. vollständige Bild-, Ton- oder Videoaufnahmen im richtigen Zusammenhang.

Achte bei Zahlen darauf, wer sie erhoben hat, welche Gruppe untersucht wurde und wie die Begriffe definiert sind. Eine Prozentzahl kann korrekt berechnet und trotzdem irreführend dargestellt sein, wenn die Bezugsgröße fehlt.


Fünfter Schritt: Gegencheck und laterales Lesen

Beim lateralen Lesen bleibst Du nicht nur auf einer Webseite. Du öffnest weitere Seiten und prüfst, wie andere Quellen den Absender und die Behauptung einordnen.

Ein sinnvoller Gegencheck vergleicht möglichst unabhängige Quellen. Drei Webseiten, die denselben Agenturtext oder dieselbe Pressemitteilung übernehmen, sind nicht automatisch drei unabhängige Bestätigungen.

Geeignete Fragen sind:

  1. Berichten andere seriöse Medien über dasselbe Ereignis?
  2. Stimmen Kernaussagen, Daten und Zitate überein?
  3. Verweisen die Beiträge auf dieselbe ursprüngliche Quelle?
  4. Gibt es begründete Gegenpositionen oder Korrekturen?
  5. Wurde die Behauptung bereits von einer Faktencheck-Redaktion untersucht?


Sechster Schritt: Ein abgestuftes Urteil formulieren

Nicht jede Prüfung endet mit eindeutig „wahr“ oder „falsch“. Nutze genauere Urteile:

Urteil Bedeutung
Bestätigt Mehrere geeignete Belege stützen die Behauptung.
Teilweise bestätigt Ein Teil stimmt, ein anderer Teil ist ungenau oder ohne Kontext.
Unbelegt Es fehlen ausreichende und überprüfbare Belege.
Irreführend Einzelne Angaben stimmen, führen aber durch Auswahl oder Kontext zu einem falschen Eindruck.
Widerlegt Verlässliche Belege sprechen klar gegen die Behauptung.
Noch unklar Die vorhandenen Informationen reichen für ein sicheres Urteil nicht aus.

Ein ehrliches „noch unklar“ ist besser als ein vorschnelles Urteil.


Bilder, Videos und KI-Inhalte prüfen

Bilder wirken oft überzeugend, sind aber leicht aus dem Zusammenhang zu lösen. Ein echtes Foto kann mit einer falschen Bildunterschrift verbreitet werden. Videos können gekürzt, neu vertont oder zusammengeschnitten werden. Mit generativer KI lassen sich außerdem realistisch wirkende Bilder, Stimmen und Videos erzeugen.

Prüfe visuelle Inhalte deshalb in mehreren Schritten:

  1. Suche das Bild mit einer Bilderrückwärtssuche.
  2. Ermittle die früheste auffindbare Veröffentlichung.
  3. Vergleiche Bildausschnitt und vollständige Aufnahme.
  4. Prüfe Ort, Wetter, Kleidung, Sprache, Schilder und Schatten.
  5. Suche nach dem Originalvideo und längeren Fassungen.
  6. Verlasse Dich nicht nur auf vermeintliche sichtbare KI-Fehler.
  7. Prüfe auch bei echten Aufnahmen, ob die Bildunterschrift stimmt.


Vorsicht bei Deepfakes

Ein Deepfake ist ein künstlich erzeugter oder stark veränderter Medieninhalt, der eine echte Person scheinbar etwas sagen oder tun lässt. Sichtbare Fehler können Hinweise liefern, doch technisch gute Deepfakes sind nicht zuverlässig mit bloßem Auge zu erkennen. Wichtiger sind Herkunft, Veröffentlichungskette, Originalmaterial und Bestätigung durch vertrauenswürdige Quellen.

Bei politischen Aussagen solltest Du nach offiziellen vollständigen Aufzeichnungen, Transkripten und übereinstimmender Berichterstattung suchen. Teile einen verdächtigen Inhalt nicht weiter, nur um andere davor zu warnen. Dadurch kann seine Reichweite steigen.


Warnsignale für problematische Inhalte

Ein einzelnes Warnsignal beweist noch keine Falschinformation. Mehrere Warnsignale zusammen sollten Dich aber zu einer genaueren Prüfung veranlassen.

Warnsignal Prüffrage
Sehr emotionale Sprache Soll ich zuerst wütend oder ängstlich werden, statt nachzudenken?
Aufforderung zum sofortigen Teilen Warum soll keine Zeit für eine Prüfung bleiben?
Fehlende Originalquelle Kann ich die Studie, Rede oder Statistik selbst öffnen?
Unklare Urheberschaft Wer trägt Verantwortung für die Veröffentlichung?
Auffällige Internetadresse Imitiert die Adresse eine bekannte Nachrichtenseite?
Veralteter Inhalt Wird ein altes Ereignis als neu dargestellt?
Absoluter Wahrheitsanspruch Werden Zweifel, Gegenargumente oder Unsicherheiten vollständig ausgeschlossen?
Angriff statt Beleg Werden Personen beschimpft, anstatt ihre Argumente zu prüfen?
Nur Screenshot vorhanden Wo ist der vollständige Originalbeitrag?
Zahlen ohne Bezugsgröße Worauf bezieht sich die Prozentangabe?


Quellenarten im Vergleich

Die Qualität einer Quelle hängt nicht nur von ihrer Art ab. Die folgende Übersicht zeigt typische Stärken und Grenzen.

Quellenart Typische Stärke Mögliche Grenze
Gesetz, Urteil oder amtliches Dokument Verbindliche Information über eine Entscheidung oder Regelung Erklärt nicht automatisch alle Folgen oder politischen Bewertungen
Qualitätsjournalismus Redaktionelle Prüfung, Einordnung und Korrekturmöglichkeiten Auswahl und Schwerpunktsetzung können unterschiedlich sein
Wissenschaftliche Veröffentlichung Methode und Belege werden nachvollziehbar dargestellt Einzelne Studien können begrenzt sein oder später korrigiert werden
Partei, Verband oder Initiative Zeigt Positionen und Interessen direkt Darstellung kann einseitig oder werbend sein
Soziale Medien Schnelle Hinweise, persönliche Perspektiven und Originalaufnahmen Urheberschaft, Kontext und Echtheit sind oft schwerer zu prüfen
Online-Enzyklopädie Schneller Überblick und weiterführende Nachweise Artikel können unvollständig, umstritten oder veraltet sein
KI-Chatbot Kann Begriffe erklären und Suchwege vorschlagen Kann falsche Angaben oder erfundene Quellen erzeugen

Für eine politische Streitfrage ist es oft sinnvoll, unterschiedliche Quellenarten zu kombinieren: ein Originaldokument, journalistische Einordnung, wissenschaftliche Erkenntnisse und erkennbare Positionen beteiligter Gruppen.


Quellen im politischen Streit prüfen

Politische Akteure wählen Informationen häufig so aus, dass sie ihre Position stützen. Das ist nicht automatisch Desinformation. Eine demokratische Debatte enthält unterschiedliche Interessen und Wertvorstellungen. Problematisch wird es, wenn überprüfbare Tatsachen verdreht oder erfunden werden.

Nutze bei politischen Aussagen drei Ebenen:

  1. Faktenebene: Welche überprüfbaren Daten oder Ereignisse werden genannt?
  2. Deutungsebene: Wie werden diese Fakten erklärt und gewichtet?
  3. Bewertungsebene: Welche politischen Ziele und Werte bestimmen das Urteil?

So kannst Du erkennen, ob zwei Personen über unterschiedliche Tatsachen streiten oder dieselben Tatsachen unterschiedlich bewerten.


Praktisches Prüfprotokoll

Nutze dieses Protokoll für einen Post, eine Nachricht oder eine politische Behauptung.

Prüffeld Leitfrage Ergebnis
Behauptung Was genau soll wahr sein?
Absender Wer hat den Inhalt erstellt und veröffentlicht?
Absicht Soll informiert, überzeugt, verkauft, unterhalten oder provoziert werden?
Datum Wann entstand die Information?
Originalquelle Ist das ursprüngliche Dokument auffindbar?
Belege Sind Daten, Zitate oder Aufnahmen nachvollziehbar?
Gegencheck Welche unabhängigen Quellen bestätigen oder widersprechen?
Bildprüfung Wo und wann wurde das Bild zuerst veröffentlicht?
Unsicherheit Welche Fragen bleiben offen?
Urteil Bestätigt, teilweise bestätigt, unbelegt, irreführend, widerlegt oder unklar?


Verantwortungsvoll reagieren

Wenn Du eine fragwürdige Meldung erhältst, solltest Du sie nicht ungeprüft weiterleiten. Prüfe zuerst die Quelle und suche nach verlässlichen Bestätigungen. Bei einer Korrektur ist ein respektvoller Ton meist hilfreicher als Spott oder Beschämung.[3]

Eine gute Korrektur:

  1. nennt die überprüfte Behauptung klar.
  2. zeigt einen nachvollziehbaren Beleg.
  3. erklärt den fehlenden oder falschen Kontext.
  4. verlinkt möglichst auf die Originalquelle.
  5. macht deutlich, welche Unsicherheiten bestehen.
  6. wiederholt die Falschbehauptung nicht unnötig oft.


Grenzen der Quellenprüfung

Auch sorgfältige Recherche hat Grenzen. Informationen können sich bei laufenden Ereignissen ändern. Fachleute können dieselben Daten unterschiedlich deuten. Dokumente können fehlen oder noch nicht öffentlich sein. Manche Fragen betreffen Werte und lassen sich nicht allein durch Fakten entscheiden.

Deshalb gehört zur Quellenkompetenz auch, die eigene Sicherheit richtig einzuschätzen. Formulierungen wie „Nach aktuellem Stand“, „Die verfügbaren Belege sprechen dafür“ oder „Diese Frage ist noch nicht abschließend geklärt“ sind Zeichen sorgfältigen Arbeitens.


Merksatz

Stopp – Behauptung klären – Quelle öffnen – Belege prüfen – Gegencheck machen – Kontext beachten – Urteil begründen.


Quellen und weiterführende Materialien

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Stop Fake News
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Ist diese Meldung ein Fake?
  3. klicksafe: Desinformation, Deepfakes und Fake News
  4. CORRECTIV: Faktencheck-Tipps
  5. so geht MEDIEN: Recherche – So klappt der Faktencheck


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was solltest Du vor jeder Quellenprüfung zuerst klären? (Welche konkrete Behauptung geprüft wird) (!Wie viele Likes der Beitrag hat) (!Ob die Überschrift besonders kurz ist) (!Welche Farbe die Webseite verwendet)




Was ist eine Desinformation? (Eine absichtlich irreführende oder falsche Information) (!Jede persönliche Meinung) (!Jede veraltete Nachricht) (!Jeder satirische Beitrag)




Warum ist ein Screenshot allein kein sicherer Beleg? (Er kann verändert oder aus dem Zusammenhang gerissen sein) (!Er enthält grundsätzlich keine Schrift) (!Er kann nur auf Computern geöffnet werden) (!Er ist immer urheberrechtsfrei)




Was bedeutet laterales Lesen? (Weitere Quellen und Seiten zur Prüfung öffnen) (!Einen Text nur von links nach rechts lesen) (!Eine Überschrift mehrfach laut vorlesen) (!Nur die Kommentare unter einem Beitrag lesen)




Welche Quelle ist für den Wortlaut eines Gesetzes am geeignetsten? (Der amtlich veröffentlichte Gesetzestext) (!Ein anonymer Kommentar) (!Ein Werbevideo) (!Eine private Chatnachricht)




Was zeigt ein fehlender Beleg? (Die Behauptung ist zunächst nicht ausreichend nachgewiesen) (!Die Behauptung ist automatisch wahr) (!Die Behauptung ist automatisch erfunden) (!Die Behauptung ist eine Meinung)




Was prüfst Du bei einer Statistik besonders? (Erhebung, Bezugsgröße und Definitionen) (!Nur die Größe der Überschrift) (!Nur die Zahl der geteilten Beiträge) (!Nur das Logo der Webseite)




Was ist bei einem Bildcheck besonders hilfreich? (Die Suche nach früheren Veröffentlichungen des Bildes) (!Das schnelle Weiterleiten an viele Personen) (!Das Zuschneiden des Bildes) (!Das Entfernen der Bildunterschrift)




Welches Urteil ist sinnvoll, wenn Belege noch nicht ausreichen? (Noch unklar) (!Auf jeden Fall wahr) (!Auf jeden Fall gelogen) (!Völlig bedeutungslos)




Warum ist Quellenprüfung für eine Demokratie wichtig? (Sie unterstützt begründete politische Meinungsbildung) (!Sie verhindert unterschiedliche Meinungen) (!Sie ersetzt politische Diskussionen) (!Sie macht Wahlen überflüssig)





Memory

Primärquelle Ursprüngliches Dokument
Impressum Angaben zum Verantwortlichen
Bilderrückwärtssuche Suche nach früheren Bildverwendungen
Kontext Zusammenhang einer Aussage
Gegencheck Vergleich unabhängiger Quellen
Desinformation Absichtlich irreführende Information
Beleg Nachprüfbarer Nachweis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Quellenprüfung
Urheberschaft Wer hat den Inhalt erstellt?
Aktualität Wann wurde der Inhalt veröffentlicht?
Absicht Welches Ziel verfolgt der Absender?
Originalquelle Woher stammt die Aussage ursprünglich?
Gegencheck Welche unabhängigen Quellen berichten darüber?
Kontext In welchem Zusammenhang steht die Aussage?
Urteil Wie sicher ist das Ergebnis der Prüfung?




...


Kreuzworträtsel

Impressum Wo findest Du Angaben zu verantwortlichen Personen einer Webseite?
Kontext Wie heißt der Zusammenhang, in dem eine Aussage steht?
Urheber Wie nennt man die Person, die einen Inhalt geschaffen hat?
Gegencheck Wie heißt der Vergleich mit unabhängigen Quellen?
Belege Wie nennt man nachvollziehbare Nachweise im Plural?
Desinformation Wie heißt eine absichtlich irreführende Information?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Vor einer Prüfung muss die konkrete

bestimmt werden. Im

findest Du Angaben zur Verantwortung einer Webseite. Eine weitergeleitete Aussage sollte möglichst bis zur

zurückverfolgt werden. Zahlen sind nur aussagekräftig, wenn ihre

bekannt ist. Beim lateralen Lesen öffnest Du weitere

zur Kontrolle. Eine Bilderrückwärtssuche kann frühere

eines Fotos zeigen. Eine absichtlich irreführende Information nennt man

. Ein fehlender Nachweis bedeutet zunächst, dass eine Behauptung

ist. Politische Aussagen enthalten häufig neben Tatsachen auch

. Reichen die vorhandenen Belege nicht aus, lautet ein sorgfältiges Urteil

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Überschriftencheck: Sammle fünf politische Überschriften und formuliere jeweils die überprüfbare Kernbehauptung.
  2. Impressumsvergleich: Vergleiche die Impressumsseiten einer Nachrichtenseite, einer Partei und eines Vereins.
  3. Tatsache oder Meinung: Markiere in einem kurzen Kommentar Tatsachenbehauptungen und Bewertungen mit unterschiedlichen Farben.
  4. Bildkontext: Suche zu einem frei gewählten Pressefoto zwei verschiedene Bildunterschriften und erkläre deren Wirkung.


Standard

  1. Quellenprotokoll: Prüfe einen aktuellen Social-Media-Beitrag mit dem Prüfprotokoll dieses aiMOOCs.
  2. Statistikcheck: Untersuche eine politische Grafik auf Quelle, Zeitraum, Bezugsgröße und mögliche Auslassungen.
  3. Nachrichtenvergleich: Vergleiche die Berichterstattung zweier unabhängiger Medien zu demselben politischen Ereignis.
  4. Faktencheck-Plakat: Gestalte ein Plakat mit sechs verständlichen Regeln für die Quellenprüfung in Deiner Schule.


Schwer

  1. Kommunalpolitischer Faktencheck: Prüfe eine Behauptung aus der Kommunalpolitik mithilfe amtlicher Dokumente und journalistischer Quellen.
  2. Videoanalyse: Analysiere ein politisches Kurzvideo nach Tatsachen, Bewertungen, Bildwirkung, Musik und Auslassungen.
  3. Interview zur Recherche: Befrage eine Journalistin, einen Journalisten oder eine Bibliotheksfachkraft zur professionellen Quellenprüfung.
  4. Eigener Faktencheck: Produziere einen schriftlichen oder filmischen Faktencheck mit transparentem Rechercheweg, Quellenliste und abgestuftem Urteil.




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Lernkontrolle

  1. Quellenbewertung: Du erhältst drei unterschiedliche Quellen zu einer politischen Behauptung. Begründe, welche Quelle für welchen Teil der Prüfung geeignet ist.
  2. Kontextanalyse: Erkläre an einem Beispiel, wie eine korrekte Zahl durch fehlenden Zusammenhang irreführend wirken kann.
  3. Interessenkonflikt: Untersuche eine Veröffentlichung eines Interessenverbandes. Trenne überprüfbare Fakten von politischen Forderungen.
  4. Bildprüfung: Entwickle einen Rechercheweg, mit dem Du Ort, Zeitpunkt und ursprüngliche Verwendung eines Bildes untersuchen würdest.
  5. Demokratischer Diskurs: Erkläre, wie ungeprüfte Informationen politische Entscheidungen und das Zusammenleben beeinflussen können.
  6. Urteilsbildung: Formuliere zu einer nicht eindeutig geklärten Behauptung ein begründetes Urteil und benenne verbleibende Unsicherheiten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst eine überprüfbare Behauptung klar formulieren.
  2. Du untersuchst Urheberschaft, Absicht, Datum und Kontext.
  3. Du suchst nach der ursprünglichen Quelle.
  4. Du bewertest Belege und statistische Angaben nachvollziehbar.
  5. Du vergleichst mehrere möglichst unabhängige Quellen.
  6. Du prüfst Bilder oder Videos mit einem geeigneten Rechercheweg.
  7. Du unterscheidest Tatsache, Meinung, Werbung, Satire und Desinformation.
  8. Du formulierst ein abgestuftes und begründetes Urteil.
  9. Du dokumentierst Deine Quellen transparent.
  10. Du gehst fair mit Unsicherheit und Gegenpositionen um.




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