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Konventionelles Fräsen – Schräge Flächen und Konturen bearbeiten

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Konventionelles Fräsen – Schräge Flächen und Konturen bearbeiten

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Einleitung

Konventionelles Fräsen – Schräge Flächen und Konturen bearbeiten

Kurzbeschreibung: Aufspannung, Geometrie und Zugänglichkeit.

Du planst die Bearbeitung schräger Flächen und einfacher Konturen an einer konventionellen Fräsmaschine. Im Mittelpunkt stehen nicht Schnittwerte, sondern drei Fragen: Wie wird sicher gespannt? Welche Geometrie soll entstehen? Ist Werkzeug und Halter entlang des gesamten Weges zugänglich?

Wichtige Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, dokumentierter Gefährdungsbeurteilung, Beachtung der Betriebsanweisung und unter der zuständigen Aufsicht stattfinden. Schutz- und Arbeitsmittel richten sich nach Maschine, Betrieb und Gefährdungsbeurteilung. An laufenden rotierenden Maschinen darf nicht eigenmächtig gearbeitet, gemessen, gereinigt oder eingegriffen werden.

Bildauftrag: Zeige auf Spindel, Tisch und die drei Bewegungsrichtungen. Überlege danach: Welche Achse verändert die Lage des Werkstücks zur Werkzeugachse?


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du … Woran man es erkennt
eine Aufspannung für eine schräge Fläche beurteilen Du begründest Stabilität, Bezug und Zugänglichkeit.
zwischen gerader und kreisförmiger Konturplanung unterscheiden Du ordnest Linearachsen und Rundtisch passend zu.
Werkzeug und Spannmittel gemeinsam betrachten Du erkennst mögliche Kollisionen bereits in der Planung.
einen sicheren Fertigungsablauf simulieren Du planst ohne laufende Maschine und ohne reale Schnittdaten.
Entscheidungen fachlich begründen Du nennst mindestens zwei technische Kriterien.


Lerneinheit 1: Raum, Achsen und Zugänglichkeit

Bei der konventionellen Fräsmaschine entsteht die Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück über Maschinenachsen. Für die Planung zählt der gesamte Werkzeugraum: Fräser, Aufnahme, Spindelnase, Spannmittel und Werkstück dürfen sich auf dem vorgesehenen Weg nicht unzulässig begegnen.

Merksatz: Eine geometrisch richtige Aufspannung ist noch keine gute Aufspannung, wenn der Fräser die Fläche nicht sicher erreicht.

Mini-Auftrag: Zeichne X, Y und Z in eine Werkstückskizze ein. Markiere anschließend den Bereich, den nicht nur der Fräser, sondern auch seine Aufnahme durchlaufen müsste.


Zugänglichkeit als Planungsprüfung

Prüffrage Bedeutung
Ist die zu bearbeitende Fläche frei? Schneide und Werkzeugkörper benötigen Raum.
Bleibt die Aufnahme frei? Auch Spannzange, Halter oder Spindelnase können kollidieren.
Bleibt das Spannmittel außerhalb des Werkzeugwegs? Spannbacken, Pratzen und Anschläge gehören in die Kollisionsprüfung.
Ist ein eindeutiger Bezug vorhanden? Die Lage der Kontur muss von Bezugsflächen aus prüfbar sein.


Lerneinheit 2: Konkreter Ausbildungsfall

Ausbildungsfall: Montagehalter für eine Vorrichtung

Ein vorbereitetes Übungsbauteil besitzt die Bezugsflächen A und B. Es soll in der Arbeitsplanung zwei Merkmale erhalten: eine 30°-Schrägfläche und eine konvexe Außenkontur mit Radius. Die Lernaufgabe bleibt zunächst vollständig als Papier-, Modell- oder CAD-Simulation.

Merkmal Planungsfrage
Bezugsfläche A Welche Fläche soll während der Prüfung stabil und eindeutig aufliegen?
Bezugsfläche B Von welcher Seite wird die Lage der Kontur bezogen?
30°-Schrägfläche Wird das Werkstück, das Spannmittel oder die Werkzeugachse geneigt?
Außenradius Entsteht die Kontur über koordinierte Linearbewegungen oder über eine Drehbewegung?
Übergang Ist der Bereich für Fräser und Aufnahme durchgängig zugänglich?

Arbeitsauftrag: Erstelle zwei Aufspannskizzen. Variante 1 muss die Schrägfläche gut zugänglich machen. Variante 2 muss die Außenkontur gut zugänglich machen. Begründe, ob ein Umspannen erforderlich ist.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Denkimpuls

Prüfe zuerst den Bezug, dann die Spannkraftübertragung, danach den Werkzeugraum.

Hilfe 2 – Checkliste

  1. Liegt eine eindeutige Bezugsfläche an?
  2. Kann das Werkstück unter den erwarteten Bearbeitungskräften sicher gehalten werden?
  3. Ist die Zielgeometrie eindeutig ausgerichtet?
  4. Bleibt Werkzeug, Aufnahme und Spannmittel kollisionsfrei?
  5. Ist die Geometrie anschließend prüfbar?

Hilfe 3 – Musteridee

Für eine schräge Fläche kann eine geneigte Werkstücklage sinnvoll sein. Für eine kreisförmige Kontur kann ein Rundtisch die Geometrie übersichtlich machen. Eine gute Lösung minimiert unnötige Umspannungen, ohne Stabilität oder Zugänglichkeit zu verschlechtern.


Lerneinheit 3: Schräge Flächen aufspannen

Schräge Flächen können auf konventionellen Maschinen auf unterschiedliche Weise vorbereitet werden. Typische Prinzipien sind ein schwenkbares Spannmittel, ein fester oder verstellbarer Aufspannwinkel oder – maschinenabhängig – eine verstellbare Werkzeug- oder Tischlage.

Bildauftrag: Welche zusätzliche Lageänderung ermöglicht der drehbare Schraubstock? Welche Bewegungsmöglichkeit fehlt trotzdem für eine echte Neigung aus der Horizontalen?

Bildauftrag: Erkläre, warum ein Aufspannwinkel vor allem eine Lagebeziehung bereitstellt und nicht automatisch jede gewünschte Schräge erzeugt.


Geometrie der Schrägfläche

Für die Zeichnungsinterpretation gilt: Ein Winkel beschreibt die Lage einer Fläche zu einer Bezugsrichtung. Bei rechtwinkliger Hilfsgeometrie kann die Beziehung über den Tangens geprüft werden:

tan α = Höhenunterschied / waagerechte Länge

Die Formel dient hier nur zur Geometrieprüfung in der Planung. Reale Maschineneinstellungen werden ausschließlich nach Unterweisung, Betriebsanweisung und betrieblicher Freigabe vorgenommen.

Mini-Auftrag: Eine Skizze zeigt einen Höhenunterschied von 25 mm auf 43,3 mm waagerechter Länge. Prüfe rechnerisch, ob der Winkel ungefähr 30° beträgt.


Lerneinheit 4: Werkzeuge für Flächen und Konturen

Werkzeugvergleich: Suche im Bild Werkzeuge mit deutlich unterschiedlichen Durchmessern und Schneidenformen. Notiere, wie sich der Werkzeugkörper auf die Zugänglichkeit auswirken könnte.

Ein Schaftfräser kann mit Umfangsschneiden seitliche Konturen bearbeiten. Für die Planung sind Durchmesser, Schneidenlänge, Werkzeugkörper und Aufnahme gemeinsam zu betrachten.

Merksatz: Nicht nur der Fräser muss passen – auch die Aufnahme braucht freien Raum.

Planungsauftrag: Erkläre, warum ein definierter Werkstückbezug vor einer Konturbearbeitung wichtiger ist als das bloße „Anfahren nach Augenmaß“.


Lerneinheit 5: Gegenlauf und Gleichlauf verstehen

Bei konventionellen Maschinen ist die Richtung von Vorschub und Schneidenbewegung sicherheits- und maschinenspezifisch zu beurteilen. Bei spielbehafteten Vorschubsystemen kann Gleichlauf problematisch sein, weil Schnittkräfte den Tisch in Vorschubrichtung ziehen können. Die zulässige Arbeitsweise bestimmt die Maschine, ihre Betriebsanweisung und die Unterweisung.

Ablaufanimation Gegenlauf:

Ablaufanimation Gleichlauf:

Beobachtungsauftrag: Vergleiche in beiden Animationen Vorschubrichtung und Drehrichtung. Beschreibe nur die Bewegungsbeziehung – leite daraus keine eigenständige Maschinenfreigabe ab.


Lerneinheit 6: Konturen mit Rundtisch planen

Ein Rundtisch erzeugt eine definierte Drehbewegung des Werkstücks. Dadurch können kreisförmige oder kreisbogenförmige Bewegungen für die Fertigungsplanung anschaulich dargestellt werden.

Bildauftrag: Markiere gedanklich Drehzentrum, Werkstückzentrum und Werkzeugachse. Welche drei Punkte beziehungsweise Achsen müssen für eine geplante Kreisbewegung zueinander passen?

Transferbeobachtung: Das Beispiel zeigt, dass Konturgeometrie nicht nur durch die Fräserform, sondern auch durch die Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück entsteht.


Lerneinheit 7: Sichere Fertigungssimulationen

Die folgenden Simulationen finden ohne laufende Maschine statt. Es werden keine realen Drehzahlen, Vorschübe oder Zustellungen vorgegeben.


Simulation A: Kollisionscheck für die 30°-Schräge

Material: Werkstückskizze, Transparentpapier oder CAD-Skizze, eingezeichneter Fräser- und Halterquerschnitt.

Arbeitsauftrag:

  1. Lege die Bezugsflächen A und B fest.
  2. Zeichne eine mögliche geneigte Aufspannung.
  3. Zeichne zusätzlich zum Fräser einen größeren Hüllkreis für die Werkzeugaufnahme.
  4. Fahre den geplanten Weg nur auf Papier oder Bildschirm ab.
  5. Markiere jede Stelle, an der Werkstück, Spannmittel oder Werkzeugaufnahme den Freiraum einschränken.

Abbruchkriterium der Simulation: Sobald ein Kollisionsbereich nicht eindeutig ausgeschlossen werden kann, gilt die Planung als nicht freigegeben und muss geändert oder mit der ausbildungsverantwortlichen Person geklärt werden.


Simulation B: Außenradius mit Rundtisch

Arbeitsauftrag: Nutze eine Pappscheibe mit eingezeichnetem Werkstück oder eine CAD-Skizze.

  1. Markiere das gedachte Drehzentrum.
  2. Trage den gewünschten Außenradius als Bahn ein.
  3. Lege einen Fräserkreis tangential an die Bahn.
  4. Drehe nur das Modell schrittweise und prüfe den Freiraum.
  5. Beurteile, ob das Spannmittel während der gesamten Bewegung außerhalb des Werkzeug-Hüllraums bleibt.

Ergebnis: Gib eine Freigabeempfehlung ausschließlich für die Planung ab: „plausibel“, „unklar“ oder „kollisionsgefährdet“. Eine reale Maschinenfreigabe ist damit ausdrücklich nicht verbunden.


Lernvideo 1: Aufspannung und Maschinenbezug

Das folgende historische MIT-TechTV-Trainingsvideo zeigt Aufbau, Ausrichtung, Spannmittel und Zubehör einer konventionellen Fräsmaschine. Es dient als Anschauung; betriebliche Regeln und aktuelle Herstellerangaben gehen immer vor.

Video-Arbeitsauftrag: Beobachte besonders den Abschnitt zur Ausrichtung des Schraubstocks und zu Spannmitteln. Notiere drei Kriterien, die auch beim Ausbildungsfall „Schrägfläche und Außenradius“ wichtig sind.


Lernvideo 2: Winkelaufspannung und Rundtisch

Video-Arbeitsauftrag: Suche die Sequenzen zu Winkelhilfen und Rundtisch. Erstelle danach eine Tabelle „Geometrischer Vorteil – möglicher Nachteil bei Zugänglichkeit“.


Sicherheit und Arbeitsfreigabe

Für konventionelle handgesteuerte Fräsmaschinen fordert die BGHM unter anderem Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, sichere Werkzeug- und Werkstückspannung sowie geeignete Schutzeinrichtungen. In der Nähe rotierender Maschinenteile dürfen keine Handschuhe getragen werden; lange Haare und lose Kleidung sind zu sichern. Späne werden nur bei stillstehender Maschine mit geeignetem Hilfsmittel entfernt. Druckluft zum Aufwirbeln von Spänen ist zu vermeiden.

Für diesen Kurs gilt:

  1. Keine praktische Durchführung ohne betriebliche Unterweisung und zuständige Aufsicht.
  2. Keine Änderung oder Umgehung von Schutzeinrichtungen.
  3. Keine Übernahme von Videoeinstellungen oder Schnittdaten auf eine reale Maschine.
  4. Keine Reinigungs-, Mess- oder Eingriffsarbeit an laufender Maschine.
  5. Bei unklarer Aufspannung, Zugänglichkeit oder Maschineneignung wird die Planung gestoppt und fachlich geklärt.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback


Basisaufgabe

Aufgabe: Nenne die drei Planungsgrößen, die in diesem Kurs immer gemeinsam betrachtet werden.

Begründetes Feedback: Erwartet werden Aufspannung, Geometrie und Zugänglichkeit. Nur die Geometrie zu betrachten reicht nicht, weil eine Fläche zwar rechnerisch richtig liegen kann, Werkzeug oder Aufnahme aber nicht sicher erreichbar sein können.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Für die 30°-Fläche sind zwei Varianten denkbar: Werkstück geneigt spannen oder Werkzeugachse maschinenabhängig schwenken. Vergleiche beide anhand von Bezug, Stabilität, Zugänglichkeit und Prüfbarkeit.

Begründetes Feedback: Es gibt nicht zwingend nur eine richtige Lösung. Gut ist eine Antwort, die die vier Kriterien gegeneinander abwägt und die konkrete Maschine berücksichtigt. Eine bloße Aussage wie „Variante A ist einfacher“ reicht nicht.


Transferaufgabe

Aufgabe: Eine neue Kontur besteht aus einer 30°-Fläche, einem Außenradius und einer kurzen geraden Schulter. Entwickle eine Reihenfolge der Aufspannungen, die möglichst wenige Umspannungen benötigt, und begründe jede Entscheidung.

Begründetes Feedback: Eine überzeugende Lösung erhält Bezüge möglichst lange, vermeidet unnötige Umspannungen und prüft vor jeder Bearbeitungsseite den Werkzeugraum. Wenige Aufspannungen sind nur dann vorteilhaft, wenn Stabilität und Zugänglichkeit erhalten bleiben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche drei Größen stehen im Mittelpunkt dieses Kurses? (Aufspannung Geometrie Zugänglichkeit) (!Drehzahl Kühlmittel Farbe) (!Härte Preis Gewicht) (!Transport Lagerung Verpackung)




Was muss bei der Zugänglichkeitsprüfung zusätzlich zum Fräser betrachtet werden? (Werkzeugaufnahme und Spannmittel) (!Nur die Werkstückfarbe) (!Nur die Tischlänge) (!Nur die Maschinenbeleuchtung)




Wozu dient eine Bezugsfläche in der Fertigungsplanung? (Sie legt die geometrische Ausgangslage fest) (!Sie erhöht automatisch die Spindeldrehzahl) (!Sie ersetzt jede Messung) (!Sie bestimmt die Werkstoffhärte)




Welches Spannmittel unterstützt eine definierte rechtwinklige Werkstücklage? (Aufspannwinkel) (!Spänehaken) (!Messschieber) (!Kegelsenker)




Welches Hilfsmittel eignet sich besonders zur Planung kreisförmiger Werkstückbewegungen? (Rundtisch) (!Parallelunterlage) (!Feile) (!Reißnadel)




Was beschreibt beim Fräsen die Zugänglichkeit? (Ob Werkzeug und Aufnahme die Bearbeitungsstelle sicher erreichen können) (!Ob der Werkstoff glänzt) (!Ob die Maschine neu ist) (!Ob die Zeichnung farbig ist)




Was ist bei einer unklaren möglichen Kollision in der Simulation richtig? (Planung stoppen und fachlich klären) (!Maschine schneller laufen lassen) (!Schutzeinrichtung entfernen) (!Werkstück während des Laufs nachdrücken)




Wodurch entsteht eine Kontur beim Fräsen grundsätzlich? (Durch Zusammenspiel von Werkzeuggeometrie und Relativbewegung) (!Nur durch die Werkstückfarbe) (!Nur durch die Maschinenmasse) (!Nur durch die Raumtemperatur)




Welche Aussage zur praktischen Werkstattarbeit ist richtig? (Sie erfordert Unterweisung Gefährdungsbeurteilung und zuständige Aufsicht) (!Der Onlinekurs ersetzt die Unterweisung) (!Ein Video erteilt automatisch Arbeitsfreigabe) (!Eine richtige Quizantwort erlaubt selbstständiges Fräsen)




Wann dürfen Späne an der konventionellen Fräsmaschine entfernt werden? (Bei stillstehender Maschine mit geeignetem Hilfsmittel) (!Während der Fräser läuft) (!Mit bloßer Hand am laufenden Werkzeug) (!Durch Hineingreifen zwischen Werkzeug und Werkstück)





Memory

Schwenkbarer Schraubstock Winkelorientierung in der Tischfläche
Aufspannwinkel Definierte rechtwinklige Auflage
Rundtisch Kreisförmige Werkstückbewegung
Schaftfräser Seitliche Konturbearbeitung
Bezugsfläche Geometrische Ausgangslage
Werkzeughüllraum Kollisionsprüfung für Fräser und Aufnahme





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schrägaufspannung geneigte Fläche
Rundtisch kreisförmige Kontur
Bezugsfläche geometrische Ausgangslage
Werkzeugaufnahme zusätzlicher Kollisionsraum
Stillstand Voraussetzung für Spanentfernung






Kreuzworträtsel

Rundtisch Welches Spann- und Positioniermittel ermöglicht eine definierte Drehbewegung?
Schaftfräser Welches Werkzeug wird häufig für seitliche Konturen verwendet?
Bezugsfläche Wie heißt eine Fläche, von der die Lage anderer Merkmale abgeleitet wird?
Aufspannung Welcher Begriff beschreibt die Fixierung und Lage des Werkstücks?
Freiraum Was wird für Werkzeug und Aufnahme zur Kollisionsvermeidung benötigt?
Gegenlauf Wie heißt die Fräsart mit entgegengesetzter Vorschub- und Schneidenbewegung im Eingriff?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine sichere Planung beginnt mit einer eindeutigen

. Für eine schräge Fläche muss die gewünschte

eindeutig ausgerichtet werden. Zusätzlich ist der gesamte

zu prüfen. Ein

kann eine kreisförmige Relativbewegung erzeugen. Eine Kontur entsteht aus Werkzeugform und

. Bei unklarer Kollisionslage wird die Planung

. Praktische Maschinenarbeit setzt eine betriebliche

voraus.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugvergleich: Fotografiere oder skizziere im Unterricht drei Fräsertypen aus sicherer Distanz und ordne ihnen mögliche geometrische Aufgaben zu.
  2. Aufspannskizze: Zeichne den Ausbildungsfall in zwei möglichen Aufspannlagen und markiere die Bezugsflächen.
  3. Kollisionsraum: Ergänze in einer Werkstückskizze den ungefähren Hüllraum von Fräser und Aufnahme.
  4. Medienanalyse: Vergleiche die beiden Ablaufanimationen zu Gegenlauf und Gleichlauf und beschreibe nur die Bewegungsrichtungen.


Standard

  1. Variantenvergleich: Erstelle eine Entscheidungsmatrix für schwenkbaren Schraubstock, Aufspannwinkel und Rundtisch mit den Kriterien Stabilität, Bezug, Zugänglichkeit und Prüfbarkeit.
  2. Fertigungssimulation: Simuliere die Außenkontur des Ausbildungsfalls mit Pappmodell oder CAD und dokumentiere zwei mögliche Kollisionsstellen.
  3. Videoanalyse: Werte eines der eingebetteten Videos aus und notiere drei übertragbare Planungsprinzipien sowie zwei Punkte, die wegen anderer Maschine oder anderer Sicherheitsregeln nicht ungeprüft übernommen werden dürfen.
  4. Qualitätssicherung: Entwickle einen Prüfplan für Winkel und Kontur, ohne eine konkrete Maschine zu bedienen.


Schwer

  1. Aufspannkonzept: Entwickle ein vollständiges Aufspannkonzept für ein Bauteil mit zwei Schrägflächen und einem Außenradius und begründe die Reihenfolge.
  2. Fehleranalyse: Entwirf drei fehlerhafte Aufspannskizzen und erkläre jeweils, ob Bezug, Stabilität oder Zugänglichkeit verletzt ist.
  3. Transferprojekt: Vergleiche eine rein lineare Konturplanung mit einer Rundtischlösung und diskutiere, wann welche Variante bei einer konventionellen Maschine sinnvoller sein kann.
  4. Unterweisungsentwurf: Erstelle gemeinsam mit der ausbildungsverantwortlichen Person eine kurze Checkliste, die Kurswissen von betrieblicher Arbeitsfreigabe klar trennt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Aufspannentscheidung: Beurteile zwei vorgegebene Aufspannungen für dieselbe 30°-Fläche und entscheide anhand von Bezug, Stabilität und Werkzeugzugang.
  2. Kollisionsanalyse: Eine Werkzeugaufnahme würde am Schraubstock vorbeilaufen, der Fräser selbst aber nicht. Erkläre, warum die Planung trotzdem kritisch ist und wie Du weiter vorgehst.
  3. Konturstrategie: Vergleiche die Erzeugung eines Außenradius über lineare Bewegungen mit einer Drehbewegung des Werkstücks. Nenne Vorteile und Grenzen beider Konzepte.
  4. Fehlerfortpflanzung: Erkläre, wie eine schlecht gewählte Bezugsfläche die Lage einer späteren Kontur beeinflussen kann.
  5. Transfer auf neues Bauteil: Ein Werkstück besitzt eine Schräge, eine Nut und einen Radius. Entwickle eine sinnvolle Reihenfolge der Planungsentscheidungen, ohne konkrete Schnittwerte zu nennen.
  6. Sicherheitsurteil: Ein Lernender möchte nach dem Video direkt an die Maschine. Begründe fachlich, warum der Kurs dafür keine Arbeitsfreigabe erteilt und welche betrieblichen Voraussetzungen zusätzlich nötig sind.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du …

  1. eine Werkstückzeichnung mit Bezugsflächen lesen kannst.
  2. mindestens zwei Aufspannvarianten fachlich vergleichst.
  3. Werkzeug- und Aufnahmezugänglichkeit als Kollisionsraum beurteilst.
  4. eine einfache Schrägflächen- und Konturstrategie begründest.
  5. eine sichere Papier- oder CAD-Fertigungssimulation dokumentierst.
  6. betriebliche Unterweisung und Arbeitsfreigabe klar vom Onlinekurs unterscheidest.
  7. Fachquellen und Medienrechte nachvollziehbar angibst.




Fachliche Quellen und Medienrechte

Fachliche Prüfung – Stand 04.10.2026

Quelle Verwendung im Kurs
BGHM – Konventionelle/handgesteuerte Fräsmaschinen Arbeitsschutz, Unterweisung, sichere Aufspannung, Schutzeinrichtungen, Spanentfernung
BGHM – Fräsmaschine Einzugsgefahr, Schutzbrille, Gehörschutz, Spänehaken, keine Handschuhe an rotierender Maschine
DGUV – Themenfeld Werkzeugmaschinen Übergeordneter Arbeitsschutz bei Werkzeugmaschinen
Wikipedia – Fräsen Verfahrensgrundlagen, Gegenlauf/Gleichlauf, Profil- und Formfräsen
Wikipedia – Profilfräsen Zusammenhang Werkzeugprofil und erzeugte Kontur
Wikipedia – Aufspannwinkel Funktion des Aufspannwinkels

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Milling machine (Vertical, Manual) NT.PNG CC BY 3.0
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Concave milling with rotary table results.jpg CC BY-SA 4.0
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