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Kunststoffe Verbundwerkstoffe und Dichtstoffe – Verbundbauteile schonend bearbeiten

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Kunststoffe Verbundwerkstoffe und Dichtstoffe – Verbundbauteile schonend bearbeiten

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Kunststoffe Verbundwerkstoffe und Dichtstoffe – Verbundbauteile schonend bearbeiten


Einleitung

Kurzbeschreibung: Beim Bearbeiten von Verbundbauteilen können Staub, Faserbruchstücke und Delaminationen entstehen. Du lernst, Werkstoff und Schadenbild zu erkennen, Messwerte einzuordnen, Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip auszuwählen und eine Bearbeitung fachlich vorzubereiten.

Zielgruppe: Ausbildung in technischen Berufen mit Bezug zu Kunststoff-, Fahrzeug-, Fluggerät-, Metall- oder Verbundtechnik.

Sicherheitsregel: Praktische Werkstattarbeiten nur nach Unterweisung, dokumentierter Gefährdungsbeurteilung, betrieblicher Freigabe und mit zuständiger Aufsicht. Dieser Lernkurs erteilt keine Arbeitsfreigabe. Bauteil-, Werkzeug-, Drehzahl-, Vorschub-, Absaug- und PSA-Vorgaben sind aus der gültigen betrieblichen Arbeits- oder Reparaturanweisung zu übernehmen.

Merksatz: Ein Verbundbauteil reagiert beim Zerspanen nicht wie ein homogener Metallwerkstoff. Faser, Matrix, Lagenaufbau, Werkzeug und Prozess wirken gemeinsam.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Werkstoffaufbau: CFK, GFK, Matrix und Laminat unterscheiden.
  2. Delamination: typische Ursachen und sichtbare Hinweise erklären.
  3. Arbeitsschutz: Staubgefährdungen und Schutzmaßnahmen einordnen.
  4. Messwerte: Expositionskategorien aus einer Messwertansicht ablesen.
  5. Qualitätssicherung: eine Bearbeitung nur auf Grundlage freigegebener Vorgaben planen.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Werkstoff erkennen – 3 Minuten

GFK verbindet Glasfasern mit einer Kunststoffmatrix. CFK verbindet Carbonfasern mit einer Kunststoffmatrix. Gewebe, Gelege und unidirektionale Lagen können unterschiedlich auf Bohren, Sägen, Fräsen oder Schleifen reagieren.

Vor jeder Bearbeitung klären: Werkstoff, Faserart, Matrix, Lagenaufbau, Bauteilfunktion und freigegebenes Bearbeitungsverfahren.

Nicht sicher erkannt? Dann nicht nach Erfahrungswerten weiterarbeiten, sondern Kennzeichnung, Zeichnung, Arbeitsplan, Reparaturunterlage oder verantwortliche Fachkraft heranziehen.


Lerneinheit 2: Delamination erkennen – 4 Minuten

Delamination bedeutet, dass sich Laminatschichten voneinander trennen. Beim Bohren kann sie besonders an Ein- oder Austrittsseite auftreten. Werkzeuggeometrie, Prozessparameter, Stützung, Faserorientierung und Werkstoffaufbau beeinflussen das Risiko.

Qualitätszeichen, auf die Du achtest: ausgefranste Fasern, Abhebungen am Rand, Risse, Abplatzungen, ungewöhnliche Erwärmungsspuren oder eine vergrößerte Schadenszone.

Wichtig: Sichtprüfung kann Hinweise liefern, ersetzt aber bei sicherheitsrelevanten Bauteilen keine vorgeschriebene zerstörungsfreie Prüfung.


Diagramm: Warum Faserorientierung zählt

Das Diagramm zeigt unterschiedliche Spannungs-Dehnungs-Verläufe eines carbonfaserverstärkten Werkstoffs in Abhängigkeit von der Faserorientierung. Für die Bearbeitung heißt das: Richtung und Aufbau des Verbunds sind Teil des Bearbeitungsproblems.


Lerneinheit 3: Staub und Faserbruchstücke – 4 Minuten

Bei mechanischer CFK-Bearbeitung können Stäube und Faserbruchstücke freigesetzt werden. Die DGUV nennt Gefährdungen durch Einatmen, Hautkontakt sowie Brand-, Explosions- und elektrische Gefährdungen. CFK-Staub kann elektrisch leitfähig sein.

Sichtbarer Staub ist kein Messgerät. Auch wenig sichtbare Freisetzung kann eine Beurteilung erfordern.

Besonders wichtig: Laut DGUV können bei mechanischer Bearbeitung faserförmige Carbonfaser-Fragmente entstehen, die die WHO-Geometriekriterien für lungengängige Fasern erfüllen können.


Messwertansicht: Expositionskategorien bei CFK

Faserstaubkonzentration DGUV-Expositionskategorie Bedeutung für die Lernaufgabe
unter 50.000 Fasern/m³ Kategorie 1 geringe Exposition
50.000 bis 250.000 Fasern/m³ Kategorie 2 mittlere Exposition
über 250.000 Fasern/m³ Kategorie 3 hohe Exposition

Quelle: DGUV FBHM-074, Stand 01.03.2024. Die Kategorien dienen der Auswahl abgestufter Schutzmaßnahmen. Sie sind keine Arbeitsfreigabe.


Messwertübung: Drei fiktive Ausbildungsdaten

Messstelle Didaktischer Beispielwert Deine Einordnung
A 36.000 Fasern/m³ Kategorie 1
B 140.000 Fasern/m³ Kategorie 2
C 310.000 Fasern/m³ Kategorie 3

Hinweis: Die drei Werte sind bewusst erfundene Übungsdaten. Sie stammen aus keinem realen Betrieb. Entscheidend ist, dass Du die veröffentlichten DGUV-Schwellen korrekt interpretierst.


Lerneinheit 4: Schutzmaßnahmen – 5 Minuten

Das Bild zeigt das Grundprinzip einer lokalen Absaugung. Es stammt aus dem Holzstaubbereich und wird hier nur zur Veranschaulichung des Erfassungsprinzips genutzt.

Rangfolge: Schutz wird nach dem STOP-Prinzip geplant: Substitution, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen.

Stufe Typische Leitfrage bei Verbundbearbeitung
S Kann ein weniger stauberzeugendes oder bereits freigegebenes Verfahren verwendet werden?
T Wird Staub wirksam an der Entstehungsstelle erfasst oder der Prozess gekapselt?
O Sind Arbeitsbereich, Unterweisung, Reinigungsverfahren, Zugang und Arbeitsdauer geregelt?
P Welche PSA ist laut Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung erforderlich?

DGUV-Kernpunkte für CFK: staubarm bearbeiten, wirksam absaugen, Staub nicht mit Druckluft abblasen und nicht trocken kehren. Reinigung erfolgt mit dafür geeignetem Industriestaubsauger oder feucht, entsprechend der betrieblichen Festlegung.

PSA ist nicht pauschal. In höheren Expositionskategorien nennt die DGUV unter anderem dichtschließende Schutzbrille, Schutzkleidung und geeigneten Partikel-Atemschutz. Die konkrete Auswahl muss die Gefährdungsbeurteilung festlegen.

Achtung bei rotierenden Werkzeugen: Handschuhe können Einzugsgefahren verursachen. Die DGUV weist ausdrücklich darauf hin, Schutzhandschuhe bei rotierenden Werkzeugen nicht zu verwenden. Die betriebliche Unterweisung ist maßgeblich.


Lerneinheit 5: Dichtstoffe und angrenzende Materialien – 3 Minuten

An Verbundbauteilen können Dichtstoffe, Klebstoffe, Beschichtungen oder Reparaturmaterialien angrenzen. Vor dem Bearbeiten muss geklärt sein, welcher Stoff vorliegt und ob er ausgehärtet ist.

Warum? Unbekannte Rückstände können Gefährdung, Oberflächenqualität und spätere Kleb- oder Dichtprozesse beeinflussen.

Regel: Keine improvisierte Lösemittelwahl. Sicherheitsdatenblatt, Herstellerangaben und betriebliche Arbeitsanweisung prüfen.


Lerneinheit 6: Schonend bearbeiten heißt Qualität sichern – 4 Minuten

Schonende Bearbeitung bedeutet nicht nur „wenig Kraft“. Sie verbindet:

  1. geeignetes Werkzeug: für Werkstoff und freigegebenen Prozess vorgesehen.
  2. Prozessparameter: nur nach Bauteil- oder Arbeitsvorgabe.
  3. Absaugung: an der Staubquelle wirksam.
  4. Bauteilauflage und Spannung: so ausgeführt, wie freigegeben.
  5. Qualitätssicherung: Schadenbild vor und nach der Bearbeitung dokumentieren.

Keine universellen Drehzahl- oder Vorschubwerte: Bei Verbundwerkstoffen hängen geeignete Werte stark von Faser, Matrix, Lagenaufbau, Werkzeug, Durchmesser, Maschine und Qualitätsanforderung ab.


Video: Bohren von Polymermatrix-Verbundwerkstoffen

Einordnung: Hochschulvorlesung von NPTEL/IIT Roorkee. Nutze das Video zum Verständnis des Bearbeitungsmechanismus. Für heutigen Arbeitsschutz gelten die aktuelle Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisungen und die unten genannten DGUV-/BAuA-Quellen.


Video: Schneiden und Formen von Carbonfaserteilen

Einordnung: Das Video zeigt reale Bearbeitungssituationen und stammt aus 2013. Übernimm daraus keine PSA- oder Freigabeentscheidung. Der aktuelle betriebliche Arbeitsschutz und die neueren DGUV-Empfehlungen haben Vorrang.


Ausbildungsfall

Situation: In der Ausbildungswerkstatt liegt eine CFK/GFK-Abdeckung. Eine vorhandene Bohrung soll wegen einer Konstruktionsänderung nachgearbeitet werden. Am Rand befindet sich ausgehärtetes Dichtmaterial. Auf der Austrittsseite ist eine kleine ausgefranste Zone sichtbar.

Dein Auftrag ist zunächst nur die Arbeitsvorbereitung. Du sollst entscheiden, welche Informationen und Freigaben fehlen. Du sollst nicht eigenständig bohren.

Prüffrage Fachlich gute Entscheidung Begründetes Feedback
Werkstoff eindeutig? Zeichnung, Materialangabe und Reparaturvorgabe prüfen. Richtig, weil CFK, GFK, Hybridlagen und Matrixsysteme unterschiedlich reagieren.
Schaden vorhanden? Auffälligkeit dokumentieren und zulässige Bewertung klären. Richtig, weil eine vorhandene Delamination durch Nacharbeit vergrößert werden kann.
Dichtstoff identifiziert? Stoff und Zustand über Unterlagen klären. Richtig, weil unbekannte Stoffe zusätzliche Gefährdungen und Qualitätsrisiken erzeugen können.
Schutzmaßnahmen festgelegt? Gefährdungsbeurteilung, Absaugung, Reinigung und PSA vor Start prüfen. Richtig, weil technische und organisatorische Maßnahmen vor der persönlichen Schutzmaßnahme geplant werden.
Arbeitsfreigabe vorhanden? Ohne Freigabe keine praktische Bearbeitung. Richtig, weil der Lernkurs weder Unterweisung noch betriebliche Freigabe ersetzt.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Denkrahmen
Frage nacheinander: Was ist das Material? Was ist der vorhandene Schaden? Welche Gefährdung entsteht? Welche Vorgabe erlaubt die Bearbeitung?

Hilfe 2 – Schutzrahmen
Ordne Maßnahmen nach STOP. Beginne nicht bei der Atemschutzmaske, sondern bei Verfahren, Absaugung und Organisation.

Hilfe 3 – Musterentscheidung
Die Bearbeitung wird erst geplant, wenn Werkstoff, Dichtstoff, Schadenbild, freigegebenes Verfahren, Absaugung, Reinigung, PSA, Qualitätskriterium und Aufsicht eindeutig festgelegt sind.


Fachliche Quellen und Medienprüfung

Prüfstand: 04.10.2026. Für sicherheitsrelevante Aussagen wurden aktuelle bzw. einschlägige Fachquellen herangezogen.

  1. DGUV FBHM-074: Bearbeitung von CFK-Materialien – Orientierungshilfe für Schutzmaßnahmen, Stand 01.03.2024: Gefährdungen, Expositionskategorien, Absaugung, Reinigung und PSA.
  2. BAuA CarboBreak: Freisetzung alveolengängiger faserförmiger Carbonfaser-Bruchstücke.
  3. DGUV Information 213-116: Tätigkeiten mit Epoxidharzsystemen: Schutz bei Epoxidharzsystemen und Faserverbund-Nacharbeit.
  4. Open-Access-Review zu Herausforderungen beim Bohren von CFK, 2023: Delamination, Werkzeug- und Prozess­einflüsse.
  5. Open-Access-Übersicht zu Werkzeuggeometrie und Prozessparametern beim CFK-Bohren: Zusammenhang von Bearbeitungsbedingungen und Delamination.

Medienrechte:

  1. Carbon fibre weave.jpg: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  2. Glass fabric.jpg: Wikimedia Commons, Public Domain.
  3. Composite laminate specimen.JPG: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
  4. Delamination-CFRP.jpg: Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5/GFDL.
  5. Drilled hole in carbon fiber reinforced polymer CFRP sample.jpg: Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
  6. CF-SMC stressstrain.png: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  7. Local exhaust ventilation image: Wikimedia Commons, Public Domain in the USA, Werk der US-Bundesregierung.
  8. 2-part silicone adhesive sealant.jpg: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

YouTube-Hinweis: Die Videos werden nur über die YouTube-Einbettung verlinkt und nicht als OER neu lizenziert. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Delamination bei einem Laminat am treffendsten? (Trennung zwischen Laminatschichten) (!Verfärbung eines Metallspans) (!Verformung eines Schutzgitters) (!Verstopfung eines Staubsaugerbeutels)




Welche Maßnahme steht im STOP-Prinzip vor persönlicher Schutzausrüstung? (Technische Schutzmaßnahme) (!Private Schutzmaßnahme) (!Pausenverlängerung) (!Werkzeugmarkierung)




Wie soll CFK-Staub laut DGUV nicht entfernt werden? (Mit Druckluft abblasen) (!Mit geeignetem Industriestaubsauger absaugen) (!Nach Vorgabe feucht aufnehmen) (!Aufwirbelung vermeiden)




Welche Aussage zu sichtbarem Staub ist richtig? (Sichtbarkeit ersetzt keine Expositionsbeurteilung) (!Unsichtbarer Staub ist immer ungefährlich) (!Sichtbarer Staub bestimmt direkt die Faserkategorie) (!Staub ist nur bei GFK relevant)




Was ist vor der Bearbeitung eines unbekannten Verbundbauteils zuerst zu klären? (Werkstoff und freigegebene Bearbeitungsvorgabe) (!Die Farbe des Werkstattbodens) (!Die Länge der Frühstückspause) (!Die Marke des Werkzeugwagens)




Welche Faserstaubkonzentration gehört nach DGUV zur Expositionskategorie 2? (50.000 bis 250.000 Fasern pro Kubikmeter) (!Unter 5.000 Fasern pro Kubikmeter) (!Über 500.000 Fasern pro Kubikmeter) (!Genau null Fasern pro Kubikmeter)




Warum ist eine ausgefranste Bohrung bei CFK zu bewerten? (Sie kann auf Bearbeitungsschäden und Delamination hinweisen) (!Sie beweist eine perfekte Bohrungsqualität) (!Sie zeigt ausschließlich Korrosion) (!Sie bestimmt automatisch die Materialdicke)




Welche Aussage zu Handschuhen bei rotierenden Werkzeugen ist fachlich richtig? (Sie können eine Einzugsgefahr erzeugen und dürfen nicht pauschal verwendet werden) (!Sie sind bei jedem rotierenden Werkzeug zwingend) (!Sie ersetzen eine Schutzhaube) (!Sie machen eine Unterweisung überflüssig)




Was gilt bei einem unbekannten Dichtstoffrest am Verbundbauteil? (Stoff und Bearbeitungsfreigabe vor dem Eingriff klären) (!Beliebiges Lösemittel ausprobieren) (!Dichtstoff immer trocken abschleifen) (!Stoffkennzeichnung ignorieren)




Welche Aussage zur praktischen Bearbeitung in diesem Kurs ist richtig? (Der Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe) (!Der Kurs ersetzt die Gefährdungsbeurteilung) (!Der Kurs ersetzt die betriebliche Unterweisung) (!Der Kurs erlaubt eigenständiges Bohren ohne Aufsicht)





Memory

Delamination Trennung zwischen Laminatschichten
Quellabsaugung Erfassung des Staubs an der Entstehungsstelle
STOP-Prinzip Rangfolge von Schutzmaßnahmen
Betriebsanweisung Betriebliche Regeln für eine sichere Tätigkeit
Dichtstoffrest Vor Bearbeitung Stoff und Freigabe klären
Laminataufbau Anordnung und Orientierung der einzelnen Lagen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vor Verfahrenswahl Werkstoff klären
An der Entstehungsstelle Staub wirksam erfassen
Stoppen und bewerten Delamination sichtbar
Unterlagen prüfen Dichtstoff unbekannt
Nicht praktisch bearbeiten Arbeitsfreigabe fehlt






Kreuzworträtsel

Delamination Wie heißt die Trennung zwischen Laminatschichten?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst Staub nahe der Entstehungsstelle?
Carbonfaser Welche Faser ist der Verstärkungsbestandteil von CFK?
Glasfaser Welche Faser ist der Verstärkungsbestandteil von GFK?
Dichtstoff Welcher Werkstoff kann an Fugen angrenzen und muss vor Bearbeitung identifiziert sein?
Laminat Wie heißt ein aus mehreren verbundenen Lagen aufgebauter Verbund?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Trennung zwischen Laminatschichten heißt

.
Vor einer Bearbeitung muss der

eindeutig geklärt sein.
Staub soll möglichst an der

erfasst werden.
Die Rangfolge der Schutzmaßnahmen wird mit dem

beschrieben.
CFK-Staub darf nicht mit

abgeblasen werden.
Bei unbekannten Dichtstoffresten müssen zuerst die betrieblichen

geprüft werden.
Eine sichtbare Staubfahne ersetzt keine fachliche

.
Eine praktische Bearbeitung benötigt eine betriebliche

.




Offene Aufgaben


Leicht – Basis

  1. Werkstoffvergleich: Erstelle eine Bildkarte mit CFK, GFK und Laminat und markiere Faser und Matrix. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn Faser und Matrix getrennt erkennbar sind, weil beide den Bearbeitungsprozess beeinflussen.
  2. Delamination: Beschrifte an einem bereitgestellten Foto Ein- und Austrittsseite sowie sichtbare Schadenszonen. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn Beobachtung und Bewertung getrennt bleiben, weil ein Foto allein keine Freigabeentscheidung liefert.
  3. STOP-Prinzip: Ordne vier vorgegebene Maßnahmen den Stufen S, T, O und P zu. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn PSA zuletzt kommt, weil technische und organisatorische Maßnahmen vorrangig geplant werden.
  4. Arbeitsschutz: Formuliere einen Warnhinweis gegen Druckluftreinigung bei CFK-Staub. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn das Aufwirbeln als Grund genannt wird, weil dadurch die Exposition steigen kann.


Standard – Anwendung

  1. Messwertauswertung: Ordne die drei fiktiven Werte 36.000, 140.000 und 310.000 Fasern pro Kubikmeter den DGUV-Kategorien zu. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn die Schwellen korrekt genutzt und nicht als Arbeitsfreigabe missverstanden werden.
  2. Gefährdungsbeurteilung: Erstelle für den Ausbildungsfall eine Prüfliste mit Werkstoff, Staub, Schaden, Dichtstoff, Absaugung, Reinigung, PSA und Aufsicht. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn die Schutzkette vollständig ist, weil Einzelmaßnahmen allein nicht ausreichen.
  3. Qualitätssicherung: Entwickle eine kurze Fotodokumentation für den Zustand vor und nach einer freigegebenen Nacharbeit. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn gleiche Perspektive, Maßstab und Schadensbereich vergleichbar sind, weil nur so Veränderungen nachvollziehbar werden.
  4. Betriebsanweisung: Vergleiche diesen Kurs mit einer echten betrieblichen Arbeitsanweisung und notiere drei Informationen, die nur der Betrieb verbindlich festlegen kann. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn konkrete Prozess- und Freigabeparameter erkannt werden, weil der Kurs bewusst keine Arbeitsfreigabe erteilt.


Schwer – Transfer

  1. Prozessplanung: Entwirf eine Entscheidungsmatrix für drei Verfahren zur Nacharbeit, ohne konkrete Drehzahl- oder Vorschubwerte festzulegen. Bewerte Staub, Delaminationsrisiko, Qualität und Prüfbedarf. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn ein Verfahren nicht nur nach Geschwindigkeit gewählt wird, weil Qualität und Arbeitsschutz gleichrangig berücksichtigt werden müssen.
  2. Fehleranalyse: Ein Bauteil zeigt nach einer Bearbeitung stärkere Ausfransung auf der Austrittsseite. Formuliere mindestens vier mögliche Einflussgrößen und die jeweils nötige Prüffrage. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn Werkstoff, Werkzeug, Prozess, Auflage und vorhandener Schaden als System betrachtet werden.
  3. Unterweisung: Entwickle ein zweiminütiges Sicherheitsbriefing für neue Auszubildende vor einer beaufsichtigten CFK-Tätigkeit. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn Freigabe, Absaugung, Reinigung, PSA, Verhalten bei Störung und Aufsicht enthalten sind, weil Sicherheit organisatorisch vorbereitet werden muss.
  4. Transfer: Übertrage die Prinzipien auf ein GFK-Bauteil mit angrenzendem Dichtstoff und begründe, welche Punkte gleich bleiben und welche neu bewertet werden müssen. Feedback: Gut ist die Lösung, wenn gemeinsame Grundprinzipien und werkstoffabhängige Unterschiede getrennt werden, weil Schutzmaßnahmen nicht blind von CFK auf GFK übertragen werden dürfen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Ein Auszubildender sieht nur wenig Staub und möchte auf die Absaugung verzichten. Beurteile die Aussage und begründe Deine Entscheidung mit dem Unterschied zwischen Sichtbarkeit und Expositionsbeurteilung.
  2. Schutzkonzept: Entwickle für eine fiktive Nacharbeit eine STOP-Reihenfolge und begründe, warum persönliche Schutzausrüstung nicht die erste Maßnahme ist.
  3. Qualitätsentscheidung: Vergleiche zwei Fotos einer Bohrung mit unterschiedlich großer Schadenszone. Erkläre, welche Zusatzinformationen Du vor einer Freigabeentscheidung brauchst.
  4. Messwerttransfer: Eine Messung wechselt nach einer technischen Verbesserung von Kategorie 3 zu Kategorie 1. Erkläre, was dies über die Wirksamkeit der Maßnahme aussagen kann und was trotzdem betrieblich geprüft werden muss.
  5. Dichtstoff und Verbund: Begründe, warum ein unbekannter Dichtstoffrest sowohl ein Arbeitsschutz- als auch ein Qualitätsproblem sein kann.
  6. Arbeitsvorbereitung: Formuliere eine fachlich begründete Stop-Entscheidung für einen Fall, in dem Werkstoff, Reparaturvorgabe oder Aufsicht fehlen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst CFK, GFK, Matrix und Laminat in Grundzügen unterscheiden.
  2. Du kannst Delamination als Schädigungsform erklären und an Bildern Hinweise erkennen.
  3. Du kannst Staub-, Faser-, Haut-, Brand-, Explosions- und elektrische Gefährdungen bei CFK-Bearbeitung einordnen.
  4. Du kannst das STOP-Prinzip auf eine Verbundbearbeitung anwenden.
  5. Du kannst die DGUV-Expositionskategorien aus Messwerten ablesen.
  6. Du kannst begründen, warum Druckluftreinigung und trockenes Kehren bei CFK-Staub ungeeignet sind.
  7. Du kannst erklären, warum Dichtstoffreste vor der Bearbeitung identifiziert werden müssen.
  8. Du kannst eine Bearbeitungsvorbereitung erstellen, ohne eigenmächtig Prozessparameter oder Arbeitsfreigaben festzulegen.
  9. Du kannst Qualitätsbeobachtung, Gefährdungsbeurteilung und betriebliche Freigabe voneinander unterscheiden.




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