Projekt Maschinenretrofit – Elektrische Altunterlagen mit dem Modell abgleichen
Projekt Maschinenretrofit – Elektrische Altunterlagen mit dem Modell abgleichen
Einleitung
Ausbildungsprojekt | Elektrotechnik und Mechatronik | 6 Lerneinheiten à 10–15 Minuten
Bei einem Retrofit wird eine bestehende Maschine modernisiert. Du vergleichst alte Stromlaufpläne, Kennzeichnungen und Klemmenangaben mit einem digitalen Modell. Du findest Abweichungen, bewertest offene Fragen und begründest Deine Entscheidung.
Dein Ziel: Ein nachvollziehbares Projektdossier mit Skizzen, Quellen, Abweichungsliste, Simulations-Prüfdaten und eigener Abschlussentscheidung.

Beispiel eines elektrischen Schaltschranks. Das Foto zeigt nicht die Maschine unseres Ausbildungsfalls.
Sicherheitsgrenze: Zunächst ausschließlich mit Dokumenten, Skizzen und vollständig isolierter Software-Simulation arbeiten. Keine automatische Live-Ansteuerung, keine Verbindung zu Maschinensteuerungen, keine Manipulation von Schutzeinrichtungen. Reale Arbeiten ausschließlich unter geeigneter Fachaufsicht, mit Gefährdungsbeurteilung und betrieblicher Freigabe. Ein Simulationsnachweis ersetzt keine vorgeschriebene Prüfung.
Dein Ausbildungsfall: Zuführband ZB-01
Fiktive Lernmaschine: Ein Zuführband transportiert Werkstücke. Sensor B1 meldet die Anwesenheit eines Werkstücks. Motor M1 treibt das Band an. Schaltgerät K1 und Anschlussklemmen sind in der Dokumentation verzeichnet.
Du erhältst zwei fiktive Trainingsdatensätze:
| Dokument | Kennung | Inhalt |
|---|---|---|
| Altunterlage | EL-ZB01, Revision A | Historische Kennzeichnungen und Anschlüsse |
| Digitales Modell | ZB01-M, Revision M2 | Geplante Dokumentation und virtuelle Betriebslogik |
| Realer Istzustand | Nicht erhoben | Vor Ort fachkundig zu klären |
Wichtig: Weder Altunterlage noch digitales Modell beweisen den tatsächlichen Zustand der Maschine.
Dein fortlaufendes Projektdossier
| Blatt | Dein Ergebnis |
|---|---|
| D0 | Projektauftrag und Sicherheitsgrenze |
| D1 | Quellenliste mit Dokumentenstand |
| D2 | Beschriftete Funktionsskizze |
| D3 | Kennzeichnungs- und Anschlussvergleich |
| D4 | Offene Abweichungen und Maßnahmen |
| D5 | Simulationsprotokoll mit virtuellen Prüfdaten |
| D6 | Eigene begründete Abgabe und Freigabeempfehlung |
Jede Lerneinheit ergänzt ein Blatt. Bewahre auch offene Punkte und verworfene Annahmen auf.
Lerneinheit 1: Altunterlagen erkennen
Zeit: 10 Minuten | Dossier: D0 und D1
Ein Stromlaufplan zeigt elektrische Zusammenhänge, nicht zwingend die räumliche Anordnung von Bauteilen. Entscheidend sind Dokumentenkennung, Blatt, Revision, Datum, Lesbarkeit und Herkunft.
Beispiel eines Motorsteuerungsplans. Nutze ihn zum Erkennen von Symbolen und Verbindungen, nicht als Originalplan von ZB-01.
Arbeitsauftrag: Markiere auf Deiner fiktiven Altunterlage die Dokumentenkennung und den Revisionsstand. Ergänze in D1, welche Informationen fehlen.
Video von „EPLAN kurz erklärt“ über die Darstellung elektrischer Verbindungen. Vergleiche anschließend die erläuterten Darstellungsregeln mit Deinem Lernplan.
Merksatz: Ohne eindeutigen Dokumentenstand ist ein Abgleich nicht zuverlässig nachvollziehbar.
Lerneinheit 2: Kennzeichnungen zuordnen
Zeit: 15 Minuten | Dossier: D2 und D3
Referenzkennzeichen helfen, ein Betriebsmittel im Plan und Modell wiederzufinden. Die Normenreihe IEC 81346 beschreibt die Systematik; historische Kennzeichnungen können davon abweichen.
| Kennzeichen im Trainingsfall | Bedeutung laut Projektunterlage |
|---|---|
| B1 | Werkstücksensor |
| K1 | Schaltgerät für den Bandantrieb |
| M1 | Bandmotor |
| X1:3 | Anschlussstelle an Klemmenleiste X1 |
Die Kennzeichen sind projektspezifische Lernangaben. Eine Kennung allein beweist weder Gerätetyp noch Anschlussbelegung.

Schützspule, Hauptkontakte und Hilfskontakte: Erkenne die funktionale Zugehörigkeit.

Beispiel eines Relaisdiagramms. Unterscheide Schaltfunktion, Zustand und Kennzeichnung.

Klemmen sind konkrete Anschlussstellen. Ein Foto ersetzt keinen freigegebenen Klemmenplan.
Deine Skizze für D2:
| Werkstück | → | Sensor B1 | → | Digitale Auswertung | → | Virtuelle Betriebsentscheidung |
| Motor M1 und K1 werden zusätzlich als dokumentierte Antriebskomponenten eingetragen. Die Skizze ist kein vollständiger Stromlaufplan. | ||||||
Arbeitsauftrag: Ordne B1, K1, M1 und X1:3 den Unterlagen zu. Notiere für jede Zuordnung mindestens eine konkrete Fundstelle.
Lerneinheit 3: Abweichungen dokumentieren
Zeit: 15 Minuten | Dossier: D4
Das wichtigste Ergebnis ist nicht ein vorschnelles „Alles richtig“, sondern eine prüfbare Liste offener Abweichungen.

Induktiver Näherungssensor als Bildbeispiel.

Optischer Sensor als Bildbeispiel. Beide Bilder gehören nicht zur fiktiven Maschine.
Vergleich im Trainingsfall
| ID | Altunterlage | Digitales Modell | Bewertung |
|---|---|---|---|
| V-01 | B1 induktiver Sensor | B1 optischer Sensor | Abweichung offen |
| V-02 | B1 an X1:3 | B1 an X2:3 | Anschluss offen |
| V-03 | PE im vorliegenden Planauszug nicht ersichtlich | PE-Verbindung eingetragen | Sicherheitsrelevant ungeklärt |
| V-04 | M1 als Bandmotor | M1 als Bandmotor | Dokumentenangaben stimmen überein; Istzustand offen |
PE bedeutet Schutzleiter. Eine im Auszug fehlende PE-Verbindung ist kein Beweis dafür, dass physisch kein Schutzleiter vorhanden ist. Die Dokumentationslücke erfordert eine fachkundige Klärung.
Abweichungsformular für D4:
| Pflichtfeld | Eintrag |
|---|---|
| Fund-ID | V-01, V-02 usw. |
| Quelle | Dokument, Revision, Blatt, Position |
| Beobachtung | Was unterscheidet sich? |
| Risiko | Welche Funktion oder Sicherheit könnte betroffen sein? |
| Status | Offen / in Klärung / fachkundig bestätigt |
| Nächster Schritt | Wer muss was anhand welcher Nachweise prüfen? |
Arbeitsauftrag: Priorisiere V-01 bis V-03 und begründe, weshalb V-03 keine unbegleitete Freigabe zulässt.
Lerneinheit 4: Erst simulieren, dann bewerten
Zeit: 15 Minuten | Dossier: D5
Eine Simulation erlaubt es, erwartete Zustände vorab zu untersuchen. Sie bestätigt keine Verdrahtung, keine Schutzfunktion und keine reale Maschinensicherheit.

Beispiel einer SPS-Hardware. Im Kurs wird ausschließlich eine virtuelle Testumgebung verwendet.
Video über PLCSIM Advanced. Beachte die Trennung zur realen Hardware: Für diesen Kurs weder Netzwerkschnittstellen zur Maschine verwenden noch Programme auf reale Steuerungen übertragen.
Vereinfachte virtuelle Lernregel: Der simulierte Bandmotor erhält nur dann einen Laufbefehl, wenn B1 ein Werkstück meldet und eine virtuelle Betriebsfreigabe vorliegt. Diese Freigabe ist keine modellierte Sicherheitsfunktion.
Virtuelle Prüfdaten (fiktives Beispiel)
| Test | B1 | Betriebsfreigabe | M1 Soll | M1 Simulation | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| T-01 | 0 | 1 | 0 | 0 | Bestanden |
| T-02 | 1 | 1 | 1 | 1 | Bestanden |
| T-03 | 1 | 0 | 0 | 0 | Bestanden |
| T-04 | 0 | 1 | 0 | 1 | Nicht bestanden |
0 = aus bzw. kein Signal, 1 = ein bzw. Signal vorhanden. Die Testdaten sind erfunden und ausschließlich zur Übung gekennzeichnet. T-04 steht für ein absichtlich fehlerhaftes Simulationsszenario.
Arbeitsauftrag: Begründe, weshalb T-04 fehlschlägt. Notiere eine plausible Ursache als Hypothese, nicht als bewiesenen Fehler.
Dokumentiere in D5: Test-ID, Modellversion, virtuelle Eingaben, erwartetes Ergebnis, beobachtetes Ergebnis, Urteil und offene Frage.
Lerneinheit 5: Fachlich begründet entscheiden
Zeit: 10 Minuten | Dossier: D4 und D6
Eine Abweichung ist erst geschlossen, wenn sie anhand geeigneter Nachweise fachkundig bewertet und dokumentiert wurde. Ein erfolgreicher Softwaretest genügt dafür nicht.
Video zum zweidimensionalen Schaltschrankaufbau mit EPLAN. Prüfe, welche zusätzlichen Informationen ein Aufbauplan gegenüber einem Stromlaufplan zeigt.
| Sachverhalt | Begründetes Feedback |
|---|---|
| V-01 Sensorart verschieden | Offen lassen: Erfassungsprinzip, Eignung und Schnittstelle müssen geklärt werden. |
| V-02 Klemmenangabe verschieden | Offen lassen: Modell und Klemmenplan sind nicht ausreichend abgeglichen. |
| V-03 Schutzleiterdokumentation unklar | Sperrpunkt: Fachkundige Prüfung und Nachweis erforderlich. |
| T-01 bis T-03 bestanden | Nur Simulationserfolg: Keine reale Funktions- oder Sicherheitsfreigabe. |
Deine Abgabeentscheidung: „Dokumentationsabgleich teilweise erfolgt. V-01 bis V-03 bleiben offen. Keine Empfehlung zur realen Inbetriebnahme vor fachkundiger Klärung und erforderlichen Prüfungen.“
Lerneinheit 6: Sicher übergeben
Zeit: 10 Minuten | Dossier: D6
Eine saubere Übergabe enthält Fundstellen, offene Risiken, Verantwortlichkeiten und eine begründete Entscheidung.
Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt die Berücksichtigung von Gefährdungen und geeigneten Schutzmaßnahmen. Für elektrische Anlagen ist die DGUV Vorschrift 3 relevant. Die IEC 60204-1 betrifft die elektrische Ausrüstung von Maschinen. Welche Anforderungen im Einzelfall anzuwenden sind, beurteilen die dafür zuständigen Fachpersonen.
Abschlussregel: Nicht erkannte oder ungeklärte Abweichungen dürfen nicht durch eine simulierte Erfolgsmeldung verdeckt werden.
Gestufte Hilfen und begründetes Feedback
| Stufe | Unterstützung |
|---|---|
| Hilfe 1 – Orientierung | Suche zuerst Dokumentenstand, Kennzeichen und Anschlussstelle. |
| Hilfe 2 – Leitfrage | Welche Aussage stammt aus dem Altplan, welche aus dem Modell und welche ist tatsächlich nachgewiesen? |
| Hilfe 3 – Beispiel | Bei V-01 sind Sensorarten verschieden. Kennzeichne die Abweichung, verlange Datenblatt und freigegebene Vergleichsunterlagen. |
Aufgaben auf drei Kompetenzstufen
| Stufe | Auftrag | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| Basis | Ordne M1 dem richtigen Antrieb zu. | Richtig ist Bandmotor. Das Kennzeichen muss zusätzlich durch die Projektunterlage bestätigt werden. |
| Anwendung | Vergleiche B1 und X1:3 mit dem Modell. | Zwei unterschiedliche Angaben ergeben zwei getrennt nachverfolgbare Fragen. |
| Transfer | Entscheide über eine Inbetriebnahme bei offener PE-Dokumentation. | Keine eigenständige Freigabe, weil Sicherheitsnachweise fehlen. Die tatsächliche Ausführung bleibt ungeklärt. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bezeichnet Retrofit im Maschinenbau? (Modernisierung einer bestehenden Maschine) (!Ausschließliche Neuanschaffung einer Maschine) (!Entsorgung aller alten Unterlagen) (!Automatisches Einschalten nach einem Umbau)
Was zeigt eine elektrische Altunterlage zunächst? (Einen dokumentierten historischen Planstand) (!Den garantiert aktuellen Maschinenzustand) (!Eine erfolgreich abgeschlossene Sicherheitsprüfung) (!Eine gültige Inbetriebnahmefreigabe)
Wozu dient ein Referenzkennzeichen? (Zur Zuordnung eines Objekts in der Dokumentation) (!Zur Messung einer Spannung) (!Zur Festlegung eines Wartungsdatums) (!Zum Ersatz einer Gefährdungsbeurteilung)
Was bedeutet die unterschiedliche Sensorart bei B1? (Eine zu klärende Dokumentationsabweichung) (!Einen bereits bewiesenen Defekt) (!Eine automatisch zulässige Umrüstung) (!Eine bereits abgeschlossene Prüfung)
Was ist bei verschiedenen Klemmenangaben richtig? (Die Anschlusszuordnung bleibt bis zur Klärung offen) (!Die jüngere Angabe gilt immer) (!Die ältere Angabe gilt immer) (!Beide Klemmen werden verbunden)
Was folgt aus einer fehlenden PE-Angabe in einem Planauszug? (Die Schutzleiterdokumentation ist zu klären) (!Der Schutzleiter fehlt nachweislich an der Maschine) (!Der Schutzleiter wird nicht benötigt) (!Die Maschine darf unmittelbar starten)
Welche Aussage zur Simulation ist richtig? (Sie prüft einen vereinfachten virtuellen Modellablauf) (!Sie ersetzt die elektrische Erstprüfung) (!Sie beweist die reale Verdrahtung) (!Sie bestätigt automatisch die Maschinensicherheit)
Wann ist der virtuelle Test T-04 bestanden? (Wenn das simulierte Ergebnis dem festgelegten Soll entspricht) (!Wenn der Motor ungeplant läuft) (!Wenn die Dokumentation unleserlich ist) (!Wenn die Schutzfunktion umgangen wird)
Was gehört in eine nachvollziehbare Abweichungsliste? (Fundstelle Beobachtung Status und nächster Schritt) (!Nur der Name der bearbeitenden Person) (!Ausschließlich ein Foto ohne Beschriftung) (!Nur die neue Modellbezeichnung)
Wann darf eine ungeklärte sicherheitsrelevante Abweichung geschlossen werden? (Nach fachkundiger Klärung und dokumentiertem Nachweis) (!Nach einem erfolgreichen Quiz) (!Nach einer einzigen virtuellen Testfahrt) (!Nach dem Löschen des alten Plans)
Memory
| Altunterlage | Historischer Dokumentationsstand |
| Digitalmodell | Geplanter Vergleichsstand |
| Referenzkennzeichen | Eindeutige Objektzuordnung |
| Klemmenplan | Übersicht der Anschlussstellen |
| Abweichungsprotokoll | Nachverfolgbare offene Befunde |
| Simulationstest | Virtueller Funktionsversuch |
| Schutzleiter | Elektrischer Schutzpotentialausgleich |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Quellenprüfung | Revisionsstand kontrollieren |
| Kennzeichnungsabgleich | Bauteile eindeutig zuordnen |
| Abweichungserfassung | Unterschied mit Fundstelle festhalten |
| Simulation | Modell ohne reale Maschinenverbindung testen |
| Projektübergabe | Offene Risiken begründet benennen |
Kreuzworträtsel
| RETROFIT | Wie heißt die Modernisierung einer bestehenden Anlage? |
| SENSOR | Welches Bauteil erfasst im Lernfall ein Werkstück? |
| MODELL | Womit vergleichst Du die historischen Dokumentationsangaben? |
| KLEMME | Wie heißt eine elektrische Anschlussstelle? |
| REVISION | Welcher Begriff bezeichnet einen dokumentierten Änderungsstand? |
| DOSSIER | Wie heißt die geordnete Sammlung Deiner Projektergebnisse? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Arbeite an Deinem Projektdossier. Die Aufgaben bauen aufeinander auf.
Leicht
- Projektsteckbrief: Erstelle D0 mit Maschinenfunktion, Ziel und Sicherheitsgrenze.
- Quellenliste: Trage die zwei fiktiven Dokumentenstände in D1 ein und markiere unbekannte Angaben.
- Funktionsskizze: Zeichne B1, K1 und M1 als vereinfachte Funktionskette in D2.
- Kennzeichnung: Erstelle D3 mit vier Kennzeichen und zugehörigen Fundstellen.
Standard
- Sensorvergleich: Beschreibe die Unterschiede zwischen induktivem und optischem Sensor und prüfe, welche Unterlagen für eine Entscheidung fehlen.
- Anschlussprüfung: Vergleiche X1:3 und X2:3 ausschließlich anhand der fiktiven Dokumente. Dokumentiere V-02.
- Virtuelle Testreihe: Wiederhole die vier Testfälle in einer vollständig isolierten Modellumgebung oder analysiere die bereitgestellten Trainingsdaten.
- Abweichungsbericht: Erstelle D4 mit Risiken, offenen Fragen, Zuständigkeiten und passenden Nachweisanforderungen.
Schwer
- Sicherheitspriorisierung: Entwickle eine begründete Reihenfolge zur Klärung der Abweichungen und unterscheide Vermutung von Nachweis.
- Versionsmanagement: Entwickle ein Verfahren, das widersprüchliche alte und neue Unterlagen künftig erkennbar macht.
- Fachgespräch: Simuliere ein Übergabegespräch mit einer ausbildenden Elektrofachkraft. Stelle offene Punkte dar und protokolliere deren Rückfragen.
- Projektabgabe: Gib D0 bis D6 als begründete eigene Entscheidung mit Skizze, virtuellen Prüfdaten, Quellen und offenen Sperrpunkten ab.


Feedback und Bewertung der Projektarbeit
| Kriterium | Anteil | Begründung |
|---|---|---|
| Quellen und Kennzeichnung | 20 % | Jede Aussage muss einer Fundstelle zugeordnet werden können. |
| Abweichungen | 25 % | Offene Punkte müssen erkennbar und priorisiert sein. |
| Skizzen und Simulation | 20 % | Modellannahmen und Testergebnisse müssen zusammenpassen. |
| Begründete Entscheidung | 25 % | Ungeklärte Sicherheitsfragen müssen Konsequenzen haben. |
| Sicherheits- und Medienkompetenz | 10 % | Sichere Arbeitsgrenzen und Bildrechte werden beachtet. |
Feedbackregel: Eine begründete offene Abweichung ist fachlich wertvoller als eine unbelegte Behauptung, alles sei in Ordnung.
Lernkontrolle
- Quellenkonflikt: Der Altplan und das Modell nennen unterschiedliche Sensortypen. Entwickle eine sichere Strategie zur Klärung und begründe die Reihenfolge.
- Neuer Ausbildungsfall: Übertrage das Abweichungsformular auf eine fiktive Verpackungsmaschine mit widersprüchlichen Klemmenbezeichnungen.
- Unvollständige Schutzleiterdokumentation: Erkläre, warum weder ein sicherer Zustand noch ein gefährlicher realer Fehler allein aus der fehlenden Planangabe bewiesen ist.
- Simulationsgrenzen: Begründe anhand T-04, weshalb eine erfolgreiche virtuelle Testserie keine reale Inbetriebnahme ersetzt.
- Änderungsmanagement: Entwirf eine einfache Regel, nach der aktualisierte Planstände freigegeben, archiviert und kenntlich gemacht werden.
- Abgabeprüfung: Bewerte eine Musterabgabe, die zwar alle Tests als bestanden meldet, aber V-03 verschweigt. Begründe Deine Rückmeldung.
Lernnachweis
Für einen vollständigen Lernnachweis reichst Du folgende Ergebnisse ein:
- D0: Projektauftrag und dokumentierte Sicherheitsgrenze.
- D1: Quellenliste mit Revision und Herkunft.
- D2: Beschriftete eigene Funktionsskizze.
- D3: Zuordnung von Kennzeichnungen und Anschlussangaben.
- D4: Abweichungsliste mit Fundstellen, Priorität und offenen Maßnahmen.
- D5: Virtuelle Prüfdaten mit Soll-Ist-Vergleich und Fehlerbewertung.
- D6: Eigene Freigabeempfehlung mit fachlicher Begründung.
- Reflexion: Was weißt Du sicher, was ist nur modelliert und was bleibt ungeklärt?
Bestanden ist die Projektarbeit, wenn die Dokumentation nachvollziehbar ist, Unsicherheiten korrekt gekennzeichnet sind und keine unbegründete reale Freigabe ausgesprochen wird.
OERs zum Thema
Wikipedia-Grundlage: Zum exakten Projekttitel existiert kein entsprechender eigener Fachartikel. Als Einstieg dient der Artikel Retrofit.
Weitere offene Grundlagen: Stromlaufplan, Betriebsmittel (Elektrotechnik), Speicherprogrammierbare Steuerung und Digitaler Retrofit.
Fachliche Quellen
- Betriebssicherheitsverordnung – Gefährdungsbeurteilung, Instandhaltung und Prüfung.
- DGUV Vorschrift 3 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.
- BG ETEM – Fünf Sicherheitsregeln.
- IEC 81346-2:2019 – Klassifikation und Kennbuchstaben.
- IEC 61082-1 – Regeln für elektrotechnische Dokumente.
- IEC 60204-1 – Elektrische Ausrüstung von Maschinen.
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| Bild / Commons-Dateiseite | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Schaltschrank | Jbarnard33 | CC BY 4.0 |
| Motorsteuerungsplan | Dmitry G | CC BY-SA 3.0 |
| Schützschema | Fluppe37 | CC0 |
| Relaisdiagramm | Uweschwoebel | CC BY-SA 3.0 |
| Klemmenfoto | tony_duell | CC BY 2.0 |
| Induktiver Sensor | Ekbsensor | CC BY-SA 4.0 |
| Optischer Sensor | Honmingjun | CC BY-SA 3.0 |
| SPS-Hardware | Bisgaard | CC BY-SA 3.0 |
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