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M5 E - Terme mit Rechenbäumen analysieren

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M5 E - Terme mit Rechenbäumen analysieren




M5 E - Terme mit Rechenbäumen analysieren


Einleitung

Ein Term ist ein mathematischer Rechenausdruck. In diesem aiMOOC untersuchst Du vor allem Zahlenterme mit den vier Grundrechenarten, Klammern und mehreren Rechenschritten. Dabei geht es nicht nur darum, am Ende die richtige Zahl zu erhalten. Du sollst vor allem erkennen, wie ein Term aufgebaut ist.

Ein besonders hilfreiches Modell dafür ist der Rechenbaum. Er zeigt die Struktur eines Terms wie eine Landkarte: Zahlen stehen an den Enden der Äste, Rechenzeichen verbinden Teilterme, und an der Wurzel erkennst Du, welche Rechnung ganz zuletzt ausgeführt wird.

Zielgruppe: Klasse 5, E-Niveau

Du lernst:

  1. Zahlenterme in Teilterme zu zerlegen.
  2. Rechenbäume zu lesen und selbst aufzubauen.
  3. zwischen Term und Rechenbaum zu übersetzen.
  4. Klammern, Punkt-vor-Strich und die Reihenfolge gleichrangiger Operationen strukturell zu verstehen.
  5. verschiedene Terme nach ihrer Struktur zu vergleichen.
  6. komplexere Zahlenterme schrittweise und begründet auszuwerten.

Freies Wikimedia-Commons-Medium: Ein Rechenbaum zu einem arithmetischen Ausdruck. Die Dateiseite enthält Urheber- und Lizenzangaben.


Was ist ein Rechenbaum?

Ein Rechenbaum stellt einen Term als Baumstruktur dar. Für Zahlenterme mit zweistelligen Rechenoperationen gelten drei Grundideen:

  1. Blätter: Ganz unten stehen einzelne Zahlen. Sie werden nicht weiter zerlegt.
  2. Innere Knoten: Dort stehen Rechenzeichen wie +, , oder :.
  3. Wurzel: Ganz oben steht die Rechenoperation, die zuletzt ausgeführt wird.

Ein Beispiel ist

8+35

Wegen Punktrechnung vor Strichrechnung wird zuerst 35 berechnet. Deshalb gehört die Multiplikation in einen unteren Teilbaum. Die Addition steht an der Wurzel:

+835

Der Rechenweg lautet:

8+35

=8+15

=23

Merksatz: Im Rechenbaum wird von den Blättern zur Wurzel gerechnet. Die Wurzel zeigt die letzte Rechenoperation.

Ein freies Beispiel für die Darstellung eines Ausdrucks als Baum.


Term, Teilterm und Struktur

Ein längerer Term besteht aus kleineren Teiltermen. Beim Term

48:(93)+7

ist 93 ein Teilterm. Danach entsteht der größere Teilterm

48:(93).

Erst am Ende wird 7 addiert.

Der zugehörige Rechenbaum kann so gelesen werden:

+:74893

Der Baum sagt deshalb unmittelbar:

48:(93)+7

=48:6+7

=8+7

=15

Die Struktur eines Terms beschreibt also nicht nur, welche Zahlen und Rechenzeichen vorkommen. Sie beschreibt vor allem, welche Teile zuerst zusammengehören.


Klammern verändern den Baum

Vergleiche die beiden Terme:

A=8+35

und

B=(8+3)5.

Sie enthalten dieselben Zahlen 8, 3 und 5 sowie dieselben Rechenzeichen + und . Trotzdem sind sie strukturell verschieden.

Term A:

8+35=8+15=23

+835

Term B:

(8+3)5=115=55

+583

Die Klammer in (8+3)5 sorgt dafür, dass die Addition einen unteren Teilbaum bildet. Die Multiplikation wird dadurch zur letzten Operation und steht an der Wurzel.

Wichtig: Zwei Terme können dieselben Zahlen und Rechenzeichen enthalten und trotzdem unterschiedliche Werte haben, wenn ihre Struktur verschieden ist.


Punkt vor Strich als Baumregel

Die Regel Punktrechnung vor Strichrechnung kannst Du im Rechenbaum sehen, statt sie nur auswendig zu lernen.

Bei

6+47

liegt die Multiplikation tiefer im Baum. Sie wird vor der Addition ausgewertet.

Bei

(6+4)7

zwingt die Klammer die Addition in einen unteren Teilbaum. Dadurch wird die Multiplikation zur Wurzel.

Term erste Rechnung letzte Rechnung Wert
6+47 47 Addition 34
(6+4)7 6+4 Multiplikation 70
54:6+2 54:6 Addition 11
54:(6+3) 6+3 Division 6


Multiplikation und Division haben den gleichen Rang. Addition und Subtraktion ebenfalls. Wenn keine Klammer etwas anderes verlangt, rechnest Du gleichrangige Operationen von links nach rechts.

Beispiel:

72:63

wird gelesen als

(72:6)3.

Also:

72:63=123=36.

Der Rechenbaum hat deshalb die Multiplikation an der Wurzel:

:3726

Dagegen bedeutet

72:(63)

etwas anderes:

72:(63)=72:18=4.

Hier steht die Division an der Wurzel:

:7263


Rechenbaum lesen: Von unten nach oben

Ein Rechenbaum verrät Dir die Reihenfolge der Rechnungen. Gehe dabei systematisch vor:

  1. Suche einen Knoten, dessen beide Äste direkt zu Zahlen oder bereits berechneten Ergebnissen führen.
  2. Berechne diesen Teilterm.
  3. Ersetze den Teilterm gedanklich durch sein Ergebnis.
  4. Arbeite Dich Ebene für Ebene nach oben.
  5. Die Rechnung an der Wurzel kommt zuletzt.

Die folgende Animation zeigt allgemein, wie Knoten eines Baums nacheinander besucht werden. Beim Rechenbaum nutzt Du dieselbe Grundidee des schrittweisen Durchlaufens, aber Du berechnest passende Teilterme von unten nach oben.

Freie Wikimedia-Commons-Animation einer Baumdurchquerung. Sie zeigt kein arithmetisches Rechenverfahren, sondern dient als anschauliche Bewegung durch eine Baumstruktur.


Einen Term in einen Rechenbaum übersetzen

Nimm den Term

(157)(9+3).

Schritt 1: Teilterme finden

157 und 9+3 stehen jeweils in Klammern.

Schritt 2: letzte Operation finden

Die beiden Klammerterme werden miteinander multipliziert. Die Multiplikation steht deshalb an der Wurzel.

Schritt 3: Äste aufbauen

+15793

Schritt 4: Baum prüfen

Von unten nach oben entsteht:

(157)(9+3)

=812

=96.


Einen Rechenbaum in einen Term übersetzen

Beim Übersetzen vom Baum zum Term gehst Du von unten nach oben vor. Jeder innere Knoten erzeugt einen neuen Teilterm.

Gegeben sei:

46+23

Zuerst entsteht aus dem unteren Plus-Knoten:

2+3.

Danach entsteht:

6(2+3).

Ganz oben wird 4 subtrahiert:

6(2+3)4.

Auswertung:

6(2+3)4

=654

=304

=26.

Kontrollfrage: Warum sind die Klammern um 2+3 notwendig? Ohne sie wäre 62+34 ein anderer Baum.


Komplexerer Rechenbaum mit drei Ebenen

Betrachte

(72:(6+3))(107).

Der Baum ist:

:72+10763

Visueller Rechenweg:

(72:(6+3))(107)

=(72:9)3

=83

=24.

Hier sind zwei Teilterme zunächst voneinander unabhängig: 6+3 und 107. Erst wenn beide Seiten genügend weit ausgewertet wurden, kann die Multiplikation an der Wurzel ausgeführt werden.


Noch komplexer: ein tiefer rechter Teilbaum

Untersuche

90((18+6):4)3.

Die äußere Subtraktion kommt zuletzt. Ihr rechter Teilterm ist selbst mehrstufig.

90:3+4186

Schritt für Schritt:

90((18+6):4)3

=90(24:4)3

=9063

=9018

=72.

Wenn Du den Baum verstanden hast, musst Du die Reihenfolge nicht erraten: Jeder Knoten zeigt, welche beiden Teilterme zusammengehören.


Strukturelle Gemeinsamkeiten verschiedener Terme

Zwei Terme können sich in ihren Zahlen unterscheiden und trotzdem dieselbe Baumstruktur besitzen.

Vergleiche:

T1=(8+2)(94)

T2=(15+5)(127).

Beide haben dieselbe Struktur:

+

Gemeinsam ist:

  1. Die Wurzel ist eine Multiplikation.
  2. Links steht eine Addition.
  3. Rechts steht eine Subtraktion.
  4. Beide Seiten bestehen jeweils aus zwei Zahlen.

Die konkreten Zahlen sind verschieden, aber das Strukturmuster ist gleich.


Strukturelle Unterschiede trotz gleicher Zahlen

Vergleiche:

T3=(12+4)3

T4=12+43

T5=12+(43).

Dabei gilt:

T4=T5,

denn bei T4 sorgt Punkt vor Strich ohnehin dafür, dass 43 zuerst berechnet wird. Die zusätzliche Klammer in T5 verändert die Struktur nicht.

Dagegen ist T3 strukturell anders, weil zuerst 12+4 berechnet wird.

Term Wurzel erster Teilterm Wert
(12+4)3 Multiplikation 12+4 48
12+43 Addition 43 24
12+(43) Addition 43 24

Erkenntnis: Nicht jede sichtbare Klammer verändert einen Rechenbaum. Eine Klammer ist dann strukturell entscheidend, wenn sie die sonst geltende Rechenreihenfolge verändert.


Gleicher Wert bedeutet nicht gleiche Struktur

Auch zwei unterschiedlich aufgebaute Terme können zufällig denselben Wert besitzen.

Beispiel:

6+23=12

und

(6+2)+4=12.

Die Ergebnisse sind gleich, aber die Rechenbäume sind verschieden. Deshalb reicht es beim Strukturvergleich nicht, nur das Endergebnis anzuschauen.

Ein weiteres Beispiel:

(104)2=12

und

1832=12.

Wieder ist der Wert gleich, die Baumstruktur aber verschieden.

Merksatz: Gleicher Wert gleiche Struktur.


Gleiche Struktur bedeutet nicht gleicher Wert

Umgekehrt können zwei Terme dieselbe Struktur haben, aber unterschiedliche Werte.

(8+2)(94)=105=50

(15+5)(127)=205=100.

Die Rechenbäume sind strukturell gleich, aber die Blätter tragen andere Zahlen.

Merksatz: Gleiche Struktur gleicher Wert.


Klammern als sichtbare Teilbäume

Klammern helfen Dir, zusammengehörige Teilterme zu erkennen.

Bei

84:(7+5)

bildet 7+5 einen eigenen Teilbaum.

Bei

(84:7)+5

bildet dagegen 84:7 den ersten Teilterm.

Vergleiche die Werte:

84:(7+5)=84:12=7

(84:7)+5=12+5=17.

Die Klammer entscheidet hier also über die Baumstruktur und damit über den Wert.


Visuelle Schrittfolge: Wie ein Ausdrucksbaum wächst

Die folgenden frei lizenzierten Wikimedia-Commons-Grafiken stammen aus einer Schrittfolge zum Aufbau eines Ausdrucksbaums. Sie zeigen, wie einzelne Operanden und Operationen nach und nach zu einer Baumstruktur verbunden werden.

Für Klasse 5 ist vor allem die Grundidee wichtig: Kleine Teilterme werden zuerst gebildet; größere Teilterme entstehen darüber.


Vom Rechenbaum zum vollständig geklammerten Term

Ein Rechenbaum lässt sich besonders eindeutig in einen vollständig geklammerten Term übersetzen. Dabei erhält jeder innere Knoten ein eigenes Klammerpaar.

Beispielbaum:

+:45183

Vollständig geklammert:

(45)+(18:3).

Vereinfacht, aber gleich strukturiert:

45+18:3.

Auswertung:

45+18:3=20+6=26.

Die vollständige Klammerung macht die Struktur besonders gut sichtbar, auch wenn manche Klammern wegen der Rechenregeln später weggelassen werden können.


Vom Term zum Baum: eine sichere Strategie

Für schwierigere Zahlenterme hilft diese Strategie:

1. Äußere Gesamtoperation finden.

Frage: Welche Rechenoperation wird ganz zuletzt ausgeführt? Sie wird zur Wurzel.

2. Term in zwei Hauptteile zerlegen.

Die beiden Operanden der Wurzel werden zu linkem und rechtem Teilbaum.

3. Jeden Teilbaum genauso untersuchen.

Frage wieder: Welche Operation kommt in diesem Teilterm zuletzt?

4. Wiederholen, bis nur noch Zahlen übrig sind.

Die Zahlen werden zu Blättern.

Beispiel:

64:(102)+3(75).

Die letzte Operation ist die Addition:

[64:(102)]+[3(75)].

Also steht + an der Wurzel.

Linker Teilbaum:

64:(102).

Rechter Teilbaum:

3(75).

Der vollständige Baum ist:

+:64310275

Auswertung:

64:(102)+3(75)

=64:8+32

=8+6

=14.


Die Wurzel schnell erkennen

Bei einem Term ohne vollständig sichtbare Klammerung kannst Du nach der schwächsten äußeren Verknüpfung suchen.

Beispiele:

Term Wurzel Begründung
7+46 + Multiplikation wird vorher ausgeführt
(7+4)6 Klammeraddition wird vorher ausgeführt
80:103 Division wird vorher ausgeführt
80:(102) : Klammer steht im Divisor
3012:3+5 + Nach der Division werden Strichrechnungen von links nach rechts ausgeführt

Beim letzten Beispiel entsteht nach der Division:

304+5.

Dann wird von links nach rechts gerechnet:

(304)+5=31.

Die Addition mit 5 steht deshalb an der Wurzel.


Fehlerdetektiv: typische Denkfehler

Fehler 1: Einfach von links nach rechts rechnen

Falsch:

8+35115=55.

Richtig:

8+35=8+15=23.

Fehler 2: Eine Klammer im Baum vergessen

Bei (8+3)5 muss 8+3 als eigener Teilbaum erscheinen.

Fehler 3: Subtraktion vertauschen

125 ist nicht dasselbe wie 512. Beim Subtraktionsknoten ist links und rechts also wichtig.

Fehler 4: Division vertauschen

24:6 ist nicht dasselbe wie 6:24. Auch beim Divisionsknoten darfst Du die Äste nicht vertauschen.

Fehler 5: Nur den Endwert vergleichen

Zwei Terme können denselben Wert haben, aber verschieden aufgebaut sein.


Welche Äste darf man vertauschen?

Bei Addition und Multiplikation darfst Du die beiden Operanden vertauschen, ohne den Wert zu verändern:

a+b=b+a

und

ab=ba.

Bei Subtraktion und Division gilt das im Allgemeinen nicht:

abba

und

a:bb:a.

Für Rechenbäume bedeutet das:

  1. Bei einem Plus- oder Mal-Knoten kann das Vertauschen der beiden direkten Teilbäume denselben Wert ergeben.
  2. Bei einem Minus- oder Geteilt-Knoten verändert das Vertauschen normalerweise den Wert.
  3. Trotzdem sieht der gezeichnete Baum nach dem Vertauschen anders aus. Bei einem Strukturvergleich musst Du also genau sagen, ob Du die Reihenfolge der Äste mitberücksichtigst.


Strukturmuster mit Platzhaltern

Um Gemeinsamkeiten deutlicher zu sehen, kannst Du Zahlen vorübergehend durch Buchstaben ersetzen.

Aus

(8+2)(94)

wird das Muster

(A+B)(CD).

Dazu passt der Baum:

+ABCD

Dieses Muster passt zum Beispiel auch zu

(20+5)(138)

oder

(11+9)(3027).

Public-Domain-Grafik eines arithmetischen Ausdrucksbaums mit Variablen. Sie zeigt, dass dieselbe Baumidee auch über reine Zahlenterme hinaus verwendet wird.


Rechenbaum und Zahlengerade: Ergebnis kontrollieren

Der Rechenbaum erklärt die Struktur. Eine Zahlengerade kann helfen, den Endwert eines Terms zu kontrollieren.

Beispiel:

48:(93)+7=15.

Auf einer Zahlengerade liegt das Ergebnis bei 15:

Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle 0\;-\;1\;-\;2\;-\;3\;-\;4\;-\;5\;-\;6\;-\;7\;-\;8\;-\;9\;-\;10\;-\;11\;-\;12\;-\;13\;-\;14\;-\;\boxed{15}\;-\;16 }

Die Zahlengerade ersetzt den Rechenbaum nicht. Sie beantwortet eine andere Frage:

  1. Rechenbaum: Wie ist der Term aufgebaut?
  2. Zahlengerade: Wo liegt das Ergebnis?

So lernst Du, mathematische Darstellungen passend zu ihrem Zweck einzusetzen.


Interaktive Übersetzung: Baum, Term und Rechenweg

Ordne gedanklich immer drei Darstellungen einander zu:

Baumstruktur Term Rechenweg
Wurzel +, rechts 8+35 8+15=23
Wurzel , links + (8+3)5 115=55
Wurzel :, rechts + 72:(6+3) 72:9=8
Wurzel , rechts 5064 5024=26

Mini-Auftrag: Decke in jeder Zeile zwei Spalten ab und versuche, die fehlenden Darstellungen selbst zu rekonstruieren.


Video: Zahlenterme mit Klammern berechnen

Das folgende Erklärvideo vertieft das Berechnen von Zahlentermen mit Klammern und die Regel Punkt vor Strich. Nutze es vor allem zur Wiederholung der Rechenregeln und übertrage jeden gezeigten Term anschließend selbst in einen Rechenbaum.


Zusammenfassung

Ein Rechenbaum macht die Struktur eines Zahlenterms sichtbar. Zahlen stehen an den Blättern, Rechenzeichen an inneren Knoten und die zuletzt auszuführende Operation an der Wurzel. Klammern können Teilbäume festlegen und dadurch die Reihenfolge der Rechnungen verändern. Punkt-vor-Strich lässt sich ebenfalls als Baumstruktur verstehen: Punktrechnungen liegen häufig tiefer als Strichrechnungen. Gleichrangige Operationen ohne Klammern werden von links nach rechts verarbeitet.

Beim Übersetzen zwischen Term und Baum hilft Dir die Frage:

Welche Operation wird in diesem Term oder Teilterm zuletzt ausgeführt?

Sie zeigt Dir den nächsten Wurzelknoten.

Für den Strukturvergleich gilt:

gleicher Wert⇏gleiche Struktur

und

gleiche Struktur⇏gleicher Wert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was steht bei einem Rechenbaum normalerweise an der Wurzel? (Die zuletzt auszuführende Rechenoperation) (!Die kleinste Zahl des Terms) (!Immer eine Addition) (!Die zuerst gelesene Zahl)




Was stellen die Blätter eines Zahlterm-Rechenbaums dar? (Einzelne Zahlen) (!Nur Klammern) (!Nur Ergebnisse) (!Rechenregeln)




Welche Operation wird bei 8 plus 3 mal 5 zuerst ausgeführt? (Die Multiplikation) (!Die Addition) (!Die Subtraktion) (!Die Division)




Was bewirkt die Klammer bei Klammer auf 8 plus 3 Klammer zu mal 5? (Die Addition wird vor der Multiplikation ausgeführt) (!Die Multiplikation wird abgeschafft) (!Die Zahl 5 wird zuerst addiert) (!Der Term hat keinen Rechenbaum mehr)




Wie werden gleichrangige Rechenoperationen ohne besondere Klammern ausgeführt? (Von links nach rechts) (!Immer von rechts nach links) (!In beliebiger Reihenfolge) (!Immer von der größten Zahl aus)




Woran erkennst Du beim Baum einen Teilterm? (An einem Knoten mit den darunterliegenden Ästen) (!An der Seitennummer) (!An einer zufälligen Farbe) (!Nur am Endergebnis)




Was gilt für zwei Terme mit gleichem Wert? (Sie können unterschiedliche Strukturen haben) (!Sie müssen denselben Rechenbaum haben) (!Sie dürfen keine Klammern enthalten) (!Sie müssen dieselben Zahlen verwenden)




Was gilt für zwei Terme mit derselben Baumstruktur? (Sie können unterschiedliche Werte haben) (!Sie müssen denselben Wert haben) (!Sie müssen dieselben Zahlen enthalten) (!Sie dürfen nur Additionen enthalten)




Bei welcher Rechenart darf man die beiden Operanden im Allgemeinen nicht vertauschen? (Subtraktion) (!Addition) (!Multiplikation) (!Keine Rechenart)




Welche Frage hilft beim Übersetzen eines Terms in einen Rechenbaum besonders? (Welche Operation wird zuletzt ausgeführt) (!Welche Zahl ist am größten) (!Wie viele Ziffern hat der Term) (!Welche Zahl steht zuerst)





Memory

Wurzel letzte Rechenoperation
Blatt einzelne Zahl
Teilbaum zusammengehöriger Teilterm
innerer Knoten Rechenzeichen
Klammerpaar feste Gruppierung
Punktrechnung Multiplikation oder Division
Strichrechnung Addition oder Subtraktion
Baumtiefe Verschachtelung der Rechenschritte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Multiplikation an der Wurzel Klammerterm mal Zahl
Addition an der Wurzel Zahl plus Produkt
Division an der Wurzel Zahl geteilt durch Klammerterm
Subtraktion an der Wurzel Zahl minus Produkt
Zwei parallele Teilbäume Klammerterm mal Klammerterm






Kreuzworträtsel

Wurzel Wie heißt der oberste Knoten eines Rechenbaums?
Blaetter Wie heißen die Endpunkte mit einzelnen Zahlen?
Klammer Welches Zeichen gruppiert einen Teilterm sichtbar?
Teilterm Wie heißt ein zusammengehöriger Teil eines größeren Terms?
Operation Wie nennt man Plus, Minus, Mal oder Geteilt allgemein?
Struktur Welches Wort beschreibt den inneren Aufbau eines Terms?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Rechenbaum macht die

eines Terms sichtbar.
Ganz unten stehen die

mit einzelnen Zahlen.
Die oberste Rechenoperation heißt

des Baums.
Ein zusammengehöriger Teil eines Terms heißt

.
Bei Punkt vor Strich wird eine

vor einer Addition ausgeführt.
Eine

kann die sonst übliche Rechenreihenfolge verändern.
Beim Auswerten eines Rechenbaums arbeitest Du von den Blättern nach

.
Bei einer Subtraktion darfst Du die beiden Operanden nicht einfach

.
Zwei Terme mit gleichem Ergebnis können verschieden aufgebaut sein und damit eine andere

besitzen.
Beim Übersetzen vom Term zum Baum suchst Du zuerst die Operation, die ganz

ausgeführt wird.
}




Interaktive Übersetzungsrunde

Ergänze die passende Beschreibung. Term
Addition ist die Wurzel 7+54
Multiplikation ist die Wurzel (7+5)4
Division ist die Wurzel 72:(6+3)
Subtraktion ist die Wurzel 5064
Zwei Klammer-Teilbäume (92)(4+3)





Ergebnis-Punkte auf der Zahlengerade

Berechne zuerst die Terme. Ordne dann den passenden Ergebnis-Punkt zu.

Ergebnis-Punkt Term
Punkt bei vierzehn 64:(102)+3(75)
Punkt bei fünfzehn 48:(93)+7
Punkt bei vierundzwanzig (72:(6+3))(107)
Punkt bei sechsundzwanzig 6(2+3)4
Punkt bei zweiundsiebzig 90((18+6):4)3





Offene Aufgaben


Leicht

  1. Rechenbaum zeichnen: Zeichne zu 5+43 einen Rechenbaum und markiere die Wurzel.
  2. Klammern vergleichen: Zeichne die Rechenbäume zu 5+43 und (5+4)3. Beschreibe den wichtigsten Unterschied in zwei Sätzen.
  3. Term aus Baum: Erfinde einen Rechenbaum mit genau zwei Rechenzeichen und schreibe den passenden Zahlenterm dazu.
  4. Fehlerdetektiv: Jemand behauptet 8+35=55. Erkläre mit einem selbst gezeichneten Rechenbaum, wo der Fehler liegt.


Standard

  1. Baum-Term-Karten: Erstelle sechs Lernkarten. Auf der Vorderseite steht jeweils ein Rechenbaum, auf der Rückseite der passende Term und sein Wert.
  2. Struktur-Zwillinge: Finde drei Paare von Zahlentermen mit gleicher Baumstruktur, aber unterschiedlichen Zahlen. Begründe bei jedem Paar die strukturelle Gemeinsamkeit.
  3. Gleicher Wert andere Struktur: Erfinde drei Paare verschiedener Zahlenterme, die denselben Wert besitzen, aber unterschiedliche Rechenbäume haben.
  4. Rechenweg animieren: Erstelle mit Papierkarten, Präsentationsfolien oder einer Stop-Motion-Aufnahme eine kurze Animation, in der ein komplexerer Rechenbaum Ebene für Ebene ausgewertet wird.


Schwer

  1. Termfamilie: Entwickle zu der Struktur (A+B)(CD) mindestens fünf verschiedene Zahlenterme. Untersuche, welche Werte entstehen und was strukturell immer gleich bleibt.
  2. Klammer-Labor: Verwende die Zahlen 2, 3, 4 und 6 sowie drei Rechenzeichen. Erzeuge durch unterschiedliche Klammerungen mindestens vier verschiedene Rechenbäume und vergleiche ihre Werte.
  3. Rechenbaum-Interview: Befrage zwei Mitschülerinnen oder Mitschüler dazu, wie sie bei einem komplizierten Term die letzte Operation finden. Vergleiche ihre Strategien mit der Baumstrategie dieses aiMOOCs.
  4. Mini-Erklärvideo: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo, in dem Du einen Term mit mindestens vier Rechenoperationen in einen Rechenbaum übersetzt, auswertest und anschließend mit einem ähnlich aufgebauten Term vergleichst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Struktur begründen: Vergleiche 18+64 und (18+6)4. Zeichne beide Rechenbäume und erkläre, warum sich die Wurzel unterscheidet.
  2. Baum rekonstruieren: Ein Rechenbaum hat an der Wurzel eine Division. Links steht die Zahl 72, rechts eine Addition aus 6 und 3. Schreibe den Term, berechne seinen Wert und erkläre, welche Klammern notwendig sind.
  3. Strukturtransfer: Die Terme (8+5)(117) und (20+3)(94) haben dieselbe Struktur. Beschreibe diese Struktur ohne die konkreten Zahlen zu nennen und erfinde einen dritten passenden Term.
  4. Fehleranalyse: Eine Schülerin zeichnet zu 5064 einen Baum mit Multiplikation an der Wurzel. Erkläre den Fehler und zeichne die richtige Struktur.
  5. Gleicher Wert: Finde zwei unterschiedlich strukturierte Terme mit demselben Wert. Zeige durch Rechenbäume, dass die Strukturen verschieden sind, und erkläre, warum das gleiche Ergebnis kein Beweis für gleiche Struktur ist.
  6. Klammerentscheidung: Untersuche 72:63 und 72:(63). Begründe mithilfe der Rechenbäume, warum die Werte verschieden sind, obwohl dieselben Zahlen und Rechenzeichen vorkommen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können:

  1. Termstruktur erkennen: Du findest die letzte Rechenoperation eines Zahlenterms und begründest Deine Entscheidung.
  2. Rechenbaum erstellen: Du überträgst einen Zahlenterm mit mehreren Rechenoperationen korrekt in einen Rechenbaum.
  3. Term aus Rechenbaum: Du liest einen Rechenbaum und formulierst einen passenden, eindeutig geklammerten Term.
  4. Rechenregeln anwenden: Du berücksichtigst Klammern, Punkt vor Strich und die Links-nach-rechts-Regel bei gleichrangigen Operationen.
  5. Teilterme erklären: Du kannst benennen, welche Zahlen und Operationen zu einem Teilterm gehören.
  6. Strukturen vergleichen: Du erkennst strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Termen.
  7. Ergebnis und Struktur unterscheiden: Du erklärst, warum gleicher Wert nicht automatisch gleiche Struktur bedeutet.
  8. Mathematisch begründen: Du verwendest Rechenbaum, Term und Rechenweg gemeinsam, um Deine Lösung nachvollziehbar zu erklären.




OERs zum Thema

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