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Karl der Große - Deutschland

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Karl der Große - Deutschland




Einleitung

Karl der Große - Deutschland behandelt einen Herrscher, der für die Geschichte des Frühmittelalters besonders wichtig ist. Karl der Große lebte im 8. und frühen 9. Jahrhundert und herrschte über das Frankenreich. Dieses Reich umfasste Gebiete, die heute unter anderem zu Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz, Österreich und Italien gehören.

Wichtig ist deshalb gleich zu Beginn: Karl der Große war nicht „Deutscher“ im heutigen Sinn. Einen deutschen Nationalstaat gab es zu seiner Zeit noch nicht. Karl war ein fränkischer König aus der Dynastie der Karolinger. Trotzdem gehört seine Herrschaft zur Vorgeschichte Deutschlands, weil sich aus dem Frankenreich später unter anderem das Ostfrankenreich entwickelte. Auch Frankreich bezog sich später auf das karolingische Erbe.

Du lernst in diesem aiMOOC, wie Karl herrschte, warum Aachen für ihn wichtig wurde, welche Rolle Krieg und Religion spielten, warum seine Bildungsreformen so bedeutend waren und weshalb Karl später als europäische Symbolfigur gedeutet wurde.

Bildhinweis: Dieses bekannte Porträt stammt von Albrecht Dürer und entstand viele Jahrhunderte nach Karls Tod. Es zeigt also nicht, wie Karl tatsächlich aussah, sondern wie man sich den Kaiser in der frühen Neuzeit vorstellte.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du erklären, wie Karl der Große seine Herrschaft ausbaute und absicherte. Du kannst die Bedeutung von Aachen, Kirche, Verwaltung und Militär beschreiben und die karolingische Bildungsreform einordnen. Außerdem kannst Du beurteilen, warum Karl sowohl als Förderer von Bildung und Kultur als auch als gewaltsamer Eroberer betrachtet wird. Schließlich kannst Du begründen, weshalb sein Reich zur Vorgeschichte mehrerer europäischer Staaten gehört, ohne Karl einfach als „deutschen“ oder „französischen“ Herrscher im heutigen Sinn zu bezeichnen.


Karl der Große und seine Zeit

Karl wurde wahrscheinlich 747 oder 748 geboren. Sein Vater war Pippin der Jüngere, König der Franken. Nach Pippins Tod im Jahr 768 teilten Karl und sein Bruder Karlmann zunächst die Herrschaft. Nachdem Karlmann 771 gestorben war, wurde Karl alleiniger König der Franken.

Seine Regierungszeit dauerte bis 814. In dieser Zeit vergrößerte Karl das Frankenreich stark. 774 eroberte er das Reich der Langobarden in Norditalien und nahm selbst den Titel eines Langobardenkönigs an. Besonders lang und brutal waren die Sachsenkriege, die sich mit Unterbrechungen von 772 bis 804 hinzogen. Karl kämpfte außerdem gegen die Awaren im Osten und führte Feldzüge auf der Iberischen Halbinsel.

Das Reich Karls war kein moderner Staat mit einer festen Hauptstadt, einem flächendeckenden Beamtenapparat und klaren Staatsgrenzen. Herrschaft beruhte stark auf persönlichen Beziehungen, Treue, Grundbesitz, militärischer Macht und der Zusammenarbeit mit Adel und Kirche.

Kartenauftrag: Suche auf der Karte das Gebiet des heutigen Deutschlands. Vergleiche es mit dem gesamten Frankenreich. Du erkennst daran, warum Karls Reich nicht mit dem heutigen Deutschland gleichgesetzt werden kann.


Deutschland gab es noch nicht

Wenn heute von „Karl dem Großen und Deutschland“ gesprochen wird, ist eine genaue historische Einordnung nötig. Im Jahr 800 gab es weder die heutige Bundesrepublik Deutschland noch einen deutschen Nationalstaat. Begriffe wie „deutsch“, „französisch“ oder „europäisch“ hatten damals nicht dieselbe politische Bedeutung wie heute.

Erst nach Karls Tod wurde sein Reich schrittweise geteilt. Besonders wichtig war der Vertrag von Verdun von 843. Dabei teilten Karls Enkel das Frankenreich in mehrere Herrschaftsgebiete. Aus dem östlichen Teil entwickelte sich das Ostfrankenreich, das zu den historischen Vorläufern späterer deutscher Herrschaftsgebiete zählt. Aus dem westlichen Teil entwickelte sich langfristig das mittelalterliche Frankreich.

Deshalb ist es sinnvoller, Karl als fränkischen Herrscher mit Wirkung auf viele Regionen Europas zu beschreiben.


Herrschaft und Macht

Karl regierte ein sehr großes Reich, obwohl Kommunikation und Reisen langsam waren. Es gab weder Telefon noch Eisenbahn noch moderne Verwaltung. Der König und sein Hof reisten deshalb häufig von einer Königspfalz zur nächsten. Man spricht von einem Reisekönigtum.

Karl nutzte verschiedene Mittel, um sein Reich zusammenzuhalten. Er setzte Grafen ein, die in bestimmten Gebieten Aufgaben in Verwaltung, Gericht und Heerwesen übernahmen. Außerdem sandte er sogenannte missi dominici, also königliche Boten und Kontrolleure, in verschiedene Reichsteile. Sie sollten Anordnungen bekannt machen und überprüfen, wie lokale Amtsträger handelten.

Viele königliche Anordnungen wurden in sogenannten Kapitularien festgehalten. Diese Texte zeigen, dass Karl versuchte, Verwaltung, Kirche, Recht und Wirtschaft stärker zu ordnen.

Das Capitulare de villis enthält Vorschriften zur Verwaltung königlicher Güter. Solche Quellen helfen Historikerinnen und Historikern dabei, etwas über Wirtschaft, Landwirtschaft und Herrschaft im Frankenreich zu erfahren.


Aachen als Herrschaftszentrum

Karl hielt sich an vielen Orten seines Reiches auf. Aachen gewann für ihn jedoch besondere Bedeutung. Dort ließ er eine große Pfalzanlage ausbauen. Die Pfalzkapelle bildet heute den ältesten Kern des Aachener Doms.

Aachen war günstig gelegen und besaß warme Quellen. Vor allem in den späteren Regierungsjahren hielt Karl sich dort häufig auf. Trotzdem solltest Du Aachen nicht einfach mit einer modernen Hauptstadt vergleichen. Karls Herrschaft blieb grundsätzlich mobil.

Die Pfalzkapelle zeigt, wie Karl Architektur für seine Herrschaft nutzte. Der Bau griff Vorbilder aus der römischen und spätantiken Welt auf und sollte den Anspruch des Herrschers sichtbar machen.

Der sogenannte Karlsthron im Aachener Dom wurde später bei zahlreichen Königskrönungen genutzt. Er verbindet die Erinnerung an Karl mit der Geschichte des mittelalterlichen Königtums.


Krieg, Eroberung und Christianisierung

Karls Reich wuchs nicht nur durch Bündnisse, sondern vor allem durch militärische Gewalt. Besonders deutlich wird das an den Sachsenkriegen. Die Sachsen lebten vor allem in Gebieten des heutigen Nordwestdeutschlands. Sie waren damals überwiegend noch nicht christlich.

Karl führte wiederholt Feldzüge gegen sie. Dabei verband sich politische Unterwerfung mit der Ausbreitung des Christentums. Es kam auch zu Zwangstaufen, Zerstörungen religiöser Heiligtümer, Umsiedlungen und harten Strafen. Die fränkischen Reichsannalen berichten für 782 von einer Massenhinrichtung bei Verden. Einzelheiten und Zahlen werden in der Forschung kritisch diskutiert, unstrittig ist jedoch, dass die Sachsenkriege von schwerer Gewalt geprägt waren.

Für eine historische Beurteilung ist deshalb wichtig, zwei Seiten gleichzeitig zu sehen: Karl stabilisierte und vergrößerte sein Reich, doch diese Expansion kostete viele Menschen das Leben und setzte Gegner massiv unter Druck.

Quellenkritik: Das Fresko entstand viele Jahrhunderte nach den Sachsenkriegen. Es ist keine unmittelbare Bildquelle aus Karls Zeit. Solche späteren Darstellungen zeigen oft stärker die Vorstellungen ihrer eigenen Entstehungszeit als das tatsächliche Aussehen eines Ereignisses.


Kaiserkrönung im Jahr 800

Am Weihnachtstag des Jahres 800 krönte Papst Leo III. Karl in Rom zum Kaiser. Die Krönung war politisch und symbolisch von großer Bedeutung. Im westlichen Europa wurde damit wieder ein Kaisertum beansprucht, das sich auf die Tradition des antiken Römischen Reiches bezog und zugleich christlich gedeutet wurde.

Karl war nun nicht nur König der Franken und Langobarden, sondern Kaiser. Seine Herrschaft verband damit fränkische Macht, christliche Religion und die Erinnerung an Rom.

Das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst blieb trotzdem kompliziert. Beide beanspruchten besondere Autorität. Die Kaiserkrönung von 800 wurde später zu einem wichtigen Bezugspunkt für die mittelalterliche Vorstellung von Kaisertum im Westen.

Auch diese Darstellung der Krönung entstand deutlich später. Für Historikerinnen und Historiker ist es deshalb wichtig, zwischen dem dargestellten Ereignis und der Zeit zu unterscheiden, in der ein Bild geschaffen wurde.


Bildung und karolingische Renaissance

Karl der Große konnte sein großes Reich nicht allein mit Soldaten kontrollieren. Er brauchte Menschen, die lesen, schreiben, verwalten und kirchliche Texte richtig verstehen konnten. Deshalb förderte er Bildung, Gelehrsamkeit und die Herstellung von Büchern.

Historikerinnen und Historiker sprechen von der karolingischen Renaissance. Das Wort „Renaissance“ bedeutet hier eine Erneuerung von Bildung und Kultur. Karl holte Gelehrte aus verschiedenen Teilen Europas an seinen Hof. Besonders bekannt ist Alkuin aus York.

Das Gemälde zeigt Karl und Alkuin, entstand aber erst 1830. Es ist deshalb eine spätere Vorstellung von Karls Bildungsförderung und keine zeitgenössische Szene.


Schulen und Lernen

Karl forderte eine bessere Ausbildung des Klerus. Klöster und Bischofssitze wurden wichtige Orte des Lernens und Abschreibens von Texten. Dabei ging es vor allem um Geistliche und Angehörige der Elite. Es wäre falsch zu behaupten, Karl habe bereits eine allgemeine Schulpflicht für alle Kinder geschaffen.

In der Admonitio generalis von 789 wurden kirchliche und gesellschaftliche Reformen gefordert. Bildung sollte helfen, religiöse Texte korrekt zu verstehen, Gottesdienste richtig durchzuführen und die Verwaltung zu verbessern.

Am Hof Karls wirkten Gelehrte aus unterschiedlichen Regionen. Dieser Austausch machte den Hof zu einem wichtigen geistigen Zentrum.


Die karolingische Minuskel

Eine besonders folgenreiche Entwicklung war die Verbreitung der karolingischen Minuskel. Dabei handelt es sich um eine gut lesbare Schriftform. Sie wurde nicht von Karl persönlich erfunden. Unter seiner Herrschaft und der seiner Nachfolger wurde sie jedoch in vielen Schreibzentren verwendet und verbreitet.

Die einheitlichere Schrift erleichterte das Kopieren und Lesen von Texten. In Klöstern und anderen Schreibwerkstätten wurden religiöse, antike und wissenschaftliche Werke abgeschrieben. Dadurch blieben viele Texte erhalten, die sonst möglicherweise verloren gegangen wären.

Beobachtungsauftrag: Sieh Dir die Buchstaben genau an. Welche Zeichen kannst Du trotz der alten Handschrift bereits erkennen? Vergleiche die Schrift anschließend mit einer modernen Druckschrift.


Wirtschaft und Verwaltung

Karls Herrschaft beruhte auf einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft. Königliche Höfe und Güter mussten den Herrscher und seinen reisenden Hof versorgen. Deshalb waren genaue Regeln für Erträge, Vorräte, Handwerk und Abgaben wichtig.

Karl ließ außerdem Münz- und Maßordnungen vereinheitlichen. Der Silberdenar wurde zu einer wichtigen Münze im Reich. Solche Maßnahmen erleichterten Verwaltung und Handel, auch wenn die Wirtschaft des frühen Mittelalters nicht mit einer heutigen Geldwirtschaft vergleichbar war.

Münzen waren nicht nur Zahlungsmittel. Sie konnten auch Herrschaft sichtbar machen, weil Name, Zeichen oder Titel des Herrschers verbreitet wurden.


Karl der Große und Europa

Karl wird manchmal als „Vater Europas“ bezeichnet. Dieser Ausdruck ist jedoch keine neutrale Beschreibung seiner Zeit, sondern eine spätere Deutung. Sein Reich war kein Vorläufer der heutigen Europäischen Union im modernen politischen Sinn.

Trotzdem wirkte Karls Herrschaft weit über sein Leben hinaus. Seine Bildungsreformen beeinflussten die lateinische Schrift- und Gelehrtenkultur. Sein Kaisertum wurde für spätere Herrscher zu einem wichtigen Vorbild. Aachen blieb ein bedeutender Erinnerungsort. Herrscher im mittelalterlichen Heiligen Römischen Reich bezogen sich immer wieder auf Karl.

Sein Reich verband Gebiete, die heute zu mehreren europäischen Staaten gehören. Deshalb wurde Karl später sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und in anderen Ländern erinnert, verehrt, kritisiert oder politisch gedeutet.


Erinnerung statt einfacher Heldenverehrung

Geschichte besteht nicht nur aus Heldengeschichten. Karl förderte Bildung und Kultur, stärkte Verwaltung und schuf ein großes politisches Gebilde. Gleichzeitig führte er viele Kriege und setzte die Christianisierung teilweise mit Gewalt durch.

Eine gute historische Beurteilung vermeidet deshalb zwei Extreme: Karl war weder nur ein „großer Held“ noch lässt sich seine gesamte Herrschaft auf Gewalt reduzieren. Entscheidend ist, sein Handeln im Zusammenhang seiner Zeit zu untersuchen und seine Folgen kritisch zu bewerten.

Der Karlsschrein im Aachener Dom entstand lange nach Karls Tod. Er zeigt, wie stark seine Person im Mittelalter erinnert und verehrt wurde.

Auch die berühmte Karlsbüste stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist kein Porträt nach dem lebenden Karl, sondern ein Erinnerungsstück aus einer späteren Zeit.


Quellen und Geschichtsbilder

Unser Wissen über Karl stammt aus unterschiedlichen Quellen. Zu den bekanntesten schriftlichen Quellen gehört die von Einhard verfasste Vita Karoli Magni, also das „Leben Karls des Großen“. Einhard kannte Karls Hof, schrieb seine Biografie aber mit einer bestimmten Absicht und stellte Karl überwiegend positiv dar.

Daneben gibt es Reichsannalen, Urkunden, Kapitularien, Briefe, Handschriften, Bauwerke, Münzen und archäologische Funde. Keine Quelle erzählt „einfach die Wahrheit“. Historikerinnen und Historiker fragen deshalb immer:

  1. Urheber: Wer hat die Quelle geschaffen?
  2. Zeit: Wann entstand sie und wie nah war sie am Ereignis?
  3. Absicht: Warum wurde sie verfasst oder gestaltet?
  4. Perspektive: Welche Sichtweise zeigt sie und welche Stimmen fehlen?

Gerade bei Karl dem Großen ist Quellenkritik wichtig, weil viele bekannte Bilder erst Jahrhunderte nach seinem Tod entstanden.


Zusammenfassung

Karl der Große war ein fränkischer König und seit 800 Kaiser. Sein Reich umfasste große Teile West- und Mitteleuropas. Er regierte mit Hilfe von Adel, Kirche, Grafen, Königsboten, Pfalzen und schriftlichen Anordnungen. Aachen wurde zu einem besonders wichtigen Herrschaftsort.

Seine Regierungszeit war von Eroberungen und Gewalt geprägt, besonders während der Sachsenkriege. Zugleich förderte Karl Bildung, Gelehrsamkeit, Schriftkultur und kirchliche Reformen. Die karolingische Minuskel und die Arbeit in Klöstern und Schreibschulen hatten langfristige kulturelle Folgen.

Für die deutsche Geschichte ist Karl bedeutsam, weil Teile seines Reiches später zum Ostfrankenreich gehörten. Er selbst war jedoch kein „deutscher Kaiser“ im modernen Sinn. Seine Wirkung reicht über heutige Staatsgrenzen hinaus und gehört zur gemeinsamen Geschichte vieler europäischer Regionen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welchem Herrscherhaus gehörte Karl der Große? (Karolinger) (!Ottonen) (!Staufer) (!Habsburger)




Warum darf Karl der Große nicht einfach als Deutscher im heutigen Sinn bezeichnet werden? (Einen deutschen Nationalstaat gab es zu seiner Zeit noch nicht) (!Karl lebte ausschließlich in Italien) (!Karl herrschte nur über Sachsen) (!Deutschland war damals Teil des Byzantinischen Reiches)




Welcher Ort wurde zu einem besonders wichtigen Herrschaftszentrum Karls? (Aachen) (!Berlin) (!Hamburg) (!München)




Wer krönte Karl im Jahr 800 zum Kaiser? (Papst Leo III.) (!Einhard) (!Alkuin) (!Karlmann)




Welche Aussage beschreibt die Sachsenkriege am besten? (Sie verbanden Eroberung mit teilweise gewaltsamer Christianisierung) (!Sie waren ausschließlich friedliche Verhandlungen) (!Sie fanden erst nach Karls Tod statt) (!Sie wurden gegen die Wikinger geführt)




Was waren missi dominici? (Königliche Boten und Kontrolleure) (!Bäuerliche Dorfgemeinschaften) (!Römische Senatoren) (!Byzantinische Händler)




Was bezeichnet die karolingische Renaissance? (Eine Erneuerung von Bildung und Kultur) (!Die Abschaffung des Christentums) (!Die Einführung des Buchdrucks) (!Die Entstehung der Universität Berlin)




Welche Person war ein wichtiger Gelehrter am Hof Karls? (Alkuin) (!Martin Luther) (!Johannes Gutenberg) (!Otto von Bismarck)




Was war die karolingische Minuskel? (Eine gut lesbare und verbreitete Schriftform) (!Eine mittelalterliche Münze) (!Eine Befestigungsanlage) (!Ein fränkisches Kriegsschiff)




Warum ist der Vertrag von Verdun für die spätere deutsche Geschichte wichtig? (Er teilte das Frankenreich und schuf unter anderem ein östliches Teilreich) (!Er gründete die Bundesrepublik Deutschland) (!Er beendete den Dreißigjährigen Krieg) (!Er machte Aachen zur Hauptstadt Europas)





Memory

Karl der Große Frankenreich
Aachen Pfalz
Alkuin Bildungsreform
Sachsenkriege Zwangschristianisierung
Papst Leo III. Kaiserkrönung
Karolingische Minuskel Schriftreform
Einhard Biografie
Verdun Reichsteilung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Reisekönigtum mobile Herrschaft
Kapitularien schriftliche Anordnungen
Pfalzkapelle Herrschaftsarchitektur
Klosterschule Bildungszentrum
Silberdenar Münzwesen






Kreuzworträtsel

Aachen Welche Stadt wurde zu einem besonders wichtigen Herrschaftsort Karls?
Alkuin Wie hieß der berühmte Gelehrte aus York an Karls Hof?
Franken Zu welchem Volk und Reich gehörte Karl als König?
Sachsen Gegen welche Bevölkerungsgruppe führte Karl besonders lange Kriege?
Einhard Wer schrieb eine bekannte Lebensbeschreibung Karls?
Minuskel Wie heißt der zweite Teil des Begriffs karolingische ...?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Karl der Große gehörte zum Herrscherhaus der

.
Sein Reich war das

.
Ein besonders wichtiger Herrschaftsort war

.
Karl wurde im Jahr 800 von Papst Leo III. zum

gekrönt.
Seine langwierigen Kämpfe gegen die Sachsen nennt man

.
Zur Kontrolle lokaler Amtsträger setzte Karl auch königliche

ein.
Die kulturelle und bildungspolitische Erneuerung wird als karolingische

bezeichnet.
Der Gelehrte

gehörte zu den wichtigsten Beratern Karls.
Eine gut lesbare Schriftform dieser Zeit war die karolingische

.
Nach Karls Tod wurde sein Reich später durch Verträge in mehrere

gegliedert.
Aus dem östlichen Reichsteil entwickelte sich das

.
Karl war deshalb wichtig für die Vorgeschichte Deutschlands, aber kein Deutscher im modernen Sinn eines

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Steckbrief Karl der Große: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief mit Herrschaftszeit, wichtigen Orten, Ämtern und Ereignissen. Ergänze mindestens ein frei nutzbares Bild.
  2. Karte des Frankenreichs: Zeichne eine vereinfachte Karte des Frankenreichs und markiere Aachen, Rom, Sachsen und Norditalien. Kennzeichne zusätzlich ungefähr die Lage des heutigen Deutschlands.
  3. Bildquelle untersuchen: Wähle ein später entstandenes Bild Karls und beschreibe, welche Herrschaftssymbole Du erkennst. Erkläre anschließend, warum das Bild nicht wie ein Foto aus Karls Zeit behandelt werden darf.
  4. Begriffe erklären: Erstelle Lernkarten zu den Begriffen Karolinger, Pfalz, Kapitular, Kaiserkrönung, Sachsenkriege und karolingische Renaissance.


Standard

  1. Aachen zur Zeit Karls: Erstelle ein digitales Poster über die Aachener Pfalz. Zeige, welche Funktionen die Gebäude für Religion, Politik und Herrschaft hatten.
  2. Karl der Große und Bildung: Produziere ein kurzes Erklärvideo zur Frage, warum Bildung für Karls Herrschaft wichtig war. Beziehe Alkuin, Klosterschulen und die karolingische Minuskel ein.
  3. Sachsenkriege beurteilen: Verfasse einen Perspektivwechsel mit zwei kurzen Texten: einmal aus Sicht eines fränkischen Hofschreibers und einmal aus Sicht einer sächsischen Familie. Markiere anschließend, welche Aussagen belegt und welche erfunden sind.
  4. Deutschland im Frühmittelalter: Erkläre in einer Präsentation, warum Karl der Große nicht einfach als deutscher Herrscher bezeichnet werden kann. Nutze eine Karte und den Vertrag von Verdun als historische Orientierung.


Schwer

  1. Herrschaft vergleichen: Vergleiche Karls Reisekönigtum mit einem modernen Staat. Untersuche Kommunikation, Verwaltung, Steuern, Militär und politische Kontrolle.
  2. Quellenkritik Einhard: Recherchiere einen kurzen Abschnitt aus Einhards Lebensbeschreibung Karls und untersuche Autor, Absicht, Nähe zum Herrscher und mögliche Einseitigkeiten.
  3. Vater Europas: Führe eine strukturierte Pro-und-Contra-Debatte zur Aussage „Karl der Große war der Vater Europas“. Formuliere am Ende ein begründetes eigenes Urteil.
  4. Erinnerungskultur Aachen: Plane eine virtuelle oder reale Exkursion zum Aachener Dom oder zum Centre Charlemagne. Dokumentiere, wie Karl heute dargestellt wird, und unterscheide zwischen historischem Wissen und späterer Erinnerung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Herrschaft ohne moderne Verwaltung: Erkläre anhand eines Beispiels, wie Karl ein großes Reich regieren konnte, obwohl es keine moderne Hauptstadt und keinen heutigen Beamtenapparat gab.
  2. Bildung und Herrschaft: Begründe, warum eine besser ausgebildete Geistlichkeit und einheitlichere Schrift für Karls politische Herrschaft nützlich waren.
  3. Gewalt und Reform: Beurteile die Aussage „Karl war vor allem ein Bildungsreformer“. Beziehe sowohl kulturelle Leistungen als auch die Sachsenkriege in Dein Urteil ein.
  4. Deutschland-Bezug: Erkläre einem jüngeren Schüler, warum Karl für die deutsche Geschichte wichtig ist, aber trotzdem nicht einfach „der erste deutsche Kaiser“ genannt werden sollte.
  5. Kaiserkrönung: Untersuche, wie die Krönung von 800 das Verhältnis von fränkischer Königsherrschaft, christlicher Kirche und römischer Tradition miteinander verband.
  6. Europäische Wirkung: Entwickle drei Kriterien dafür, wann eine historische Person als „europäisch bedeutsam“ gelten kann, und prüfe Karl anhand dieser Kriterien.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du nicht nur Jahreszahlen kennen. Entscheidend ist, dass Du historische Zusammenhänge erklären und Quellen kritisch nutzen kannst.

  1. Frankenreich: Du kannst Karls Reich räumlich und zeitlich einordnen.
  2. Herrschaftssystem: Du kannst Reisekönigtum, Pfalzen, Grafen, Königsboten und Kapitularien in ihrer Funktion erklären.
  3. Sachsenkriege: Du kannst Eroberung, Gewalt und Christianisierung kritisch beurteilen.
  4. Kaiserkrönung: Du kannst die Bedeutung des Jahres 800 für das westliche Kaisertum erklären.
  5. Karolingische Renaissance: Du kannst den Zusammenhang von Bildung, Kirche, Schrift und Verwaltung darstellen.
  6. Deutschland im Mittelalter: Du kannst erklären, warum das Ostfrankenreich für die spätere deutsche Geschichte wichtig wurde.
  7. Quellenkritik: Du kannst zwischen zeitgenössischen Quellen und späteren Darstellungen unterscheiden.
  8. Historisches Urteil: Du kannst Karls europäische Wirkung differenziert bewerten.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


Medienübersicht

Für die Vertiefung kannst Du die im aiMOOC eingebetteten Medien noch einmal gezielt nutzen. Die Karten helfen Dir bei der räumlichen Orientierung. Bilder von Aachen zeigen Herrschaftsarchitektur und spätere Erinnerungskultur. Handschriften und Münzen machen Bildung, Verwaltung und Wirtschaft sichtbar. Die Videos eignen sich dazu, unterschiedliche historische Deutungen zu vergleichen.


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