Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Sichere Arbeitsbereiche für Elektrofahrzeuge planen
Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Sichere Arbeitsbereiche für Elektrofahrzeuge planen
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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Sichere Arbeitsbereiche für Elektrofahrzeuge planen
Einleitung
Dein Auftrag: Plane für einen fiktiven Kfz-Servicebetrieb einen sicheren Arbeitsbereich für Elektrofahrzeuge. Du erkennst Gefährdungen, klärst betriebliche Zuständigkeiten und begründest Deine Entscheidungen.
Zielgruppe: Auszubildende in der Kraftfahrzeugmechatronik und verwandten Berufen.
Lernformat: 7 kurze Lerneinheiten à 10–15 Minuten, dazu Projektarbeit und Lernkontrolle.
Dein Ergebnis: Ein fortlaufendes Projektdossier D1–D7 mit Fallanalyse, Gefährdungsmatrix, Zuständigkeitsplan, Werkstattskizze, simulierten Prüfdaten, Entscheidungssimulation und begründetem Planungsvorschlag.
Sicherheitsgrenze: Alle Aufgaben zu Hochvolt, Traktionsbatterie und Photovoltaik erfolgen ausschließlich theoretisch, mit Bildern oder in einem spannungsfreien digitalen beziehungsweise papierbasierten Simulator. Du öffnest keine HV-Komponenten, führst keine elektrischen Prüfungen am Fahrzeug durch und bedienst keine beschädigten Fahrzeuge. Dieser Kurs ist keine Hochvoltqualifizierung, keine Arbeitsfreigabe und kein Befähigungsnachweis.

Bildauftrag: Zeige auf der Darstellung Antrieb, Energiespeicher und Ladeanschluss. Markiere anschließend die Bauteile, deren Zustand vor einem Werkstattauftrag fachkundig geklärt werden muss.
Der Ausbildungsfall: Servicebetrieb Nord
Ein Kunde bringt den fiktiven Elektro-Lieferwagen W47 nach einem Anstoß an eine Bordsteinkante zur Werkstatt. Gewünscht ist ein Radwechsel. In der Auftragsannahme werden folgende Informationen erfasst:
| Fallinformation | Meldung |
|---|---|
| Kundenauftrag | Rad vorne rechts wechseln |
| Fahrzeuganzeige | „HV-System prüfen“ |
| Sichtbefund laut Kundenfoto | Verdacht auf Verformung im Unterbodenbereich |
| Ladezustand | 46 %; kein Sicherheitsnachweis |
| Fachkundige Zustandsbewertung | Noch nicht vorhanden |
| Betriebliche Arbeitsfreigabe | Nicht vorhanden |
Projektentscheidung zu Beginn: Den Arbeitsauftrag vorerst nicht ausführen. Die verantwortliche betriebliche Stelle informieren und eine fachkundige Bewertung veranlassen. Ob, wie und wohin das Fahrzeug bewegt werden darf, entscheidet nicht die Lerngruppe.
Dossierblatt D1: Formuliere die Ausgangslage in drei Sätzen und notiere die drei wichtigsten offenen Sicherheitsfragen.
Lerneinheit 1: Gefährdungen erkennen
Zeit: 10 Minuten | Dossierblatt D2
Elektrofahrzeuge besitzen Schutzsysteme. Bei Beschädigung oder ungeeigneten Tätigkeiten können trotzdem elektrische, thermische, chemische und mechanische Gefährdungen entstehen. Hinzu kommen Fahrbewegungen, Stolperstellen und organisatorische Fehler.


Medienfrage: Was zeigt das Foto tatsächlich? Was lässt sich über die Sicherheit des fiktiven Fahrzeugs W47 daraus gerade nicht ableiten?
Video von nextmove: Betrachte besonders die Grundlagen ab 01:14 bis 05:24. Technische Grundlagen sind Lerngegenstand; Prognosen aus dem Jahr 2020 sind keine aktuellen Fachvorgaben. Keine gezeigten Batteriearbeiten nachmachen.
Basis: Ordne Stromschlag, Wärmeentwicklung, austretende Stoffe und Quetschung vier Gefährdungskategorien zu. Feedback: Eine gute Zuordnung unterscheidet Gefährdungen, weil jede andere Schutzmaßnahmen erfordern kann.
Anwendung: Erstelle für W47 eine Matrix aus Gefährdung, Hinweis im Fall, möglicher Folge und zuständiger Stelle. Feedback: Warnmeldung und Schadensverdacht sind Hinweise, aber keine vollständige technische Diagnose.
Transfer: Vergleiche W47 mit einem nachweislich unbeschädigten Elektroauto beim gewöhnlichen Reifenservice. Feedback: Gleiche Antriebsart bedeutet nicht automatisch gleiche Gefährdung oder gleiche Absperrmaßnahme.
Gestufte Hilfe: H1: Denke an Strom, Brand, Stoffe und Bewegung. H2: Welche Informationen fehlen? H3: Musterbaustein: „Weil der Batteriezustand ungeklärt ist, wird vor der Arbeitsplanung eine fachkundige Bewertung benötigt.“
Lerneinheit 2: Wer ist verantwortlich?
Zeit: 10 Minuten | Dossierblatt D3
Die Gefährdungsbeurteilung und sichere Arbeitsorganisation liegen in der Verantwortung des Arbeitgebers beziehungsweise der beauftragten Führungskräfte. Die verantwortliche Ausbildungsperson legt fest, welche Tätigkeiten Auszubildende während der Ausbildung übernehmen dürfen.
Orientierung nach DGUV Information 209-093 für den Servicebereich:
| Stufe oder Rolle | Bedeutung für die Planung |
|---|---|
| S | Sensibilisierung für das Bedienen von HV-Fahrzeugen |
| 1S / FuP | Fachkundig unterwiesene Person für passende allgemeine Arbeiten am Fahrzeug |
| 2S / FHV | Fachkundige Person Hochvolt für entsprechende Arbeiten an HV-Systemen im spannungsfreien Zustand |
| 3S | Besondere Fachkunde für dafür vorgesehene Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen |
| Führungskraft | Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsorganisation, Personaleinsatz und betriebliche Entscheidungen |
| Ausbildende | Anleitung, Beaufsichtigung und Entscheidung über zulässige Ausbildungstätigkeiten |
Wichtig: Eine Qualifikationsstufe allein ersetzt weder die konkrete fachliche Eignung noch Herstellervorgaben, Gefährdungsbeurteilung und betriebliche Beauftragung. Die Stufen E betreffen andere Einsatzbereiche wie Forschung, Entwicklung und Produktion und dürfen nicht unbesehen als Service-Stufen verwendet werden. Nach der einschlägigen Ausbildungsordnung erworbene Fachkunde ist im Einzelfall anhand Abschluss, Tätigkeit, Fahrzeugtyp und aktueller Vorgaben zu prüfen.

Basis: Unterscheide Arbeitgeber, Ausbildende, FuP und FHV. Feedback: Verantwortlichkeiten lassen sich nicht durch das bloße Vorhandensein eines Werkzeugs oder Zertifikats ersetzen.
Anwendung: Erstelle eine Zuständigkeitsmatrix für Annahme, Gefährdungsbeurteilung, fachkundige Bewertung, Absicherung und Dokumentation. Feedback: Für jede Entscheidung muss eine verantwortliche Stelle erkennbar sein.
Transfer: Eine erfahrene Person ohne überprüften Qualifikationsnachweis bietet an, W47 sofort zu bearbeiten. Begründe Deine Reaktion. Feedback: Erfahrung allein belegt keine erforderliche Fachkunde oder konkrete Beauftragung.
Gestufte Hilfe: H1: Wer trägt die Organisationsverantwortung? H2: Wer darf eine technische Einschätzung abgeben? H3: Musterbaustein: „Die Werkstattleitung organisiert; die geeignete Fachperson bewertet; die Ausbildungsperson begrenzt die Aufgaben der Auszubildenden.“
Lerneinheit 3: Arbeitsbereiche skizzieren
Zeit: 15 Minuten | Dossierblatt D4
Ein geeigneter Plan berücksichtigt Arbeitsbucht, Verkehrswege, Notausgang, Ladeeinrichtung, Arbeitsmittel und gegebenenfalls einen besonders zu bewertenden Bereich für beschädigte Fahrzeuge.
Fiktiver Grundriss – ausschließlich Planungsmodell:
| Hofseite | Werkstattmitte | Gebäudeseite |
|---|---|---|
| Tor und Fahrzeugannahme | Arbeitsbucht A | Büro |
| Ladepunkt | Arbeitsbucht B: W47 | Materiallager |
| Hof: mögliche Abstelloption, noch ungeprüft | Freier Verkehrsweg | Rettungsweg und Notausgang |

Planungsregel: Absperrung, Kennzeichnung und Sicherheitsabstände ergeben sich aus der konkreten Gefährdungsbeurteilung, Fachbewertung, Herstellerinformation und dem betrieblichen Brandschutz. Für unbeschädigte Fahrzeuge bei ungefährlichen allgemeinen Arbeiten ist nicht pauschal immer eine Absperrung nötig. Für beschädigte Fahrzeuge kann ein geeigneter separater Abstellbereich erforderlich sein. Eine feste Meterzahl wird hier bewusst nicht vorgegeben.
Basis: Kennzeichne Arbeitsbucht, Ladepunkt und Rettungsweg in einer eigenen Skizze. Feedback: Der Rettungsweg muss erkennbar und frei bleiben.
Anwendung: Zeichne mögliche Zugangsbeschränkungen und Informationspunkte für W47 ein. Feedback: Deine Skizze ist ein Vorschlag, keine selbst erteilte Freigabe.
Transfer: Erkläre, warum ein Platz direkt neben dem Materiallager als Abstelloption problematisch sein könnte. Feedback: Bei möglicher Batteriegefährdung müssen benachbarte Brandlasten und betriebliche Schutzkonzepte mitbewertet werden.
Gestufte Hilfe: H1: Zeichne Personen- und Fahrzeugwege getrennt. H2: Wo entstehen Konflikte zwischen Sperrung und Fluchtweg? H3: Musterbaustein: „Die vorgeschlagene Fläche muss zunächst durch die verantwortlichen Fachstellen geprüft werden.“
Lerneinheit 4: Informationen und Prüfdaten bewerten
Zeit: 10 Minuten | Dossierblatt D5
Nicht jeder angezeigte Fahrzeugwert ist ein Sicherheitsnachweis. Ein Ladezustand beschreibt gespeicherte Energie anteilig, aber weder die Unversehrtheit einer Batterie noch einen spannungsfreien Zustand.

Vollständig erfundene Simulationsdaten – keine realen Messungen:
| Datensatz | Warnmeldung | Schadenshinweis | Fachbewertung dokumentiert | Planungsstatus |
|---|---|---|---|---|
| SIM-A | Nein | Keiner bekannt | Ja, passend zum Auftrag | Allgemeine Arbeit separat beurteilen |
| SIM-B: W47 | Ja | Unterbodenverdacht | Nein | Arbeitsauftrag stoppen und klären |
| SIM-C | Nein | Ladeleitung sichtbar beschädigt | Nein | Ladeleitung nicht benutzen; zuständige Stelle informieren |
Keine dieser Tabellenzeilen erlaubt eigenständige HV-Arbeiten. Für die wiederkehrende Prüfung von Ladeleitungen können zusätzliche Qualifikationen erforderlich sein; beachte hierzu auch DGUV FBETEM-009 von Juli 2026.

Basis: Benenne zwei Informationen, die ein Ladezustand von 46 % nicht liefert. Feedback: Die Prozentangabe beweist weder Sicherheit noch Spannungsfreiheit.
Anwendung: Ergänze SIM-B um „benötigte Information“, „zuständige Stelle“ und „nächste organisatorische Entscheidung“. Feedback: Fehlende Bewertung führt zu Klärung, nicht zu einer vermuteten Freigabe.
Transfer: Übertrage das Prinzip auf SIM-C und unterscheide Sichtmeldung von einer fachgerechten Prüfung. Feedback: Eine entdeckte Beschädigung kann die weitere Nutzung stoppen, ohne dass Lernende selbst elektrisch prüfen.
Gestufte Hilfe: H1: Welche Spalten enthalten Beobachtungen? H2: Welche Spalte enthält eine nachgewiesene fachliche Bewertung? H3: Musterbaustein: „Die Datenlage reicht für die gewünschte Maßnahme noch nicht aus.“
Lerneinheit 5: Entscheidungen sicher simulieren
Zeit: 15 Minuten | Dossierblatt D6
Papier- oder Bildschirm-Simulator: Wähle einen Datensatz aus Lerneinheit 4. Bearbeite die Entscheidungstabelle. Du steuerst ausschließlich fiktive Informationen; kein Fahrzeug, kein Prüfgerät und keine reale Anlage werden angeschlossen.
| Simulierte Situation | Entscheidung im Projekt | Begründung |
|---|---|---|
| Warnhinweis oder Schadensverdacht vorhanden | STOPP und fachkundige Klärung anfordern | Zustand und Gefährdung sind ungeklärt |
| Erforderliche Dokumentation oder Beauftragung fehlt | STOPP und Zuständigkeit klären | Eine Annahme ersetzt keinen Nachweis |
| Unbeschädigtes Fahrzeug, allgemeine Tätigkeit, Voraussetzungen dokumentiert | Weitere betriebliche Arbeitsplanung möglich | Art der Tätigkeit und Qualifikation sind trotzdem zu prüfen |
| Batterieereignis, Rauch oder andere akute Gefahr | Betriebliche Notfallorganisation aktivieren und Abstand halten | Selbstversuche erhöhen mögliche Gefährdungen |
Basis: Wähle für SIM-A, SIM-B und SIM-C jeweils „Stoppen“ oder „weitere Planung möglich“ und erläutere die Bedingungen. Feedback: SIM-A ist kein Freibrief, sondern lediglich ein besser dokumentierter Fall.
Anwendung: Gestalte einen Entscheidungsbaum mit mindestens drei Ja/Nein-Fragen. Feedback: Eine gute Simulation macht fehlende Informationen ausdrücklich sichtbar.
Transfer: Spiele den Fall „Kundschaft drängt auf sofortige Fertigstellung“ durch. Feedback: Termin- und Kostendruck dürfen fehlende Sicherheitsvoraussetzungen nicht ersetzen.
Gestufte Hilfe: H1: Beginne mit „Schaden oder Warnmeldung?“. H2: Frage anschließend nach Fachbewertung und Verantwortung. H3: Musterbaustein: „Wenn eine notwendige Bedingung fehlt, wird nicht freigegeben.“
Lerneinheit 6: Ladetechnik und angrenzende Anlagen abgrenzen
Zeit: 10 Minuten | Dossierblatt D6 ergänzen
Ladeanschlüsse, Ladeleitungen, Ladepunkte und Photovoltaikanlagen können unterschiedliche Qualifikations- und Zuständigkeitsanforderungen auslösen. Eine Fahrzeug-HV-Qualifikation ist keine pauschale Berechtigung für Arbeiten an Gebäudeinstallationen oder PV-Anlagen.

Betrachte die Zeichnung ausschließlich als Schaubild. Keine Steck- oder Messversuche an elektrischen Leitungen durchführen.
Basis: Unterscheide Fahrzeug, Ladeleitung, Ladeeinrichtung und PV-Anlage. Feedback: Unterschiedliche Anlagen können verschiedenen technischen Regelwerken und Verantwortlichen unterliegen.
Anwendung: Trage in Deine Skizze ein, wo Kabel Wege blockieren oder beschädigt werden könnten. Feedback: Verkehrswege und Ladebereiche müssen gemeinsam geplant werden.
Transfer: Der Betrieb möchte künftig PV-Strom zum Laden nutzen. Formuliere drei Fragen an die zuständige Elektrofachplanung. Feedback: Gute Fragen betreffen Anlagenzuständigkeit, sichere Installation und Prüfkonzept statt eigener PV-Spannungsmessungen.
Gestufte Hilfe: H1: Trenne Fahrzeug und Gebäudeanlage. H2: Wer darf über Änderungen an der Elektroinstallation entscheiden? H3: Musterbaustein: „Die Ladeinfrastruktur ist gesondert von fachkundiger Stelle zu planen und zu prüfen.“
Lerneinheit 7: Eine begründete Abgabe erstellen
Zeit: 15 Minuten | Dossierblatt D7
Fasse Deine Arbeit als Planungsvorschlag zusammen. Die Abgabe soll fachlich begründet, nachvollziehbar und übersichtlich sein.
Deine sieben Dossierblätter:
| Blatt | Inhalt | Produkt |
|---|---|---|
| D1 | Auftrag und offene Fragen | Kurzbeschreibung |
| D2 | Gefährdungen und Begründungen | Risikomatrix |
| D3 | Betriebliche Zuständigkeiten | Verantwortungsmatrix |
| D4 | Wege, Bereiche und Kennzeichnung | Eigene beschriftete Skizze |
| D5 | Simulierte Informationen | Ausgefüllte Datentabelle |
| D6 | Entscheidungen und Grenzfälle | Papier- oder Digitalsimulation |
| D7 | Planungsentscheidung mit Quellen | Begründete eigene Abgabe |
Basis: Kontrolliere, ob alle Dossierblätter vorhanden sind. Feedback: Vollständigkeit macht den Gedankengang überprüfbar.
Anwendung: Begründe in D7 für W47 die Unterbrechung des Auftrags und die erforderliche fachkundige Klärung. Feedback: Die Begründung muss auf konkreten Informationen und Zuständigkeiten beruhen.
Transfer: Beschreibe, welche Teile Deiner Planung bei einem anderen Fahrzeugmodell erneut geprüft werden müssen. Feedback: Ein allgemeiner Grundriss ersetzt keine fahrzeug- und tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung.
Gestufte Hilfe: H1: Nutze D1 bis D6 als Belege. H2: Formuliere „Beobachtung – Risiko – Zuständigkeit – Vorschlag“. H3: Musterbaustein: „Ich empfehle, den Auftrag zurückzustellen, weil die fachkundige Zustandsbewertung fehlt.“
Quellenprüfung und Medienrechte
Fachquellen, Stand der Recherche: Oktober 2026. Vor einer realen Umsetzung müssen aktuelle Fassungen, Herstellervorgaben, Qualifikationen, betriebliche Festlegungen und fachliche Freigaben erneut geprüft werden.
- DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen, Ausgabe August 2021.
- DGUV-FAQ Elektromobilität: Fassung Juli 2026, insbesondere Ausbildung, Kennzeichnung, Unfallfahrzeuge und Ladeleitungen.
- BGHM Arbeitsschutz Kompakt 021: Betriebliche Verantwortung und Sicherheitsorganisation.
- DGUV FBETEM-009: Zusätzliche Qualifizierung für das wiederkehrende Prüfen von Lade- und Notladeleitungen, Juli 2026.
- DGUV Bildungsbereich Kfz: Gefährdungen und Prävention in der beruflichen Ausbildung.
Bildnachweise – die Dateiseiten enthalten die verbindlichen Lizenzangaben:
| Bilddatei und Quelle | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Electric car diagram.svg | Ian Furst | CC BY-SA 4.0 |
| Nissan Leaf battery pack | Mariordo / Mario Roberto Duran Ortiz | CC BY-SA 3.0 |
| ISO 7010 W012.svg | MaxxL | Gemeinfrei |
| Car workshop tools.jpg | ProjectManhattan | CC BY-SA 3.0 |
| ISO 7010 E001.svg | MaxxL | Gemeinfrei |
| BYD e5 Electric Vehicle Battery Model.jpg | DKMcLaren | CC BY-SA 4.0 |
| CCS (Type2 Combo) Charging Plug.jpg | Danilo Bargen | CC BY-SA 4.0 |
| Connect charging station electric car.svg | Nikolai Twin | CC BY-SA 4.0 |
Videonachweis: nextmove: Akku-Crashkurs, 7. Juli 2020. Das Video ist extern eingebettet und nicht als frei nachnutzbares OER-Video ausgewiesen. Nicht herunterladen, verändern oder weiterverbreiten, sofern dafür keine Erlaubnis vorliegt.
Lizenzhinweis: Bei einer Wiederverwendung von Commons-Bildern Urheber, Dateilink, Lizenz und gegebenenfalls Änderungen angeben. Bei CC BY-SA die Bedingungen zur Weitergabe unter gleichen Bedingungen berücksichtigen. DGUV-Quellen werden verlinkt, nicht als frei lizenzierte Unterrichtsgrafiken kopiert.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wer trägt die Verantwortung für die betriebliche Gefährdungsbeurteilung? (Der Arbeitgeber beziehungsweise die beauftragte Führungskraft) (!Ausschließlich die Kundschaft) (!Immer die jüngste auszubildende Person) (!Der Fahrzeughersteller allein)
Welche Qualifikationsstufe gehört grundsätzlich zu fachkundigen Arbeiten an spannungsfreien Fahrzeug-HV-Systemen im Service? (2S) (!S) (!1S) (!Nur eine Einweisung in das Kassensystem)
Was bedeutet die Abkürzung FuP im Kontext der DGUV-Qualifizierung? (Fachkundig unterwiesene Person) (!Fahrzeugtechnisch ungeprüftes Personal) (!Freigegebene ungeschützte Prüfperson) (!Freiwillige universelle Projektleitung)
Was beweist ein Ladezustand von 46 Prozent? (Er belegt weder Batterieunversehrtheit noch Spannungsfreiheit) (!Das Fahrzeug ist automatisch ungefährlich) (!Die Traktionsbatterie kann ohne Fachkunde geöffnet werden) (!Eine elektrische Prüfung ist nicht mehr notwendig)
Welche Aussage über diesen Lernkurs ist richtig? (Er vermittelt Planungskompetenz und ersetzt keine berufliche Hochvoltqualifizierung) (!Er erteilt eine Fachfreigabe für jedes Elektrofahrzeug) (!Er bescheinigt die Qualifikation für Arbeiten unter Spannung) (!Er erlaubt Arbeiten an beschädigten Traktionsbatterien)
Wie gehst Du im Ausbildungsfall W47 mit der Warnmeldung und dem Schadensverdacht um? (Den Auftrag unterbrechen und die verantwortliche Stelle informieren) (!Den Radwechsel ohne weitere Klärung beginnen) (!Die Batterieverkleidung selbst öffnen) (!Die Warnmeldung ohne Dokumentation löschen)
Wovon hängt eine notwendige Kennzeichnung oder Absperrung im Werkstattbereich ab? (Von der konkreten Tätigkeit und Gefährdungsbeurteilung) (!Von einer pauschalen Sperrpflicht für jedes Elektroauto) (!Nur vom Alter des Fahrzeugs) (!Ausschließlich von der Farbe des Fahrzeugs)
Welche Aussage zu den DGUV-Stufen ist richtig? (Die Service-Stufen S und die Stufen E für andere Einsatzbereiche sind zu unterscheiden) (!Die Stufe E bedeutet immer automatisch eine Servicefreigabe) (!Jede interessierte Person besitzt ohne Ausbildung Stufe 3S) (!Ein Quiz ersetzt die Prüfung betrieblicher Qualifikationen)
Was gilt für elektrische Arbeiten an einer betrieblichen PV-Anlage? (Sie erfordern eine gesonderte Beurteilung der Zuständigkeiten und Fachkunde) (!Jeder Fahrzeug-HV-Kurs berechtigt automatisch dazu) (!Auszubildende dürfen PV-Leitungen eigenständig unter Spannung prüfen) (!Ein Werkstattgrundriss ersetzt die Elektrofachplanung)
Was ist bei der Nachnutzung eines Bildes mit CC BY-SA wichtig? (Urheber und Lizenz nennen und die Lizenzbedingungen einhalten) (!Den Urheber grundsätzlich verschweigen) (!Die Datei automatisch als eigenes Werk kennzeichnen) (!Die Lizenz ohne Prüfung entfernen)
Memory
| Gefährdungsbeurteilung | Betriebliche Risiken und Maßnahmen bewerten |
| Fachkundige Person | Eignung für die konkrete Fachaufgabe prüfen |
| Traktionsbatterie | Energiespeicher für den Fahrantrieb |
| Rettungsweg | Jederzeit freizuhaltender Fluchtbereich |
| Projektdossier | Entscheidungen und Belege sammeln |
| Arbeitsfreigabe | Betriebliche Entscheidung mit Voraussetzungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Betriebliche Aufgabe |
|---|---|
| Arbeitgeber | Gefährdungsbeurteilung organisieren |
| Ausbildende | Ausbildungstätigkeiten verantwortlich festlegen |
| Fachkundige Person | Fachliche Beurteilung im eigenen Zuständigkeitsbereich |
| Annahme | Kundenmeldung dokumentieren und weitergeben |
| Auszubildende | Projektskizze und simulierte Daten bearbeiten |
Kreuzworträtsel
| Hochvolt | Wie heißt das elektrische Fahrzeugsystem mit besonders zu beachtenden Spannungsbereichen? |
| Rettungsweg | Welcher Fluchtbereich muss frei bleiben? |
| Freigabe | Wie heißt die betriebliche Entscheidung zur Zulässigkeit einer Arbeit? |
| Fachkunde | Welche persönliche Voraussetzung muss für eine spezialisierte Tätigkeit nachgewiesen sein? |
| Dokumentation | Wie heißt die nachvollziehbare Aufzeichnung von Informationen und Entscheidungen? |
| Sperrbereich | Wie heißt ein Bereich mit beschränktem Zutritt? |
LearningApps
Dies ist eine thematische Suchansicht, keine Behauptung, dass bereits eine bestimmte LearningApp zu diesem Ausbildungsfall existiert.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Elektroauto: Erstelle eine beschriftete Bildkarte mit vier Hauptkomponenten und deren Funktion.
- Arbeitssicherheit: Gestalte ein einfaches Plakat zu vier Gefährdungen im Werkstattalltag.
- Gefährdungsbeurteilung: Schreibe drei offene Fragen zum Ausbildungsfall W47 auf.
- Wikimedia Commons: Prüfe für zwei Kursbilder Urheber, Lizenz und die erforderliche Quellenangabe.
Standard
- Werkstatt: Zeichne einen Grundriss und markiere Arbeitsplätze, Verkehrswege und Rettungsweg.
- Berufsausbildung: Führe ein Interview mit Deiner Ausbildungsperson über Zuständigkeiten durch, ohne reale Arbeiten am HV-System zu begleiten.
- Risikobewertung: Erstelle aus SIM-A bis SIM-C eine begründete Entscheidungsmatrix.
- Digitale Simulation: Programmiere oder gestalte einen sicheren Ja/Nein-Entscheidungsbaum mit fiktiven Daten.
Schwer
- Brandschutz: Entwickle zwei alternative Planungsentwürfe für W47 und erläutere ihre jeweiligen Prüfbedarfe.
- Qualifikation: Vergleiche aktuelle DGUV-Aussagen zu Auszubildenden, FuP und FHV und stelle mögliche Missverständnisse dar.
- Ladeinfrastruktur: Entwirf ein Gespräch mit einer Elektrofachplanung über die räumliche Verbindung von Werkstatt, Ladepunkt und PV-Anlage.
- Projektpräsentation: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Bildpräsentation, in der Du Deine Dossierentscheidung begründest; verwende nur eigene oder korrekt lizenzierte Medien.


Lernkontrolle
- Entscheidungsfindung: Begründe anhand mindestens dreier Fallinformationen, warum W47 nicht unmittelbar dem geplanten Radwechsel zugewiesen wird.
- Organisationsverantwortung: Analysiere einen Fall, in dem Qualifikation, Beauftragung und Arbeitsauftrag nicht übereinstimmen. Welche organisatorische Lücke entsteht?
- Raumplanung: Verändere Deine Werkstattskizze so, dass ein Rettungsweg nicht durch Zugangsbeschränkungen beeinträchtigt wird. Begründe den Zielkonflikt.
- Datenkompetenz: Beurteile, warum ein simulierter Ladezustand oder eine fehlende Warnmeldung allein keine elektrische Freigabe begründet.
- Transfer: Übertrage Deinen Plan auf ein anderes Fahrzeug und benenne mindestens vier Punkte, die erneut fahrzeugbezogen überprüft werden müssen.
- Quellenkritik: Ein Werbevideo behauptet, jede Person mit einem Onlinekurs dürfe am HV-System arbeiten. Widerlege oder bestätige diese Aussage mithilfe aktueller Fachquellen.
Lernnachweis
Abgabe: Ein eigenständig erstelltes Projektdossier D1–D7 als PDF, digitale Präsentation oder geheftete Mappe. Die Abgabe enthält ausschließlich Planungsunterlagen, keine realen Arbeiten oder Messwerte von Hochvoltsystemen.
| Kriterium | Worauf geachtet wird |
|---|---|
| Gefährdungsanalyse | Risiken erkannt und anhand des Falls nachvollziehbar begründet |
| Zuständigkeiten | Verantwortung, Qualifikation und Beauftragung korrekt unterschieden |
| Planungsskizze | Arbeitsflächen, Verkehrswege und Rettungsweg nachvollziehbar dargestellt |
| Datenauswertung | Fiktive Prüfdaten korrekt eingeordnet; keine Scheinsicherheit behauptet |
| Entscheidungssimulation | Sichere Abbruch- und Klärungspunkte erkennbar |
| Eigenständige Begründung | Planungsvorschlag mit Alternativen und Grenzen |
| Quellen und Medien | Fachquellen aktuell überprüft, Medienrechte nachgewiesen |
Selbstkontrolle vor Abgabe: Kann eine andere Person erkennen, was Du beobachtet hast, was Du nur vermutest, wer zuständig ist und warum Du Deine Entscheidung triffst?
Wichtige Grenze: Eine gute Bewertung weist ausschließlich den Lernerfolg in der Projektplanung nach. Sie bestätigt weder Fachkunde für HV-Arbeiten noch einen sicheren Betriebszustand des Fallfahrzeugs.
OERs zum Thema
Ergänzende frei zugängliche Lernquellen: Elektroauto, Traktionsbatterie, Elektromobilität, Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilung, Photovoltaik.
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