NWT9 - Den roten Faden einer NwT-Präsentation entwickeln

NWT9 - Den roten Faden einer NwT-Präsentation entwickeln
NWT9 - Den roten Faden einer NwT-Präsentation entwickeln
Einleitung
Eine gute Präsentation in NwT ist keine Sammlung von Folien, Fakten und Bildern. Sie führt das Publikum auf einem nachvollziehbaren Weg von einer Problemstellung oder Leitfrage über notwendige Grundlagen und eine Untersuchung oder einen technischen Lösungsweg zu Ergebnissen, deren Bewertung und schließlich zu einem Fazit. Genau dieser Zusammenhang ist der rote Faden.
Der rote Faden beantwortet während der gesamten Präsentation drei Fragen: Wo stehen wir gerade? Warum kommt dieser Schritt jetzt? Was hat er mit der Leitfrage zu tun? Wenn Du diese drei Fragen jederzeit beantworten kannst, wirkt Deine Präsentation logisch, verständlich und zielgerichtet.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du aus einer Leitfrage, Deiner Recherche, Messdaten, Versuchen, Konstruktionsschritten oder technischen Entscheidungen eine schlüssige Präsentation für die Klasse 9 entwickelst. Du trainierst dabei nicht nur eine Gliederung, sondern auch Übergänge, Argumentationslogik, Storyboards, Ablaufdiagramme, Strukturkarten und die konsequente Rückbindung an die Leitfrage.

Eine Concept-Map macht sichtbar, dass Inhalte nicht nur nebeneinanderstehen, sondern miteinander verbunden sind. Genau so soll auch Deine NwT-Präsentation funktionieren: Jeder Abschnitt übernimmt eine bestimmte Aufgabe im Denkweg.
Lernziele und Differenzierung G/M/E
Am Ende dieses aiMOOCs kannst Du auf unterschiedlichen Niveaustufen einen roten Faden entwickeln.
| Niveau | Das kannst Du am Ende |
|---|---|
| G – grundlegend | Du formulierst eine verständliche Leitfrage, ordnest Inhalte in eine sinnvolle Grundstruktur ein und verwendest einfache Übergangssätze zwischen den Abschnitten. |
| M – mittleres Niveau | Du begründest die Reihenfolge Deiner Abschnitte, wählst Rechercheergebnisse passend zur Leitfrage aus, unterscheidest Ergebnis und Bewertung und stellst Bezüge zwischen den Teilen her. |
| E – erweitertes Niveau | Du entwickelst aus Recherche, Untersuchung oder technischem Entwicklungsweg eine argumentativ schlüssige Präsentationsdramaturgie, vergleichst Alternativen, reflektierst Unsicherheiten und führst jede wesentliche Aussage auf die Leitfrage zurück. |
Der rote Faden als Denkweg
Eine besonders hilfreiche Grundstruktur für NwT-Präsentationen lautet:
| Problem oder Fragestellung | → | Grundlagen | → | Untersuchung oder technischer Lösungsweg | → | Ergebnisse | → | Bewertung | → | Fazit |
Diese Reihenfolge ist keine starre Schablone. Sie ist eine Logik. Jeder Abschnitt bereitet den nächsten vor.
- Problemstellung: Warum ist das Thema überhaupt interessant, relevant oder ungeklärt?
- Grundlagen: Was muss das Publikum wissen, um Dein Vorgehen und Deine Ergebnisse verstehen zu können?
- Untersuchung oder technischer Lösungsweg: Wie bist Du systematisch vorgegangen?
- Ergebnis: Was kam dabei heraus?
- Bewertung: Wie gut, aussagekräftig, zuverlässig oder sinnvoll ist das Ergebnis?
- Fazit: Wie beantwortest Du nun die Leitfrage?
Visualisierung: Die Präsentationsroute
Stell Dir Deine Präsentation wie eine Route vor. Die Leitfrage ist das Ziel, aber gleichzeitig auch der Kompass.
| Startpunkt | Wegweiser | Arbeitsstrecke | Kontrollpunkt | Ziel |
|---|---|---|---|---|
| Problem erkennen | Grundlagen auswählen | untersuchen, entwickeln, testen | Ergebnisse bewerten | Leitfrage beantworten |
Merksatz: Eine Folie gehört nur dann in die Präsentation, wenn Du erklären kannst, wie sie dem Publikum hilft, die Leitfrage besser zu verstehen oder zu beantworten.
Von der Leitfrage zur Struktur
Eine Leitfrage ist stärker als ein bloßes Thema. Das Thema Solarenergie sagt nur, worum es ungefähr geht. Eine Leitfrage wie Wie stark beeinflusst der Neigungswinkel eines Solarmoduls die elektrische Leistung unter gleichbleibender Beleuchtung? gibt dagegen eine Richtung vor.
Eine gute Leitfrage ist:
- klar: Man versteht, was untersucht oder entschieden werden soll.
- eingrenzbar: Sie ist für Zeit, Material und Klassenstufe realistisch.
- untersuchbar: Es lassen sich Daten, Beobachtungen, Modelle oder technische Kriterien nutzen.
- offen: Die Antwort steht nicht schon in der Frage fest.
- relevant: Die Antwort hat für das Projekt eine Bedeutung.
| Schwache Formulierung | Stärkere Leitfrage | Warum stärker? |
|---|---|---|
| Wie funktioniert ein Windrad? | Wie beeinflusst die Flügelform die Drehzahl eines Modellwindrads bei gleichbleibendem Luftstrom? | Ein Einfluss kann gezielt untersucht werden. |
| Wir bauen einen Greifer. | Welche Greiferform hält unterschiedlich große Gegenstände mit möglichst wenig Material sicher fest? | Technische Kriterien werden sichtbar. |
| Wasserqualität | Wie unterscheiden sich zwei Wasserproben anhand ausgewählter messbarer Eigenschaften? | Das Thema wird zu einer untersuchbaren Frage. |
Recherche: Nicht alles Gefundene gehört in die Präsentation
Bei einer Recherche entsteht oft mehr Material, als später gezeigt werden sollte. Der rote Faden entsteht deshalb auch durch Weglassen.
Nutze für jede Information einen einfachen Filter:
| Prüffrage | Wenn die Antwort „ja“ lautet |
|---|---|
| Braucht das Publikum diese Information, um die Leitfrage zu verstehen? | Sie kann in die Problemstellung oder in die Grundlagen. |
| Braucht das Publikum sie, um die Methode oder Konstruktion nachzuvollziehen? | Sie gehört in den Abschnitt Untersuchung oder Lösungsweg. |
| Unterstützt sie eine Aussage über ein Ergebnis? | Sie gehört zu Ergebnissen oder Auswertung. |
| Hilft sie, Grenzen, Alternativen oder Folgen zu bewerten? | Sie gehört in die Bewertung. |
| Hat sie keinen klaren Bezug zur Leitfrage? | Wahrscheinlich weglassen oder nur als Hintergrundwissen bereithalten. |
Strukturkarte für die Recherche
Eine gute Technik ist eine Recherchekarte. Schreibe nicht nur auf, was Du gefunden hast, sondern wofür Du es brauchst.
| Recherchefund | Kernaussage | Funktion in der Präsentation | Bezug zur Leitfrage |
|---|---|---|---|
| Fachinformation | erklärt einen wichtigen Zusammenhang | Grundlage | macht das spätere Ergebnis verständlich |
| Messwert oder Datensatz | zeigt einen beobachteten Effekt | Ergebnis | liefert einen Teil der Antwort |
| Vergleich zweier Lösungen | zeigt Vor- und Nachteile | Bewertung | hilft bei einer begründeten Entscheidung |
| Fehlerquelle | schränkt die Aussagekraft ein | Bewertung | verhindert eine zu sichere Schlussfolgerung |

Der Forschungsprozess ist nicht immer geradlinig. Neue Informationen können dazu führen, dass Du Deine Frage präzisierst, eine Methode veränderst oder erneut recherchierst. In der fertigen Präsentation solltest Du den Weg jedoch so ordnen, dass das Publikum ihn nachvollziehen kann.
Grundlagen: Nur das erklären, was später gebraucht wird
Die Grundlagen sind kein eigenes Lexikon-Kapitel. Sie haben eine klare Funktion: Sie liefern das Wissen, das man benötigt, um das Vorgehen und die Ergebnisse zu verstehen.
Beispiel: Wenn Du untersuchst, wie die Länge eines Pendels die Schwingungsdauer beeinflusst, brauchst Du als Grundlage keine vollständige Geschichte der Pendeluhr. Wichtiger sind die Begriffe, Größen und Zusammenhänge, die für Deine Untersuchung nötig sind.
Nutze den Später-gebraucht-Test: Frage bei jeder Grundlagenfolie: Wo genau brauche ich dieses Wissen später wieder? Wenn Du keine Stelle nennen kannst, ist die Folie wahrscheinlich nicht notwendig.
Untersuchung: Vom Plan zum nachvollziehbaren Erkenntnisweg
Bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen soll das Publikum verstehen, wie Du zu Deinen Daten gekommen bist. Dazu gehören je nach Projekt beispielsweise Versuchsaufbau, veränderte und konstant gehaltene Größen, Messverfahren, Messwiederholungen und mögliche Fehlerquellen.

Ein wissenschaftliches Vorgehen verläuft häufig in Schleifen: Beobachtung und Frage führen zu einer Vermutung, diese wird geprüft, Ergebnisse werden ausgewertet und können zu neuen Fragen führen. Für Deine Präsentation bedeutet das: Zeige nicht nur das Endergebnis, sondern den Erkenntnisweg, soweit er für die Leitfrage wichtig ist.
Technischer Lösungsweg: Vom Problem zur optimierten Lösung
Bei technischen Projekten geht es häufig nicht um eine einzige Messfrage, sondern um ein Problem, das unter bestimmten Bedingungen gelöst werden soll. Dann hilft ein technischer Entwicklungsprozess.

Ein sinnvoller technischer Erzählweg kann so aussehen:
| Problem | → | Anforderungen | → | Ideen | → | Entwurf | → | Prototyp | → | Test | → | Optimierung | → | Bewertung |
Wichtig ist dabei die Begründung von Entscheidungen. Statt nur zu sagen: „Wir haben Variante B gebaut“, solltest Du erklären: „Wir haben Variante B gewählt, weil sie unser Kriterium Stabilität besser erfüllt und mit dem verfügbaren Material herstellbar war.“
Wissenschaftliche Untersuchung oder technischer Entwicklungsweg?
| Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt | Technischer Schwerpunkt |
|---|---|
| Eine Frage über einen Zusammenhang oder Effekt steht im Mittelpunkt. | Ein Problem mit Anforderungen und Kriterien steht im Mittelpunkt. |
| Du planst Messungen oder Experimente. | Du entwickelst, baust und testest Lösungen. |
| Variablen, Messwerte und Unsicherheiten sind zentral. | Anforderungen, Alternativen, Prototypen und Optimierungen sind zentral. |
| Das Ergebnis ist eine begründete Aussage über einen untersuchten Zusammenhang. | Das Ergebnis ist eine begründete Aussage über die Eignung einer technischen Lösung. |
Viele NwT-Projekte verbinden beides. Dann kann Deine Präsentation beispielsweise erst eine naturwissenschaftliche Grundlage untersuchen und diese Erkenntnis anschließend für eine technische Entscheidung nutzen.
Ergebnisse: Zeigen, was herausgekommen ist
Im Ergebnisteil präsentierst Du die wichtigsten Befunde. Das können Messwerte, Diagramme, Beobachtungen, Fotos eines Prototyps, Vergleichsdaten oder Testergebnisse sein.
Ein gutes Ergebnis ist nicht einfach „viel Material“, sondern eine klare Aussage mit Beleg.
| Schwach | Stärker |
|---|---|
| Hier sieht man unser Diagramm. | Mit zunehmender Länge steigt in unseren Messungen die Schwingungsdauer. Das ist im Diagramm an der ansteigenden Kurve zu erkennen. |
| Unser Prototyp war gut. | Der zweite Prototyp erfüllte drei von vier Kriterien besser als die erste Version; nur beim Materialverbrauch schnitt er schlechter ab. |
Ergebnis und Bewertung trennen
Diese Unterscheidung ist für einen starken roten Faden besonders wichtig.
Ergebnis bedeutet: Was haben wir beobachtet, gemessen oder erreicht?
Bewertung bedeutet: Was bedeutet dieses Ergebnis, wie zuverlässig ist es und welche Schlussfolgerung ist gerechtfertigt?
Beispiel:
| Ebene | Aussage |
|---|---|
| Ergebnis | Der Prototyp hielt im Belastungstest 2,4 kg. |
| Bewertung | Damit wird unser Zielwert von 2 kg überschritten. Für eine endgültige Aussage wären jedoch mehr Wiederholungen nötig. |
| Rückbindung | Bezogen auf die Leitfrage zeigt der Test, dass die gewählte Konstruktion die geforderte Last grundsätzlich tragen kann. |
Bewertung: Mehr als „gut“ oder „schlecht“
Eine Bewertung braucht Kriterien. Typische Kriterien in NwT-Projekten können sein: Funktionsfähigkeit, Genauigkeit, Stabilität, Materialeinsatz, Energieverbrauch, Sicherheit, Kosten, Nachhaltigkeit, Bedienbarkeit oder Zuverlässigkeit.
Eine starke Bewertung verbindet immer drei Elemente:
| Kriterium | + | Beleg | + | Urteil |
Beispiel: „Bezogen auf die Stabilität ist Variante B geeigneter, weil sie im Test bei gleicher Belastung deutlich weniger verformt wurde.“
Auf E-Niveau kommt hinzu, dass Du Zielkonflikte erkennst: Eine Lösung kann zum Beispiel stabiler, aber schwerer sein. Dann reicht ein einzelnes Kriterium nicht aus.
Fazit: Die Leitfrage wirklich beantworten
Im Fazit schließt sich der rote Faden. Du fasst nicht einfach alle Folien noch einmal zusammen, sondern beantwortest die Leitfrage möglichst präzise.
Ein starkes Fazit enthält:
- eine direkte Antwort auf die Leitfrage,
- den wichtigsten Beleg,
- eine Einschränkung oder Bedingung, wenn sie für die Aussage wichtig ist,
- gegebenenfalls einen kurzen Ausblick.
Beispiel: „Unter unseren Testbedingungen war Variante B die geeignetste Greiferform, weil sie alle getesteten Gegenstände sicher hielt und dabei weniger Material als Variante C benötigte. Für sehr glatte Gegenstände wäre allerdings ein zusätzlicher Belag sinnvoll.“
Der Leitfragen-Check nach jedem Abschnitt
Nach jedem großen Abschnitt kannst Du einen Satz ergänzen, der die Verbindung zur Leitfrage wieder sichtbar macht.
| Abschnitt | Möglicher Rückbindungssatz |
|---|---|
| Problem | Damit ist geklärt, warum unsere Leitfrage für das Projekt wichtig ist. |
| Grundlagen | Mit diesem Zusammenhang können wir nun untersuchen, wovon unser Ergebnis beeinflusst wird. |
| Untersuchung | Dieses Vorgehen liefert die Daten, die wir zur Beantwortung der Leitfrage brauchen. |
| Ergebnisse | Diese Werte zeigen einen Teil der Antwort auf unsere Leitfrage. |
| Bewertung | Erst durch diese Einordnung können wir entscheiden, wie belastbar unsere Antwort ist. |
| Fazit | Damit lässt sich die Leitfrage unter unseren Bedingungen folgendermaßen beantworten. |
Übergänge trainieren
Übergänge sind die sprachlichen Brücken des roten Fadens. Sie verhindern, dass die Präsentation wie eine Folge einzelner Folien wirkt.
Von der Problemstellung zu den Grundlagen: „Um beurteilen zu können, warum dieses Problem entsteht, müssen wir zunächst erklären, wie … funktioniert.“
Von den Grundlagen zur Untersuchung: „Aus diesem Zusammenhang ergibt sich unsere Vermutung. Deshalb haben wir untersucht, ob …“
Von der Untersuchung zu den Ergebnissen: „Mit diesem Aufbau konnten wir nun prüfen, wie sich … verändert.“
Von den Ergebnissen zur Bewertung: „Die Messwerte zeigen zunächst einen deutlichen Unterschied. Entscheidend ist aber, wie zuverlässig und relevant dieser Unterschied für unsere Leitfrage ist.“
Von der Bewertung zum Fazit: „Wenn wir diese Stärken und Grenzen zusammennehmen, lässt sich unsere Leitfrage nun beantworten.“
Übergangslabor: Drei Qualitätsstufen
| Niveau | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| G | „Jetzt kommen wir zu unserem Versuch.“ | Der Wechsel wird angekündigt. |
| M | „Um unsere Vermutung zu prüfen, haben wir folgenden Versuch geplant.“ | Der Versuch wird mit der vorherigen Vermutung verbunden. |
| E | „Da die Grundlagen einen Einfluss der Oberfläche erwarten lassen, testen wir nun gezielt drei Oberflächen bei ansonsten gleichen Bedingungen.“ | Grundlagen, Hypothese, Methode und Kontrollidee werden logisch verknüpft. |
Storyboard: Der rote Faden vor den Folien
Bevor Du eine Präsentationssoftware öffnest, lohnt sich ein Storyboard. Jede Karte steht für eine Folie oder einen Präsentationsschritt.

Ein Storyboard für eine NwT-Präsentation kann so aussehen:
| Schritt | Funktion | Kernbotschaft | Beleg oder Visualisierung | Übergang |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | Problem sichtbar machen | Es gibt eine konkrete Herausforderung. | Foto, Frage, kurzes Beispiel | „Daraus ergibt sich unsere Leitfrage …“ |
| Leitfrage | Ziel klären | Genau diese Frage wollen wir beantworten. | Leitfrage groß und klar | „Dafür brauchen wir zuerst …“ |
| Grundlagen | notwendiges Vorwissen | Ein bestimmter Zusammenhang ist entscheidend. | Skizze, Modell, Fachbegriff | „Deshalb untersuchen wir …“ |
| Vorgehen | Weg nachvollziehbar machen | So gewinnen wir belastbare Informationen. | Versuchsaufbau oder Entwicklungsplan | „Damit erhalten wir folgende Ergebnisse …“ |
| Ergebnis | Befund zeigen | Das ist der zentrale Befund. | Diagramm, Messwerte, Prototypfoto | „Doch wie gut ist dieses Ergebnis?“ |
| Bewertung | Befund einordnen | Stärken und Grenzen bestimmen die Aussagekraft. | Kriterienmatrix | „Damit können wir die Leitfrage beantworten …“ |
| Fazit | Antwort geben | Die Leitfrage wird präzise beantwortet. | ein prägnanter Schlusssatz | Abschluss |
Storyboard als Qualitätskontrolle
Wenn zwei Storyboard-Karten dieselbe Funktion haben, kannst Du sie vielleicht zusammenfassen. Wenn zwischen zwei Karten kein sinnvoller Übergang möglich ist, fehlt wahrscheinlich ein logischer Zwischenschritt.
Frage bei jeder Karte:
- Warum kommt diese Folie genau hier?
- Welche Frage beantwortet sie?
- Welche Aussage soll nach der Folie im Kopf bleiben?
- Was verbindet sie mit der nächsten Folie?
- Wie führt sie zurück zur Leitfrage?
Strukturkarte: Vom Material zur Präsentation
Du kannst Deine Recherche zunächst als Karte sammeln und erst danach in eine lineare Präsentation überführen.
| Recherche-Insel | Verbindung | Präsentationsabschnitt |
|---|---|---|
| Begriffe, Modelle, Fachwissen | Was braucht man zum Verständnis? | Grundlagen |
| Beobachtungen, Messwerte, Fotos | Was zeigt die Untersuchung? | Ergebnisse |
| Entscheidungen, Varianten, Tests | Wie entstand die Lösung? | technischer Lösungsweg |
| Fehler, Grenzen, Alternativen | Wie sicher ist die Aussage? | Bewertung |
| wichtigste Antwort | Was folgt aus allem zusammen? | Fazit |

Eine Mind-Map eignet sich besonders für die Sammelphase. Für die Präsentation musst Du daraus anschließend eine Reihenfolge bilden. Genau dieser Schritt – vom Netz zur Linie – erzeugt den roten Faden.
Ablaufdiagramm: Von der Leitfrage zur fertigen Präsentation
| Leitfrage formulieren | → | Recherche sammeln | → | Informationen filtern | → | Abschnitte bilden | → | Reihenfolge begründen | → | Storyboard erstellen | → | Übergänge formulieren | → | Leitfragenbezüge prüfen | → | Präsentation proben |
Wenn Du beim Proben merkst, dass Du zwischen zwei Punkten oft „und dann …“ sagst, ist das ein Warnsignal. Ein guter Übergang erklärt nicht nur, dass etwas als Nächstes kommt, sondern warum.
Beispiel einer vollständigen Logik
Leitfrage: Wie lässt sich die Temperatur in einem kleinen Modellgewächshaus ohne aktive Kühlung möglichst niedrig halten?
| Präsentationsabschnitt | Inhalt | Funktion im roten Faden |
|---|---|---|
| Problem | Ein geschlossenes Gewächshaus kann sich stark erwärmen. | macht die Relevanz sichtbar |
| Grundlagen | Wärmestrahlung, Luftaustausch und Verschattung | erklärt mögliche Einflussfaktoren |
| Untersuchung | Vergleich von Lüftungsöffnungen und Verschattung | prüft zwei konkrete Maßnahmen |
| Ergebnisse | Temperaturverläufe der Varianten | zeigt, welche Maßnahme wie stark wirkt |
| Bewertung | Vergleich nach Kühlwirkung, Aufwand und Übertragbarkeit | ordnet die Ergebnisse ein |
| Fazit | Kombination aus Lüftung und Verschattung war unter den Testbedingungen am wirksamsten | beantwortet die Leitfrage |
Der rote Faden besteht hier nicht aus dem Thema „Gewächshaus“, sondern aus der Kette von Begründungen: Problem → notwendige Grundlagen → passende Untersuchung → Ergebnis → Bewertung → Antwort.
Kriterienmatrix für technische Projekte
Bei technischen Lösungen ist eine einfache Kriterienmatrix hilfreich.
| Kriterium | Variante A | Variante B | Variante C | Bedeutung für die Leitfrage |
|---|---|---|---|---|
| Funktion | erfüllt | erfüllt sehr gut | teilweise erfüllt | Wie zuverlässig löst die Variante das Problem? |
| Materialeinsatz | hoch | mittel | gering | Wie ressourcenschonend ist die Lösung? |
| Stabilität | mittel | hoch | gering | Hält die Lösung den Belastungen stand? |
| Herstellbarkeit | einfach | mittel | einfach | Ist die Lösung praktisch umsetzbar? |
Auf G-Niveau kannst Du zwei Kriterien nutzen. Auf M-Niveau begründest Du mehrere Kriterien. Auf E-Niveau gewichtest Du Kriterien, diskutierst Zielkonflikte und begründest, warum ein Kriterium für die Leitfrage wichtiger sein kann als ein anderes.
Ergebniskarte für naturwissenschaftliche Projekte
| Beobachtung oder Messwert | Interpretation | Unsicherheit | Rückbindung |
|---|---|---|---|
| Was wurde gemessen? | Was könnte das bedeuten? | Wie sicher ist die Aussage? | Was sagt das zur Leitfrage? |
Diese vier Spalten verhindern zwei typische Fehler: erstens eine reine Datensammlung ohne Deutung und zweitens eine zu schnelle Schlussfolgerung ohne Blick auf Unsicherheiten.
Medien sinnvoll in den roten Faden einbauen
Ein Bild, Diagramm oder Video ist dann sinnvoll, wenn es eine Aufgabe übernimmt. Frage Dich:
- Verdeutlicht das Medium einen Zusammenhang?
- Liefert es einen Beleg?
- Verkürzt es eine komplizierte Erklärung?
- Unterstützt es die Orientierung im Vortrag?
- Kann ich in einem Satz sagen, was das Publikum daran erkennen soll?
Ein Medium ohne Funktion ist Dekoration. Ein gutes Medium ist ein Teil der Argumentation.
Videoimpuls: Präsentationen strukturieren
Achte beim Video besonders auf die Hinweise zu Gliederung, Einstieg, Hauptteil, Schluss und rotem Faden. Übertrage anschließend mindestens zwei Hinweise auf Deine eigene NwT-Präsentation.
Videoimpuls: Einstieg und Schluss
Ein guter Einstieg eröffnet nicht nur den Vortrag, sondern führt zur Leitfrage. Ein guter Schluss kehrt zu ihr zurück.
Videoimpuls: Eine Forschungsfrage präzisieren
Das folgende Video richtet sich zwar an wissenschaftliche Arbeiten, aber Du kannst die Grundidee auf NwT übertragen: Eine präzise Frage hilft dabei, Inhalte auszuwählen und eine begründete Antwort zu entwickeln.
Die 30-Sekunden-Prüfung
Erkläre Deine komplette Präsentation in höchstens 30 Sekunden nur mit den sechs Kernstationen:
Problem → Grundlagen → Vorgehen → Ergebnis → Bewertung → Fazit
Wenn Du dabei nicht erklären kannst, warum ein Schritt aus dem vorherigen folgt, solltest Du Deine Struktur überarbeiten.
Der Roter-Faden-Test
Prüfe Deine Präsentation vor dem Vortragen mit diesen Fragen:
- Kann ich die Leitfrage in einem Satz nennen?
- Ist der Einstieg erkennbar mit der Leitfrage verbunden?
- Erkläre ich nur Grundlagen, die später gebraucht werden?
- Ist mein Vorgehen geeignet, die Leitfrage zu beantworten?
- Zeige ich nur Ergebnisse, die für die Leitfrage wichtig sind?
- Unterscheide ich Ergebnis und Bewertung?
- Begründe ich technische Entscheidungen mit Kriterien?
- Verwende ich Übergänge, die Zusammenhänge erklären?
- Kehre ich im Fazit ausdrücklich zur Leitfrage zurück?
- Kann das Publikum nach dem Schluss die Antwort auf die Leitfrage wiedergeben?
Typische Brüche im roten Faden
| Bruch | Woran Du ihn erkennst | Verbesserung |
|---|---|---|
| Wissensblock ohne Funktion | Viele Fakten, die später nicht mehr vorkommen | Nur notwendige Grundlagen behalten |
| Methoden-Sprung | Der Versuch erscheint ohne Begründung | Aus Grundlagen eine Vermutung oder Entscheidung ableiten |
| Ergebnis ohne Aussage | Diagramm wird gezeigt, aber nicht erklärt | Kernaussage direkt nennen und am Diagramm belegen |
| Bewertung ohne Kriterien | „Das war gut“ oder „Variante B war besser“ | Kriterien und Belege nennen |
| Fazit ohne Leitfrage | Nur Wiederholung der Folien | Leitfrage wörtlich oder sinngemäß beantworten |
| Übergang ohne Logik | „Jetzt kommt …“ | Grund für den nächsten Schritt erklären |
Präsentationsplanung mit Zeitbudget
Auch das Zeitbudget beeinflusst den roten Faden. Nicht jeder Abschnitt braucht gleich viel Zeit.
Ein mögliches Beispiel für eine etwa achtminütige Präsentation wäre:
| Abschnitt | Beispielhafter Anteil | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Einstieg und Leitfrage | kurz | Interesse und Orientierung |
| Grundlagen | eher kurz | nur notwendiges Vorwissen |
| Untersuchung oder Lösungsweg | mittel | Vorgehen nachvollziehbar machen |
| Ergebnisse | deutlich | wichtigste Befunde zeigen |
| Bewertung | deutlich | Bedeutung, Grenzen und Kriterien |
| Fazit | kurz und prägnant | Leitfrage beantworten |
Entscheidend ist nicht die exakte Minute, sondern die Gewichtung: Wenn Du fünf Minuten Grundlagen erklärst und nur zwanzig Sekunden Ergebnisse bewertest, stimmt die Dramaturgie meistens nicht.
G/M/E-Auftrag zur eigenen Präsentation
G: Erstelle eine Gliederung mit den sechs Kernstationen und schreibe zu jeder Station einen Satz, der ihre Funktion erklärt.
M: Ergänze zu jeder Station einen Übergangssatz und markiere, an welchen drei Stellen Du ausdrücklich auf die Leitfrage zurückkommst.
E: Prüfe zusätzlich, ob Deine Struktur alternative Deutungen, Unsicherheiten oder Zielkonflikte berücksichtigt. Formuliere eine begründete Entscheidung darüber, welche Inhalte Du bewusst nicht präsentierst.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Funktion hat die Leitfrage für den roten Faden einer NwT-Präsentation? (Sie steuert Auswahl, Reihenfolge und Rückbindung der Inhalte) (!Sie ersetzt die Ergebnisse) (!Sie ist nur für den Titel wichtig) (!Sie wird erst im Fazit benötigt)
Welche Aussage beschreibt die Aufgabe der Grundlagen am besten? (Sie liefern genau das Vorwissen, das für Vorgehen und Ergebnisse benötigt wird) (!Sie sollen möglichst viele Fachbegriffe enthalten) (!Sie ersetzen die Untersuchung) (!Sie dienen hauptsächlich dazu, Zeit zu füllen)
Was sollte auf eine Problemstellung typischerweise folgen? (Die für das Verständnis notwendigen Grundlagen) (!Ein zufälliges Zusatzthema) (!Direkt die Quellenliste) (!Nur das Schlussbild)
Was gehört in erster Linie in den Ergebnisteil? (Die wichtigsten beobachteten oder gemessenen Befunde) (!Eine unbelegte persönliche Meinung) (!Eine vollständige Wiederholung der Grundlagen) (!Eine neue Leitfrage ohne Bezug zum Projekt)
Was unterscheidet Bewertung und Ergebnis? (Die Bewertung ordnet Ergebnisse mithilfe von Kriterien und Grenzen ein) (!Die Bewertung enthält nur Messwerte) (!Das Ergebnis enthält immer die endgültige Entscheidung) (!Zwischen Ergebnis und Bewertung gibt es keinen Unterschied)
Welcher Übergang stellt den stärksten Zusammenhang her? (Aus diesem Zusammenhang ergibt sich unsere Vermutung, deshalb testen wir nun drei Varianten) (!Jetzt kommt die nächste Folie) (!Dann haben wir noch etwas gemacht) (!Als Nächstes seht ihr ein Bild)
Wozu dient ein Storyboard vor dem Erstellen der Folien? (Es macht Funktion, Kernbotschaft und Übergänge der Präsentationsschritte sichtbar) (!Es ersetzt die Recherche) (!Es legt automatisch die richtigen Messergebnisse fest) (!Es ist nur für Filme geeignet)
Wann sollte eine recherchierte Information eher weggelassen werden? (Wenn sie keinen klaren Beitrag zur Beantwortung der Leitfrage leistet) (!Wenn sie verständlich ist) (!Wenn sie aus einer glaubwürdigen Quelle stammt) (!Wenn sie eine wichtige Grundlage erklärt)
Was ist bei einem technischen Lösungsweg besonders wichtig? (Entscheidungen mit Anforderungen, Kriterien und Testergebnissen zu begründen) (!Immer den ersten Entwurf unverändert zu verwenden) (!Möglichst viele Bauteile zu zeigen) (!Nur das fertige Produkt zu präsentieren)
Was kennzeichnet ein starkes Fazit? (Es beantwortet die Leitfrage präzise auf Grundlage der präsentierten Ergebnisse und Bewertung) (!Es führt mehrere völlig neue Grundlagen ein) (!Es enthält nur den Satz Danke fürs Zuhören) (!Es wiederholt jede Folie vollständig)
Memory
| Leitfrage | steuert die Auswahl der Inhalte |
| Grundlagen | liefern notwendiges Vorwissen |
| Methode | beschreibt den Erkenntnisweg |
| Ergebnis | zeigt den zentralen Befund |
| Bewertung | ordnet die Aussagekraft ein |
| Fazit | beantwortet die Ausgangsfrage |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ausgangspunkt | Problem oder Fragestellung |
| Verständnisbasis | Grundlagen |
| Erkenntnisweg | Untersuchung oder technischer Lösungsweg |
| Befund | Ergebnisse |
| Einordnung | Bewertung |
| Antwort | Fazit |
Kreuzworträtsel
| Leitfrage | Welche zentrale Frage steuert Auswahl und Reihenfolge der Präsentation? |
| Grundlagen | Wie heißt der Abschnitt mit dem notwendigen Vorwissen? |
| Methode | Welcher Begriff bezeichnet das geplante Vorgehen einer Untersuchung? |
| Ergebnis | Wie heißt ein zentraler Befund einer Untersuchung? |
| Bewertung | Wie heißt die Einordnung eines Ergebnisses mithilfe von Kriterien? |
| Storyboard | Wie heißt eine bildliche oder tabellarische Vorplanung einzelner Präsentationsschritte? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Leitfragenkarte: Wähle ein NwT-Thema und formuliere dazu eine Leitfrage. Schreibe darunter drei Informationen, die Du wirklich brauchst, und zwei Informationen, die Du bewusst weglassen würdest.
- Sechs-Stationen-Gliederung: Erstelle für ein bekanntes Projekt die Reihenfolge Problem, Grundlagen, Vorgehen, Ergebnisse, Bewertung und Fazit. Formuliere zu jeder Station einen Kernsatz.
- Übergangstraining: Formuliere fünf Übergangssätze, die nicht nur „Als Nächstes“ verwenden, sondern den logischen Zusammenhang zwischen zwei Abschnitten erklären.
- Storyboard-Skizze: Zeichne sechs Karten für eine kurze NwT-Präsentation. Jede Karte enthält Folientitel, Kernbotschaft und einen geplanten Übergang.
Standard – M
- Recherchefilter: Sammle acht recherchierte Informationen zu einem Thema und ordne jede Information einer Funktion zu. Begründe anschließend, welche zwei Informationen nicht in Deine Präsentation gehören.
- Diagramm-Kommentar: Suche oder erstelle ein einfaches Messdiagramm. Formuliere dazu getrennt einen Ergebnissatz, einen Bewertungssatz und einen Satz zur Rückbindung an die Leitfrage.
- Peer-Review Roter Faden: Tausche eine Präsentationsgliederung mit einer anderen Person. Markiere eine starke Verbindung, einen möglichen Bruch und eine Stelle, an der die Leitfrage erneut aufgegriffen werden sollte.
- 90-Sekunden-Präsentation: Nimm eine 90-sekündige Kurzpräsentation mit Problem, Vorgehen, Ergebnis und Fazit als Audio oder Video auf. Höre sie an und prüfe, ob die Leitfrage am Ende beantwortet wird.
Schwer – E
- Technische Entscheidungsanalyse: Entwickle drei technische Lösungsvarianten zu einem Problem. Lege mindestens vier Kriterien fest, bewerte die Varianten und begründe, welche Lösung unter Deinen Bedingungen die beste ist.
- Alternative Deutung: Nimm ein eigenes oder vorgegebenes Versuchsergebnis. Formuliere zwei mögliche Erklärungen und entwickle einen zusätzlichen Test, mit dem Du zwischen ihnen unterscheiden könntest.
- Präsentationsdramaturgie: Entwirf ein vollständiges Storyboard mit Einstieg, Leitfrage, Grundlagen, Untersuchung oder Entwicklungsweg, Ergebnissen, Bewertung und Fazit. Schreibe zu jedem Übergang, warum er logisch notwendig ist.
- Roter-Faden-Revision: Überarbeite eine bestehende Präsentation radikal. Entferne mindestens zwei Folien, ordne mindestens zwei Folien neu und ergänze drei explizite Rückbindungen an die Leitfrage. Dokumentiere jede Änderung mit einer Begründung.


Lernkontrolle
- Strukturtransfer: Du erhältst zehn Folientitel einer ungeordneten NwT-Präsentation. Entwickle daraus eine sinnvolle Reihenfolge und begründe mindestens vier Deiner Entscheidungen mit Bezug auf die Leitfrage.
- Bruchdiagnose: Analysiere eine Präsentationsgliederung, in der nach einer langen Grundlagenphase sofort das Fazit folgt. Erkläre, welche Denkstationen fehlen und wie Du die Struktur reparieren würdest.
- Methodenwahl: Eine Gruppe möchte herausfinden, welches Dämmmaterial die Wärme am besten zurückhält. Entwickle einen passenden Untersuchungsweg und erkläre, wie jeder Schritt zur Beantwortung der Leitfrage beiträgt.
- Bewertungsentscheidung: Zwei Prototypen erfüllen unterschiedliche Kriterien. Entwickle eine Kriterienmatrix und begründe, welche Lösung für eine vorgegebene Nutzungssituation geeigneter ist.
- Übergangsrevision: Ersetze in einem Kurzvortrag alle Übergänge der Form „Jetzt kommt …“ durch Übergänge, die jeweils den sachlichen Zusammenhang zwischen vorherigem und folgendem Abschnitt erklären.
- Fazitprüfung: Vergleiche zwei mögliche Fazits zu derselben Untersuchung. Entscheide, welches die Leitfrage besser beantwortet, und überarbeite das schwächere Fazit so, dass Beleg, Einschränkung und Antwort zusammenpassen.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur Folien gestalten kannst, sondern die innere Logik Deiner Präsentation sichtbar machst.
- Leitfrage: Die Leitfrage ist präzise, untersuchbar oder technisch entscheidbar und steuert die Präsentation.
- Gliederung: Die Reihenfolge Problem, Grundlagen, Untersuchung oder Lösungsweg, Ergebnisse, Bewertung und Fazit ist logisch begründet.
- Auswahlkompetenz: Recherchierte Informationen werden nach ihrer Funktion ausgewählt und Unwichtiges wird weggelassen.
- Fachliche Grundlagen: Nur notwendiges Fachwissen wird korrekt und verständlich erklärt.
- Methodenbezug: Untersuchung oder technischer Entwicklungsweg passen zur Leitfrage.
- Ergebnisdarstellung: Zentrale Befunde werden klar, nachvollziehbar und mit geeigneten Darstellungen gezeigt.
- Bewertungskompetenz: Ergebnisse werden mit Kriterien, Grenzen, Unsicherheiten oder Zielkonflikten eingeordnet.
- Übergänge: Die Abschnitte werden durch begründende Übergänge miteinander verbunden.
- Rückbindung: Während der Präsentation wird mehrfach erkennbar auf die Leitfrage Bezug genommen.
- Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage auf Grundlage der gezeigten Ergebnisse und Bewertung.
| Bereich | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Struktur | nachvollziehbare Grundreihenfolge | begründete Reihenfolge mit passenden Übergängen | argumentativ geschlossene Dramaturgie mit bewusster Schwerpunktsetzung |
| Leitfragenbezug | Leitfrage am Anfang und Ende sichtbar | wiederholte Rückbindung an zentralen Stellen | konsequente Steuerung von Auswahl, Bewertung und Schlussfolgerung |
| Bewertung | einfache Kriterien | mehrere begründete Kriterien und Grenzen | Zielkonflikte, Unsicherheiten und Alternativen werden reflektiert |
| Präsentationslogik | Inhalte sind überwiegend verständlich verbunden | Zusammenhänge werden erklärt | jeder Abschnitt erfüllt eine erkennbare argumentative Funktion |
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