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M5 E - Mathematisch argumentieren und Lösungswege vergleichen

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M5 E - Mathematisch argumentieren und Lösungswege vergleichen




M5 E - Mathematisch argumentieren und Lösungswege vergleichen


Einleitung

Mathematik besteht nicht nur darin, ein Ergebnis zu finden. Auf E-Niveau in Klasse 5 lernst Du zunehmend, warum ein Rechenweg funktioniert, wie Du ihn verständlich erklärst und welcher von mehreren Lösungswegen in einer bestimmten Situation besonders geeignet ist.

Ein guter mathematischer Lösungsweg beantwortet deshalb mindestens vier Fragen:

Leitfrage Woran Du sie erkennst Beispiel
Ist der Weg korrekt? Jeder Rechenschritt ist mathematisch erlaubt. 4825=(502)25=125050=1200
Ist der Weg effizient? Er vermeidet unnötig viele oder besonders schwierige Schritte. 2548=100448=10012=1200
Ist der Weg verständlich? Andere können jeden Schritt nachvollziehen. Zu einem Umformungsschritt wird erklärt, warum er erlaubt ist.
Ist die Begründung präzise? Fachbegriffe, Rechenzeichen und Aussagen werden passend verwendet. „Ich zerlege 50 in 40+10 und nutze das Distributivgesetz.“

Du verbindest dabei Rechenstrategien, Stellenwertvorstellungen, Zahlengeraden, Bruchdarstellungen, geometrische Modelle und Diagramme mit mathematischem Argumentieren.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Lösungswege auf Korrektheit prüfen und Rechenfehler begründen.
  2. Rechenstrategien hinsichtlich Effizienz vergleichen.
  3. Rechenwege so darstellen, dass andere sie nachvollziehen können.
  4. Behauptungen mit Beispielen, Rechengesetzen, Bildern oder Gegenbeispielen begründen.
  5. Fachbegriffe wie Kommutativgesetz, Assoziativgesetz und Distributivgesetz passend einsetzen.
  6. mathematische Aussagen zunehmend präzise in der Form Behauptung – Begründung – Schluss formulieren.


Was bedeutet mathematisch argumentieren?

Eine mathematische Begründung besteht nicht aus „Das ist halt so“ oder „Ich habe es im Kopf gerechnet“. Sie zeigt einen nachvollziehbaren Zusammenhang.

Stufe Aussage Einschätzung
ungenau 4825=1200, weil ich das so gerechnet habe.“ Ergebnis genannt, aber nicht begründet
besser „Ich habe zuerst 5025 gerechnet und dann 225 abgezogen.“ Rechenidee wird sichtbar
präzise „Weil 48=502 gilt, darf ich mit dem Distributivgesetz schreiben: 4825=(502)25=5025225=1200.“ Rechenidee, Gleichheit und Rechengesetz werden begründet

Merkschema:

Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle \boxed{\text{Behauptung}\;\longrightarrow\;\text{Begründung}\;\longrightarrow\;\text{Schluss}}}

Beispiel:

399+248=647

Behauptung: Der Rechenweg über 400 ist günstig. Begründung: 399 liegt nur 1 unter 400. Deshalb gilt

399+248=(4001)+248=6481=647.

Schluss: Die Aufgabe lässt sich mit einer Ausgleichsstrategie schnell und übersichtlich lösen.


Das Gleichheitszeichen richtig verwenden

Das Zeichen = bedeutet: Links und rechts steht derselbe Wert. Es bedeutet nicht einfach „und dann rechne ich weiter“.

Richtig:

36+49=36+501=861=85

Problematisch:

36+49=85+10=95

Hier wäre bereits die zweite Gleichheit falsch, denn 36+49 ist nicht gleich 95.

Eine saubere Lösungskette enthält nur wahre Gleichheiten:

a=b=c

bedeutet gleichzeitig

a=b,b=cund damita=c.


Stellenwertvorstellung: Warum Zerlegen funktioniert

Die Zahl 1745 kann als Summe ihrer Stellenwerte beschrieben werden:

1745=11000+7100+410+5.

Das Stellenwertmodell hilft Dir, Rechenwege zu sehen und zu begründen. Zum Beispiel:

326+148=(300+20+6)+(100+40+8)

=(300+100)+(20+40)+(6+8)

=400+60+14=474.

Interaktives Stellenwertmodell: Verändere die Zahl und beobachte, welchen Wert jede Ziffer durch ihre Position erhält.


Drei Schülerlösungen vergleichen: Addition

Aufgabe: Berechne 3998+2756. Die Namen sind fiktiv; die Wege zeigen unterschiedliche Strategien.

Lösung Rechenweg Korrektheit Effizienz Verständlichkeit
Lea 3998+2756=4000+27562=6754 korrekt sehr effizient, wenn der Ausgleich erkannt wird gut, wenn das „2“ begründet wird
Amir 3998+2756=3000+900+90+8+2000+700+50+6=6754 korrekt sicher, aber lang Stellenwerte sind deutlich sichtbar
Mia schriftliche Addition mit Überträgen korrekt, wenn alle Überträge stimmen zuverlässig, aber für diese Aufgabe nicht zwingend am kürzesten gut, wenn Stellen exakt untereinander stehen
Jonas 3998+2756=4000+2756=6756 falsch wirkt kurz, berücksichtigt aber die Veränderung nicht der Ausgleich fehlt

Warum ist Jonas' Weg falsch?

Wenn 3998 durch 4000 ersetzt wird, wurde der erste Summand um 2 vergrößert. Deshalb muss anschließend 2 wieder abgezogen werden:

3998+2756=(40002)+2756=67562=6754.

Ein kurzer Weg ist also nur dann gut, wenn er korrekt begründet ist.


Dynamische Zahlengerade: Rechenwege sichtbar machen

Eine Zahlengerade kann Rechenschritte als Sprünge darstellen.

Für

398+127

kannst Du zum Beispiel springen:

398+2400+100500+25525.

Dabei wurde 127 zerlegt:

127=2+100+25.

Begründung: Weil

398+(2+100+25)=(398+2)+100+25

gilt, bleibt die Summe unverändert.

Dynamische Zahlengerade: Verschiebe Punkte und prüfe Positionen.


Rechengesetze als Begründungswerkzeuge

Rechengesetze helfen Dir nicht nur beim Rechnen. Sie erklären, warum eine Umformung erlaubt ist.

Rechengesetz Allgemeine Form Beispiel Nutzen
Kommutativgesetz a+b=b+a und ab=ba 2516=1625 günstige Reihenfolge wählen
Assoziativgesetz (a+b)+c=a+(b+c) (48+52)+37=48+(52+37) geschickt gruppieren
Distributivgesetz a(b+c)=ab+ac 748=7(502)=35014 Zahlen zerlegen


Animierter Rechenweg: Zerlegen mit Flächenmodell

Betrachte

1815.

Ein Rechteck mit den Seitenlängen 18 und 15 kann zerlegt werden:

1815=(10+8)15.

Dann:

(10+8)15=1015+815=150+120=270.

Oder anders:

1815=18(10+5)=180+90=270.

Beide Wege sind korrekt. Welcher effizienter ist, hängt davon ab, welche Teilprodukte Du besonders schnell berechnen kannst.

Dynamisches Flächenmodell zum Distributivgesetz:


Vier Lösungswege zu derselben Multiplikation

Aufgabe: Berechne 4825.

Weg Darstellung Stärke Mögliche Schwierigkeit
Zerlegen von 48 4825=(502)25=125050=1200 kurze Teilprodukte Ausgleich muss verstanden sein
Zerlegen von 25 4825=48(20+5)=960+240=1200 direktes Distributivgesetz mehr Teilprodukte
Viertel von 100 25=1004, daher 4825=48100:4=4800:4=1200 sehr effizient Division durch 4 muss sicher sein
Schriftliche Multiplikation standardisiertes Verfahren immer einsetzbar für diese Zahlen länger als nötig

Wichtig: „Effizient“ bedeutet nicht automatisch „kürzeste Zeile“. Ein Weg ist besonders effizient, wenn er wenige, sichere und leicht kontrollierbare Schritte benötigt.


Bewertungsraster für Lösungswege

Mit diesem Raster kannst Du einen eigenen oder fremden Lösungsweg beurteilen.

Kriterium 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte
Korrektheit Ergebnis oder zentrale Schritte falsch kleiner Fehler bei grundsätzlich passender Strategie vollständig korrekt
Effizienz unnötig kompliziert oder nicht zielführend brauchbar, aber deutlich vereinfachbar passend und geschickt gewählt
Verständlichkeit Schritte kaum nachvollziehbar Grundidee erkennbar jeder Schritt klar dargestellt
Begründung keine Begründung teilweise begründet präzise Begründung mit passendem mathematischem Zusammenhang

Maximal sind 8 Punkte möglich.

Beispielbewertung für

4825=(502)25=125050=1200:

Korrektheit 2, Effizienz 2, Verständlichkeit 2, Begründung zunächst 1. Mit dem Zusatz „Ich nutze 48=502 und das Distributivgesetz“ erreicht die Begründung 2 Punkte.


Brüche vergleichen: Drei Wege, eine Aussage

Vergleiche

34 und 58.

Weg 1 – gleichnamig machen

34=68.

Da

68>58

gilt:

34>58.

Weg 2 – am Modell vergleichen

Teile gleich große Ganze in Achtel. 34 entspricht 68. Sechs Achtel bedecken mehr als fünf Achtel.

Weg 3 – an der Zahlengeraden

Beide Brüche liegen zwischen 0 und 1. Der Punkt zu 34 liegt rechts vom Punkt zu 58. Deshalb ist 34 größer.

Bewegliche Bruchdarstellung:

Brüche auf der dynamischen Zahlengeraden:


Gute und schlechte Bruchbegründungen

Aussage Bewertung Verbesserung
34 ist größer, weil 4 kleiner als 8 ist.“ nicht ausreichend Zähler und Nenner gemeinsam betrachten
34=68, und 68>58, weil bei gleichem Nenner 6>5 ist.“ präzise vollständige Vergleichsbegründung
„Man sieht es im Kreis.“ zu ungenau erklären, welcher Anteil im gleich großen Ganzen mehr Fläche bedeckt

Ein Bild kann eine Begründung unterstützen. Entscheidend ist, dass Du sagst, was im Bild zu erkennen ist und warum daraus die Schlussfolgerung folgt.


Geometrische Modelle: Umfang auf zwei Arten begründen

Ein Rechteck habe die Seitenlängen a=8cm und b=5cm.

Weg A: alle Seiten addieren

U=8+5+8+5=26cm.

Weg B: gleiche Seiten zusammenfassen

U=28+25=16+10=26cm.

Weg C: ausklammern

U=2(8+5)=213=26cm.

Die drei Ausdrücke sind gleichwertig:

8+5+8+5=28+25=2(8+5).

Dynamische Geometrie: Verändere ein Rechteck und beobachte Umfang und Fläche.


Würfelnetze: Begründen statt nur raten

Ein Würfel besteht aus 6 quadratischen Flächen. Aber nicht jede Anordnung von sechs Quadraten lässt sich zu einem Würfel falten.

Eine gute Begründung kann zum Beispiel prüfen:

  1. Welche Flächen würden beim Falten aufeinanderliegen?
  2. Welche Kanten treffen zusammen?
  3. Würden zwei Quadrate dieselbe Würfelfläche beanspruchen?
  4. Entsteht nach dem Falten eine geschlossene Oberfläche aus genau 6 Flächen?

Faltbares und rotierbares 3D-Modell:


Diagramme: Nicht nur ablesen, sondern begründen

Ein Diagramm kann eine mathematische Aussage stützen. Dabei musst Du auf Achsen, Skalierung, Einheiten und Daten achten.

Angenommen, eine Klasse stimmt über vier Pausenspiele ab:

Spiel Stimmen
Fußball 8
Tischtennis 5
Seilspringen 6
Fangspiel 3

Eine präzise Aussage lautet:

„Fußball erhielt mehr Stimmen als Seilspringen, denn 8>6. Der Unterschied beträgt 86=2 Stimmen.“

Eine ungenaue Aussage wäre:

„Fußball ist viel beliebter.“

Das Wort „viel“ ist ohne Vergleichsmaßstab nicht präzise.

Dynamische Diagramme:


Fehler finden und erklären

Fehleranalyse ist ein wichtiger Teil mathematischen Argumentierens.

Behauptung:

748=740+8=288.

Der Fehler liegt darin, dass beim Zerlegen von 48=40+8 beide Summanden mit 7 multipliziert werden müssen:

748=7(40+8)=740+78=280+56=336.

Eine gute Fehlererklärung lautet also:

„Beim Distributivgesetz muss der Faktor vor der Klammer auf jeden Summanden in der Klammer verteilt werden.“


Gegenbeispiele: Eine Behauptung widerlegen

Manche Aussagen klingen plausibel, sind aber nicht immer wahr.

Behauptung: „Wenn man zwei Zahlen addiert, ist das Ergebnis immer größer als beide Zahlen.“

Für natürliche Zahlen mit 0 liefert

7+0=7

ein Gegenbeispiel, denn die Summe ist nicht größer als 7.

Ein einziges passendes Gegenbeispiel reicht aus, um eine Aussage mit dem Wort „immer“ zu widerlegen.

Prüfstrategie:

BehauptungBeispiele testenBegründung oder Gegenbeispiel


Immer – manchmal – nie

Prüfe Aussagen systematisch.

Aussage Einordnung Begründung
Die Summe zweier gerader Zahlen ist gerade. immer 2a+2b=2(a+b)
Die Summe zweier natürlicher Zahlen ist größer als jeder Summand. manchmal bei Addition mit 0 nicht
Ein Rechteck ist ein Quadrat. manchmal genau dann, wenn alle vier Seiten gleich lang sind
Jede ungerade Zahl ist durch 2 teilbar. nie bei Division durch 2 bleibt Rest 1

Auch in Klasse 5 kannst Du mathematische Strukturen schon mit Symbolen beschreiben. Die Form

2a

steht für eine gerade Zahl, weil sie das Doppelte einer natürlichen Zahl ist.


Schätzen als Kontrollstrategie

Bevor Du ein genaues Ergebnis akzeptierst, kannst Du einen Überschlag machen.

Beispiel:

3987+2036

Überschlag:

4000+20006000.

Exaktes Ergebnis:

3987+2036=6023.

Das Ergebnis 6023 passt zum Überschlag. Ein Ergebnis wie 16023 wäre dagegen offensichtlich unplausibel.

Ein Überschlag beweist nicht, dass ein Ergebnis richtig ist. Er hilft aber, grobe Fehler zu erkennen.


Satzstarter für präzise Begründungen

Zweck Satzstarter
Rechenweg erklären „Ich zerlege …, weil …“
Rechengesetz nennen „Nach dem Distributivgesetz gilt …“
Wege vergleichen „Weg A ist hier effizienter als Weg B, weil …“
Bild nutzen „Im Modell erkennt man …, deshalb …“
Fehler erklären „Der Schritt ist nicht erlaubt, weil …“
Gegenbeispiel geben „Die Aussage gilt nicht immer. Zum Beispiel …“
Schluss formulieren „Daraus folgt …“


Medien- und Modellwerkstatt

Die eingebetteten Wikimedia-Commons-Dateien sind über ihre jeweilige Dateibeschreibungsseite mit Lizenz- und Urheberangaben dokumentiert. Die GeoGebra-Materialien werden als externe interaktive Lernobjekte eingebettet; beachte bei Weiterverwendung die Lizenzangaben der jeweiligen Materialseite.

Nutze die Medien nicht nur zum Anschauen. Stelle zu jedem Modell mindestens eine mathematische Frage, zum Beispiel:

  1. „Was bleibt gleich, wenn ich etwas verschiebe?“
  2. „Was verändert sich, wenn ich einen Schieberegler bewege?“
  3. „Welche zwei Darstellungen zeigen dieselbe Zahl?“
  4. „Welche Darstellung erklärt den Rechenweg am verständlichsten?“
  5. „Welche Beobachtung kann ich mit einer Rechnung begründen?“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du einen mathematisch korrekten Lösungsweg? (Jeder Rechenschritt ist mathematisch erlaubt und das Ergebnis folgt daraus) (!Der Lösungsweg ist besonders kurz) (!Der Lösungsweg enthält möglichst viele Rechenzeichen) (!Der Lösungsweg benutzt immer die schriftliche Rechnung)




Welche Umformung nutzt das Distributivgesetz korrekt? (7 mal 48 gleich 7 mal 40 plus 7 mal 8) (!7 mal 48 gleich 7 mal 40 plus 8) (!7 mal 48 gleich 7 plus 40 mal 8) (!7 mal 48 gleich 40 plus 7 mal 8)




Warum muss bei 3998 plus 2756 über 4000 anschließend 2 abgezogen werden? (Weil 3998 beim Ersetzen durch 4000 um 2 vergrößert wurde) (!Weil jede Addition mit einer Subtraktion enden muss) (!Weil 2756 eine gerade Zahl ist) (!Weil 4000 durch 2 teilbar ist)




Welche Begründung für drei Viertel größer als fünf Achtel ist präzise? (Drei Viertel sind sechs Achtel und sechs Achtel sind größer als fünf Achtel) (!Vier ist kleiner als acht) (!Drei ist kleiner als fünf) (!Der erste Bruch sieht größer aus)




Was bedeutet das Gleichheitszeichen in einer Rechnung? (Beide Seiten haben denselben Wert) (!Jetzt kommt der nächste Rechenschritt) (!Die linke Seite ist größer) (!Das Ergebnis wurde nur geschätzt)




Welches Kriterium beschreibt, ob andere einen Rechenweg gut nachvollziehen können? (Verständlichkeit) (!Zufall) (!Geschwindigkeit) (!Schriftgröße)




Was kann eine Aussage mit dem Wort immer widerlegen? (Ein passendes Gegenbeispiel) (!Eine besonders lange Rechnung) (!Eine Zeichnung ohne Erklärung) (!Eine Schätzung)




Welche Rechnung ist ein sinnvoller Überschlag für 3987 plus 2036? (4000 plus 2000 ungefähr 6000) (!300 plus 200 ungefähr 500) (!40000 plus 20000 ungefähr 60000) (!3987 minus 2036 ungefähr 6000)




Warum sind 8 plus 5 plus 8 plus 5 und 2 mal 8 plus 2 mal 5 gleichwertig? (Weil jede der beiden Rechteckseiten jeweils zweimal vorkommt) (!Weil Addition und Multiplikation immer dasselbe sind) (!Weil ein Rechteck immer ein Quadrat ist) (!Weil alle Seiten eines Rechtecks gleich lang sind)




Welcher Satz vergleicht zwei Lösungswege mathematisch sinnvoll? (Weg A ist effizienter weil er weniger sichere Zwischenschritte benötigt) (!Weg A ist besser weil er schöner aussieht) (!Weg A ist besser weil er von mir stammt) (!Weg A ist richtig weil er kürzer ist)





Memory

Korrektheit mathematisch erlaubte und richtige Schritte
Effizienz passender Weg mit möglichst günstigen Rechenschritten
Verständlichkeit nachvollziehbare Darstellung
Begründung Erklärung warum ein Schritt gilt
Gegenbeispiel Beispiel das eine Immer-Aussage widerlegt
Überschlag grobe Rechnung zur Plausibilitätskontrolle
Distributivgesetz Multiplikation über eine Summe oder Differenz verteilen
Zahlengerade Zahlen und Rechenschritte räumlich darstellen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Korrektheit Prüfen ob alle Rechenschritte erlaubt und richtig sind
Effizienz Vergleichen welcher Weg mit günstigen Schritten zum Ziel führt
Verständlichkeit Darstellen damit andere jeden Schritt nachvollziehen können
Begründung Erklären warum eine Aussage oder Umformung gilt
Gegenbeispiel Eine allgemeine Behauptung durch einen passenden Fall widerlegen




...


Kreuzworträtsel

Begründung Wie heißt eine mathematische Erklärung dafür warum eine Aussage gilt?
Effizienz Welches Kriterium bewertet ob ein Lösungsweg günstig und zweckmäßig ist?
Gegenbeispiel Wie heißt ein Beispiel das eine allgemeine Aussage widerlegt?
Überschlag Wie heißt eine grobe Rechnung zur Kontrolle der Größenordnung?
Gleichheit Welcher Begriff beschreibt dass zwei Ausdrücke denselben Wert haben?
Strategie Wie nennt man einen geplanten Weg zum Lösen einer Aufgabe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein mathematischer Lösungsweg muss zuerst auf seine

geprüft werden.
Ein besonders günstiger Lösungsweg zeichnet sich durch hohe

aus.
Damit andere einen Rechenweg nachvollziehen können, ist eine klare

wichtig.
Eine Erklärung dafür, warum ein Rechenschritt erlaubt ist, heißt

.
Beim Zeichen gleich müssen beide Seiten denselben

besitzen.
Das Zerlegen einer Multiplikation über eine Summe nutzt das

.
Eine grobe Rechnung zur Kontrolle der Größenordnung nennt man

.
Eine Aussage mit dem Wort immer kann durch ein passendes

widerlegt werden.
Auf einer

können Zahlen und Rechensprünge räumlich dargestellt werden.
Beim Vergleich zweier Lösungswege sollen Korrektheit, Effizienz und

gemeinsam betrachtet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Rechenweg erklären: Löse 499+287 auf zwei verschiedene Arten und schreibe zu jedem Weg einen Satz, der Deine Idee erklärt.
  2. Fehlerdetektiv: Erfinde eine falsche Rechnung zum Distributivgesetz. Markiere genau die fehlerhafte Stelle und erkläre die Verbesserung.
  3. Zahlengerade gestalten: Zeichne eine Zahlengerade für 275+138 und stelle mindestens zwei unterschiedliche Sprungfolgen dar.
  4. Bewertungsraster anwenden: Bewerte zwei eigene Rechenwege mit dem Raster aus Korrektheit, Effizienz, Verständlichkeit und Begründung.


Standard

  1. Lösungswege vergleichen: Berechne 7524 auf mindestens drei Arten. Entscheide begründet, welchen Weg Du in einer Klassenarbeit bevorzugen würdest.
  2. Bruchmodell bauen: Stelle 23 und 34 mit Papierstreifen oder Kreisen dar. Fotografiere oder zeichne Dein Modell und begründe den Größenvergleich.
  3. Interview zu Rechenstrategien: Befrage zwei Personen, wie sie 398+597 im Kopf berechnen. Dokumentiere die Wege und vergleiche sie.
  4. Würfelnetz untersuchen: Zeichne zwei echte und zwei falsche Würfelnetze. Erkläre bei jedem falschen Netz, welche Flächen beim Falten kollidieren würden.


Schwer

  1. Immer manchmal nie: Erfinde fünf eigene mathematische Aussagen für Klasse 5 und ordne sie in immer, manchmal oder nie ein. Begründe jede Entscheidung.
  2. Erklärvideo Mathematik: Produziere ein kurzes Video, in dem Du zwei Lösungswege zu derselben Aufgabe vergleichst und die Kriterien des Bewertungsrasters sichtbar einsetzt.
  3. Diagrammkritik: Suche oder erstelle zwei Diagramme mit denselben Daten, aber unterschiedlicher Skalierung. Untersuche, wie die Darstellung die Wirkung verändert, und begründe Deine Beobachtung mathematisch.
  4. Strategie-Sammlung: Erstelle ein digitales oder analoges Poster mit mindestens sechs Rechenstrategien. Zu jeder Strategie gehören Beispiel, Bild oder Modell, Formel und eine Begründung, wann sie effizient ist.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Rechenstrategie: Für 1998+3567 werden die Wege „schriftlich addieren“ und „zu 2000 ausgleichen“ vorgeschlagen. Vergleiche beide nach Korrektheit, Effizienz und Verständlichkeit und begründe Deine Entscheidung.
  2. Fehleranalyse Distributivgesetz: Ein Kind schreibt 637=630+7. Erkläre den Denkfehler so, dass das Kind seinen Rechenweg selbst verbessern kann.
  3. Argumentieren mit Brüchen: Begründe 56>34 auf zwei verschiedene Arten. Mindestens eine Begründung soll ein Modell oder eine Zahlengerade verwenden.
  4. Geometrische Begründung: Erkläre, warum die Umfangsformeln U=a+b+a+b und U=2(a+b) für jedes Rechteck denselben Wert ergeben.
  5. Gegenbeispiel entwickeln: Prüfe die Aussage „Der kürzeste Rechenweg ist immer der beste Rechenweg“. Entwickle ein mathematisches Beispiel, an dem Du die Aussage differenziert beurteilst.
  6. Darstellungen verknüpfen: Wähle eine Rechnung und stelle sie als Term, Zahlengeradenweg und Bildmodell dar. Erkläre, welche Darstellung für welchen Zweck am verständlichsten ist.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst mindestens zwei Lösungswege zu derselben Aufgabe entwickeln.
  2. Du kannst erklären, warum ein Rechenschritt erlaubt ist.
  3. Du setzt das Gleichheitszeichen korrekt ein.
  4. Du kannst Rechengesetze als Begründung verwenden.
  5. Du vergleichst Lösungswege nach Korrektheit, Effizienz und Verständlichkeit.
  6. Du kannst Fehler nicht nur finden, sondern mathematisch erklären.
  7. Du kannst mit einem Gegenbeispiel eine ungeeignete allgemeine Behauptung widerlegen.
  8. Du nutzt Überschläge zur Plausibilitätskontrolle.
  9. Du kannst Zahlengeraden, Bruchmodelle, Flächenmodelle, Körpermodelle und Diagramme als Argumentationshilfen einsetzen.
  10. Du formulierst einen mathematischen Schluss zunehmend präzise.




OERs zum Thema

Ein inhaltlich passender Hintergrundartikel ist der Wikipedia-Artikel zum mathematischen Beweis. Er geht deutlich über Klasse 5 hinaus, zeigt aber, wie mathematische Aussagen systematisch begründet werden.



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