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Konventionelles Drehen – Kegel und Formflächen herstellen

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Konventionelles Drehen – Kegel und Formflächen herstellen

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Konventionelles Drehen – Kegel und Formflächen herstellen

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik/Zerspanung, besonders Zerspanungsmechanikerinnen und Zerspanungsmechaniker.

Kurzbeschreibung: Geometrie, Verfahren und Prüfmöglichkeiten beim konventionellen Herstellen von Kegeln und Formflächen. Du arbeitest mit kurzen Lernschritten, einem durchgehenden Ausbildungsfall, sicheren Simulationen und konkreten Prüfaufträgen.

Sicherheitsrahmen: Dieser Kurs ersetzt weder Unterweisung noch Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung oder Arbeitsfreigabe. Praktische Arbeiten an der Drehmaschine dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung, mit wirksamen Schutzeinrichtungen und unter zuständiger Aufsicht stattfinden. Der Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe.


Einleitung

Beim Drehen rotiert das Werkstück; das Werkzeug führt Zustell- und Vorschubbewegungen aus. Für Kegel und Formflächen musst Du drei Fragen sicher beantworten: Welche Geometrie ist gefordert? Welches Verfahren passt? Wie prüfst Du das Ergebnis?

Ausbildungsfall: In einer Lehrwerkstatt soll ein reines Übungsbauteil ohne spätere Einsatzfreigabe geplant werden. Der Übungsadapter besitzt einen Außenkegel und einen Radiusübergang. Zeichnungsdaten: größter Durchmesser D=24,00mm, kleinster Durchmesser d=18,00mm, Kegellänge L=30,00mm, Übergang R=5mm. Didaktische Maßtoleranzen: D und d jeweils ±0,05 mm, L ±0,10 mm. Diese Werte sind nur Kursdaten und keine allgemeine Fertigungsnorm.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du eine Kegelgeometrie aus einer Zeichnung bestimmen, geeignete konventionelle Drehverfahren begründet auswählen, Formdrehen und Profildrehen unterscheiden, passende Prüfmittel zuordnen, virtuelle Messergebnisse bewerten und sicherheitskritische Situationen erkennen.


Lernpfad in sieben kurzen Schritten

Schritt Fokus Ergebnis
1 Auftrag lesen D, d, L, Radius und Toleranzen markieren
2 Geometrie Kegelverhältnis und Winkel berechnen
3 Verfahren wählen Oberschlitten, Reitstockversatz oder zugelassene Einrichtung begründen
4 Werkzeug und Spannung planen Werkzeug, Werkstückaufnahme und Prüfpunkte benennen
5 Sicher simulieren Reihenfolge und Entscheidungen virtuell prüfen
6 Prüfen Mess- und Lehrenplan anwenden
7 Reflektieren Fehlerbild erklären und Korrektur nur planen


Lerneinheit 1: Kegelgeometrie verstehen

Ein gerader Kreiskegel entsteht geometrisch durch Rotation eines rechtwinkligen Dreiecks um eine Achse. Beim Kegeldrehen interessiert Dich besonders der Unterschied der Durchmesser über die Kegellänge.

Kegelverhältnis: C=D−dL

Halber Kegelwinkel: tan⁡(φ)=D−d2L

Der volle Kegelwinkel ist α=2φ. Für den Ausbildungsfall gilt:

C=24−1830=0,20=1:5

φ=arctan⁡(660)≈5,71∘, also α≈11,42∘.

Merksatz: Für das Schwenken des Oberschlittens ist geometrisch der halbe Kegelwinkel zur Werkstückachse relevant. Wie die Skala einer konkreten Maschine bezogen und abzulesen ist, muss an der Maschine und in der Herstellerinformation geprüft werden.

Die Animation dient nur dem räumlichen Verständnis von Rotationsflächen. Sie ist keine Bearbeitungsanweisung.


Basisauftrag B1: Rechnen

Auftrag: Berechne für D = 30 mm, d = 24 mm und L = 40 mm zunächst C und danach den halben Kegelwinkel.

Hilfe 1: Bestimme zuerst die Durchmesserdifferenz D − d.

Hilfe 2: Für C teilst Du diese Differenz durch L. Für den Halbwinkel teilst Du die Durchmesserdifferenz zusätzlich durch 2L und nutzt den Arkustangens.

Hilfe 3: D − d = 6 mm; C = 6/40 = 0,15.

Begründetes Feedback: φ=arctan⁡(6/80)≈4,29∘. Wer stattdessen etwa 8,58° als Oberschlitten-Halbwinkel verwendet, hat den vollen Kegelwinkel mit dem Halbwinkel verwechselt.


Lerneinheit 2: Verfahren auswählen

Verfahren Typischer Einsatz Grenze bzw. Prüfpunkt
Oberschlitten schwenken kurze Kegel, auch Innenkegel bei geeigneter Zugänglichkeit Vorschub über Oberschlitten; Winkelbezug der konkreten Maschinenskala prüfen
Reitstock versetzen längere, flache Außenkegel zwischen Spitzen nur für geeignete Außenkegel; Reitstock danach wieder korrekt ausrichten
Kegeldreheinrichtung längere bzw. wiederholte Kegel, wenn die Maschine eine zugelassene Einrichtung besitzt ausschließlich nach Hersteller- und Betriebsanweisung
Profildrehen kurze Konturen, deren Gegenform im Profilwerkzeug liegt große Eingriffsbreite kann Kräfte und Schwingungsneigung erhöhen
Formdrehen Form entsteht durch gesteuerte Werkzeugbewegung Bewegungsablauf muss zur Kontur passen; bei Ausbildung zunächst simulieren

Unterscheidung: Beim Profildrehen steckt die Negativform weitgehend im Werkzeugprofil. Beim Formdrehen entsteht die Form durch die relative Werkzeugbewegung zum rotierenden Werkstück.


Anwendungsauftrag A1: Verfahren entscheiden

Fall A: kurzer Außenkegel, große Winkeländerung, kleine Kegellänge. Entscheidung: Oberschlitten ist häufig passend.

Fall B: langer, flacher Außenkegel zwischen Spitzen. Entscheidung: Reitstockversatz kann passend sein, sofern Maschine, Werkstück und betriebliche Vorgaben dies zulassen.

Fall C: kurzer Innenkegel. Entscheidung: Reitstockversatz passt nicht; eine geeignete Innenbearbeitung über geschwenkten Oberschlitten oder eine zugelassene Kegeldreheinrichtung ist zu prüfen.

Begründetes Feedback: Die Auswahl richtet sich nicht nur nach „Kegel ja/nein“, sondern nach Länge, Winkel, Innen/Außen, Spannart, Wiederholgenauigkeit und vorhandener zugelassener Maschinenausstattung.


Lerneinheit 3: Werkzeug, Spannung und Sicherheit

Werkzeug und Schneidstoff werden passend zu Werkstoff, Geometrie, Stabilität und Fertigungsaufgabe ausgewählt. Konkrete Drehzahlen, Vorschübe und Schnitttiefen werden in diesem Kurs nicht pauschal vorgegeben; sie hängen unter anderem von Werkstoff, Werkzeug, Maschine, Spannung und Herstellerdaten ab.

Sicherheits-Gate vor jeder praktischen Übung: Liegt keine Unterweisung vor, fehlt die Gefährdungsbeurteilung/Betriebsanweisung, ist die sichere Spannung unklar oder ist eine Schutzeinrichtung nicht funktionsfähig, wird nicht gestartet. Die zuständige Aufsicht entscheidet über das weitere Vorgehen.

Nach BGHM gehören an konventionellen Drehmaschinen unter anderem dazu: sichere Werkstückspannung, abgenommener Drehfutterschlüssel, geschlossener Drehfutterschutz, geeignete PSA nach Gefährdungsbeurteilung, enganliegende Kleidung, kein Schmuck und gesicherte lange Haare. Wegen Einzugsgefahr werden an der laufenden Drehmaschine keine Handschuhe getragen. Reinigungs- und Störungsarbeiten erfolgen nicht bei laufender Maschine; Späne werden bei ausgeschalteter Maschine mit geeigneten Hilfsmitteln entfernt.


Sicherheitsauftrag S1: Stop oder Start?

Simulation: Ein Lernender ist unterwiesen, trägt die festgelegte PSA, das Werkstück ist nach Vorgabe gespannt und der Futterschutz ist geschlossen. Der Futterschlüssel steckt jedoch noch im Futter.

Deine Entscheidung: STOP.

Begründetes Feedback: Ein steckender Futterschlüssel kann beim Anlauf weggeschleudert werden. BGHM fordert, den Drehfutterschlüssel abzunehmen. Der Kurs gibt auch nach Behebung des Mangels keine Freigabe; diese liegt bei der zuständigen Aufsicht.


Lerneinheit 4: Kegel herstellen – Ablauf beobachten, nicht nachmachen

Medienauftrag: Beobachte im Lehrvideo „Kegeldrehen konventionell“ des Ausbildungszentrums Weisser nur die fachliche Abfolge. Notiere: Wo wird Geometrie festgelegt? Wo wird eingerichtet? Wo wird geprüft? Übertrage keine Drehzahl-, Spann- oder Bedienhandlung ungeprüft auf eine andere Maschine.

Sichere Ablauf-Simulation:

  1. Fertigungsauftrag: Zeichnung lesen und Merkmale D, d, L, Winkel bzw. Verhältnis, Radius und Toleranzen kennzeichnen.
  2. Verfahrensauswahl: Verfahren anhand von Geometrie, Innen/Außen, Spannart und zugelassener Maschinenausstattung begründen.
  3. Prüfplanung: Vorab festlegen, womit Durchmesser, Länge, Winkel/Kegel und Radius geprüft werden.
  4. Sicherheits-Gate: Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Schutzeinrichtungen und Aufsicht als zwingende Voraussetzungen prüfen.
  5. Fertigungssimulation: Zustell- und Vorschubfolge nur virtuell planen; reale Parameter und Bedienhandlungen kommen aus betrieblicher Vorgabe und Herstellerinformation.
  6. Zwischenprüfung: Virtuelle Messwerte bewerten, bevor eine Korrektur geplant wird.
  7. Abschlussprüfung: Maße, Kegel/Form, Oberfläche nach Zeichnung und Dokumentation bewerten.


Werkstattauftrag W1: Übungsadapter

Nur nach betrieblicher Freigabe durch die zuständige Aufsicht: Fertige den oben beschriebenen Übungsadapter nach dem betrieblichen Arbeitsauftrag. Halte vor dem ersten Span, vor einer Feinbearbeitung und vor der Endprüfung jeweils einen vereinbarten Kontrollpunkt mit der Aufsicht ein. Maschine, Spannmittel, Werkzeug und Schnittdaten werden nicht durch diesen Kurs freigegeben oder festgelegt.

Dokumentation: Halte Sollmaße, gewähltes Verfahren, verwendete Prüfmittel, Zwischenmessung, Endmessung und Abweichungen fest. Der Lernnachweis bewertet die Planung und Begründung, nicht eigenmächtige Maschinenbedienung.


Lerneinheit 5: Formflächen herstellen

Die Animation zeigt eine Rotationsfläche: Ein Profil wird um eine Achse gedreht. Beim konventionellen Drehen kann eine Formfläche beispielsweise als Radius, Kugelabschnitt oder zusammengesetzte Kontur auftreten.

Wichtig: Eine Formfläche ist nicht dasselbe wie eine bestimmte Oberflächengüte. Erst die Zeichnung legt Form, Maße, Toleranzen und gegebenenfalls Rauheitsanforderungen fest.

Zwei Denkwege: Beim Profildrehen trägt das Werkzeug die gewünschte Profilform. Beim Formdrehen entsteht die Kontur durch koordinierte Bewegung. Eigengebaute oder nicht freigegebene Radius- oder Formdreheinrichtungen gehören nicht in eine Ausbildungsübung.


Transferauftrag T1: Radiusübergang planen

Auftrag: Plane für den Radius R5 des Ausbildungsfalls zwei mögliche Fertigungswege, ohne die Maschine zu bedienen. Vergleiche ein geeignetes Profilwerkzeug mit einer zugelassenen Form-/Radiusdreheinrichtung.

Hilfe 1: Frage: Wo steckt die Form – im Werkzeug oder in der Bewegung?

Hilfe 2: Prüfe zusätzlich Werkzeugkräfte, Zugänglichkeit, Wiederholbarkeit und Prüfbarkeit.

Hilfe 3: Ein breites Profilwerkzeug erzeugt die Kontur direkt, kann aber eine größere Eingriffsbreite besitzen. Eine zugelassene Formeinrichtung führt die Kontur über eine definierte Bewegung.

Begründetes Feedback: Eine gute Lösung nennt nicht nur „geht“, sondern begründet, warum das Verfahren für Geometrie, Stabilität, vorhandene Ausrüstung und Qualitätsprüfung geeignet ist.


Lerneinheit 6: Prüfmöglichkeiten

Merkmal Geeignete Prüfmöglichkeit Aussage
Durchmesser Messschieber bzw. bei höherer Anforderung passende Bügelmessschraube Maßwert an definierter Messstelle
Kegelwinkel geeigneter Winkelmesser bzw. Vergleich mit freigegebenem Normal Winkelbezug kontrollieren
Kegelform Kegelring-/Kegellehre oder Tragbildverfahren, wenn im Betrieb vorgesehen Form und Sitz vergleichend beurteilen
Radius Radiuslehre oder Konturprüfung Formvergleich; Radiuslehre ist keine hochauflösende Längenmessung
Ausrichtung/Feineinstellung Messuhr an geeignetem Bezugsnormal Abweichung entlang einer Bezugsfläche erkennen
Oberfläche Vergleichsnormal oder geeignetes Messgerät, wenn gefordert Rauheitsanforderung separat zur Form bewerten

Prüfregel: Prüfe mit einem Mittel, dessen Messbereich, Auflösung, Zustand und Eignung zur geforderten Toleranz passen. Die betriebliche Prüfplanung entscheidet.


Anwendungssimulation A2: Messwerte bewerten

Soll: D = 24,00 ±0,05 mm; d = 18,00 ±0,05 mm; L = 30,00 ±0,10 mm.

Virtueller Ist-Satz: D = 24,03 mm; d = 18,13 mm; L = 30,02 mm.

Auftrag: Entscheide für jedes Maß „innerhalb/außerhalb Toleranz“. Plane danach nur analytisch den nächsten Schritt.

Hilfe 1: Bestimme obere und untere Grenzmaße.

Hilfe 2: Für d liegt das obere Grenzmaß bei 18,05 mm.

Hilfe 3: D und L liegen innerhalb, d liegt außerhalb der Toleranz.

Begründetes Feedback: Eine sofortige reale Nacharbeit wäre keine fachlich saubere Antwort. Zuerst ist zu klären, ob die Abweichung aus Durchmesser, Winkel, Bezug, Messstelle oder Messmethode stammt. Erst danach darf unter betrieblicher Aufsicht ein freigegebener Korrekturschritt festgelegt werden.


Lerneinheit 7: Ausbildungsfall vollständig lösen

Arbeitsauftrag: Erstelle für den Übungsadapter eine einseitige Arbeits- und Prüfplanung. Sie muss enthalten: Geometrieberechnung, Verfahrenswahl, Werkzeug-/Spannkonzept auf Planungsebene, Sicherheits-Gate, Prüfmittel, drei Prüfpunkte und eine Reaktion auf eine Maßabweichung.

Bewertung: Eine fachlich starke Lösung verbindet Zeichnung, Verfahren, Sicherheit und Prüfung. Eine reine Reihenfolge von Maschinenhandgriffen reicht nicht.


Basis – Anwendung – Transfer mit Feedback

Niveau Aufgabe Begründetes Feedback
Basis Berechne aus D, d und L Kegelverhältnis und Halbwinkel. Richtig ist nur eine Lösung, die Durchmesserdifferenz, Kegellänge und Halbwinkelbezug korrekt trennt.
Anwendung Wähle für drei unterschiedliche Kegelgeometrien ein Verfahren und nenne je eine Grenze. Die Begründung muss Geometrie und Maschinen-/Spannsituation einbeziehen, nicht nur einen Verfahrensnamen.
Transfer Entwickle einen Prüfplan für einen neuen Kegel mit Radiusübergang und begründe Reihenfolge und Prüfmittel. Eine gute Lösung prüft kritische Merkmale früh genug, wählt passende Prüfmittel und trennt Maß-, Form- und Oberflächenprüfung.


Fachliche Quellen und Medienrechte

Quellenprüfung: Stand 4. Oktober 2026. Die sicherheitsbezogenen Aussagen orientieren sich an BGHM „Arbeitsschutz Kompakt 078 – Drehmaschinen“. Die Einordnung in die Ausbildung wird durch Ausbildungsrahmenplan und KMK-Rahmenlehrplan gestützt. Geometrie- und Verfahrensbegriffe wurden mit einschlägigen Fachdefinitionen abgeglichen.

  1. BGHM: Arbeitsschutz Kompakt 078 – Drehmaschinen
  2. Ausbildungsrahmenplan Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin
  3. KMK-Rahmenlehrplan Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin
  4. Wikipedia: Drehen (Verfahren)
  5. Wikipedia: Kegelverhältnis

Eingebettetes YouTube-Video: Das Video „Kegeldrehen konventionell“ des Ausbildungszentrums Weisser wird nur über den YouTube-Player eingebettet. Für den Kurs wird kein freier Nachnutzungsstatus behauptet; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern und die Plattformbedingungen sind zu beachten.

Wikimedia-Commons-Datei Im Kurs geprüft angegebene Lizenz
Conventional-lathe.jpg Public Domain
Surface of revolution - Cone.svg CC BY-SA 3.0
Hyperboloid ruled surface animation v2.gif CC0
South Bend Lathe Compound rest after refinishing CC BY-SA 2.0
Single edge cutting tools.jpg CC BY 4.0
Cutting tool - geometry and parts.svg CC BY-SA 3.0
3 Jaw Chuck in Use.jpg CC BY-SA 4.0
Chuck key for 3-jaw lathe chuck 001.png CC BY-SA 3.0
Torus revolution.gif CC0
Vernier caliper.svg CC BY-SA 3.0 / CC BY 2.5 / GFDL (Mehrfachlizenz)
Micrometer Caliper.jpg CC BY-SA 2.0
Universal bevel protractor.jpg CC BY 2.0
RadiusGauges2.jpg CC BY-SA 2.0
Dial Indicator in Use.jpg CC BY-SA 4.0


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Größe wird geometrisch beim Kegeldrehen mit geschwenktem Oberschlitten zur Werkstückachse eingestellt? (Der halbe Kegelwinkel) (!Der doppelte Kegelwinkel) (!Nur das Kegelverhältnis ohne Winkel) (!Immer 45 Grad)




Wie lautet das Kegelverhältnis C bei den Durchmessern D und d sowie der Kegellänge L? (C gleich D minus d geteilt durch L) (!C gleich D plus d geteilt durch L) (!C gleich L geteilt durch D minus d) (!C gleich D mal d mal L)




Welches Verfahren eignet sich typischerweise für einen kurzen Kegel? (Geschwenkter Oberschlitten) (!Reitstockversatz bei jedem Innenkegel) (!Bohrung ohne Werkzeugbewegung) (!Ausschließlich Gewindedrehen)




Wofür kann ein Reitstockversatz typischerweise genutzt werden? (Für längere flache Außenkegel zwischen Spitzen) (!Für jeden kurzen Innenkegel) (!Zum Prüfen eines Radius) (!Zum Messen der Oberflächenrauheit)




Was kennzeichnet Profildrehen? (Die Profilform liegt weitgehend als Gegenform im Werkzeug) (!Die Form entsteht nur durch eine Messuhr) (!Das Werkstück steht während des Schnitts still) (!Es wird grundsätzlich ohne Schneide gearbeitet)




Was kennzeichnet Formdrehen? (Die Form entsteht durch eine gesteuerte Werkzeugbewegung) (!Die Form entsteht ausschließlich durch Reitstockversatz) (!Die Form wird nur gemessen und nicht bearbeitet) (!Das Werkzeug darf keine Schneide besitzen)




Welche Aussage zu Handschuhen an der laufenden konventionellen Drehmaschine ist richtig? (Keine Handschuhe tragen wegen Einzugsgefahr) (!Immer dicke Handschuhe tragen) (!Nur an hohen Drehzahlen Handschuhe tragen) (!Handschuhe ersetzen den Futterschutz)




Was muss mit dem Drehfutterschlüssel vor dem Maschinenlauf geschehen? (Er muss abgenommen sein) (!Er muss im Futter stecken bleiben) (!Er wird am Werkstück befestigt) (!Er ersetzt die Spannkontrolle)




Welches Prüfmittel eignet sich zum vergleichenden Prüfen eines Radius? (Eine Radiuslehre) (!Ein Drehfutterschlüssel) (!Ein Reitstock) (!Ein Spanhaken)




Wann darf eine praktische Werkstattarbeit aus diesem Kurs durchgeführt werden? (Nur nach Unterweisung Gefährdungsbeurteilung und mit zuständiger Aufsicht) (!Sobald das Quiz bestanden wurde) (!Allein nach dem Lesen des Kurses) (!Ohne Betriebsanweisung bei kleinen Werkstücken)





Memory

Kegelverhältnis Durchmesserdifferenz bezogen auf Kegellänge
Halbwinkel Geometrische Einstellgröße zur Werkstückachse
Oberschlitten Kurzer Kegel
Reitstockversatz Langer flacher Außenkegel
Radiuslehre Vergleich eines Formradius
Messuhr Feinprüfung einer Ausrichtung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Oberschlitten kurzer Kegel
Reitstockversatz langer Außenkegel zwischen Spitzen
Profildrehen Form im Werkzeugprofil
Formdrehen Form durch Werkzeugbewegung
Radiuslehre Radius vergleichend prüfen




...


Kreuzworträtsel

Oberschlitten Welcher Schlitten wird zum Herstellen kurzer Kegel geschwenkt?
Reitstock Welches Maschinenteil kann für lange flache Außenkegel zwischen Spitzen seitlich versetzt werden?
Messschieber Welches Prüfmittel eignet sich für viele allgemeine Längen- und Durchmessermaße?
Radiuslehre Welches Vergleichsmittel prüft einen Radius?
Profildrehen Wie heißt das Drehen mit einer Profilgegenform im Werkzeug?
Formdrehen Wie heißt das Drehen einer Form durch gesteuerte Werkzeugbewegung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Drehen rotiert das

gegenüber dem Werkzeug. Das Verhältnis aus Durchmesserdifferenz und Kegellänge heißt

. Für einen kurzen Kegel kann der

geschwenkt werden. Für einen langen flachen Außenkegel zwischen Spitzen kann ein

geeignet sein. Beim Profildrehen liegt die Form weitgehend im

. Beim Formdrehen entsteht die Kontur durch die

. Einen Radius kannst Du vergleichend mit einer

prüfen. Eine Ausrichtung kann fein mit einer

kontrolliert werden. Praktische Arbeiten setzen eine betriebliche

voraus. Zusätzlich ist die zuständige

erforderlich.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kegelskizze: Zeichne einen Kegel und beschrifte D, d, L, Halbwinkel und vollen Kegelwinkel.
  2. Medienanalyse: Halte aus dem eingebetteten Lehrvideo drei fachliche Beobachtungen fest und trenne sie von maschinenspezifischen Bedienhandlungen.
  3. Prüfmittelkarte: Gestalte eine Karte mit Messschieber, Bügelmessschraube, Winkelmesser, Radiuslehre und Messuhr und ordne jedem Mittel ein Merkmal zu.
  4. Sicherheits-Gate: Erstelle ein Plakat mit fünf Situationen, in denen eine praktische Arbeit nicht begonnen werden darf.


Standard

  1. Kegelberechnung: Berechne Kegelverhältnis, Halbwinkel und vollen Winkel des Ausbildungsfalls und erläutere jeden Rechenschritt.
  2. Verfahrensmatrix: Vergleiche Oberschlitten, Reitstockversatz, zugelassene Kegeldreheinrichtung, Profildrehen und Formdrehen anhand von Geometrie, Einsatz und Grenze.
  3. Prüfplan: Erstelle für den Übungsadapter einen Prüfplan mit Merkmal, Prüfmittel, Prüfzeitpunkt und Reaktion bei Abweichung.
  4. Fehleranalyse: Werte den virtuellen Messsatz D 24,03 mm, d 18,13 mm, L 30,02 mm aus und formuliere eine begründete Diagnoseabfolge ohne reale Nacharbeit.


Schwer

  1. Verfahrensvergleich: Entscheide für vier neue Werkstückfälle jeweils über ein geeignetes Kegelverfahren und verteidige Deine Wahl gegenüber einer Alternative.
  2. Fertigungssimulation: Entwickle eine digitale Ablaufanimation oder ein Storyboard vom Zeichnungslesen bis zur Abschlussprüfung; zeige an mindestens drei Stellen ein Sicherheits-Gate.
  3. Medienrechte: Prüfe zwei der eingebetteten Commons-Dateien auf Urheber, Lizenz, Namensnennung und Änderungsbedingungen und dokumentiere die Dateiseite.
  4. Transferprojekt: Entwirf einen neuen Übungsfall mit Kegel und Formfläche, lege plausible Zeichnungsmerkmale fest und entwickle dazu Fertigungsplanung, Prüfkette und gestufte Hilfen, ohne eine Arbeitsfreigabe zu formulieren.




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Lernkontrolle

  1. Kegelauftrag analysieren: Ein neues Bauteil hat D = 36 mm, d = 30 mm und L = 60 mm. Berechne Verhältnis und Winkel und entscheide anschließend begründet, welche weiteren Angaben Du brauchst, bevor Du ein Verfahren festlegst.
  2. Verfahren übertragen: Vergleiche einen langen flachen Außenkegel zwischen Spitzen mit einem kurzen Innenkegel. Begründe, warum dieselbe Methode nicht automatisch für beide Fälle passt.
  3. Messdaten diagnostizieren: Du erhältst drei Durchmessermessungen entlang eines Kegels, die nicht zur Sollgeraden passen. Entwickle eine Prüfreihenfolge, mit der Du Messfehler, Bezugsfehler und Geometriefehler voneinander trennst.
  4. Formfläche planen: Für einen Radiusübergang stehen Profilwerkzeug und zugelassene Radiusdreheinrichtung zur Wahl. Bewerte beide Wege nach Stabilität, Wiederholbarkeit, Zugänglichkeit und Prüfbarkeit.
  5. Sicherheitsentscheidung: In einer Übung fehlen dokumentierte Unterweisung und klare Aufsicht, die Maschine erscheint jedoch technisch funktionsfähig. Begründe die richtige Entscheidung und nenne die organisatorischen Voraussetzungen vor einer möglichen Fortsetzung.
  6. Qualitätsstrategie: Entwickle für einen Kegel mit engerer Durchmessertoleranz und zusätzlicher Rauheitsangabe eine Prüfstrategie. Erkläre, warum Maß-, Form- und Oberflächenprüfung unterschiedliche Aussagen liefern.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Kegelgeometrie nachvollziehbar berechnen, Verfahren begründet auswählen, Profildrehen und Formdrehen unterscheiden, Prüfmittel passend zu Merkmal und Toleranz wählen, virtuelle Messabweichungen diagnostizieren, einen Arbeits- und Prüfplan erstellen sowie Sicherheits-Gates korrekt begründen kannst. Der Lernnachweis bewertet Planung, Fachbegründung, Qualitätsdenken und sicheres Entscheiden; er ersetzt keine betriebliche Befähigungsfeststellung oder Arbeitsfreigabe.




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