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M8 E - Mathematik in Ausbildungsberufen analysieren

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M8 E - Mathematik in Ausbildungsberufen analysieren



M8 E - Mathematik in Ausbildungsberufen analysieren

Mini-Beschreibung: Untersuche authentisch wirkende mathematische Anwendungen aus Technik, Handwerk, Handel, Logistik und Informatik. Du verknüpfst Funktionen, Prozentrechnung, Statistik und Geometrie, prüfst Modellannahmen und begründest Deine Entscheidungen.

Zielgruppe: Klasse 8, Baden-Württemberg, E-Niveau.


Einleitung

In Ausbildungsberufen wird Mathematik selten als isolierte Rechenaufgabe verwendet. Meist entsteht zuerst eine reale Situation, dann ein mathematisches Modell und zuletzt eine Entscheidung. Dein Arbeitsweg lautet deshalb:

Schritt Leitfrage
1. Situation Welche Größen sind relevant?
2. Modell Welche Funktion, Prozentrechnung, Statistik oder Geometrie passt?
3. Rechnen Ist der Rechenweg nachvollziehbar?
4. Prüfen Sind Einheit, Größenordnung und Ergebnis plausibel?
5. Begründen Welche Annahmen wurden gemacht? Wo kann das Modell scheitern?

E-Niveau: Du untersuchst selbstständig, verallgemeinerst Zusammenhänge, begründest, suchst Gegenbeispiele und modellierst mehrschrittig.


Lernziele

Du kannst … Nachweis
lineare Zusammenhänge erkennen und zwischen Tabelle, Graph und Term wechseln y=mx+b deuten und aus Daten bestimmen
prozentuale Änderungen sicher modellieren Prozentfaktoren verknüpfen und Umkehrungen begründen
Daten aus beruflichen Situationen auswerten Mittelwert und Median vergleichen und Ausreißer beurteilen
geometrische Modelle einsetzen Längen, Flächen und Diagonalen berechnen und Annahmen benennen
Modelle kritisch prüfen Grenzen, Messfehler, Rundung und Gegenbeispiele diskutieren
digitale Ergebnisse kontrollieren Eingabe, Einheit, Rechenweg und Plausibilität unabhängig prüfen


Vorwissen-Check

Rechne zunächst ohne digitale Hilfe. Markiere danach: sicher – teilweise – noch üben.

Check Aufgabe Kontrollwert
Bruch und Dezimalzahl Schreibe 34 als Dezimalzahl. 0,75
Prozent Bestimme 20 % von 150. 30
Koordinaten Berechne die Steigung durch A(1|3) und B(5|11). m=2
Daten Bestimme den Mittelwert von 4, 7 und 10. 7
Geometrie Prüfe, ob Seitenlängen 3, 4 und 5 ein rechtwinkliges Dreieck bilden. 32+42=52

Diagnose: Wenn Du bei mindestens zwei Zeilen unsicher bist, wiederhole zuerst Prozentrechnung, Koordinatensystem, Arithmetisches Mittel und Satz des Pythagoras.


Mathematischer Werkzeugkasten

Werkzeug Kernmodell
Lineare Funktion y=mx+b
Steigung aus zwei Punkten m=y2−y1x2−x1
Prozentuale Änderung Wneu=Walt⋅(1±p100)
Arithmetisches Mittel x¯=x1+x2+…+xnn
Satz des Pythagoras a2+b2=c2
Rechteckfläche A=a⋅b


Berufs-Station 1: Technik – Sensordaten als Funktion

Eine technische Messreihe wird durch das lineare Modell

U(I)=0,2I+0,05

beschrieben. Dabei ist I die Stromstärke in mA und U die gemessene Spannung in V.

I in mA U in V
0 0,05
2 0,45
4 0,85
6 1,25

Deutung:

  1. Steigung: m=0,2 bedeutet 0,2 V Zuwachs je zusätzlichem mA.
  2. Y-Achsenabschnitt: b=0,05 beschreibt einen Offset bei I=0.

Interaktives Beispiel: Eine Messung liefert bei 5 mA den Wert 1,10 V. Das Modell erwartet

U(5)=0,2⋅5+0,05=1,05.

Die Abweichung beträgt 1,10−1,05=0,05 V.

Denkfrage: Widerlegt diese einzelne Abweichung das lineare Modell? Begründe mit Messunsicherheit, Rundung und der Frage, wie groß eine noch akzeptable Abweichung sein darf.

Gegenbeispiel-Idee: Wenn die Messwerte bei großen Stromstärken systematisch gekrümmt verlaufen, ist ein lineares Modell möglicherweise ungeeignet.


Berufs-Station 2: Handwerk – Rechtwinkligkeit prüfen

Ein rechteckig geplantes Rahmenteil hat Seitenlängen 60 cm und 80 cm. Für die Soll-Diagonale gilt:

d=602+802=10000=100 cm.

Messung Mathematische Bewertung
100,0 cm passt zum exakten Sollmodell
100,4 cm kleine Abweichung; Toleranz muss fachlich festgelegt sein
101,0 cm weicht deutlich vom exakten Modell ab

Modellannahmen: Die Seitenlängen stimmen, die Messpunkte liegen korrekt, das Material ist nicht verzogen und Messfehler sind klein.

Verallgemeinerung: Werden beide Seiten mit demselben Faktor k vergrößert, wächst auch die Diagonale mit k:

(ka)2+(kb)2=ka2+b2 für k>0.


Berufs-Station 3: Handel – Prozentfaktoren statt Prozentfallen

Ein Artikel kostet 240 €. Ein Aktionsrabatt von 15 % wird gewährt.

q=1−15100=0,85

240⋅0,85=204

Der Aktionspreis beträgt 204 €.

Wichtiger Gegencheck: Eine Senkung um 15 % und danach eine Erhöhung um 15 % heben sich nicht auf:

240⋅0,85⋅1,15=234,60.

Der Grund ist 0,85⋅1,15=0,9775≠1.

Umkehrung untersuchen: Nach 15 % Senkung wäre zur Rückkehr auf den Ausgangswert der Faktor

10,85≈1,1765

nötig, also ungefähr 17,65 % Erhöhung.


Berufs-Station 4: Logistik – Palettenbelegung geometrisch modellieren

Modell: Eine Palette hat eine nutzbare Grundfläche von 120 cm × 80 cm. Ein Karton hat eine Grundfläche von 40 cm × 30 cm.

Orientierung Kartons pro Lage
40 cm entlang 120 cm 3⋅2=6
30 cm entlang 120 cm 4⋅2=8

Im zweiten Fall passen im idealisierten Modell 8 Kartons pro Lage.

Flächencheck:

APalette=120⋅80=9600 cm²

AKartons=8⋅40⋅30=9600 cm²

Damit beträgt die Flächenausnutzung im Modell

96009600⋅100%=100%.

Modellkritik: 100 % bedeutet nicht automatisch, dass die reale Beladung möglich oder sicher ist. Das Modell ignoriert unter anderem Zwischenräume, Verpackungstoleranzen, Stabilität, zulässige Höhe und Tragfähigkeit.

E-Auftrag: Finde ein Gegenbeispiel, bei dem die gesamte Kartonfläche kleiner als die Palettenfläche ist, die Kartons aber trotzdem nicht lückenlos auf die Palette passen.


Berufs-Station 5: Informatik – Laufzeitdaten statistisch prüfen

Sechs Antwortzeiten eines Testsystems in ms:

18, 19, 20, 21, 22, 80

Arithmetisches Mittel:

x¯=18+19+20+21+22+806=1806=30 ms.

Median:

Median=20+212=20,5 ms.

Ohne den Ausreißer 80 ms wäre der Mittelwert der fünf übrigen Werte

18+19+20+21+225=20 ms.

Der Ausreißer erhöht den Mittelwert von 20 ms auf 30 ms:

30−2020=0,5=50%.

Begründung: Der Median reagiert auf diesen einzelnen Extremwert deutlich schwächer als der Mittelwert. Welche Kennzahl geeigneter ist, hängt von der Fragestellung ab.

Datenschutz: Verwende in Übungen nur synthetische, anonymisierte oder ausdrücklich freigegebene Daten. Keine personenbezogenen Leistungs-, Standort- oder Nutzungsdaten sammeln.


Vernetzen: Vier mathematische Ideen in fünf Berufen

Bereich Typische mathematische Frage
Technik Passt ein Messverlauf zu y=mx+b?
Handwerk Ist eine Konstruktion geometrisch stimmig?
Handel Wie verändert ein Prozentfaktor einen Preis?
Logistik Wie gut nutzt eine Anordnung Fläche oder Raum?
Informatik Welche Kennzahl beschreibt Daten sinnvoll?

Übergreifende Modellkette: Situation → Größen → Modell → Rechnung → Prüfung → Entscheidung


Übungen mit Hilfestufen und Feedback


Übung A: Funktion aus zwei Messpunkten

Für einen Sensor liegen die Punkte A(2|0,45) und B(6|1,25) vor. Bestimme die lineare Funktion.

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Berechne zuerst m=ΔyΔx.
Hilfe 2 Setze einen Punkt in y=mx+b ein.
Feedback m=1,25−0,456−2=0,2 und b=0,05, also U(I)=0,2I+0,05.

E-Erweiterung: Begründe, warum zwei verschiedene Punkte mit unterschiedlichen x-Werten genau eine Gerade festlegen.


Übung B: Prozentuale Umkehrung

Ein Preis wird um 20 % gesenkt. Um wie viel Prozent muss der neue Preis steigen, damit der Ausgangspreis wieder erreicht wird?

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Senkung um 20 % bedeutet Faktor 0,8.
Hilfe 2 Gesucht ist q mit 0,8q=1.
Feedback q=10,8=1,25. Nötig sind 25 % Erhöhung.

Verallgemeinerung: Für eine Senkung um den Anteil r mit 0<r<1 lautet der Rückkehrfaktor 11−r.


Übung C: Statistik mit Ausreißer

Vergleiche die Datensätze A: 10, 11, 11, 12, 13 und B: 10, 11, 11, 12, 100.

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Berechne Mittelwert und Median beider Datensätze.
Hilfe 2 Prüfe, welche Kennzahl sich durch den letzten Wert stärker ändert.
Feedback A: Mittelwert 11,4 und Median 11. B: Mittelwert 28,8 und Median 11. Der Ausreißer verändert hier den Mittelwert stark, den Median nicht.

E-Erweiterung: Formuliere eine Situation, in der gerade der Mittelwert trotz Ausreißer relevant bleibt.


Übung D: Geometrie skalieren

Ein Rechteck ist 90 cm × 120 cm groß. Bestimme die Diagonale und untersuche anschließend eine Vergrößerung aller Längen um den Faktor 1,5.

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Nutze d=a2+b2.
Hilfe 2 Prüfe anschließend, ob dneu=1,5d gilt.
Feedback d=902+1202=150 cm. Vergrößert: 225 cm. Die Diagonale skaliert mit demselben Faktor.


Typische Fehler

Fehler Prüffrage
m und b werden vertauscht. Welche Größe beschreibt Änderung je x-Einheit, welche den Startwert?
15 % Senkung und 15 % Erhöhung werden als Umkehrung behandelt. Ist das Produkt der beiden Faktoren gleich 1?
Mittelwert wird automatisch als „typisch“ bezeichnet. Gibt es Ausreißer oder eine schiefe Verteilung?
Pythagoras wird bei beliebigen Dreiecken eingesetzt. Ist ein rechter Winkel gegeben oder begründet?
Flächeninhalt wird mit Packbarkeit gleichgesetzt. Passen Form und Orientierung tatsächlich?
Rechnerausgabe wird ungeprüft übernommen. Stimmen Eingabe, Einheit, Größenordnung und Modell?


Selbstkontrolle

Bewerte Dich jeweils mit 0 = noch nicht, 1 = teilweise, 2 = sicher.

Kompetenz 0–2
Ich kann aus zwei Punkten eine lineare Funktion bestimmen.
Ich kann verkettete Prozentfaktoren korrekt berechnen.
Ich kann Mittelwert und Median passend interpretieren.
Ich kann geometrische Modelle auf Annahmen prüfen.
Ich kann ein Gegenbeispiel zu einer zu starken Behauptung finden.
Ich kann digitale Ergebnisse unabhängig plausibilisieren.

Auswertung: 10–12 Punkte: Transfer bearbeiten. 6–9 Punkte: gezielt einzelne Stationen wiederholen. 0–5 Punkte: Werkzeugkasten und Hilfestufen erneut nutzen.


Transfer: Ein mehrschrittiges Ausbildungsproblem

Ein Logistikbetrieb plant eine Sendung mit 96 identischen Kartons.

  1. Auf eine Lage passen im gewählten Modell 8 Kartons.
  2. Es werden 3 Paletten mit gleich vielen Lagen verwendet.
  3. Bei einer Qualitätskontrolle werden 4 Kartons ausgesondert.
  4. Der Verkaufspreis der verbleibenden Kartons wird später um 12 % reduziert.

Aufgaben:

  1. Bestimme die nötige Lagenzahl pro Palette vor der Qualitätskontrolle.
  2. Bestimme den prozentualen Anteil der ausgesonderten Kartons.
  3. Formuliere einen Term für den Erlös nach der Preisreduzierung, wenn der ursprüngliche Stückpreis p Euro beträgt.
  4. Nenne mindestens drei Modellannahmen.
  5. Verändere eine Annahme so, dass das ursprüngliche Modell nicht mehr passt.
  6. Entwickle ein alternatives Modell und begründe es.

Kontrollideen: Prüfe, ob Stückzahlen ganzzahlig sind, ob Rundungen sinnvoll sind und ob eine Prozentangabe die richtige Bezugsgröße verwendet.


Kompetenzcheck E-Niveau

Kompetenz Zeige sie durch …
Untersuchen verschiedene Darstellungen und Fälle vergleichen
Verallgemeinern eine Regel nicht nur am Einzelbeispiel formulieren
Begründen Rechenschritte und Modellwahl mathematisch erklären
Gegenbeispiel eine falsche allgemeine Behauptung gezielt widerlegen
Mehrschrittig modellieren mehrere Teilmodelle sinnvoll verbinden
Reflektieren Grenzen, Unsicherheit und Alternativen benennen

Kompetenzauftrag: Wähle eine der fünf Berufs-Stationen und verändere zwei Größen. Untersuche, welche Teile des Modells unverändert bleiben und welche angepasst werden müssen.


Digitale Werkzeuge und KI kritisch nutzen

Digitale Werkzeuge dürfen rechnen, zeichnen und Daten darstellen. Die mathematische Verantwortung bleibt bei Dir.

Prüfpunkt Kontrollfrage
Eingabe Sind alle Werte korrekt übertragen?
Einheit Passen cm, m, €, %, ms oder andere Einheiten?
Modell Rechnet das Werkzeug überhaupt das passende Modell?
Plausibilität Liegt das Ergebnis in einer sinnvollen Größenordnung?
Rechenweg Kannst Du das Ergebnis ohne Blackbox erklären?
KI Ist die Aussage mathematisch überprüft und begründet?

Merke: Eine KI-Ausgabe ist kein mathematischer Beweis. Prüfe Aussagen durch Rechnung, Definition, Gegenbeispiel oder Begründung.

Datenschutz: Gib keine personenbezogenen Daten in nicht freigegebene digitale Systeme ein.


Reflexion

  1. Mathematische Modellierung: Welche Vereinfachung war in einer Station besonders nützlich?
  2. Gegenbeispiel: Welche Behauptung konntest Du durch ein Gegenbeispiel einschränken?
  3. Fehleranalyse: Welcher Fehler wäre in einem Ausbildungsbetrieb besonders folgenreich?
  4. Digitale Kompetenz: Welche Rechner- oder KI-Ausgabe würdest Du niemals ungeprüft übernehmen?


Folgekurs

Als nächster Schritt eignet sich ein aiMOOC zu „M8 E – Mehrschrittige Modelle mit linearen Funktionen und Daten entwickeln“. Dort kannst Du stückweise lineare Modelle, Sensitivitätsanalysen, größere Datensätze und begründete Modellvergleiche vertiefen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Gleichung beschreibt das Sensormodell aus der Technik-Station? (U = 0,2 · I + 0,05) (!U = 0,05 · I + 0,2) (!U = 2 · I + 5) (!U = I + 0,25)




Was bedeutet die Steigung 0,2 im Sensormodell? (Die Spannung steigt um 0,2 V je zusätzlichem mA) (!Die Spannung ist immer 0,2 V) (!Der Startwert beträgt 0,2 mA) (!Die Stromstärke sinkt um 0,2 mA)




Welcher Faktor gehört zu einer Preissenkung um 15 Prozent? (0,85) (!0,15) (!1,15) (!1,85)




Warum heben sich minus 15 Prozent und plus 15 Prozent nicht auf? (Die beiden Prozentänderungen beziehen sich auf unterschiedliche Grundwerte) (!Prozentrechnung gilt nur bei ganzen Zahlen) (!Eine Erhöhung darf nie nach einer Senkung erfolgen) (!Rabatte können nicht mit Faktoren berechnet werden)




Wie lang ist die Diagonale eines Rechtecks mit 60 cm und 80 cm Seitenlänge? (100 cm) (!90 cm) (!120 cm) (!140 cm)




Wie viele Kartons passen im idealisierten Palettenmodell in der besseren Orientierung pro Lage? (8 Kartons) (!4 Kartons) (!6 Kartons) (!10 Kartons)




Wie groß ist der Median der Daten 18, 19, 20, 21, 22, 80? (20,5 ms) (!20 ms) (!21 ms) (!30 ms)




Wie groß ist der Mittelwert der Daten 18, 19, 20, 21, 22, 80? (30 ms) (!20 ms) (!20,5 ms) (!80 ms)




Was ist eine Modellannahme? (Eine bewusst gesetzte Vereinfachung oder Voraussetzung) (!Eine automatisch wahre Aussage) (!Ein Rundungsfehler) (!Eine zufällige Zahl ohne Bedeutung)




Was sollte bei einem digital berechneten Ergebnis zuerst geprüft werden? (Eingabe, Einheit, Modell und Plausibilität) (!Nur die Anzahl der Nachkommastellen) (!Nur die Geschwindigkeit des Programms) (!Nur ob das Ergebnis groß genug aussieht)





Memory

Steigung Änderung je x-Einheit
Prozentfaktor Multiplikative Preisänderung
Median Mittlere Position der sortierten Daten
Diagonale Verbindung gegenüberliegender Ecken
Modellannahme Bewusste Vereinfachung
Ausreißer Auffällig extremer Datenwert
Gegenbeispiel Widerlegung einer allgemeinen Behauptung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Lineare Funktion Grundwert plus konstante Änderung
Prozentfaktor Multiplikative Zu- oder Abnahme
Median Robuste Lagekennzahl
Pythagoras Rechtwinklige Geometrie
Modellannahme Bewusste Vereinfachung




...


Kreuzworträtsel

Steigung Welche Größe beschreibt bei einer linearen Funktion die Änderung je x-Einheit?
Median Welche Kennzahl liegt in der Mitte einer sortierten Datenreihe?
Rabatt Wie heißt eine prozentuale Preisermäßigung?
Diagonale Welche Strecke verbindet gegenüberliegende Ecken eines Rechtecks?
Modell Wie heißt eine vereinfachte mathematische Beschreibung einer Realität?
Stichprobe Wie heißt eine ausgewählte Teilmenge für eine Datenerhebung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Graph einer linearen Funktion ist eine

.
Bei einer Preissenkung um 15 Prozent lautet der Prozentfaktor

.
Der Satz des Pythagoras gilt für ein

Dreieck.
Der mittlere Wert einer sortierten Datenreihe heißt

.
Ein auffällig extremer Datenwert heißt

.
Eine bewusst gesetzte Vereinfachung heißt

.
Digitale Ergebnisse müssen auf ihre

geprüft werden.
Eine allgemeine falsche Behauptung kann durch ein

widerlegt werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Funktionsgraph: Zeichne zu y=1,5x+2 eine Wertetabelle und einen Graphen. Deute beide Parameter in einer erfundenen beruflichen Situation.
  2. Prozentrechnung: Fotografiere keine echten Kundendaten, sondern erfinde drei Preisschilder und berechne unterschiedliche Rabatte mit Prozentfaktoren.
  3. Satz des Pythagoras: Konstruiere auf Papier ein 30-40-50-Dreieck und erkläre, wie damit ein rechter Winkel geprüft werden kann.
  4. Statistik: Erfinde sieben Maschinenlaufzeiten, baue einen Ausreißer ein und vergleiche Mittelwert und Median.


Standard

  1. Logistik: Entwickle zwei Packpläne für rechteckige Kartons auf einer rechteckigen Fläche und begründe, welcher Plan im Modell mehr Stücke zulässt.
  2. Handwerk: Erstelle eine technische Skizze eines Rahmens, berechne die Soll-Diagonale und formuliere eine sinnvolle Toleranzfrage, ohne eine Fachnorm zu erfinden.
  3. Informatik: Erzeuge einen kleinen synthetischen Datensatz zu Antwortzeiten, visualisiere ihn digital und prüfe die automatisch berechneten Kennzahlen von Hand.
  4. Datenvisualisierung: Erstelle aus denselben Daten zwei Diagramme mit unterschiedlicher Skalierung und untersuche, wie sich der visuelle Eindruck verändert.


Schwer

  1. Mathematische Modellierung: Entwickle ein mehrschrittiges Modell, das mindestens eine lineare Funktion und eine Prozentänderung verbindet. Prüfe mindestens drei Annahmen.
  2. Gegenbeispiel: Widerlege die Aussage „Wenn die Gesamtfläche der Kartons kleiner als die Palettenfläche ist, passen alle Kartons auf die Palette“ durch ein konkretes Maßbeispiel.
  3. Lineare Funktion: Finde reale oder synthetische Daten, die zunächst linear wirken, und konstruiere einen zusätzlichen Datenpunkt, der das lineare Modell fragwürdig macht. Begründe.
  4. Berufsorientierung: Erstelle ein kurzes Erklärvideo zu einer mathematischen Anwendung in einem Ausbildungsberuf. Verwende nur selbst erzeugte oder frei lizenzierte Medien und keine personenbezogenen Daten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Modellvergleich: Zwei Teams modellieren dieselben Sensordaten mit verschiedenen linearen Funktionen. Lege Kriterien fest, mit denen Du die Modelle vergleichst, und begründe Deine Entscheidung.
  2. Prozentfaktor: Erkläre allgemein, warum eine Senkung um p Prozent nicht durch eine Erhöhung um denselben Prozentsatz rückgängig gemacht wird. Finde auch einen Sonderfall.
  3. Statistik: Konstruiere zwei Datensätze mit gleichem Mittelwert, aber deutlich unterschiedlichem Median. Erkläre die Wirkung auf die Interpretation.
  4. Geometrisches Modell: Entwickle für eine rechteckige Fläche ein Packproblem, bei dem reine Flächenrechnung zu einer falschen Schlussfolgerung führt.
  5. Fehleranalyse: Analysiere eine absichtlich falsche Lösung, in der bei y=mx+b Steigung und Achsenabschnitt vertauscht wurden. Beschreibe, wie der Fehler am Graphen sichtbar wird.
  6. Digitale Mathematik: Lass ein digitales Werkzeug oder eine KI ein Ergebnis liefern, prüfe es mit einem unabhängigen Rechenweg und dokumentiere mindestens zwei mögliche Fehlerquellen. Keine personenbezogenen Daten verwenden.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du stellst eine authentisch wirkende berufliche Situation als mathematisches Modell dar.
  2. Du verwendest mindestens zwei der Bereiche Funktionen, Prozentrechnung, Statistik und Geometrie miteinander verknüpft.
  3. Du dokumentierst Rechenweg, Darstellung und Einheiten nachvollziehbar.
  4. Du begründest Deine Modellwahl.
  5. Du nennst mindestens drei Modellannahmen.
  6. Du prüfst das Ergebnis auf Plausibilität.
  7. Du untersuchst mindestens einen Grenzfall oder ein Gegenbeispiel.
  8. Du kennzeichnest digitale Hilfsmittel und prüfst deren Ergebnisse unabhängig.
  9. Du verwendest keine personenbezogenen Daten.




Lehrplan- und Medienbezug

Der Kurs orientiert sich an den prozessbezogenen Kompetenzen des Bildungsplans Mathematik Sekundarstufe I in Baden-Württemberg: argumentieren und beweisen, Probleme lösen, modellieren, Darstellungen vernetzen und digitale Werkzeuge kritisch prüfen. Auf E-Niveau gehören auch das Prüfen von Aussagen, das Arbeiten mit Gegenbeispielen und mehrschrittige Begründungen dazu.

Bildungsplan Baden-Württemberg – Funktionaler Zusammenhang

Bildungsplan Baden-Württemberg – Daten und Zufall

Bildungsplan Baden-Württemberg – Raum und Form

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons; Lizenzangaben stehen jeweils auf der zugehörigen Dateiseite. Die eingebundenen Videos stammen von YouTube und wurden thematisch passend ausgewählt.


OERs zum Thema



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