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Korrosionsschutz für Schmiedearbeiten - Schmied

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Korrosionsschutz für Schmiedearbeiten - Schmied




Korrosionsschutz für Schmiedearbeiten - Schmied

Zielgruppe: Ausbildung im Schmiede- und Metallhandwerk. Du lernst, wie Du geschmiedete Werkstücke vor Rost schützt.


Einleitung

Nach dem Schmieden liegt Stahl oft blank vor. Wasser und Sauerstoff können dann Rost bilden. Ein guter Korrosionsschutz beginnt bei der Form des Werkstücks, geht über die Oberflächenvorbereitung und endet bei Kontrolle und Pflege.

Lernziele: Du kannst Rostursachen erkennen, eine Oberfläche vorbereiten, ein Schutzsystem auswählen und sicher arbeiten.


Warum Stahl rostet

Rost ist ein Korrosionsprodukt von Eisen und Stahl. Für die übliche Rostbildung sind Feuchtigkeit und Sauerstoff nötig. Salz und Schmutz können den Angriff beschleunigen. Spalten, Wasserfallen und beschädigte Beschichtungen sind besonders kritisch.


Typische Gefährdungen am Schmiedestück

Stelle Risiko Gute Lösung
Vertiefung Wasser bleibt stehen Ablauf und Gefälle vorsehen
Enger Spalt Feuchtigkeit bleibt lange Spalt vermeiden oder abdichten
Scharfe Kante Schutzschicht wird oft zu dünn Kante leicht runden
Kontakt verschiedener Metalle Kontaktkorrosion ist möglich Werkstoffe trennen und fachlich planen
Bewegliche Verbindung Schutzfilm wird abgerieben Regelmäßig prüfen und nachpflegen


Oberfläche vorbereiten

Die Schutzschicht hält nur auf einer passenden Oberfläche.

  1. Prüfen: Werkstoff, Einsatzort und vorhandene Altbeschichtung klären.
  2. Reinigen: Zunder, Rost, Schweißspritzer, Staub, Fett und Öl entfernen.
  3. Aufrauen: Drahtbürste, Schleifmittel oder Strahlen passend zum Schutzsystem wählen.
  4. Trocknen: Die Oberfläche muss sauber und trocken sein.
  5. Beschichten: Herstellerangaben zu Schichtaufbau, Temperatur und Trocknung einhalten.


Arbeitsschutz

Trage die festgelegte Persönliche Schutzausrüstung. Sorge beim Schleifen, Strahlen und Beschichten für Absaugung und Lüftung. Erhitze lackierte oder verzinkte Teile nicht ohne fachgerechte Vorbereitung. Verwende kein Altöl. Ölgetränkte Lappen können sich selbst erwärmen und müssen brandsicher gesammelt werden. Beachte immer Betriebsanweisung und Sicherheitsdatenblatt.


Schutzverfahren für Schmiedearbeiten

Verfahren Geeignet für Wichtiger Hinweis
Öl oder Wachs Trockene Innenräume und Zierteile Dünn auftragen und regelmäßig erneuern
Grundierung und Decklack Innen- und Außenbauteile Saubere Oberfläche und vollständiger Schichtaufbau nötig
Pulverbeschichtung Bauteile mit hoher mechanischer Belastung Beschädigungen früh ausbessern
Feuerverzinken Viele Außenbauteile aus geeignetem Stahl Konstruktion verzinkungsgerecht planen
Duplexsystem Stark bewitterte Bauteile Verzinkung und zusätzliche Beschichtung werden kombiniert
Brünieren Kleine Zier- und Funktionsteile Nur begrenzter Schutz; meist Öl oder Wachs ergänzen
Werkstoffwahl Sonderfälle Einsatz, Bearbeitung und Kosten gemeinsam prüfen


Öl und Wachs

Öl oder Wachs betont die Schmiedeoberfläche. Der Film ist dünn und braucht Pflege. Trage das Mittel nur nach Herstellerangabe auf ein geeignet temperiertes Werkstück auf. Für dauerhafte Außenbewitterung reicht diese Lösung meist nicht aus.


Beschichtung mit Lack

Ein typischer Aufbau besteht aus vorbereiteter Oberfläche, geeigneter Grundierung und Deckbeschichtung. Alle Kanten, Vertiefungen und Schweißnähte müssen vollständig bedeckt sein.


Feuerverzinken und Duplexsystem

Beim Feuerverzinken erhält Stahl einen Zinküberzug. Zink wirkt als Barriere und kann kleinere Schadstellen kathodisch schützen. Hohlteile brauchen fachgerecht geplante Entlüftungs- und Ablauföffnungen. Das macht die Verzinkerei nach Zeichnung und Regelwerk.

Ein Duplexsystem verbindet Verzinkung und Beschichtung. Es eignet sich für hohe Anforderungen und farbige Gestaltung.


Auswahl in der Werkstatt

Stelle vor der Arbeit vier Fragen: Wo steht das Werkstück? Wie stark wirken Wasser, Salz und Abrieb? Welche Optik wird gewünscht? Wie oft kann gepflegt werden?

Einsatz Häufig passende Richtung
Zierteil im trockenen Innenraum Öl, Wachs oder Lack
Geländer im Außenraum Beschichtung, Verzinkung oder Duplexsystem
Küstennähe oder Streusalz Fachlich geplantes Schutzsystem mit hoher Beständigkeit
Lebensmittelkontakt Nur ausdrücklich geeignete und zugelassene Oberfläche
Historisches Werkstück Erhalt, Reversibilität und Denkmalpflege abstimmen


Kontrolle und Pflege

Prüfe regelmäßig Kanten, Schweißnähte, Schrauben, Spalten und Wasserfallen. Kleine Schäden werden gereinigt und mit einem passenden Reparatursystem geschlossen. Dokumentiere Mittel, Farbton, Schichtaufbau und Prüftermin.


Merksatz

Sauber planen, sauber vorbereiten, passend schützen und regelmäßig prüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche zwei Stoffe sind für die übliche Rostbildung an Stahl nötig? (Wasser und Sauerstoff) (!Öl und Wachs) (!Zink und Lack) (!Kohle und Sand)




Was muss vor einer Beschichtung entfernt werden? (Rost Fett Staub und loser Zunder) (!Nur die Farbe des Stahls) (!Nur die Schmiedemarke) (!Nur die Maßangabe)




Was ist eine Wasserfalle? (Eine Stelle an der Wasser stehen bleibt) (!Ein Behälter für Kühlwasser) (!Ein Werkzeug zum Härten) (!Eine Zange für Flachstahl)




Wofür eignet sich Öl oder Wachs besonders? (Für Zierteile in trockenen Innenräumen) (!Für jedes Bauteil im Meerwasser) (!Für glühende Werkstücke) (!Für verzinkte Hohlteile im Ofen)




Welche Aufgabe hat eine Grundierung? (Sie schafft Haftung und unterstützt den Schutzaufbau) (!Sie ersetzt jede Reinigung) (!Sie macht Stahl rostfrei) (!Sie kühlt das Werkstück)




Welches Metall schützt Stahl beim Verzinken? (Zink) (!Blei) (!Silber) (!Zinn)




Was ist ein Duplexsystem? (Verzinkung mit zusätzlicher Beschichtung) (!Wachs mit Schmiedekohle) (!Zwei ungeschützte Stahlteile) (!Härteöl mit Kühlwasser)




Wie ist Brünieren als Korrosionsschutz zu bewerten? (Es bietet nur begrenzten Schutz und braucht meist Öl oder Wachs) (!Es schützt immer dauerhaft im Meerwasser) (!Es ersetzt jede Oberflächenreinigung) (!Es ist eine dicke Zinkschicht)




Was ist bei geschlossenen Hohlteilen vor dem Feuerverzinken wichtig? (Fachgerechte Entlüftungs- und Ablauföffnungen) (!Vollständiges Füllen mit Wasser) (!Abdichten ohne Rücksprache) (!Beschichten mit Altöl)




Was gehört zur Instandhaltung? (Schäden prüfen reinigen und passend ausbessern) (!Rost unter Lack verstecken) (!Nasse Teile einlagern) (!Schutzschichten abschlagen)





Memory

Korrosion Reaktion von Metall und Umgebung
Grundierung Erste Schicht eines Lackaufbaus
Zink Metallischer Schutzüberzug
Duplexsystem Verzinkung plus Beschichtung
Wasserfalle Stelle mit stehender Feuchtigkeit
Inspektion Regelmäßige Zustandskontrolle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Einsatzort klären Planen
Fett und Staub entfernen Reinigen
Rost und losen Zunder beseitigen Vorbereiten
Grundierung und Deckschicht auftragen Beschichten
Kanten und Spalten ansehen Prüfen
Kleine Schäden schließen Instandsetzen






Kreuzworträtsel

Korrosion Wie heißt die schädigende Reaktion eines Metalls mit seiner Umgebung?
Sauerstoff Welcher Bestandteil der Luft ist an der üblichen Rostbildung beteiligt?
Grundierung Wie heißt die erste geeignete Schicht eines Lackaufbaus?
Zink Welches Metall wird beim Verzinken auf Stahl aufgebracht?
Wachs Welcher pflegebedürftige Schutzfilm kann Zierteile im Innenraum schützen?
Inspektion Wie heißt die regelmäßige Kontrolle des Werkstücks?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der üblichen Rostbildung reagieren Eisenwerkstoffe mit Feuchtigkeit und

. Vor dem Beschichten muss die Oberfläche frei von Fett, Staub, Rost und losem

sein. Eine Stelle mit stehendem Wasser heißt

. Die erste geeignete Schicht eines Lackaufbaus ist die

. Beim Feuerverzinken erhält Stahl einen Überzug aus

. Verzinkung und zusätzliche Beschichtung bilden ein

. Durch regelmäßige

werden Schäden früh erkannt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Rostsuche: Finde in der Werkstatt drei rostgefährdete Stellen und fotografiere sie nach Freigabe.
  2. Oberflächenvergleich: Vergleiche blanken Stahl, Rost, Zunder und eine Beschichtung.
  3. Werkzeugkarte: Erstelle eine Karte zu Drahtbürste, Schleifmittel und Entfetter.
  4. Pflegeplan: Schreibe einen kurzen Pflegeplan für einen geschmiedeten Kerzenhalter.


Standard

  1. Schutzsystem wählen: Wähle einen Schutz für ein Innenteil und einen Schutz für ein Außenteil und begründe.
  2. Probestücke: Stelle kleine Probestücke mit Wachs, Lack und einer unbehandelten Fläche her.
  3. Fehleranalyse: Untersuche Blasen, Roststellen oder Abplatzungen an einer alten Beschichtung.
  4. Konstruktiver Korrosionsschutz: Zeichne ein Geländer ohne Wasserfallen und enge Spalten.


Schwer

  1. Arbeitsplan: Erstelle einen vollständigen Arbeitsplan für ein geschmiedetes Außentor.
  2. Duplexsystem: Recherchiere Anforderungen an ein verzinktes und beschichtetes Bauteil.
  3. Kundenberatung: Führe ein Beratungsgespräch zu Optik, Pflege, Kosten und Einsatzort.
  4. Prüfprotokoll: Entwickle ein Prüfprotokoll für Schweißnähte, Kanten, Spalten und Schäden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallentscheidung: Ein geschmiedetes Schild hängt geschützt im Innenraum. Wähle ein Verfahren und begründe Pflege und Grenzen.
  2. Außenbauteil: Plane den Korrosionsschutz für ein Geländer an einer Straße mit Streusalz.
  3. Schadensbild: Unter einer abgeplatzten Lackstelle ist Rost. Erkläre Ursache, Vorbereitung und Reparatur.
  4. Konstruktion: Verbessere eine Skizze mit Wasserfallen und engen Spalten.
  5. Sicherheit: Erstelle eine kurze Gefährdungsbeurteilung für Schleifen und Beschichten.
  6. Qualitätssicherung: Lege Prüfpunkte und Prüftermine für ein Außentor fest.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis sind wichtig:

  1. Fachbegriffe: Korrosion, Wasserfalle, Grundierung, Verzinkung und Duplexsystem richtig erklären.
  2. Arbeitsplanung: Einsatzort, Untergrund, Vorbereitung und Schutzverfahren verbinden.
  3. Praxis: Ein Probestück sauber vorbereiten und fachgerecht schützen.
  4. Arbeitsschutz: Gefahren erkennen und Schutzmaßnahmen anwenden.
  5. Qualitätsprüfung: Schicht, Kanten, Fehlstellen und Pflegebedarf bewerten.
  6. Dokumentation: Verwendete Mittel und Arbeitsschritte nachvollziehbar festhalten.




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