Zum Inhalt springen

Korrosion und Oberflächenschutz – Schäden an Beschichtungen bewerten

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Korrosion und Oberflächenschutz – Schäden an Beschichtungen bewerten

QR-Code



Korrosion und Oberflächenschutz – Schäden an Beschichtungen bewerten


Einleitung

Beschichtungen schützen metallische Bauteile nur, solange sie ausreichend geschlossen, haftfest und für die Beanspruchung geeignet sind. In diesem aiMOOC lernst Du, Fehlstellen, Blasen, Abblätterungen, Rost und Unterwanderung zu erkennen, Messwerte einzuordnen und den Reparaturbedarf sachgerecht an die Fachaufsicht zu melden.

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Oberflächentechnik, Instandhaltung und verwandten Berufen.

Kurzfall: An einem beschichteten Stahlgeländer im Außenbereich findest Du Rost an einer Kante, einzelne Blasen und einen Bereich mit abplatzender Beschichtung. Deine Aufgabe ist nicht, sofort zu schleifen oder zu überstreichen, sondern zuerst sicher zu prüfen, zu dokumentieren und zu bewerten.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du sichtbare Beschichtungsschäden unterscheiden, Unterwanderung erkennen, Messwerte zusammen mit dem Schadensbild bewerten, Reparaturbedarf begründen und Sicherheitsgrenzen bei Altbeschichtungen, Staub und Abfällen beachten.


Sicherheitsgrenze für diesen Lernkurs

Keine gefährlichen Eigenversuche. Schleifen, Strahlen, chemisches Entschichten oder reales Beschichten erfolgt nur in geeigneten Betrieben nach Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Unterweisung sowie unter Fachaufsicht.

Bei unbekannten oder älteren Beschichtungen darfst Du nicht einfach losschleifen. Beim Entfernen alter Beschichtungen können je nach Bestand unter anderem Blei, Chrom-VI-Verbindungen, PAK oder andere Gefahrstoffe relevant sein. Trockenschleifen kann zusätzlich Metall- und Lackstäube freisetzen.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Erst sehen, dann handeln

Arbeite bei der Erstbewertung nach dem Schema:

Sehen Dokumentieren Messen Bewerten Entscheiden
Schaden lokalisieren Foto, Größe, Lage nur geeignete Messstelle Befund + Messwerte beobachten, lokal reparieren oder eskalieren

Merke: Ein einzelner Messwert ersetzt nie die Sichtprüfung.


Lerneinheit 2: Typische Schadensbilder

Schadensbild Woran erkennst Du es? Bedeutung
Fehlstelle Beschichtungsfilm fehlt örtlich Metall liegt ungeschützt oder schwächer geschützt frei
Blase Beschichtung hebt sich kuppelförmig Hinweis auf Haftungsverlust, Feuchte oder Prozesse unter der Schicht
Abblätterung Schicht löst sich in Schuppen oder Flächen Schutzwirkung ist örtlich verloren
Unterwanderung Korrosion breitet sich unter scheinbar noch vorhandener Beschichtung aus Schadensausdehnung kann größer sein als die sichtbare Öffnung
Rostdurchbruch Rost ist durch die Beschichtung sichtbar Barrierewirkung ist lokal versagt


Lerneinheit 3: Unterwanderung richtig deuten

Unterwanderung beginnt häufig an Fehlstellen, Kanten, Verletzungen oder schlecht haftenden Bereichen. Feuchtigkeit und Elektrolyt können unter den Film gelangen; dadurch kann sich Korrosion unter der Beschichtung weiterentwickeln.

Prüfhinweis: Begrenze den sichtbaren Schaden nicht vorschnell auf die offene Roststelle. Achte auf Blasen, Randablösungen und lose Beschichtung in der Umgebung.


Lerneinheit 4: Was chemisch passiert

Korrosion von Eisen ist ein elektrochemischer Prozess. An anodischen Bereichen wird Eisen oxidiert; an anderen Stellen laufen Reduktionsreaktionen ab. Wasser und gelöste Ionen ermöglichen den Ladungstransport.

Für die Ausbildung wichtig: Du musst keinen Korrosionsversuch mit Chemikalien durchführen, um den Schaden zu verstehen. Nutze Werkstoffbilder, betriebliche Prüfkörper oder freigegebene Demonstrationen.


Lerneinheit 5: Schäden nicht mit Verschmutzung verwechseln

Vor einer Bewertung musst Du unterscheiden: Liegt nur Schmutz auf der Oberfläche, ist die Beschichtung verfärbt oder ist der Film tatsächlich gerissen, abgelöst oder unterrostet?

Praxisregel: Reinigung zu Prüfzwecken nur nach betrieblicher Anweisung. Keine unbekannten Lösemittel einsetzen.


Lerneinheit 6: Schichtdicke messen

Schichtdickenmessung kann zeigen, ob die trockene Beschichtung in repräsentativen Bereichen auffällig dünn oder uneinheitlich ist. Das Messverfahren, die Kalibrierung beziehungsweise Justierung, der Untergrund und die Oberflächenrauheit beeinflussen das Ergebnis.

Hinweis zum Video: Hersteller-Anwendungsvideo zur Schichtdickenmessung. Es ersetzt keine betriebliche Prüfanweisung.


Messwertansicht: Ausbildungsfall

Fiktive betriebliche Prüfanweisung für diesen Lernfall: Zielbereich auf tragfähigen Vergleichsflächen 120 bis 200 µm. Werte außerhalb dieses Bereichs werden nachgeprüft. Sichtbare Unterwanderung oder Abplatzung führt unabhängig vom Messwert zu weiterer fachlicher Bewertung.

Messstelle Trockenschichtdicke Sichtbefund Erste Bewertung
A 172 µm geschlossen, unauffällig Vergleichsfläche
B 165 µm geschlossen, unauffällig Vergleichsfläche
C 128 µm Kratzer an Kante Schaden dokumentieren
D 94 µm Blasen im Randbereich auffällig, nachprüfen
E kein sinnvoller Messwert lose Schicht mit Rost nicht als normale Dickenmessstelle verwenden

Auswertung: Der Reparaturbedarf ergibt sich hier nicht aus dem Wert 94 µm allein. Entscheidend ist die Kombination aus Blasen, Randlage, Unterwanderungsverdacht und losem Beschichtungsfilm.


Lerneinheit 7: Korrosionstiefe und Materialzustand

Nach dem Entfernen einer Beschichtung können Korrosionsmulden oder Lochfraß sichtbar werden. Solche Befunde dürfen nicht nur als Lackproblem behandelt werden.

Entscheidung: Bei erkennbarem Materialverlust, tiefen Mulden, tragenden Bauteilen oder unklarer Restwanddicke muss die zuständige Fachperson entscheiden, ob weitere Werkstoffprüfung erforderlich ist.


Lerneinheit 8: Klima vor Beschichtungsarbeiten

Temperatur, relative Luftfeuchte und Taupunkt können die Beschichtungsqualität beeinflussen. Für reale Arbeiten gelten Produktdatenblatt, Arbeitsanweisung und betriebliche Grenzwerte.

Keine Eigenfreigabe: Auszubildende geben reale Beschichtungsarbeiten nicht allein anhand eines Internetvideos frei.


Reparaturbedarf bewerten


Drei Entscheidungsstufen

Stufe Typischer Befund Ausbildungsentscheidung
Beobachten Film geschlossen, kein Rost, keine Ablösung dokumentieren und nach Plan kontrollieren
Lokale Reparatur prüfen kleine begrenzte Fehlstelle, Untergrund nicht erkennbar geschwächt, Umgebung tragfähig Reparatur nach betrieblichem System und Freigabe
Erweiterte Prüfung Unterwanderung, viele Blasen, großflächige Ablösung, unbekannte Altbeschichtung oder Materialverlust Arbeit stoppen und Fachaufsicht einbeziehen


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Beobachten: Suche zuerst die Grenze zwischen intakter und gelöster Beschichtung.

Hilfe 2 – Deuten: Blasen neben einer Roststelle können bedeuten, dass der sichtbare Schaden kleiner ist als der tatsächliche geschädigte Bereich.

Hilfe 3 – Entscheiden: Wenn Beschichtung lose ist, Unterwanderung erkennbar wird oder der Werkstoff Materialverlust zeigt, reicht einfaches Überstreichen nicht aus.


Aufgaben mit begründetem Feedback


Basisaufgabe

Aufgabe: Betrachte die Bilder zu Abblätterung und Unterwanderung. Nenne je zwei sichtbare Merkmale, die für einen echten Beschichtungsschaden sprechen.

Begründetes Feedback: Gute Antworten nennen zum Beispiel freiliegenden Rost, angehobene Schichtränder, Risse oder Blasen. Nur eine Farbänderung wäre noch kein sicherer Beleg für einen Haftungsverlust.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Im Ausbildungsfall zeigt Messstelle D 94 µm und Blasen am Rand. Begründe, warum Du nicht einfach nur „zu dünn“ meldest.

Begründetes Feedback: Richtig ist die Verknüpfung von Messwert und Sichtbefund. Die Blasen und die Randlage weisen auf mögliche Unterwanderung oder Haftungsverlust hin. Die Reparaturentscheidung braucht daher mehr als eine Dickenmessung.


Transferaufgabe

Aufgabe: Ein zweites Bauteil zeigt nur einen kleinen Kratzer ohne Rost. Ein drittes zeigt großflächige Blasen und lose Beschichtung. Vergleiche den Prüf- und Reparaturbedarf.

Begründetes Feedback: Beim kleinen Kratzer kann eine begrenzte Reparatur nach betrieblicher Freigabe ausreichen. Großflächige Blasen sprechen dagegen für eine weitergehende Schadensabgrenzung, Ursachenprüfung und fachliche Entscheidung über den Reparaturumfang.


Arbeitsschutz, Gefahrstoffe und Entsorgung


Staub und Altbeschichtungen

Beim Trockenschleifen entstehen Stäube aus Werkstoff, vorhandener Beschichtung und Schleifmittel. Die DGUV weist darauf hin, dass dabei je nach Altbeschichtung zusätzliche Gefahrstoffe relevant sein können.

Bei älteren Korrosionsschutzbeschichtungen muss vor Entschichtungsarbeiten geklärt werden, welche Stoffe vorhanden sein können. Die aktuelle TRGS 505 behandelt ausdrücklich das Abtragen bleihaltiger Oberflächenbeschichtungen und nennt weitere mögliche Stoffgruppen, die in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind.

Folge für Dich: Nicht probeschleifen, nicht abbrennen und nicht chemisch abbeizen, solange Stoffbestand, Verfahren und Schutzmaßnahmen nicht geklärt und freigegeben sind.


Entsorgung

Farb-, Lack- und Entschichtungsabfälle werden nach Art und gefährlichen Eigenschaften eingestuft. In der Abfallverzeichnis-Verordnung stehen unter Kapitel 08 unter anderem Abfälle aus Farben, Lacken und Lackentfernung; mit Stern gekennzeichnete Abfallschlüssel bezeichnen gefährliche Abfälle.

Für Auszubildende gilt: Abfälle nicht eigenmächtig mischen, umfüllen oder über Restmüll entsorgen. Nutze die betriebliche Kennzeichnung, Sammelbehälter und Entsorgungsanweisung.


Fachliche Quellen und Medienrechte

  1. DGUV Information 209-002 „Schleifen“, Ausgabe 2023: Gefährdungen durch Schleifstaub und Schutzmaßnahmen.
  2. DGUV Information 209-014 „Lackieren und Beschichten“: Gefährdungen bei Vorbehandlung, Schleifen, Strahlen und Beschichten.
  3. TRGS 505 „Blei“, Fassung 2026: Hinweise zum Abtragen bleihaltiger Oberflächenbeschichtungen.
  4. TRGS 507 „Oberflächenbehandlung in Räumen und Behältern“, Fassung 2025: Gefahrstoff- und Explosionsschutz bei Oberflächenarbeiten in entsprechenden Arbeitsbereichen.
  5. Abfallverzeichnis-Verordnung: Kapitel 08 für Beschichtungs-, Farb-, Lack- und Entschichtungsabfälle.
  6. ISO 4628-2:2016: Bewertung des Blasengrades von Beschichtungen.
  7. ISO 4628-3:2024: Bewertung des Rostgrades beschichteter Oberflächen.
  8. ISO 4628-5:2022: Bewertung des Abblätterungsgrades.
  9. ISO 19840:2012: Messung und Bewertung trockener Schichtdicken auf rauen Oberflächen.
  10. ISO 8501-2:1994: visuelle Vorbereitung zuvor beschichteter Stahloberflächen nach örtlicher Beschichtungsentfernung.

Medienrechte: Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateiseiten geprüft. „Corrosion Under Paint 01.JPG“ und „Corrosion under coating.JPG“ stehen unter CC BY 3.0; „Corroded Steel, Peeling Paint 4916.jpg“, „Riveted corrosion.jpg“ und „Fe corrosion.svg“ unter CC BY-SA 4.0; „Flaking paint on rusting metal.jpg“ sowie „Corrosion.Pit.jpg“ unter CC BY-SA 3.0; „PhotothermalCoatingThicknessGauges.jpg“ unter CC0 1.0; „Rust (37767020906).jpg“ unter CC BY 2.0. Die jeweiligen Dateiseiten auf Wikimedia Commons enthalten Urheber- und Lizenzangaben.

YouTube: Die eingebetteten Videos stammen aus der öffentlich verlinkten Elcometer/BAMR-Videobibliothek. Sie werden nur über den YouTube-Player eingebettet; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Videos sind keine OER-Lizenzbehauptung und ersetzen weder Herstellerunterlagen noch betriebliche Unterweisung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Unterwanderung bei einer Beschichtung? (Korrosion oder Ablösung breitet sich unter der Beschichtung aus) (!Die Beschichtung wird nur dunkler) (!Die Schichtdicke nimmt überall gleichmäßig zu) (!Der Untergrund wird automatisch verzinkt)




Welcher Befund erfordert eine weitergehende fachliche Prüfung? (Abplatzung mit Rost und erkennbarem Materialverlust) (!Geschlossene Beschichtung ohne Auffälligkeit) (!Saubere Vergleichsfläche) (!Unbeschädigte Kennzeichnung)




Wie ist ein einzelner niedriger Schichtdickenwert zu bewerten? (Als Hinweis, der zusammen mit Sichtbefund und Prüfanweisung bewertet wird) (!Als alleiniger Beweis für Totalschaden) (!Als Grund für sofortiges Überstreichen) (!Als sichere Aussage über die Werkstoffdicke)




Was ist vor dem Schleifen einer unbekannten Altbeschichtung wichtig? (Gefahrstoffe und betriebliche Schutzmaßnahmen klären) (!Zuerst eine kleine Stelle ohne Absaugung anschleifen) (!Nur die Farbe der Beschichtung ansehen) (!Die Beschichtung mit offener Flamme testen)




Welcher Befund passt zu einer Blase? (Die Beschichtung hebt sich örtlich kuppelförmig an) (!Die Oberfläche ist nur staubig) (!Der Stahl ist überall blank und glatt) (!Die Farbe ist gleichmäßig matt)




Warum kann der sichtbare Rostfleck kleiner als der tatsächliche Schaden sein? (Weil Korrosion unter der Beschichtung weiterlaufen kann) (!Weil Rost immer nur an der Oberfläche liegt) (!Weil Beschichtungen Rost vollständig auflösen) (!Weil Schichtdickenmessgeräte Rost erzeugen)




Wo ist eine normale Schichtdickenmessung besonders sinnvoll? (Auf geeigneten tragfähigen und repräsentativen Beschichtungsflächen) (!Auf losen Rostschuppen) (!Auf bereits abgeblätterten Schichtresten) (!Auf Schmutzablagerungen ohne Vorbereitung)




Was ist bei Farb- und Lackabfällen richtig? (Sie werden nach betrieblicher Vorgabe und Abfalleinstufung gesammelt) (!Sie gehören grundsätzlich in den Restmüll) (!Sie dürfen immer zusammengemischt werden) (!Die Kennzeichnung spielt keine Rolle)




Welche Kombination spricht am stärksten für Reparaturbedarf? (Rostdurchbruch mit loser Beschichtung und Unterwanderung) (!Geschlossene Beschichtung mit unauffälliger Oberfläche) (!Saubere trockene Vergleichsfläche) (!Unbeschädigter Bereich ohne Korrosion)




Was gehört zu einer guten Schadensdokumentation? (Lage, Größe, Foto, Schadensart und relevante Messwerte) (!Nur die Bauteilfarbe) (!Nur ein einzelner Messwert) (!Nur der Name des Prüfenden)





Memory

Fehlstelle örtlich fehlender Beschichtungsfilm
Unterwanderung Schädigung unter einer noch vorhandenen Schicht
Blase kuppelförmige Anhebung der Beschichtung
Schichtdickenmessung Prüfung der Dicke eines Beschichtungsfilms
Sicherheitsdatenblatt Informationen zu Gefahren und Schutzmaßnahmen eines Produktes
Reparaturbedarf Ergebnis aus Schadensbild, Messwerten und Einsatzbedingungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Unterwanderung Rost oder Ablösung breitet sich unter dem Film aus
Fehlstelle Schutzschicht fehlt örtlich
Blase Beschichtung ist lokal angehoben
Abblätterung Beschichtung löst sich schuppen- oder flächenförmig
Dokumentation Lage, Bild, Größe und Prüfbefund werden festgehalten





Kreuzworträtsel

Korrosion Wie heißt die chemisch oder elektrochemisch verursachte Schädigung eines Werkstoffs durch seine Umgebung?
Unterwanderung Wie heißt die Ausbreitung eines Schadens unter einer Beschichtung?
Schichtdicke Welche Größe wird bei einer Beschichtungsprüfung häufig in Mikrometern angegeben?
Fehlstelle Wie heißt ein örtlicher Bereich ohne vollständigen Beschichtungsfilm?
Haftung Welche Eigenschaft beschreibt, wie fest eine Beschichtung am Untergrund sitzt?
Entsorgung Wie heißt der geregelte Umgang mit anfallenden Farb-, Lack- und Entschichtungsabfällen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine örtlich fehlende Beschichtung heißt

. Breitet sich Korrosion unter dem Beschichtungsfilm aus, spricht man von

. Eine kuppelförmige Anhebung der Schicht wird als

bezeichnet. Ein Messwert zur Beschichtungsdicke wird häufig in

angegeben. Ein einzelner Messwert ersetzt nicht die

. Bei unbekannten Altbeschichtungen ist vor dem Entschichten eine

erforderlich. Lose Schicht und sichtbarer Materialverlust führen zu einer weitergehenden

. Farb- und Lackabfälle werden nach der betrieblichen

behandelt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schadensbild erkennen: Fotografiere im Betrieb nur freigegebene, ungefährliche Beispiele beschichteter Bauteile und markiere sichtbare Fehlstellen.
  2. Begriffe erklären: Erstelle fünf Bildkarten zu Fehlstelle, Blase, Unterwanderung, Abblätterung und Rostdurchbruch.
  3. Messprotokoll lesen: Übertrage die fünf Messstellen des Ausbildungsfalls in ein kurzes Prüfprotokoll und kennzeichne auffällige Stellen.
  4. Sicherheitscheck: Formuliere vier Gründe, warum eine unbekannte Altbeschichtung nicht ohne Freigabe angeschliffen werden darf.


Standard

  1. Schadenskartierung: Zeichne eine einfache Bauteilskizze und trage Schadensart, Lage und Ausdehnung ein.
  2. Messwertbewertung: Entwickle zu den Messstellen A bis E eine begründete Reihenfolge für Nachprüfung und Reparaturplanung.
  3. Bildvergleich: Vergleiche zwei Commons-Bilder aus diesem Kurs und erkläre, welches mehr Hinweise auf Unterwanderung zeigt.
  4. Arbeitsplanung: Erstelle eine sichere Prüfreihenfolge von Sichtkontrolle bis zur Meldung an die Fachaufsicht.


Schwer

  1. Reparaturstrategie: Entwickle für den Ausbildungsfall zwei Reparaturvarianten und begründe, welche zusätzlichen Informationen vor der Freigabe nötig sind.
  2. Fehlerursachenanalyse: Erstelle ein Ursache-Wirkungs-Diagramm für Blasenbildung und Unterwanderung mit mindestens vier möglichen Einflussfaktoren.
  3. Qualitätssicherung: Entwirf ein Prüfblatt, das Sichtbefund, Messwerte, Umgebungsbedingungen und Reparaturentscheidung zusammenführt.
  4. Transfer Betrieb: Untersuche gemeinsam mit einer Fachkraft einen realen freigegebenen Instandhaltungsfall und dokumentiere, welche Informationen die Reparaturentscheidung tatsächlich bestimmt haben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Befund und Entscheidung: Ein Bauteil besitzt kleine Rostpunkte, aber keine Ablösung. Erkläre, welche zusätzlichen Informationen Du brauchst, bevor Du Reparaturbedarf festlegst.
  2. Messwerte im Zusammenhang: Begründe, warum eine Reihe ähnlicher Schichtdickenwerte trotzdem keinen sicheren Nachweis für eine intakte Beschichtung liefert.
  3. Unterwanderung übertragen: Erkläre, warum eine beschädigte Kante stärker beobachtet werden sollte als eine unauffällige ebene Vergleichsfläche.
  4. Sicherheitsentscheidung: Eine alte Beschichtung soll entfernt werden, ihre Zusammensetzung ist unbekannt. Leite eine sichere betriebliche Vorgehensweise ab, ohne selbst einen Entschichtungsversuch vorzuschlagen.
  5. Reparaturgrenze: Erkläre, wann aus einem lokalen Lackschaden ein Werkstoff- oder Bauteilproblem werden kann.
  6. Entsorgungsentscheidung: Begründe, warum Schleifstaub und Lackreste nicht allein nach ihrem Aussehen einem Abfallbehälter zugeordnet werden dürfen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. typische Beschichtungsschäden sicher benennen und voneinander abgrenzen kannst,
  2. Unterwanderung als möglichen verdeckten Schaden erkennst,
  3. Sichtbefund und Messwerte gemeinsam bewertest,
  4. Reparaturbedarf nachvollziehbar begründest,
  5. Grenzen Deiner eigenen Entscheidungskompetenz erkennst,
  6. Gefahrstoffe, Schleifstaub und Entsorgung in die Arbeitsplanung einbeziehst,
  7. einen Befund mit Foto, Lage, Ausdehnung und Messwerten dokumentieren kannst.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte