Zum Inhalt springen

M6 M - Daten selbstständig erheben und darstellen

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel

M6 M - Daten selbstständig erheben und darstellen




M6 M - Daten selbstständig erheben und darstellen


Einleitung

Daten begegnen Dir überall: in Sporttabellen, Wetter-Apps, Abstimmungen, Umfragen oder Klassenprojekten. In diesem aiMOOC lernst Du, eine eigene Datenerhebung sinnvoll zu planen, Daten selbstständig zu sammeln, übersichtlich zu ordnen und anschließend als passendes Diagramm darzustellen. Du arbeitest dabei wie eine kleine Datenforscherin oder ein kleiner Datenforscher: Du stellst eine klare Frage, legst Antwortmöglichkeiten fest, erhebst Daten, prüfst sie und entscheidest begründet, welche Darstellung am besten passt.

Der aiMOOC richtet sich an Klasse 6 auf M-Niveau. Im Mittelpunkt stehen Balkendiagramm, Säulendiagramm, Kreisdiagramm und Streifendiagramm. Du nutzt außerdem Tabellen, Strichlisten, absolute und relative Häufigkeiten sowie einfache Anteile und Prozentwerte.

Dein Lernweg:

  1. Fragestellung: Formuliere eine Frage, die sich durch Daten beantworten lässt.
  2. Datenerhebung: Plane, wen oder was Du untersuchst und wie Du die Daten erfasst.
  3. Strichliste: Sammle die Antworten geordnet.
  4. Häufigkeitstabelle: Bestimme absolute und relative Häufigkeiten.
  5. Diagramm: Wähle eine passende Darstellungsform.
  6. Interpretation: Beschreibe, was Deine Daten zeigen und was sie nicht zeigen.


Lernziele

Am Ende kannst Du:

Kompetenz Das kannst Du dann
Planen Du formulierst eine eindeutige Forschungsfrage und legst passende Antwortkategorien fest.
Erheben Du führst eine kleine Befragung, Beobachtung oder Zählung selbstständig und geordnet durch.
Ordnen Du überträgst Rohdaten in Strichlisten und Häufigkeitstabellen.
Rechnen Du bestimmst Anteile mit ri=niN und Prozentwerte mit pi=ri100%.
Darstellen Du erstellst Balken-, Säulen-, Kreis- oder Streifendiagramme.
Begründen Du erklärst, warum ein Diagrammtyp zu Deinen Daten passt.
Prüfen Du kontrollierst Überschrift, Beschriftung, Skalierung, Gesamtzahl und Anteile.
Interpretieren Du liest Informationen aus Diagrammen ab und formulierst vorsichtige, datenbezogene Aussagen.


Daten erheben: vom Thema zur guten Frage


Was ist eine Datenerhebung?

Bei einer Datenerhebung sammelst Du gezielt Informationen zu einer vorher festgelegten Frage. Die Daten können durch eine Befragung, eine Beobachtung, eine Zählung oder eine Messung entstehen.

Eine gute Forschungsfrage ist so formuliert, dass alle Beteiligten wissen, was gemeint ist. Für ein Klassenprojekt eignet sich zum Beispiel:

Wie kommst Du meistens zur Schule?

Mögliche Kategorien:

  1. zu Fuß
  2. Fahrrad
  3. Bus oder Bahn
  4. Auto
  5. anderes Verkehrsmittel

Die Kategorien sollten möglichst eindeutig sein. Bei einer Frage mit genau einer erwarteten Antwort sollen sie sich nicht unnötig überschneiden.


Datenschutz und faire Datenerhebung

Auch eine kleine Schulumfrage braucht Regeln. Erhebe nur Daten, die Du für Deine Frage wirklich brauchst. Namen, Adressen, Telefonnummern, Passwörter oder andere unnötige persönliche Angaben gehören nicht in eine einfache Mathematikumfrage. Bei sensiblen Themen solltest Du keine eigenständige Erhebung durchführen, sondern vorher mit einer Lehrkraft klären, ob und wie das Thema geeignet ist.

Merksatz: Sammle so wenig personenbezogene Daten wie möglich und so viele sachbezogene Daten wie nötig.


Planungswerkzeug: Deine Erhebung vorbereiten

Nutze diese Tabelle vor dem Start. Sie verhindert, dass Du erst nach der Befragung merkst, dass wichtige Entscheidungen fehlen.

Planungspunkt Leitfrage Dein Eintrag
Thema Worüber möchtest Du etwas herausfinden? ______________________________
Forschungsfrage Welche Frage soll mit den Daten beantwortet werden? ______________________________
Zielgruppe Wen oder was untersuchst Du? ______________________________
Umfang Wie viele Beobachtungen oder Antworten planst Du? N= __________
Kategorien Welche Antworten oder Merkmalsausprägungen sind möglich? ______________________________
Erhebungsform Befragung, Beobachtung, Zählung oder Messung? ______________________________
Erfassungsform Strichliste, Tabelle oder digital? ______________________________
Datenschutz Welche Daten lässt Du bewusst weg? ______________________________
Darstellung Welcher Diagrammtyp könnte passen? ______________________________
Kontrolle Wie prüfst Du, ob alle Daten erfasst wurden? ______________________________


Fragebogen-Muster

Ein kurzer Fragebogen ist oft besser als ein langer. Für eine mathematische Datenerhebung der Klasse 6 genügt häufig eine klar formulierte Frage.

Beispiel-Fragebogen: Schulweg
Frage: Wie kommst Du meistens zur Schule?
□ zu Fuß
□ mit dem Fahrrad
□ mit Bus oder Bahn
□ mit dem Auto
□ anders
Hinweis: Kreuze genau eine Antwort an.

Prüfe Deinen Fragebogen vor dem Einsatz:

  1. Ist die Frage eindeutig?
  2. Versteht eine andere Person alle Begriffe?
  3. Sind die Antwortmöglichkeiten passend?
  4. Fehlt eine sinnvolle Kategorie?
  5. Werden unnötige persönliche Daten vermieden?


Daten selbstständig durchführen und erfassen


Von der Antwort zur Strichliste

Während der Erhebung solltest Du Antworten sofort geordnet festhalten. Eine Strichliste hilft Dir dabei, weil jeweils fünf Beobachtungen leicht erkennbar gebündelt werden können.

Leere Erfassungstabelle für Dein Projekt:

Kategorie Strichliste Absolute Häufigkeit
Kategorie A
Kategorie B
Kategorie C
Kategorie D
Kategorie E
Summe N=


Urliste, Strichliste und Häufigkeitstabelle

Eine Urliste enthält die Daten zunächst in der Reihenfolge, in der sie entstanden sind. Eine Strichliste sortiert die Beobachtungen nach Kategorien. Eine Häufigkeitstabelle fasst die Ergebnisse als Zahlen zusammen.

Beispiel mit N=20 befragten Lernenden:

Schulweg Strichliste Absolute Häufigkeit ni Relative Häufigkeit ri Anteil in Prozent
zu Fuß 5 520=0,25 25%
Fahrrad 4 420=0,20 20%
Bus oder Bahn 6 620=0,30 30%
Auto 3 320=0,15 15%
anders 2 220=0,10 10%
Summe 20 1 100%

Die absolute Häufigkeit sagt, wie oft eine Kategorie vorkommt. Die relative Häufigkeit beschreibt ihren Anteil am Ganzen.

ri=niN

Für den Prozentwert gilt:

pi=niN100%


Visueller Rechenweg: von 5 Antworten zu 25 Prozent

Rechenweg aufklappen

Schritt 1: Teil und Ganzes bestimmen.

ni=5 und N=20

Schritt 2: Anteil als Bruch schreiben.

520

Schritt 3: Bruch kürzen.

520=14

Schritt 4: In eine Dezimalzahl umwandeln.

14=0,25

Schritt 5: In Prozent umwandeln.

0,25100%=25%


Video: absolute und relative Häufigkeit


Das passende Diagramm wählen


Diagramm-Navigator

Nicht jedes Diagramm ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet.

Diagrammtyp Besonders geeignet für Wichtige Eigenschaft Typischer Kontrollpunkt
Säulendiagramm wenige Kategorien und deren Häufigkeiten Säulen stehen senkrecht gleichmäßige Skala
Balkendiagramm Kategorien mit längeren Bezeichnungen Balken liegen waagerecht gleiche Balkenbreite und Skala
Kreisdiagramm Anteile eines Ganzen voller Kreis entspricht 100% Winkel ergeben zusammen 360
Streifendiagramm Anteile eines Ganzen auf einer Strecke ganzer Streifen entspricht 100% Teilstrecken ergeben die Gesamtlänge

Entscheidungshilfe:

  1. Willst Du vor allem Häufigkeiten vergleichen? → Säulen- oder Balkendiagramm.
  2. Sind die Kategorien Teile eines Ganzen? → Kreis- oder Streifendiagramm.
  3. Sind die Kategorienamen lang? → Balkendiagramm ist oft übersichtlicher.
  4. Möchtest Du Anteile auf einer geraden Strecke vergleichen? → Streifendiagramm.


Säulendiagramm

Beim Säulendiagramm stehen die Rechtecke senkrecht. Die Höhe einer Säule entspricht der Häufigkeit. Kategorien stehen meist auf der waagerechten Achse, Häufigkeiten auf der senkrechten Achse.

Schritt-für-Schritt:

  1. Überschrift notieren.
  2. Kategorien auf der waagerechten Achse eintragen.
  3. Eine gleichmäßige Skala auf der senkrechten Achse wählen.
  4. Für jede Kategorie eine gleich breite Säule zeichnen.
  5. Säulen bis zur passenden Häufigkeit führen.
  6. Beschriftungen und Werte kontrollieren.


Video: Säulendiagramm erstellen


Balkendiagramm

Ein Balkendiagramm funktioniert ähnlich wie ein Säulendiagramm, aber die Balken verlaufen waagerecht. Das ist besonders praktisch, wenn Kategorienamen viel Platz brauchen.

Für die Beispieldaten kannst Du die Länge der Balken direkt an den absoluten Häufigkeiten ausrichten:

5, 4, 6, 3, 2

Mini-Modell:

Kategorie Häufigkeit Balkenmodell
zu Fuß 5 █████
Fahrrad 4 ████
Bus oder Bahn 6 ██████
Auto 3 ███
anders 2 ██


Kreisdiagramm

Ein Kreisdiagramm zeigt Anteile eines Ganzen als Kreissektoren. Ein voller Kreis besitzt:

360

Wenn eine Kategorie den relativen Anteil ri hat, berechnest Du ihren Winkel mit:

αi=ri360

oder direkt aus absoluten Häufigkeiten:

αi=niN360

Für unsere 20 Schulweg-Daten gilt:

Schulweg Anteil Rechnung Winkel
zu Fuß 25% 0,25360 90
Fahrrad 20% 0,20360 72
Bus oder Bahn 30% 0,30360 108
Auto 15% 0,15360 54
anders 10% 0,10360 36
Summe 100% 360


Visueller Rechenweg für einen Kreissektor

Winkel für „Bus oder Bahn“ aufklappen

Es wurden 6 von 20 Stimmen gezählt.

620=0,30

Der Kreis besitzt insgesamt 360.

0,30360=108

Der Kreissektor für „Bus oder Bahn“ muss also einen Mittelpunktswinkel von 108 haben.


Video: Kreisdiagramm erstellen


Streifendiagramm

Ein Streifendiagramm stellt ein Ganzes als Strecke oder Rechteck dar. Die gesamte Länge entspricht 100%.

Wählst Du einen Streifen mit L=20cm, gilt für die Länge eines Anteils:

li=riL

Beispiel für „Fahrrad“:

l=0,2020cm=4cm

Die Beispieldaten ergeben damit:

Schulweg Anteil Teilstrecke bei 20cm
zu Fuß 25% 5cm
Fahrrad 20% 4cm
Bus oder Bahn 30% 6cm
Auto 15% 3cm
anders 10% 2cm

Kontrolle:

5+4+6+3+2=20cm


Video: Streifendiagramm erstellen


Diagramme vergleichen und kritisch lesen


Gleiche Daten, andere Wirkung

Ein Diagramm verändert die Daten nicht, aber die Darstellung beeinflusst, was Du schnell erkennst. In einem Balken- oder Säulendiagramm lassen sich Größen oft besonders gut vergleichen. In einem Kreisdiagramm erkennst Du Anteile am Ganzen. Deshalb solltest Du den Diagrammtyp nicht zufällig wählen.

Prüfe bei jedem Diagramm:

  1. Gibt es eine passende Überschrift?
  2. Sind alle Kategorien beschriftet?
  3. Ist die Skala gleichmäßig?
  4. Beginnt eine Häufigkeitsachse sinnvollerweise bei 0, damit Größen nicht verzerrt wirken?
  5. Sind Einheiten angegeben?
  6. Stimmen Daten und Darstellung überein?
  7. Ergeben Anteile zusammen 100%?
  8. Ergeben Winkel im Kreis zusammen 360?


Diagramm-Fehlerdetektiv

Ein Diagramm kann rechnerisch richtige Daten enthalten und trotzdem missverständlich wirken. Typische Probleme sind fehlende Achsenbeschriftungen, ungleichmäßige Skalen, abgeschnittene Achsen oder unpassende Diagrammtypen.

Prüfformel für Prozentanteile:

p1+p2++pk=100%

Prüfformel für Kreiswinkel:

α1+α2++αk=360

Prüfformel für absolute Häufigkeiten:

n1+n2++nk=N


Interaktive Diagrammwerkstatt


Dynamische Werkzeuge

Mit interaktiven Werkzeugen kannst Du Werte verändern und sofort beobachten, wie sich ein Diagramm anpasst.

  1. Dynamisches Säulendiagramm – GeoGebra: Verändere absolute Häufigkeiten und beobachte die Säulen.
  2. Kreisdiagramm zeichnen – GeoGebra: Übe das Umrechnen von Anteilen in Winkel und zeichne Kreissektoren.
  3. Bewegliche Bruchdarstellungen im Kreis – GeoGebra: Verschiebe Regler und erkenne Bruchteile als Kreisanteile.
  4. Dynamische Skalen und Diagramme – GeoGebra: Untersuche Skalen, Häufigkeiten und Diagrammkonstruktionen.


Dynamische Zahlengerade für Häufigkeiten

Eine Diagrammachse ist mathematisch eng mit einer Zahlengerade verwandt. Die Abstände müssen gleichmäßig sein.

Beispiel mit Schrittweite 1:

0123456

Beispiel mit Schrittweite 2:

024681012

Wichtig: Du darfst die Schrittweite ändern, aber innerhalb einer Achse müssen gleich große Abstände immer gleich große Zahlenunterschiede darstellen.


Interaktive Planung: Welches Diagramm passt?

Ordne die richtigen Begriffe zu. Situation
Säulendiagramm Fünf Kategorien sollen anhand ihrer absoluten Häufigkeiten verglichen werden.
Balkendiagramm Mehrere Kategorien mit langen Namen sollen übersichtlich verglichen werden.
Kreisdiagramm Anteile eines Ganzen sollen als Sektoren mit insgesamt 360 Grad dargestellt werden.
Streifendiagramm Anteile eines Ganzen sollen auf einer geraden Strecke sichtbar werden.
Häufigkeitstabelle Vor dem Zeichnen sollen absolute und relative Häufigkeiten geordnet werden.




Ein vollständiges Mini-Projekt


Projektauftrag: Unsere Klasse in Daten

Führe mit Erlaubnis Deiner Lehrkraft eine kleine, unkritische Erhebung in Deiner Lerngruppe durch. Geeignete Themen sind zum Beispiel bevorzugte Pausenaktivitäten, Schulweg, Lieblingsobst aus einer vorgegebenen Auswahl oder die Anzahl gelesener Bücher in einem festgelegten Zeitraum.

Arbeitsplan:

Phase Aufgabe Ergebnis
1 Frage formulieren eine eindeutige Forschungsfrage
2 Kategorien planen vollständige und verständliche Antwortmöglichkeiten
3 Erhebung durchführen Urliste oder Strichliste
4 Daten ordnen Häufigkeitstabelle
5 Anteile berechnen Brüche, Dezimalzahlen oder Prozentwerte
6 Diagramm auswählen begründete Entscheidung
7 Diagramm erstellen Balken-, Säulen-, Kreis- oder Streifendiagramm
8 Ergebnisse beschreiben mindestens drei sachliche Aussagen
9 Qualität prüfen Kontrollrechnung und Diagramm-Check


Ergebnis-Satzstarter

Diese Satzanfänge helfen Dir bei der Auswertung:

  1. Am häufigsten wurde die Kategorie __________ genannt.
  2. Am seltensten wurde die Kategorie __________ genannt.
  3. __________ von insgesamt N Antworten entfallen auf __________.
  4. Der relative Anteil beträgt ____ beziehungsweise __________ Prozent.
  5. Das gewählte Diagramm ist passend, weil __________.
  6. Aus den erhobenen Daten kann ich sagen, dass __________.
  7. Aus den Daten kann ich nicht sicher schließen, dass __________.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zuerst zu einer selbstständigen Datenerhebung? (Eine klare Forschungsfrage formulieren) (!Sofort ein Kreisdiagramm zeichnen) (!Alle Werte auf 100 runden) (!Die Achsen weglassen)




Was beschreibt die absolute Häufigkeit? (Wie oft eine Kategorie vorkommt) (!Wie groß ein Kreiswinkel ist) (!Wie lang eine Überschrift ist) (!Wie viele Diagrammfarben verwendet werden)




Welche Formel beschreibt die relative Häufigkeit einer Kategorie? (r_i = n_i geteilt durch N) (!r_i = n_i mal N) (!r_i = N minus n_i) (!r_i = 360 geteilt durch n_i)




Woran erkennst Du ein Säulendiagramm? (Die Säulen stehen senkrecht) (!Die Balken liegen immer kreisförmig) (!Alle Werte müssen Prozentwerte sein) (!Es besitzt keine Achsen)




Wann ist ein Balkendiagramm besonders praktisch? (Wenn Kategorienamen länger sind) (!Wenn ein Kreis in Sektoren zerlegt werden soll) (!Wenn keine Daten vorliegen) (!Wenn alle Werte gleich Null sind)




Wie berechnest Du den Winkel eines Kreissektors aus dem relativen Anteil r_i? (alpha_i = r_i mal 360 Grad) (!alpha_i = r_i plus 360 Grad) (!alpha_i = 360 Grad geteilt durch N ohne Anteil) (!alpha_i = r_i mal 100 Grad)




Was stellt ein vollständiger Streifen im Streifendiagramm dar? (100 Prozent des Ganzen) (!Genau 10 Beobachtungen) (!Immer 360 Grad) (!Nur die größte Kategorie)




Welche Eigenschaft verbessert die Qualität eines Fragebogens? (Eine eindeutige und verständliche Frage) (!Möglichst viele unnötige persönliche Angaben) (!Mehrere verschiedene Fragen in einem Satz) (!Antwortmöglichkeiten mit unklarer Bedeutung)




Warum sollte eine Häufigkeitsachse normalerweise bei Null beginnen? (Damit Größenverhältnisse nicht unnötig verzerrt wirken) (!Damit alle Säulen gleich hoch werden) (!Damit keine Überschrift nötig ist) (!Damit Prozentwerte über 100 entstehen)




Welche Kontrolle passt zu einer vollständigen Prozentverteilung? (Die Anteile ergeben zusammen 100 Prozent) (!Die Winkel ergeben zusammen 100 Grad) (!Alle Kategorien haben denselben Wert) (!Die Gesamtzahl muss immer 10 sein)





Memory

Forschungsfrage Startpunkt einer geplanten Erhebung
Strichliste geordnete Erfassung beim Zählen
Absolute Häufigkeit Anzahl einer Kategorie
Relative Häufigkeit Anteil einer Kategorie am Ganzen
Säulendiagramm senkrechte Rechtecke zur Darstellung von Häufigkeiten
Balkendiagramm waagerechte Rechtecke zur Darstellung von Häufigkeiten
Kreisdiagramm Darstellung von Anteilen als Kreissektoren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Datenerhebung Informationen gezielt sammeln
Häufigkeitstabelle Daten geordnet zusammenfassen
Prozentanteil relativen Anteil mit 100 Prozent vergleichen
Kreissektor Teilfläche eines Kreisdiagramms
Skalierung gleichmäßige Einteilung einer Diagrammachse





Kreuzworträtsel

Strichliste Wie heißt eine übersichtliche Zählhilfe mit gebündelten Strichen?
Anteil Wie nennt man einen Teil im Verhältnis zum Ganzen?
Sektor Wie heißt ein einzelner Abschnitt eines Kreisdiagramms?
Skala Wie heißt die gleichmäßige Einteilung einer Diagrammachse?
Kategorie Wie heißt eine mögliche Merkmalsausprägung in einer Erhebung?
Fragebogen Wie heißt ein vorbereitetes Blatt mit Fragen und Antwortmöglichkeiten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang einer Datenerhebung steht eine klare

. Die gesammelten Antworten können zunächst in einer

geordnet werden. Wie oft eine Kategorie vorkommt, nennt man absolute

. Der Anteil einer Kategorie am Ganzen heißt relative

. Für den relativen Anteil teilst Du die Häufigkeit einer Kategorie durch die

. Ein vollständiger Prozentanteil entspricht

Prozent. Ein voller Kreis besitzt

Grad. Senkrechte Rechtecke sind typisch für ein

. Waagerechte Rechtecke sind typisch für ein

. Anteile eines Ganzen können besonders anschaulich in einem

dargestellt werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Forschungsfrage: Formuliere drei mathematisch untersuchbare Fragen für eine Klassenumfrage und begründe, welche davon am eindeutigsten ist.
  2. Fragebogen: Entwirf zu einer unkritischen Frage einen kurzen Fragebogen mit höchstens fünf Antwortkategorien.
  3. Strichliste: Beobachte zehn ungefährliche, sachliche Ereignisse, zum Beispiel vorbeifahrende Fahrzeugarten an einem sicheren Ort mit Aufsicht, und übertrage sie in eine Strichliste.
  4. Diagramm lesen: Suche in einem Schulbuch oder einer seriösen Nachrichtenseite ein Diagramm und notiere Überschrift, Kategorien, Einheit und größte dargestellte Häufigkeit.


Standard

  1. Häufigkeitstabelle: Führe eine kleine Erhebung mit mindestens 15 Antworten durch und erstelle daraus eine Tabelle mit absoluten und relativen Häufigkeiten.
  2. Säulendiagramm: Stelle dieselben Daten als Säulendiagramm dar und kontrolliere die Skalierung.
  3. Kreisdiagramm: Berechne für mindestens vier Kategorien die Kreissektoren mit αi=niN360 und zeichne das Ergebnis.
  4. Diagrammvergleich: Stelle dieselben Daten in zwei verschiedenen Diagrammtypen dar und erkläre, welche Informationen jeweils besonders schnell erkennbar sind.


Schwer

  1. Datenerhebung: Plane eine eigene Erhebung vollständig mit Zielgruppe, Kategorien, Erfassungsmethode, Datenschutz-Check und Auswertungsplan. Führe sie nach Freigabe durch.
  2. Datenvisualisierung: Erstelle aus Deinen Daten ein digitales und ein handgezeichnetes Diagramm. Vergleiche Genauigkeit, Lesbarkeit und Arbeitsaufwand.
  3. Fehleranalyse: Entwirf absichtlich ein missverständliches Diagramm mit einer problematischen Skalierung und verbessere es anschließend. Erkläre die Wirkung der Änderung.
  4. Statistik-Projekt: Formuliere aus Deiner Erhebung drei sachlich zulässige Aussagen und zwei Aussagen, die durch Deine Daten nicht belegt sind. Begründe jeweils Deine Entscheidung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Untersuchungsplanung: Eine Klasse möchte herausfinden, welche Pausenaktivitäten beliebt sind. Entwickle eine geeignete Forschungsfrage, passende Kategorien und eine Erfassungsmethode. Begründe jede Entscheidung.
  2. Diagrammwahl: Du erhältst eine Häufigkeitstabelle mit sechs Kategorien. Entscheide für zwei verschiedene Darstellungsziele, welcher Diagrammtyp jeweils sinnvoll ist, und begründe Deine Wahl.
  3. Fehler finden: In einem Säulendiagramm sind die Abstände der Skala unterschiedlich groß. Erkläre, warum das problematisch ist, und beschreibe eine korrekte Verbesserung.
  4. Transfer Kreisdiagramm: In einer Erhebung entfallen 35% auf eine Kategorie. Bestimme den zugehörigen Kreissektor und erkläre Deinen Rechenweg mit 0,35360.
  5. Vergleich von Darstellungen: Dieselben Daten werden als Balken- und Kreisdiagramm gezeigt. Beschreibe, welche Vergleiche Dir in welcher Darstellung leichter fallen und warum.
  6. Dateninterpretation: Eine Stichprobe aus einer einzigen Klasse zeigt ein bestimmtes Ergebnis. Erkläre, warum Du daraus nicht automatisch auf alle Sechstklässlerinnen und Sechstklässler schließen kannst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Diagramm abgibst, sondern Deinen gesamten Datenweg nachvollziehbar dokumentierst.

  1. eine klare und untersuchbare Forschungsfrage
  2. eine sinnvolle Planung der Datenerhebung
  3. ein geeigneter, verständlicher Fragebogen oder Beobachtungsbogen
  4. eine vollständige Strichliste oder Urliste
  5. eine korrekte Häufigkeitstabelle
  6. richtige Berechnungen von Anteilen und Prozentwerten
  7. bei Kreisdiagrammen korrekte Winkel mit insgesamt 360
  8. eine begründete Wahl des Diagrammtyps
  9. ein sauber beschriftetes und korrekt skaliertes Diagramm
  10. mindestens drei sachliche Aussagen zu den Ergebnissen
  11. eine kurze Reflexion über Grenzen der eigenen Erhebung
  12. ein erkennbarer Datenschutz- und Fairness-Check




OERs zum Thema


Weitere freie Medien und Lernhilfen

Die Wikimedia-Commons-Grafiken in diesem aiMOOC können Dir als Beispiele für Diagramme, Umfragen und Zählweisen dienen. Die interaktiven GeoGebra-Materialien ermöglichen Dir, Werte zu verändern und die Wirkung auf Diagramme unmittelbar zu beobachten.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte