Projekt Energieeffiziente Werkstatt – Einen Werkstattspeicher technisch einordnen
Projekt Energieeffiziente Werkstatt – Einen Werkstattspeicher technisch einordnen
Einleitung
Ausbildungsprojekt | Elektrotechnik und Energieeffizienz | ca. 90 Minuten plus Abgabe
Dein Auftrag: Ordne einen geplanten Batteriespeicher für eine Werkstatt technisch ein. Du entscheidest anhand von Kapazität, Leistung und Nutzung – nicht allein anhand einer Produktwerbung.
Dein Ergebnis: Ein fortlaufendes Projektdossier mit Funktionsskizze, Rechenblatt, Simulation, Prüfdatenanalyse, Quellen-/Mediennachweis und begründeter Empfehlung.
Sicherheitsgrenze: Du arbeitest mit vorgegebenen, fiktiven Daten und einer digitalen Simulation. Optional darfst Du nur ein von der Ausbildungsstätte freigegebenes, berührungssicheres Schulungsmodell bestimmungsgemäß und unter Aufsicht nutzen. Keine Arbeiten an echten PV-Anlagen, Speichern, Verteilungen oder Netzanschlüssen im Kurs. Reale Elektroarbeiten sind entsprechend qualifizierten und beauftragten Personen nach Gefährdungsbeurteilung vorbehalten. Quizpunkte, Simulationen und Dossier sind niemals eine elektrotechnische Arbeits- oder Anlagenfreigabe.

Bildimpuls: PV auf einem Dach – Beispielfoto, nicht die fiktive Werkstatt. Frage: Was passiert bei Stromüberschuss?
Der konkrete Ausbildungsfall
Die fiktive Werkstatt Sonnendach besitzt eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage. Der Ausbilder bittet Dich, den geplanten Speicher ohne Montage oder Inbetriebnahme zu beurteilen.
| Vorgabe | Modellwert |
|---|---|
| PV-Nennleistung | 8 kWp; keine Zusage über tatsächliche Momentanleistung |
| Nutzbare Batteriekapazität | 6 kWh |
| Maximale Lade- und Entladeleistung | jeweils 3 kW |
| Angenommener AC-zu-AC-Zykluswirkungsgrad | 90 % |
| Betriebsart | Netzparallel; keine Notstromfunktion nachgewiesen |
| Datenstatus | Ausschließlich fiktive Übungswerte, keine Hersteller- oder Messdaten |
Erste Projektfrage: Reichen Energieinhalt und Leistung für die betrachteten Werkstattzeiten – und welche Informationen fehlen für eine reale Entscheidung?
Dein Projektdossier
Nutze eine Mappe oder ein digitales Dokument. Ergänze nach jeder Einheit genau einen Baustein; dokumentiere Annahmen und Quellen.
| Baustein | Sichtbarer Nachweis |
|---|---|
| D0 Auftrag | Ziel, Annahmen und Sicherheitsgrenzen |
| D1 Skizze | Beschrifteter Energiefluss, kein Installationsschaltplan |
| D2 Rechenblatt | kW, kWh, Zeit, Verluste mit Rechenweg |
| D3 Simulation | Mindestens zwei Szenarien mit Parametern und Ergebnissen |
| D4 Prüfdaten | Plausibilitätsprüfung mit markierter Abweichung |
| D5 Entscheidung | Eigene Empfehlung, Grenzen und offene Fachfragen |
| D6 Quellen und Medien | Fundstellen, Urheber, Lizenzen, Abrufdatum |
Kurze Lerneinheiten
Lerneinheit 1: Den Speicher im System finden – 10 Minuten
Merke: Ein Speicher erzeugt keine zusätzliche Solarenergie. Er verschiebt verfügbare Energie zeitlich. Ein Batteriemanagementsystem überwacht den Batteriebetrieb; ein Wechselrichter ermöglicht die erforderliche elektrische Umwandlung.

Ein realer stationärer Batteriespeicher als Anschauung; technische Daten dieses Fotos gelten ausdrücklich nicht für unseren Modellfall.

Systemdarstellung: Erkenne Speicher und Systemkomponenten. Prüfe, welche Teile für Dein Funktionsbild nötig sind.
D1 – Skizze: Zeichne nur Funktionsblöcke und Energiepfeile: PV-Module → PV-Wechselrichter → Werkstatt-AC-System ↔ öffentliches Netz. Ergänze den bidirektionalen Pfad Werkstatt-AC-System ↔ Speicherwechselrichter ↔ Batterie sowie die Steuerung. Keine Leiterführung, Anschlusspunkte oder Verdrahtungsanweisungen.
Basisfrage B1: Warum reicht die Angabe „6 kWh“ nicht aus, um eine 4-kW-Maschine vollständig aus dem Speicher zu versorgen?
Hilfe 1: Unterscheide Energiemenge und momentane Leistung. Hilfe 2: Vergleiche 4 kW mit der Grenze von 3 kW.
Begründetes Feedback: Richtig ist: 6 kWh beschreibt die Energiemenge; die Entladeleistung ist auf 3 kW begrenzt. Eine größere Kapazität hebt diese Leistungsgrenze nicht auf.
Dossier: Ergänze D0 und D1.
Lerneinheit 2: Kapazität und Leistung – 10 Minuten
| Kenngröße | Leitfrage | Einheit |
|---|---|---|
| Energie / Kapazität | Wie viel? | kWh |
| Leistung | Wie schnell? | kW |
| Zeit | Wie lange? | h |
Rechenregel bei konstanter Leistung: . Die Einheit passt: kW × h = kWh. Für eine idealisierte Entladedauer gilt , solange Leistungsgrenzen nicht verletzt werden und Verluste vernachlässigt werden.

Schematische Lithium-Ionen-Zelle: Der chemische Aufbau erklärt noch nicht die AC-Leistung eines fertigen Speichersystems.
Videoimpuls: Achte besonders auf den Unterschied zwischen kW, kWh und kWp. Video von Felix Goldbach (2020), kein Herstellerdatenblatt.
Basisaufgabe B2: Berechne den idealisierten Energiebedarf einer 2-kW-Werkstattlast über 2 Stunden.
Hilfe 1: Setze P und t in die Regel ein. Hilfe 2: Multipliziere 2 kW mit 2 h.
Begründetes Feedback: 4 kWh ist korrekt, weil Leistung mit der Zeit multipliziert wird. 2 kWh wäre eine Verwechslung von Leistung und Energie. Für die tatsächliche Speicherabgabe sind zusätzliche Verluste und Betriebsgrenzen zu beachten.
Dossier: Starte D2 mit Formel, Einheit und Rechenweg.
Lerneinheit 3: Den PV-Überschuss simulieren – 15 Minuten

Animation zum Prinzip: Verfügbare erneuerbare Energie wird gespeichert und später abgegeben; sie ist kein reales Prüfprotokoll.

Fotobeispiel eines PV-Wechselrichters; im Projekt betrachten wir nur seine Funktion.
Fiktiver Mittagsfall: Vier Stunden lang erzeugt die PV-Anlage durchschnittlich 3,0 kW. Die Werkstatt benötigt gleichzeitig 1,5 kW. Bei leerem, aufnahmefähigem Speicher und ausreichender Ladeleistung beträgt der modellierte Überschuss 1,5 kW.
| Rechnung | Ergebnis |
|---|---|
| Überschussleistung: 3,0 − 1,5 | 1,5 kW |
| Eingangsenergie über 4 h: 1,5 × 4 | 6,0 kWh AC |
| Später abgegebene Energie bei 90 % AC-zu-AC | 5,4 kWh AC |
| Differenz im vereinfachten Zyklusmodell | 0,6 kWh Verlust |
Systemgrenze: Die 6 kWh Eingangsenergie am AC-Anschluss sind nicht identisch mit 6 kWh Batterieinhalt. Der angenommene Zykluswirkungsgrad von 90 % fasst Lade- und Entladeverluste zusammen. Der tatsächliche Betrieb hängt außerdem von Ladezustand, Eigenverbrauch, Regelung, Temperatur und Teillast ab.
Sichere Simulation: Lege eine Tabellenkalkulation mit vier Eingaben an: PV-Leistung, Werkstattlast, Dauer und Wirkungsgrad. Rechne Überschuss = Maximum aus 0 und PV-Leistung minus Last, AC-Eingangsenergie = Minimum aus Überschuss und maximaler Ladeleistung mal Dauer und modellierte spätere AC-Ausgabe = Eingangsenergie mal 0,90. Beschränke das Ergebnis zusätzlich auf die verfügbare nutzbare Energiemenge; für eine genaue Berechnung wären getrennte Lade-/Entladeverluste und Ladezustände nötig. Die Rechnung ist ausdrücklich kein Auslegungstool.
Anwendungsaufgabe A1: Wiederhole die Simulation mit nur 0,5 kW Überschuss über vier Stunden. Vergleiche die AC-Rückgabe mit dem Mittagsfall.
Hilfe 1: Ändere nur den Überschuss. Hilfe 2: 0,5 × 4 × 0,90.
Begründetes Feedback: 1,8 kWh statt 5,4 kWh ist richtig. Nicht die Speichergröße, sondern die verfügbare Überschussenergie begrenzt diesen Fall.
Dossier: D3 enthält beide Eingabensätze und Deine Ergebnisbilder oder Ergebnistabellen.
Lerneinheit 4: Lastspitzen und Nutzung – 12 Minuten

Zähleransicht als Fotoimpuls: Reale Leistungs- und Energiewerte dürfen nicht ohne Systemgrenze und Zeitstempel verglichen werden.
Prüfdatensatz A – fiktives Tagesprofil; Mittelwerte innerhalb der angegebenen Intervalle, PV und Last jeweils auf derselben AC-Seite:
| Zeit | PV | Last | Dauer | Aufgabe |
|---|---|---|---|---|
| 12:00–16:00 | 3,0 kW | 1,5 kW | 4 h | Überschuss speichern |
| 17:00–19:00 | 0 kW | 2,0 kW | 2 h | Werkstatt versorgen |
| 19:00–19:15 | 0 kW | 4,0 kW | 0,25 h | Leistungsspitze untersuchen |
| 19:15–19:45 | 0 kW | 1,0 kW | 0,5 h | Restenergie prüfen |
Anwendungsaufgabe A2: Simuliere nach der Mittagsladung die Entladung mit 5,4 kWh modelliert verfügbarer AC-Energie und höchstens 3 kW Speicherleistung.
| Zeitraum | Speicher-AC-Energie | Mindest-Netzbezug im Modell |
|---|---|---|
| 17:00–19:00 | 4,00 kWh | 0 kWh |
| 19:00–19:15 | 0,75 kWh | 0,25 kWh |
| 19:15–19:45 | 0,50 kWh | 0 kWh |
| Bilanz | 5,25 kWh | 0,25 kWh |
Hilfe 1: Begrenzt die Entladeleistung pro Zeitintervall auf 3 kW. Hilfe 2: In der Viertelstunde mit 4 kW Last fehlen 1 kW aus anderer Quelle. Hilfe 3: Nach 5,25 kWh Abgabe verbleiben rechnerisch 0,15 kWh im AC-Energiebudget.
Begründetes Feedback: Der Speicher kann die 4-kW-Spitze nicht vollständig decken. 3 kW × 0,25 h = 0,75 kWh stammen aus dem Speicher; 1 kW × 0,25 h = 0,25 kWh aus dem Netz. Ein positiver Restenergiewert ersetzt keine Prüfung der momentanen Leistungsgrenze.
Dossier: Ergänze D3 um ein Balkendiagramm „PV – Werkstatt – Speicher – Netz“ oder eine übersichtliche Zeittabelle.
Lerneinheit 5: Prüfdaten kritisch lesen – 12 Minuten
Prüfdatensatz B – absichtlich fehlerhafter fiktiver Logauszug:
| Zeitpunkt | Werkstattlast | PV | Speicherleistung | Netzbezug |
|---|---|---|---|---|
| 19:00 | 4,0 kW | 0 kW | 3,8 kW | 0,2 kW |
Prüffrage P1: Die Zahlen addieren sich zwar zu 4,0 kW. Weshalb darfst Du ihnen trotzdem nicht blind vertrauen?
Hilfe 1: Prüfe zusätzlich zur Energiebilanz das technische Datenblatt. Hilfe 2: Welche Leistungsgrenze gilt in unserem Modell?
Begründetes Feedback: 3,8 kW übersteigt die fiktive Entladegrenze von 3,0 kW. Der Datensatz ist nicht plausibel, ohne dass damit die Ursache feststeht. Mögliche Fragen sind Messpunkt, Zeitstempel, Vorzeichen, abweichender Systemumfang oder fehlerhafte Aufzeichnung. Nicht an der realen Anlage nachmessen oder Einstellungen verändern; die verantwortliche Elektrofachkraft muss eine reale Abweichung beurteilen.
Fachlicher Vertiefungsimpuls: Die Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin zeigt, warum Systemwirkungsgrad, Stand-by-Verbrauch und Teillast wichtig sind. Der dort verwendete SPI ist nicht dasselbe wie unser pauschal angenommener AC-Zykluswirkungsgrad von 90 %.
Video zur Quellenkritik: „HTW Stromspeicher Ranking 2026“, Solar Akademie (2026). Vergleiche die Videoaussagen mit der Originalstudie; ein Marktvideo ist keine Prüfurkunde.
Dossier: D4 enthält die beanstandete Zeile, den Grenzwert und mindestens zwei mögliche Prüf- oder Klärfragen.
Lerneinheit 6: Technische Entscheidung begründen – 15 Minuten
Transferauftrag T1: Empfiehl der Werkstattleitung entweder eine vertiefte Speicherprüfung oder zunächst eine Verbrauchsverlagerung – oder begründe eine Kombination. Stelle Nutzen, Grenzen und fehlende Daten gegenüber.
| Prüfaspekt | Leitfrage |
|---|---|
| Nutzbare Energie | Welche Zeitfenster kann der Speicher modellhaft versorgen? |
| Leistung | Welche Lastspitze bleibt trotz Speicher? |
| Betriebsweise | Wann steht PV-Überschuss tatsächlich bereit? |
| Effizienz | Was ändern Verluste und Stand-by-Bedarf? |
| Nachweis | Welche Hersteller-, Netz- und Sicherheitsunterlagen fehlen? |
Hilfe 1: Beginne mit den zwei gesicherten Modellbefunden: 5,4 kWh Rückgabe und 3 kW Leistungsgrenze. Hilfe 2: Vergleiche zeitliche Verlagerung von Verbrauch mit zeitlicher Verlagerung durch Speicherung. Hilfe 3: Trenne technische Vorprüfung von Kauf-, Anschluss- und Betriebsfreigabe.
Begründetes Feedback: Fachlich überzeugend ist eine bedingt positive Einordnung: Der Modell-Speicher kann die betrachtete Abendlast weitgehend decken, jedoch die 4-kW-Spitze nicht allein versorgen. Eine definitive Wirtschaftlichkeits- oder Anschlusszusage wäre unzulässig: Es fehlen unter anderem reale Lastgangdaten, PV-Erträge, Systemdatenblatt, Teillastverhalten, Netzanschlussprüfung, Aufstellbedingungen und Kosten.
Video als ältere Vergleichsperspektive: Finanztip (2022). Analysiere die Rechenlogik, übernimm keine damaligen Preise, Förderregeln oder Wirtschaftlichkeitsannahmen ungeprüft.
Dossier: D5 = Empfehlung mit zwei Belegen, zwei Einschränkungen und drei offenen Fragen. D6 = Quellen- und Medienrechteprüfung.
Fachgrenzen, Freigabe und Quellenprüfung
Keine Freigabe durch Quizresultate: Lernkontrollen zeigen Verständnis. Die reale Planung, Prüfung, Installation, Inbetriebnahme oder Fehlersuche an elektrischen Anlagen ist nicht Lerngegenstand dieser praktischen Aufgaben. Sie bedarf befugter Fachpersonen und der jeweils erforderlichen Prozesse und Nachweise.
Fachquellen (geprüfte Fundstellen; Regelwerksstände bei realen Projekten erneut prüfen):
- VDE FNN: Technische Anschlussregeln Niederspannung – technische Netzanschlussanforderungen und aktuelle Dokumentstände.
- VDE FNN: Speicher netzverträglich anschließen – Betriebskonzepte und Rahmenbedingungen.
- DGUV Information 203-001 und DGUV Information 203-002 – Sicherheit und fachliche Qualifikation.
- HTW Berlin: Stromspeicher-Inspektion 2026 – unabhängige Systemvergleiche und Betriebsverluste.
- Fraunhofer: Dynamisches Energiemanagement – gewerbliche Last- und Speichernutzung.
Sicheres digitales Vertiefungsangebot: HTW-Unabhängigkeitsrechner veranschaulicht die Abhängigkeit von PV-Leistung, Jahresverbrauch und nutzbarer Speicherkapazität. Er ist für Haushaltsmodelle gedacht und kein Werkstatt-Auslegungstool. PhET „Energy Forms and Changes“ veranschaulicht Energieumwandlungen, bildet aber die technische Speicherdimensionierung nicht ab.
Medienrechte – überprüfte Originalseiten
Die Commons-Dateiseiten nennen Urheber und Lizenz. Bei Bearbeitung Lizenzhinweise, Namensnennung und gegebenenfalls Share-Alike-Bedingungen erhalten. Die Abbildungen dienen als Beispiele und sind keine Anlagenzeichnungen.
| Eingebundenes Medium | Urheber | Auf Commons angegebene Lizenz |
|---|---|---|
| PV-Dachfoto | Gray Watson | CC BY-SA 3.0 |
| Stationärer Speicher | Kecko | CC BY 2.0 |
| BESS-Schema | Droompny | CC BY-SA 4.0 |
| Zellenschema | Walter Davison | CC BY-SA 4.0 |
| Speicheranimation | RCraig09 | CC BY-SA 4.0 |
| Wechselrichterfoto | Simon Walker | CC BY-SA 2.0 |
| Zählerfoto | LordShadowWing | CC BY-SA 4.0 |
Videos: Felix Goldbach (2020), Solar Akademie (2026) und Finanztip (2022) wurden als konkrete öffentliche Fundstellen geprüft. YouTube-Videos sind damit nicht automatisch OER. Sie werden nur über YouTube eingebettet, nicht heruntergeladen oder unter freie Lizenz gestellt. Vor dem Unterricht Einbettbarkeit, Aktualität, Rechte und Datenschutzbedingungen erneut prüfen; bei Nichtverfügbarkeit den verlinkten Fachtext und die Dossieraufgaben nutzen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welcher Einheit wird die nutzbare Energie eines Werkstattspeichers typischerweise angegeben? (Kilowattstunden) (!Kilowatt) (!Kilovolt) (!Ampere pro Stunde)
Was beschreibt eine Entladeleistung von 3 kW? (Die maximale momentane Leistungsabgabe im Modell) (!Die gesamte gespeicherte Energiemenge) (!Den jährlichen Solarertrag) (!Die sichere Notstromdauer)
Wie viel Energie ergeben 1,5 kW Überschuss über vier Stunden? (6 Kilowattstunden) (!1,5 Kilowattstunden) (!4 Kilowattstunden) (!12 Kilowattstunden)
Wie viel AC-Energie liefert das vereinfachte Modell aus 6 kWh AC-Eingang bei 90 Prozent Zykluswirkungsgrad zurück? (5,4 Kilowattstunden) (!6,9 Kilowattstunden) (!9 Kilowattstunden) (!0,6 Kilowattstunden)
Wie viel Leistung fehlt bei 4 kW Last und maximal 3 kW Speicherabgabe mindestens? (1 Kilowatt) (!0 Kilowatt) (!3 Kilowatt) (!7 Kilowatt)
Wie groß ist der Überschuss bei 3 kW PV-Leistung und 1,5 kW gleichzeitigem Verbrauch? (1,5 Kilowatt) (!4,5 Kilowatt) (!3 Kilowattstunden) (!0,5 Kilowatt)
Warum ist ein Logwert von 3,8 kW Speicherentladung in unserem Modell verdächtig? (Er überschreitet den angenommenen Leistungsgrenzwert) (!Er liegt grundsätzlich unter der Entladegrenze) (!Er beweist eine vorhandene Notstromfunktion) (!Er zeigt automatisch einen vollen Akku)
Welche Aufgabe hat ein Batteriemanagementsystem? (Es überwacht wichtige Betriebszustände der Batterie) (!Es erzeugt Solarstrom aus Sonnenlicht) (!Es ersetzt alle Netzanschlussregeln) (!Es garantiert unbegrenzte Speicherleistung)
Was darfst Du ohne Funktionsnachweis über einen netzgekoppelten Speicher bei Stromausfall sagen? (Eine Notstromversorgung ist nicht nachgewiesen) (!Er liefert immer Notstrom) (!Er arbeitet ohne Wechselrichter) (!Er ersetzt alle Sicherheitseinrichtungen)
Welche Bedeutung hat ein bestandenes Quiz für reale Elektroarbeiten? (Es ist keine Arbeits- oder Anlagenfreigabe) (!Es berechtigt automatisch zur Inbetriebnahme) (!Es ersetzt die Beauftragung durch den Betrieb) (!Es ersetzt die notwendige Fachqualifikation)
Memory
| Speicherkapazität | Energiemenge in Kilowattstunden |
| Entladeleistung | Höchstwert der gleichzeitigen Abgabe |
| Ladeleistung | Grenze der gleichzeitigen Aufnahme |
| Zykluswirkungsgrad | Verhältnis von Rückgabe und Aufnahme |
| PV-Überschuss | Erzeugung oberhalb des zeitgleichen Bedarfs |
| Lastspitze | Kurzzeitiger hoher Leistungsbedarf |
| Projektdossier | Sammlung begründeter Projektnachweise |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Kapazität | Energieinhalt |
| Wechselrichter | Elektrische Umwandlung |
| Batteriemanagement | Zustandsüberwachung |
| Lastmanagement | Zeitliche Verbrauchssteuerung |
| Plausibilitätsprüfung | Vergleich mit Grenzwerten |
Kreuzworträtsel
| Energie | Welche physikalische Größe wird in Kilowattstunden angegeben? |
| Leistung | Welche Größe wird in Kilowatt angegeben? |
| Wechselrichter | Welches Gerät übernimmt die Umwandlung zwischen Gleichstrom und Wechselstrom? |
| Wirkungsgrad | Wie heißt das Verhältnis von nutzbarer Ausgangsenergie zur Eingangsenergie? |
| Lastspitze | Wie nennt man eine kurzzeitig besonders hohe elektrische Belastung? |
| Netzbezug | Wie heißt die elektrische Energie, die eine Werkstatt aus dem öffentlichen Netz erhält? |
LearningApps
Thematische Suchseite; kein bestimmtes, ungeprüftes Lernspiel wird behauptet.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Einheitenplakat – Basis: Gestalte ein Plakat mit kW, kWh und h; ergänze ein selbst erfundenes Rechenbeispiel und die passende Einheit.
- Bildannotation – Basis: Markiere an einem verwendeten Medienbild Erzeugung, Umwandlung und Speicherung; erläutere, was im Foto unsichtbar bleibt.
- Funktionsskizze – Basis: Zeichne für D1 die Energiefluss-Pfeile des Werkstattfalls, ausdrücklich ohne reale Verdrahtung.
- Begriffsinterview – Basis: Frage eine lernende Person nach dem Unterschied von Speicherkapazität und Entladeleistung; halte die geklärte Fehlvorstellung fest.
Standard
- Rechenblatt – Anwendung: Berechne für D2 die nutzbare AC-Rückgabe der Mittagsladung einschließlich Verlustangabe und Rechenweg.
- Szenarienvergleich – Anwendung: Erstelle für D3 zwei Tabellenkalkulationsläufe und vergleiche Ergebnisse mit einem Diagramm.
- Lastprofil – Anwendung: Stelle die vier Zeitfenster aus Datensatz A grafisch dar und markiere die Netzbezugsspitze.
- Prüfdatenkommentar – Anwendung: Markiere im Datensatz B den Grenzwertkonflikt und formuliere drei Fragen an die verantwortliche Fachperson.
Schwer
- Alternativenprüfung – Transfer: Vergleiche einen Speicher mit einer möglichen zeitlichen Verlagerung geeigneter Werkstattarbeiten, ohne betriebliche Abläufe eigenmächtig zu verändern.
- Entscheidungsvorlage – Transfer: Verfasse D5 für die Werkstattleitung mit Empfehlung, Modellbelegen und offenen Nachweisen.
- Quellenprüfung – Transfer: Vergleiche eine Videoaussage mit HTW oder VDE; dokumentiere Übereinstimmung, Abweichung und Urheber-/Lizenzstatus.
- Sicherheitskonzept – Transfer: Gestalte eine Infografik, die digitale Simulation, berührungssicheres Schulungsmodell und Facharbeit mit Beauftragung klar trennt.


Lernkontrolle
Bearbeite die folgenden Aufgaben mit Dossierbelegen. Entscheidend sind Zusammenhänge und Übertragbarkeit, nicht auswendig gelernte Zahlen.
- Modellkritik: Ein Unternehmen möchte aus 6 kWh Batteriekapazität auf 6 Stunden Stromversorgung schließen. Widerlege die Aussage mit zwei Gegenbeispielen.
- Strategiewechsel: Die Lastspitze verschiebt sich von abends in die Mittagszeit. Erkläre, welche Speicheraufgabe sich dadurch ändern könnte.
- Teillastfall: Begründe, weshalb die pauschalen 90 % im Beispiel nicht ohne Weiteres auf jeden realen Arbeitspunkt übertragen werden dürfen.
- Datengüte: Bewerte, weshalb eine stimmige Summengleichung in Datensatz B noch keinen plausiblen Messwert beweist.
- Schlechtwettertag: Übertrage den Werkstattfall auf einen Tag ohne PV-Überschuss und leite Grenzen der Versorgung ab.
- Freigabegrenze: Erkläre einer neuen Auszubildenden, weshalb selbst ein vollständiges Dossier und zehn korrekte Quizantworten keine Berechtigung zu Elektroarbeiten darstellen.
Lernnachweis
Abgabe: Ein eigenes, nachvollziehbares Projektdossier D0–D6 mit Rechenwegen, zwei Simulationsvarianten, fachlich kommentierten Prüfdaten, medienrechtlicher Dokumentation und einer maximal einseitigen Empfehlung.
| Kriterium | Woran eine gute Arbeit erkennbar ist |
|---|---|
| Technisches Verständnis | Kapazität, Leistung, Wirkungsgrad und Nutzungszeit eindeutig unterschieden |
| Nachvollziehbarkeit | Skizze, Datenbasis, Einheiten und Rechenwege konsistent |
| Simulation und Prüfdaten | Szenarien verglichen, Grenzen und Widersprüche sachlich erklärt |
| Urteil und Transfer | Eigene begründete Entscheidung, Alternativen und offene Fragen |
| Sicherheit und Rechte | Keine Freigabebehauptung; Quellen, Urheber, Lizenzen angegeben |
Feedbackraster für die Dossierabgabe: Erreicht, wenn Modellannahmen ausgewiesen, Rechnungen plausibel und die Entscheidung begründet sind. Überarbeiten, wenn kW mit kWh verwechselt, die 3-kW-Grenze ignoriert, ein Logfehler als gesicherte Störungsursache behauptet oder eine reale Freigabe suggeriert wird. Vertieft, wenn Du zusätzlich die Gültigkeitsgrenzen der 90-%-Annahme und alternative Nutzungsmöglichkeiten nachvollziehbar diskutierst.
Bewertung ist keine elektrische Fachfreigabe. Die Ausbildungsstätte beurteilt die Lernleistung; technische Freigaben verbleiben bei zuständigen qualifizierten und beauftragten Personen.
OERs zum Thema
Offener Hintergrundartikel: Batteriespeicher auf Wikipedia; für konkrete Anschluss- und Sicherheitsfragen gelten stets die einschlägigen Fachquellen.
Weitere frei zugängliche Lernressourcen: PhET-Energiesimulation und die oben einzeln lizenzierten Wikimedia-Commons-Bilder. Frei zugänglich bedeutet nicht automatisch frei lizenziert.
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