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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Den Gebäudebestand für eine Wärmepumpe erfassen

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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Den Gebäudebestand für eine Wärmepumpe erfassen

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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Den Gebäudebestand für eine Wärmepumpe erfassen


Einleitung

Zielgruppe: Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), insbesondere ab dem zweiten Ausbildungsjahr.

Lernzeit: 7 Lerneinheiten à 10–15 Minuten und circa 90 Minuten Projektarbeit.

Projektauftrag: Du erfasst ein bestehendes Wohngebäude, untersuchst seine Nutzung und Wärmeverteilung, erkennst fehlende Planungsdaten und erstellst ein Projektdossier mit Skizzen, Simulationen, Prüfdaten und begründeter Abschlussentscheidung.

Du lernst, zwischen gesicherten Daten, Annahmen und offenen Fragen zu unterscheiden. Eine Wärmepumpe wird dabei nicht allein nach dem Gebäudealter beurteilt. Entscheidend sind unter anderem Heizlast, Gebäudehülle, Vorlauftemperatur, Heizkörper und Warmwasserbereitung.

Bildauftrag: Welche Informationen zur Aufstellung kannst Du aus diesem Foto erkennen? Welche wichtigen Angaben fehlen?


Dein Ausbildungsfall: Wohnhaus Schneider

Alle Angaben zum Wohnhaus Schneider sind fiktive Unterrichtsdaten. Sie dienen ausschließlich der Ausbildung und ersetzen keine reale Bestandsaufnahme oder Fachplanung.

Merkmal Ausgangslage
Baujahr 1982
Beheizte Fläche 145 m² auf zwei Wohngeschossen
Nutzung Vier Personen, zeitweise Homeoffice
Bestehende Heizung Gas-Brennwertheizung mit zentraler Warmwasserbereitung
Jahresgasverbrauch 21.000 kWh einschließlich Warmwasser, laut Übungsabrechnung
Wärmeübergabe Sechs Räume mit Heizkörpern, ein Bad mit Fußbodenheizung
Gebäudehülle Fenster möglicherweise 2012 erneuert, Dämmnachweise fehlen
Heizlastberechnung Nicht vorhanden
Heizkörperunterlagen Unvollständig
Aufstellort Zwei mögliche Außenstandorte, bisher ungeprüft

Deine Rolle: Du arbeitest in einem SHK-Fachbetrieb und bereitest unter Anleitung die Bestandsaufnahme für die verantwortliche Fachplanung vor.

Wichtige Grenze: Die Bestandsaufnahme beinhaltet keine eigenständigen Arbeiten am Kältekreis, keine Eingriffe in elektrische Anlagen, keine Druckprüfungen und keine sicherheitsrelevanten Veränderungen an einer laufenden Heizungsanlage.


Dein fortlaufendes Projektdossier

Führe eine digitale Mappe oder einen Projektordner mit folgender Struktur:

Dossierblatt Inhalt Ergebnis
D0 Auftrag und Ausgangsdaten Projektsteckbrief
D1 Gebäude und Nutzung Raumskizze und Nutzungsplan
D2 Gebäudehülle Bauteil- und Datenquellenliste
D3 Wärmeverteilung Anlagenskizze und Heizflächenübersicht
D4 Prüfdaten Messprotokoll und Datenbewertung
D5 Simulationen Zwei Szenarien und Auswertung
D6 Sicherheit und Rechtsstand Vier getrennte Prüffelder
D7 Abschluss Begründete Entscheidung und Prüfauftrag

Dokumentationsregel: Kennzeichne jeden wichtigen Eintrag mit B für belegt, A für Annahme oder O für offen. Ergänze Quelle, Datum und erforderliche Nachprüfung.


Gestufte Hilfen

Du kannst bei jeder Aufgabe drei Hilfestufen nutzen.

  1. Hilfe 1 – Denkanstoß: Welche Information brauchst Du, um die Frage zu beantworten?
  2. Hilfe 2 – Struktur: Nutze die Tabellen des Projektdossiers und markiere unbekannte Werte.
  3. Hilfe 3 – Kontrollbeispiel: Vergleiche Deine Lösung mit den Feedbackhinweisen. Übernimm keine Musterangaben ungeprüft.


Lerneinheit 1 – Wärmepumpe und Gebäudebestand verstehen

Dauer: 10 Minuten | Dossier: D0

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme und Antriebsenergie, um Wärme für ein Gebäude bereitzustellen. Für die Modernisierung muss das gesamte Heizsystem betrachtet werden.

Video: Funktionsprinzip einer Wärmepumpe – WDR/Die Maus

Basisaufgabe: Benenne Wärmequelle, Wärmepumpe und Wärmeabgabe.

Anwendungsaufgabe: Erkläre, warum die vorhandenen Heizkörper bei einer Modernisierung wichtig sind.

Transferaufgabe: Beurteile die Aussage: „Ein Haus aus dem Jahr 1982 ist grundsätzlich ungeeignet für eine Wärmepumpe.“

Begründetes Feedback: Die Aussage ist nicht haltbar. Untersuchungen des Fraunhofer ISE zeigen, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden effizient betrieben werden können. Baujahr und Gasverbrauch allein erlauben aber keine sichere Aussage über die erforderliche Heizleistung.

Dossierauftrag: Ergänze D0 um die Ziele, Systemgrenzen und drei noch unbekannte Planungsdaten.


Lerneinheit 2 – Nutzung und Räume erfassen

Dauer: 15 Minuten | Dossier: D1

Die Nutzung beeinflusst gewünschte Raumtemperaturen, Heizzeiten, Lüftung und Warmwasserbedarf. Erfasse diese Angaben durch Befragung und Beobachtung.

Deine erste Raumskizze – schematisch, nicht maßstäblich:

        WOHNHAUS SCHNEIDER

OBERGESCHOSS
+-------------+-------------+
| Schlafen    | Kind        |
+-------------+------+------+
| Büro        | Bad  | Flur |
+-------------+------+------+

ERDGESCHOSS
+---------------------------+
|         Wohnen            |
+-------------+-------------+
| Küche       | Flur        |
+-------------+-------------+

KELLER
+---------------------------+
| Heizung / Warmwasser      |
+---------------------------+

Erfassungstabelle – Beispiel:

Raum Nutzung Heizfläche Noch zu klären
Wohnen Tagsüber und abends Heizkörper Bauart und Abmessungen
Büro Homeoffice an drei Tagen Heizkörper Solltemperatur und Heizzeit
Bad Morgens und abends Fußbodenheizung Aufbau und Heizkreis
Weitere Räume Ergänze selbst Ergänze selbst Fehlende Angaben eintragen

Video: Heizlastberechnung und Heizkörperaufnahme im Altbau – Praxisbeispiel mit SHK Info

Beobachte besonders die Datenaufnahme und das Erfassen der Heizkörper. Das Video enthält kommerzielle Hinweise; die gezeigte Software ersetzt keine eigenständige fachliche Prüfung.

Basisaufgabe: Erfasse alle sieben Räume des Fallgebäudes.

Anwendungsaufgabe: Entwickle fünf Interviewfragen zum Heiz- und Warmwasserverhalten der Bewohner.

Transferaufgabe: Eine Person arbeitet plötzlich dauerhaft im Homeoffice. Welche Nutzungsdaten musst Du überprüfen?

Begründetes Feedback: Nicht nur die gesamte Wohnfläche zählt. Raumbezogene Nutzung, Solltemperaturen und Heizzeiten können die Anforderungen verändern. Ein Nutzungsprofil ist jedoch noch keine Heizlastberechnung.

Dossierauftrag: Erstelle D1 als beschrifteten Raumplan mit Nutzung, Heizflächen und Datenstatus.


Lerneinheit 3 – Gebäudehülle und fehlende Planungsdaten

Dauer: 10 Minuten | Dossier: D2

Die Gebäudehülle beeinflusst die Wärmeverluste. Relevant sind insbesondere Flächen, Bauteilaufbauten, Dämmung, Fenster, angrenzende Räume und Lüftung.

Vergleichsbild zur Thermografie: Ein Wärmebild ist kein direkter Nachweis eines bestimmten U-Wertes. Aufnahmebedingungen und weitere Untersuchungen sind wichtig.

Bauteil Fallinformation Status Prüfauftrag
Außenwand Mauerwerksaufbau unbekannt O Unterlagen und Aufbau ermitteln
Dach Dämmung vermutet A Dämmnachweise prüfen
Fenster Austausch 2012 angegeben A Rechnungen und Typdaten suchen
Kellerdecke Keine Angaben O Aufbau und Fläche aufnehmen
Geometrie 145 m² beheizte Fläche A Raummaße kontrollieren

Basisaufgabe: Markiere drei fehlende Angaben, die für eine Heizlastberechnung benötigt werden.

Anwendungsaufgabe: Priorisiere die Nachforderungen an Eigentümer oder Bauakten.

Transferaufgabe: Warum ist eine alte Energierechnung kein Ersatz für die raumweise Heizlast?

Begründetes Feedback: Energieverbrauch ist eine über einen Zeitraum erfasste Energiemenge. Heizlast bezeichnet die notwendige Wärmeleistung unter definierten Auslegungsbedingungen. Wetter, Nutzungsverhalten und Anlagenwirkungsgrad beeinflussen den Verbrauch.

Fachlicher Bezug: Die Berechnung der Norm-Heizlast richtet sich nach DIN EN 12831 und den zugehörigen nationalen Anwendungsregeln. Der BWP-Heizlastrechner bietet ein vereinfachtes Verfahren innerhalb eines begrenzten Anwendungsbereichs.

Dossierauftrag: Erstelle D2 mit einer priorisierten Liste fehlender Daten.


Lerneinheit 4 – Wärmeverteilung und Heizflächen untersuchen

Dauer: 15 Minuten | Dossier: D3

Die Wärme gelangt über Heizungswasser und Heizkreise zu den Räumen. Entscheidend sind Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Heizflächen, Rohrnetz und Hydraulischer Abgleich.

Schematische Anlagenaufnahme:

       BESTEHENDE GASHEIZUNG
                |
              Vorlauf
                |
        Heizkreisverteilung
           /          \
     Heizkörper     Fußboden-
                    heizung
           \          /
             Rücklauf
                |
           Wärmeerzeuger

Dies ist nur eine Funktionsskizze. Ob Mischer, Pumpen, Speicher und Regelgruppen vorhanden sind, bleibt zunächst offen.

Zu erfassen Dokumentation
Heizkörper Raum, Bauart, Höhe, Länge, Tiefe, Anschluss
Heizkreise Zuordnung, Regelung, Mischer und Pumpen
Rohrnetz Sichtbarer Verlauf, Dimensionen, Dämmung
Warmwasser Speicher, Zirkulation, Nutzungsprofil
Hydraulik Vorhandene Abgleichunterlagen und Einstelldaten

Video: Hydraulischer Abgleich – Berechnen und Einstellen, SHK Info

Basisaufgabe: Beschrifte Vorlauf, Rücklauf, Heizkörper und Fußbodenheizung.

Anwendungsaufgabe: Entwickle ein Aufnahmeformular für jeden Heizkörper.

Transferaufgabe: Ein einzelner Raum wird trotz hoher Vorlauftemperatur nicht warm. Nenne mehrere mögliche Ursachen und passende fachliche Nachprüfungen.

Begründetes Feedback: Ein zu kleiner Heizkörper ist nur eine mögliche Ursache. Auch Heizlast, Luft im System, Volumenstrom, Ventil, Regelung oder ungünstige Hydraulik können relevant sein. Ohne Prüfung ist ein Heizkörpertausch keine gesicherte Lösung.

Dossierauftrag: Zeichne D3 als eigenes hydraulisches Übersichtsschema. Kennzeichne nicht identifizierte Komponenten ausdrücklich mit einem Fragezeichen.


Lerneinheit 5 – Temperaturen und Prüfdaten bewerten

Dauer: 15 Minuten | Dossier: D4

Die Heizkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und benötigter Vorlauftemperatur. Einzelne Temperaturmessungen ersetzen keine Auslegung.

Video: Heizkurve und Effizienz verstehen – Ulrich Frank

Fiktive Prüfdaten des Wohnhauses Schneider:

Außentemperatur Vorlauf Rücklauf Datenqualität
+10 °C 40 °C 33 °C Übungswert
+5 °C 45 °C 37 °C Übungswert
0 °C 51 °C 42 °C Übungswert

Für eine reale Messreihe sind mindestens Zeitpunkt, Messstelle, Außentemperatur, Betriebszustand und Messunsicherheit zu dokumentieren.

Basisaufgabe: Beschreibe den Verlauf der Vorlauftemperatur mit sinkender Außentemperatur.

Anwendungsaufgabe: Übertrage die drei Datensätze in ein Diagramm und beschrifte beide Achsen.

Transferaufgabe: Darf aus diesen drei Punkten eine erforderliche Auslegungstemperatur für den kältesten Normfall verbindlich abgeleitet werden?

Begründetes Feedback: Nein. Die Daten zeigen einen Zusammenhang, reichen aber nicht zur normgerechten Auslegung. Betriebszustände, Regelstrategie, Wärmebedarf und Auslegungsbedingungen fehlen. Die reale Heizkurve darf nur im abgestimmten Fachverfahren überprüft oder verändert werden.

Dossierauftrag: Ergänze D4 mit Diagramm, Messstellenplan und einer Liste zusätzlicher Prüfdaten.


Lerneinheit 6 – Zwei Planungsszenarien simulieren

Dauer: 15 Minuten | Dossier: D5

Simulationen helfen, Auswirkungen von Annahmen zu erkennen. Sie ersetzen keine Berechnung mit echten Produktdaten.


Simulation A – Reicht die Heizfläche?

Alle folgenden Leistungen sind frei gewählte Rechenwerte für die Übung.

Größe Szenario A Szenario B
Heizsystemtemperaturen 55/45 °C 45/35 °C
Modellierte Heizleistung des vorhandenen Wohnzimmerheizkörpers 1,55 kW 1,02 kW
Angenommene Raumheizlast 1,20 kW 1,20 kW

Basisaufgabe: Vergleiche in beiden Szenarien Heizkörperleistung und angenommene Raumheizlast.

Anwendungsaufgabe: Berechne die Leistungsdifferenz für Szenario B.

Transferaufgabe: Entwickle mindestens zwei Lösungsansätze, ohne sofort eine größere Wärmepumpe vorzuschlagen.

Begründetes Feedback: In Szenario B fehlen rechnerisch 0,18 kW. Denkbare Prüfpfade sind eine größere Heizfläche, eine Senkung der Raumheizlast oder eine geänderte Systemauslegung. Die endgültige Entscheidung benötigt eine reale Raumheizlast und verifizierte Herstellerdaten zur Heizkörperleistung.


Simulation B – Wie beeinflusst die Jahresarbeitszahl den Strombedarf?

Reines Rechenmodell: Angenommene jährlich bereitgestellte Wärme von 12.000 kWh bei zwei möglichen Jahresarbeitszahlen.

Modell Jahresarbeitszahl Rechnerischer Strombedarf
Modell 1 3,0 4.000 kWh
Modell 2 4,0 3.000 kWh

Rechenbeziehung: Strombedarf = abgegebene Wärme / Jahresarbeitszahl.

Die verwendeten Jahresarbeitszahlen sind keine Prognosen für das Fallgebäude.

Basisaufgabe: Prüfe beide Divisionen.

Anwendungsaufgabe: Beschreibe, weshalb das zweite Modell weniger Strom benötigt.

Transferaufgabe: Begründe, warum Du mit diesen Modellwerten noch keine verlässlichen Betriebskosten nennen kannst.

Begründetes Feedback: Die Jahresarbeitszahl hängt vom tatsächlichen System und Betrieb ab. Heiztemperaturen, Warmwasserbereitung, Wärmequelle, Regelung, Hilfsstrom und die verwendete Bilanzgrenze beeinflussen die Bewertung.

Analysiere am Kältekreisschema nur das Funktionsprinzip. Es ist keine Anleitung für Eingriffe in den Kältekreis.

Dossierauftrag: Füge D5 beide Simulationen, die Annahmen und eine begründete Bewertung ihrer Aussagegrenzen hinzu.


Lerneinheit 7 – Aufstellung, Sicherheit und Fachkunde

Dauer: 15 Minuten | Dossier: D6

Bei der Aufstellung sind unter anderem Schall, Luftführung, Kondensat, Zugänglichkeit, bauliche Gegebenheiten und Herstellervorgaben zu berücksichtigen.

Bildanalyse: Welche Informationen brauchst Du zusätzlich für eine sichere und schalltechnisch geeignete Aufstellung?


Vier getrennte Sicherheitsprüfungen

Prüffeld Was ist zu klären? Verantwortung und Grenze
Kältemittelrisiken Kältemitteltyp, Füllmenge, Gerätekonzept, Leckagegefährdung, Herstellerunterlagen Zuständige kältefachkundige Person; kein selbstständiger Eingriff in den Kältekreis
Brand- und Explosionsschutz Brennbarkeit, mögliche Ansammlung, Zündquellen, Öffnungen, gerätespezifische Schutzbereiche Fachliche Gefährdungsbeurteilung und Beachtung der Herstellervorgaben
Druckgefahren Druckführende Bauteile, Schutzarmaturen, technische Dokumentation, erforderliche Prüfungen Hierfür qualifizierte oder befähigte Personen entsprechend Tätigkeit und geltendem Recht
Erforderliche Fachkunde Welche Arbeiten erfordern Schulung, Zertifizierung, Prüfung oder besondere Beauftragung? Qualifikation muss vor Tätigkeitsbeginn geklärt sein

Gefahrensymbol für entzündbare Stoffe.

Gefahrensymbol für Gase unter Druck. Die konkrete Kennzeichnung ist stets aus den Stoff- und Gerätedaten abzuleiten.

Besonders wichtig: Propan (R290) ist ein brennbares Kältemittel. Sicherheitsbereiche sind vom konkreten Gerät und seiner Aufstellung abhängig. Pauschale Sicherheitsabstände sind kein Ersatz für die verbindlichen Herstellerangaben und die standortbezogene Prüfung.

Rechts- und Fachbezüge: Die EU-Verordnung 2024/573 und die Durchführungsverordnung 2024/2215 regeln unter anderem Anforderungen zur Fachkunde und Zertifizierung bei entsprechenden Kälte-, Klima- und Wärmepumpentätigkeiten. Die Betriebssicherheitsverordnung und die Technischen Regeln für Betriebssicherheit sind bei einschlägigen Druck- und Arbeitsmittelgefährdungen zu prüfen. Die konkrete Anwendbarkeit hängt von Anlage und Tätigkeit ab.

Basisaufgabe: Ordne die vier Prüffelder ihren möglichen Gefahren zu.

Anwendungsaufgabe: Erstelle eine standortbezogene Prüffragenliste für ein Außengerät neben einem Kellerfenster.

Transferaufgabe: Eine Person schlägt vor, ein möglicherweise brennbares Kältemittel betreffendes Bauteil selbst zu öffnen, um Daten zu gewinnen. Entscheide über das Vorgehen.

Begründetes Feedback: Der Eingriff ist keine zulässige selbstständige Ausbildungsaufgabe. Es ist die Arbeit zu stoppen und die verantwortliche, entsprechend fachkundige Person hinzuzuziehen. Daten können zunächst aus Typenschild, Dokumentation und zugänglichen Herstellerunterlagen gewonnen werden.

Dossierauftrag: Erstelle D6 mit den vier getrennten Sicherheitsbewertungen und einem Abschnitt zu Schall, Aufstellort und noch offenen Prüfungen.


Projektabschluss – Eine Entscheidung begründen

Dauer: circa 20 Minuten | Dossier: D7

Formuliere eine fachliche Empfehlung für den verantwortlichen Fachplaner.

Dein Ergebnis soll diese Frage beantworten:

Welche Voraussetzungen für eine Wärmepumpenmodernisierung sind bereits bekannt, welche Daten fehlen und welche Prüfungen sind vor einer Geräteauswahl erforderlich?

Entscheidungsebene Mögliche Aussage
Gesichert Vorhandene Räume, sichtbare Heizflächen und belegte Unterlagen
Vorläufig Ergebnisse der Rechenmodelle und gekennzeichnete Annahmen
Offen Norm-Heizlast, Heizkörperleistung, Hydraulik, Aufstellung und Sicherheitsfreigaben
Nächster Schritt Priorisierte Datenerhebung und Übergabe an Fachplanung

Begründetes Musterfeedback: Eine seriöse Bestandsaufnahme kann zu dem Ergebnis führen, dass eine abschließende Geräteauswahl noch nicht möglich ist. Das ist eine fachlich richtige Entscheidung, wenn die fehlenden Nachweise und notwendigen Prüfungen konkret benannt werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Angabe wird für die raumweise Heizlastberechnung benötigt? (Bauteilflächen und Wärmeeigenschaften) (!Farbe der Heizkörper) (!Marke des Internetrouters) (!Anzahl der Fernsehgeräte)




Was beschreibt die Heizlast? (Erforderliche Wärmeleistung unter festgelegten Bedingungen) (!Jährliche Stromrechnung) (!Anzahl der Heizkörper) (!Jährliche Sonnenscheindauer)




Welche Größe beschreibt eine Temperatur im Heizungswasser auf dem Weg zu den Heizflächen? (Vorlauftemperatur) (!Schallleistung) (!Außendruck) (!Luftfeuchtigkeit)




Warum werden Heizkörperabmessungen erfasst? (Zur Beurteilung der möglichen Wärmeabgabe) (!Zur Ermittlung der Dachneigung) (!Zur Messung des Gaspreises) (!Zur Berechnung der Grundstücksfläche)




Weshalb wird die Gebäudenutzung untersucht? (Weil sie Temperaturwünsche und Betriebszeiten beeinflussen kann) (!Weil sie die Kältemittelfüllmenge festlegt) (!Weil sie alle Gebäudedaten ersetzt) (!Weil dadurch Rohrdurchmesser sichtbar werden)




Was bedeutet ein als offen markierter Planungswert? (Die erforderliche Information liegt noch nicht ausreichend vor) (!Der Wert wurde normgerecht geprüft) (!Der Wert ist automatisch null) (!Das Gebäude darf nicht beheizt werden)




Was folgt aus einem einzelnen gemessenen Vorlaufwert? (Er muss im Zusammenhang mit den Betriebsbedingungen bewertet werden) (!Er legt die Normheizlast eindeutig fest) (!Er bestimmt die erforderliche Wärmepumpenleistung) (!Er ersetzt alle weiteren Messungen)




Was zeigt die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe? (Das Verhältnis abgegebener Wärme zu eingesetzter Energie innerhalb der betrachteten Bilanzgrenze) (!Die Anzahl der Heizkörper) (!Den Abstand zur Grundstücksgrenze) (!Die maximale Wasserhärte)




Welche Eigenschaft ist beim Kältemittel R290 besonders sicherheitsrelevant? (Brennbarkeit) (!Radioaktivität) (!Magnetisierung) (!Elektrische Leitfähigkeit des Gases)




Was ist bei fehlender Qualifikation für Arbeiten am Kältekreis richtig? (Keine eigenständigen Eingriffe durchführen und Fachpersonal hinzuziehen) (!Den Kältekreis versuchsweise öffnen) (!Druckführende Bauteile eigenständig lösen) (!Sicherheitseinrichtungen überbrücken)





Memory

Heizlast Erforderliche Wärmeleistung
Vorlauf Heizungswasser zur Heizfläche
Rücklauf Heizungswasser zurück zum Wärmeerzeuger
Heizkurve Zusammenhang von Außen- und Vorlauftemperatur
Gebäudehülle Begrenzung des beheizten Bereichs
Hydraulischer Abgleich Bedarfsgerechte Verteilung der Heizwasserströme
Jahresarbeitszahl Jahresbezogener Effizienzkennwert
Projektdossier Nachvollziehbare Sammlung der Planungsergebnisse





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Nutzungsprofil Befragung zu Heizzeiten und Raumtemperaturen
Heizflächenaufnahme Dokumentation von Heizkörperarten und Abmessungen
Bauteilprüfung Ermittlung von Wandaufbau und Dämmung
Messprotokoll Festhalten von Betriebsbedingungen und Temperaturen
Sicherheitsbewertung Ermittlung von Gefahren und erforderlicher Fachkunde
Planungsfreigabe Fachlich verantwortete Entscheidung auf überprüfter Datengrundlage





Kreuzworträtsel

Heizlast Welche Größe beschreibt die erforderliche Wärmeleistung unter Auslegungsbedingungen?
Vorlauf Wie heißt das Heizungswasser auf dem Weg zu den Heizflächen?
Heizkurve Welche Kennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur?
Ruecklauf Wie heißt das Heizungswasser auf dem Rückweg zum Wärmeerzeuger?
Verdichter Welches Bauteil erhöht im Kältekreislauf den Druck des Kältemitteldampfes?
Propan Wie heißt das brennbare Kältemittel mit der Kennung R290?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor der Planung einer Wärmepumpe steht eine gründliche

des Gebäudes.
Die für einen Raum benötigte Wärmeleistung unter festgelegten Auslegungsbedingungen heißt

.
Die beheizten Räume werden in einer beschrifteten

dargestellt.
Für die Einschätzung der Wärmeverluste sind die Eigenschaften der

wichtig.
Die Temperatur des Heizwassers auf dem Weg zu den Heizflächen heißt

.
Der Zusammenhang zwischen Außentemperatur und benötigter Vorlauftemperatur wird durch die

beschrieben.
Die möglichst bedarfsgerechte Verteilung der Heizwasserströme wird durch den hydraulischen

unterstützt.
Eine auf ein Jahr und eine definierte Bilanzgrenze bezogene Effizienzgröße ist die

.
Das Kältemittel R290 ist unter dem Stoffnamen

bekannt.
Bei entzündbaren Kältemitteln muss insbesondere der

berücksichtigt werden.
Fehlende Planungsangaben müssen als

gekennzeichnet werden.
Zum Projektabschluss wird eine nachvollziehbare

für die nächsten Planungsschritte erstellt.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben in der angegebenen Reihenfolge. Bewahre Ergebnisse, Skizzen und Begründungen im Projektdossier auf.


Leicht

  1. Raumskizze: Zeichne die beiden Wohngeschosse des Fallgebäudes und ordne die sieben beheizten Räume zu. Abgabe: D1 mit Legende.
  2. Nutzungsprofil: Entwirf fünf verständliche Fragen für das Gespräch mit den Bewohnern über Heizung und Warmwasser. Abgabe: Interviewbogen.
  3. Heizkörper: Erstelle eine bebilderte Übersicht wichtiger Merkmale zur Heizkörperidentifikation. Verwende nur eigene oder rechtskonform nutzbare Bilder. Abgabe: D3.
  4. Dokumentation: Kennzeichne die Ausgangsdaten des Fallgebäudes mit belegt, angenommen oder offen. Abgabe: Datenquellenliste.


Standard

  1. Gebäudehülle: Erstelle eine priorisierte Liste benötigter Bauteildaten und begründe die Reihenfolge. Abgabe: D2.
  2. Heizkreis: Zeichne ein vereinfachtes Schema der Wärmeverteilung einschließlich der unbekannten Komponenten. Abgabe: D3.
  3. Heizkurve: Übertrage die fiktiven Temperaturwerte in ein Diagramm und beschreibe dessen Aussagegrenzen. Abgabe: D4.
  4. Heizleistung: Vergleiche die beiden Heizflächenszenarien und begründe mögliche weitere Untersuchungen. Abgabe: D5.


Schwer

  1. Energieeffizienz: Untersuche anhand des Rechenmodells den Einfluss unterschiedlicher Jahresarbeitszahlen und erkläre die Grenzen der Prognose. Abgabe: D5.
  2. Außenaufstellung: Vergleiche zwei fiktive Aufstellorte hinsichtlich Schall, Luftführung, Zugänglichkeit und Sicherheitsprüfungen. Abgabe: D6 mit Entscheidungsmatrix.
  3. Arbeitssicherheit: Entwickle eine Checkliste, welche Tätigkeiten Auszubildende beobachten, dokumentieren oder ausschließlich qualifizierten Fachpersonen überlassen müssen. Abgabe: D6.
  4. Modernisierungsempfehlung: Erstelle aus D0 bis D6 einen bebilderten Projektbericht oder ein kurzes Erklärvideo mit begründeter Entscheidung, offenen Daten und nächsten Schritten. Abgabe: D7.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Hier steht die Anwendung des Wissens im Vordergrund. Begründe jede Antwort und zeige Deine Überlegungen anhand des Projektdossiers.

  1. Heizlast: Ein Eigentümer möchte die Wärmepumpe ausschließlich nach dem bisherigen Gasverbrauch auswählen. Erkläre, warum Du zusätzliche Berechnungen und Daten benötigst.
  2. Wärmeverteilung: Ein Raum bleibt bei abgesenkter Vorlauftemperatur kalt. Entwickle einen Prüfplan mit mehreren möglichen Ursachen, ohne unzulässige Eingriffe vorzunehmen.
  3. Datenqualität: Für die Dämmung liegen widersprüchliche Aussagen der Bewohner vor. Begründe, wie Du die Angaben dokumentierst und verifizierst.
  4. Effizienz: Zwei Heizsystemvarianten decken rechnerisch den Wärmebedarf. Erkläre, weshalb sie im Betrieb unterschiedliche Stromverbräuche aufweisen können.
  5. Schallschutz: Der geplante Außenstandort grenzt an ein Schlafzimmerfenster des Nachbarhauses. Beschreibe die erforderliche standort- und gerätespezifische Schallprüfung.
  6. Kältemittel: Bei einer R290-Wärmepumpe ist eine mögliche Leckagegefährdung am Aufstellort ungeklärt. Formuliere eine begründete Entscheidung über den weiteren Planungsprozess und die zuständige Fachkunde.

Feedbackmaßstab: Eine überzeugende Lösung verbindet Beobachtungen mit fachlichen Ursachen, benennt Unsicherheiten, berücksichtigt Arbeitsschutz und leitet überprüfbare weitere Maßnahmen ab.




Lernnachweis

Abgabe: Vollständiges Projektdossier D0 bis D7 mit einer eigenständig begründeten Modernisierungsempfehlung.

Wichtige Nachweise:

  1. Vollständiger Projektsteckbrief und nachvollziehbares Nutzungsprofil.
  2. Beschriftete Raumskizzen und eine Übersicht der vorhandenen Heizflächen.
  3. Dokumentierte Gebäudehülle mit Datenquellen und offenen Fragen.
  4. Schematische Darstellung der Wärmeverteilung.
  5. Auswertung der Prüfdaten mit Kennzeichnung aller Annahmen.
  6. Zwei Simulationen mit Rechenweg, Interpretation und Aussagegrenzen.
  7. Getrennte Prüfung der Kältemittel-, Brand-, Druck- und Fachkunderisiken.
  8. Begründete Empfehlung einschließlich einer priorisierten Liste erforderlicher fachlicher Nachprüfungen.

Bewertungsraster:

Bereich Gewichtung Qualitätsmerkmal
Datenerfassung 25 % Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit
Skizzen und Systemverständnis 20 % Fachlich richtige Zuordnung
Simulation und Interpretation 20 % Richtige Rechnung und kritische Einordnung
Sicherheitsbewertung 20 % Klare Grenzen und zuständige Fachkunde
Eigene Schlussfolgerung 15 % Begründung und realistische Prüfaufträge

Bestehensrelevantes Sicherheitskriterium: Eigenständige Eingriffe in den Kältekreis, das Überbrücken von Sicherheitseinrichtungen oder unqualifizierte Arbeiten an gefährlichen Druck- und Elektroanlagen sind keine zulässigen Ausbildungsleistungen.




OERs zum Thema

Wikipedia – Wärmepumpe


Geprüfte Fachquellen

Recherche- und Rechtsstand: 11. Oktober 2026. Vor einer konkreten Planung müssen die am Projektort geltenden Vorschriften, Normfassungen, Herstellerunterlagen und lokalen Anforderungen erneut überprüft werden.

  1. Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich, Feldtestergebnisse 2025. Fachliche Grundlage zur Eignung im Bestand.
  2. Umweltbundesamt: Wärmepumpen – Planung und Betrieb. Hinweise zu Dimensionierung, Schall und Aufstellung.
  3. DIN Media: DIN EN 12831-1. Norm zur Berechnung der Raumheizlast. Für Deutschland ergänzend die jeweils geltenden nationalen Anwendungsregeln prüfen.
  4. Bundesverband Wärmepumpe: Vereinfachter Heizlastrechner. Nur innerhalb des beschriebenen Anwendungsbereichs einsetzen.
  5. Bundesregierung: Gebäudemodernisierungsgesetz 2026. Seit dem 29. Juli 2026 sind wesentliche Neuregelungen in Kraft; die frühere pauschale 65-Prozent-Vorgabe für neue Heizungen ist entfallen.
  6. Bundesrecht: Aktuelle Fassung des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Für projektbezogene Aussagen maßgeblichen Wortlaut und Anwendungsbereich prüfen.
  7. EU-Recht: Verordnung EU 2024/573 zu fluorierten Treibhausgasen und Durchführungsverordnung EU 2024/2215 zur Zertifizierung für relevante Tätigkeiten.
  8. Fraunhofer ISE: Sicherheit für brennbare Kältemittel. Aktuelle fachliche Einordnung von R290-Risiken.
  9. Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Kältemittel. Hinweise zu Gefahren, Aufstellung und Schutzbereichen; maßgeblich bleiben gerätespezifische und aktuelle Anforderungen.
  10. Betriebssicherheit: Betriebssicherheitsverordnung und TRBS 1203. Grundlagen für die Prüfung der Anforderungen an befähigte Personen.
  11. Umweltbundesamt: Gebäudetechnische Anlagen und Schall. Bezug zu TA Lärm und standortbezogener Beurteilung.

Rechtlicher Hinweis: Ältere Darstellungen des Gebäudeenergiegesetzes aus den Jahren 2023 bis Anfang 2026 können hinsichtlich Heizungsanforderungen überholt sein. Förderbedingungen und weitere gesetzliche Änderungen sind gesondert zu prüfen.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

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Bilddatei / Originalquelle Urheber Lizenz
Wärmepumpe Außeneinheit.jpg Mueller felix CC BY-SA 4.0
Heat-pump-simple DE.svg MikeRun CC BY-SA 4.0
Passivhaus thermogram Passivhaus Institut GFDL; Lizenzbedingungen bei Weiterverwendung beachten
Heating-Radiator.svg Inkwina Unter anderem CC BY-SA 4.0
Underfloor heating system Shixart1985 CC BY 2.0
Heating-Curve.png C3bc-taaccct CC BY 3.0
Heatpump.svg Ilmari Karonen Gemeinfrei
Air Source Heat Pump on a terraced house Southend-on-Sea Borough Council CC0
GHS-pictogram-flamme.svg GHS-Gefahrensymbol Gemeinfrei
GHS-pictogram-bottle.svg GHS-Gefahrensymbol Gemeinfrei

Lizenzen: CC BY 2.0, CC BY 3.0, CC BY-SA 4.0, GFDL 1.2.

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