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Kfz-Werkstatt und Serviceprozesse – Werkstattzeiten nachvollziehbar planen

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Kfz-Werkstatt und Serviceprozesse – Werkstattzeiten nachvollziehbar planen

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Kfz-Werkstatt und Serviceprozesse – Werkstattzeiten nachvollziehbar planen


Einleitung

Ausbildungskurs für Kfz-Mechatronikerinnen und Kfz-Mechatroniker

Thema: Arbeitswerte, Vorbereitung, Fehlerdiagnose und Zusatzaufwand.

Lernzeit: ca. 45–60 Minuten

Lernziel: Du planst Werkstattzeiten nachvollziehbar, unterscheidest Vorgabezeiten von tatsächlichen Zeiten und begründest zusätzlichen Diagnosebedarf.

Dein Lernweg:

  1. Arbeitswert: Zeitvorgaben verstehen.
  2. Arbeitsvorbereitung: Arbeitsschritte vorbereiten.
  3. Fehlersuche: Diagnosedaten auswerten.
  4. Zeitplanung: Zusatzaufwand berücksichtigen.

Sicherheitshinweis: Dieser Kurs arbeitet ausschließlich mit fiktiven Fahrzeugdaten und Planungsaufgaben. Sicherheitsrelevante Fahrzeugarbeiten, Hochvoltsysteme, Rückhaltesysteme sowie Entscheidungen über Fahrfreigaben bleiben qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Herstellerangaben und betriebliche Vorgaben sind vor realen Arbeiten zu prüfen. Der Kurs erteilt keine Zulassungs-, Reparatur- oder Fahrfreigabe.


Lerneinheit 1 – Arbeitswerte verstehen

Lernzeit: 6 Minuten

Ein Arbeitswert (AW) beschreibt eine definierte Zeiteinheit für Werkstattarbeiten. Die Umrechnung richtet sich nach dem jeweiligen Hersteller- oder Zeitvorgabesystem.

Beispielsystem Umrechnung
System A 1 AW = 5 Minuten
System B 1 AW = 6 Minuten

Wichtig: Die Beispiele sind keine allgemeingültigen Herstellerangaben. In der Praxis prüfst Du das konkrete System und den enthaltenen Arbeitsumfang.

Formel:

Arbeitszeit in Minuten = Anzahl AW × Minuten je AW

Mini-Beispiel:

4 AW × 5 Minuten = 20 Minuten

Merke: Eine Vorgabezeit ist nicht automatisch die tatsächliche Bearbeitungszeit oder eine abrechenbare Zusatzleistung.


Werkstattvideos: Fahrzeugidentifikation

Bosch Diagnostics – Identifying a Vehicle

Beobachtungsauftrag: Warum muss die Fahrzeugidentifikation vor der Auswahl von Diagnose- und Zeitinformationen stimmen?

Das englischsprachige Video zeigt eine Geräteanwendung. Es ersetzt keine herstellerspezifische Arbeitsanweisung.


Lerneinheit 2 – Vorbereitung und Arbeitsumfang

Lernzeit: 7 Minuten

Eine gute Vorbereitung verhindert vermeidbare Unterbrechungen.

Werkstattprozess:

Auftragsannahme → Fahrzeugdaten → Arbeitsinformationen → Arbeitsvorbereitung → Diagnose → Befund und Kundenabstimmung


Welche Zeiten gehören zum Auftrag?

Zeitart Bedeutung
Vorgabezeit Zeit für eine definierte Arbeitsposition
Vorbereitungszeit Auftragsklärung, Datenbereitstellung und Organisation
Diagnosezeit Systematische Fehlereingrenzung
Zusatzaufwand Erforderliche, zuvor nicht beauftragte Leistungen
Wartezeit Zeit ohne aktive Bearbeitung
Istzeit Tatsächlich dokumentierte Arbeitszeit

Achtung: Vorbereitungs- und Nebenarbeiten können bereits in einer Vorgabezeit enthalten sein. Doppelte Zeitansätze müssen vermieden werden. Auch Planungszeiten sind nicht automatisch abrechenbare Leistungen.

Mini-Aufgabe:

Ein Diagnosegerät ist für den Auftrag nicht verfügbar. Welche Folge kann das für die Durchlaufzeit haben?

Denkhilfe: Unterscheide zusätzliche aktive Arbeit von Wartezeit.


Lerneinheit 3 – Ausbildungsfall: Start-Stopp-Funktion

Lernzeit: 12 Minuten


Der Werkstattauftrag

Fiktiver Ausbildungsfall A-17

Ein herstellerneutraler Pkw mit 12-V-Bordnetz wird um 09:00 Uhr angenommen.

Kundenmeldung:

„Die Start-Stopp-Funktion ist manchmal nicht verfügbar.“

Beauftragte Leistung: Erstdiagnose und Befunddokumentation.

Eine Reparatur oder zusätzliche Diagnose ist noch nicht beauftragt.


Systembild: Vereinfachtes Bordnetzmodell

Schematisches Wirkmodell:

12-V-Batterie → Bordnetzversorgung → Steuergeräte → Systemstatus

Hinweis: Dies ist ein didaktisches Funktionsmodell und kein fahrzeugspezifischer Schaltplan. Die tatsächliche Start-Stopp-Freigabe hängt von zahlreichen Fahrzeug- und Betriebsbedingungen ab.

Beobachte: Eine Batterie versorgt elektrische Systeme. Ihr Ladezustand kann für das Energiemanagement relevant sein, beweist aber allein keinen Defekt.


Weitere Systembilder

Sicherungskasten: Beispiel einer elektrischen Verteilung im Fahrzeug. Eine allgemeine Abbildung ersetzt niemals den fahrzeugspezifischen Schaltplan.

Diagnoseschnittstelle: Über geeignete Diagnosegeräte lassen sich fahrzeugabhängig Diagnosedaten abfragen.


Diagnose-Datensatz A – Erstaufnahme

Alle folgenden Daten sind frei erfundene Unterrichtsdaten. Sie stammen nicht aus einem realen Fahrzeug und definieren keine technischen Grenzwerte.

Zeitpunkt Simulierter Datensatz Aussage
09:00 Start-Stopp zeitweise nicht verfügbar Kundenbeobachtung
09:08 Bordnetzspannung im Stand: 12,3 V Einzelmesswert ohne vollständige Betriebsbedingungen
09:11 Geschätzter Ladezustand: 54 % Simulierter Energiemanagementwert
09:14 Ereignis: Bordnetzspannung zeitweise niedrig Gespeicherter Hinweis, kein gesicherter Defekt

Deine Aufgabe: Welche Informationen sind Hinweise und welche reichen noch nicht für eine eindeutige Fehlerursache?


Diagnose-Datensatz B – Ergänzende Informationen

Information Status
Häufige Kurzstrecken Kundenangabe, noch nicht verifiziert
Herstellerbezogene Sollwerte Noch nicht verfügbar
Ergebnis eines geeigneten Batterietests Liegt nicht vor
Gesicherte Fehlerursache Nicht festgestellt

Begründete Fehlereingrenzung:

Die Daten legen nahe, das Energiemanagement und den Ladezustand näher zu betrachten. Auch Betriebsbedingungen können die Start-Stopp-Verfügbarkeit beeinflussen.

Nicht begründet wäre die Behauptung, die Batterie sei bereits nachweislich defekt.

Für weitere Prüfungen sind fahrzeugspezifische Herstellerinformationen, eine fachlich geeignete Prüfmethode und gegebenenfalls eine Auftragserweiterung erforderlich.


Diagnosemedien

Bosch Diagnostics – Reading Diagnostic Trouble Codes

Beobachte: Ein gespeichertes Diagnoseereignis ist ein Anhaltspunkt für die Fehlersuche. Warum genügt es häufig nicht für eine eindeutige Ursachenfeststellung?

Bosch Diagnostics – Using Live Data

Beobachte: Live-Daten müssen immer im Zusammenhang mit Betriebsbedingungen und passenden Sollwerten betrachtet werden.

Die Videos sind englischsprachige Geräte-Tutorials und keine Aufforderung zu eigenständigen Arbeiten am Fahrzeug.


Gestufte Hilfen zur Fehlereingrenzung

Hilfe 1 – Daten ordnen

Trenne die Kundenmeldung, die gespeicherten Ereignisse, die Messwerte und die noch fehlenden Informationen.

Hilfe 2 – Hypothesen vergleichen

Betrachte den Ladezustand, die Betriebsbedingungen und mögliche Ursachen im Bordnetzmanagement. Prüfe, welche Aussagen durch den Datensatz gestützt werden.

Hilfe 3 – Nächsten Planungsschritt wählen

Eine weitere fachliche Prüfung lässt sich erst mit passenden Fahrzeugdaten konkretisieren. Plane dafür einen getrennten Zusatzumfang und kläre die erforderliche Kundenzustimmung.


Lerneinheit 4 – Werkstattzeiten planen

Lernzeit: 10 Minuten


Zeitplanung für Auftrag A-17

Ausschließlich didaktische Annahme: Für alle AW-Positionen dieses Modellfalls gilt 1 AW = 5 Minuten. Die aufgeführten Positionen überschneiden sich nicht. Die angegebenen Werte sind keine realen Herstellervorgaben.

Zeitraum Tätigkeit Zeit
09:00–09:05 Auftragsklärung und Vorbereitung 5 Minuten
09:05–09:25 Erstdiagnose 4 AW = 20 Minuten
09:25–09:35 Befunddokumentation 2 AW = 10 Minuten
09:35–09:40 Kundeninformation 5 Minuten

Geplante aktive Bearbeitungszeit:

5 + 20 + 10 + 5 = 40 Minuten

Erstes Planungsende: 09:40 Uhr

Dies ist keine Aussage über den technischen Zustand oder eine Fahrfreigabe.


Zusatzaufwand: Was passiert bei neuer Diagnoseanforderung?

Nach dem Erstbefund wird eine weiterführende Prüfung vorgeschlagen.

Diese gehört nicht zum ursprünglichen Auftrag.

Zeitfenster Vorgang Dauer
09:40–09:50 Warten auf Kundenentscheidung Angenommene 10 Minuten
09:50–10:05 Zusätzliche Fehlereingrenzung nur bei Zustimmung 3 AW = 15 Minuten

Neue Planung bei rechtzeitig erteilter Zustimmung:

Größe Ergebnis
Ursprüngliche aktive Bearbeitung 40 Minuten
Zusätzliche aktive Bearbeitung 15 Minuten
Gesamte aktive Bearbeitung 55 Minuten
Angenommene Wartezeit 10 Minuten
Gesamte Durchlaufzeit 65 Minuten
Rechnerisches Planungsende 10:05 Uhr

Wichtig: Ohne Zustimmung findet die zusätzliche Leistung nicht statt. Die Wartezeit ist im Modell keine aktive Arbeitszeit. Tatsächliche Warte- und Durchlaufzeiten können abweichen.


Dokumentation und Qualitätssicherung

Merke: Diagnoseergebnisse müssen nachvollziehbar dokumentiert und durch qualifiziertes Fachpersonal anhand der passenden Herstellerinformationen bewertet werden.

Bosch Diagnostics – Pre and Post Scan

Beobachtungsauftrag: Welchen Beitrag kann eine dokumentierte Prüfung zur Nachvollziehbarkeit eines Werkstattprozesses leisten?


Kompetenzstufen: Üben mit begründetem Feedback


Basisaufgabe – Arbeitswerte umrechnen

Aufgabe: Rechne im Modellfall 4 AW in Minuten um.

Feedback und Musterlösung anzeigen

20 Minuten. Jeder AW entspricht im Modell fünf Minuten. Deshalb ergeben vier AW insgesamt 20 Minuten. In einer echten Werkstatt muss die herstellerspezifische Umrechnung zuerst geprüft werden.


Anwendungsaufgabe – Zusatzzeit planen

Aufgabe: Berechne die gesamte aktive Bearbeitungszeit und die Durchlaufzeit, wenn die zusätzliche Prüfung beauftragt wird und die angenommene Wartezeit zehn Minuten beträgt.

Feedback und Musterlösung anzeigen

55 Minuten aktive Bearbeitung und 65 Minuten Durchlaufzeit. Der Zusatzumfang benötigt 15 Minuten. Die Wartezeit verlängert den Durchlauf, gehört aber nicht zur aktiven Bearbeitung. Der zusätzliche Auftrag muss vor Beginn bestätigt werden.


Transferaufgabe – Anderes AW-System

Aufgabe: In einem zweiten fiktiven System entspricht ein AW sechs Minuten. Die Positionen umfassen weiterhin vier AW Erstdiagnose, zwei AW Dokumentation und drei AW Zusatzprüfung. Die beiden festen Zeitblöcke betragen weiterhin jeweils fünf Minuten, die Wartezeit zehn Minuten. Berechne die neue Durchlaufzeit.

Feedback und Musterlösung anzeigen

74 Minuten. Die sechs AW des Grundauftrags entsprechen 36 Minuten. Zusammen mit zehn Minuten festen Zeiten ergibt das 46 Minuten. Drei zusätzliche AW entsprechen 18 Minuten. Daraus folgen 64 Minuten aktive Bearbeitung zuzüglich zehn Minuten Wartezeit. Bei Beginn um 09:00 Uhr wäre das rechnerische Planungsende 10:14 Uhr. Die Änderung der AW-Umrechnung darf nicht übersehen werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt ein Arbeitswert? (Eine definierte Zeiteinheit für eine Arbeitsposition) (!Einen einheitlichen Geldbetrag) (!Die gesamte Öffnungszeit einer Werkstatt) (!Eine automatische Reparaturgenehmigung)




Wie lange dauern vier AW im angenommenen Fünf-Minuten-System? (20 Minuten) (!15 Minuten) (!24 Minuten) (!40 Minuten)




Welche Aussage zur AW-Umrechnung ist richtig? (Die Umrechnung hängt vom verwendeten System ab) (!Ein AW dauert immer fünf Minuten) (!Ein AW dauert immer zehn Minuten) (!Alle Fahrzeughersteller verwenden dieselbe Einteilung)




Was muss bei Vorbereitungszeiten besonders beachtet werden? (Ob die Leistungen bereits in der Vorgabezeit enthalten sind) (!Ob sich die Arbeitszeit beliebig verlängern lässt) (!Ob immer ein zweiter Auftrag nötig ist) (!Ob eine Dokumentation grundsätzlich entfallen kann)




Was bedeutet ein gespeicherter Unterspannungshinweis im Ausbildungsfall? (Er ist ein Hinweis für die weitere Fehlereingrenzung) (!Die Batterie ist sicher defekt) (!Das Steuergerät muss ausgetauscht werden) (!Das Fahrzeug ist automatisch fahrbereit)




Welche Information fehlt für die fachliche Bewertung des Diagnosefalls? (Fahrzeugspezifische Prüfvorgaben und weitere Befunde) (!Die Farbe der Fahrzeugkarosserie) (!Die Öffnungszeit des Verkaufsraums) (!Der Name des Fahrzeughalters als technische Messgröße)




Was muss vor einer zusätzlichen nicht beauftragten Diagnoseleistung geklärt werden? (Die Zustimmung zum zusätzlichen Leistungsumfang) (!Eine automatische Erhöhung der AW) (!Der sofortige Austausch der Batterie) (!Die endgültige Fahrfreigabe durch Auszubildende)




Wie ist die angenommene Wartezeit im Beispiel einzuordnen? (Als Teil der Durchlaufzeit ohne aktive Bearbeitung) (!Als zusätzliche aktive Diagnosezeit) (!Als bestätigter Herstellerarbeitswert) (!Als Nachweis eines Fahrzeugdefekts)




Wie groß ist die ursprünglich geplante aktive Bearbeitungszeit? (40 Minuten) (!20 Minuten) (!55 Minuten) (!65 Minuten)




Welche Entscheidung darf der Lernkurs nicht treffen? (Eine verbindliche Reparatur- oder Fahrfreigabe) (!Eine modellhafte AW-Umrechnung) (!Eine Analyse von Unterrichtsdaten) (!Eine theoretische Ablaufplanung)





Memory

Arbeitswert Definierte Zeiteinheit
Rüstzeit Arbeitsbezogene Vorbereitung
Vorgabezeit Geplanter Arbeitsumfang
Istzeit Tatsächlich erfasste Bearbeitung
Wartefenster Unterbrechung ohne aktive Arbeit
Befundprotokoll Dokumentierte Diagnosefeststellung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Herstellerzeit Vorgabeumfang
Werkstattauftrag Leistungsabgrenzung
Spannungshinweis Fehlereingrenzung
Kundenrückfrage Auftragserweiterung
Wartefenster Durchlaufzeit





Kreuzworträtsel

Arbeitswert Wie heißt eine Zeiteinheit aus einem Werkstattvorgabesystem?
Vorbereitung Wie nennt man die Organisation von Auftrag, Daten und Arbeitsmitteln vor dem Arbeitsbeginn?
Befund Wie heißt eine dokumentierte Feststellung aus einer Untersuchung?
Zustimmung Wie nennt man die Einwilligung des Kunden zum erweiterten Auftrag?
Wartezeit Wie heißt die Zeit ohne aktive Bearbeitung während einer Rückmeldung?
Fehlerspeicher Wie heißt der Speicher für abgelegte Diagnoseereignisse?





LearningApps

Suche nach ergänzenden Lernanwendungen zu den Begriffen des Kurses. Das Suchergebnis ist keine fachlich geprüfte Einzelanwendung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

ist eine Zeiteinheit für eine definierte Tätigkeit.
Die Umrechnung ergibt sich aus dem jeweiligen

.
Im ersten Modell entspricht ein AW

Minuten.
Die Bereitstellung von Auftrag und Arbeitsinformationen gehört zur

.
Zeit ohne aktive Bearbeitung wird im Fallbeispiel als

eingeordnet.
Ein gespeichertes Unterspannungsereignis ist zunächst ein

.
Ohne fahrzeugspezifische Prüfvorgaben ist keine sichere technische

möglich.
Der ursprüngliche aktive Zeitbedarf beträgt

Minuten.
Für zusätzliche Leistungen benötigt der Betrieb die passende

.
Der zusätzliche Diagnoseumfang beträgt im ersten Beispiel

AW.
Mit Erweiterung beträgt die gesamte aktive Bearbeitungszeit

Minuten.
Die modellhafte gesamte Durchlaufzeit beträgt

Minuten.
Dieser Lernkurs erteilt niemals eine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Arbeitswert: Erstelle eine eigene kleine Umrechnungstabelle für drei, vier und sechs AW im Fünf-Minuten-System.
  2. Auftragsannahme: Formuliere aus der Kundenmeldung des Ausbildungsfalls einen klar abgegrenzten Erstdiagnoseauftrag.
  3. Arbeitsvorbereitung: Gestalte eine kurze Checkliste zur organisatorischen Vorbereitung eines Werkstattauftrags.
  4. Bordnetz: Zeichne ein einfaches Systembild mit Batterie, Energieversorgung, Steuergerät und Statusmeldung. Kennzeichne es als schematisch.


Standard

  1. Fehlersuche: Entwickle zwei mögliche Erklärungen für die eingeschränkte Start-Stopp-Verfügbarkeit. Trenne Hinweise von unbewiesenen Annahmen.
  2. Zeitplanung: Gestalte einen Ablaufplan für den fiktiven Werkstattauftrag einschließlich Zusatzprüfung und Wartefenster.
  3. Dokumentation: Erstelle ein kurzes Befundprotokoll mit Beobachtungen, fehlenden Informationen und offenen Prüfaufträgen.
  4. Kundenkommunikation: Formuliere eine sachliche Gesprächsvorlage, mit der ein zusätzlicher Diagnoseumfang erläutert und eine Zustimmung eingeholt werden kann.


Schwer

  1. Serviceprozess: Übertrage die Zeitplanung auf ein Modell mit sechs Minuten je AW. Begründe sämtliche Änderungen.
  2. Qualitätsmanagement: Untersuche einen beispielhaften Arbeitsplan auf doppelt berechnete oder nicht berücksichtigte Leistungen.
  3. Betriebsorganisation: Entwirf eine neue Tagesplanung, wenn die Rückmeldung des Kunden statt zehn Minuten eine halbe Stunde dauert. Zeige mögliche organisatorische Alternativen.
  4. Medienkompetenz: Prüfe zwei der verwendeten Commons-Dateien auf Autorenschaft, Lizenz, Quellenangabe und zulässige Nachnutzung.




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Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Aufgaben schriftlich und begründe Deine Entscheidungen.

  1. Arbeitsplanung: Zwei Betriebe verwenden unterschiedliche AW-Umrechnungen. Erkläre, weshalb identische AW-Zahlen nicht automatisch identische Zeitdauern ergeben.
  2. Fehlerdiagnose: Ein Datensatz enthält einen Unterspannungshinweis und einen niedrigen geschätzten Ladezustand. Erläutere, weshalb damit kein eindeutiger Bauteildefekt bewiesen ist und welche Informationen zur fachlichen Beurteilung fehlen.
  3. Auftragsmanagement: Die Kundenentscheidung zur Zusatzdiagnose verzögert sich. Entwickle eine organisatorische Reaktion und unterscheide Arbeitszeit, Wartezeit und Durchlaufzeit.
  4. Qualitätssicherung: Eine Vorgabezeit enthält bereits bestimmte Vorbereitungsarbeiten. Beurteile, wie diese Information eine nachvollziehbare Zeitplanung verändert.
  5. Arbeitssicherheit: Bei einer geplanten Diagnose stellt sich heraus, dass möglicherweise ein Hochvolt- oder Rückhaltesystem betroffen ist. Erkläre, wie Du die Planung organisatorisch anpasst und weshalb die technische Bearbeitung ausschließlich durch entsprechend qualifiziertes Fachpersonal erfolgen darf.
  6. Kundenorientierung: Entwickle einen kurzen Vorschlag zur sachlichen Kommunikation eines unsicheren Diagnosebefunds, ohne eine Reparatur oder Fahrfreigabe vorwegzunehmen.


Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis stellst Du eine kleine Werkstatt-Planungsmappe zusammen.

  1. Eine korrekte AW-Umrechnung mit dokumentierter Systemannahme.
  2. Einen nachvollziehbaren Grundzeitplan mit getrennten Zeitarten.
  3. Eine begründete Auswertung der beiden fiktiven Diagnosedatensätze.
  4. Eine Darstellung des zusätzlichen Diagnosebedarfs einschließlich Kundenabstimmung.
  5. Eine alternative Planung bei veränderter AW-Umrechnung oder Wartezeit.
  6. Eine kurze Reflexion über Dokumentation, Herstellerinformationen, Doppelansätze und Sicherheitsgrenzen.

Bewertungsschwerpunkte: Rechenweg, sachliche Begründung, Transparenz der Annahmen, Umgang mit Unsicherheit und Einhaltung der Kompetenzgrenzen.




OERs zum Thema

Wikipedia: Arbeitszeitwerte im Kfz-Gewerbe

Der Wikipedia-Artikel dient zur ergänzenden Orientierung. Für konkrete Herstellerzeiten sind die jeweiligen aktuellen Herstellerinformationen maßgeblich.


Fachliche Quellen

  1. Bundesinstitut für Berufsbildung – Kraftfahrzeugmechatroniker/in: Ausbildungsprofil mit Arbeitsplanung, Diagnose, Dokumentation und Qualitätssicherung.
  2. ADAC – Werkstattrechnung und Arbeitswerte: Erklärung unterschiedlicher AW- und ZE-Systeme.
  3. Bosch Mobility – Vernetzte Werkstatt: Fachinformationen über digital unterstützte Werkstatt- und Diagnoseprozesse.
  4. Bosch Diagnostics – Training Videos: Schulungsmaterial zu Fahrzeugidentifikation, Fehlercodes, Live-Daten und Dokumentation.

Quellenhinweis: Die fachlichen Aussagen orientieren sich an den genannten Quellen. Die Fallzeiten, Diagnosewerte, Fahrzeugdaten und Lösungen wurden ausschließlich für Unterrichtszwecke konstruiert. Sie sind keine geprüften Herstellerangaben.


Wikimedia Commons – Bilder und Medienrechte

Die folgenden verwendeten Mediendateien wurden anhand ihrer Commons-Dateiseiten auf Autorenschaft und Lizenzangaben geprüft.

  1. Car workshop.jpg – ProjectManhattan; CC BY-SA 3.0.
  2. Tools and parts are collected in a metal bowl at an automotive workshop.jpg – Shixart1985; CC BY 2.0.
  3. Car battery cross-section.jpeg – Ben Cossalter; CC BY-SA 3.0.
  4. Bleiakku.svg – Aeroid; CC BY-SA 4.0.
  5. Car fuse box Layout.jpg – project Kei / Keita.Honda; CC BY-SA 4.0.
  6. 2016-07 ODB-II connector 01.JPG – 0x010C; CC BY-SA 4.0.
  7. OBD Auto Scanner connecting to the ECU.JPG – Adelelfrih; CC BY-SA 3.0.
  8. Digital multimeter.jpg – Cjp24; CC BY-SA 3.0.

Lizenzhinweis: Bei Weiterverwendung sind die jeweiligen Lizenzbedingungen einzuhalten, insbesondere Namensnennung, Lizenzverlinkung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Änderungen müssen entsprechend kenntlich gemacht werden. Die Dateiseiten enthalten die Originalnachweise.

YouTube-Videos: Die vier eingebetteten Bosch-Diagnostics-Videos sind über die veröffentlichte Hersteller-Trainingsseite verlinkt. Die Einbettung bedeutet keine freie OER-Lizenz. Die Videos werden nicht vervielfältigt oder als frei nachnutzbar ausgewiesen. Verfügbarkeit und Einbettungsberechtigung können sich ändern.


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