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Manuelle Metallbearbeitung – Innengewinde von Hand vorbereiten

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Manuelle Metallbearbeitung – Innengewinde von Hand vorbereiten

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Manuelle Metallbearbeitung – Innengewinde von Hand vorbereiten


Einleitung

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik. Du lernst in kurzen Einheiten, wie Du ein Innengewinde fachlich vorbereitest: Kernloch bestimmen, Werkzeugfolge erkennen und Späne kontrolliert abführen.

Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Prüfung der Arbeitsmittel und unter der zuständigen Aufsicht durchgeführt werden. Betriebsanweisung, Zeichnung, Herstellerangaben und Anweisungen der ausbildenden Fachkraft haben Vorrang.

Die Abbildung zeigt verschiedene Werkzeuge zur Bearbeitung von Bohrungen. Für diesen Kurs sind vor allem Spiralbohrer, Kegelsenker und Gewindebohrer wichtig.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du ein Kernloch für ein metrisches ISO-Regelgewinde aus einer Tabelle oder aus Nenndurchmesser und Steigung ableiten, einen dreiteiligen Handgewindebohrersatz in die richtige Reihenfolge bringen, die Funktion von Spanbruch und Schmierung erklären und sichere Entscheidungen für eine beaufsichtigte Fertigungssituation begründen.


Ausbildungsfall: Montageplatte mit M6-Durchgangsgewinde

Du arbeitest an einer Übungs-Montageplatte aus Stahl S235JR, 8 mm dick. Für einen nicht sicherheitskritischen Sensorhalter ist laut Übungszeichnung ein M6-Durchgangsgewinde vorgesehen.

Dein Arbeitsauftrag lautet: Fertigung vorbereiten, Werkzeugfolge planen, Risiken benennen und den Ablauf zunächst nur simulieren. Erst danach entscheidet die zuständige Fachkraft, ob und wie eine praktische Ausführung stattfinden darf.

Vorgabe Ausbildungsfall
Gewinde M6 ISO-Regelgewinde
Steigung 1,0 mm
Kernloch für den Übungsfall 5,0 mm
Bohrungsart Durchgangsloch
Handwerkzeug dreiteiliger Handgewindebohrersatz und Windeisen
Kontrolle nach Zeichnung und betrieblicher Prüfanweisung

Merke: Die Faustformel Kernlochdurchmesser ≈ Nenndurchmesser − Steigung passt für viele metrische ISO-Regelgewinde. Für reale Aufträge prüfst Du trotzdem Normtabelle, Werkzeughersteller, Werkstoff und Zeichnung.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Kernloch verstehen

Das Kernloch ist die Bohrung, in die das Innengewinde geschnitten wird. Für M6 mit 1,0 mm Steigung ergibt sich im Ausbildungsfall:

6,0 mm − 1,0 mm = 5,0 mm

Ein zu kleines Kernloch erhöht die Schneidarbeit und damit die Werkzeugbelastung. Ein zu großes Kernloch kann die Gewindetragfähigkeit verringern. Deshalb wird der Wert nicht geschätzt, sondern geprüft.

Mini-Auftrag: Markiere in Deiner Arbeitsplanung die drei Angaben, die Du vor der Bohrerauswahl sicher kennen musst: Gewindegröße, Steigung und Bohrungsart.


Lerneinheit 2: Kernloch herstellen und ansenken – nur als Planung

Die Reihenfolge in der Arbeitsvorbereitung lautet: Bohrstelle festlegen, Kernlochdurchmesser prüfen, geeignetes Bohrwerkzeug auswählen, sichere Spannung des Werkstücks planen, Kernloch herstellen und die Bohrung entsprechend Zeichnung beziehungsweise betrieblicher Vorgabe entgraten oder leicht ansenken.

Sicherheitsregel: Beim maschinellen Bohren gelten insbesondere Schutzbrille, sichere Werkstückspannung, enganliegende Kleidung, gesicherte Haare und keine Handschuhe an rotierenden Bohrmaschinen. Die konkrete Einrichtung des Arbeitsplatzes legt die betriebliche Gefährdungsbeurteilung fest.


Lerneinheit 3: Windeisen und Gewindebohrer erkennen

Das Windeisen hält den Vierkant des Handgewindebohrers. Ein dreiteiliger Satz für metrische Regelgewinde besteht typischerweise aus Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider.

Werkzeug Typische Kennzeichnung Aufgabe
Vorschneider ein Ring beginnt das Gewinde und verteilt die Schneidarbeit
Mittelschneider zwei Ringe vertieft das bereits angeschnittene Gewinde
Fertigschneider kein Ring stellt das Gewindeprofil fertig

Achtung: Kennzeichnungen können je nach Hersteller oder Satz abweichen. Vor der Nutzung wird die Kennzeichnung am real vorhandenen Satz geprüft.

Das historische Bild zeigt unterschiedliche Anschnittformen von Gewindebohrern. Es hilft Dir zu verstehen, warum nicht jeder Gewindebohrer gleich in das Werkstück schneidet.


Lerneinheit 4: Rechtwinklig ansetzen

Ein schräg angesetzter Gewindebohrer kann ein schiefes Gewinde erzeugen und die Werkzeugbelastung erhöhen. Im Ausbildungsfall planst Du deshalb eine Sichtkontrolle beziehungsweise eine im Betrieb freigegebene Führungshilfe.

Arbeitsauftrag: Zeichne in eine Skizze zwei zueinander senkrechte Sichtachsen ein, über die Du die Rechtwinkligkeit kontrollieren würdest. Die praktische Methode legt die ausbildende Fachkraft fest.


Lerneinheit 5: Spanbildung und Spanabfuhr

Beim Gewindeschneiden entstehen Späne. Schmier- beziehungsweise Schneidmittel können Reibung und Drehmoment senken und den Spantransport unterstützen. Welche Mittel verwendet werden dürfen, ergibt sich aus Werkstoff, Werkzeughersteller, Sicherheitsdatenblatt und betrieblicher Vorgabe.

Beim Handgewindeschneiden wird der Span nach Hersteller- oder Betriebsangabe durch kontrolliertes Zurückdrehen gebrochen. Eine Herstelleranleitung nennt als Beispiel: nach etwa zwei Umdrehungen ungefähr eine Drittelumdrehung zurückdrehen.

Nicht pauschal übernehmen: Der konkrete Rhythmus hängt von Werkzeug, Werkstoff, Lochart und betrieblicher Vorgabe ab.

Nach dem Arbeitsgang werden Späne nicht mit der Hand entfernt. Im Kurs wird für die Reinigung nur die sichere Variante simuliert: Stillstand abwarten und Späne mit geeignetem Handfeger oder Spänehaken entfernen. Druckluft ist in dieser Lerneinheit nicht vorgesehen.


Lerneinheit 6: Durchgangsloch und Grundloch unterscheiden

Beim Durchgangsloch können Späne anders abgeführt werden als beim Grundloch. Beim Grundloch steht weniger Raum für Späne zur Verfügung. Deshalb muss die Werkzeugauswahl zur Bohrungsart passen.

Transferfrage: Warum wäre es unsicher und fachlich schwach, einen Ablauf für ein M6-Durchgangsloch unverändert auf ein tiefes Grundloch zu übertragen?


Ablaufanimationen und Werkzeugmedien


Video: Handgewindebohrer-Set beobachten

Beobachtungsauftrag: Notiere nur drei Punkte: Werkzeughaltung, Werkzeugfolge und sichtbare Kontrolle des Ansatzes. Führe die Handlung nicht allein aufgrund des Videos praktisch aus.


Video: Innengewinde in Schritten

Ablaufanimation als Stopp-Aufgabe: Pausiere vor jedem Wechsel des Werkzeugs und sage voraus, welcher Schritt fachlich als Nächstes folgt. Begründe Deine Entscheidung mit Kernloch, Werkzeugfolge oder Spanabfuhr.


Sichere Fertigungssimulation

Die folgenden Situationen werden nur gedanklich, auf Papier oder am digitalen Lernplatz bearbeitet. Sie ersetzen keine Unterweisung.

Simulationskarte Deine Entscheidung Begründetes Feedback
Zeichnung fordert M6-Regelgewinde, Bohrer 5,0 mm ist vorhanden. Kernlochwert gegen Tabelle beziehungsweise Werkzeugangabe prüfen. Richtig, weil M6 mit 1,0 mm Steigung im Ausbildungsfall ein 5,0-mm-Kernloch erhält. Prüfen ist sicherer als schätzen.
Das Werkstück könnte sich beim Bohren mitdrehen. Arbeit nicht starten; sichere Spannlösung mit der Aufsicht festlegen. Richtig, weil ein ungesichertes Werkstück von der Bohrbewegung mitgerissen werden kann.
Nach dem Vorschneider steigt der Widerstand stark an. Nicht mit Gewalt weiterdrehen; Ursache mit der Fachkraft klären. Richtig, weil Kraftsteigerung auf Spanprobleme, Schrägstellung, falsches Kernloch oder Werkzeugprobleme hinweisen kann.
Lose Späne liegen an der Bohrung. Stillstand abwarten und geeignetes Reinigungswerkzeug verwenden. Richtig, weil scharfkantige Späne nicht mit der Hand entfernt werden sollen.
Ein tiefes Grundloch soll statt des Durchgangslochs gefertigt werden. Werkzeug- und Spanabfuhrkonzept neu prüfen. Richtig, weil Bohrungsart und Spanraum die Werkzeugwahl beeinflussen.


Konkreter Simulationsauftrag

Plane für den Ausbildungsfall eine Arbeitskarte mit fünf Prüfpunkten: Zeichnung, Kernloch, Werkzeugfolge, Spanabfuhr und Sicherheit. Lege die Karte Deiner ausbildenden Fachkraft vor. Erst eine betriebliche Freigabe kann aus der Simulation eine praktische Aufgabe machen.


Gestufte Hilfen


Hilfe zum Kernloch

Hilfe 1: Suche zuerst Nennmaß und Steigung.

Hilfe 2: Für den M6-Regelfall gilt 6,0 mm minus 1,0 mm.

Hilfe 3: Vergleiche Dein Ergebnis mit 5,0 mm und prüfe anschließend eine Tabelle oder Herstellerangabe.


Hilfe zur Werkzeugfolge

Hilfe 1: Ein dreiteiliger Satz verteilt die Schneidarbeit.

Hilfe 2: Die typische Ringfolge lautet eins, zwei, kein Ring.

Hilfe 3: Daraus folgt Vorschneider, Mittelschneider, Fertigschneider.


Hilfe zur Spanabfuhr

Hilfe 1: Späne sollen nicht zwischen Schneide und Werkstück verklemmen.

Hilfe 2: Schmiermittel kann Reibung und Spantransport verbessern.

Hilfe 3: Kontrolliertes Zurückdrehen kann den Span brechen; Reinigung erfolgt bei Stillstand mit geeignetem Hilfsmittel.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback


Basisaufgabe

Auftrag: Bestimme für M6 mit 1,0 mm Steigung den Kernlochdurchmesser.

Erwartung: 5,0 mm.

Begründetes Feedback: 5,0 mm ist richtig, weil beim Ausbildungsfall Nenndurchmesser minus Steigung gerechnet und das Ergebnis mit einer fachlichen Tabelle beziehungsweise Herstellerangabe abgeglichen wird. 6,0 mm wäre kein Kernloch, sondern entspräche dem Nenndurchmesser.


Anwendungsaufgabe

Auftrag: Ordne Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider und erläutere, warum die Reihenfolge nicht beliebig ist.

Erwartung: Vorschneider → Mittelschneider → Fertigschneider.

Begründetes Feedback: Die Schneidarbeit wird stufenweise verteilt. Das senkt gegenüber einem ungeeigneten direkten Fertigschritt die Belastung des einzelnen Werkzeugs und führt das Profil kontrolliert weiter.


Transferaufgabe

Auftrag: Der gleiche Betrieb will statt eines Durchgangslochs ein tiefes M6-Grundloch fertigen. Welche drei Punkte müssen neu geprüft werden?

Erwartung: Bohrungstiefe und Spanraum, passende Gewindebohrerausführung, Spanabfuhr beziehungsweise Schmierung.

Begründetes Feedback: Die Lösung ist tragfähig, wenn Du nicht nur Maße übernimmst, sondern die geänderte Spanabfuhr des Grundlochs in die Werkzeugauswahl und den Prozess einbeziehst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Kernlochdurchmesser gehört im Ausbildungsfall zu M6 mit 1,0 mm Steigung? (5,0 mm) (!4,0 mm) (!6,0 mm) (!8,0 mm)




Welche Werkzeugfolge ist bei einem typischen dreiteiligen Handgewindebohrersatz richtig? (Vorschneider Mittelschneider Fertigschneider) (!Fertigschneider Mittelschneider Vorschneider) (!Mittelschneider Vorschneider Fertigschneider) (!Vorschneider Fertigschneider Mittelschneider)




Welche typische Kennzeichnung hat der Vorschneider eines dreiteiligen Satzes? (Ein Ring) (!Zwei Ringe) (!Kein Ring) (!Vier Ringe)




Welche Aufgabe hat kontrolliertes Zurückdrehen beim Handgewindeschneiden vor allem? (Span brechen) (!Kernloch vergrößern) (!Werkstück härten) (!Gewindesteigung ändern)




Was ist vor dem maschinellen Bohren eines Kernlochs besonders wichtig? (Werkstück sicher spannen) (!Werkstück mit der Hand festhalten) (!Handschuhe an der Bohrmaschine tragen) (!Späne während des Laufs wegwischen)




Wozu dient das Windeisen? (Zum Halten und Drehen des Handgewindebohrers) (!Zum Messen der Gewindesteigung) (!Zum Bohren des Kernlochs) (!Zum Entgraten der Bohrung)




Warum wird die Bohrungsart vor der Werkzeugwahl geprüft? (Weil Durchgangsloch und Grundloch unterschiedliche Spanbedingungen haben) (!Weil die Werkstückfarbe davon abhängt) (!Weil nur Grundlöcher ein Gewinde haben) (!Weil Durchgangslöcher nie gebohrt werden)




Welche Wirkung kann ein geeignetes Schneidmittel haben? (Reibung und Drehmoment verringern) (!Gewindegröße automatisch ändern) (!Werkstückspannung ersetzen) (!Schutzbrille überflüssig machen)




Wie werden lose Metallspäne im Kurs sicher entfernt? (Nach Stillstand mit geeignetem Handfeger oder Spänehaken) (!Mit bloßen Fingern) (!Während des Laufens mit einem Lappen) (!Durch Wegblasen mit dem Mund)




Wann darf aus der Kurssimulation eine praktische Werkstattarbeit werden? (Nach Unterweisung Gefährdungsbeurteilung und Freigabe durch die zuständige Aufsicht) (!Sobald das Quiz bestanden ist) (!Sobald ein Video angesehen wurde) (!Sobald ein Gewindebohrer vorhanden ist)





Memory

Kernloch Vorbohrung für das Innengewinde
Vorschneider Erster Schneidschritt
Mittelschneider Vertieft das angeschnittene Profil
Fertigschneider Stellt das Gewindeprofil fertig
Windeisen Halter für den Handgewindebohrer
Spanbruch Entlastet den Schneidvorgang
Handfeger Entfernt Späne bei Stillstand





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kernloch Vorbohrung prüfen und herstellen
Vorschneider Gewinde beginnen
Mittelschneider Gewinde vertiefen
Fertigschneider Gewindeprofil fertigstellen
Spanreinigung Nach Stillstand sicher säubern






Kreuzworträtsel

Kernloch Wie heißt die Bohrung vor dem Innengewindeschneiden?
Windeisen Welches Handwerkzeug hält den Gewindebohrer?
Vorschneider Welcher Gewindebohrer wird im typischen Dreiersatz zuerst verwendet?
Mittelschneider Welcher Gewindebohrer folgt auf den Vorschneider?
Spanbruch Wie heißt das gezielte Unterbrechen eines entstehenden Spans?
Schutzbrille Welche Augenschutzausrüstung ist beim Bohren wesentlich?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Loch vor dem Gewindeschneiden heißt

. Beim M6-Regelgewinde des Ausbildungsfalls beträgt die Steigung

. Der passende Kernlochdurchmesser beträgt

. Ein typischer dreiteiliger Satz beginnt mit dem

. Danach folgt der

. Zum Abschluss wird der

eingesetzt. Kontrolliertes Zurückdrehen kann den

brechen. Lose Späne werden nach dem Stillstand mit einem geeigneten

entfernt. Praktische Arbeit beginnt erst nach betrieblicher

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kernloch: Erstelle eine Lernkarte zu M6 mit Nennmaß, Steigung, Kernloch und einer kurzen Begründung.
  2. Werkzeugerkennung: Fotografiere im Ausbildungsbetrieb nur nach Erlaubnis einen Gewindebohrersatz und beschrifte Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider.
  3. Spanabfuhr: Zeichne einen sicheren Vorher-Nachher-Vergleich zur Spanreinigung: laufende Maschine versus Stillstand.
  4. Arbeitsschutz: Formuliere fünf Prüffragen, die Du vor einer beaufsichtigten Kernlochbohrung stellen würdest.


Standard

  1. Arbeitsplanung: Erstelle für den M6-Ausbildungsfall eine Arbeitskarte mit Werkzeugen, Prüfpunkten und Stoppsignalen.
  2. Medienanalyse: Vergleiche die beiden eingebetteten Videos und notiere Gemeinsamkeiten sowie Punkte, die Du nur nach betrieblicher Prüfung übernehmen würdest.
  3. Fehleranalyse: Entwickle drei Fehlerkarten zu kleinem Kernloch, schrägem Ansatz und schlechter Spanabfuhr und ergänze jeweils eine sichere Reaktion.
  4. Qualitätssicherung: Entwirf einen kurzen Prüfplan, der Maße, Sichtkontrolle und die im Betrieb vorgesehene Gewindeprüfung trennt.


Schwer

  1. Grundloch: Übertrage den Ausbildungsfall auf ein tiefes M6-Grundloch und begründe, welche Punkte der Werkzeug- und Spanabfuhrplanung neu geprüft werden müssen.
  2. Werkstoffvergleich: Vergleiche Stahl und Aluminium hinsichtlich möglicher Unterschiede bei Spanbildung, Schmierung und Werkzeugwahl, ohne eine praktische Freigabe zu erteilen.
  3. Unterweisung: Entwirf eine fünfminütige Sicherheitsunterweisung für neue Auszubildende mit Stoppsignalen und Rückfragen.
  4. Fertigungssimulation: Erstelle ein digitales Entscheidungsdiagramm, das bei falschem Kernloch, ungeklärter Werkstückspannung oder auffälligem Widerstand jeweils zum sicheren Stopp führt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prozessverständnis: Erkläre, warum ein korrektes Kernloch sowohl Werkzeugbelastung als auch Gewindequalität beeinflusst.
  2. Fehlerdiagnose: Beim Schneiden steigt der Widerstand ungewöhnlich stark. Entwickle eine sichere Diagnose-Reihenfolge, ohne einfach mehr Kraft einzusetzen.
  3. Transfer Grundloch: Begründe, warum die Spanabfuhr bei einem Grundloch neu bewertet werden muss.
  4. Sicherheitsentscheidung: Ein Werkstück lässt sich nicht sicher spannen. Entscheide, wie Du weiter vorgehst, und begründe die Verantwortungskette.
  5. Qualität und Sicherheit: Zeige an einem Beispiel, warum eine schnelle Fertigung nicht automatisch eine gute Fertigung ist.
  6. Medienkompetenz: Prüfe eine Videoanleitung zum Gewindeschneiden anhand von drei Kriterien: Fachlichkeit, Arbeitsschutz und Übertragbarkeit auf den eigenen Betrieb.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. den Kernlochdurchmesser aus fachlichen Angaben bestimmst und gegen eine verlässliche Tabelle oder Herstellerangabe prüfst,
  2. Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider sicher unterscheidest,
  3. Spanbruch, Schmierung und Spanreinigung fachlich begründest,
  4. Durchgangsloch und Grundloch in der Arbeitsplanung unterscheidest,
  5. bei unsicherer Werkstückspannung, auffälligem Widerstand oder ungeklärten Vorgaben einen Arbeitsstopp begründest,
  6. die Grenze zwischen Lernsimulation und betrieblicher Arbeitsfreigabe klar benennst.




Fachliche Quellen und Medienrechte

Fachliche Quellen, geprüft am 4. Oktober 2026:

  1. RUKO: Wie schneide ich ein Innengewinde in 3 Schritten – Kernlochformel, typische Ringkennzeichnung, Spanbruch und Schneidmittel.
  2. RUKO: Handgewindebohrer M DIN 352 HSS – M6 mit 1,00 mm Steigung und 5,0 mm Kernloch.
  3. BGHM: Arbeiten mit Handbohrmaschinen – Schutzbrille, keine Handschuhe an rotierenden Bohrmaschinen, Werkzeugkontrolle und sichere Arbeitsumgebung.
  4. BGHM: Arbeiten an Gewindeschneidemaschinen – Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und persönliche Schutzmaßnahmen als betrieblicher Sicherheitsrahmen.
  5. BGHM: Arbeiten an Metallbandsägen – Handbesen statt Druckluft bei der Reinigung als sichere betriebliche Referenz.
  6. Wikipedia: Gewindebohrer – Aufbau, Handgewindebohrersatz und Bohrungsarten.
  7. Wikipedia: Kernloch – Begriff und übliche Dimensionierung.
  8. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Metall – schulische Materialien zu Innengewinde, Kernloch und Windeisen.

Verwendete Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Machined Holes.svg – Public Domain.
  2. Twist Drill - Basic Geometry.png – CC BY-SA 3.0.
  3. Twist Drill - Perspective View.png – CC BY-SA 3.0.
  4. TapHandles.jpg – CC BY-SA 3.0 beziehungsweise weitere auf der Dateiseite angebotene freie Lizenzen.
  5. Tap and T-wrench.jpg – freie CC-BY-SA-Lizenzen beziehungsweise GFDL laut Dateiseite.
  6. TapTypes.gif – Public Domain.
  7. Gewindebohrerführung – CC BY-SA 4.0.

YouTube: Die beiden eingebetteten Videos stammen vom öffentlich erreichbaren Kanal BAER Tools. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; der Kurs übernimmt keine Weiterlizenzierung der Videos.


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