Pumpen Verdichter und Lüfter – Ventilatorkennlinien verstehen
Pumpen Verdichter und Lüfter – Ventilatorkennlinien verstehen
Kurzbeschreibung: Druckerhöhung und Luftvolumenstrom sicher verstehen, Kennlinien lesen und typische Abweichungen in einer gefahrlosen Simulation diagnostizieren.
Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Mechatronik, Versorgungstechnik, Anlagenmechanik und verwandten technischen Berufen.
Lernziel: Du unterscheidest Pumpe, Verdichter und Ventilator, liest eine Ventilatorkennlinie, bestimmst den Arbeitspunkt, erklärst den Einfluss von Drehzahl und Anlagenwiderstand und planst eine sichere Fehlerdiagnose.
Einleitung
In technischen Anlagen muss ein Fluid bewegt und häufig auch sein Druck erhöht werden. Pumpen fördern überwiegend Flüssigkeiten, Verdichter erhöhen den Druck von Gasen deutlich, und Ventilatoren bewegen große Gas- bzw. Luftvolumenströme bei vergleichsweise kleiner Druckerhöhung. Für die Ausbildung ist besonders wichtig: Ein Ventilator liefert nicht einfach „seinen“ festen Volumenstrom. Der tatsächliche Betriebspunkt entsteht aus dem Zusammenspiel von Ventilatorkennlinie und Anlagenkennlinie.

Die Animation zeigt das Grundprinzip eines Radialventilators: Das Laufrad überträgt mechanische Energie auf die Luft. Die Luft erhält Bewegungsenergie; im Gehäuse und im angeschlossenen System zeigt sich diese Energie unter anderem als Druckerhöhung und Volumenstrom.
Sicherheitsrahmen des Kurses: Diagnoseübungen finden als Computersimulation oder an einem drucklosen bzw. sehr niedrigenergetischen Ausbildungsmodell statt. Reale Arbeiten an Drucksystemen, reale Druckprüfungen oder Eingriffe an laufenden Maschinen gehören nur in fachlich freigegebene, beaufsichtigte Arbeitsabläufe nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, Herstellerangaben und geltenden Regeln.
Ausbildungsfall: Zu wenig Luft am Trainingskanal
In der Ausbildungswerkstatt steht ein transparenter, ungefährlicher Trainingskanal mit Schutzgitter, austauschbarer Filtermatte und einem berührungsgeschützten Kleinspannungsventilator. Die Sollwerte des Modells sind 800 m³/h bei 180 Pa. Die Simulation zeigt plötzlich nur 610 m³/h bei 260 Pa. Du sollst die Ursache über Kennlinien eingrenzen, ohne eine reale druckbeaufschlagte Anlage zu öffnen.
Arbeitsauftrag: Entscheide zuerst, ob eher der Ventilator oder der Anlagenwiderstand verändert wurde. Nutze dazu die Kennlinien. Erst danach wählst Du eine simulierte Prüfhandlung.
Schaltbild des Ausbildungsfalls
Raumluft → Schutzgitter → Filter → Ventilator → Kanal → Auslass
↑
Δp-Messstelle
Volumenstrommessung ───────────────→ Anzeige

Das Symbol hilft Dir, Ventilatoren auch in vereinfachten Anlagen- und Fließbildern zu erkennen.
Lerneinheit 1: Pumpe, Verdichter und Lüfter unterscheiden
| Maschine | Typisches Medium | Hauptaufgabe | Ausbildungsbezug |
|---|---|---|---|
| Pumpe | Flüssigkeit | Volumenstrom fördern und Druck bzw. Förderhöhe bereitstellen | Wasser-, Kühlmittel- und Hydrauliksysteme |
| Verdichter | Gas | Gas verdichten und Druckniveau deutlich erhöhen | Druckluft, Kälte- und Prozessanlagen |
| Ventilator/Lüfter | Gas bzw. Luft | Luftvolumenstrom gegen Anlagenwiderstand fördern | Lüftung, Kühlung, Absaugung |


Bei der Kreiselpumpe wird das Fluid am Laufrad beschleunigt. Ein Teil der Bewegungsenergie wird im Gehäuse in Druckenergie umgewandelt. Die Kennlinienidee ist der Ventilatorkennlinie sehr ähnlich: Fördermaschine und Rohr- bzw. Kanalsystem bestimmen gemeinsam den Arbeitspunkt.


Bei Verdichtern ist gespeicherte Druckenergie besonders wichtig: Ein abgeschalteter Antrieb bedeutet nicht automatisch, dass ein Behälter oder eine Leitung drucklos ist.
Lerneinheit 2: Volumenstrom und Druckerhöhung
Der Volumenstrom beschreibt, welches Volumen pro Zeit durch einen Querschnitt strömt. Eine grundlegende Beziehung lautet:
Dabei ist der Volumenstrom, die durchströmte Fläche und die mittlere Strömungsgeschwindigkeit.
Die Druckerhöhung gibt an, wie stark ein Ventilator den Druck zwischen Ein- und Austrittsseite anhebt. Bei Luftsystemen wird sie häufig in Pascal angegeben. Die an die Strömung abgegebene Leistung lässt sich vereinfacht als
auffassen. Entscheidend ist: Hoher Volumenstrom und hohe Druckerhöhung sind nicht unabhängig voneinander erreichbar.
Lerneinheit 3: Ventilatorkennlinie und Arbeitspunkt
Eine Ventilatorkennlinie zeigt bei gegebener Drehzahl und festgelegten Randbedingungen den Zusammenhang zwischen Volumenstrom und Druckerhöhung. Typisch liegt der Volumenstrom auf der waagerechten und der Druck auf der senkrechten Achse.

Die Anlagenkennlinie beschreibt den Druckverlust von Filter, Kanal, Bögen, Gittern und anderen Widerständen. Bei vielen Lüftungssystemen steigt dieser Druckverlust näherungsweise mit dem Quadrat des Volumenstroms:
Der Arbeitspunkt ist der Schnittpunkt von Ventilator- und Anlagenkennlinie. Genau dort stimmen bereitgestellte Druckerhöhung und erforderlicher Druckverlust zusammen.
Auf der dargestellten Kennlinie stehen unterschiedliche Anlagenwiderstände für unterschiedliche Arbeitspunkte. Ein stärkerer Widerstand verschiebt den Arbeitspunkt in der Regel zu kleinerem Volumenstrom.
Merksatz: Nicht der Ventilator allein bestimmt den Volumenstrom. Ventilator + Anlage = Arbeitspunkt.
Lerneinheit 4: Drehzahl, Filter und Anlagenwiderstand
Für denselben Ventilator bei vergleichbaren Bedingungen gelten näherungsweise die Ventilatorgesetze:
Erhöht sich die Drehzahl um 10 %, steigt der mögliche Volumenstrom näherungsweise auf 110 %, die Druckerhöhung auf etwa 121 % und der Leistungsbedarf auf etwa 133 %. Deshalb darf eine Drehzahlerhöhung nicht als „kostenlose“ Lösung für zu wenig Luft verstanden werden.
Ein zugesetzter Filter, eine geschlossene Klappe oder ein ungünstiger Kanal erhöht den Anlagenwiderstand. Die Anlagenkennlinie wird steiler; der Arbeitspunkt wandert zu kleinerem Volumenstrom. Ein sauberer Filter oder ein geringerer Strömungswiderstand verschiebt ihn in die andere Richtung.
Mini-Simulation: Drei Kurvenänderungen
| Änderung in der Simulation | Was verschiebt sich? | Erwartete Wirkung |
|---|---|---|
| Filterwiderstand steigt | Anlagenkennlinie wird steiler | Volumenstrom sinkt |
| Ventilatordrehzahl sinkt | Ventilatorkennlinie liegt niedriger | Volumenstrom und erreichbare Druckerhöhung sinken |
| Kanalwiderstand sinkt | Anlagenkennlinie wird flacher | Volumenstrom steigt |
Wichtig: Für die Diagnose zählt das Muster mehrerer Messwerte. Ein einzelner Druckwert beweist die Fehlerursache noch nicht.
Lerneinheit 5: Gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie
Bei Pumpen, Verdichtern und Ventilatoren können nach dem Ausschalten weiterhin gefährliche Energien vorhanden sein.
Gespeicherte Druckenergie: Komprimiertes Gas, Druckspeicher, eingeschlossene Leitungsabschnitte oder gespannte Membranen können trotz stillstehendem Antrieb Energie speichern. Beim unkontrollierten Öffnen können Medien und Bauteile schlagartig freigesetzt werden.
Gespeicherte Bewegungsenergie: Laufräder, Wellen, Kupplungen und Motoren können nachlaufen. Für einen rotierenden Körper gilt:
Auch wenn die elektrische Versorgung getrennt ist, kann diese Rotationsenergie noch vorhanden sein.
Sicheres Grundprinzip: Energiezufuhr trennen, gegen Wiedereinschalten sichern, Restenergie abbauen oder sicher beherrschen und den sicheren Zustand feststellen. Bei pneumatischen Systemen gehört dazu insbesondere, einen drucklosen Zustand herzustellen und zu überprüfen. Bei rotierenden Teilen muss Stillstand abgewartet bzw. sicher festgestellt werden.
Grenze dieses Kurses: Es werden keine realen Druckleitungen gelöst, keine Sicherheitsventile verstellt und keine Druckprüfungen improvisiert. Reale Druckarbeiten und Prüfungen erfolgen nur nach fachlicher Freigabe, mit geeigneten Prüfmitteln und unter der vorgesehenen Aufsicht bzw. durch die dafür qualifizierten Personen.
Lerneinheit 6: Sichere Fehlerdiagnose-Simulation
Die folgenden Fälle sind reine Simulationen. Du veränderst Kurven oder virtuelle Messwerte, nicht die reale Maschine.
Simulation A: Filterwiderstand
Soll: 800 m³/h bei 180 Pa. Simulation: 610 m³/h bei 260 Pa. Die Drehzahl bleibt unverändert.
Deine Entscheidung: Verschiebe die Anlagenkennlinie gedanklich steiler. Passt der neue Schnittpunkt zum Messbild?
Begründetes Feedback: Ja. Ein höherer Anlagenwiderstand kann den Arbeitspunkt zu kleinerem Volumenstrom und auf der Ventilatorkennlinie zu einem höheren Druckpunkt verschieben. Deshalb ist „Ventilator defekt“ noch keine sichere Diagnose.
Simulation B: Drehzahl zu niedrig
Soll: 100 % Drehzahl. Simulation: 80 % Drehzahl bei unveränderter Anlage.
Nach den Ventilatorgesetzen liegen der Volumenstrom bei etwa 80 %, die Druckerhöhung bei etwa 64 % und der Leistungsbedarf bei etwa 51 % der ursprünglichen Vergleichswerte.
Begründetes Feedback: Wenn mehrere Messwerte gemeinsam in diese Richtung fallen, ist eine Drehzahlabweichung plausibler als ein plötzlich stark gestiegener Anlagenwiderstand.
Simulation C: Ungünstiger Arbeitspunkt
Im virtuellen Kennfeld liegt der Arbeitspunkt nahe einem instabilen Bereich. Die Simulation meldet schwankenden Volumenstrom und auffällige Geräuschentwicklung.
Begründetes Feedback: Die sichere Ausbildungsreaktion ist nicht, Schutzgitter zu entfernen oder am laufenden Ventilator zu prüfen. Vergleiche Kennlinie, Systemwiderstand und Herstellerbereich im Simulator und leite eine fachliche Prüfung im Stillstand ab.
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
Hilfe 1 – Orientierung: Vergleiche zuerst Soll- und Ist-Volumenstrom. Ist der Luftstrom größer oder kleiner geworden?
Hilfe 2 – Kennlinienblick: Eine steilere Anlagenkennlinie schneidet dieselbe Ventilatorkennlinie weiter links.
Hilfe 3 – Diagnose: 610 m³/h statt 800 m³/h bei unveränderter Drehzahl passt zu erhöhtem Anlagenwiderstand. In der Simulation ist ein zugesetzter Filter deshalb die erste prüfbare Hypothese.
Hilfe 4 – Sicherheitscheck: Die richtige Hypothese rechtfertigt noch keinen Eingriff an einer realen Anlage. Erst Freigabe, sichere Energietrennung und vorgesehene Prüfverfahren machen aus Diagnose eine zulässige Instandhaltungsmaßnahme.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
Basis
Aufgabe: Benenne die beiden Achsengrößen einer Ventilatorkennlinie.
Feedback: Gesucht sind Volumenstrom und Druckerhöhung. Nur mit beiden Größen lässt sich ein Arbeitspunkt sinnvoll beschreiben.
Anwendung
Aufgabe: Ein Filter setzt sich zu. Die Ventilatordrehzahl bleibt gleich. Beschreibe die Änderung von Anlagenkennlinie und Arbeitspunkt.
Feedback: Die Anlagenkennlinie wird steiler. Der Schnittpunkt wandert typischerweise zu kleinerem Volumenstrom. Das ist eine Systemänderung, nicht automatisch ein Ventilatordefekt.
Transfer
Aufgabe: Die Drehzahl wird im Simulator um 20 % erhöht. Schätze mit den Ventilatorgesetzen die Änderungen von Volumenstrom, Druck und Leistungsbedarf.
Feedback: Näherungsweise 120 % Volumenstrom, 144 % Druck und 173 % Leistung. Der überproportionale Leistungsanstieg zeigt, warum Drehzahländerungen technisch und energetisch geprüft werden müssen.
Fachliche Quellen und Medienrechte
Die Fachinformationen wurden mit aktuellen und fachnahen Quellen abgeglichen:
- Wikipedia: Ventilatorkennlinie – Begriffe, Arbeitspunkt, Anlagenkennlinie und Proportionalitätsgesetze.
- ebm-papst: Aerodynamics – Zusammenhang von Ventilatorkennlinie, Anlagenkennlinie und Betriebspunkt.
- Greenheck: Fan Curves – Kennlinien, Systemwiderstand und Einfluss der Drehzahl.
- DGUV/IFA: Sicherer Umgang mit pneumatischen Anlagen – Energietrennung, Drucklosmachen und Beachtung gespeicherter Energien.
- DGUV Information 209-015 – Instandhaltung, Restenergien und Freigaben.
- BAuA: TRBS 2141 – Gefährdungen durch Dampf und Druck.
- BAuA: TRBS 1201 Teil 2 – Prüfungen und Kontrollen bei Gefährdungen durch Dampf und Druck.
Medienrechte: Die eingebundenen Dateien von Wikimedia Commons wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten geprüft. Verwendet werden frei lizenzierte oder gemeinfreie Medien, unter anderem CC BY 3.0, CC BY-SA 3.0/4.0 bzw. Public Domain. Die jeweilige Lizenz und Urheberschaft stehen auf der Commons-Dateiseite. Die YouTube-Videos stammen aus den verlinkten Originalkanälen und werden nur eingebettet; eine darüber hinausgehende Weiterverwendung richtet sich nach den Rechten und Bedingungen des jeweiligen Videos.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was zeigt eine Ventilatorkennlinie hauptsächlich? (Den Zusammenhang zwischen Volumenstrom und Druckerhöhung) (!Nur die elektrische Spannung des Motors) (!Nur die Temperatur der Luft) (!Die Länge des Luftkanals)
Wo liegt der Arbeitspunkt eines Ventilatorsystems? (Am Schnittpunkt von Ventilator- und Anlagenkennlinie) (!Am höchsten Punkt der Drehzahlskala) (!Immer bei null Pascal) (!Immer beim maximalen Volumenstrom)
Was bewirkt ein zugesetzter Filter typischerweise? (Er erhöht den Anlagenwiderstand) (!Er senkt die Luftdichte auf null) (!Er verdoppelt automatisch die Drehzahl) (!Er macht die Anlagenkennlinie horizontal)
Wie ändert sich der Volumenstrom näherungsweise mit der Drehzahl? (Er ändert sich proportional zur Drehzahl) (!Er ändert sich mit dem Quadrat der Drehzahl) (!Er ändert sich mit der dritten Potenz der Drehzahl) (!Er bleibt immer konstant)
Wie ändert sich die Druckerhöhung näherungsweise mit der Drehzahl? (Sie ändert sich mit dem Quadrat der Drehzahl) (!Sie ändert sich nur mit der Kanalbreite) (!Sie bleibt unabhängig von der Drehzahl) (!Sie ändert sich mit der vierten Potenz der Drehzahl)
Wie ändert sich der Leistungsbedarf näherungsweise mit der Drehzahl? (Er ändert sich mit der dritten Potenz der Drehzahl) (!Er bleibt immer unverändert) (!Er ändert sich nur linear mit dem Druck) (!Er hängt nur von der Farbe des Laufrads ab)
Welche Energie kann nach dem Abschalten eines Verdichters noch vorhanden sein? (Gespeicherte Druckenergie) (!Nur Lichtenergie) (!Keine Energie mehr) (!Nur chemische Energie im Gehäuse)
Was ist bei einem nachlaufenden Ventilator zu beachten? (Die Rotationsenergie kann trotz abgeschaltetem Antrieb noch vorhanden sein) (!Das Laufrad ist sofort sicher stillgesetzt) (!Der Druck ist automatisch null) (!Das Schutzgitter darf sofort entfernt werden)
Welche Diagnosehandlung ist im Kurs vorgesehen? (Eine Simulation oder ein druckloses niedrigenergetisches Modell) (!Das Öffnen einer Druckleitung im Betrieb) (!Das Blockieren eines laufenden Laufrads) (!Das Verstellen eines Sicherheitsventils)
Wann dürfen reale Druckprüfungen im Ausbildungsbetrieb durchgeführt werden? (Nur fachlich freigegeben und beaufsichtigt nach den vorgesehenen Regeln) (!Immer sobald ein Manometer vorhanden ist) (!Ohne Gefährdungsbeurteilung) (!Allein durch Auszubildende ohne Auftrag)
Memory
| Ventilatorkennlinie | Druckerhöhung in Abhängigkeit vom Volumenstrom |
| Anlagenkennlinie | Druckverlust des Systems in Abhängigkeit vom Volumenstrom |
| Arbeitspunkt | Schnittpunkt beider Kennlinien |
| Druckenergie | Energie in komprimiertem oder eingeschlossenem Fluid |
| Rotationsenergie | Bewegungsenergie eines nachlaufenden Laufrads |
| Filterwiderstand | Ursache für eine steilere Systemkennlinie |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Volumenstrom | Luftmenge pro Zeit |
| Druckerhöhung | Vom Ventilator bereitgestellter Druckunterschied |
| Anlagenwiderstand | Summe der strömungshemmenden Einflüsse |
| Drehzahl | Einflussgröße für die Lage der Ventilatorkennlinie |
| Restenergie | Energie, die nach dem Abschalten noch vorhanden sein kann |
...
Kreuzworträtsel
| Volumenstrom | Welche Größe beschreibt das geförderte Luftvolumen pro Zeit? |
| Arbeitspunkt | Wie heißt der Schnittpunkt aus Ventilator- und Anlagenkennlinie? |
| Verdichter | Welche Maschine erhöht den Druck eines Gases deutlich? |
| Laufrad | Welches rotierende Bauteil überträgt Energie auf das Fluid? |
| Druckenergie | Welche gespeicherte Energie kann in eingeschlossener Druckluft stecken? |
| Drehzahl | Welche Größe beeinflusst nach den Ventilatorgesetzen Volumenstrom, Druck und Leistung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kennlinie markieren: Druck- und Volumenstromachse in einer ausgedruckten Kennlinie beschriften und drei mögliche Arbeitspunkte kennzeichnen.
- Maschinen sortieren: Zehn betriebliche Beispiele den Gruppen Pumpe, Verdichter oder Ventilator zuordnen und zwei Grenzfälle begründen.
- Arbeitspunkt erklären: Eine 60-Sekunden-Erklärung für einen neuen Auszubildenden aufnehmen, ohne an einer realen Anlage zu arbeiten.
- Gefahrenkarten: Karten zu Druckenergie, Rotationsenergie, elektrischer Energie und heißen Oberflächen erstellen und jeweils eine sichere Grundmaßnahme ergänzen.
Standard
- Filter-Simulation: In einer Tabellenkalkulation zwei Anlagenkennlinien zeichnen und den Einfluss eines höheren Filterwiderstands auf den Arbeitspunkt erklären.
- Druckloses Modell: Mit Kartonkanal, Schutzgitter und berührungssicherem Kleinspannungsventilator ein druckloses Demonstrationsmodell bauen; keine offene Netzspannung und keine Druckspeicher verwenden.
- Diagnosematrix: Für die Fehlerbilder niedriger Volumenstrom, hohe Druckanzeige und niedrige Drehzahl je drei plausible Ursachen und passende sichere Prüfhandlungen im Simulator formulieren.
- Mediencheck: Zwei Commons-Dateien aus dem Kurs öffnen, Urheber, Lizenz und erlaubte Nutzung dokumentieren und mit einem YouTube-Embed vergleichen.
Schwer
- Drehzahlstudie: Für 70 %, 80 %, 90 %, 100 % und 110 % Drehzahl Volumenstrom-, Druck- und Leistungsfaktoren berechnen, grafisch darstellen und Grenzen der Näherung benennen.
- Sicherheitskonzept: Für eine fiktive Diagnose an einem Verdichter eine Gefährdungsbeurteilung mit Energiequellen, Freigabe, Restenergie und Prüfzustand entwerfen; keine reale Anlage öffnen.
- Ausbildungsinterview: Eine fachkundige Person im Betrieb zu Freigabe, Energietrennung und Prüfzuständigkeit interviewen. Reale Arbeiten nur beobachten, wenn dies betrieblich zugelassen und beaufsichtigt ist.
- Fallanalyse: Entwickle einen neuen virtuellen Störungsfall, bei dem zwei Fehlerbilder ähnliche Messwerte erzeugen. Zeige, welche zusätzliche ungefährliche Information die Ursachen unterscheidbar macht.


Lernkontrolle
- Kennlinienanalyse: Begründe anhand eines selbst gezeichneten Kennliniendiagramms, warum ein Ventilator nach einem Filterwechsel einen anderen Volumenstrom liefern kann, obwohl seine Drehzahl unverändert bleibt.
- Drehzahltransfer: Ein Ventilator soll im Simulator 15 % mehr Volumenstrom liefern. Schätze die nötige Drehzahländerung sowie die Folgen für Druck und Leistung und erläutere, welche technischen Prüfungen vor einer realen Änderung erforderlich wären.
- Diagnosestrategie: Zwei Störungen führen zu zu wenig Luft: ein zugesetzter Filter und eine zu niedrige Drehzahl. Entwickle eine sichere Reihenfolge virtueller Prüfungen, mit der Du beide Ursachen unterscheidest.
- Restenergien: Vergleiche gespeicherte Druckenergie in einem Druckluftbehälter mit gespeicherter Rotationsenergie eines nachlaufenden Laufrads. Erkläre, warum „ausgeschaltet“ in beiden Fällen nicht automatisch „gefahrlos“ bedeutet.
- Systemvergleich: Übertrage das Konzept von Ventilator- und Anlagenkennlinie auf eine Kreiselpumpe mit Rohrnetz. Nenne Gemeinsamkeiten und eine wichtige Grenze der Übertragung.
- Freigabeentscheidung: In einem Betrieb soll eine reale Druckprüfung zur Fehlersuche durchgeführt werden. Begründe, welche fachlichen Freigaben, Zuständigkeiten und Schutzmaßnahmen vor der Durchführung geklärt sein müssen und warum eine Simulation für die Ausbildung oft die bessere erste Stufe ist.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:
- Kennlinien lesen und die Achsen richtig deuten kannst.
- Arbeitspunkte aus Ventilator- und Anlagenkennlinie bestimmst.
- Drehzahländerungen auf Volumenstrom, Druck und Leistung übertragen kannst.
- Störungsbilder systematisch und mit mehreren Messgrößen bewertest.
- gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie als Restenergie erkennst.
- sichere Diagnosegrenzen einhältst und reale Druckarbeiten nur im freigegebenen, beaufsichtigten Rahmen einordnest.
- Quellen und Medienrechte nachvollziehbar prüfst.
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