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LilyPond Grundlagen für Schulmusik

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LilyPond Grundlagen für Schulmusik




Einleitung

LilyPond Grundlagen für Schulmusik kennenlernen führt Dich Schritt für Schritt in einen textbasierten Notensatz ein. Du lernst, wie aus kurzen Zeichenfolgen echte Notation, hörbare Übungsbeispiele und veränderbare Unterrichtsmaterialien entstehen. Der Kurs verbindet Musiktheorie, Digitale Bildung, Medienbildung und praktische Musikpädagogik: Du beschreibst Tonhöhe, Rhythmus, Taktart, Tonart, Dynamik und Liedtext so genau, dass daraus ein klares Notenbild wird.


Warum LilyPond für Musiklernen?

LilyPond ist ein freies Notensatzprogramm, das Musik nicht zuerst über Mausklicks, sondern über einen gut lesbaren Quelltext beschreibt. Für die Schule ist das besonders interessant, weil Lernende beim Schreiben nicht nur ein fertiges Notenbild erhalten, sondern musikalische Zusammenhänge bewusst formulieren müssen. Wer eine Viertelnote, eine Pause, einen Taktstrich, ein Vorzeichen oder eine Transposition eingibt, übt zugleich das Verstehen musikalischer Strukturen.

In diesem aiMOOC arbeitest Du mit vielen direkt sichtbaren Notenbeispielen. Du kannst sie vergleichen, verändern, nachsingen, nachklatschen, auf Instrumenten spielen und für eigene offene Bildungsressourcen weiterentwickeln. Besonders geeignet ist der Kurs für Musikunterricht, Chor, Bandklasse, Instrumentalunterricht, Musik-AG, Projektunterricht und fächerverbindendes Lernen mit Informatik.


Lernziele

  1. Notensatz: Du kannst einfache Melodien, Rhythmen und Liedzeilen als LilyPond-Quelltext schreiben und als Notenbild lesen.
  2. Rhythmus: Du kannst Notenlängen, Pausen und Taktarten gezielt einsetzen.
  3. Melodie: Du kannst Tonhöhen im relativen Modus sinnvoll eingeben und kontrollieren.
  4. Liedtext: Du kannst Silben mit Noten verbinden und einfache Singaufgaben gestalten.
  5. Mehrstimmigkeit: Du kannst einfache zweite Stimmen, Begleitpatterns und Akkordsymbole verstehen.
  6. Transposition: Du kannst musikalisches Material in andere Tonarten übertragen.
  7. OER: Du kannst eigenes Material rechtlich bewusst erstellen, dokumentieren und teilen.


Erstes Notenbeispiel: Eine C-Dur-Tonleiter

Das folgende Beispiel zeigt eine einfache Tonleiter in C-Dur. Achte darauf, wie klar die Töne, Notenwerte und der Takt sichtbar werden.


\relative c' {
  \time 4/4
  c4 d e f |
  g a b c |
}

Der zugehörige Quelltext ist kurz und lesbar:

\relative c' {
  \time 4/4
  c4 d e f |
  g a b c |
}

Wichtig: In der Standardeingabe steht b für den Ton, der im deutschen Tonsystem meist H heißt. Für den erniedrigten Ton B wird häufig bes verwendet. Für erhöhte Töne nutzt Du Formen wie cis, fis oder gis; für erniedrigte Töne Formen wie ees, aes oder bes.


Grundlagen des LilyPond-Schreibens


Vom musikalischen Gedanken zum Quelltext

Beim textbasierten Notensatz übersetzt Du musikalische Entscheidungen in Zeichen. Dadurch wird das Denken über Musik sehr genau: Welche Tonhöhe soll erklingen? Wie lang ist der Ton? In welcher Taktart steht die Übung? Gibt es eine Tonart, einen Notenschlüssel, eine Pause, einen Liedtext oder eine zweite Stimme?

Musikalisches Ziel LilyPond-Beispiel Bedeutung für den Unterricht
Tonhöhe notieren c d e f g a b Stammtonreihe lesen und schreiben
Notenwert bestimmen c4 Ton C als Viertelnote
Pause setzen r4 Viertelpause
Taktart festlegen \time 3/4 Dreiertakt als Rahmen
Tonart festlegen \key g \major G-Dur mit Fis
Notenschlüssel wählen \clef bass Bassschlüssel
Liedtext verbinden \addlyrics Silben unter die Melodie setzen
Transposition durchführen \transpose c d Material nach D übertragen


Relative Tonhöhen verstehen

Der Befehl \relative hilft Dir beim Schreiben von Melodien. Du gibst die erste Tonlage an, danach wird jede folgende Note möglichst nahe zur vorherigen Note gesetzt. Für Schulmusik ist das praktisch, weil viele Melodien schrittweise oder in kleinen Intervallen verlaufen.


\relative c' {
  \time 4/4
  c4 d e g |
  f e d c |
  e f g a |
  g2 c, |
}

Im Unterricht kannst Du diese Melodie zuerst singen, dann auf einem Instrument spielen und anschließend den Quelltext verändern. Eine gute Übung ist: Ersetze einen Schritt durch einen Sprung und beschreibe, wie sich die Melodie dadurch verändert.


Notenlängen und Pausen

Notenlängen werden mit Zahlen eingegeben. 1 steht für eine ganze Note, 2 für eine halbe Note, 4 für eine Viertelnote, 8 für eine Achtelnote und 16 für eine Sechzehntelnote. Wenn keine neue Dauer notiert wird, übernimmt LilyPond häufig die vorherige Dauer. Für Lernende ist es trotzdem sinnvoll, am Anfang viele Dauern ausdrücklich zu schreiben, damit keine Missverständnisse entstehen.


\relative c' {
  \time 4/4
  c1 |
  c2 d2 |
  e4 f4 g4 a4 |
  b8 c8 d8 e8 f8 g8 a8 b8 |
  c4 r4 r2 |
}

Eine Pause wird mit r geschrieben. Die Dauer folgt wie bei einer Note: r4 ist eine Viertelpause, r2 eine halbe Pause. Rhythmusaufgaben werden dadurch sehr übersichtlich.


Punktierungen und Taktgefühl

Eine punktierte Note wird mit einem Punkt hinter der Dauer notiert. Eine punktierte Viertelnote ist also zum Beispiel c4.. Für Schulmusik eignet sich das besonders, um typische Patterns aus Lied, Popmusik, Tanz oder Bodypercussion zu üben.


\relative c' {
  \time 3/4
  c4. d8 e4 |
  f2 r4 |
  g8 a8 b8 c8 d8 e8 |
  c2. \bar "|."
}


Taktart, Tonart und Schlüssel

Mit \time legst Du die Taktart fest. Mit \key bestimmst Du die Tonart. Mit \clef wählst Du einen Notenschlüssel. Diese drei Angaben helfen den Lernenden, musikalisches Material nicht nur zu sehen, sondern in einem Stil, einer Tonart und einer passenden Lage zu verstehen.


\relative c' {
  \clef treble
  \key g \major
  \time 4/4
  g4 a b c |
  d e fis g |
  a2 g2 \bar "|."
}

Die Note fis zeigt, dass Vorzeichen im Quelltext direkt benannt werden können. Dadurch wird sichtbar, dass eine Tonart nicht nur ein Zeichen am Anfang der Zeile ist, sondern Einfluss auf Tonmaterial und Klang hat.


Liedtext unter Melodien setzen

Für den Musikunterricht ist die Verbindung von Melodie und Liedtext besonders wichtig. Mit \addlyrics werden Silben unter die passenden Noten gesetzt. Silbentrennung wird mit zwei Bindestrichen geschrieben.


\relative c'' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 c4 g4 g4 |
  a4 a4 g2 |
  f4 f4 e4 e4 |
  d4 d4 c2 \bar "|."
}
\addlyrics {
  Mu -- sik ler -- nen macht uns klug,
  No -- ten zei -- gen Klang und Zug.
}

Im Unterricht kannst Du die Silben laut sprechen, klatschen und anschließend singen. So wird deutlich, wie Prosodie, Rhythmus und Melodieführung zusammenwirken.


Akkorde und einfache Leadsheets

Ein Leadsheet verbindet Melodie, Akkordsymbole und häufig auch Text. Für Bandklassen, Keyboardgruppen, Gitarrenbegleitung und Klassenmusizieren ist das sehr hilfreich.


<<
  \new ChordNames \chordmode {
    c1 f1 g1 c1
  }
  \new Staff \relative c' {
    \time 4/4
    c4 e4 g4 e4 |
    f4 a4 c4 a4 |
    g4 b4 d4 b4 |
    c1 \bar "|."
  }
>>

Die Lernenden können nun verschiedene Begleitungen ausprobieren: Grundtöne, gebrochene Akkorde, einfache Kadenzen oder eigene Patterns.


Mehrstimmigkeit und Klassenarrangement

Schon mit wenigen Zeilen lässt sich Mehrstimmigkeit darstellen. Das ist für Kanons, zweistimmige Singübungen, Bläserklassen, Streicherklassen oder Keyboardgruppen nützlich.


\new Staff <<
  \new Voice = "oben" \relative c'' {
    \voiceOne
    \time 4/4
    c4 d4 e4 f4 |
    g2 g2 |
    a4 g4 f4 e4 |
    d1 \bar "|."
  }
  \new Voice = "unten" \relative c' {
    \voiceTwo
    e4 f4 g4 a4 |
    b2 b2 |
    c4 b4 a4 g4 |
    f1
  }
>>

Eine sinnvolle Lernfrage lautet: Welche Stimme wirkt wie eine Hauptmelodie, welche wie eine Gegenstimme? Begründe Deine Antwort mit Bewegungsrichtung, Intervall und Rhythmus.


Klavier- und Ensemblebeispiele

Für Klavier, Keyboard, Chorpartitur oder kleine Ensembles kannst Du mehrere Systeme kombinieren. Das folgende Beispiel zeigt eine einfache rechte und linke Hand.


\new PianoStaff <<
  \new Staff \relative c'' {
    \time 4/4
    c4 d4 e4 g4 |
    c2 g2 |
    a4 g4 e4 d4 |
    c1 \bar "|."
  }
  \new Staff \relative c {
    \clef bass
    c2 g2 |
    c1 |
    f2 g2 |
    c1
  }
>>

Damit lassen sich Unterrichtsmaterialien schnell differenzieren: Eine Gruppe spielt die Bassstimme, eine Gruppe die Melodie, eine weitere Gruppe ergänzt Rhythmus oder Akkorde.


Rhythmus für Bodypercussion und Schlagwerk

Rhythmus kann auch ohne Tonhöhen notiert werden. Für Bodypercussion, Schlagzeug, Percussion und Sprechstücke ist eine rhythmische Notation sehr hilfreich.


\new DrumStaff \drummode {
  \time 4/4
  bd4 sn4 bd4 sn4 |
  bd8 bd8 sn4 bd8 bd8 sn4 |
  bd4 r4 sn4 r4 |
  bd2 sn2 \bar "|."
}

Eine Klassenübung: Fußstampfen übernimmt die Bassdrum, Klatschen die Snare. Danach verändert eine Gruppe den zweiten Takt und erklärt, ob der Groove ruhiger, dichter oder spannungsreicher wirkt.


Dynamik und Artikulation

Dynamik und Artikulation machen aus richtigen Tönen musikalische Gestaltung. Mit Zeichen wie \p, \mf, \<, \>, -. oder -> kannst Du Klangverlauf und Spielweise beschreiben.


\relative c'' {
  \time 4/4
  a4\p\< b4 c4 d4\! |
  e4\mf\> d4 c4 b4\! |
  a8-. b8-. c8( d8) e4-> r4 |
  a1\p \bar "|."
}

Im Unterricht kannst Du dasselbe Beispiel einmal ohne Dynamik, einmal mit Dynamik und einmal mit eigener Artikulation spielen lassen. So wird hörbar, dass Notation nicht nur Tonhöhen fixiert, sondern musikalische Interpretation vorbereitet.


Transponieren als Denkwerkzeug

Transposition ist in der Schulmusik wichtig, wenn eine Melodie für eine Singstimme zu hoch oder zu tief liegt, wenn Instrumente in anderen Stimmungen spielen oder wenn ein Stück leichter greifbar werden soll.


\transpose c d \relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d4 e4 f4 |
  g2 c,2 |
  e4 f4 g4 a4 |
  c1 \bar "|."
}

Aufgabe zum Mitdenken: Vergleiche den Quellgedanken in C mit der klingenden Übertragung nach D. Welche Töne ändern sich? Welche Intervallstruktur bleibt erhalten?


Beispiel aus traditioneller Notation

Das folgende Bild zeigt, dass LilyPond auch für traditionelle Notenbilder mit Text verwendet werden kann. Für die Schule ist das ein Anlass, über Gemeinfreiheit, Urheberrecht und OER zu sprechen.


Didaktische Nutzung in der Schulmusik


Unterrichtsideen nach Kompetenzbereichen

Kompetenzbereich Unterrichtsidee Möglicher Lerngewinn
Singen Kurze Melodie mit Liedtext notieren, singen und verbessern Verbindung von Text, Rhythmus und Melodie verstehen
Musizieren Stimmen für verschiedene Instrumente erzeugen Arrangementdenken und Ensemblehören fördern
Musiktheorie Tonleitern, Intervalle und Akkorde sichtbar machen Abstrakte Begriffe im Notenbild überprüfen
Rhythmus Bodypercussion-Patterns notieren und aufführen Metrum, Takt und Pattern unterscheiden
Komposition Eigene Zweitaktmotive entwickeln Kreative Entscheidungen begründen
Medienbildung Quelltext, Notenbild und Klang vergleichen Digitale Werkzeuge reflektiert nutzen
OER Eigene Übungsblätter mit Lizenzhinweis erstellen Rechtssicheres Teilen üben


Drei Lernwege für heterogene Gruppen

Lernweg Geeignet für Beispiel
Einstieg über Nachbauen Lernende mit wenig Notenerfahrung Eine vorhandene Melodie abschreiben und einzelne Noten verändern
Einstieg über Hören Lernende mit starkem musikalischem Gehör Notenbeispiel anhören, mitsingen und anschließend den Quelltext erklären
Einstieg über Gestalten Fortgeschrittene Lernende Ein Klassenarrangement mit Melodie, Bass, Rhythmus und Akkorden erstellen


Typische Fehler und gute Strategien

Beobachtung Mögliche Ursache Strategie
Der Takt wirkt zu kurz oder zu lang Notenwerte passen nicht zur Taktart Notenwerte laut zählen und Taktstriche prüfen
Die Melodie springt unerwartet Oktavlage wurde falsch eingeschätzt Erste Note und relative Tonhöhen kontrollieren
Ein Vorzeichen fehlt Ton wurde ohne Erhöhung oder Erniedrigung eingegeben Tonart und Einzelton prüfen
Liedtext passt nicht unter die Noten Silbenzahl und Notenzahl stimmen nicht überein Silben sprechen, trennen und Noten zählen
Das Material ist zu schwer Rhythmus, Tonumfang oder Tempo überfordern Vereinfachte Stimme oder langsamere Version erstellen


Mini-Projekt: Klassenmotiv entwickeln

Ein gutes erstes Projekt besteht aus vier Schritten: Du entwickelst ein kurzes Motiv, notierst es, veränderst es und führst beide Fassungen auf. Das folgende Motiv kann als Startpunkt dienen.


\relative c' {
  \time 4/4
  c4 e4 g4 e4 |
  f4 d4 c2 |
  c8 d8 e4 g4 e4 |
  d4 f4 c2 \bar "|."
}

Mögliche Veränderungen sind Sequenz, Umkehrung, rhythmische Verdichtung, andere Tonart, zweite Stimme, Bassbegleitung oder Textunterlegung. Wichtig ist, dass Du jede Veränderung musikalisch begründest.


Lernvideos

Das folgende Video bietet einen Einstieg in das Arbeiten mit LilyPond. Nutze es nicht nur zum Anschauen, sondern pausiere nach einzelnen Schritten und vergleiche die gezeigten Ideen mit den Beispielen in diesem Kurs.

Für die Arbeit mit einem spezialisierten Editor kann auch dieses Video hilfreich sein. Besonders interessant ist der Wechsel zwischen Quelltext und Notenbild.


Urheberrecht und OER im Musikunterricht

Wenn Du Musikmaterial erstellst, musst Du zwischen eigenen Melodien, gemeinfreien Werken und geschützten Werken unterscheiden. Für schulische Veröffentlichungen sind offene Bildungsressourcen besonders geeignet. Notiere daher bei eigenen Materialien immer Autorenschaft, Quelle, Bearbeitungen und Lizenz. Bei bekannten Liedern prüfst Du, ob Melodie und Text wirklich frei nutzbar sind. Für Übungszwecke kannst Du auch kurze eigene Motive verwenden, damit Du rechtlich sicher arbeitest.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist LilyPond im Kern? (Ein textbasiertes Notensatzprogramm) (!Ein reines Aufnahmeprogramm) (!Ein Stimmgerät für Gitarren) (!Ein Programm nur für Videobearbeitung)




Welche Eingabe steht in der Standardeingabe für den Ton C? (c) (!x) (!doe) (!toneC)




Was bewirkt der relative Modus beim Eingeben von Melodien? (Die Oktave wird möglichst nahe an der vorherigen Note gewählt) (!Alle Noten werden automatisch lauter) (!Jeder Takt wird gelöscht) (!Der Liedtext wird übersetzt)




Welche Zahl steht bei Notenlängen für eine Viertelnote? (4) (!1) (!7) (!12)




Wofür steht das Zeichen r in einer einfachen Noteneingabe? (Für eine Pause) (!Für einen Taktwechsel) (!Für einen Akkordnamen) (!Für eine Wiederholung des ganzen Stücks)




Mit welchem Befehl wird eine Taktart wie Drei Viertel festgelegt? (\time) (!\text) (!\color) (!\page)




Was legt die Eingabe \key g \major fest? (G-Dur) (!g-Moll) (!e-Moll) (!C-Dur ohne Vorzeichen)




Wozu dient addlyrics beim Notieren eines Liedes? (Liedtext wird unter passende Noten gesetzt) (!Die Melodie wird automatisch erfunden) (!Alle Noten werden in Pausen verwandelt) (!Das Tempo wird zufällig verändert)




Welche Funktion kann ein senkrechter Strich zwischen Noten haben? (Er markiert einen Taktstrich und hilft beim Prüfen des Taktes) (!Er macht alle Noten stumm) (!Er ersetzt den Notenschlüssel) (!Er löscht die Tonart)




Warum ist textbasierter Notensatz für Schulmusik hilfreich? (Notenbeispiele lassen sich präzise verändern und wiederverwenden) (!Man muss keine Rhythmen mehr verstehen) (!Alle Stimmen werden automatisch perfekt gesungen) (!Musiktheorie wird dadurch überflüssig)





Memory

\relative Nähe der Oktaven
\time Taktart
r Pause
\addlyrics Liedtext
\clef Notenschlüssel
\transpose Transposition





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
\time 3/4 Dreiertakt
c4 d4 e4 f4 Viertelnoten
r2 Halbe Pause
\key f \major F-Dur
\clef bass Bassschlüssel






Kreuzworträtsel

LilyPond Wie heißt das textbasierte Notensatzprogramm in diesem Kurs?
Taktart Welcher Begriff beschreibt die Einteilung der Grundschläge in einem Takt?
Viertel Welche Notenlänge wird häufig mit der Zahl vier eingegeben?
Pause Welches Zeichen der Musik bezeichnet bewusstes Schweigen?
Melodie Wie nennt man eine sinnvoll geordnete Folge von Tönen?
Akkord Wie nennt man mehrere gleichzeitig klingende Töne?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

LilyPond beschreibt Musik als

und erzeugt daraus ein klares Notenbild. Im Modus

wird die passende Oktave aus der Nähe der vorherigen Note gewählt. Notenlängen werden mit Zahlen wie

für Viertelnoten notiert. Eine Pause wird mit

geschrieben. Die Taktart wird mit

festgelegt. Für Liedtexte nutzt man

. In der Schulmusik hilft digitaler Notensatz, Aufgaben zu verändern, zu hören und als

zu teilen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Tonleiter: Notiere eine C-Dur-Tonleiter, spiele sie auf einem Instrument oder singe sie und markiere anschließend im Quelltext alle Viertelnoten.
  2. Rhythmus: Erstelle ein eintaktiges Klatschpattern mit Vierteln, Achteln und Pausen und führe es mit einer Partnerin oder einem Partner auf.
  3. Liedtext: Erfinde eine kurze zweizeilige Liedzeile und setze die Silben unter eine einfache Melodie.
  4. Fehleranalyse: Verändere in einem Beispiel bewusst eine Notenlänge, finde den Taktfehler und erkläre, wie Du ihn korrigierst.


Standard

  1. Melodiegestaltung: Komponiere ein viertaktiges Motiv im Tonraum c bis g und erstelle dazu zwei Varianten mit verändertem Rhythmus.
  2. Akkordbegleitung: Ergänze zu einer einfachen Melodie passende Akkordsymbole und begründe Deine Auswahl mit Grundton, Terz und Quinte.
  3. Bodypercussion: Schreibe ein viertaktiges Rhythmusstück für zwei Gruppen und plane eine kurze Aufführung im Klassenraum.
  4. Transposition: Übertrage eine kurze Melodie von C-Dur nach D-Dur und beschreibe, welche Töne sich verändern.


Schwer

  1. Mehrstimmigkeit: Erstelle ein zweistimmiges Klassenarrangement mit Melodie und Gegenstimme und achte auf singbare Intervalle.
  2. Leadsheet: Gestalte ein vollständiges Leadsheet mit Melodie, Akkordsymbolen und Text für ein eigenes kurzes Lied.
  3. Differenzierung: Entwickle zu einer Melodie drei Schwierigkeitsstufen für Anfängerinnen und Anfänger, Fortgeschrittene und Expertinnen oder Experten.
  4. OER-Projekt: Erstelle ein frei nutzbares Übungsblatt mit Notenbeispiel, Aufgabenstellung, Lösungshinweisen und einem passenden Lizenzhinweis.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analyse: Vergleiche zwei Versionen derselben Melodie und erkläre, wie sich Rhythmus, Tonumfang und musikalische Wirkung unterscheiden.
  2. Transfer: Eine Klasse kann eine Melodie nicht gut singen, weil sie zu hoch liegt. Beschreibe, wie Du das Material anpasst und welche musikalischen Folgen das hat.
  3. Arrangement: Plane ein kurzes Klassenarrangement für Stimme, Bass, Akkorde und Bodypercussion. Begründe, welche Gruppe welche Aufgabe übernimmt.
  4. Fehlerdiagnose: Du erhältst ein Notenbeispiel, bei dem ein Takt rhythmisch nicht aufgeht. Entwickle eine Strategie, um den Fehler systematisch zu finden.
  5. Urheberrecht: Erkläre, warum ein selbst komponiertes Motiv für ein veröffentlichtes Übungsblatt oft sicherer ist als ein aktueller Popsong.
  6. Reflexion: Beurteile, inwiefern textbasierter Notensatz das Musikverstehen fördern kann und wo Lernende zusätzliche Unterstützung brauchen.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Noten nicht nur abschreiben, sondern musikalisch sinnvoll gestalten kannst.

  1. Eigenes Notenbeispiel: Erstelle eine mindestens viertaktige Melodie mit korrekter Taktart, Notenwerten und Pausen.
  2. Klangprüfung: Höre Dein Beispiel an, spiele oder singe es und überarbeite mindestens eine Stelle begründet.
  3. Kommentierter Quelltext: Erkläre in kurzen Sätzen, wo Taktart, Tonart, Notenlängen, Pausen und gegebenenfalls Liedtext stehen.
  4. Gestaltungsvariante: Erstelle eine zweite Fassung durch Transposition, Rhythmusänderung, Dynamik oder zweite Stimme.
  5. Reflexion: Beschreibe, was durch den Quelltext musikalisch klarer wurde und welche Stelle Dir Schwierigkeiten bereitet hat.
  6. OER-Hinweis: Gib an, ob Dein Material selbst erstellt, gemeinfrei oder unter einer offenen Lizenz nutzbar ist.




OERs zum Thema



Links


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