KI-gestützte Schulentwicklung gestalten

KI-gestützte Schulentwicklung gestalten
KI-gestützte Schulentwicklung gestalten
Mini-Beschreibung: Dieser aiMOOC zeigt Dir als Schulleitung, wie KI nicht als Einzeltool, sondern als Bestandteil einer langfristigen Schulentwicklungsstrategie gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen klare Ziele, Beteiligung, Governance, Fortbildung, Pilotierung und Evaluation.

Einleitung
KI verändert Unterricht, Kommunikation, Verwaltung und Professionalisierung. Für Schulleitungen lautet die zentrale Frage deshalb nicht: Welches Tool sollen wir einführen? Sondern: Welches schulische Problem wollen wir lösen, welche Qualität wollen wir verbessern und unter welchen Bedingungen ist KI dafür geeignet?
Die KMK ordnet KI in schulischen Bildungsprozessen unter anderem den Feldern Lernen und Didaktik, Prüfungskultur, Professionalisierung, rechtliche Rahmenbedingungen und Chancengerechtigkeit zu. Die UNESCO betont einen menschenzentrierten Ansatz. Für die Organisation ist außerdem der Aufbau von KI-Kompetenz bedeutsam. Rechtslage, Datenschutzvorgaben und landesspezifische Regelungen müssen regelmäßig geprüft werden.
Orientierungsquellen:
- KMK: Handlungsempfehlung zum Umgang mit KI in schulischen Bildungsprozessen
- UNESCO: Guidance for Generative AI in Education and Research
- Europäische Kommission: Fragen und Antworten zur KI-Kompetenz
- OECD Digital Education Outlook 2026

Reflexionsimpuls: Wenn morgen alle KI-Dienste ausfallen würden: Welche Deiner Schulentwicklungsziele müssten trotzdem bestehen bleiben? Genau diese Ziele gehören in die Strategie.
Führungsperspektive: Vom Tool zur Strategie
Eine nachhaltige KI-Strategie verbindet fünf Ebenen:
| Ebene | Leitfrage für die Schulleitung |
|---|---|
| Pädagogik | Welches Lernen und welche Unterrichtsqualität wollen wir stärken? |
| Organisation | Welche Abläufe sollen sinnvoll unterstützt oder vereinfacht werden? |
| Menschen | Welche Kompetenzen, Rollen und Freiräume braucht das Kollegium? |
| Governance | Welche Regeln, Zuständigkeiten und Schutzmechanismen gelten? |
| Evaluation | Woran erkennen wir Wirkung, Nebenwirkungen und Verbesserungsbedarf? |
Merksatz: Erst Ziel und Problem klären, dann Prozesse gestalten, erst danach Werkzeuge auswählen.
Schaubild: Strategischer KI-Schulentwicklungszyklus
| 1. Ausgangslage | → | 2. Zielbild | → | 3. Pilot | → | 4. Regeln | → | 5. Qualifizierung | → | 6. Evaluation | → | 7. Skalierung |
| Bedarfe und Risiken | Pädagogische Prioritäten | Klein starten | Zuständigkeiten klären | Kompetenzen aufbauen | Daten und Erfahrungen prüfen | Bewährtes verstetigen |

Der Zyklus folgt dem Gedanken kontinuierlicher Qualitätsentwicklung: planen, erproben, prüfen und anpassen. KI-Schulentwicklung ist damit kein einmaliges Digitalprojekt.
Schritt 1: Ausgangslage analysieren
Bevor Entscheidungen fallen, wird der Ist-Stand sichtbar gemacht.
| Prüffeld | Leitfrage | Mögliche Evidenz |
|---|---|---|
| Unterricht | Wo entstehen Lernprobleme oder hohe Differenzierungsbedarfe? | Hospitationen, Fachkonferenzen, Lernstandsanalysen |
| Kollegium | Welche KI-Erfahrungen und Unsicherheiten gibt es? | Kurzbefragung, Fortbildungsbedarf |
| Organisation | Welche Routinen binden unverhältnismäßig viel Zeit? | Prozessanalyse, Aufgabeninventur |
| Infrastruktur | Welche Zugänge, Geräte und Konten sind vorhanden? | Bestandsaufnahme |
| Governance | Welche Regeln fehlen? | Datenschutz-, Prüfungs- und Kommunikationspraxis |

Praxisauftrag: Führe mit Deinem Leitungsteam eine 20-minütige SWOT-Analyse durch. Nutze dabei nicht „KI allgemein“, sondern ein konkretes Entwicklungsziel, zum Beispiel „formatives Feedback verbessern“.
Schritt 2: Ein gemeinsames Zielbild formulieren
Ein gutes Zielbild beschreibt pädagogische Wirkung statt Technik.
Schwach: „Unsere Schule nutzt drei KI-Tools.“
Stärker: „Unsere Schule nutzt KI dort, wo sie Lernprozesse, professionelle Zusammenarbeit oder verlässliche Routinen verbessert, ohne pädagogische Verantwortung zu automatisieren.“
Leitfragen:
- Zielklarheit: Welches Problem soll kleiner werden?
- Lernwirksamkeit: Was soll für Lernende besser werden?
- Lehrkräftegesundheit: Wo kann Arbeit sinnvoll entlastet werden?
- Chancengerechtigkeit: Wer könnte profitieren oder benachteiligt werden?
- Nachhaltigkeit: Ist die Lösung auch in zwei Jahren organisatorisch tragfähig?
Schritt 3: Klein pilotieren statt flächig ausrollen
Ein Pilot ist ein begrenztes Lernexperiment mit klarer Fragestellung.
| Pilot-Baustein | Beispiel |
|---|---|
| Problem | Rückmeldungen zu Schreibprozessen dauern zu lange. |
| Hypothese | KI-gestützte Vorstrukturierung kann Lehrkräfte entlasten, wenn die finale Rückmeldung menschlich verantwortet bleibt. |
| Gruppe | Zwei freiwillige Fachschaften. |
| Zeitraum | Ein überschaubarer Erprobungszeitraum. |
| Erfolgskriterien | Zeitgewinn, Qualität, Akzeptanz, Datenschutz, Lernwirkung. |
| Abbruchkriterium | Unklare Datenflüsse, Qualitätsverlust oder Benachteiligung. |
Grundsatz: Ein Pilot darf scheitern. Eine unkontrollierte Einführung darf es nicht.
Schritt 4: Governance und Verantwortung
KI-Governance bedeutet, dass Zuständigkeiten und Grenzen vor der breiten Nutzung geklärt werden.
| Bereich | Führungsentscheidung |
|---|---|
| Freigabe | Wer entscheidet, welche Anwendungen schulisch genutzt werden? |
| Datenschutz | Welche Daten dürfen niemals in externe KI-Dienste eingegeben werden? |
| Transparenz | Wann muss KI-Nutzung kenntlich gemacht werden? |
| Menschliche Verantwortung | Welche Entscheidungen bleiben zwingend bei Menschen? |
| Beschaffung | Wer prüft Verträge, Kosten, Barrierefreiheit und Datenverarbeitung? |
| Vorfälle | Wie werden Fehlfunktionen, Datenschutzprobleme oder diskriminierende Ausgaben gemeldet? |
Leitungsregel: Keine personenbezogenen oder besonders schutzbedürftigen Daten in nicht freigegebene Systeme eingeben. Konkrete Vorgaben sind mit Schulträger, Datenschutzbeauftragten und zuständiger Schulaufsicht zu klären.
Entscheidungssituation 1: Darf ein neues KI-Tool in den Pilot?

Nutze vor jeder Freigabe eine Entscheidungsmatrix:
| Kriterium | Grün | Gelb | Rot |
|---|---|---|---|
| Pädagogischer Nutzen | klarer Bezug zum Ziel | plausibel, noch unklar | kein erkennbarer Mehrwert |
| Datenschutz | geprüft und dokumentiert | offene Rückfrage | ungeklärte oder problematische Datenflüsse |
| Menschliche Kontrolle | jederzeit möglich | teilweise unklar | Entscheidung wird faktisch ausgelagert |
| Zugang | fair und barrierearm | Einschränkungen | systematische Benachteiligung |
| Evaluation | messbare Kriterien | nur Erfahrungswerte | keine Prüfmöglichkeit |
Entscheidungslogik: Rot in einem kritischen Schutzbereich bedeutet: nicht starten, zuerst klären. Gelb bedeutet: begrenzen und prüfen. Grün bedeutet: Pilot kann vorbereitet werden.
Entscheidungssituation 2: KI für sensible schulische Entscheidungen?
Fall: Ein Anbieter verspricht, aus Leistungsdaten automatisch Förderbedarf zu priorisieren.
Fragen für das Leitungsteam:
- Welche Daten verarbeitet das System?
- Welche Folgen hat eine falsche Einstufung?
- Können Lehrkräfte die Empfehlung nachvollziehen und korrigieren?
- Gibt es Verzerrungen für bestimmte Gruppen?
- Ist diese Form der Automatisierung rechtlich und pädagogisch überhaupt zulässig?
- Gibt es eine weniger eingriffsintensive Alternative?
Führungshaltung: Je höher die mögliche Auswirkung auf einzelne Personen, desto höher müssen Transparenz, Prüfung und menschliche Kontrolle sein.
Schritt 5: KI-Kompetenz als Personalentwicklung

Fortbildung sollte nicht bei Prompt-Tipps enden. Sie braucht mehrere Kompetenzdimensionen:
| Kompetenz | Was Mitarbeitende können sollten |
|---|---|
| Verstehen | Grundprinzipien, Grenzen und typische Fehler von KI erklären. |
| Anwenden | KI zielgerichtet für pädagogische oder organisatorische Aufgaben einsetzen. |
| Prüfen | Ergebnisse auf Richtigkeit, Bias, Quellenlage und Angemessenheit prüfen. |
| Schützen | Datenschutz, Vertraulichkeit und Urheberrecht berücksichtigen. |
| Reflektieren | Auswirkungen auf Lernen, Autorschaft, Leistung und Rollen diskutieren. |
| Gestalten | gute Einsatzszenarien entwickeln und evaluieren. |
Fortbildungsprinzip: Teams lernen an echten Aufgaben ihrer Schule. Ein 30-minütiges Format mit direkter Anwendung kann wertvoller sein als ein einmaliger Großvortrag ohne Transfer.
Schaubild: Drei Ebenen der Professionalisierung
| Basis | Praxis | Gestaltung |
|---|---|---|
| Was ist KI? Wo liegen Grenzen? | Wie nutze und prüfe ich KI im eigenen Arbeitsfeld? | Wie entwickle ich Regeln, Szenarien und Evaluation mit? |
| KI-Kompetenz für alle | Rollenbezogene Vertiefung | Multiplikatorinnen und Multiplikatoren |
Schritt 6: Unterricht, Organisation und Kommunikation zusammendenken

Ein technisches Grundverständnis hilft, Erwartungen zu begrenzen: Generative KI erzeugt Ausgaben auf Basis statistischer Muster. Sie verfügt nicht automatisch über schulischen Kontext, gesicherte Wahrheit oder pädagogische Urteilskraft.
Sinnvolle Suchfelder:
| Feld | Möglicher Nutzen | Führungsfrage |
|---|---|---|
| Unterrichtsvorbereitung | Ideen, Differenzierung, Materialentwürfe | Wie wird fachliche Qualität gesichert? |
| Feedback | Vorstrukturierung, Varianten, Sprachunterstützung | Wer trägt die Verantwortung für die Rückmeldung? |
| Kommunikation | Entwürfe, Übersetzung, verständliche Sprache | Welche Daten dürfen verarbeitet werden? |
| Wissensmanagement | Zusammenfassen freigegebener interner Dokumente | Welche Quelle ist verbindlich? |
| Verwaltung | Routineentwürfe und Strukturierung | Welche Prozesse dürfen nicht automatisiert werden? |
Praxisbeispiel A: KI-Sprechstunde im Kollegium
Fiktiv, aber realitätsnah: Eine Schule startet keine verpflichtende Tool-Offensive. Stattdessen gibt es vier Wochen lang eine wöchentliche 30-minütige KI-Sprechstunde.
| Woche | Fokus |
|---|---|
| 1 | Sichere Grundlagen und typische Fehler |
| 2 | Unterrichtsvorbereitung und Quellenprüfung |
| 3 | Feedback und Leistungsbewertung |
| 4 | Datenschutz, Regeln und nächste Piloten |
Erfolgskriterium: Nicht Anzahl der Prompts, sondern Zahl der tragfähigen Anwendungsszenarien und geklärten Fragen.
Praxisbeispiel B: KI-gestützte Elternkommunikation
Fiktiv, aber realitätsnah: Das Sekretariat und die Schulleitung testen KI nur für Rohentwürfe allgemeiner Informationsschreiben.
Regeln:
- Keine personenbezogenen Daten in nicht freigegebene Systeme.
- Jeder Text wird von einer zuständigen Person geprüft.
- Rechtlich oder pädagogisch sensible Aussagen werden nicht automatisiert entschieden.
- Übersetzungen werden bei hoher Bedeutung zusätzlich kontrolliert.
- Nach vier Wochen werden Zeitgewinn und Fehler dokumentiert.
Praxisbeispiel C: Prüfungsformate weiterentwickeln
KI verändert nicht nur das Erstellen von Texten, sondern auch die Frage, wie Eigenleistung sichtbar wird.
Mögliche Entwicklungsrichtung: stärker prozessorientierte Aufgaben, mündliche Erläuterungen, dokumentierte Arbeitswege, Reflexion über KI-Nutzung und Aufgaben mit schulischem oder persönlichem Kontext.
Leitungsaufgabe: Fachschaften benötigen gemeinsame Orientierungen, damit Bewertung transparent und vergleichbar bleibt.
Entscheidungssituation 3: Ein Kollegium ist gespalten
Ein Teil fordert schnelle Freigaben, ein anderer Teil ein vollständiges Verbot.
Moderationsstruktur:
- Gemeinsame schulische Ziele benennen.
- Konkrete Risiken statt Grundsatzpositionen sammeln.
- Einen kleinen, freiwilligen und überprüfbaren Pilot definieren.
- Schutzregeln gemeinsam festlegen.
- Nach einem festen Termin mit Evidenz neu entscheiden.

Reflexionsfrage: Welche Konflikte an Deiner Schule sind eigentlich Technikfragen – und welche sind Fragen von Vertrauen, Rollen, Qualität oder Gerechtigkeit?
12-Monats-Roadmap für Schulleitungen
| Phase | Schwerpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| Monate 1–3 | Ausgangslage, Zielbild, Steuergruppe | Ein gemeinsames Problem- und Zielverständnis |
| Monate 4–6 | Regeln, Fortbildung, erster Pilot | Begrenzte Erprobung mit Schutzrahmen |
| Monate 7–9 | Evaluation, Austausch, Anpassung | Evidenz zu Nutzen, Risiken und Akzeptanz |
| Monate 10–12 | Skalierung oder Stopp | Verstetigte Praxis oder begründete Neuorientierung |
Wichtig: Nicht jede erfolgreiche Einzelerfahrung muss skaliert werden. Entscheidend sind Übertragbarkeit, Ressourcen und Qualität.
Checkliste: Startklar für einen KI-Pilot?
| Check | Frage |
|---|---|
| ☐ | Ist das pädagogische oder organisatorische Problem klar beschrieben? |
| ☐ | Gibt es ein messbares Erfolgskriterium? |
| ☐ | Ist geklärt, welche Daten verarbeitet werden? |
| ☐ | Sind Zuständigkeiten festgelegt? |
| ☐ | Ist menschliche Kontrolle gesichert? |
| ☐ | Gibt es eine Alternative ohne KI? |
| ☐ | Sind Zugang und Barrierefreiheit berücksichtigt? |
| ☐ | Ist ein Evaluations- und Abbruchtermin festgelegt? |
Checkliste: KI-Governance an der Schule
| Check | Baustein |
|---|---|
| ☐ | Schulische Leitlinie zur KI-Nutzung |
| ☐ | Verfahren zur Tool-Prüfung |
| ☐ | Datenschutz- und Sicherheitsklärung |
| ☐ | Regeln für Transparenz und Kennzeichnung |
| ☐ | Orientierung für Leistungsbewertung |
| ☐ | Fortbildungsplan |
| ☐ | Meldeweg für Vorfälle |
| ☐ | Jährlicher Review-Termin |
Checkliste: Führungskommunikation
Vor einer Einführung sollte jede Führungskraft drei Sätze beantworten können:
- Warum? Welches Problem lösen wir?
- Wie? Unter welchen Regeln testen wir?
- Woran merken wir es? Wie prüfen wir Nutzen und Nebenwirkungen?
Wenn diese drei Sätze nicht klar sind, ist die Organisation noch nicht bereit für Skalierung.
Reflexionsboard für das Leitungsteam
| Perspektive | Reflexionsfrage |
|---|---|
| Lernende | Welche Gruppen profitieren – und welche könnten ausgeschlossen werden? |
| Lehrkräfte | Wo entsteht Entlastung, wo zusätzlicher Prüfaufwand? |
| Eltern | Welche Transparenz ist nötig, um Vertrauen zu sichern? |
| Schulträger | Welche Infrastruktur und Verträge müssen geklärt werden? |
| Schulaufsicht | Welche Vorgaben sind verbindlich? |
| Schulkultur | Fördert der Einsatz Kooperation oder nur individuelle Effizienz? |
Fünf Führungsprinzipien
- Pädagogische Führung: Ziele vor Tools.
- Partizipation: Betroffene früh beteiligen.
- Datenschutz: Schutz und Klarheit vor Bequemlichkeit.
- Professionalisierung: Kompetenz kontinuierlich aufbauen.
- Evaluation: Pilotieren, prüfen, anpassen oder stoppen.

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was steht am Anfang einer nachhaltigen KI-Schulentwicklung? (Ein klar beschriebenes pädagogisches oder organisatorisches Ziel) (!Die Auswahl eines möglichst bekannten KI-Tools) (!Die flächendeckende Einführung für alle) (!Die Zahl der verfügbaren Lizenzen)
Wozu dient ein begrenzter KI-Pilot vor allem? (Dazu Nutzen Risiken und Bedingungen kontrolliert zu prüfen) (!Dazu sofort schulweit Standards durchzusetzen) (!Dazu Evaluation zu vermeiden) (!Dazu Zuständigkeiten offen zu lassen)
Welche Aussage beschreibt gute KI-Governance am besten? (Zuständigkeiten Regeln Schutzmechanismen und Kontrolle sind geklärt) (!Jede Lehrkraft entscheidet ohne gemeinsamen Rahmen) (!Nur die technische Funktion eines Tools wird betrachtet) (!Datenschutz wird erst nach der Einführung geprüft)
Was ist ein geeignetes Erfolgskriterium für einen KI-Pilot? (Messbare Verbesserung bezogen auf das vorher definierte Ziel) (!Möglichst viele erzeugte Texte) (!Möglichst viele verschiedene Tools) (!Möglichst schnelle flächendeckende Nutzung)
Welche Kompetenz gehört zur professionellen KI-Nutzung? (KI-Ergebnisse kritisch prüfen und einordnen) (!KI-Ausgaben grundsätzlich ungeprüft übernehmen) (!Persönliche Daten möglichst vollständig eingeben) (!Nur die Geschwindigkeit der Ausgabe bewerten)
Welche Rolle sollte menschliche Kontrolle bei folgenreichen Entscheidungen spielen? (Sie muss besonders stark und nachvollziehbar sein) (!Sie sollte möglichst vollständig entfallen) (!Sie ist nur bei technischen Problemen nötig) (!Sie ist für schulische Entscheidungen bedeutungslos)
Was ist bei einer gespaltenen Haltung im Kollegium sinnvoll? (Einen begrenzten Pilot mit gemeinsam vereinbarten Kriterien gestalten) (!Kritische Stimmen aus der Entwicklung ausschließen) (!Alle sofort zur Nutzung verpflichten) (!Jede Diskussion über Risiken vermeiden)
Was kennzeichnet ein gutes Zielbild? (Es beschreibt gewünschte pädagogische oder organisatorische Wirkung) (!Es nennt nur konkrete Produktnamen) (!Es zählt möglichst viele KI-Funktionen auf) (!Es ersetzt alle bestehenden Schulziele)
Wann sollte ein Pilot gestoppt oder pausiert werden? (Wenn kritische Schutzfragen ungeklärt bleiben) (!Wenn nicht jede Person sofort begeistert ist) (!Wenn die erste Ausgabe eines Systems lang ist) (!Wenn ein anderes Tool neu erscheint)
Was bedeutet Evaluation in der KI-Schulentwicklung? (Nutzen Nebenwirkungen Akzeptanz und Zielerreichung systematisch prüfen) (!Nur positive Rückmeldungen sammeln) (!Nach der Einführung keine Veränderungen mehr zulassen) (!Erfolg ausschließlich an der Nutzungszahl messen)
Memory
| Zielbild | gewünschte Wirkung |
| Pilotierung | begrenzte Erprobung |
| Governance | Regeln und Zuständigkeiten |
| Evaluation | systematische Überprüfung |
| Partizipation | Beteiligung der Betroffenen |
| Fortbildung | Kompetenzentwicklung |
| Skalierung | begründete Ausweitung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ausgangslage | Bedarfe und Risiken erkennen |
| Zielbild | gewünschte Wirkung beschreiben |
| Pilotierung | begrenzt erproben |
| Evaluation | Ergebnisse und Nebenwirkungen prüfen |
| Skalierung | Bewährtes nachhaltig ausweiten |
Kreuzworträtsel
| Governance | Wie heißt der Ordnungsrahmen aus Regeln Zuständigkeiten und Kontrolle? |
| Pilotierung | Wie heißt die begrenzte Erprobung einer neuen Praxis? |
| Evaluation | Wie heißt die systematische Überprüfung von Wirkung und Zielerreichung? |
| Fortbildung | Wie heißt organisierte berufliche Kompetenzentwicklung? |
| Datenschutz | Welcher Schutzbereich betrifft personenbezogene Informationen? |
| Partizipation | Wie heißt die Beteiligung betroffener Gruppen an Entwicklungsprozessen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- KI-Bedarfscheck: Notiere drei wiederkehrende Probleme Deiner Schule, bei denen KI möglicherweise unterstützen könnte, und drei Probleme, die besser ohne KI gelöst werden.
- Zielbild: Formuliere einen Satz, der beschreibt, welche pädagogische Wirkung Deine Schule durch verantwortungsvolle KI-Nutzung erreichen möchte.
- Stakeholderanalyse: Erstelle eine Übersicht aus Lernenden, Lehrkräften, Eltern, Schulträger und Schulaufsicht und notiere je eine zentrale Frage dieser Gruppe.
- KI-Governance: Prüfe mit der Governance-Checkliste, welche drei Punkte an Deiner Schule bereits geklärt sind und welche drei fehlen.
Standard
- Pilotprojekt: Entwirf einen achtwöchigen KI-Pilot mit Ziel, Zielgruppe, Erfolgskriterien, Schutzregeln und Abbruchkriterium.
- Fortbildungskonzept: Plane drei kurze schulinterne Lernformate zu Verstehen, Anwenden und Prüfen von KI.
- Entscheidungsmatrix: Vergleiche zwei mögliche Lösungswege für ein Schulproblem nach pädagogischem Nutzen, Datenschutz, Zugang, Aufwand und Evaluation.
- Kommunikationsplan: Erstelle eine Information für Kollegium und Eltern, die Zweck, Grenzen und Evaluation eines KI-Piloten verständlich erklärt.
Schwer
- Schulentwicklungsstrategie: Entwickle eine einjährige KI-Roadmap mit Meilensteinen, Verantwortlichkeiten, Fortbildung und Evaluation.
- Prüfungskultur: Entwirf mit einer Fachschaft ein Leistungsformat, bei dem KI-Nutzung transparent möglich ist und Eigenleistung trotzdem sichtbar bleibt.
- Risikoanalyse: Untersuche ein geplantes KI-Szenario aus Sicht von Datenschutz, Bias, Barrierefreiheit, Fehlentscheidungen und Abhängigkeit von Anbietern.
- Evaluationsdesign: Entwickle ein Verfahren, das Zeitgewinn, Qualität, Akzeptanz und Lernwirkung eines Piloten mit mindestens zwei unterschiedlichen Datenquellen prüft.


Lernkontrolle
- Strategietransfer: Eine Schule möchte sofort 300 KI-Lizenzen kaufen. Entwickle eine alternative Reihenfolge der Entscheidung und begründe jeden Schritt.
- Konfliktmoderation: Ein Kollegium ist zwischen Verbot und uneingeschränkter Nutzung gespalten. Entwirf einen moderierten Entscheidungsprozess, der beide Perspektiven einbindet.
- Fallanalyse Datenschutz: Ein Team möchte Schülertexte mit Namen in ein externes System eingeben. Analysiere die Situation und entwickle einen sichereren Arbeitsweg.
- Qualitätsentwicklung: Ein Pilot spart Zeit, verschlechtert aber nach Einschätzung der Lehrkräfte die Qualität von Rückmeldungen. Leite daraus eine Entscheidung und weitere Prüfaufträge ab.
- Chancengerechtigkeit: Eine KI-Anwendung funktioniert für einige Sprachgruppen deutlich schlechter. Entwickle Maßnahmen für den Pilot und Kriterien für eine mögliche Fortsetzung.
- Skalierungsentscheidung: Ein Pilot wird von drei engagierten Lehrkräften erfolgreich genutzt. Prüfe, welche zusätzlichen Informationen vor einer schulweiten Ausweitung benötigt werden.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sollte erkennbar sein, dass Du KI-Schulentwicklung als Führungs- und Qualitätsaufgabe gestalten kannst.
- Ein nachvollziehbares schulisches Zielbild formulieren.
- Einen begrenzten Pilot mit Erfolgskriterien und Abbruchbedingungen planen.
- Zuständigkeiten, Datenschutz und menschliche Kontrolle berücksichtigen.
- Ein Fortbildungskonzept für unterschiedliche Kompetenzniveaus entwickeln.
- Eine Entscheidungsmatrix oder Risikoanalyse anwenden.
- Evaluationsergebnisse interpretieren und daraus Fortsetzung, Anpassung oder Stopp ableiten.
- Beteiligung von Kollegium, Lernenden, Eltern und Schulträger sinnvoll einplanen.
- Eine realistische Roadmap für Verstetigung und regelmäßige Überprüfung erstellen.
OERs zum Thema
Wikipedia: Schulentwicklung
Wikipedia: Künstliche Intelligenz
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