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Lasertechnik und moderne Mikrofügeverfahren – Reibschweißen und Rührreibschweißen vergleichen

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Lasertechnik und moderne Mikrofügeverfahren – Reibschweißen und Rührreibschweißen vergleichen

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Lasertechnik und moderne Mikrofügeverfahren – Reibschweißen und Rührreibschweißen vergleichen


Einleitung

In diesem aiMOOC vergleichst Du drei moderne Fügeprinzipien: Rotationsreibschweißen, Rührreibschweißen und Laserstrahlschweißen. Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen: Wie entsteht die Wärme? und Wie bewegt sich der Werkstoff in der Fügezone?

Für den direkten Vergleich meint „Reibschweißen“ in diesem Kurs vor allem das Rotationsreibschweißen. Das Rührreibschweißen gehört ebenfalls zu den reibbasierten Festphasenfügeverfahren, arbeitet aber mit einem rotierenden Werkzeug statt mit gegeneinander rotierenden Fügeteilen. Laserstrahlschweißen dient als Kontrast: Hier wird optische Energie lokal absorbiert und der Werkstoff in der Regel aufgeschmolzen.

Wichtig: Rührreibschweißen ist nicht grundsätzlich ein Mikrofügeverfahren. Es kann je nach Bauteil, Anlage und Werkzeug in sehr unterschiedlichen Größenordnungen eingesetzt werden. Im Kurs wird es als modernes Festphasenfügeverfahren mit laserbasierten Mikrofügeprozessen verglichen.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Wärmeentstehung, Materialfluss, typische Bauteilgeometrien, Qualitätsmerkmale und Gefährdungen der Verfahren vergleichen. Du kannst für einen Ausbildungsfall ein geeignetes Fügeprinzip begründet auswählen und erkennst, wann eine praktische Tätigkeit ausschließlich unter Fachaufsicht zulässig ist.

Der Kurs ersetzt keine Schweißer-, Bediener- oder Laserschutzqualifikation.


Lerneinheit 1: Reibschweißen – Wärme an der Grenzfläche

Beim Rotationsreibschweißen wird mindestens ein Fügeteil relativ zum anderen gedreht und axial angepresst. Reibung und plastische Verformung erzeugen Wärme direkt an den Kontaktflächen. Der Werkstoff wird stark erwärmt und plastifiziert, ohne dass für das Grundprinzip eine vollständige Schmelze erforderlich ist. Nach der Reibphase wird die Relativbewegung beendet und die Verbindung durch Druck verdichtet.

Merksatz: Bewegung der Fügeteile + Druck → Reibungswärme → plastischer Werkstoff → Stauchung.

Bei rotationssymmetrischen Teilen ist das Verfahren besonders naheliegend. Die ISO 15620:2019 beschreibt Anforderungen an das Reibschweißen metallischer Bauteile und behandelt insbesondere das Rotationsreibschweißen.


Materialfluss beim Rotationsreibschweißen

Der plastifizierte Werkstoff wird durch die axiale Belastung seitlich aus der Fügezone verdrängt. Dadurch kann ein Schweißwulst beziehungsweise eine ausgepresste Zone entstehen. Für die Beurteilung zählt nicht nur das sichtbare Aussehen, sondern auch die innere Verbindung und die im Betrieb festgelegten Qualitätsanforderungen.

Beobachtungsauftrag zum Bild: Suche die Grenzfläche, den ausgepressten Werkstoff und die annähernd rotationssymmetrische Bauteilgeometrie.


Lerneinheit 2: Rührreibschweißen – Werkzeug erzeugt Wärme und Materialfluss

Beim Rührreibschweißen oder Friction Stir Welding, FSW rotiert ein nicht abschmelzendes Werkzeug mit Schulter und Stift. Das Werkzeug taucht in die Fügezone ein und bewegt sich entlang der Naht. Reibung und plastische Verformung erwärmen den Werkstoff unterhalb des vollständigen Aufschmelzens. Der plastifizierte Werkstoff wird um den Stift herum transportiert und hinter dem Werkzeug verdichtet.


Schulter, Stift und Nahtbereich

Die Schulter trägt wesentlich zum Wärmeeintrag und zum Einhalten des plastifizierten Werkstoffs bei. Der Stift beeinflusst den Materialtransport in der Fügezone. Hinter dem Werkzeug entsteht die feste Verbindung.

FSW wird besonders häufig mit Aluminiumlegierungen verbunden. Die ISO-25239-Reihe behandelt Rührreibschweißen von Aluminium, unter anderem Begriffe, Nahtgestaltung, Bedienerqualifikation, Verfahrensqualifikation sowie Qualitäts- und Prüfanforderungen.


Lerneinheit 3: Lasertechnik als Kontrast

Beim Laserstrahlschweißen wird elektromagnetische Strahlung auf einen kleinen Bereich konzentriert. Der Werkstoff absorbiert Energie und erwärmt sich sehr schnell. Beim metallischen Laserstrahlschweißen entsteht typischerweise eine lokale Schmelzzone. Dadurch sind schmale Nähte und ein räumlich begrenzter Wärmeeintrag möglich.

Vergleichsidee: Reibschweißen und Rührreibschweißen erzeugen die Verbindungszone überwiegend durch Reibung, plastische Verformung und Druck im festen beziehungsweise plastifizierten Zustand. Laserstrahlschweißen bringt Energie berührungslos ein und arbeitet bei Metallen typischerweise mit einer Schmelze.


Wärmeentstehung im Kurzvergleich

Verfahren Energieeintrag Zustand in der Fügezone Typischer Materialfluss
Rotationsreibschweißen Relativbewegung der Fügeteile und Druck stark erwärmt und plastifiziert, Festphasenfügen Werkstoff wird axial belastet und teilweise seitlich herausgedrückt
Rührreibschweißen rotierendes Werkzeug, Reibung und plastische Verformung plastifiziert, Festphasenfügen Werkstoff strömt um den Werkzeugstift und wird hinter ihm verdichtet
Laserstrahlschweißen absorbierte Laserstrahlung bei Metallen typischerweise lokale Schmelze Schmelzbad bewegt sich durch Wärme-, Strömungs- und Oberflächeneffekte


Ausbildungsfall: Drei Bauteile, drei Entscheidungen

Ein Ausbildungsbetrieb bewertet drei Fügeaufgaben. Du arbeitest nur mit Fotos, Schnittbildern, Prozessvideos, freigegebenen Musterteilen und Simulationsdaten.

  1. Bauteil A – Welle und Zapfen: Zwei rotationssymmetrische metallische Teile sollen stirnseitig gefügt werden. Entscheide, ob Rotationsreibschweißen grundsätzlich geeignet erscheint.
  2. Bauteil B – Aluminiumgehäuse: Zwei Aluminiumbleche sollen entlang einer längeren Naht verbunden werden. Prüfe, ob FSW aufgrund von Festphasenfügen und Werkzeugführung interessant ist.
  3. Bauteil C – kleines Sensorgehäuse: Eine sehr lokal begrenzte Naht ist gefordert. Beurteile den Laser nur als fachlich geprüftes Prozessmodell oder anhand einer vollständig abgesicherten Ausbildungsdemonstration.

Dein Auftrag: Vergleiche Energieeintrag, Wärmezone, Materialfluss, Zugänglichkeit, Geometrie, Automatisierbarkeit und Schutzmaßnahmen. Eine konkrete Maschinenparametrierung ist nicht Teil dieses Lernkurses.


Sicherheit und Ausbildungsgrenzen

Praktische Arbeiten dürfen ausschließlich in einem dafür geeigneten Ausbildungsbereich, nach Gefährdungsbeurteilung, mit funktionsfähigen Schutzeinrichtungen und unter Fachaufsicht stattfinden.

  1. Schweißrauch: Beim Schweißen können gesundheitsgefährdende Rauche und Gase entstehen. Wo Emissionen auftreten, müssen sie entsprechend der Gefährdungsbeurteilung möglichst an der Entstehungsstelle erfasst werden. Auch Beschichtungen und Verunreinigungen sind zu berücksichtigen.
  2. Laserstrahlung: Direkte und reflektierte Laserstrahlung kann Augen und Haut schwer schädigen. Laserprozesse werden in diesem Kurs nur als fachlich geprüftes Modell oder in einer vollständig abgesicherten Ausbildungsanlage betrachtet. Keine offenen Strahlwege, keine Umgehung von Verriegelungen und keine gefährlichen Eigenbauten.
  3. Hitze: Werkstücke, Werkzeuge und Spannmittel können nach dem Prozess sehr heiß sein. Sichtprüfung ersetzt keine sichere Temperaturbeurteilung.
  4. Elektrischer Strom: Maschinen, Antriebe, Laserquellen und Nebenaggregate sind elektrische Betriebsmittel. Eingriffe erfolgen nur durch befugte Fachkräfte und nach den betrieblichen Regeln.
  5. Brandgefahr: Heiße Werkstücke, Funken, Strahlung und brennbare Verunreinigungen können Brände begünstigen. Brennbare Stoffe gehören nicht unkontrolliert in den Gefahrenbereich.
  6. Maschinensicherheit: Rotierende Teile, Spannmittel, hohe Kräfte und bewegte Achsen erzeugen Quetsch-, Einzugs- und Stoßgefahren. Schutzhauben und Verriegelungen bleiben wirksam.

Wichtig: Festphasenfügeverfahren können gegenüber manchen Schmelzschweißverfahren geringere Rauch- und Strahlungsemissionen aufweisen, sind aber deshalb nicht automatisch gefahrlos. Die konkrete Gefährdungsbeurteilung des Betriebs ist entscheidend.


Sicherheitsquellen

  1. BAuA – Technische Regeln zur OStrV, TROS Laserstrahlung: Grundlage für die Beurteilung und Schutzmaßnahmen gegenüber Laserstrahlung.
  2. BAuA – Laserstrahlung: Handlungshilfe für die Gefährdungsbeurteilung: betriebliche Hilfestellung zur sicheren Anwendung.
  3. DGUV Information 209-096: Schutz vor Schweißrauchen und systematische Minderungsmaßnahmen.
  4. DGUV – Schweißen von metallischen Werkstoffen: aktuelle Arbeitsschutzinformationen.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1 – Beobachten

Frage zuerst: Was bewegt sich? Beim Rotationsreibschweißen bewegen sich Fügeteile relativ zueinander. Beim FSW rotiert das Werkzeug und fährt entlang der Naht. Beim Laser bewegt sich je nach Anlage der Strahl, die Optik oder das Werkstück.


Hilfe 2 – Wärme erklären

Ordne die Energiequelle zu: Reibung zwischen Fügeteilen, Reibung und Umformung durch Werkzeug oder absorbierte optische Strahlung.


Hilfe 3 – Materialfluss erklären

Überlege, ob der Werkstoff plastifiziert und verdrängt, um einen Werkzeugstift transportiert oder lokal aufgeschmolzen wird.


Hilfe 4 – Verfahren auswählen

Prüfe nacheinander Geometrie, Werkstoff, Nahtlänge, Zugänglichkeit, gewünschte Wärmeeinflusszone, Automatisierung, Qualitätsnachweis und Arbeitsschutz. Erst danach begründest Du die Auswahl.


Medien und Medienrechte

Die folgenden eingebauten Commons-Medien wurden auf ihren Dateiseiten auf freie Nutzung beziehungsweise Gemeinfreiheit geprüft. Lizenzbedingungen und Namensnennung sind bei einer Weiterverwendung zu beachten.

  1. : Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Prozessschritte des Rotationsreibschweißens.
  2. : Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Prinzipskizze.
  3. : Wikimedia Commons, DLR, CC BY 3.0.
  4. : Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Werkzeug und thermisch beeinflusste Zonen.
  5. : Wikimedia Commons, NASA, in den USA gemeinfrei; Commons-Hinweise zur Nachnutzung beachten.
  6. : Wikimedia Commons, TRUMPF, CC BY-SA 3.0.
  7. : Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  8. : Wikimedia Commons, vom Urheber gemeinfrei veröffentlicht.

Die beiden YouTube-Videos stammen vom Fachinstitut TWI Ltd. Sie werden über den offiziellen YouTube-Player eingebettet. Für YouTube-Inhalte wird hier keine OER-Lizenz behauptet; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung oder ein Re-Upload ist nicht Bestandteil dieses Kurses.


Fachlich geprüfte Quellen

  1. ISO 15620:2019 – Welding — Friction welding of metallic materials: Anforderungen an das Reibschweißen metallischer Bauteile; 2024 als weiterhin aktuell bestätigt.
  2. ISO 25239-4:2020 – Friction stir welding — Aluminium — Part 4: Verfahrensspezifikation und -qualifikation für FSW von Aluminium.
  3. ISO 25239-5:2020 – Friction stir welding — Aluminium — Part 5: Qualitäts- und Prüfanforderungen.
  4. TWI – What is Friction Stir Welding: fachliche Beschreibung von Wärmeentstehung, Werkzeug und Materialfluss.
  5. TWI – Rotary Friction Welding: fachliche Beschreibung des Rotationsreibschweißens.
  6. Wikipedia – Reibschweißen: Überblick und Einordnung.
  7. Wikipedia – Laserschweißen: Überblick zum Laserstrahlschweißen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wodurch entsteht beim Rotationsreibschweißen hauptsächlich die Prozesswärme? (Durch Relativbewegung und Druck an den Kontaktflächen) (!Durch einen offenen Lichtbogen) (!Durch chemische Aushärtung) (!Durch ein Wasserbad)




Welches Bauteil rotiert beim Rührreibschweißen als zentrales Prozesselement? (Das FSW-Werkzeug) (!Das gesamte Maschinengehäuse) (!Die Schutzhaube) (!Die Absauganlage)




Was geschieht beim Rührreibschweißen typischerweise mit dem Werkstoff in der Fügezone? (Er wird plastifiziert und um das Werkzeug transportiert) (!Er verdampft vollständig) (!Er bleibt völlig unbeeinflusst) (!Er wird ausschließlich geklebt)




Welches Merkmal passt besonders zum Rotationsreibschweißen? (Relative Drehbewegung der Fügeteile) (!Ein fokussierter Laserstrahl) (!Ein abschmelzender FSW-Stift) (!Eine offene Flamme als einzige Energiequelle)




Welche Aussage zum Laserstrahlschweißen von Metallen trifft im Grundprinzip zu? (Laserenergie wird lokal absorbiert und kann eine Schmelzzone erzeugen) (!Die Wärme entsteht nur durch Werkstückreibung) (!Das Verfahren benötigt immer einen rotierenden Stift) (!Laserstrahlung ist für Augen ungefährlich)




Welche Aufgabe hat die Werkzeugschulter beim Rührreibschweißen unter anderem? (Sie trägt zum Wärmeeintrag und zum Einhalten des plastifizierten Werkstoffs bei) (!Sie erzeugt einen Lichtbogen) (!Sie ersetzt jede Spannvorrichtung) (!Sie dient nur zur Farbkennzeichnung)




Welche Aussage zur Arbeitssicherheit ist richtig? (Praktische Arbeiten erfolgen nur im geeigneten Ausbildungsbereich unter Fachaufsicht) (!Schutzhauben dürfen für bessere Sicht entfernt werden) (!Laserverriegelungen dürfen zu Lernzwecken überbrückt werden) (!Heiße Werkstücke können sofort mit bloßen Händen geprüft werden)




Welche Gefahr ist bei Laserprozessen besonders zu berücksichtigen? (Gefährliche direkte oder reflektierte optische Strahlung) (!Nur Regenwasser) (!Nur magnetische Anziehung) (!Ausschließlich niedrige Raumtemperatur)




Welche Normenreihe behandelt Rührreibschweißen von Aluminium? (ISO 25239) (!ISO 9001 ausschließlich) (!DIN A4) (!IP 54)




Welche Aussage beschreibt den Unterschied von Rührreibschweißen und Laserstrahlschweißen am besten? (FSW fügt im festen plastifizierten Zustand, Laserstrahlschweißen von Metallen arbeitet typischerweise mit lokaler Schmelze) (!Beide Verfahren benötigen immer einen offenen Lichtbogen) (!Beide Verfahren sind identisch) (!FSW arbeitet ausschließlich mit Klebstoff)





Memory

Rotationsreibschweißen relative Drehbewegung der Fügeteile unter Druck
Rührreibschweißen rotierendes Werkzeug bewegt plastifizierten Werkstoff
Laserstrahlschweißen lokale Energieeinbringung durch absorbierte Strahlung
Schulter trägt wesentlich zu Wärmeeintrag und Materialeinschluss bei
Werkzeugstift beeinflusst Materialtransport in der Fügezone
Stauchphase verdichtet die reibgeschweißte Verbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Prozessmerkmal
Rotationsreibschweißen Fügeteile bewegen sich relativ zueinander
Rührreibschweißen Werkzeug rotiert und fährt entlang der Fügefuge
Laserstrahlschweißen optische Energie wird lokal absorbiert
Festphasenfügen Grundwerkstoff muss nicht vollständig aufschmelzen
Gefährdungsbeurteilung bestimmt Schutzmaßnahmen vor der praktischen Arbeit





Kreuzworträtsel

Reibung Welche Wirkung trägt beim Rotationsreibschweißen wesentlich zur Wärmeentstehung bei?
Schulter Welcher Werkzeugteil liegt beim FSW großflächig an der Werkstückoberfläche an?
Stift Welcher Werkzeugteil reicht beim FSW in die Fügezone hinein?
Stauchkraft Welche Kraft verdichtet die Verbindung beim Reibschweißen?
Laser Welche Strahlquelle liefert beim Laserstrahlschweißen die Energie?
Schutzkabine Welche geschlossene Einrichtung kann gefährliche Laserstrahlung vom Arbeitsbereich trennen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Rotationsreibschweißen entsteht Wärme durch

an den Kontaktflächen.
Beim Rührreibschweißen rotiert ein

entlang der Fügezone.
Der Werkstoff wird beim FSW stark erwärmt und

.
Der Werkzeugstift beeinflusst den

in der Fügezone.
Beim metallischen Laserstrahlschweißen entsteht typischerweise eine lokale

.
Gefährliche Laserstrahlung kann besonders die

schwer schädigen.
Schweißrauche sollen entsprechend der Gefährdungsbeurteilung möglichst an der

erfasst werden.
Praktische Arbeiten im Ausbildungsbereich erfolgen nur unter

.




Offene Aufgaben


Basis – Leicht

  1. Wärmeentstehung: Markiere auf den eingebauten Prozessbildern, wo beim Rotationsreibschweißen, FSW und Laserstrahlschweißen die Energie in das Bauteil gelangt. Begründetes Feedback: Richtig ist Deine Lösung, wenn Du für jedes Verfahren eine andere primäre Energieübertragung benennen und am Bild verorten kannst.
  2. Materialfluss: Zeichne drei vereinfachte Pfeilbilder für ausgepressten Werkstoff beim Rotationsreibschweißen, Werkzeugumströmung beim FSW und Schmelzbad beim Laser. Begründetes Feedback: Gute Darstellungen zeigen nicht nur Pfeile, sondern erklären, warum der Werkstoff durch Druck, Werkzeugbewegung oder Schmelze bewegt wird.
  3. Arbeitssicherheit: Ordne die Gefährdungen Strahlung, Hitze, Rauch, Elektrizität, Brand und bewegte Maschinenteile den drei Verfahren zu. Begründetes Feedback: Volle Punktzahl gibt es, wenn Du zwischen verfahrensspezifischen und allgemeinen Maschinengefahren unterscheidest.
  4. Fachbegriffe: Erstelle sechs Karteikarten zu Schulter, Stift, Stauchphase, Plastifizierung, Wärmeeinflusszone und Laserstrahlung. Begründetes Feedback: Jede Definition sollte den Begriff in einem Satz fachlich erklären und einen Bezug zum Prozess herstellen.


Anwendung – Standard

  1. Ausbildungsfall: Entscheide für Bauteil A, B und C, welches Verfahren grundsätzlich am besten passt. Begründetes Feedback: Eine belastbare Entscheidung nennt mindestens Geometrie, Energieeintrag, Materialfluss und einen Sicherheitsaspekt.
  2. Prozessvergleich: Erstelle eine Vergleichsmatrix mit den Kriterien Werkstückbewegung, Werkzeugkontakt, Schmelze, Wärmeeintrag, Zugänglichkeit, Automatisierung und typische Gefährdung. Begründetes Feedback: Die Matrix ist fachlich stark, wenn Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennbar werden und keine pauschalen Aussagen wie „ungefährlich“ verwendet werden.
  3. Qualitätssicherung: Untersuche ein freigegebenes Musterfoto einer FSW- oder Reibschweißverbindung und formuliere drei Fragen, die vor einer Freigabe geklärt werden müssten. Begründetes Feedback: Gute Fragen unterscheiden sichtbare Merkmale von nicht sichtbaren Qualitätsanforderungen und fordern geeignete Prüfungen statt bloßer Vermutungen.
  4. Schutzkonzept: Entwirf für eine rein beobachtende Ausbildungsdemonstration eine Sicherheitscheckliste ohne Maschinenparameter. Begründetes Feedback: Sie ist geeignet, wenn Fachaufsicht, Schutzeinrichtungen, abgesicherter Laserbereich, Rauchminderung, heiße Oberflächen, elektrische Sicherheit und Brandvorsorge berücksichtigt sind.


Transfer – Schwer

  1. Verfahrensauswahl: Ein Bauteil wird kleiner, dünnwandiger und temperaturempfindlicher. Diskutiere, wie sich dadurch die Bewertung von Rotationsreibschweißen, FSW und Laser verändern kann. Begründetes Feedback: Eine starke Antwort trennt geometrische Grenzen, Wärmeeintrag und Prozesszugänglichkeit voneinander und vermeidet die Annahme, „kleiner“ bedeute automatisch „Laser“.
  2. Werkstofftechnik: Erkläre, warum Festphasenfügen bei bestimmten schwer schmelzschweißbaren Werkstoffkombinationen Vorteile haben kann. Begründetes Feedback: Entscheidend ist der Bezug auf fehlende vollständige Aufschmelzung, begrenzte Erstarrungseffekte und die konkrete Werkstoffpaarung.
  3. Digitaler Zwilling: Entwickle ein Konzept für eine ungefährliche Simulation, in der Lernende Wärmezone und Materialfluss qualitativ verändern können. Begründetes Feedback: Das Konzept ist didaktisch geeignet, wenn es Zusammenhänge zeigt, aber keine realen gefährlichen Laser- oder Maschinenparameter zum Nachbauen liefert.
  4. Betriebliche Entscheidung: Verfasse eine kurze Empfehlung an die Ausbildungsleitung, welches der drei Verfahren sich am besten für eine reine Demonstrationsstation eignet. Begründetes Feedback: Überzeugend ist die Empfehlung, wenn Lernwert, sichere Einhausung, Beobachtbarkeit, vorhandene Qualifikation und betriebliche Gefährdungsbeurteilung gemeinsam betrachtet werden.




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Lernkontrolle

  1. Prozesskette erklären: Erkläre für Rotationsreibschweißen und FSW jeweils die Kette Energieeintrag → Erwärmung → Werkstoffzustand → Materialfluss → Verbindung und benenne den entscheidenden Unterschied.
  2. Fehleranalyse: Eine FSW-Naht zeigt im Modell ungleichmäßige Oberflächenspuren. Entwickle drei mögliche Ursachenklassen wie Werkzeugführung, Wärmehaushalt oder Spann-/Bauteilsituation, ohne reale Maschinenparameter festzulegen, und begründe geeignete Prüfmaßnahmen.
  3. Transfer Laser: Erkläre, warum eine kleine Wärmeeinflusszone allein nicht genügt, um Laserstrahlschweißen als bestes Verfahren auszuwählen. Beziehe Strahlzugänglichkeit, Werkstoff, Nahtvorbereitung, Schutzkonzept und Qualitätssicherung ein.
  4. Sicherheitsbewertung: Begründe, warum eine geschlossene Laser-Demonstration trotz Einhausung weiterhin eine betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Fachaufsicht benötigt.
  5. Verfahrensentscheidung: Für eine rotationssymmetrische Metallverbindung und eine lange Aluminium-Stumpfnaht stehen Rotationsreibschweißen und FSW zur Wahl. Entscheide für beide Fälle und begründe anhand von Bewegungsprinzip, Materialfluss und Geometrie.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Wärmeentstehung: die Energieübertragung bei Rotationsreibschweißen, FSW und Laserstrahlschweißen fachlich unterscheiden kannst.
  2. Materialfluss: den Materialfluss bei beiden reibbasierten Verfahren mit Skizzen erklären kannst.
  3. Verfahrensauswahl: eine Fügeaufgabe anhand von Werkstoff, Geometrie, Wärmeeintrag und Prozesszugänglichkeit begründet bewerten kannst.
  4. Qualitätssicherung: sichtbare Prozessmerkmale von prüfpflichtigen inneren Qualitätsmerkmalen unterscheiden kannst.
  5. Arbeitsschutz: Strahlung, Schweißrauch, Hitze, Strom, Maschinenbewegung und Brandgefahr in einer Gefährdungsbetrachtung berücksichtigst.
  6. Ausbildungsgrenzen: erklären kannst, warum dieser Lernkurs keine Schweißer-, Bediener- oder Laserschutzqualifikation ersetzt.




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