Konventionelles Fräsen – Eine Fräsbearbeitung optimieren
Konventionelles Fräsen – Eine Fräsbearbeitung optimieren
Kurzbeschreibung: Du optimierst eine Fräsbearbeitung an einer konventionellen, handgesteuerten Fräsmaschine mit vier Zielen: Sicherheit, Zeit, Qualität und Werkzeugstandzeit. Du arbeitest zuerst mit Bildern, Ablaufmedien und einer sicheren Fertigungssimulation. Praktische Werkstattarbeit ist nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Freigabe der zuständigen Person und unter der vorgesehenen Aufsicht zulässig. Dieser Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe.
| Ziel | Leitfrage | Nachweis |
|---|---|---|
| Sicherheit | Ist der Arbeitsschritt nach Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung zulässig? | Freigabekriterien vollständig |
| Zeit | Wo entstehen Haupt-, Neben- und Wartezeiten? | Bearbeitungszeit nachvollziehbar verglichen |
| Qualität | Werden Maß, Form, Oberfläche und Grat beherrscht? | Prüfergebnis begründet |
| Standzeit | Wird das Werkzeug schneidend statt reibend und innerhalb zulässiger Daten eingesetzt? | Verschleißbild und Prozessdaten dokumentiert |
Ausbildungsfall: 12 gleiche Aufspannplatten
Du bist in der Ausbildung zur Metallbearbeitung. Ein Übungsauftrag umfasst 12 gleiche Aufspannplatten. Eine Fläche wird auf einer konventionellen Fräsmaschine bearbeitet. Im bisherigen Ablauf ist die Bearbeitung langsam, die Oberfläche schwankt und ein Fräser zeigt früh Verschleiß. Deine Aufgabe ist nicht, einfach schneller zu fahren, sondern den Prozess systematisch zu verbessern.
Vorgabe für den Kursfall: Alle Zahlenwerte im Simulationsblatt sind didaktische Simulationsdaten. Sie ersetzen keine Werkzeugherstellerdaten, Maschinenangaben, Betriebsanweisung oder Freigabe.
| Kursfall | Simulationsangabe |
|---|---|
| Werkstoff | Stahlwerkstoff im virtuellen Ausbildungsfall |
| Werkzeug | Schaftfräser D = 16 mm, z = 4 wirksame Schneiden |
| Bearbeitungsweg für den Zeitvergleich | l = 120 mm |
| Freigegebenes Simulationsfenster | n = 350 bis 550 1/min und fz = 0,04 bis 0,06 mm |
| Qualitätsziel | ruhiger Lauf, maßhaltige Fläche, gleichmäßiges Oberflächenbild |
| Sicherheitsregel | reale Maschinenarbeit nur nach Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und Aufsicht |
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du erklären, warum Sicherheit ein Veto-Kriterium und kein Optimierungsfaktor unter mehreren ist. Du kannst Schnittgeschwindigkeit, Drehzahl, Zahnvorschub und Vorschubgeschwindigkeit unterscheiden, einfache Fräsparameter berechnen, Gleichlauffräsen und Gegenlauffräsen bewerten, Zeit- und Qualitätswirkungen vergleichen und eine Verbesserung mit Daten begründen.
Lerneinheit 1: Sicherheit zuerst
Bei handgesteuerten Fräsmaschinen entstehen Gefährdungen besonders durch rotierende Werkzeuge, Achsbewegungen, scharfe oder wegfliegende Späne, heiße Werkzeuge sowie den Umgang mit Kühlschmierstoffen. BGHM und DGUV betonen unter anderem sichere Werkzeug- und Werkstückspannung, geeignete Schutzeinrichtungen und das Verbot, in die laufende Maschine zu greifen.
Werkstattregel im Kurs: Eine Optimierung ist sofort zu verwerfen, wenn sie Schutzmaßnahmen umgeht, eine unzulässige Betriebsweise verlangt oder eine reale Einstellung ohne Freigabe voraussetzt.
| Vor dem Arbeiten | Während des Arbeitens | Nach dem Arbeiten |
|---|---|---|
| Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Sichtprüfung, sichere Spannung | Schutzeinrichtung wirksam, enganliegende Kleidung, kein Schmuck, Haare sichern, nie in laufende Maschine greifen | Stillsetzen, Späne nur mit geeignetem Hilfsmittel entfernen, keine Späne mit Druckluft aufwirbeln, Arbeitsplatz sichern |
PSA: Schutzbrille, Gehörschutz, Hautschutz und weitere PSA richten sich nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung. An rotierenden Maschinenteilen werden grundsätzlich keine Handschuhe getragen. Für Werkzeugtransport oder Werkzeugwechsel bei sicherem Stillstand können betriebliche Regelungen abweichende Schutzmaßnahmen vorsehen.
BGHM: Konventionelle/handgesteuerte Fräsmaschinen
Lerneinheit 2: Maschine, Werkzeug und Spannung als System
Eine konventionelle Fräsbearbeitung ist ein System aus Maschine – Werkzeug – Aufnahme – Werkstück – Spannung – Prozessdaten – Bedienung. Eine einzelne Zahl wie die Drehzahl erklärt deshalb nie allein ein gutes oder schlechtes Ergebnis.

Beobachtungsauftrag: Verfolge in der Grafik die drei translatorischen Bewegungsmöglichkeiten des Werkstücks relativ zum Werkzeug. Markiere in einer Skizze, welche Achse in Deinem virtuellen Arbeitsgang den Vorschub erzeugt.

Werkzeugauftrag: Wähle aus dem Werkzeugbild zwei Fräserformen aus. Notiere jeweils eine mögliche Bearbeitungsaufgabe und nenne ein Merkmal, das die Werkzeugwahl beeinflusst, zum Beispiel Nut, Fläche, Kontur, Schneidenzahl oder Zugänglichkeit.

Qualitätsgedanke: Rundlauf, Werkzeugzustand, Auskraglänge und Steifigkeit der Spannung beeinflussen Schwingungen und damit Oberfläche, Maß und Werkzeugverschleiß. Deshalb wird vor einer Parametererhöhung zuerst geprüft, ob das System mechanisch stabil und sicher ist.
Lerneinheit 3: Gegenlauf und Gleichlauf richtig einordnen
Gegenlauffräsen: Im Eingriffsbereich läuft die Schneide der Vorschubrichtung entgegen. Die Spanungsdicke beginnt nahe null und nimmt zu. Dadurch kann am Eintritt zunächst mehr Reibung entstehen.

Gleichlauffräsen: Im Eingriffsbereich zeigt die Schneidenbewegung in Vorschubrichtung. Die Spanungsdicke beginnt groß und wird kleiner. Auf geeigneten, spielfreien und steifen Systemen kann das Vorteile bei Oberfläche und Verschleiß bringen.

Wichtig bei konventionellen Maschinen: Gleichlauf darf nicht pauschal gewählt werden. Umkehrspiel oder ungeeignete Vorschubmechanik können dazu führen, dass der Tisch beziehungsweise das Werkstück in den Fräser gezogen wird. Entscheidend sind Maschinenbauart, Herstellerangaben, Betriebsanweisung, Zustand der Vorschubmechanik und betriebliche Freigabe.
Videoauftrag: Stoppe nach der Gegenüberstellung beider Fräsrichtungen. Zeichne je einen Pfeil für Drehrichtung und Vorschubrichtung und beschreibe, wie sich die Spanungsdicke im Eingriff verändert.
Sicherheitsauftrag zum Video: Formuliere zwei Aussagen, die Du aus einem Lernvideo übernehmen kannst, und eine Aussage, die vor der realen Anwendung immer mit Betriebsanweisung, Maschinenzustand und Ausbilderin oder Ausbilder geprüft werden muss.
Lerneinheit 4: Die wichtigsten Stellgrößen
Die Grundformeln helfen Dir, Zusammenhänge zu verstehen. Die zulässigen Werte kommen jedoch aus Werkzeugdaten, Maschinenangaben und betrieblicher Freigabe.
| Größe | Bedeutung | Formel |
|---|---|---|
| vc | Schnittgeschwindigkeit in m/min | vc = π · D · n / 1000 |
| n | Drehzahl in 1/min | n = vc · 1000 / (π · D) |
| fz | Vorschub je wirksamer Schneide in mm | fz = vf / (n · z) |
| vf | Vorschubgeschwindigkeit in mm/min | vf = fz · n · z |
| tc | vereinfachte Hauptzeit für einen geraden Weg | tc = l / vf |
Zusammenhang: Eine höhere Schnittgeschwindigkeit kann die Schneidentemperatur und den Verschleiß erhöhen. Ein zu kleiner Zahnvorschub kann Reibanteile erhöhen; ein zu großer Vorschub kann Werkzeug, Spannung oder Maschine überlasten. Optimiert wird deshalb innerhalb eines freigegebenen Fensters und mit Qualitäts- sowie Verschleißbeobachtung.
Sandvik Coromant: Formulas and definitions for milling – metric
Lerneinheit 5: Zeit, Qualität und Standzeit gleichzeitig denken
Eine schnelle Hauptbewegung ist nur dann eine Verbesserung, wenn Ausschuss, Nacharbeit und Werkzeugwechsel nicht stärker zunehmen.
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Sichere nächste Prüfung |
|---|---|---|
| Rattermarken | geringe Steifigkeit, ungünstiger Eingriff, verschlissenes Werkzeug, ungeeignete Daten | Spannung, Werkzeugzustand, Auskragung und freigegebene Prozessdaten prüfen |
| starke Erwärmung oder schneller Verschleiß | unter anderem hohe Schnittgeschwindigkeit oder ungeeigneter Schneidstoff | Werkzeugdaten und Freigabefenster prüfen |
| schlechte Oberfläche trotz geringer Zeit | Prozess nicht stabil | Qualität vor weiterer Beschleunigung sichern |
| lange Bearbeitungszeit bei gutem Ergebnis | konservative, aber stabile Daten oder unnötige Nebenzeiten | erst Nebenzeiten und dann freigegebene Prozessdaten analysieren |
Ablaufbeobachtung: Achte im kurzen Commons-Video nur auf den Bewegungsablauf. Leite daraus keine Schnittdaten oder Arbeitsfreigabe ab. Notiere, welche Bewegungen Werkzeug und Werkstück relativ zueinander ausführen.
Lerneinheit 6: Sichere Fertigungssimulation
Nur Simulation – keine Maschineneinstellung. Für den Kursfall gilt ein virtuell freigegebenes Fenster von n = 350 bis 550 1/min und fz = 0,04 bis 0,06 mm. Verglichen werden drei Varianten.
| Variante | n | fz | z | berechnetes vf | vereinfachte Zeit für 120 mm | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | 400 1/min | 0,04 mm | 4 | 64 mm/min | 1,88 min | zulässig, langsam |
| B | 500 1/min | 0,05 mm | 4 | 100 mm/min | 1,20 min | zulässig, guter Vergleichskandidat |
| C | 650 1/min | 0,05 mm | 4 | 130 mm/min | 0,92 min | im Simulationsfall nicht freigegeben |
Arbeitsauftrag 1 – Rechnen: Kontrolliere für Variante B die Rechnung vf = fz · n · z.
Arbeitsauftrag 2 – Entscheiden: Begründe, warum Variante C trotz kürzerer rechnerischer Zeit nicht gewählt werden darf.
Arbeitsauftrag 3 – Qualität: Ergänze für Variante A und B jeweils drei Beobachtungspunkte, die Du in einer virtuellen Prozessauswertung vergleichen würdest, zum Beispiel Oberflächenbild, Maßabweichung, Schwingungsanzeichen oder Werkzeugverschleiß.
Arbeitsauftrag 4 – Wirtschaftlichkeit: Die Serie umfasst 12 Teile. Berechne den Unterschied der reinen simulierten Hauptzeit zwischen A und B. Berücksichtige anschließend qualitativ, dass reale Rüst-, Mess- und Werkzeugwechselzeiten zusätzlich auftreten.
Gestufte Hilfen zur Simulation
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 | Suche zuerst die passende Formel und die Einheiten. |
| Hilfe 2 | Für Variante B gilt vf = 0,05 · 500 · 4. |
| Hilfe 3 | Das Ergebnis ist 100 mm/min. Für 120 mm Weg gilt tc = 120 / 100 = 1,20 min. |
| Hilfe 4 | Sicherheit und Freigabe sind Veto-Kriterien: Eine rechnerisch schnellere Variante außerhalb des freigegebenen Fensters wird nicht verwendet. |
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
Basisaufgabe: Erkläre in drei Sätzen den Unterschied zwischen Drehzahl n, Schnittgeschwindigkeit vc und Vorschubgeschwindigkeit vf.
Begründetes Feedback: Richtig ist eine Antwort, die n als Umdrehungen pro Zeit, vc als Relativgeschwindigkeit der Schneide und vf als Vorschubweg pro Zeit trennt. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil gleiche Drehzahl bei anderem Werkzeugdurchmesser eine andere Schnittgeschwindigkeit erzeugt.
Anwendungsaufgabe: Ein virtuelles Werkzeug hat D = 16 mm. Für die Simulation soll vc = 25 m/min gelten. Berechne n = vc · 1000 / (π · D) und runde erst am Ende.
Begründetes Feedback: n ≈ 497 1/min. Der Wert liegt im simulierten Freigabefenster. In der realen Werkstatt dürfte daraus trotzdem keine Einstellung ohne Werkzeugdaten, Maschinenprüfung und Freigabe abgeleitet werden.
Transferaufgabe: Variante B spart gegenüber A rechnerisch Zeit. Formuliere vier Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor sie als echte Prozessverbesserung gelten kann.
Begründetes Feedback: Eine gute Lösung nennt mindestens Sicherheit/Freigabe, stabile Qualität, beherrschten Werkzeugverschleiß und einen tatsächlichen Zeitvorteil inklusive Nebenzeiten. Eine reine Erhöhung von n oder vf ist noch keine Optimierung.
Kurs-Merkschema für die Optimierung
| Schritt | Leitfrage |
|---|---|
| STOP | Ist der Arbeitsschritt sicher, unterwiesen und freigegeben? |
| PLAN | Welche Zielgröße soll besser werden und welche Daten sind zulässig? |
| VERGLEICH | Welche Variante verändert genau eine oder wenige Größen nachvollziehbar? |
| PRÜF | Stimmen Maß, Oberfläche, Prozessruhe und Werkzeugzustand? |
| DOKU | Ist die Änderung mit Daten und Begründung dokumentiert? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was hat bei der Optimierung einer Fräsbearbeitung Vorrang? (Sicherheit und betriebliche Freigabe) (!Kürzeste rechnerische Hauptzeit) (!Höchste mögliche Drehzahl) (!Größter möglicher Vorschub)
Welche Formel beschreibt die Vorschubgeschwindigkeit beim Fräsen? (vf = fz · n · z) (!vf = vc · D) (!vf = n / z) (!vf = D · π)
Was kennzeichnet das Gegenlauffräsen? (Die Spanungsdicke beginnt nahe null und nimmt zu) (!Die Spanungsdicke beginnt maximal und nimmt ab) (!Werkzeug und Werkstück stehen still) (!Der Vorschub ist immer null)
Warum ist Gleichlauffräsen an einer konventionellen Maschine nicht pauschal zulässig? (Umkehrspiel kann ein Einziehen des Tisches oder Werkstücks begünstigen) (!Weil Gleichlauf grundsätzlich ohne Späne arbeitet) (!Weil dabei keine Schnittgeschwindigkeit entsteht) (!Weil Gleichlauf nur bei Holz möglich ist)
Was ist eine sichere Regel für die Späneentfernung? (Späne bei stillstehender Maschine mit geeignetem Hilfsmittel entfernen) (!Späne bei laufender Maschine mit der Hand wegziehen) (!Späne mit Druckluft aufwirbeln) (!Späne während des Fräsens mit Handschuhen greifen)
Welche Größe wird in Millimeter pro Minute angegeben? (Vorschubgeschwindigkeit) (!Schneidenzahl) (!Werkzeugdurchmesser) (!Drehmoment)
Was kann auf eine instabile Fräsbearbeitung hinweisen? (Rattermarken) (!Vollständige Gefährdungsbeurteilung) (!Geschlossene Schutzeinrichtung) (!Dokumentierte Werkzeugdaten)
Warum wird Werkzeugstandzeit bei der Optimierung mitbetrachtet? (Weil höheres Tempo durch häufigere Werkzeugwechsel unwirtschaftlich werden kann) (!Weil Standzeit nur die Pausenzeit der Maschine bezeichnet) (!Weil Standzeit die Werkstücklänge festlegt) (!Weil Standzeit unabhängig vom Prozess ist)
Welche Variante ist im Simulationsfall nicht zulässig? (Eine Variante außerhalb des freigegebenen Simulationsfensters) (!Eine zulässige Variante mit dokumentiertem Qualitätsvergleich) (!Eine zulässige Variante mit nachvollziehbarer Rechnung) (!Eine zulässige Variante mit beobachtetem Werkzeugzustand)
Was macht eine Prozessänderung zu einer begründeten Optimierung? (Sie verbessert ein Ziel, ohne Sicherheit und andere wesentliche Ziele unvertretbar zu verschlechtern) (!Sie erhöht nur die Drehzahl) (!Sie verkürzt nur einen einzelnen Maschinenweg) (!Sie verzichtet auf die Qualitätsprüfung)
Memory
| Schnittgeschwindigkeit | Relativgeschwindigkeit der Schneide |
| Zahnvorschub | Vorschub je wirksamer Schneide |
| Standzeit | Nutzungsdauer des Werkzeugs bis zum festgelegten Verschleißkriterium |
| Gegenlauf | Spanungsdicke nimmt im Eingriff zu |
| Gleichlauf | Spanungsdicke nimmt im Eingriff ab |
| Rattern | Schwingungsbedingtes instabiles Bearbeitungsbild |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Gefährdungsbeurteilung | Voraussetzung vor realer Werkstattarbeit |
| Werkstückspannung | sichert Lage und nimmt Prozesskräfte auf |
| Vorschubgeschwindigkeit | Weg in Vorschubrichtung pro Zeit |
| Werkzeugstandzeit | beschreibt die Nutzungsdauer bis zum Verschleißkriterium |
| Qualitätsprüfung | bewertet Maß Oberfläche und Bearbeitungsergebnis |
| Prozessdokumentation | macht Änderungen und Ergebnisse nachvollziehbar |
Kreuzworträtsel
| Vorschub | Welche Bewegung transportiert Werkzeug oder Werkstück während der Bearbeitung entlang der Bahn? |
| Standzeit | Wie heißt die Nutzungsdauer eines Zerspanungswerkzeugs bis zum festgelegten Verschleißkriterium? |
| Gleichlauf | Wie heißt die Fräsrichtung bei der Schneidenbewegung und Vorschubrichtung im Eingriff gleichgerichtet sind? |
| Schutzhaube | Welche Einrichtung hilft den Fräser gegen unbeabsichtigtes Berühren und wegfliegende Teile abzuschirmen? |
| Spindel | Welches Maschinenteil trägt und dreht typischerweise das Fräswerkzeug? |
| Rattern | Wie nennt man selbsterregte Schwingungen die sichtbare Marken auf der Oberfläche verursachen können? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Sicherheitscheck: Erstelle eine Ein-Seiten-Checkkarte mit fünf Freigabefragen für eine handgesteuerte Fräsmaschine. Nutze nur Regeln aus Betriebsanweisung, BGHM oder DGUV.
- Werkzeuggalerie: Ordne fünf frei lizenzierte Werkzeugbilder nach Werkzeugform und möglichem Einsatz. Gib jeweils die Medienlizenz an.
- Pfeildiagramm: Zeichne Gegenlauf und Gleichlauf mit Drehrichtung, Vorschubrichtung und Spanungsdicke.
- Formelkarten: Gestalte drei Formelkarten für vc, n und vf mit Einheit und einer kurzen Erklärung.
Standard
- Zeitvergleich: Rechne die simulierte Hauptzeit der Varianten A und B für 12 Werkstücke und erkläre, warum die Rechnung noch keine reale Taktzeit ist.
- Qualitätsprotokoll: Entwickle ein Prüfblatt für Maß, Oberflächenbild, Grat und Schwingungsanzeichen.
- Verschleißbeobachtung: Erstelle anhand von Bildern aus Fachquellen eine Übersicht typischer Verschleißanzeichen und ordne mögliche Prozessursachen zu.
- Variantenvergleich: Bewerte drei simulierte Prozessvarianten in einer Matrix. Sicherheit ist Veto-Kriterium; danach vergleichst Du Zeit, Qualität und Standzeit.
Schwer
- Versuchsplan: Entwirf eine sichere virtuelle Versuchsreihe, in der jeweils nur eine freigegebene Stellgröße verändert wird. Formuliere Hypothese, Messgröße und Abbruchkriterium.
- Kostenmodell: Entwickle ein einfaches Modell aus Maschinenzeit, Werkzeugwechsel, Ausschuss und Nacharbeit. Zeige, wann eine langsamere Bearbeitung wirtschaftlicher sein kann.
- Digitale Simulation: Baue in einer Tabellenkalkulation einen Rechner für n, vf und tc. Kennzeichne Werte außerhalb eines definierten Simulationsfensters automatisch als nicht zulässig.
- Ausbildungsfall übertragen: Übertrage das Optimierungsschema auf eine andere spanende Bearbeitung. Begründe, welche Kriterien gleich bleiben und welche prozessspezifisch angepasst werden müssen.


Lernkontrolle
- Sicherheitsentscheidung: Eine rechnerisch schnellere Variante erfordert eine Betriebsweise, die in der Betriebsanweisung nicht freigegeben ist. Begründe die Entscheidung und entwickle eine sichere Alternative für die weitere Analyse.
- Prozessdiagnose: Die Bearbeitungszeit sinkt um 20 Prozent, gleichzeitig steigen Rattermarken und Maßstreuung. Bewerte, ob eine Optimierung erreicht wurde, und nenne die nächsten Prüfungen.
- Standzeit und Zeit: Zwei Varianten liefern gleiche Qualität. Variante X benötigt weniger Hauptzeit, verursacht aber doppelt so häufig Werkzeugwechsel. Entwickle eine begründete Entscheidung mit den fehlenden Daten, die Du noch brauchst.
- Fräsrichtung bewerten: Erkläre für eine handgesteuerte Maschine mit messbarem Umkehrspiel, warum die Fräsrichtung nicht allein nach Oberflächenqualität gewählt werden darf.
- Parametertransfer: Ein Werkzeugdurchmesser wird verändert. Erkläre, warum dieselbe Drehzahl nun eine andere Schnittgeschwindigkeit erzeugt und welche weiteren Größen neu bewertet werden müssen.
- Optimierungsnachweis: Formuliere ein kurzes Prüfkonzept, mit dem Du nachweisen würdest, dass eine Änderung gleichzeitig sicher, qualitativ stabil und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- Sicherheitsvoraussetzungen für konventionelles Fräsen erklären und auf einen Fall anwenden kannst.
- Fräsparameter fachlich unterscheiden und Grundformeln korrekt mit Einheiten verwenden kannst.
- Gleichlauf und Gegenlauf anhand von Bewegungsrichtung und Spanbildung erklären kannst.
- Qualitätsmerkmale wie Maß, Oberfläche und Prozessruhe in eine Entscheidung einbeziehen kannst.
- Werkzeugstandzeit nicht isoliert, sondern zusammen mit Zeit und Qualität bewerten kannst.
- Optimierungsvarianten datenbasiert vergleichen und eine Entscheidung nachvollziehbar begründen kannst.
- Prozessänderungen so dokumentieren kannst, dass Annahmen, Freigaben, Messwerte und Ergebnis erkennbar sind.
Fachliche Quellen und Medienrechte
Fachliche Quellen, geprüft am 04.10.2026:
| Quelle | Verwendung im Kurs |
|---|---|
| BGHM Arbeitsschutz Kompakt 116 | Sicherheitsmaßnahmen an konventionellen handgesteuerten Fräsmaschinen |
| BGHM binmirsicher – Fräsmaschine | Einzugsgefahr, Spänehaken, Schutzbrille, Fräserschutz, Betriebsanweisung |
| DGUV Information 209-066 – Maschinen der Zerspanung | Gefährdungen, Fräserschutz, Werkzeugtransport, sicheres Betreiben |
| Wikipedia – Fräsen | Begriffe, Fräsrichtungen und Prozessparameter |
| Wikipedia – Schnittgeschwindigkeit | Zusammenhang zwischen Schnittgeschwindigkeit, Verschleiß und Standzeit |
| Sandvik Coromant – Formulas and definitions for milling | Formeln für vc, n, fz, vf und Zeitspanvolumen |
Medienrechte: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateiseiten geprüft. Die Lizenzangabe auf Commons ist für die konkrete Nachnutzung maßgeblich.
YouTube-Hinweis: Die Videos der HAW Hamburg und von Martin Bodewell sind als tatsächlich vorhandene YouTube-Videos verlinkt und eingebettet. Daraus wird keine freie Nachnutzungslizenz abgeleitet; Urheber- und Plattformrechte bleiben unberührt. Das zweite Video weist selbst darauf hin, dass es die Einweisung durch eine Lehrkraft nicht ersetzt.
OERs zum Thema

Weiterarbeit mit OER: Nutze den Wikipedia-Artikel und die frei lizenzierten Commons-Medien, um Begriffe nachzuschlagen. Prüfe bei jeder Weiterverwendung die konkrete Lizenz der Dateiseite.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen