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Metallkunde und Werkstoffauswahl – Werkstoffnachweise verstehen

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Metallkunde und Werkstoffauswahl – Werkstoffnachweise verstehen

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Metallkunde und Werkstoffauswahl – Werkstoffnachweise verstehen

Kurzbeschreibung: Du lernst, wie Chargenbezug, Prüfbescheinigungen und Rückverfolgbarkeit zusammenhängen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Passt genau dieses Material zu genau diesem Nachweis?

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Fertigung, Instandhaltung, Qualitätssicherung und verwandten Berufen.

Sicherheitsgrenze des Kurses: Dieser Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Werkstattarbeiten, Probenahmen, Trennen, Schleifen, Prüfen, Ätzen, Heben oder Maschinenarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, festgelegten Schutzmaßnahmen und unter zuständiger Aufsicht durchgeführt werden.


Einleitung

Ein Werkstoff kann mechanisch geeignet wirken und trotzdem für einen Auftrag nicht nachgewiesen sein. Entscheidend ist die dokumentierte Kette:

Bestellung Prüfbescheinigung Charge Material Bauteil
Forderung Prüfdokument eindeutige Zuordnung Kennzeichnung Rückbezug

Merksatz: Gute Messwerte ersetzen keinen fehlenden Chargenbezug.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Chargenbezug in Material und Dokumenten erkennen.
  2. die Grundtypen nach EN 10204 unterscheiden.
  3. typische Angaben einer Prüfbescheinigung gezielt lesen.
  4. Messwerte wie Streckgrenze, Zugfestigkeit und Bruchdehnung einordnen.
  5. eine unterbrochene Rückverfolgbarkeit erkennen und begründet eskalieren.
  6. zwischen Werkstoffnachweis und Werkstoffeignung unterscheiden.


Lerneinheit 1: Was bedeutet Charge?

Eine Charge bezeichnet eine abgegrenzte Produktionsmenge, die unter festgelegten Bedingungen hergestellt und dokumentiert wurde. Bei Stahlerzeugnissen ist häufig eine Schmelzen- oder Chargennummer das zentrale Identitätsmerkmal.

Prüffrage Beispiel
Was steht am Material? Charge 8A472
Was steht im Zeugnis? Charge 8A472
Stimmen beide überein? Ja
Ist der Bezug dokumentiert? plausibel vorhanden

Achtung: Nach dem Sägen oder Aufteilen darf die Identität nicht einfach verloren gehen. Wie Kennzeichnungen übertragen und Teilmengen dokumentiert werden, richtet sich nach dem betrieblich festgelegten Verfahren.


Mini-Check: Chargenbezug

Situation Bewertung
Materialmarkierung und Bescheinigung zeigen dieselbe Charge Bezug ist grundsätzlich nachvollziehbar
Material zeigt eine andere Charge als die Bescheinigung Bezug ist nicht nachgewiesen
Kennzeichnung fehlt Zuordnung muss nach betrieblichem Verfahren geklärt werden


Lerneinheit 2: Prüfbescheinigungen nach EN 10204

Die EN 10204 beschreibt Arten von Prüfbescheinigungen für metallische Erzeugnisse. DIN Media führt die deutsche Ausgabe DIN EN 10204:2005-01 als aktuell.

Typ Kurzfunktion Prüfergebnisse
2.1 Werksbescheinigung Bestätigung der Übereinstimmung mit der Bestellung keine Prüfergebnisse
2.2 Werkszeugnis Bestätigung mit Ergebnissen aus nicht spezifischer Prüfung vorhanden
3.1 Abnahmeprüfzeugnis Ergebnisse aus spezifischer Prüfung; Bestätigung durch einen vom Fertigungsbereich unabhängigen, autorisierten Abnahmebeauftragten des Herstellers vorhanden
3.2 Abnahmeprüfzeugnis spezifische Prüfung mit zusätzlicher Bestätigung durch eine vereinbarte bzw. zuständige externe oder bestellerseitige Abnahmeinstanz vorhanden

Wichtig: Welche Bescheinigung erforderlich ist, ergibt sich aus Bestellung, Vertrag, Zeichnung, Spezifikation oder anwendbarem Regelwerk. Ein vorhandenes 2.2-Dokument ersetzt nicht automatisch ein gefordertes 3.1-Zeugnis.


Lerneinheit 3: Eine Prüfbescheinigung lesen

DIN Media führt DIN EN 10168:2004-09 als aktuell. Die Norm beschreibt Angaben in Prüfbescheinigungen für Stahlerzeugnisse.


Schnelllese-Reihenfolge

Schritt Suche nach Leitfrage
1 Bestellung oder Auftrag Gehört das Dokument zu meinem Vorgang?
2 Werkstoffbezeichnung Ist der geforderte Werkstoff genannt?
3 Abmessung und Erzeugnis Passt das gelieferte Produkt?
4 Charge oder Schmelze Passt die Kennzeichnung am Material?
5 chemische und mechanische Werte Sind die geforderten Prüfwerte dokumentiert?
6 Prüfbescheinigungsart und Bestätigung Ist die geforderte Nachweisart vorhanden?

Praxisregel: Erst Identität prüfen, dann Messwerte bewerten.


Lerneinheit 4: Messwerte verstehen

Kurzzeichen Bedeutung Typische Aussage
ReH obere Streckgrenze Beginn deutlicher plastischer Verformung bei Werkstoffen mit ausgeprägter Streckgrenze
Rp0,2 0,2-Prozent-Dehngrenze Ersatzkennwert, wenn keine ausgeprägte Streckgrenze vorliegt
Rm Zugfestigkeit höchste technische Spannung im Zugversuch
A Bruchdehnung Maß für die bleibende Dehnung nach dem Bruch

Messwertansicht:

Kennwert Messwert Fallvorgabe Ergebnis
ReH 392 MPa mindestens 355 MPa erfüllt
Rm 548 MPa 470 bis 630 MPa erfüllt
A 24 % mindestens 20 % erfüllt

Die Werte sind didaktische Fallwerte. In der Praxis gelten ausschließlich die Anforderungen des konkreten Auftrags, der Produktnorm, Spezifikation und des jeweiligen Lieferzustands.


Lerneinheit 5: Härtewerte und Prüfverfahren

Verfahren Kurzzeichen-Beispiel Grundidee
Vickers HV Eindruck einer Diamantpyramide wird ausgewertet
Brinell HBW Eindruck einer Hartmetallkugel wird ausgewertet
Rockwell HRC oder HRB Eindringtiefe unter definierten Prüfschritten wird bewertet

Härtewerte sind nur sinnvoll vergleichbar, wenn Prüfverfahren, Prüfbedingungen und Werkstoffzustand passen. Die Abbildungen und Videos dienen dem Verständnis; sie ersetzen keine betriebliche Prüfunterweisung.


Lerneinheit 6: Metallkunde für die Werkstoffauswahl

Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm hilft, wichtige Zusammenhänge zwischen Kohlenstoffgehalt, Temperatur und Gefügezuständen von Eisenwerkstoffen zu verstehen. Die gezeigte Grafik ist ein Orientierungsdiagramm und keine Freigabegrundlage für einen konkreten Werkstoff.

Auswahlfrage Beispiel
Belastung Welche Kräfte und Spannungen treten auf?
Temperatur Bleibt der Werkstoff im Einsatzbereich geeignet?
Korrosion Ist ein Schutz oder ein anderer Werkstoff nötig?
Fertigung Ist Schweißen, Umformen oder Zerspanen vorgesehen?
Nachweis Welche Norm, Spezifikation und Bescheinigungsart ist gefordert?

Merksatz: Eine Prüfbescheinigung dokumentiert Eigenschaften und Identität. Sie beweist nicht allein, dass ein Werkstoff für jede Anwendung geeignet ist.


Lerneinheit 7: Rückverfolgbarkeit

Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass die Identität entlang des festgelegten Prozesses dokumentiert erhalten bleibt.

Station Frage möglicher Nachweis
Wareneingang Welche Charge wurde geliefert? Materialkennzeichnung und Lieferdokument
Prüfung Gehört das Zeugnis zur Charge? Chargennummer im Dokument
Aufteilen Wie bleiben Teilstücke identifizierbar? festgelegte Kennzeichnungs- und Dokumentationsregel
Fertigung Welches Teil stammt aus welcher Charge? Fertigungs- oder Rückverfolgungsdatensatz
Enddokumentation Ist der Ursprung noch nachvollziehbar? Bezug auf ursprüngliche Prüfbescheinigung

Nicht ausreichend: Erinnerung, Farbe allein ohne festgelegtes System oder eine Vermutung aufgrund des Lagerorts.


Ausbildungsfall: Zwei Bündel, ein Nachweisproblem

Didaktischer Musterfall – keine reale Material- oder Arbeitsfreigabe.

Ein Ausbildungsbetrieb erhält zwei Flachstahl-Bündel. Die interne Fallvorgabe lautet:

Merkmal Fallvorgabe
Werkstoff S355J2+N
Dicke 12 mm
geforderte Bescheinigung 3.1
Chargenbezug eindeutig vom Bündel bis zur Bescheinigung


Wareneingang

Bündel Kennzeichnung Masse
A Charge 8A472 500 kg
B Charge 8A473 500 kg

Vorhanden ist eine 3.1-Bescheinigung M-26-1844 mit:

  1. Werkstoff S355J2+N
  2. Abmessung 12 × 80 mm
  3. Charge 8A472
  4. ReH 392 MPa
  5. Rm 548 MPa
  6. A 24 %


Messwertansicht des Musterfalls

Prüfung Messwert didaktische Fallgrenze Bewertung
ReH 392 MPa ≥ 355 MPa erfüllt
Rm 548 MPa 470–630 MPa erfüllt
A 24 % ≥ 20 % erfüllt
Kerbschlagarbeit bei −20 °C 75 J, 68 J, 71 J Mittelwert ≥ 27 J erfüllt

Der Mittelwert der drei Kerbschlagwerte beträgt rund 71,3 J. Auch diese Akzeptanzgrenzen sind für den Lernfall gesetzt und dürfen nicht als allgemeine Normtabelle verwendet werden.


Entscheidung im Musterfall

Bündel Dokumentlage Lernentscheidung Begründung
A Charge 8A472 steht auch in der 3.1-Bescheinigung dokumentarischer Bezug ist nachvollziehbar Identitätsmerkmal stimmt überein
B Charge 8A473 fehlt in der vorliegenden Bescheinigung Status klären und nach betrieblichem Verfahren sperren bzw. zurückstellen gute Werte der anderen Charge ersetzen keinen eigenen Nachweis

Zentrale Erkenntnis: Ein passender Werkstoffname reicht nicht. Die konkrete gelieferte Einheit muss zum Nachweis passen.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Markiere zuerst alle Identitätsmerkmale: Auftrag, Werkstoff, Abmessung und Charge.
Hilfe 2 Vergleiche zuerst die Chargennummern. Erst danach vergleichst Du Messwerte.
Hilfe 3 Frage für jedes Bündel: Kann ich von diesem Material eindeutig zur passenden Prüfbescheinigung zurückverfolgen?


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Aufgabe: Entscheide, welches Bündel direkt zur vorliegenden 3.1-Bescheinigung passt.

Deine Wahl begründetes Feedback
Bündel A Richtig: Charge 8A472 steht am Bündel und in der Bescheinigung.
Bündel B Nicht ausreichend: 8A473 ist in der vorliegenden Bescheinigung nicht nachgewiesen.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Bündel B trägt die richtige Werkstoffbezeichnung, aber Charge 8A473. Darf die Bescheinigung für Charge 8A472 einfach verwendet werden?

Begründetes Feedback: Nein. Die Werkstoffbezeichnung allein stellt die Rückverfolgbarkeit nicht her. Der Status muss nach dem betrieblichen Verfahren geklärt werden, zum Beispiel durch Beschaffung des passenden Nachweises oder formale Klärung durch die zuständige Stelle.


Transferaufgabe

Aufgabe: Aus Bündel A sollen mehrere Zuschnitte entstehen. Entwickle ein Dokumentationsprinzip, mit dem der Chargenbezug erhalten bleibt.

Begründetes Feedback: Eine gute Lösung sorgt für eine eindeutige Identifikation vor dem Trennen, eine festgelegte Übertragung oder Zuordnung auf die Teilstücke und einen dokumentierten Rückbezug zur Ausgangscharge. Die konkrete Methode muss betrieblich freigegeben sein.


Sicherheits- und Freigabegrenze

Dieser Lernkurs vermittelt Dokumentations- und Entscheidungswissen. Er ersetzt weder Unterweisung noch Betriebsanweisung noch Gefährdungsbeurteilung.

  1. Praktische Werkstattarbeit nur mit erforderlicher Unterweisung.
  2. Gefährdungsbeurteilung und festgelegte Schutzmaßnahmen müssen vorliegen.
  3. Maschinen, Prüfgeräte, Hebezeuge, Chemikalien und Proben dürfen nur im freigegebenen Rahmen verwendet werden.
  4. Unklare Materialidentität oder fehlende Nachweise werden nicht durch Vermutungen ersetzt.
  5. Die zuständige Aufsicht oder freigabeberechtigte Stelle entscheidet über das weitere Vorgehen.


Fachquellen und Medienrechte

Fachquellen:

  1. DIN EN 10204:2005-01 bei DIN Media – Arten von Prüfbescheinigungen für metallische Erzeugnisse.
  2. DIN EN 10168:2004-09 bei DIN Media – Angaben in Prüfbescheinigungen für Stahlerzeugnisse.
  3. ISO 6892-1:2019 bei DIN Media – Zugversuch an metallischen Werkstoffen bei Raumtemperatur.
  4. Wikipedia: EN 10204 – frei zugängliche Übersicht als ergänzende OER-Quelle.

Verwendete Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Spgs-Dehnungs-Kurve Streckgrenze.svg – Commons, unter anderem CC BY-SA 3.0 und GFDL.
  2. Spgs-Dehnungs-Kurve Dehngrenze.svg – Commons, unter anderem CC BY-SA 3.0 und GFDL.
  3. Iron carbon phase diagram.svg – Commons, CC BY-SA 4.0.
  4. Vickers-path-2.svg – Commons, CC BY-SA 3.0 und GFDL.
  5. Case hardened steel-vickers hardness test.png – Commons, unter anderem CC BY-SA 3.0.

Videos: Die eingebetteten Lernvideos von MaterialsScience2000 zu Zugversuch, Vickers-, Brinell- und Rockwell-Härteprüfung sind reale YouTube-Videos. Das Einbetten überträgt keine freie Lizenz; Rechte und Nutzungsbedingungen bleiben beim jeweiligen Rechteinhaber und bei YouTube.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient der Chargenbezug vor allem? (Er verbindet das konkrete Material mit seiner dokumentierten Produktionseinheit) (!Er ersetzt jede Werkstoffprüfung) (!Er bestimmt automatisch die Bauteilgeometrie) (!Er ist nur für die Lagerplatznummer gedacht)




Was kennzeichnet eine Bescheinigung 2.1 nach EN 10204? (Sie bestätigt die Übereinstimmung mit der Bestellung ohne Prüfergebnisse) (!Sie enthält immer spezifische Prüfergebnisse) (!Sie wird nur von einer externen Prüfstelle ausgestellt) (!Sie ersetzt automatisch ein 3.1-Zeugnis)




Welche Aussage passt zum Werkszeugnis 2.2? (Es enthält Ergebnisse aus nicht spezifischer Prüfung) (!Es enthält grundsätzlich keine Prüfergebnisse) (!Es ist immer eine 3.2-Bescheinigung) (!Es weist jede einzelne Charge durch spezifische Prüfung nach)




Was ist für ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 typisch? (Es enthält Ergebnisse spezifischer Prüfungen und wird herstellerseitig durch eine vom Fertigungsbereich unabhängige autorisierte Stelle bestätigt) (!Es enthält grundsätzlich keine Prüfwerte) (!Es darf nur aus einer Lagerliste bestehen) (!Es ist mit einer 2.1-Bescheinigung identisch)




Was unterscheidet 3.2 im Grundprinzip von 3.1? (Eine zusätzliche vereinbarte oder zuständige Abnahmeinstanz bestätigt die spezifische Prüfung) (!Bei 3.2 entfallen alle Prüfergebnisse) (!3.2 ist nur eine interne Materialnummer) (!3.2 bezeichnet ausschließlich die Härteprüfung)




Was ist bei abweichender Chargennummer zwischen Material und Zeugnis zu tun? (Den Status nach dem festgelegten Verfahren klären und die Zuordnung nicht vermuten) (!Die Werkstoffbezeichnung reicht als Ersatz) (!Die Chargennummer darf ignoriert werden) (!Ein beliebiges Zeugnis desselben Lieferanten genügt)




Wofür steht ReH im Zugversuch? (Für die obere Streckgrenze) (!Für die Zugfestigkeit) (!Für die Bruchdehnung) (!Für die Vickershärte)




Wofür steht Rm? (Für die Zugfestigkeit) (!Für die Chargennummer) (!Für die Bruchdehnung) (!Für die Kerbschlagtemperatur)




Beweist ein passendes 3.1-Zeugnis allein die Eignung für jede Anwendung? (Nein die Eignung muss zusätzlich gegen Einsatzbedingungen und Anforderungen geprüft werden) (!Ja ein 3.1-Zeugnis gilt für jede Anwendung) (!Ja sofern die Farbe des Materials stimmt) (!Nein weil Prüfbescheinigungen niemals Messwerte enthalten)




Was ist nach dem Aufteilen eines rückverfolgbaren Materials wesentlich? (Die eindeutige Identifikation und der dokumentierte Rückbezug müssen erhalten bleiben) (!Alle Teilstücke dürfen neue beliebige Chargennummern erhalten) (!Nur das größte Teilstück braucht einen Bezug) (!Die ursprüngliche Dokumentation wird grundsätzlich wertlos)





Memory

Charge Produktionseinheit
Werksbescheinigung Typ 2.1
Abnahmeprüfzeugnis Typ 3.1
Streckgrenze ReH
Zugfestigkeit Rm
Bruchdehnung A
Rückverfolgbarkeit Dokumentationskette





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Chargennummer Identitätsbezug
Werkstoffbezeichnung Werkstoffgüte
Abmessung Produktgeometrie
Prüfwert Messergebnis
Freigabestatus Prozessentscheidung





Kreuzworträtsel

Charge Wie heißt eine abgegrenzte Produktionseinheit mit gemeinsamer Identität?
Streckgrenze Welcher Kennwert beschreibt den Beginn deutlicher plastischer Verformung bei geeigneten Werkstoffen?
Zugfestigkeit Wie heißt der Kennwert Rm?
Hersteller Wer stellt typischerweise eine Prüfbescheinigung für sein Erzeugnis aus?
Werkstoff Was wird anhand von Eigenschaften und Einsatzanforderungen ausgewählt?
Rückverfolgbarkeit Wie heißt die dokumentierte Verbindung vom Bauteil zurück zum Ursprung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine eindeutige

verbindet Material und Dokumentation.
Eine Bescheinigung vom Typ 2.1 enthält keine

.
Ein Werkszeugnis 2.2 arbeitet mit Ergebnissen aus nicht

Prüfung.
Ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 enthält Ergebnisse einer

Prüfung.
Vor der Bewertung von Messwerten sollte zuerst die

des Materials geprüft werden.
Rm bezeichnet die

eines metallischen Werkstoffs.
Nach dem Aufteilen eines Materials muss die

erhalten bleiben.
Ein Werkstoffnachweis ersetzt keine Prüfung der konkreten

für den Einsatz.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Charge: Zeichne eine einfache Kette von der Chargennummer am Material bis zur Prüfbescheinigung.
  2. Prüfbescheinigung: Erstelle eine Karte mit den vier Typen 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 und notiere je einen Unterschied.
  3. Zugversuch: Gestalte eine Symbolkarte zu ReH, Rm und A mit je einem kurzen Erklärungssatz.
  4. Rückverfolgbarkeit: Markiere in einem von der Lehrkraft bereitgestellten Musterzeugnis die Felder, die für die Identität wichtig sind.


Standard

  1. Werkstoffprüfung: Vergleiche zwei bereitgestellte Musterbescheinigungen und entscheide, welche zur vorgegebenen Materialkennzeichnung passt. Begründe mit mindestens drei Feldern.
  2. Qualitätssicherung: Formuliere für Bündel B aus dem Ausbildungsfall eine kurze sachliche Sperr- oder Klärungsnotiz.
  3. Wareneingangsprüfung: Entwickle eine fünfstufige Prüfreihenfolge für einen dokumentenbasierten Wareneingang.
  4. Messwert: Übertrage die didaktischen Zugversuchswerte des Musterfalls in ein selbst gestaltetes Diagramm und kennzeichne Soll- und Ist-Bereich.


Schwer

  1. Rückverfolgbarkeit: Entwirf ein Konzept, wie der Chargenbezug nach dem Aufteilen eines Bündels dokumentiert erhalten werden kann.
  2. Fehleranalyse: Untersuche die Folgen einer Materialverwechslung für Qualität, Sicherheit, Dokumentation und Kosten, ohne praktische Werkstattversuche durchzuführen.
  3. Werkstoffauswahl: Vergleiche zwei fiktive Werkstoffalternativen anhand von Festigkeit, Temperatur, Korrosion, Fertigbarkeit und Nachweisanforderung.
  4. OER: Erstelle eine eigene kleine Lernseite über Werkstoffnachweise und verwende nur Medien mit nachvollziehbaren Nutzungsrechten.




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Lernkontrolle

  1. Chargenbezug: Ein Bauteil ist korrekt beschriftet, aber die zugehörige Bescheinigung nennt eine andere Charge. Erkläre, warum gute Messwerte allein das Problem nicht lösen.
  2. Werkstoffauswahl: Ein Werkstoff erfüllt die Festigkeitswerte, ist aber für die vorgesehene korrosive Umgebung nicht bewertet. Leite ab, welche zusätzliche Information vor einer Auswahlentscheidung nötig ist.
  3. Prüfbescheinigung: Ein Auftrag fordert 3.1, geliefert wird 2.2. Formuliere eine sachliche Entscheidung und begründe sie über die Dokumentenanforderung.
  4. Rückverfolgbarkeit: Beschreibe, wie eine unterbrochene Kennzeichnung nach dem Sägen das spätere Bauteilzeugnis beeinflussen kann.
  5. Qualitätssicherung: Entwickle eine Prüfreihenfolge, mit der Du Identitätsfehler früh erkennst, bevor Messwerte im Detail bewertet werden.
  6. Werkstoffkunde: Erkläre, warum ein Eisen-Kohlenstoff-Diagramm bei der metallkundlichen Einordnung hilft, aber keine konkrete Freigabeentscheidung ersetzt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. den Zweck von Chargenbezug und Rückverfolgbarkeit erklären kannst.
  2. die Bescheinigungsarten 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 in ihrer Grundfunktion unterscheiden kannst.
  3. relevante Identitätsfelder in einer Prüfbescheinigung findest.
  4. ReH, Rp0,2, Rm und A grundlegend einordnen kannst.
  5. bei einer Abweichung zwischen Material und Dokument eine nachvollziehbare Klärungsentscheidung formulierst.
  6. zwischen dokumentiertem Werkstoffnachweis und technischer Werkstoffeignung unterscheidest.
  7. ein einfaches Rückverfolgungskonzept für Materialteilung begründen kannst.
  8. die Sicherheits- und Freigabegrenzen des Lernkurses beachtest.




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