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M5 E - Plausibilität mathematisch beurteilen

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M5 E - Plausibilität mathematisch beurteilen




M5 E - Plausibilität mathematisch beurteilen


Einleitung

Ein Rechenergebnis kann auf dem Taschenrechner stehen und trotzdem falsch sein. Vielleicht wurde eine Ziffer falsch eingegeben, ein Rechenzeichen verwechselt, beim Abschreiben eine Null ergänzt oder eine Einheit vergessen. Deshalb reicht es in der Mathematik nicht, nur zu rechnen: Du musst Ergebnisse beurteilen.

Plausibel bedeutet: Ein Ergebnis passt zu dem, was man aufgrund von Zahlen, Größen, Rechenart und Sachzusammenhang erwarten kann. Ein plausibles Ergebnis ist nicht automatisch bewiesen richtig. Ein unplausibles Ergebnis zeigt dagegen, dass sehr wahrscheinlich ein Fehler vorliegt.

Du lernst in diesem aiMOOC einen systematischen Vierfach-Check:

Prüfschritt Leitfrage Typisches Werkzeug
1. Größenordnung Liegt das Ergebnis ungefähr im richtigen Zahlenbereich? Zahlengerade, Stellenwertsystem, Vergleich
2. Überschlag Welches Ergebnis erwarte ich ungefähr? Runden, Überschlagsrechnung
3. Umkehroperation Passt das Ergebnis zur Gegenrechnung? Addition ↔ Subtraktion, Multiplikation ↔ Division
4. Sachkontext Passt Zahl und Einheit zur Situation? Größenwissen, Einheit, Alltagserfahrung

Merksatz:

Plausibelsicher richtig

aber

klar unplausibelFehler suchen


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

Kompetenz Das zeigst Du, wenn Du ...
Größenordnung beurteilen erkennst, ob ein Ergebnis eher bei 10, 100, 1000 oder 10000 liegen muss.
Überschläge bilden Zahlen sinnvoll rundest und damit eine schnelle Erwartung berechnest.
Umkehroperationen nutzen ein Ergebnis durch eine passende Gegenrechnung überprüfst.
Sachkontexte prüfen Zahl, Einheit und Situation zusammen beurteilst.
Fehler begründen nicht nur „falsch“ sagst, sondern mathematisch erklärst, warum ein Ergebnis unplausibel ist.
Werkzeuge kritisch nutzen Taschenrechneranzeigen, Diagramme und digitale Ergebnisse nicht ungeprüft übernimmst.


Der Plausibilitäts-Check als Rechenweg

Beispiel:

39821=8358

Prüfe das Ergebnis nicht sofort durch vollständiges Nachrechnen, sondern systematisch.

Schritt Prüfung Urteil
Größenordnung 398400 und 2120. Also muss das Ergebnis im Bereich einiger Tausend liegen. 8358 liegt in der erwarteten Größenordnung.
Überschlag 40020=8000 8358 liegt nahe bei 8000.
Umkehroperation 8358:21=398 Die Gegenrechnung passt.
Sachkontext Falls 398 Pakete je 21 Karten enthalten, sind etwas mehr als 8000 Karten sinnvoll. Zahl und Situation passen zusammen.

Begründetes Urteil: Das Ergebnis 8358 ist plausibel, weil Größenordnung und Überschlag passen und die Division als Umkehroperation wieder 398 ergibt.


Warum die Größenordnung so wichtig ist

Die Größenordnung hilft Dir, grobe Fehler sofort zu erkennen.

Beispiel:

40319

Ohne exakt zu rechnen:

403400

1920

40020=8000

Deshalb wäre ein Ergebnis wie

76570

unplausibel. Es liegt ungefähr eine Zehnerpotenz zu hoch.

Dagegen wäre

7657

von der Größenordnung her zunächst plausibel, weil es in der Nähe von 8000 liegt.


Stellenwert-Alarm

Ein häufiges Fehlermuster entsteht durch eine zusätzliche oder fehlende Null.

Rechnung Angegebenes Ergebnis Erwartete Größenordnung Urteil
529 4680 einige Hundert unplausibel
2045 1020 ungefähr 1000 plausibel
4900:7 70 einige Hundert unplausibel
4900:7 700 einige Hundert plausibel


Interaktives Stellenwertmodell

Bewege im Stellenwertmodell Zahlen und beobachte, wie sich der Wert einer Ziffer verändert.

Forscherauftrag: Gib nacheinander 5032, 5302 und 50320 ein. Erkläre, weshalb ein Vertauschen oder Verschieben von Ziffern die Größenordnung einer Rechnung verändern kann.


Überschlag: eine schnelle Erwartung erzeugen

Beim Überschlag ersetzt Du schwierige Zahlen durch nahe, leicht rechenbare Zahlen.

Beispiel:

612+389+198

Sinnvoller Überschlag:

600+400+200=1200

Ein Ergebnis von 1199 wirkt plausibel.

Ein Ergebnis von 199 ist unplausibel, denn schon 600+400 liegt bei 1000.


Runden mit Blick auf den Zweck

Beim Plausibilitätscheck geht es nicht darum, jede Zahl immer auf dieselbe Stelle zu runden. Du rundest so, dass die Rechnung einfach wird und die Größenordnung erhalten bleibt.

Original Möglicher Überschlag Gedanke
487+213 500+200=700 auf Hunderter runden
7951 8050=4000 nahe Zehner nutzen
1198:6 1200:6=200 teilbare Zahl wählen
997503 1000500=500 passende Hunderter nutzen


Überschlagsfenster statt Einzelzahl

Oft ist es sinnvoll, nicht nur eine Schätzzahl, sondern ein Erwartungsfenster zu formulieren.

Beispiel:

4719

Da

40<47<50

und

10<19<20,

wissen wir grob:

400<4719<1000

Mit dem genaueren Überschlag

5020=1000

erwartest Du ein Ergebnis knapp unter 1000.

Ein Ergebnis von 893 passt gut in dieses Erwartungsfenster.


Dynamische Zahlengerade: Größen sichtbar prüfen

Auf einer Zahlengeraden erkennst Du Abstände und Größenordnungen häufig schneller als in einer langen Rechnung.

Auftrag: Stelle einen Zahlenbereich von 0 bis 10000 ein. Markiere ungefähr 8000 und 8358. Begründe, warum 8358 als Ergebnis zu einem Überschlag von 8000 plausibel sein kann.


Umkehroperationen: Rechnen rückwärts

Zu vielen Rechenarten gibt es eine passende Umkehroperation.

Ausgangsrechnung Umkehroperation Probe
a+b=c Subtraktion cb=a
ab=c Addition c+b=a
ab=c Division c:b=a
a:b=c Multiplikation cb=a

Beispiel:

Behauptung:

734286=558

Probe:

558+286=844

Da 844734, ist die Behauptung falsch.


Umkehroperation bei einer Division

Behauptung:

4680:9=520

Probe:

5209=4680

Damit ist das Ergebnis nicht nur plausibel, sondern durch die exakte Gegenrechnung bestätigt.


Sachkontext: Kann das im echten Leben stimmen?

Eine Rechnung kann formal richtig aussehen und trotzdem nicht zur Situation passen.

Beispiel:

Eine Klasse mit 28 Kindern bestellt für jedes Kind 2 Hefte.

282=56

Plausibel: 56 Hefte.

Die Aussage „Die Klasse braucht 56 Kilometer Hefte“ ist dagegen unsinnig, weil die Einheit nicht zum Gegenstand passt.


Kontext-Check mit Orientierungswerten

Orientierungswerte sind keine exakten Naturgesetze. Sie helfen Dir, offensichtlich unpassende Ergebnisse zu erkennen.

Situation Plausibler Bereich Unplausibles Beispiel
Länge eines Bleistifts einige Zentimeter 18 m
Höhe einer Zimmertür ungefähr wenige Meter 200 m
Anzahl Kinder in einer normalen Schulklasse einige Dutzend 3500
Dauer einer Unterrichtsstunde deutlich weniger als ein ganzer Tag 900 min
Masse eines Schulranzens einige Kilogramm 400 kg

Wichtig: Im Sachkontext prüfst Du immer Zahl und Einheit.

Zahl+Einheit+SituationPlausibilitätsurteil


Der Taschenrechner ist kein Wahrheitsautomat

Ein Taschenrechner rechnet mit den Eingaben, die Du eintippst. Eine falsche Eingabe kann deshalb zu einer korrekt berechneten, aber für Deine Aufgabe falschen Anzeige führen.

Absichtlich falsche Taschenrechneranzeige:

Eingabe laut Aufgabe Anzeige Erste Reaktion
7840:16 4900 Misstrauen: 8000:16 liegt ungefähr bei 500, nicht bei 5000.

Überschlag:

78408000

8000:16=500

Also ist 4900 unplausibel.

Eine mögliche Ursache wäre eine falsche Eingabe wie 78400:16.


Fehlerlabor: Absichtlich falsche Rechnungen untersuchen

Bei jeder Zeile sollst Du zuerst ohne vollständiges Nachrechnen urteilen.

Nr. Behauptung Schnellprüfung Urteil Begründung
1 398+207=505 Überschlag unplausibel 400+200600; 505 liegt deutlich zu niedrig.
2 5119=969 Überschlag plausibel 5020=1000; 969 liegt nahe daran.
3 4800:6=80 Größenordnung unplausibel 48:6=8; bei 4800 muss das Ergebnis Hunderter enthalten.
4 702398=304 Überschlag und Umkehr plausibel 700400300 und 304+398=702.
5 3225=8000 Größenordnung unplausibel 3025 liegt nur bei einigen Hundert.
6 1002498=504 Überschlag und Umkehr plausibel 1000500500 und 504+498=1002.


Aufklappbare Fehleranalyse: 4800:6=80

Schritt 1 – Größenordnung: 4800 ist fast 5000. Durch 6 geteilt erwartet man mehrere Hundert.

Schritt 2 – Überschlag: 4800:6 lässt sich sogar günstig denken: 48:6=8, also 4800:6=800.

Schritt 3 – Umkehroperation: 806=480. Das ist nicht 4800.

Schritt 4 – Urteil: 80 ist unplausibel. Wahrscheinlich wurde eine Null im Ergebnis vergessen.


Diagramme kritisch auf Plausibilität prüfen

Diagramme wirken anschaulich, können aber ebenfalls fehlerhaft, unvollständig oder missverständlich sein.

Beim Prüfen eines Diagramms achtest Du auf:

  1. Achse: Wo beginnt die Achse und wie ist sie eingeteilt?
  2. Skalierung: Sind die Abstände gleich groß?
  3. Einheit: Stück, Euro, Kilometer, Minuten oder Prozent?
  4. Daten: Passen Balkenhöhen zu den angegebenen Zahlen?
  5. Gesamtheit: Kann die Summe im Sachkontext stimmen?

Beispiel: Eine Klasse hat 28 Kinder. Ein Diagramm zeigt als Lieblingssportarten die Häufigkeiten 12, 10, 9 und 7, wobei jedes Kind genau eine Sportart wählen durfte.

Summe:

12+10+9+7=38

Da 38>28, ist das Diagramm für diesen Sachverhalt unplausibel.


Interaktive Diagrammprüfung

Verändere die Säulen und versuche, vor dem Prüfen selbst zu entscheiden, welche Höhen zu den Daten passen.

Begründungsauftrag: Formuliere nach jeder Einstellung einen Satz nach dem Muster:

„Die Säule ist plausibel / unplausibel, weil ...“


Brüche: Plausibilität durch Bild und Größenvergleich

Auch bei Brüchen hilft ein schneller Größenvergleich.

Beispiel:

34 ist größer als 12 und kleiner als 1.

Eine Behauptung wie

34=1,5

ist deshalb unplausibel.

Denn:

0,5<34<1


Bewegliche Bruchdarstellung

Verändere Zähler und Nenner mit den Schiebereglern.

Plausibilitätsfragen:

  1. Kann ein echter Bruch größer als 1 dargestellt werden?
  2. Wo liegt 12 im Verhältnis zu 34?
  3. Warum wäre die Dezimalzahl 2,5 für 14 unplausibel?


Geometrie und 3D: Plausibilität mit Form und Maß

Plausibilität betrifft nicht nur Rechenergebnisse mit natürlichen Zahlen. Auch geometrische Aussagen können geprüft werden.

Ein Würfel hat sechs quadratische Flächen. Ein angebliches Würfelnetz mit nur fünf Quadraten kann deshalb nicht zu einem vollständigen Würfel gefaltet werden.


Faltbarer und rotierbarer Würfel

Bewege den Schieberegler und drehe die 3D-Ansicht.

Transferfrage: Ein Würfel hat Kantenlänge 4 cm. Jemand behauptet, eine Fläche habe 64 cm2. Beurteile die Aussage.

Plausibilitätscheck:

4 cm4 cm=16 cm2

Die Angabe 64 cm2 ist für eine Würfelfläche unplausibel. 64 könnte aus einer falschen Verknüpfung der Zahlen entstanden sein.


Vier Methoden im direkten Vergleich

Nimm die Behauptung:

24731=76557

Methode Rechnung oder Gedanke Ergebnis
Größenordnung 247250, 3130 Ergebnis muss bei einigen Tausend liegen.
Überschlag 25030=7500 76557 ist etwa zehnmal zu groß.
Umkehroperation Ein plausibles Produkt müsste bei Division durch 31 wieder ungefähr 247 liefern. 76557:31 liegt ungefähr bei 2470, nicht bei 247.
Sachkontext 247 Kartons mit je 31 Flaschen ergeben grob 7500 Flaschen. Über 76000 Flaschen wären unplausibel.

Urteil: Das Ergebnis ist unplausibel. Es spricht vieles dafür, dass eine zusätzliche Null oder ein Stellenwertfehler vorliegt.


Plausibel oder bewiesen?

Ein Überschlag kann einen Fehler entdecken, aber nicht jedes falsche Ergebnis.

Beispiel:

6348

Überschlag:

6050=3000

Sowohl 3024 als auch 3042 liegen nahe bei 3000.

Der Überschlag allein kann deshalb nicht entscheiden, welches Ergebnis richtig ist.

Exakte Rechnung:

6348=3024

Folgerung:

PlausibilitätsprüfungFehlerfilter

exakte Probestärkere Bestätigung


Sprachbausteine für begründete Urteile

Für das E-Niveau genügt nicht „sieht richtig aus“. Begründe mathematisch.

Methode Satzanfang
Größenordnung „Das Ergebnis ist unplausibel, weil die Rechnung ungefähr im Bereich von ... liegen müsste.“
Überschlag „Ich runde ... auf ... und erhalte als Überschlag ... . Deshalb ...“
Umkehroperation „Mit der Gegenrechnung ... erhalte ich ... . Daher ...“
Sachkontext „Im Kontext bedeutet das Ergebnis ... . Das passt / passt nicht, weil ...“
Kombination „Zwei Prüfungen sprechen dafür / dagegen: Erstens ..., zweitens ...“


Plausibilitätsampel

Ampel Bedeutung Was Du tun solltest
🟢 mehrere Prüfungen passen Ergebnis kann akzeptiert oder exakt bestätigt werden.
🟡 nur eine grobe Prüfung passt weitere Methode verwenden.
🔴 Größenordnung, Überschlag oder Kontext widersprechen klar Fehler suchen und Rechnung neu prüfen.


Strategie für Klassenarbeiten

Nutze diese Reihenfolge:

Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle \boxed{\text{Aufgabe verstehen}}\rightarrow \boxed{\text{Erwartung bilden}}\rightarrow \boxed{\text{rechnen}}\rightarrow \boxed{\text{prüfen}}\rightarrow \boxed{\text{begründen}}}

Eine kurze Plausibilitätsprüfung kann oft verhindern, dass ein Tippfehler, Stellenwertfehler oder falsches Rechenzeichen unbemerkt bleibt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Überschlag für 398+205? (Etwa 600) (!Etwa 60) (!Etwa 6000) (!Etwa 200)




Welche Aussage beschreibt ein plausibles Ergebnis am besten? (Es passt zu Größenordnung, Rechnung und Situation) (!Es ist immer exakt richtig) (!Es muss auf dem Taschenrechner stehen) (!Es muss eine gerade Zahl sein)




Welche Gegenrechnung passt zu 742318=424? (424 plus 318 ergibt 742) (!742 plus 318 ergibt 424) (!424 mal 318 ergibt 742) (!742 geteilt durch 318 ergibt 424)




Warum ist 529=4680 unplausibel? (Das Ergebnis müsste nur einige Hundert groß sein) (!Das Ergebnis müsste kleiner als 9 sein) (!Multiplikation darf keine dreistelligen Zahlen erzeugen) (!52 kann nicht mit 9 multipliziert werden)




Welcher Überschlag passt zu 7951? (80 mal 50 ergibt 4000) (!8 mal 5 ergibt 40) (!800 mal 500 ergibt 400000) (!79 plus 51 ergibt 130)




Eine Klasse mit 28 Kindern erhält 2800 Hefte. Jedes Kind soll genau 2 Hefte bekommen. Wie ist das Ergebnis zu beurteilen? (Unplausibel, denn benötigt werden nur ungefähr 56 Hefte) (!Plausibel, weil 2800 größer als 28 ist) (!Plausibel, weil Hefte zählbar sind) (!Unplausibel, weil man Hefte nicht multiplizieren darf)




Was zeigt ein Überschlag allein nicht sicher? (Ob ein nahe liegendes Ergebnis exakt richtig ist) (!Die ungefähre Größenordnung) (!Ob ein Ergebnis zehnmal zu groß ist) (!Ob ein Ergebnis grob zur Rechnung passt)




Welche Zahl ist als Ergebnis von 4800:6 plausibel? (800) (!80) (!8000) (!8)




Woran erkennst Du einen möglichen Stellenwertfehler? (Das Ergebnis liegt ungefähr um den Faktor zehn zu hoch oder zu niedrig) (!Alle Ziffern sind gerade) (!Die Aufgabe enthält eine Subtraktion) (!Das Ergebnis hat ein Komma)




Welche Prüfung bezieht die Einheit und die reale Situation besonders ein? (Sachkontext) (!Nur die schriftliche Addition) (!Nur das Ablesen der letzten Ziffer) (!Alphabetische Ordnung)





Memory

Größenordnung Zahlenbereich
Überschlag Näherungsrechnung
Umkehroperation Gegenrechnung
Sachkontext Alltagspassung
Stellenwertfehler Zehnerfaktor
Zahlengerade Größenvergleich
Einheit Messbedeutung
Plausibilität begründete Stimmigkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Größenordnung Passt der Zahlenbereich?
Überschlag Welche Näherung erwarte ich?
Umkehroperation Passt die Gegenrechnung?
Sachkontext Passt die Lösung zur realen Situation?
Einheit Wurde die passende Messgröße verwendet?






Interaktive Fehleranalyse

Behauptung Passendstes erstes Prüfwerkzeug
5119=9690 Größenordnung
734286=448 Umkehroperation
28 Kinder benötigen 5600 Hefte bei 2 Heften pro Kind Sachkontext
612+389+198=1199 Überschlag
Ein Bleistift ist 18 m lang Einheit und Kontext





Kreuzworträtsel

Überschlag Wie heißt eine vereinfachte Rechnung mit gerundeten Zahlen?
Größenordnung Welcher Begriff bezeichnet den ungefähren Zahlenbereich eines Ergebnisses?
Umkehroperation Wie heißt die Gegenrechnung zu einer Rechenoperation?
Kontext Welches Wort bezeichnet die sachliche Situation einer Aufgabe?
Schätzung Wie heißt eine begründete ungefähre Bestimmung eines Wertes?
Plausibilität Wie heißt die mathematisch begründete Stimmigkeit eines Ergebnisses?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Ergebnis ist

, wenn es zu Rechnung und Situation passt. Mit der

prüfst Du zuerst den ungefähren Zahlenbereich. Ein

nutzt leicht rechenbare Näherungswerte. Zur Kontrolle einer Subtraktion kann die

als Gegenrechnung dienen. Zur Kontrolle einer Division eignet sich die

. Im Sachkontext musst Du auch die passende

beachten. Ein Taschenrechner kann eine falsche Aufgabe korrekt ausrechnen, wenn die

falsch war. Ein Ergebnis, das ungefähr zehnmal zu groß ist, kann auf einen

hindeuten. Ein plausibles Ergebnis ist nicht automatisch

. Ein gutes Urteil enthält immer eine mathematische

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fehlerdetektiv: Erfinde drei absichtlich falsche Rechnungen. Schreibe zu jeder Rechnung einen Überschlag und erkläre in einem Satz, warum das Ergebnis unplausibel ist.
  2. Plausibilitätsampel: Sammle fünf Rechenergebnisse aus Deinem Mathematikheft und markiere sie mit grün, gelb oder rot. Begründe jede Farbe.
  3. Schätzwerte: Schätze Länge, Masse oder Anzahl von fünf Dingen in Deinem Klassenraum und notiere jeweils einen Bereich, der plausibel erscheint.
  4. Taschenrechnerprüfung: Tippe eine Rechnung absichtlich einmal falsch ein. Dokumentiere, wie Du den Fehler mit Überschlag oder Größenordnung entdecken kannst.


Standard

  1. Vierfach-Check: Wähle zwei Sachaufgaben und prüfe jedes Ergebnis mit Größenordnung, Überschlag, Umkehroperation und Sachkontext.
  2. Diagrammfehler: Zeichne ein absichtlich fehlerhaftes Säulendiagramm und lasse eine andere Person mindestens zwei Unplausibilitäten finden.
  3. Zahlengeraden-Projekt: Erstelle für drei Rechnungen jeweils eine Zahlengerade, auf der Überschlag und tatsächliches Ergebnis sichtbar verglichen werden.
  4. Erklärvideo: Produziere ein ein- bis zweiminütiges Video, in dem Du erklärst, warum „Taschenrechneranzeige“ nicht automatisch „richtige Lösung“ bedeutet.


Schwer

  1. Fehlerkatalog: Entwickle eine Tabelle mit mindestens sechs typischen Fehlerarten, zum Beispiel Stellenwertfehler, Rechenzeichenfehler, Einheitenfehler und Eingabefehler. Ergänze jeweils ein Diagnoseverfahren.
  2. Plausibilitätsdebatte: Erstelle vier Fälle, bei denen ein Ergebnis nur mit einer Methode nicht eindeutig beurteilt werden kann. Zeige, welche zweite Methode nötig ist.
  3. Mathematische Reportage: Suche in Werbung, Nachrichten, Sport oder Alltag nach Zahlenangaben. Prüfe mindestens fünf davon auf Größenordnung und Kontext und dokumentiere Deine Urteile.
  4. Mini-MOOC: Gestalte eine eigene interaktive Lernstation mit absichtlich falscher Rechnung, Schätzwert, Diagramm und begründetem Lösungsweg.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Einkauf: Ein Schulfest kauft 48 Packungen mit je 24 Bechern. Jemand nennt 11520 Becher. Prüfe das Ergebnis mit mindestens zwei unterschiedlichen Methoden und formuliere ein begründetes Urteil.
  2. Transferaufgabe Strecke: Ein Kind behauptet, für einen Schulweg von 1,8 km zu Fuß nur 30 Sekunden zu benötigen. Untersuche die Aussage ohne eine exakte Gehgeschwindigkeit vorgegeben zu bekommen.
  3. Transferaufgabe Diagramm: In einer Klasse mit 30 Kindern zeigt ein Diagramm vier sich gegenseitig ausschließende Kategorien mit Häufigkeiten 8, 11, 9 und 7. Beurteile das Diagramm und schlage eine mögliche Fehlerursache vor.
  4. Transferaufgabe Rechnung: Zwei Ergebnisse für 6348 lauten 3024 und 3042. Zeige, warum der Überschlag allein nicht genügt, und entscheide mit einer stärkeren Prüfung.
  5. Transferaufgabe Einheit: Eine Fläche eines Quadrats mit Seitenlänge 6 cm wird mit 24 cm angegeben. Erkläre mindestens zwei verschiedene Probleme an dieser Angabe.
  6. Transferaufgabe Fehlersuche: Eine Taschenrechneranzeige zeigt bei einer Aufgabe mit erwarteter Größenordnung 500 den Wert 5000. Nenne mindestens drei mögliche Ursachen und beschreibe, wie Du jede Ursache überprüfen würdest.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Endergebnisse lieferst, sondern Deine Prüfung sichtbar machst.

  1. Du bestimmst zu einer Rechnung die passende Größenordnung.
  2. Du führst mindestens einen sinnvollen Überschlag durch.
  3. Du setzt eine passende Umkehroperation als Gegenrechnung ein.
  4. Du prüfst bei Sachaufgaben Zahl, Einheit und Sachkontext.
  5. Du unterscheidest zwischen „plausibel“ und „exakt bewiesen“.
  6. Du erkennst typische Stellenwert-, Eingabe- und Einheitenfehler.
  7. Du formulierst ein vollständiges Urteil mit mathematischer Begründung.
  8. Du kannst auch Diagramme, Schätzwerte und Taschenrechneranzeigen kritisch beurteilen.




OERs zum Thema


Weitere freie und interaktive Medien

Dynamische Zahlengerade:

Interaktives Stellenwertmodell:

Bewegliche Bruchdarstellung:

Veränderbares Säulendiagramm:

Faltbarer und rotierbarer Würfel:


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte