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Julie Covington - Don't Cry for Me Argentina

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Julie Covington - Don't Cry for Me Argentina




Einleitung

Don't Cry for Me Argentina ist eine Ballade aus Evita mit Musik von Andrew Lloyd Webber und Text von Tim Rice. Die von Julie Covington gesungene Fassung entstand für das ursprüngliche Konzeptalbum und wurde am 12. November 1976 als Single veröffentlicht; das Album folgte am 19. November 1976. Erst am 21. Juni 1978 kam Evita im Londoner West End auf die Bühne – dort sang Elaine Paige die Eva Perón. Damit steht Covingtons Aufnahme am Anfang der Rezeptionsgeschichte des Stücks, ist aber keine Aufnahme der Londoner Bühnenpremiere.

Dieser aiMOOC untersucht genau diese Covington-Fassung aus musikalischer, historischer, textanalytischer und medienkritischer Perspektive. Du lernst dabei auch, zwischen drei Ebenen zu unterscheiden: Julie Covington als Sängerin, Eva Perón als historische Person und Eva als dramatische Figur des Musicals. Diese Ebenen dürfen bei einer Interpretation nicht gleichgesetzt werden.

Urheberrechtlicher Hinweis: Der vollständige Liedtext und die originale Partitur sind urheberrechtlich geschützt. Deshalb enthält dieser aiMOOC weder den vollständigen Text noch eine Transkription der Originalmelodie. Als sehr kurzes Textzitat erscheint nur die titelgebende Zeile „Don't cry for me, Argentina“. Alle Notenbeispiele mit MediaWiki Extension:Score sind eigens für diesen Kurs geschaffen und dienen ausschließlich dazu, allgemeine musikalische Prinzipien hör- und sichtbar zu machen.

Das eingebettete Hörbeispiel stammt vom offiziellen YouTube-Angebot rund um Andrew Lloyd Webbers Musicals. Das Einbetten macht die Aufnahme nicht zu einer freien Lizenz: Die Rechte an Tonaufnahme, Komposition und Text verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du

  1. Konzeptalbum und Bühnenfassung voneinander unterscheiden und die Veröffentlichung von Evita zeitlich einordnen.
  2. mindestens drei belegte Besonderheiten der Julie-Covington-Aufnahme erklären.
  3. Melodie, Harmonik, Rhythmus, Gesang, Instrumentierung, Arrangement, Produktion und Songform hörend untersuchen.
  4. die zentrale Aussage des Liedtextes sinngemäß wiedergeben, ohne geschützte Texte vollständig zu reproduzieren.
  5. die dramatische Eva-Figur von der historischen Eva Perón unterscheiden.
  6. unterschiedliche Aufnahmen kriteriengeleitet vergleichen, ohne bloß nach persönlichem Geschmack zu urteilen.
  7. Quellen zur Pop- und Musicalgeschichte auf Widersprüche, Herkunft und Aussagekraft prüfen.
  8. kurze eigene musikalische Modelle mit LilyPond beziehungsweise MediaWiki Extension:Score erstellen.


Entstehung und Veröffentlichung


Vom Konzeptalbum zur Bühne

Evita entstand zunächst nicht als fertige Bühnenproduktion, sondern als Konzeptalbum. Die offizielle Andrew-Lloyd-Webber-Seite datiert die Veröffentlichung dieses Albums auf den 19. November 1976 und nennt Julie Covington als Stimme der Eva. Der große Erfolg des Albums ging der Londoner Bühnenpremiere von 1978 voraus. Dieses Vorgehen erinnert an Jesus Christ Superstar: Auch hier wurde Musik zunächst als Tonträger verbreitet, bevor sie auf der Bühne ihre endgültige Theatergestalt erhielt.

Für die Interpretation von Don't Cry for Me Argentina ist das entscheidend. Covington singt keine nachträgliche Studioversion einer bereits etablierten Bühnenrolle. Ihre Aufnahme gehört vielmehr zu jener frühen musikalischen Gestalt, durch die Evita überhaupt erst einem großen Publikum bekannt wurde.


Ein quellenkritischer Sonderfall: Wann wurde die Aufnahme eingespielt?

Bei der Datierung lohnt sich Quellenkritik. Die aktuelle Musik-Zeitleiste auf der offiziellen Andrew-Lloyd-Webber-Seite bezeichnet Covingtons Aufnahme als die erste Aufnahme des Liedes und gibt an, sie sei ursprünglich 1975 aufgenommen, aber erst am 12. November 1976 veröffentlicht worden. Der aktuelle offizielle Webshop zum Originalalbum spricht dagegen von einer Aufnahme im Sommer 1976; MusicBrainz verzeichnet für das Konzeptalbum Sessions in den Olympic Studios zwischen April und September 1976.

Gesichert sind somit die Veröffentlichung der Single am 12. November 1976, die Albumveröffentlichung am 19. November 1976 und die Zugehörigkeit zur ursprünglichen Konzeptalbum-Produktion. Beim exakten Aufnahmezeitpunkt widersprechen sich dagegen selbst etablierte Quellen. Gute Musikanalyse bedeutet deshalb auch: Unsicherheit sichtbar machen, statt sie durch eine scheinbar präzise Zahl zu verdecken.

Das Foto zeigt die ehemaligen Olympic Studios in London. Die Commons-Datei von Ewan Munro steht unter CC BY-SA 2.0. Für das 1976er Evita-Album verzeichnet MusicBrainz Olympic Studios als Aufnahmeort und nennt David Hamilton Smith als Toningenieur sowie Anthony Bowles als Dirigenten.


Historischer Kontext: Eva Perón, Casa Rosada und politische Symbolik

Eva Perón war von 1946 bis zu ihrem Tod 1952 die Ehefrau des argentinischen Präsidenten Juan Domingo Perón und als First Lady eine öffentlich und politisch einflussreiche Figur. Das Musical gestaltet ihre Biografie dramatisch; es ist keine dokumentarische Wiedergabe historischer Reden.

Ein zentraler Schauplatz ist die Casa Rosada am Plaza de Mayo in Buenos Aires. Der Balkon fungiert im Musical als Bild für die Verbindung und zugleich die Distanz zwischen öffentlicher Figur und Menschenmenge.

Die Commons-Aufnahme von Mgropius steht unter CC BY-SA 3.0.

Die Commons-Aufnahme des Balkons von Alexia9399 steht unter CC BY-SA 4.0. Die Dateibeschreibung weist ausdrücklich darauf hin, dass Juan Domingo Perón und Eva Perón von diesem Balkon Reden hielten.

Zum historischen Kontext gehört außerdem das Frauenwahlrecht in Argentinien. Das nationale Gesetz 13.010 wurde 1947 verkündet; bei der Präsidentschaftswahl 1951 nahmen Frauen erstmals landesweit an einer Präsidentschaftswahl teil. Offizielle argentinische Quellen betonen sowohl Eva Peróns Rolle in diesem Prozess als auch die lange vorausgehende Arbeit anderer Aktivistinnen wie Alicia Moreau de Justo, Julieta Lanteri und Elvira Rawson. Eine historische Einordnung sollte daher weder eine einzelne Person zur alleinigen Ursache erklären noch die politische Symbolkraft Eva Peróns ignorieren.


Mindestens drei belegte Besonderheiten genau dieser Aufnahme

Die folgenden Merkmale betreffen ausdrücklich die Julie-Covington-Fassung und nicht allgemein jede spätere Interpretation des Songs.

Besonderheit Beleg und Bedeutung
1. Aufnahme vor der Bühnenpremiere Covingtons Fassung gehört zum ursprünglichen Evita-Konzeptalbum von 1976. Die Londoner Bühnenpremiere folgte erst 1978. Sie ist deshalb eine Ausgangsfassung der Werkgeschichte und keine Coverversion der West-End-Produktion.
2. Julie Covington singt Eva, begleitet von einem großen Orchesterapparat MusicBrainz nennt für den Albumabschnitt On the Balcony of the Casa Rosada / Don't Cry for Me Argentina Julie Covington als Eva, das London Philharmonic Orchestra, Anthony Bowles als Dirigenten und David Hamilton Smith als Toningenieur. Das verbindet Musicalgesang mit einer aufwendig produzierten Studio-Orchesteraufnahme.
3. Auf dem Konzeptalbum steht das Lied in einer größeren dramatischen Szene Auf dem Doppelalbum ist es mit On the Balcony of the Casa Rosada zu einem längeren Trackkomplex verbunden. Als Single konnte das Lied dagegen unabhängig von seiner vorausgehenden Szene zirkulieren. Dadurch verschiebt sich die Wahrnehmung vom dramatischen Moment zur eigenständigen Pop-Ballade.
4. Außergewöhnlich großer britischer Charterfolg Die Official Charts Company verzeichnet 15 Wochen in der britischen Single-Charts, davon eine Woche auf Platz 1. Der Höchststand wurde in der Chartwoche vom 12. Februar 1977 erreicht. Für Julie Covington blieb dies laut Official Charts ihr einziger britischer Nummer-eins-Hit.
5. Die Stimme der ursprünglichen Aufnahme wurde nicht zur Eva der Londoner Uraufführung Covington übernahm die Titelrolle der West-End-Produktion nicht. Die Premiere von 1978 besetzte Elaine Paige als Eva. Dadurch lassen sich Aufnahmegeschichte und Bühnengeschichte besonders klar voneinander trennen.


Stil und Genre

Die Aufnahme verbindet mehrere musikalische Felder. Sie lässt sich als Musicalballade mit Elementen von Orchester-Pop, Rockoper und dramatischem Songwriting beschreiben. Das Stück muss gleichzeitig drei Aufgaben erfüllen: Es soll innerhalb einer Handlung eine Figur sprechen lassen, als eigenständiger Song verständlich bleiben und einen großen emotionalen Bogen aufbauen.

Die Balladenwirkung entsteht nicht durch rhythmische Komplexität, sondern vor allem durch lange Gesangslinien, harmonische Spannungsbögen, stetige Verdichtung des Arrangements und den Kontrast zwischen intimen und groß angelegten Passagen. Andrew Lloyd Webber hat den frühen musikalischen Gedanken rückblickend als tangoartig beschrieben. In Covingtons fertiger Aufnahme dominiert jedoch kein streng durchgehaltener Tanz-Tango; der Höreindruck ist stärker von Orchesterballade und Musiktheater geprägt.


Songform

Eine sinnvolle Hörgliederung kann so aussehen. Je nachdem, ob Du die Single oder den längeren Albumkomplex hörst, verschieben sich die genauen Grenzen.

Abschnitt Hörfunktion Worauf Du achten kannst
Vorspiel beziehungsweise Szenenübergang schafft Raum für den Auftritt der Figur geringe Dichte, zurückhaltende Begleitung, vorbereitende Klangfarben
Erster erzählender Abschnitt Eva wendet sich sprachähnlich an das angesprochene Kollektiv relativ enge melodische Bewegung, verständliche Diktion
Refrain bündelt die zentrale Anrede und den emotionalen Kern größere melodische Weite, deutlicherer Klangaufbau
Weiterer erzählender Abschnitt reflektiert öffentliches Bild, Veränderung und Ruhm erneute Beruhigung und anschließender Aufbau
Refrainwiederkehr verstärkt die zentrale Botschaft breitere Orchestrierung und stärkere dynamische Wirkung
Coda und orchestrale Steigerung löst den persönlichen Monolog in einen größeren Bühnenklang auf dichterer Orchestersatz, lang gehaltene Klangflächen, Abschlusswirkung

Diese Form ist nicht einfach ein schematisches Strophe-Refrain-Popsong-Modell. Die Abschnitte dienen einer dramatischen Rede: Musik und Arrangement reagieren auf die Entwicklung der Figur.


Melodie

Die Gesangsmelodie wirkt in vielen Passagen sprachbezogen. Sie beginnt häufig mit eher begrenztem Tonraum und gewinnt in emotional stärkeren Momenten an Weite. Charakteristisch ist das Wechselspiel aus schrittweiser Bewegung, längeren gehaltenen Tönen und aufwärts gerichteten Spannungsbögen.

Für eine Höranalyse solltest Du weniger danach fragen, welche einzelnen Noten vorkommen, sondern welche Funktion eine melodische Geste erfüllt:

  1. Kleine Schritte können den Eindruck einer direkten, persönlichen Ansprache fördern.
  2. Größere Bögen können die öffentliche und pathetischere Dimension der Figur hervorheben.
  3. Wiederkehrende Konturen schaffen Wiedererkennung, ohne dass der gesamte Song aus identischen Phrasen bestehen muss.
  4. Längere Zieltöne geben wichtigen Aussagen Raum und erlauben dem Orchester, unter der Stimme weiterzuwachsen.

Die originale Melodie wird hier bewusst nicht notiert.


Harmonik

Die Harmonik bleibt grundsätzlich tonal und erzeugt ihre Wirkung durch einen Wechsel aus Stabilität und vorbereiteter Spannung. Häufig wahrnehmbare Verfahren sind Akkordumkehrungen, farbige Septakkorde, wechselnde Basstöne unter gehaltenen Harmonien und funktionale Dominantspannung. Dadurch kann sich die Musik weiterbewegen, auch wenn die Gesangslinie gerade lange Töne hält.

Für die Covington-Fassung wird in vielen Notenausgaben und Transkriptionen ein Des-Dur-Bezug angegeben. Notenausgaben können jedoch transponiert sein. Für eine wissenschaftlich saubere Höranalyse ist deshalb wichtiger, Tonika- und Spannungswirkung am konkreten Hörbeispiel zu bestimmen, als eine Tonart ungeprüft zu übernehmen.


Rhythmus und Tempo

Der Song steht in einem regelmäßigen, balladentypischen Puls. Der Höreindruck ist überwiegend vierteilig und moderat. Die Begleitung vermeidet über weite Strecken eine dominante Tanzrhythmik. Stattdessen entsteht Bewegung durch Begleitfiguren, harmonische Wechsel, Streicherimpulse und die allmähliche Verdichtung.

Achte beim Hören auf das Verhältnis von Puls und Phrasierung: Covington kann einzelne Sprachsilben dehnen oder Phrasen über die gefühlte Taktgrenze hinausführen, während die Begleitung den größeren Puls stabil hält. So entsteht eine Mischung aus kontrollierter Zeit und rhetorischer Freiheit.


Gesang

Julie Covingtons Vortrag ist stark auf Textverständlichkeit und Rollencharakter ausgerichtet. Die Stimme beginnt vergleichsweise zurückgenommen und gewinnt im Verlauf an Intensität. Statt permanent maximaler Lautstärke hörst Du einen abgestuften dynamischen Bogen.

Wichtige Beobachtungskriterien sind:

  1. Diktion: Konsonanten und Vokale bleiben auch in ruhigen Passagen klar verständlich.
  2. Phrasierung: Die Linie orientiert sich erkennbar am Sinn einer gesprochenen Aussage.
  3. Dynamik: Intime Passagen und größere Höhepunkte werden gegeneinander profiliert.
  4. Vibrato und Tonhaltung: Längere Töne erhalten Ausdruck, ohne dass jede Silbe ornamental ausgeschmückt wird.
  5. Rollenbezug: Covington singt nicht als neutrale Popsängerin, sondern als dramatische Figur innerhalb eines erzählten Zusammenhangs.


Instrumentierung und Arrangement

Das Bild zeigt das London Philharmonic Orchestra bei einer Probe im Jahr 2010 und steht auf Wikimedia Commons unter CC0 1.0. Es zeigt nicht die Evita-Session von 1976, veranschaulicht aber den Orchesterkörper, der in den Album-Credits genannt wird.

Das Arrangement der Covington-Aufnahme arbeitet mit einem deutlichen Dichteverlauf. Zu Beginn bleibt Raum um die Stimme. Streicherfarben, gezupfte oder kurz artikulierte Impulse und eine zurückhaltende Rhythmusgruppe schaffen Transparenz. Später treten breitere Streicherflächen und weitere Orchesterfarben hinzu. Dadurch entsteht ein Crescendo nicht nur durch Lautstärke, sondern auch durch die Zahl der gleichzeitig aktiven Stimmen und Register.

Wichtig ist die Unterscheidung:

  1. Instrumentierung fragt, welche Klangquellen beteiligt sind.
  2. Arrangement fragt, wann und wie diese Klangquellen eingesetzt werden.
  3. Produktion fragt zusätzlich, wie Aufnahme, Balance, Mischung und Studioarbeit den Höreindruck formen.


Produktion

Für das ursprüngliche Evita-Album nennt MusicBrainz die Londoner Olympic Studios als Aufnahmeort, David Hamilton Smith als Recording Engineer, Jeremy Gee und Anton Matthews als Assistenz, Andrew Lloyd Webber und Tim Rice als Produzenten sowie Anthony Bowles als Dirigenten. Der Albumtrack mit Don't Cry for Me Argentina ist mit dem London Philharmonic Orchestra und Julie Covington als Eva verknüpft.

Die Produktion stellt die Singstimme deutlich in den Vordergrund, ohne den Orchesterapparat zu einer bloßen Hintergrundfläche zu reduzieren. Der Spannungsbogen entsteht wesentlich daraus, dass die Begleitung zunächst Platz lässt und später räumlich und klanglich größer wirkt. Für Deine Höranalyse kannst Du deshalb drei Ebenen getrennt protokollieren: Stimme, Begleittextur und Gesamtdynamik.


Extension:Score – kurze selbst geschaffene Analysemodelle

Die folgenden Beispiele sind keine Transkriptionen des Songs. Sie wurden eigens für diesen aiMOOC komponiert. Sie zeigen nur allgemeine Verfahren, die Du beim Hören des Originals untersuchen kannst. Wenn auf moocwiki.org die MediaWiki-Erweiterung Extension:Score zusammen mit TimedMediaHandler eingerichtet ist, erzeugt das Attribut sound="1" zusätzlich ein Hörbeispiel.


Analysemodell 1: Legatobogen in einer Ballade

Dieses frei erfundene Viertaktmodell demonstriert, wie eine zunächst schrittweise Linie zu einem längeren Zielton führen kann.


\relative c' {
  \time 4/4
  \key c \major
  c4( d e g) | f2 e | d4( e f a) | g1 \bar "|."
}

Übertrage nicht die Noten auf das Original. Höre stattdessen: Wo beginnt Covington eher sprachlich, und wo spannt sich ihre Linie weiter auf?


Analysemodell 2: Funktionale Spannung ohne Originalakkorde

Dieses selbst geschaffene Modell C-Dur – a-Moll – F-Dur – G-Dur zeigt nur das allgemeine Prinzip von Ruhe, Farbwechsel und Dominantspannung.


<<
  \new ChordNames \chordmode { c1 a:m f g }
  \new Staff \relative c' {
    \time 4/4
    \key c \major
    c1 | a | f | g \bar "|."
  }
>>

Frage beim Original nicht zuerst nach Akkordsymbolen, sondern nach der Wirkung: Wo hörst Du Stabilität, wo Erwartung und wo eine Rückkehr zu größerer Ruhe?


Analysemodell 3: Crescendo durch Register und Dynamik

Auch dieses Beispiel ist vollständig neu komponiert. Es illustriert, wie ein Arrangement von einer leisen Lage in einen breiteren Höhepunkt wachsen kann.


\relative c' {
  \time 4/4
  \key c \major
  c2\p e | g2 a | f4\< g a b | c1\ff \bar "|."
}

Im Original entsteht die Steigerung nicht nur durch Lautstärke. Beobachte zusätzlich Instrumentenzahl, Register, Tonlängen und Dichte.


Textthemen und Bildsprache

Die Liedstimme richtet sich an Argentinien, also an ein ganzes Land, als könnte dieses unmittelbar zuhören und antworten. Das ist eine Form der Personifikation. Sinngemäß lässt sich die titelgebende Bitte als „Weine nicht um mich, Argentinien“ verstehen. Entscheidend ist jedoch nicht eine wörtliche Übersetzung einzelner Zeilen, sondern die dramatische Situation.

Die Figur versucht, Nähe zu ihrem Publikum herzustellen und zugleich ihr öffentliches Bild zu erklären. Zentrale Themen sind:

  1. Nähe und Distanz: Eine Person auf einem Balkon spricht zu einer großen Menge und behauptet persönliche Verbundenheit.
  2. Öffentliche Rolle und privates Selbstbild: Die Figur verhandelt den Unterschied zwischen äußerem Status und innerer Zugehörigkeit.
  3. Ruhm und Wirkung: gesellschaftlicher Aufstieg erscheint nicht einfach als Erfüllung, sondern als etwas, das erklärt und gerechtfertigt werden muss.
  4. Treue und Vertrauen: Die dramatische Rede will Glaubwürdigkeit erzeugen.
  5. Erinnerung und Verlust: Durch den Gesamtzusammenhang von Evita erhält die Rede zusätzlich eine rückblickende und elegische Dimension.

Die Bildsprache des Musicals darf nicht als stenografische Mitschrift einer historischen Balkonrede behandelt werden. Tim Rice schreibt eine Theaterfigur, die reale Geschichte verarbeitet und dramatisch formt.


Inhaltserschließung ohne vollständigen Liedtext

Du kannst den Song in fünf sinngemäße Gedankenschritte gliedern:

  1. Die Figur erkennt an, dass ihr Wandel und ihr öffentliches Auftreten beim Publikum Irritation auslösen können.
  2. Sie beschreibt ihre persönliche Veränderung und ihren gesellschaftlichen Aufstieg.
  3. Sie beteuert weiterhin Verbundenheit mit Argentinien.
  4. Sie relativiert den Wert von Ruhm und äußerem Erfolg.
  5. Sie endet mit dem Versuch, ihre Glaubwürdigkeit durch unmittelbare persönliche Ansprache zu sichern.

Diese Zusammenfassung paraphrasiert den Inhalt und ersetzt keine vollständige Übersetzung des urheberrechtlich geschützten Liedtextes.


Hörvergleich: Covington, Albumkontext, Elaine Paige und Madonna


Julie Covington – eigenständiges offizielles Hörbeispiel

Nutze diese Fassung als Hauptreferenz. Notiere beim ersten Hören nur den Spannungsbogen. Beim zweiten Hören konzentrierst Du Dich auf Stimme und Diktion, beim dritten auf Instrumentierung und Produktion.


Julie Covington im längeren Albumzusammenhang

Hier steht das Lied im Medley beziehungsweise Szenenzusammenhang mit On the Balcony of the Casa Rosada. Vergleiche, wie sich die Wirkung verändert, wenn die Ballade aus einer vorausgehenden dramatischen Szene hervorgeht, statt isoliert als Single zu beginnen.


Elaine Paige – Londoner Bühnenbesetzung von 1978

Das offizielle Audio nennt Elaine Paige, die 1978 die Eva der Londoner Originalproduktion war. Der direkte Vergleich ist besonders ergiebig, weil hier aus der frühen Konzeptalbum-Stimme eine etablierte Bühnenrolle geworden ist.


Madonna – Filmfassung von 1996

Das offizielle Madonna-Video verwendet Material aus dem Film Evita von 1996. Dadurch kommt eine weitere Ebene hinzu: Kamera, Filmschnitt und Nahaufnahme beeinflussen die Wahrnehmung einer Szene, die auf der Bühne durch räumliche Distanz zwischen Balkon und Publikum geprägt ist.


Kriteriengeleiteter Vergleich

Kriterium Julie Covington 1976 Elaine Paige 1978 Madonna 1996
Werkzusammenhang Konzeptalbum und Single vor der Bühnenpremiere Original-Londoner Bühnenproduktion Kinofilm und Soundtrack
Mediale Situation Studioproduktion, zunächst ohne fertige Bühneninszenierung Stimme einer konkreten Bühnenrolle Stimme mit filmischer Bildregie
Gesang untersuchen kontrollierter Aufbau, textnahe Phrasierung, klare Studiopräsenz stärker aus dem Bühnendarstellen heraus hörbar stärker mikrofon- und filmorientierte Intimität möglich
Arrangement untersuchen Orchester-Pop und Konzeptalbumdramaturgie Theaterorchestrierung der Londoner Produktion für einen Filmsoundtrack neu produzierte Klangumgebung
Höraufgabe Wo wächst die musikalische Dichte? Welche Wörter oder Phrasen werden anders gewichtet? Wie verändert die Verbindung von Bild und Ton die Wirkung?

Die Formulierungen in dieser Tabelle sind Ausgangspunkte für eine Hörprüfung, keine Rangliste. Belege jede Aussage möglichst mit einer konkreten, hörbaren Stelle.


Rezeption und Bedeutung in Julie Covingtons Werk

Die britische Chartgeschichte macht die Aufnahme zu einem besonders markanten Punkt in Covingtons Diskografie. Die Official Charts Company weist für Julie Covington insgesamt einen Nummer-eins-Hit aus – genau diese Single. Sie erreichte in der Woche vom 12. Februar 1977 Platz 1 und war insgesamt 15 Wochen in den britischen Charts.

Gleichzeitig ist die Werkgeschichte ungewöhnlich: Die Sängerin der frühen Erfolgsaufnahme wurde nicht zur Eva der Londoner Uraufführung. Dadurch blieb Covingtons Verbindung mit dem Stück besonders stark an die Aufnahme von 1976 gebunden, während Elaine Paige später mit der ursprünglichen Londoner Bühnenrolle verbunden wurde. Das macht den Song zu einem guten Beispiel dafür, dass die Geschichte eines Musicals nicht mit einer einzigen „Originalversion“ erklärt werden kann.


Medien- und Urheberrechtskompetenz

Für diesen aiMOOC werden unterschiedliche Medientypen bewusst verschieden behandelt:

  1. Wikimedia-Commons-Fotos werden nur verwendet, wenn auf der jeweiligen Dateiseite eine freie Lizenz oder CC0 ausgewiesen ist. Die genaue Lizenz ist bei der Weiterverwendung zu beachten.
  2. YouTube-Hörbeispiele werden von offiziellen Kanälen eingebettet. Ein offizielles Video ist dadurch nicht automatisch Open Educational Resource; Ton- und Bildrechte bleiben geschützt.
  3. Liedtext wird nicht vollständig wiedergegeben. Inhalt und Bildsprache werden paraphrasiert; nur ein sehr kurzes Zitat wird für die Analyse verwendet.
  4. Partitur wird nicht transkribiert. Die Score-Beispiele sind kurze Eigenkompositionen, die allgemeine Analysebegriffe demonstrieren.
  5. Historische Aussagen werden von der dramatischen Handlung getrennt und mit überprüfbaren historischen Quellen gegengeprüft.


Quellen und Nachweise

  1. Andrew Lloyd Webber Musicals: Evita – offizielle Angaben zur ersten Covington-Aufnahme, Singleveröffentlichung am 12. November 1976 und Londoner Premiere 1978.
  2. Andrew Lloyd Webber Musicals: The Origins of Evita – Konzeptalbum vom 19. November 1976, Julie Covington und Entstehung vor der Bühnenfassung.
  3. Andrew Lloyd Webber Store: Evita – The Original Recording – aktueller Hinweis auf die Aufnahme des Originalalbums im Sommer 1976.
  4. MusicBrainz: Evita 1976 concept cast – Olympic Studios, Sessionzeitraum, Julie Covington, London Philharmonic Orchestra, Anthony Bowles, David Hamilton Smith und Trackzusammenhang.
  5. Official Charts Company: Don't Cry for Me Argentina – 15 Chartwochen und Platz 1.
  6. Official Charts Company: Julie Covington – Einordnung des Songs in Covingtons britische Single-Chartgeschichte.
  7. The Guardian: How we made Evita – Rückblick von Tim Rice und Elaine Paige auf Konzeptalbum und Bühnenbesetzung.
  8. Argentina.gob.ar: Día del voto femenino – Gesetz 13.010 sowie Hinweis auf die längere Geschichte der Frauenrechtsbewegung.
  9. Argentina.gob.ar: Frauen wählen 1951 erstmals bei einer Präsidentschaftswahl – historischer Kontext.
  10. MediaWiki: Erweiterung Score – Syntax und Funktion der verwendeten LilyPond-Beispiele.
  11. Wikimedia Commons: Olympic Studios London.jpg – CC BY-SA 2.0.
  12. Wikimedia Commons: London Philharmonic Orchestra rehearsal.jpg – CC0 1.0.
  13. Wikimedia Commons: Casa Rosada Buenos Aires.jpg – CC BY-SA 3.0.
  14. Wikimedia Commons: Balcón de la Casa Rosada.jpg – CC BY-SA 4.0.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Zusammenhang entstand Julie Covingtons Aufnahme zuerst? (Für das ursprüngliche Evita-Konzeptalbum) (!Für den Film Evita von 1996) (!Für die Londoner Bühnenpremiere von 1978) (!Für eine spätere Konzerttournee)




Wann wurde die Julie-Covington-Single veröffentlicht? (12. November 1976) (!19. November 1976) (!21. Juni 1978) (!12. Februar 1977)




Welche Institution nennt die Aufnahme als britischen Nummer-eins-Hit? (Official Charts Company) (!Wikimedia Commons) (!MediaWiki) (!LearningApps)




Welches Orchester ist in den Credits des Konzeptalbums genannt? (London Philharmonic Orchestra) (!Berlin Philharmonic Orchestra) (!Vienna Philharmonic) (!Royal Concertgebouw Orchestra)




Wer komponierte die Musik? (Andrew Lloyd Webber) (!Tim Rice) (!Julie Covington) (!Elaine Paige)




Wer schrieb den Liedtext? (Tim Rice) (!Andrew Lloyd Webber) (!Anthony Bowles) (!David Hamilton Smith)




Welche Sängerin übernahm 1978 die Eva in der Londoner Originalproduktion? (Elaine Paige) (!Julie Covington) (!Madonna) (!Patti Smith)




Was ist an den Score-Beispielen dieses aiMOOCs urheberrechtlich wichtig? (Sie sind neu geschaffene Analysemodelle) (!Sie transkribieren die vollständige Originalmelodie) (!Sie enthalten die komplette Partitur) (!Sie geben den vollständigen Liedtext wieder)




Welche Aussage beschreibt den Text am treffendsten? (Die dramatische Figur spricht Argentinien wie ein Gegenüber an) (!Der Text ist eine wortgetreue historische Balkonrede) (!Der Text ist ein journalistischer Bericht) (!Der Text ist eine Instrumentenkunde)




Was gehört zu einer quellenkritischen Analyse der Aufnahmedaten? (Widersprüchliche Datierungen offen benennen) (!Immer die älteste Quelle ungeprüft übernehmen) (!Unsichere Angaben als sicher ausgeben) (!Quellenangaben vollständig weglassen)





Memory

Julie Covington Eva auf dem ursprünglichen Konzeptalbum
Andrew Lloyd Webber Komposition
Tim Rice Liedtext
Olympic Studios Londoner Aufnahmeort laut Albumdaten
London Philharmonic Orchestra Orchester der Konzeptalbum-Produktion
Elaine Paige Eva der Londoner Originalproduktion
Casa Rosada dramatischer Balkon-Schauplatz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Konzeptalbum Tonträgerfassung vor der Bühnenpremiere
Arrangement Verteilung und Entwicklung der musikalischen Klangschichten
Produktion Aufnahme und klangliche Gestaltung im Studio
Personifikation Argentinien wird wie ein ansprechbares Gegenüber behandelt
Quellenkritik Widersprüchliche Angaben werden geprüft und kenntlich gemacht






Kreuzworträtsel

Covington Welche Sängerin ist Gegenstand dieser Aufnahmeanalyse?
Orchester Welcher große Klangkörper prägt weite Teile des Arrangements?
Balkon Welcher architektonische Ort ist für die dramatische Szene zentral?
Refrain Wie heißt der wiederkehrende Abschnitt mit der zentralen Anrede?
Olympic Welcher Name gehört zum Londoner Aufnahmestudio?
Argentinien Welches Land wird im Lied direkt angesprochen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Julie Covington sang die Rolle der Eva auf dem ursprünglichen

.
Die Single erschien im November

.
Die spätere Londoner Bühnenproduktion besetzte

als Eva.
Als großes Orchester ist das

dokumentiert.
Als Aufnahmeort des Konzeptalbums werden die

genannt.
Der zentrale Gebäudeschauplatz in Buenos Aires ist die

.
Die direkte Ansprache eines Landes kann als

beschrieben werden.
Die allmähliche Zunahme musikalischer Schichten gehört zum

.
Widersprüchliche Angaben zum Aufnahmejahr erfordern

.
Die Score-Beispiele im aiMOOC sind bewusst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre die Covington-Fassung zweimal und notiere fünf Stellen, an denen sich Dichte, Lautstärke oder Instrumentenfarbe deutlich verändert. Verwende keine Liedtextabschrift.
  2. Klangfarbenkarte: Zeichne eine grafische Verlaufskurve für Stimme, Streicher und weitere Begleitung. Markiere, wann einzelne Ebenen hinzukommen oder zurücktreten.
  3. Bildanalyse Casa Rosada: Untersuche das Commons-Foto des Balkons. Erkläre in einem kurzen Absatz, warum ein Balkon als Bühnenbild zugleich Nähe und Distanz darstellen kann.
  4. Begriffsnetz: Verbinde die Begriffe Konzeptalbum, Single, Bühnenfassung, Soundtrack, Coverversion und Originalaufnahme mit eigenen Definitionen und Beispielen.


Standard

  1. Vergleichendes Hören: Vergleiche Covington und Elaine Paige anhand von Diktion, Dynamik, Phrasierung, Orchesterwirkung und Rollencharakter. Belege mindestens vier Beobachtungen mit Zeitmarken.
  2. Medienvergleich: Vergleiche Covingtons reine Studioaufnahme mit Madonnas Filmvideo. Untersuche, welche Bedeutung Kamera, Schnitt und Mimik für die Wahrnehmung des Songs gewinnen.
  3. Quellenwerkstatt: Stelle die widersprüchlichen Angaben zum Aufnahmejahr in einer kleinen Quellentabelle gegenüber. Bewerte nicht nach Bekanntheit der Quelle, sondern nach Nähe zur Produktion, Genauigkeit und interner Konsistenz.
  4. Eigene Score-Miniatur: Komponiere mit Extension:Score vier bis acht Takte, die von leise und durchsichtig zu dicht und kraftvoll führen. Nutze keine Melodie und keine Akkordfolge aus dem Original.


Schwer

  1. Historische Kontextanalyse: Recherchiere mit mindestens drei seriösen Quellen, wie das argentinische Frauenwahlrecht zustande kam. Zeige, welche Rolle Eva Perón spielte und welche längerfristigen Bewegungen vorausgingen.
  2. Dramaturgieanalyse: Analysiere, wie sich die Bedeutung des Songs verändert, wenn Du ihn im Albummedley statt als isolierte Single hörst. Beziehe Form, vorhergehende Szene und musikalische Übergänge ein.
  3. Arrangement-Projekt: Entwirf ein eigenes Arrangementkonzept für dieselbe dramatische Situation, ohne geschütztes musikalisches Material zu übernehmen. Lege Besetzung, Dichteverlauf, Dynamik und Raumwirkung fest und begründe jede Entscheidung.
  4. Wissenschaftliches Kurzessay: Diskutiere auf zwei bis drei Seiten die These, dass eine „Originalversion“ im Musiktheater mehrere Bedeutungen haben kann. Unterscheide erste Aufnahme, erste Single, erste Bühnenfassung und spätere Filmfassung am Beispiel von Evita.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Klangdramaturgie: Erkläre an einem anderen Musical- oder Popsong, wie ein Arrangement einen emotionalen Höhepunkt erzeugen kann. Übertrage mindestens drei Analysebegriffe aus diesem aiMOOC.
  2. Quelle und Behauptung: Formuliere drei Aussagen zur Entstehung der Covington-Aufnahme und ordne jeder Aussage eine geeignete Quelle zu. Begründe, warum die Quelle die jeweilige Behauptung tatsächlich trägt.
  3. Historie und Fiktion: Entwickle ein Verfahren mit vier Prüfschritten, mit dem Du bei einem historischen Musical unterscheiden kannst, was belegt, dramatisiert, verdichtet oder erfunden ist.
  4. Hörvergleich ohne Wertung: Vergleiche zwei Fassungen des Liedes ausschließlich mit beobachtbaren Kriterien. Vermeide Wörter wie „besser“ oder „schlechter“ und formuliere stattdessen hörbare Unterschiede.
  5. Urheberrechtlicher Transfer: Plane eine Unterrichtsseite zu einem anderen geschützten Song. Erkläre, wie Du Text, Noten, Audio, Bilder und eigene Analysebeispiele rechtssicher einsetzen würdest.
  6. Musikalische Modellbildung: Komponiere ein achtaktiges eigenes Beispiel, das ein von Dir im Song erkanntes Prinzip zeigt, ohne dessen konkrete Melodie oder Harmonie zu kopieren. Erkläre anschließend, was Modell und Original gemeinsam haben und worin sie sich unterscheiden.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du

  1. die Entstehungsreihenfolge von Konzeptalbum, Single und Bühnenpremiere korrekt erklären kannst.
  2. mindestens drei Besonderheiten der Julie-Covington-Aufnahme mit überprüfbaren Quellen belegst.
  3. musikalische Beobachtungen zu Form, Melodie, Harmonik, Rhythmus, Gesang, Instrumentierung, Arrangement und Produktion voneinander unterscheiden kannst.
  4. Textthemen sinngemäß erschließt, ohne geschützte Liedtexte vollständig zu reproduzieren.
  5. die dramatische Eva-Figur von der historischen Eva Perón trennst.
  6. widersprüchliche Quellenangaben transparent behandelst.
  7. mindestens zwei Aufnahmen mit klaren Hörkriterien vergleichst.
  8. freie Medien korrekt von lediglich eingebetteten, weiterhin geschützten Medien unterscheidest.
  9. eigene musikalische Analysemodelle als Eigenkomposition kennzeichnest.
  10. aus den Einzelbeobachtungen eine begründete Gesamtinterpretation entwickelst.




OERs zum Thema

Als frei zugängliche Hintergrundressource eignet sich der Wikipedia-Artikel zum Musical:

Für frei lizenzierte Bilder können außerdem die in diesem aiMOOC verlinkten Wikimedia-Commons-Dateiseiten genutzt werden. Prüfe bei jeder Weiterverwendung die konkrete Lizenz und die geforderte Namensnennung.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte