Karlsruher Institut für Technologie - Baden-Württemberg

Karlsruher Institut für Technologie - Baden-Württemberg

Einleitung
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Baden-Württemberg verbindet die Aufgaben einer Universität mit denen eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft. Dadurch treffen am KIT wissenschaftliche Grundlagenforschung, akademische Lehre, große Forschungsinfrastrukturen und der Transfer neuer Technologien besonders eng aufeinander. Für Dich ist das KIT deshalb ein geeignetes Beispiel, um zu untersuchen, wie moderne MINT-Forschung funktioniert und wie Naturwissenschaft, Informatik und Ingenieurwissenschaften gemeinsam an komplexen Fragen arbeiten.
Die Wurzeln der universitären Einrichtung reichen bis 1825 zurück. Seine heutige Form erhielt das KIT im Jahr 2009 durch den Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) und des Forschungszentrums Karlsruhe. Heute bezeichnet sich das KIT als „Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft“. Im deutschen Wissenschaftssystem ist diese Verbindung von universitärer Lehre und nationaler Großforschung eine besondere institutionelle Konstruktion.
In diesem aiMOOC lernst Du nicht nur Daten über das KIT. Du untersuchst vielmehr, wie Forschung organisiert wird, weshalb Großgeräte und Hochleistungsrechner für moderne Wissenschaft wichtig sind, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse in technische Systeme einfließen und warum Forschung auch gesellschaftliche, ökologische und ethische Folgen berücksichtigen muss.
Vom Polytechnikum zum KIT
Die Geschichte des heutigen KIT beginnt mit der Gründung einer polytechnischen Schule in Karlsruhe im Jahr 1825. Aus dieser Einrichtung entwickelte sich die Universität Karlsruhe mit einem starken Profil in technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Unabhängig davon entstand 1956 das Forschungszentrum Karlsruhe, dessen Aufgaben vor allem in langfristiger und infrastrukturell aufwendiger Forschung lagen.
Mit dem Zusammenschluss beider Einrichtungen im Jahr 2009 sollte eine Struktur entstehen, in der universitäre Forschung und Lehre mit nationaler Großforschung systematisch verbunden werden. Für die Wissenschaft bedeutet das: Studierende, Lehrende und Forschende können von derselben wissenschaftlichen Umgebung profitieren, während große Forschungsprojekte zugleich über die klassische Universität hinausreichen.
Die Entwicklung zeigt, dass sich Wissenschaftsorganisation verändert, wenn Forschungsfragen komplexer werden. Manche Projekte lassen sich in kleinen Arbeitsgruppen bearbeiten. Andere benötigen Speziallabore, langfristige Messreihen, große Datenmengen, internationale Kooperationen oder technische Anlagen, deren Betrieb nur gemeinsam möglich ist.
Campus Süd und Campus Nord

Der Campus Süd liegt in Karlsruhe und ist stark durch Studium, Lehre, Fakultäten, Bibliotheken und universitäre Institute geprägt. Er steht damit besonders sichtbar für die Hochschulfunktion des KIT.

Der Campus Nord liegt bei Eggenstein-Leopoldshafen. Dort befinden sich zahlreiche Forschungsanlagen und Infrastrukturen, die aus der Geschichte des früheren Forschungszentrums hervorgegangen sind oder für heutige Großforschungsaufgaben weiterentwickelt wurden. An diesem Beispiel kannst Du erkennen, dass wissenschaftliche Arbeit nicht nur im Hörsaal oder an einem Labortisch stattfindet. Sie kann ganze technische Anlagen, Sicherheitskonzepte, Rechenzentren und langfristige Forschungsprogramme erfordern.
Was bedeutet Großforschung?
Großforschung bezeichnet Forschung, für die umfangreiche personelle, technische und finanzielle Ressourcen benötigt werden. Typisch sind große Forschungsinfrastrukturen, langjährige Programme und Kooperationen vieler Fachrichtungen. Solche Infrastrukturen können Messanlagen, Versuchseinrichtungen, Rechenzentren oder komplexe Laborumgebungen sein.
Für Dich ist dabei wichtig: Großforschung ist nicht automatisch „bessere“ Forschung. Eine theoretische Idee, ein kleiner Laborversuch und eine großtechnische Anlage erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Wissenschaft wird dann besonders leistungsfähig, wenn Methoden und Größenordnungen passend zur Forschungsfrage gewählt werden.
Am KIT verbindet sich diese Großforschung mit der universitären Aufgabe, neues Wissen zu lehren und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auszubilden. Damit entsteht eine Rückkopplung: Forschung beeinflusst die Lehre, und Studierende lernen Methoden, die direkt aus aktuellen Forschungsfragen hervorgehen können.
Naturwissenschaftliche Forschung
Naturwissenschaften versuchen, Strukturen, Prozesse und Gesetzmäßigkeiten der Natur mit überprüfbaren Methoden zu beschreiben und zu erklären. Am KIT spielen unter anderem Physik, Chemie, Biologie, Geowissenschaften und angrenzende Disziplinen eine wichtige Rolle. Häufig werden Beobachtung, Experiment, mathematische Modellierung und Computersimulation miteinander kombiniert.
Ein gutes Beispiel für die Verbindung von Grundlagenphysik und Großforschung ist das Experiment KATRIN. KATRIN untersucht das Energiespektrum beim Betazerfall von Tritium, um Informationen über die Masse von Neutrinos zu gewinnen. Dabei geht es um eine fundamentale Eigenschaft elementarer Teilchen. Die Messaufgabe ist technisch anspruchsvoll, weil sehr kleine Effekte mit hoher Genauigkeit erfasst werden müssen.

Das dargestellte Spektrum verdeutlicht ein Grundprinzip moderner Experimentalphysik: Oft wird eine gesuchte Größe nicht unmittelbar „gesehen“. Stattdessen wird gemessen, wie sie ein beobachtbares Spektrum oder eine statistische Verteilung beeinflusst. Erst aus einem theoretischen Modell, sorgfältigen Messungen und einer Unsicherheitsanalyse wird eine wissenschaftliche Aussage.

Von der Messung zur Erkenntnis
Eine naturwissenschaftliche Untersuchung lässt sich vereinfacht als Kreislauf verstehen: Eine Forschungsfrage führt zu einer Hypothese oder einem Modell. Daraus werden überprüfbare Erwartungen abgeleitet. Ein Experiment oder eine Beobachtung erzeugt Daten. Diese Daten werden ausgewertet und mit dem Modell verglichen. Abweichungen können auf Messunsicherheiten, unvollständige Modelle oder neue Effekte hinweisen.
Auf Oberstufen- und Studienniveau ist deshalb besonders wichtig, zwischen Messwert, Modell, Interpretation und Schlussfolgerung zu unterscheiden. Wissenschaftliche Aussagen sind nicht nur Ergebnisse, sondern beruhen auf nachvollziehbaren Methoden und auf der Angabe ihrer Unsicherheiten.
Informatik und datenintensive Forschung

Moderne Natur- und Ingenieurwissenschaften erzeugen große Datenmengen. Deshalb ist Informatik am KIT nicht nur ein eigenständiges Fach, sondern zugleich eine zentrale Infrastruktur für viele andere Disziplinen. Das Scientific Computing Center (SCC) arbeitet unter anderem an High Performance Computing, datenintensivem Rechnen, Künstlicher Intelligenz, verteilten Systemen und wissenschaftlichen Rechenmethoden.
Beim Hochleistungsrechnen werden viele Rechenoperationen parallel ausgeführt. Das ist beispielsweise nötig, wenn Klimamodelle, Strömungen, Materialien oder komplexe technische Systeme simuliert werden. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, schnellere Hardware einzusetzen. Algorithmen müssen so entworfen werden, dass sie Rechenleistung, Speicher und Datenübertragung effizient nutzen.
Auch Künstliche Intelligenz wird in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen eingesetzt. Lernende Systeme können Muster in Daten erkennen oder komplizierte Zusammenhänge approximieren. Wissenschaftlich entscheidend bleibt jedoch die Frage, wie zuverlässig, nachvollziehbar und übertragbar ein Modell ist.
Simulation als dritte Säule
Neben Theorie und Experiment ist die Computersimulation in vielen MINT-Fächern zu einer wichtigen wissenschaftlichen Methode geworden. Eine Simulation übersetzt ein mathematisches oder physikalisches Modell in ein berechenbares Verfahren. Dadurch lassen sich Systeme untersuchen, die experimentell zu teuer, zu groß, zu klein, zu schnell, zu langsam oder zu gefährlich wären.
Eine Simulation ist jedoch keine Kopie der Wirklichkeit. Sie beruht auf Annahmen, Näherungen und Eingabedaten. Gute wissenschaftliche Arbeit verlangt deshalb eine Validierung: Ergebnisse müssen mit Messdaten, bekannten Grenzfällen oder anderen zuverlässigen Methoden verglichen werden.
Technik- und Ingenieurforschung

In den Ingenieurwissenschaften geht es nicht nur darum, Naturgesetze zu kennen. Ziel ist es, aus diesem Wissen funktionsfähige technische Systeme, Verfahren oder Materialien zu entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen, Materialwissenschaft und Mikro- beziehungsweise Nanotechnik.

Typisch für Technikforschung ist ein iterativer Prozess: Anforderungen werden formuliert, Modelle erstellt, Entwürfe entwickelt, Prototypen gebaut, Messungen durchgeführt und Verbesserungen vorgenommen. Dabei müssen oft mehrere Ziele gleichzeitig berücksichtigt werden, etwa Leistung, Sicherheit, Energieverbrauch, Kosten, Wartbarkeit und Nachhaltigkeit.
Gerade an den Schnittstellen entstehen neue Forschungsfelder. Bioingenieurwesen verbindet beispielsweise biologische und chemische Grundlagen mit Verfahrenstechnik. Materialforschung verbindet Physik und Chemie mit technischen Anwendungen. Robotik verbindet Mechanik, Elektronik, Regelungstechnik und Informatik.
Forschung an gesellschaftlichen Herausforderungen
Das KIT beschreibt aktuelle Forschung unter anderem im Zusammenhang mit Klimawandel, Energiewende, nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen, Künstliche Intelligenz und technologischer Souveränität. Solche Themen können nicht sinnvoll von nur einer Fachrichtung bearbeitet werden.
Am Beispiel der Energiewende wird das deutlich: Physik und Chemie helfen, Materialien und Speicherprozesse zu verstehen. Elektrotechnik untersucht Netze und Leistungselektronik. Informatik optimiert Steuerung und Datenverarbeitung. Maschinenbau und Verfahrenstechnik entwickeln Anlagen. Wirtschaftswissenschaften betrachten Anreize und Märkte. Sozialwissenschaften untersuchen Akzeptanz und Verhalten.
Interdisziplinarität bedeutet dabei nicht, dass alle dasselbe tun. Unterschiedliche Fachrichtungen bringen verschiedene Modelle, Messmethoden und Bewertungskriterien ein. Wissenschaftliche Zusammenarbeit gelingt dann, wenn diese Perspektiven miteinander verbunden werden.
Technikfolgenabschätzung
Technische Innovationen können erwünschte und unerwünschte Folgen haben. Deshalb gehört zur Technikforschung auch die Frage, wie Technologien gesellschaftlich gestaltet und bewertet werden. Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT untersucht wissenschaftlich-technische Entwicklungen in ihren systemischen Zusammenhängen.
Technikfolgenabschätzung fragt zum Beispiel: Welche Gruppen profitieren von einer Technologie? Welche Risiken entstehen? Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Nebenfolgen können langfristig auftreten? Welche politischen oder gesellschaftlichen Handlungsoptionen gibt es?
Damit erweitert sich das klassische MINT-Verständnis. Eine technisch mögliche Lösung ist nicht automatisch eine gesellschaftlich sinnvolle Lösung. Verantwortliche Forschung muss naturwissenschaftliche Machbarkeit, technische Gestaltung und gesellschaftliche Folgen zusammen betrachten.
Forschung, Lehre und wissenschaftliches Arbeiten

An einer Forschungsuniversität besteht Lernen nicht nur aus dem Wiedergeben von Wissen. Mit zunehmendem Studienniveau wird wichtiger, wie Wissen entsteht. Dazu gehören Literaturrecherche, mathematische Modellierung, Programmierung, Laborarbeit, Datenauswertung, wissenschaftliches Schreiben und die kritische Prüfung von Ergebnissen.
Eine zentrale Kompetenz ist der Umgang mit Quellen. Du solltest unterscheiden können, ob eine Aussage aus einer Primärstudie, einer Übersichtsarbeit, einer Pressemitteilung oder einer populärwissenschaftlichen Darstellung stammt. Ebenso wichtig sind Reproduzierbarkeit, transparente Methoden und eine saubere Dokumentation von Daten und Code.
Forschungsorientiertes Lernen bedeutet daher: Du arbeitest nicht nur auf eine bekannte Musterlösung hin, sondern lernst, gute Fragen zu formulieren, Methoden zu begründen und Unsicherheiten zu diskutieren.
Wissenschaft und Transfer
Forschung wird gesellschaftlich wirksam, wenn Erkenntnisse in Anwendungen, Produkte, Verfahren, politische Entscheidungen oder neue Forschungsfragen einfließen. Dieser Prozess wird häufig als Wissens- und Technologietransfer bezeichnet.
Transfer ist jedoch keine Einbahnstraße von der Universität „in die Gesellschaft“. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und gesellschaftliche Gruppen können neue Fragen an die Wissenschaft herantragen. Daraus entstehen Kooperationen, Reallabore, Gründungen oder neue Forschungsprogramme. Für MINT-Forschung ist deshalb nicht nur entscheidend, ob eine technische Idee funktioniert, sondern auch, unter welchen Bedingungen sie verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.
Quellen und Vertiefung
- KIT – Profil und Selbstverständnis: Informationen zur institutionellen Rolle des Karlsruher Instituts für Technologie.
- KIT – Forschung: Überblick zu Forschungsaufgaben und aktuellen Herausforderungen.
- KIT – Forschungsinfrastrukturen: Informationen zur Verbindung von Universität und Großforschung.
- Scientific Computing Center – High Performance Computing: Einblick in Hochleistungsrechnen und datenintensive Infrastrukturen.
- ITAS – Technikfolgenabschätzung: Einführung in Ziele und Themen der Technikfolgenabschätzung.
- Wikimedia Commons – KIT: Freie Bilder zum Karlsruher Institut für Technologie.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie entstand das KIT in seiner heutigen Form? (Durch den Zusammenschluss der Universität Karlsruhe und des Forschungszentrums Karlsruhe) (!Durch die Umwandlung einer privaten Hochschule in ein Unternehmen) (!Durch den Zusammenschluss aller Hochschulen Baden-Württembergs) (!Durch die Verlegung eines Forschungszentrums aus Berlin)
Mit welcher Forschungsorganisation ist das KIT institutionell besonders verbunden? (Helmholtz-Gemeinschaft) (!Max-Planck-Gesellschaft) (!Fraunhofer-Gesellschaft) (!Leibniz-Gemeinschaft)
Was kennzeichnet Großforschung besonders? (Aufwendige Forschungsinfrastrukturen und langfristige Kooperationen) (!Ausschließlich theoretische Einzelarbeit) (!Forschung ohne technische Geräte) (!Nur kurze Schulversuche)
Welche Aussage beschreibt naturwissenschaftliches Arbeiten am besten? (Modelle werden mit Beobachtungen und Messdaten überprüft) (!Messwerte ersetzen grundsätzlich jede Theorie) (!Hypothesen müssen nicht überprüfbar sein) (!Ein Experiment liefert immer absolute Gewissheit)
Wofür wird High Performance Computing in der Forschung eingesetzt? (Für rechenintensive Simulationen und große Datenmengen) (!Nur für das Schreiben einfacher Textdokumente) (!Ausschließlich für analoge Messgeräte) (!Nur zur Archivierung gedruckter Bücher)
Welche physikalische Größe untersucht das Experiment KATRIN? (Die Masse von Neutrinos) (!Die Masse der Erde) (!Die Schallgeschwindigkeit in Luft) (!Die Temperatur der Sonnenoberfläche)
Was untersucht Technikfolgenabschätzung? (Mögliche gesellschaftliche und systemische Folgen technischer Entwicklungen) (!Nur den Verkaufspreis eines technischen Geräts) (!Ausschließlich die Farbe technischer Produkte) (!Nur die Geschwindigkeit eines Prozessors)
Warum ist Interdisziplinarität bei Themen wie der Energiewende wichtig? (Weil technische naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen zusammenwirken) (!Weil eine einzige Fachrichtung alle Methoden vollständig ersetzt) (!Weil Messdaten dadurch überflüssig werden) (!Weil Forschung dann keine Modelle mehr benötigt)
Was bedeutet forschungsorientiertes Lernen? (Methoden Fragen Daten und Unsicherheiten selbstständig zu bearbeiten) (!Nur fertige Ergebnisse auswendig zu lernen) (!Auf Quellenkritik vollständig zu verzichten) (!Nur Aufgaben mit bekannter Musterlösung zu bearbeiten)
Was beschreibt Wissens- und Technologietransfer? (Die Übertragung und gemeinsame Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Anwendungen und Gesellschaft) (!Die Abschaffung wissenschaftlicher Grundlagenforschung) (!Den Ersatz von Forschung durch Werbung) (!Nur den Transport technischer Geräte zwischen Gebäuden)
Memory
| KIT | Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft |
| Campus Süd | Studium und universitäre Lehre in Karlsruhe |
| Campus Nord | Großforschung und Forschungsinfrastrukturen |
| Scientific Computing Center | Hochleistungsrechnen und Dateninfrastrukturen |
| KATRIN | Untersuchung der Neutrinomasse |
| ITAS | Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Grundlagenforschung | Gewinn neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse |
| Experiment | Überprüfung von Hypothesen durch kontrollierte Messungen |
| Simulation | Berechnung eines Modells zur Untersuchung komplexer Systeme |
| Transfer | Übertragung von Wissen in Anwendungen und gesellschaftliche Praxis |
| Technikfolgenabschätzung | Analyse möglicher Wirkungen und Handlungsoptionen |
...
Kreuzworträtsel
| Helmholtz | Zu welcher Gemeinschaft gehört das KIT als Universität mit nationaler Großforschung? |
| Informatik | Welche Disziplin untersucht unter anderem Algorithmen Daten und Rechensysteme? |
| KATRIN | Wie heißt das Experiment zur Untersuchung der Neutrinomasse am KIT? |
| Simulation | Wie heißt die rechnergestützte Untersuchung eines mathematischen Modells? |
| Transfer | Wie nennt man die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Anwendungen? |
| Karlsruhe | In welcher Stadt liegt der Campus Süd des KIT? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Campusvergleich: Erstelle eine beschriftete Skizze, in der Du Campus Süd und Campus Nord hinsichtlich ihrer typischen Funktionen vergleichst.
- MINT-Forschungsfrage: Formuliere drei Forschungsfragen aus Physik, Informatik und Technik und begründe, welche Methode jeweils geeignet wäre.
- Medienanalyse: Wähle ein Bild aus diesem aiMOOC und erkläre in einem kurzen Text, was es über Forschung oder Studium am KIT zeigt.
- Begriffsnetz: Gestalte ein Begriffsnetz zu den Wörtern Großforschung, Simulation, Experiment, Informatik, Transfer und Technikfolgenabschätzung.
Standard
- KATRIN-Erklärvideo: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo dazu, wie aus einem gemessenen Spektrum Informationen über eine nicht direkt sichtbare Größe gewonnen werden können.
- Simulation und Experiment: Vergleiche an einem selbst gewählten MINT-Beispiel die Stärken und Grenzen von Simulation und Experiment.
- KI in der Forschung: Recherchiere eine natur- oder ingenieurwissenschaftliche Anwendung von Künstlicher Intelligenz und bewerte, welche Daten und Qualitätskontrollen dafür nötig sind.
- Forschungsinterview: Führe ein Interview mit einer Person aus Universität, Hochschule, Forschung oder Technik über die Frage, wie wissenschaftliche Ergebnisse überprüft werden.
Schwer
- Forschungsdesign: Entwickle ein kleines Forschungsdesign zu Energie, Klima, Mobilität oder Digitalisierung mit Forschungsfrage, Hypothese, Methode, erwarteten Daten und Unsicherheiten.
- Technikfolgenanalyse: Untersuche eine aktuelle Technologie wie autonomes Fahren, generative KI oder Batteriespeicher hinsichtlich Chancen, Risiken, betroffener Gruppen und möglicher Handlungsoptionen.
- Hochleistungsrechnen: Analysiere, warum Parallelisierung für große Simulationen wichtig ist, und entwickle eine anschauliche Darstellung des Unterschieds zwischen serieller und paralleler Berechnung.
- Wissenschaftskommunikation: Erstelle eine multimediale Reportage über das KIT als Verbindung von Universität und Großforschung und prüfe jede verwendete Aussage mit mindestens zwei zuverlässigen Quellen.


Lernkontrolle
- Forschungsinfrastruktur bewerten: Begründe anhand eines selbst gewählten Beispiels, wann eine große Forschungsinfrastruktur wissenschaftlich sinnvoller ist als ein kleines Laborprojekt und wann nicht.
- Methodenvergleich: Vergleiche Experiment, Simulation und datengetriebene KI-Verfahren hinsichtlich ihrer Möglichkeiten, Grenzen und typischen Fehlerquellen.
- Interdisziplinarität anwenden: Entwirf für das Problem einer klimaneutralen Stadt ein Forschungsteam aus mindestens vier Fachrichtungen und erläutere den jeweiligen Beitrag.
- Unsicherheit erklären: Zeige an einem fiktiven Messergebnis, weshalb wissenschaftliche Unsicherheit nicht mit Unwissen gleichzusetzen ist.
- Transfer kritisch prüfen: Entwickle Kriterien, mit denen entschieden werden kann, ob ein Forschungsergebnis bereits für eine praktische Anwendung geeignet ist.
- Technik verantworten: Analysiere eine neue Technologie und zeige, wie naturwissenschaftliche Machbarkeit, technische Gestaltung und gesellschaftliche Folgen miteinander verknüpft sind.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge selbstständig erklären und auf neue Beispiele übertragen kannst.
- Institutionelles Verständnis: Du kannst erklären, warum die Verbindung von Universität und Großforschung für das KIT charakteristisch ist.
- Naturwissenschaftliche Methode: Du kannst zwischen Modell, Messung, Datenanalyse und Interpretation unterscheiden.
- Informatikkompetenz: Du kannst die Rolle von Simulation, Datenverarbeitung und Hochleistungsrechnen in moderner Forschung erläutern.
- Ingenieurwissenschaftliches Denken: Du kannst den Weg von Anforderungen über Modelle und Prototypen bis zur technischen Optimierung beschreiben.
- Interdisziplinarität: Du kannst zeigen, warum komplexe Herausforderungen mehrere Fachperspektiven benötigen.
- Technikfolgenabschätzung: Du kannst Chancen, Risiken, Betroffene und Handlungsoptionen einer Technologie strukturiert analysieren.
- Quellenkritik: Du kannst wissenschaftsnahe Quellen bewerten und Aussagen nachvollziehbar belegen.
- Transferleistung: Du kannst das am KIT gelernte Forschungsverständnis auf ein anderes Forschungsinstitut oder ein eigenes MINT-Projekt übertragen.
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