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KI und Roboter unterscheiden

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KI und Roboter unterscheiden




Einleitung

KI und Roboter unterscheiden klingt zunächst einfach: Ein Roboter sieht oft aus wie eine Maschine, KI sieht man dagegen häufig gar nicht. Genau hier entsteht aber eine typische Fehlvorstellung: Nicht jeder Roboter hat KI – und KI braucht keinen Roboterkörper. In diesem Lernkurs lernst Du, beide Begriffe sicher auseinanderzuhalten, neue Beispiele zu prüfen und Deine Entscheidung mit beobachtbaren Merkmalen zu begründen.

Der Kurs ist für die Klasse 5 gedacht und dauert ungefähr 60 bis 90 Minuten. Du brauchst keine technischen Vorkenntnisse. Wichtig ist nicht, möglichst viele Fachwörter zu kennen, sondern genau hinzuschauen, Fragen zu stellen, Belege zu suchen und offen zu sagen, wenn Informationen fehlen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Erste Denkfrage zum Bild: Du siehst einen humanoiden Roboter. Kannst Du allein am Aussehen erkennen, ob darin KI arbeitet? Die richtige Haltung lautet: Nein. Ein Foto zeigt Dir den Körper, aber nicht zuverlässig, welche Software ihn steuert.


Lernziele

Am Ende kannst Du die zentrale Idee in eigenen Worten erklären: Ein Roboter ist ein körperlich handelndes technisches System. KI bezeichnet Verfahren und Systeme zur Informationsverarbeitung, die Aufgaben wie Mustererkennung, Sprachverarbeitung, Vorhersagen oder flexible Problemlösungen übernehmen können. Beides kann zusammenarbeiten, muss es aber nicht.

Du kannst außerdem neue Fälle in vier Gruppen einordnen: KI ohne Roboter, Roboter ohne KI, KI und Roboter sowie weder KI noch Roboter. Du begründest Deine Zuordnung mit Merkmalen statt mit Werbung, Namen oder Aussehen. Wenn Angaben fehlen, sagst Du begründet: Das lässt sich noch nicht entscheiden.


Kurze Aktivierung und Diagnose

Entscheide spontan bei jeder Aussage: stimmt, stimmt nicht oder unsicher. Notiere Deine Wahl noch ohne nachzuschlagen.

  1. Jeder Roboter besitzt KI.
  2. Eine KI muss einen Roboterkörper haben.
  3. Ein Programm kann KI nutzen, obwohl sich nichts bewegt.
  4. Wenn ein Gerät „smart“ heißt, ist damit bewiesen, dass es KI verwendet.

Heb Deine Antworten auf. Am Ende prüfst Du, was sich an Deiner Einschätzung verändert hat. Besonders wichtig ist die dritte Möglichkeit unsicher: Wer gute Technikentscheidungen trifft, darf fehlende Informationen benennen, statt zu raten.


Zeitplan für 1–2 Unterrichtsstunden

Zeit Lernhandlung Ziel
ca. 0–8 Minuten Diagnose, Bildbeobachtung und erste Vermutungen Vorwissen und Fehlvorstellungen sichtbar machen
ca. 8–25 Minuten Begriffe KI, Roboter, Sensor, Aktor und Automatisierung klären gemeinsame Kriterien entwickeln
ca. 25–40 Minuten Beispiele in die Vier-Felder-Matrix einordnen vergleichen und begründen
ca. 40–55 Minuten Medienausschnitte untersuchen und Aussagen prüfen Quellenkritik und Medienbildung
ca. 55–75 Minuten Anwendungssituation „Schulbibliothek-Bücherbot“ bearbeiten entscheiden, testen und Verantwortung klären
ca. 75–90 Minuten Selbstkontrolle, Reflexion und Transfer Wissen auf neue Fälle übertragen

Für eine einzelne 45-Minuten-Stunde kannst Du Diagnose, Grundidee, Vier-Felder-Matrix, eine Anwendungssituation und einen Teil der Selbstkontrolle auswählen.


Was ist ein Roboter?

Ein Roboter ist eine programmierbare technische Maschine, die in der physischen Welt handelt. Er kann zum Beispiel greifen, fahren, drehen, sortieren, schweißen oder etwas transportieren. Viele Roboter nutzen Sensoren, um Informationen über ihre Umgebung aufzunehmen, und Aktoren beziehungsweise Motoren, um Bewegungen auszuführen.

Eine nützliche Kurzform ist:

Sensoren → Steuerung → Aktoren

Ein Abstandssensor kann zum Beispiel melden: „Vor mir ist ein Hindernis.“ Die Steuerung verarbeitet diese Information. Ein Motor bremst oder lenkt. Dafür ist noch nicht automatisch KI nötig. Ein Roboter kann vollständig nach vorher festgelegten Regeln und Programmschritten arbeiten.

Der abgebildete Industrieroboter zeigt eine wichtige Idee: Roboter müssen nicht menschenähnlich aussehen. Ein Roboterarm in einer Fabrik ist genauso ein Roboter wie ein fahrendes System oder ein humanoider Roboter.

Beobachtungsauftrag zum Video: Suche zwei Stellen, an denen ein Roboter körperlich in seiner Umgebung handelt. Notiere außerdem eine Stelle, bei der Du noch nicht sicher sagen kannst, ob dafür KI gebraucht wird. Trenne also bewusst zwischen „Das sehe ich“ und „Das vermute ich“.


Roboter, Maschine oder ferngesteuertes Gerät?

Nicht jede Maschine ist ein Roboter. Eine einfache elektrische Bohrmaschine wird von einem Menschen direkt geführt. Ein Ventilator dreht sich nach einer einfachen Schaltung. Ein Roboter ist typischerweise programmierbar und führt Aufgaben mit einem gewissen Grad an automatischer Steuerung aus. Die genaue Grenze des Wortes „Roboter“ ist in Fachwelt und Alltag nicht immer identisch. Deshalb ist es sinnvoll, Deine verwendeten Kriterien zu nennen.

Ein ferngesteuertes Fahrzeug ist ein guter Grenzfall: Wenn ein Mensch jede Bewegung direkt steuert, ist es weniger selbstständig als ein autonom fahrender Roboter. Manche Definitionen zählen bestimmte ferngesteuerte Systeme trotzdem zur Robotik. Für eine gute Begründung ist daher wichtiger, die Steuerungsart zu beschreiben, als nur ein Etikett zu nennen.


Was ist Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik und zugleich ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren und Systeme. Solche Systeme verarbeiten Eingaben und bearbeiten Aufgaben, die zum Beispiel mit Mustererkennung, Sprache, Bildern, Vorhersagen, Planung oder Entscheidungen zu tun haben können.

KI ist nicht ein einzelner „künstlicher Geist“. Sie kann als Software auf einem Computer oder Server laufen. Deshalb kann KI vorhanden sein, ohne dass sich irgendwo ein Roboter bewegt.

Das Bild zeigt schematisch ein künstliches neuronales Netz. Solche Netze sind eine Methode des maschinellen Lernens. Dabei wird ein Modell mit Beispieldaten trainiert, damit es in neuen Eingaben Muster erkennen oder passende Ausgaben erzeugen kann.

Wichtig: Maschinelles Lernen ist ein wichtiger Teil der heutigen KI, aber nicht jede KI muss mit maschinellem Lernen arbeiten. Es gibt auch andere KI-Verfahren, zum Beispiel regel- oder wissensbasierte Methoden.

Das vereinfachte Schema hilft beim Denken: Daten werden verarbeitet, ein Modell wird erstellt und anschließend an neuen Eingaben getestet. Gute Ergebnisse sind nicht garantiert. Wenn die Beispieldaten ungeeignet, zu einseitig oder fehlerhaft sind, kann das System ebenfalls unzuverlässige Ergebnisse liefern.

Beobachtungsauftrag zum Video: Sammle drei Beispiele dafür, was eine KI mit Informationen tun kann. Markiere anschließend, welche Aussagen Du im Video direkt belegt findest und welche Du erst noch durch eine zweite Quelle prüfen würdest.


KI kann Software ohne Körper sein

Stell Dir ein Programm vor, das Fotos nach Tierarten sortiert. Es kann KI nutzen, obwohl es weder Räder noch Arme besitzt. Ein Textsystem, das Wörter vervollständigt oder Fragen beantwortet, kann ebenfalls KI verwenden. Ein Roboterkörper ist dafür nicht nötig.

Umgekehrt kann ein Roboterarm hundertmal dieselbe Bewegung ausführen, weil jeder Schritt vorher programmiert wurde. Dann ist er ein Roboter, aber seine Aufgabe braucht nicht zwingend KI.


Die zentrale Unterscheidung

Nutze für neue Beispiele immer zwei getrennte Fragen:

  1. Roboter-Frage: Handelt ein programmierbares technisches System körperlich in der realen Welt, zum Beispiel durch Fahren, Greifen oder Bewegen?
  2. KI-Frage: Gibt es Hinweise auf KI-typische Informationsverarbeitung, zum Beispiel gelernte Mustererkennung, Sprachverarbeitung, flexible Planung oder andere als KI beschriebene Verfahren?

Erst wenn Du beide Fragen getrennt beantwortet hast, ordnest Du das Beispiel ein.

Kein Roboter Roboter
Keine KI erkennbar Taschenrechner, der nach festen Rechenregeln arbeitet vorprogrammierter Roboterarm mit festem Bewegungsablauf
KI erkennbar Bilderkennungssoftware ohne eigenen Körper Roboter, der mit KI Objekte erkennt und seine Handlung daran anpasst

Merksatz: KI beschreibt vor allem Informationsverarbeitung. Roboter beschreibt vor allem körperliches Handeln in der Welt.


Vier typische Fehlvorstellungen

  1. „Sieht aus wie ein Mensch, also hat es KI.“ Das Aussehen beweist nichts über die Software.
  2. „Bewegt sich selbst, also ist es KI.“ Automatische Bewegung kann auch mit festen Regeln funktionieren.
  3. „KI lernt immer weiter.“ Viele KI-Modelle werden trainiert und danach eingesetzt, ohne während jeder Nutzung weiterzulernen.
  4. „KI entscheidet, also ist der Mensch nicht mehr verantwortlich.“ Menschen legen Ziele, Einsatzregeln und Kontrollen fest und müssen Folgen verantworten.


Hinweise, die allein noch kein Beweis für KI sind

Eine Kamera ist noch keine KI. Ein Sensor ist noch keine KI. Ein Motor ist noch keine KI. Das Wort „smart“ ist noch keine KI. Ein menschenähnliches Gesicht ist noch keine KI. Auch komplizierte Technik ist nicht automatisch KI.

Gute Frage: „Welche Funktion soll hier KI sein, und woran kann ich das erkennen oder überprüfen?“


Anschauliche Beispiele


Beispiel A: Textprogramm auf einem Tablet

Ein Programm schlägt beim Schreiben passende Wörter vor und berücksichtigt dabei Muster aus sehr vielen Beispielen. Das Gerät selbst fährt nicht und greift nichts.

Einordnung: KI ohne Roboter.

Begründung: Die relevante Funktion ist Informationsverarbeitung. Ein Roboterkörper ist nicht beteiligt.


Beispiel B: Vorprogrammierter Roboterarm

Ein Roboterarm bewegt Bauteile immer in derselben festgelegten Reihenfolge. Er erkennt keine neuen Objektarten und verändert den Ablauf nicht selbst.

Einordnung: Roboter ohne erkennbare KI.

Begründung: Er handelt körperlich, aber die beschriebene Aufgabe lässt sich mit fest vorgegebenen Schritten ausführen.


Beispiel C: Roboter mit Bilderkennung

Ein mobiler Roboter nutzt eine Kamera. Eine KI erkennt unterschiedliche Gegenstände. Danach wählt der Roboter eine passende Greifbewegung.

Einordnung: KI und Roboter.

Begründung: KI übernimmt die Erkennung; der Roboter handelt körperlich.


Beispiel D: Taschenrechner

Ein einfacher Taschenrechner führt festgelegte Rechenoperationen aus. Er fährt nicht, greift nicht und nutzt für die Grundfunktionen keine KI.

Einordnung: weder KI noch Roboter.

Begründung: „Computertechnik“ ist nicht dasselbe wie KI, und ein Taschenrechner ist kein körperlich handelnder Roboter.


Beispiel E: Staubsaugerroboter – erst prüfen, dann urteilen

Datei:Robot vacuum cleaner - Japan - 2024 June 24.webm

Ein Staubsaugerroboter ist klar ein Roboter, weil er sich körperlich bewegt und eine Aufgabe in der Wohnung ausführt. Ob ein bestimmtes Modell zusätzlich KI nutzt, lässt sich nicht allein am Foto erkennen. Manche Geräte arbeiten überwiegend mit fest programmierten Regeln und Sensorik; andere nutzen zusätzlich lernende Verfahren oder komplexe Erkennung.

Gute Antwort bei fehlenden Angaben: „Roboter: ja. KI: aus den vorliegenden Informationen nicht sicher entscheidbar.“


Beispiel F: Kamera-Roboter

Ein Kamera-Roboter kann Bewegungen sehr genau wiederholen. Beobachte im Video, welche Aufgaben durch präzise Programmierung erklärbar sind. Suche nicht vorschnell nach KI. Frage stattdessen: Muss das System unbekannte Situationen erkennen oder flexibel aus Daten ableiten – oder wiederholt es vorgegebene Bewegungen?


Eine Entscheidungshilfe in fünf Schritten

  1. Beschreibe nur, was sicher bekannt ist. „Das Gerät fährt und bremst vor Hindernissen.“
  2. Suche körperliches Handeln. Wenn ein technisches System in der realen Welt greift, fährt oder bewegt, spricht das für einen Roboter.
  3. Suche eine KI-Funktion. Gibt es zum Beispiel gelernte Bild-, Sprach- oder Mustererkennung, flexible Planung oder ausdrücklich beschriebene KI-Verfahren?
  4. Trenne Beleg und Vermutung. Werbung, Aussehen und Wörter wie „smart“ sind keine ausreichenden Beweise.
  5. Entscheide oder fordere Informationen nach. „KI“, „Roboter“, „beides“, „weder noch“ oder „noch nicht entscheidbar“.

Diese fünf Schritte sind die zentrale KI-Kompetenz dieses Kurses: Du prüfst Technik anhand nachvollziehbarer Merkmale und behältst die Entscheidungshoheit.


Anwendungssituation: Der Bücherbot für die Schulbibliothek

Die Schulbibliothek möchte einen kleinen Wagen einsetzen, der Bücher vom Rückgabetisch zu einem Sortierplatz bringt. Drei Vorschläge stehen zur Auswahl.

Variante Blau: Der Wagen fährt immer auf einer markierten Linie. Sensoren erkennen die Linie und ein Stoppsensor hält vor Hindernissen an. Alle Regeln sind vorher festgelegt.

Variante Grün: Der Wagen fährt wie Variante Blau. Zusätzlich erkennt eine Kamera verschiedene Buchumschläge mit einem trainierten Bildmodell und schlägt das passende Regal vor. Ein Mensch bestätigt den Vorschlag.

Variante Gelb: Es gibt gar keinen Wagen. Eine Software liest Titel und Schlagwörter aus einer eingegebenen Bücherliste und schlägt Kategorien vor.


Deine Aufgabe

Ordne jede Variante ein: KI ohne Roboter, Roboter ohne KI, KI und Roboter oder weder noch. Begründe mit mindestens zwei Merkmalen. Notiere bei jedem Vorschlag außerdem, welche Information Du noch prüfen würdest.

Eine plausible Einordnung ist: Variante Blau ist ein Roboter ohne erkennbare KI; Variante Grün verbindet KI und Roboter; Variante Gelb kann KI ohne Roboter sein, wenn tatsächlich ein KI-Verfahren zur Kategorisierung genutzt wird. Fehlt diese technische Angabe, musst Du nachfragen.


Sicherheit, Datenschutz, Fairness und menschliche Kontrolle

Bevor die Schule sich für eine Technik entscheidet, reicht die Frage „Kann sie das?“ nicht aus.

Prüffrage Warum sie wichtig ist Beispiel beim Bücherbot
Sicherheit Menschen dürfen durch Bewegung oder Fehlfunktionen nicht gefährdet werden. Not-Aus, niedrige Geschwindigkeit, sichere Wege
Datenschutz Es sollen nur Daten erhoben werden, die für die Aufgabe wirklich nötig sind. Kamera möglichst auf Bücher und Fahrweg richten, nicht auf Gesichter
Transparenz Nutzerinnen und Nutzer sollen verstehen, was automatisiert geschieht. Kennzeichnen, dass die Regalempfehlung automatisch erzeugt wird
Fairness Fehler dürfen nicht bestimmte Personen oder Gruppen systematisch benachteiligen. prüfen, ob Entscheidungen zuverlässig und nach gleichen Regeln funktionieren
Menschliche Kontrolle Menschen setzen Ziele, prüfen Ergebnisse und können eingreifen. Bibliothekspersonal bestätigt unsichere Zuordnungen

Human Agency bedeutet hier: Die Technik unterstützt Dich, aber sie nimmt Dir nicht automatisch Denken, Prüfen und Verantwortung ab. Du kannst Vorschläge ablehnen, nach Gründen fragen, die Aufgabe anders lösen und einen Menschen hinzuziehen.


Testplan wie in der Wissenschaft

Teste nicht nur ein Beispiel. Nimm etwa verschiedene Bücher: dünne und dicke, helle und dunkle Umschläge, neue und abgenutzte. Notiere in einer Tabelle, wann die Erkennung stimmt und wann nicht. Vergleiche anschließend die Zahl richtiger und falscher Zuordnungen.

Damit verbindest Du Mathematik und Naturwissenschaften mit KI: Du erhebst Beobachtungen, zählst Ergebnisse und suchst nach Bedingungen, unter denen ein System zuverlässig oder unzuverlässig ist.


Fächerübergreifende Verbindungen

Fach Verbindung zum Thema Handlungsauftrag
Informatik Algorithmen, Daten, Sensoren, Aktoren, KI und Robotik unterscheiden Zeichne für ein Beispiel den Weg „Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe“.
Deutsch Behauptungen, Belege und Begründungen unterscheiden Formuliere: „Ich ordne das System als … ein, weil … . Mein Beleg ist … .“
Mathematik Ergebnisse zählen, Anteile vergleichen, Testreihen auswerten Vergleiche zwei Systeme anhand derselben Testfälle.
Naturwissenschaften Beobachten, Hypothesen bilden, testen und Messfehler beachten Verändere nur eine Bedingung, zum Beispiel Licht oder Abstand, und beobachte die Wirkung.
Kunst Gestaltung beeinflusst Erwartungen an Technik Entwirf zwei Gehäuse für dieselbe Technik: eines menschenähnlich, eines rein funktional. Diskutiere die Wirkung.
Ethik Verantwortung, Fairness, Sicherheit und Selbstbestimmung Entscheide, welche Aufgaben eine Maschine übernehmen darf und wo ein Mensch entscheiden sollte.
Medienbildung Werbung, Quellen und technische Behauptungen prüfen Markiere in einer Produktbeschreibung, was belegt, unklar oder reine Werbesprache ist.


Medienkompetenz: Nicht vom Bild täuschen lassen

Menschen schreiben Robotern schnell Eigenschaften wie „schlau“, „freundlich“ oder „weiß, was er tut“ zu. Ein Gesicht, eine Stimme oder flüssige Bewegungen können diesen Eindruck verstärken. Das nennt man eine menschliche Deutung technischer Signale; daraus folgt aber nicht, dass die Maschine wie ein Mensch versteht oder fühlt.

Ein guter Mediencheck besteht aus drei Fragen: Wer behauptet etwas? Welche Funktion wird konkret beschrieben? Welche Belege oder Tests gibt es? Prüfe bei wichtigen Aussagen möglichst mehr als eine verlässliche Quelle.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Ein Roboterarm wiederholt exakt einen vorher programmierten Bewegungsablauf. Welche Einordnung passt am besten? (Roboter ohne erkennbare KI) (!KI ohne Roboter) (!KI und Roboter) (!Weder KI noch Roboter)




Eine Software erkennt Tierarten auf Fotos, bewegt aber kein Gerät. Welche Einordnung passt? (KI ohne Roboter) (!Roboter ohne KI) (!KI und Roboter) (!Weder KI noch Roboter)




Ein fahrender Roboter erkennt mit einem trainierten Bildmodell Müllarten und greift sie. Welche Einordnung passt? (KI und Roboter) (!KI ohne Roboter) (!Roboter ohne KI) (!Weder KI noch Roboter)




Du siehst nur ein Foto eines humanoiden Roboters. Was kannst Du sicher über KI sagen? (Ob KI genutzt wird, ist aus dem Foto allein nicht sicher erkennbar) (!Jeder humanoide Roboter besitzt KI) (!Ein Gesicht beweist Sprachverständnis) (!Räder oder Beine beweisen maschinelles Lernen)




Ein Hersteller nennt ein Gerät smart. Was ist die beste nächste Handlung? (Die konkrete Funktion und Belege für den KI-Einsatz prüfen) (!Die Werbung als technischen Beweis übernehmen) (!Nur auf das Gehäuse achten) (!Annehmen, dass jede Automatik KI ist)




Wofür ist ein Sensor in einem Roboter hauptsächlich da? (Er nimmt Informationen aus der Umgebung auf) (!Er beweist automatisch den Einsatz von KI) (!Er ersetzt jede menschliche Kontrolle) (!Er ist nur Dekoration am Gehäuse)




Welche Aussage über maschinelles Lernen ist passend? (Es ist eine wichtige Methode innerhalb der KI) (!Es ist dasselbe wie jeder Roboter) (!Es braucht immer einen menschenähnlichen Körper) (!Es macht Ergebnisse automatisch fehlerfrei)




Ein System liefert eine unsichere Empfehlung für das richtige Bücherregal. Was ist verantwortungsvoll? (Ein Mensch prüft den Vorschlag und kann ihn ändern) (!Die Empfehlung muss immer übernommen werden) (!Unsicherheit sollte vor Nutzenden versteckt werden) (!Je moderner das System aussieht, desto richtiger ist es)




Welcher Satz trennt KI und Roboter am besten? (KI betrifft vor allem Informationsverarbeitung, Roboter wirken körperlich in der Welt) (!KI und Roboter sind zwei Wörter für genau dieselbe Technik) (!Nur Roboter können Daten verarbeiten) (!Jede Software ist automatisch KI)




Bei einem unbekannten Gerät fehlen Angaben zur Steuerungssoftware. Was ist eine gute Antwort? (Die KI-Einordnung ist noch nicht sicher entscheidbar) (!Dann ist es sicher KI) (!Dann ist es sicher kein Roboter) (!Dann entscheidet allein das Aussehen)





Memory

Künstliche Intelligenz Informationsverarbeitung für Aufgaben wie Mustererkennung oder Sprachverarbeitung
Roboter programmierbares technisches System mit körperlicher Wirkung
Sensor nimmt Informationen aus der Umgebung auf
Aktor setzt ein Steuersignal in eine Bewegung oder Handlung um
Training Anpassen eines Lernmodells an Beispieldaten
Transparenz sichtbar machen, wie und wofür ein System eingesetzt wird
Fairness ungerechtfertigte Benachteiligung vermeiden und prüfen
Menschliche Kontrolle Menschen setzen Ziele, prüfen Ergebnisse und können eingreifen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
KI ohne Roboter Textsoftware mit trainierter Mustererkennung
Roboter ohne KI vorprogrammierter Greifarm mit festem Ablauf
KI und Roboter mobiler Roboter mit gelernter Objekterkennung
Weder KI noch Roboter einfacher Taschenrechner
Noch nicht entscheidbar Gerät mit Werbung als smart aber ohne Funktionsbeschreibung
Menschliche Verantwortung Ergebnis prüfen und bei Unsicherheit eingreifen






Kreuzworträtsel

Robotik Wie heißt das Fachgebiet, das sich mit Entwicklung und Steuerung von Robotern beschäftigt?
Sensor Welches Bauteil nimmt Informationen aus der Umgebung auf?
Aktor Welches Bauteil setzt Steuerbefehle in Bewegung oder Handlung um?
Daten Woraus lernen viele Systeme des maschinellen Lernens?
Muster Was versucht eine Bilderkennung in Beispielen zu erkennen?
Kontrolle Was soll beim verantwortlichen KI-Einsatz beim Menschen bleiben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

handelt als technisches System körperlich in der realen Welt.
Eine

kann als Software arbeiten, ohne einen Roboterkörper zu besitzen.
Ein

nimmt Informationen aus der Umgebung auf.
Ein

kann eine Bewegung ausführen.
Nicht jede automatische Bewegung benötigt

.
Beim maschinellen Lernen werden oft

zum Training verwendet.
Das Aussehen eines Geräts ist kein sicherer

für KI.
Wenn Informationen fehlen, ist die Einordnung manchmal noch nicht

.
Menschen sollen Ergebnisse prüfen und die

behalten.
Eine gute Begründung trennt Beobachtung von

.




Reflexion und Transfer

Kehre zu den vier Aussagen aus der Anfangsdiagnose zurück. Korrigiere jede Aussage, die nicht stimmt, in einem vollständigen Satz. Ergänze danach einen eigenen Merksatz, der mit „Ich erkenne den Unterschied nicht am Aussehen, sondern …“ beginnt.

Übertrage das Gelernte auf ein unbekanntes Gerät in Deiner Umgebung. Stelle zuerst die Roboter-Frage, dann die KI-Frage. Wenn Du etwas nicht weißt, formuliere genau, welche Information fehlt. Diese Fähigkeit ist wichtiger als schnelles Raten.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sortierkarten: Zeichne oder beschreibe acht Alltagsgeräte. Ordne sie in die vier Felder „KI ohne Roboter“, „Roboter ohne KI“, „beides“ und „weder noch“. Schreibe zu jeder Karte einen Begründungssatz.
  2. Beleg oder Vermutung: Suche in einer Technikwerbung fünf Aussagen. Markiere jede als beobachtbaren Beleg, unklare Behauptung oder Werbesprache. Begründe zwei Markierungen.
  3. Sensor-Aktor-Skizze: Zeichne einen einfachen Roboter und beschrifte einen Sensor, eine Steuerung und einen Aktor. Erkläre mit Pfeilen, wie Information und Handlung zusammenhängen.
  4. Technik ohne Menschenform: Entwirf ein Robotergehäuse, das überhaupt nicht menschenähnlich aussieht, aber eine sinnvolle Schulaufgabe erfüllt. Erkläre, warum es trotzdem ein Roboter ist.


Standard

  1. Vier-Felder-Fotostory: Erstelle vier Fotos oder Zeichnungen aus Schule und Alltag, die jeweils eines der vier Felder darstellen. Formuliere zu jedem Bild eine überprüfbare Begründung.
  2. Bücherbot-Test: Entwickle zehn Testfälle für den Bücherbot. Lege vorher fest, was als richtiges Ergebnis gilt, und erstelle eine Tabelle für Beobachtungen und Fehler.
  3. Interview: Befrage zwei Personen aus Schule oder Familie, was sie unter KI und Roboter verstehen. Vergleiche die Antworten mit den Kurskriterien und korrigiere mindestens eine typische Fehlvorstellung respektvoll.
  4. Erklärvideo: Produziere ein Video von höchstens zwei Minuten. Zeige ein Beispiel für KI ohne Roboter und eines für Roboter ohne KI. Verwende eigene Formulierungen und nenne Deine Belege.


Schwer

  1. Grenzfall untersuchen: Wähle einen Staubsaugerroboter, eine Drohne oder ein anderes Gerät. Recherchiere aus mindestens zwei verlässlichen Quellen, welche Funktionen wirklich vorhanden sind. Trenne Robotermerkmale von möglichen KI-Funktionen.
  2. Faire Technikentscheidung: Entwirf Kriterien, nach denen eine Schule über den Einsatz eines KI-gestützten Roboters entscheiden könnte. Berücksichtige Nutzen, Sicherheit, Datenschutz, Fairness, Kosten und menschliche Kontrolle.
  3. Experiment zur Erkennung: Plane einen kleinen Test für eine Bild- oder Geräuscherkennung mit verschiedenen Bedingungen. Verändere jeweils nur eine Bedingung, dokumentiere Ergebnisse und erkläre mögliche Fehlerquellen.
  4. Debatte Mensch und Maschine: Führe eine Klassendebatte zur Frage „Welche Entscheidungen in der Schule sollen niemals vollständig an KI oder Roboter abgegeben werden?“ Nutze Beispiele, Gegenargumente und einen begründeten Abschluss.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Lieferroboter: Ein Lieferroboter fährt autonom über einen Campus. Du weißt, dass er Hindernisse erkennt, aber nicht, wie. Formuliere, was Du sicher einordnen kannst, was offenbleibt und welche Information Du für die KI-Frage brauchst.
  2. Minimaltechnik wählen: Eine Schule möchte Pflanzen automatisch gießen. Vergleiche eine einfache Zeitsteuerung, einen Sensorregler und ein KI-System. Entscheide, welche Lösung für welchen Zweck angemessen ist und begründe, warum mehr KI nicht automatisch besser ist.
  3. Fehleranalyse: Eine Bilderkennung sortiert 18 von 20 Büchern richtig. Beschreibe, welche zusätzlichen Tests Du durchführen würdest, bevor die Schule das System einsetzt. Berücksichtige unterschiedliche Bedingungen und mögliche Folgen von Fehlern.
  4. Quellencheck: Eine Werbung behauptet „Unser Lernroboter denkt wie ein Mensch“. Entwickle drei Prüffragen, mit denen Du diese Aussage sachlich untersuchst, ohne sie vorschnell zu glauben oder abzulehnen.
  5. Verantwortungskette: Beschreibe an einem Beispiel, welche Aufgaben die Entwicklerinnen und Entwickler, die Schule, die Lehrkraft und die Lernenden beim verantwortlichen KI-Einsatz haben können.
  6. Neue Beispiele erklären: Erfinde ein neues Beispiel für jede der vier Kategorien. Tausche mit einer Partnerperson. Prüft gegenseitig, ob die Beschreibungen genügend Informationen für eine eindeutige Einordnung enthalten.


Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe aufsagst, sondern an neuen Beispielen zeigen kannst, wie Du zu einer Entscheidung kommst.

  1. Du erklärst den Unterschied zwischen KI und Roboter in eigenen Worten.
  2. Du ordnest Beispiele in die vier Kategorien ein und nennst passende Merkmale.
  3. Du erkennst, dass Aussehen, Werbung oder ein Sensor allein kein KI-Beweis sind.
  4. Du kannst bei fehlenden Informationen begründet „noch nicht entscheidbar“ sagen.
  5. Du beschreibst die Rollen von Sensor, Steuerung und Aktor an einem Roboterbeispiel.
  6. Du erklärst, warum KI-Ergebnisse geprüft werden müssen und Fehler möglich sind.
  7. Du beziehst Sicherheit, Datenschutz, Fairness, Transparenz und menschliche Kontrolle in eine Entscheidung ein.
  8. Du kannst eine typische Fehlvorstellung korrigieren, zum Beispiel „Jeder Roboter hat KI“.




OERs zum Thema

Wikipedia: Künstliche Intelligenz

Wikipedia: Roboter

Wikipedia: Robotik



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